Dual Primus Maximus

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    • bauerw schrieb:

      Gizeh schrieb:

      bauerw schrieb:

      ist jedem Vintage-Dreher in Sachen Drehmoment und Gleichlauf mindestens ebenbürtig...
      Nöh... :D
      Sorry, war zu sehr verallgemeinert. Sollte eigentlich heißen ... sind den Dual-DDs und den meisten Vintage-Drehern überlegen. Auf Technics, Micro Seiki und die großen Sony-Laufwerke trifft das nicht unbedingt zu...
      Nein.
      Der Reloop kann nur Drehmoment.
      Technische Daten RP 6000 MK6:
      Gleichlauf <0,1% WRMS, Rumpelabstand > 55 dB.

      Zum Vergleich Dual CS 741Q:
      Gleichlauf <0,015% WRMS, Rumpelabstand > 80 dB.

      Selbst ein 701 ist noch besser als der Reloop.
      Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
      Sonstige: Grundig PS 6000, Yamaha TT-400
    • @dualfred: Mein Glückwunsch! Ich glaube, dass das ein Gerät ist, das sich in 40-50 Jahren noch mit überschaubarem Aufwand instand setzen lassen wird - wenn das überhaupt nötig sein wird. Mir gefällt das Gerät und ich finde es auch stimmig. Leider bin ich nur ein kleiner Beamter ohne das nötige Kleingeld - wäre ich Single und müsste mich mit niemandem abstimmen, würde ich darauf sparen und hoffen, dass die 100 Geräte noch nicht verkauft sind. Auf die nachfolgende Serie für Normalverdienende freue ich mich also um so mehr!
      Liebe Grüße
      Thomas

      Mittlerweile ist die Sammlung angewachsen: 505-0, 505-2, 607, 1209, 1210, HS33/1210, HS38/1214, 1220, HS136/1237, 2235Q 8o Und mittlerweile tummeln sich auch andere Hersteller, darunter Technics SL-7, Telefunken RS200, Fisher MT6310, Philips FP455...
    • @ Dualfred:

      Nur mal interessehalber: Hast Du mit beiden Dual-Firmen verhandelt? Falls ja, wüsste ich zu gern, warum Fehrenbacher so ein Angebot ausgeschlagen hat... Das wäre in meinen Augen völlig unverständlich.

      Zudem: So ein wunderschöner DD mit dem Tonarm des CS 600 - oder noch besser mit einem Tonarm des alten Golden One oder des alten 750-1 - das wäre doch der Knaller.
      freundliche Grüße

      Ralph


      Dreher: CS 741Q, CS 731Q, CS 728Q
      MC-Systeme: Goldring Elite, Ortofon MC20 Super ... MM-Systeme: ELAC 796, AT 150 Sa, TK60E mit DN 160
      Vorverstärker: Aikido 1+ und Aikido Hybrid Supreme
      Verstärker: Harman/Kardon HK 6800 ... Receiver: Dual CR 1730
      Boxen: Nubert NuWave35 und Dual CL 720
    • Neu

      wolfgang-dualist schrieb:

      den Tonarm des Golden 1 gibt es ebenfalls : dualfred.de/Tonarm/Tonarm-komplett/
      Ich meine natürlich eine Serienfertigung. Dafür reicht Alfreds Vorrat nicht ...
      freundliche Grüße

      Ralph


      Dreher: CS 741Q, CS 731Q, CS 728Q
      MC-Systeme: Goldring Elite, Ortofon MC20 Super ... MM-Systeme: ELAC 796, AT 150 Sa, TK60E mit DN 160
      Vorverstärker: Aikido 1+ und Aikido Hybrid Supreme
      Verstärker: Harman/Kardon HK 6800 ... Receiver: Dual CR 1730
      Boxen: Nubert NuWave35 und Dual CL 720
    • Neu

      tiga schrieb:

      Natürlich werden die 100 Teile verkauft werden. Dafür müssten die Dinger ja nicht mal gut sein.
      Limitiert und teuer in Verbindung mit einem bekannten Namen reichen dafür sicher.
      Es stehen ja jeden Tag genug Leute auf, die mehr Geld als Hirn haben.

      Ich würde dem limitierten Teil nicht zu viel Bedeutung beimessen.
      Ist der gut? Bei dem Preis sollte es kein Problem sein, etwas ordentliches zu produzieren, zumal das KnowHow ja nicht das Problem ist.
      Rechnet sich das Teil? Ist das bei der Stückzahl wirklich so entscheidend? Das ist nur Marketing.
      Auf die neuen Serienteile dürfen wir gespannt sein. Da sind die Fragen nach Wirtschaftlichkeit und Qualität viel entscheidender
      Was ist denn daran falsch? Egal ob Dual oder PE, das sind Kleinserienhersteller die deutlich höhere Kosten in der Entwicklung haben wie die großen Japaner. Wenn die als Marketing offensive eine limitierte Serie bringen um die Marke wieder in's Gedächtnis der Verbraucher zu bringen ist das eine so meine ich gute Idee. Und es soll tatsächlich Leute geben die lieber 6K euro ausgeben und sich über so ein Gerät freuen anstatt sich irgent eine fette Karre vor die Tür zu stellen. Und ja, es gibt Leut mit viel Kohle., wobei die meisten auch was dafür getan haben und kleverer wahren wie andere. Ich neide das denen nicht.

      Aber jetzt mal zum Dreher selbst. Mir gefällt er sehr gut. Was ihn mir aber etwas vermiest ist die wohl fehlende Endabschaltung. Die fehlt aber bei vielen Drehern auch in dieser Preisklasse. Ich frag mich echt warum die 5 Euro nicht über sind um den Arm zu heben und abzuschalten. Den Vorwurf mach ich aber allen Herstellern. Das kostet nix und braucht auch nicht entwickelt werden. Nur abgucken wie man das früher so gemacht hat. Das hatten ja letztlich alle Hersteller so im Programm.
      Genug gemeckert, haben möcht ich ihn trotzdem
    • Neu

      Eine Endabschaltung mit Tonarmanhebung, für mich auch unabdingbar, muß eher im Tonarm eingebaut sein. Betrachtet man das z.B beim CS 750-1, dann läuft da im Tonarm ein mit selbigem verbundenes Segment durch eine Lichtschranke. Darin in ein kleiner transparenter Teil mit mehreren feinen vertikalen Linien. Dazu gehört eine Auswerteelektronik. Ist das Einschalten noch trivial, ist das korrekte Abschalten eine echte Herausforderung. Ich habe eine LP ( Boney M. - Bonununus, jetzt steinigt mich...) bei der die zweite Seite nicht nur sehr weit zur Plattenmitte beschrieben ist, sondern sie ist auch sehr exzentrisch, eigentlich Ausschuß. Mein CS 750-1 spielt die Platte nicht bis zum Ende ab. Die Auswerteelektronik muß ermitteln, ob der Bereich der Auslaufrille überhaupt erreicht ist, wie stark die Steigung der Rille ist und ob nach mindestens einer komplette Umdrehung das Muster sich exakt wiederholt.
      Selbst wenn man nun so einen schönen Tonarm hat, muß der dem Antrieb auch noch den Abschaltanweisung geben.
      So, nun müssen denn Antrieb und Tonarmtechnik zusammenarbeiten. Die einfachste und sinnvollste Lösung ist, daß es an der Motorsteuerung einfach eine Steckbrücke gibt, die für die Spannungsversorgung der Motorsteuerung geschlossen sein muß. Ist kein "intelligenter" Tonarm montiert, dann sitzt da einfach ein Jumper drauf. Der wird ansonsten entfernt und wenn der Tonarm "will" daß der Motor dreht, wird die Schließung gegen Masse von der Tonarmelektronik bewerkstelligt. Das muß wiederum z.B. über einen Reedkontakt erfolgen, da die Stromkreise von Tonarmelektronik und Motorsteuerung getrennt sein sollte. Darauf könnte nur verzichtet werden, wenn Tonarm und Antrieb die gleiche Spannungsversorgung verwenden, also dasselbe Netzteil.
      Noch gibt da ja keine Norm, hier könnte man einfach Gegebenheiten schaffen und Anbietern von Tonarmen mit Steuerung genau vorschreiben, welche elektrischen Werte einzuhalten sind und wie der Anschlußstecker auszusehen hat.
      Wenn man so eine Schnittstelle etabliert ist vieles möglich, bis hin zum Vollautomaten.

      Ich will so nur aufzeigen, daß man leider nicht so einfach den OPS-Arm auf den neuen Dual oder z.B den Langer 7 unter Funktionsfähigkeit der An- und Abschaltfunktion montieren kann. Die Auswerteelektronik dieser Arme sitzt im Prozessor des Drehers. Das ist nicht kompatibel mit anderen Antrieben, man beachte auch mal die Umrüstangebote von Alfred für des CS 5000 und den CS 750(-1). Die Abschaltung ist in diesem Fall futsch. Man kann nicht alles haben...

      Mal sehen, vielleicht hat Alfred ja auch noch für die kommenden Jahre 'etwas im Köcher' oder es gibt hier einen ganz plietschen Dualboarder, der sagt: Endabschaltung, Vollautomat? Kindergeburtstag....

      Was der neue Dual aber haben könnte, wäre ein Rillenfinder, der fehlt selbst dem 750er.

      Gruß

      Uli
      CS: 1209, 504, 510, 741Q, 750-1
      CV: 1200, 440, 1500 RC
      CT: 440, 1240 (2x)
      CR: 5950 RC
      C / CC: 1280, 5850 RC, 839 RC
      CD: 40, 5150 RC
      CL(X): 9020, 9200, MA2
      und: DK170, MC2555
    • Neu

      Hallo Uli

      Ich muß dir leider wiedersprechen. Es ist sehr selten das Platten nicht bis zum ende gespielt werden oder der Plattenspieler nicht abgeschaltet wird. Dies geschieht nur bei Platten die einfach ausgedrückt falsch geschnitten und gepresst sind. Von meinen LP's und das sind eine ganze Menge ist es umgerechnet die zweite oder dritte Stelle hinter'm Komme wo das vorkommt.
      Eine "Auswertelektronik" um abzuschalten ist für 50Cent machbar und braucht auch keinen Prozessor. Wie gesagt, einfach nur abgucken. Entweder mit Lichtschranke oder wie bei Lenco mit einer kleinen Spule. Das ist nichts besonderes und wie gesagt für 50Cent zu realisieren. Dann brauch'ts nur noch einen Hubmagneten der den Lift betätigt und fertig. Das alles ist heutzutage für unter 5Euro zu machen. Und einen Arm mit Lichtschranke oder Spule kann man ohne großen Aufwand überall montieren.
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      Hallo zusammen,
      zum Thema Endabschaltung ist aus meiner Sicht nur hinzuzufügen: je teuerer der Plattenspieler, desto karger die Ausstattung in Punkto Komfort. Die Kunden wollen das entweder so oder es wird ihnen so eingeredet. Angefangen hat das wohl in den 70ern, habe ich mal irgendwo gelesen, als japanische hochwertige Plattenspieler auf sämtlichen Firlefanz verzichteten, damit er sich nicht in irgendeiner Weise auf den Klang verfälschend auswirken kann. Segment am Tonarm? Das führt auf jeden Fall zu einem anderen Verhalten des Tonarms, als wenn es da kein Segment gäbe! Und goldene Ohren hören das...

      Spaß beiseite: wenn ich einen Dreher in dieser Preisklasse kaufen könnte, würde ich erwarten, dass der ohne Wartung sehr sehr lange störungsfrei läuft. Was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen. Ich habe mir die Fotos genauer angeguckt und ich glaube, dass Dualfreds Schöpfungen (egal ob Langer No. 7 oder eben dieser Maximus getaufte Spieler) maximal grundsolide sind und gleichzeitig technisch so modern wie möglich - was Riemenantriebe nunmal nicht sind. Ob modern besser ist oder nicht, ist eine andere Frage. Mir als Fan der Direkttriebler gefällt der Ansatz von Alfred sehr gut. Ist kein Glaubenskrieg, sondern Geschmacksache. Und in der Preislage dürfte es nicht viel Konkurrenz geben - das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Auch das ist ein (kaufmännisch) sinnvoller Ansatz.

      Aber das ist meine Ansicht. Und freue mich gleichzeitig darüber, gerade mit meinem bescheidenen 505-2er Musik mit Endabschaltung und Riemenantrieb zu hören :evil:
      Liebe Grüße
      Thomas

      Mittlerweile ist die Sammlung angewachsen: 505-0, 505-2, 607, 1209, 1210, HS33/1210, HS38/1214, 1220, HS136/1237, 2235Q 8o Und mittlerweile tummeln sich auch andere Hersteller, darunter Technics SL-7, Telefunken RS200, Fisher MT6310, Philips FP455...
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      Die hochwertigen Laufwerke sind in der Regel mit Fremdtonarmen kombinierbar. Für jegliche Kombination kann das Laufwerk nicht vorgerüstet sein.

      Beispiel
      Thorens hat das beim TD126iii mit 4 Tonamen, die angepasst waren gelöst, TP16, Koshin, SME und der EMT. Dynavector gab es mWn mit der Endabschsltung. Fürr alle Tonarme gab es meines Wissens nichts.

      Keine vollständige Lösung: Q-Up. Der hebt den Tonarm mechanisch an.
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
      Linn: LP12 Majik (Kirsch)
      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810
    • Neu

      Hallo

      Das Laufwerk braucht nicht großartig vorgerüstet sein. Bei Lenco ist eine Spule im Arm die über eine kleine Elektronik den Strom abschaltet. Mit einer Lichtschranke am Arm funktioniert das ganze auf die gleiche Art und Weise. Die Elektronik dazu geht auf eine Streichholzschachtel. Damit wird dann schlicht der ankommende Strom gekappt, also recht simpel das ganze. Nur einen Lift hat's dann noch nicht was aber mit wenig Aufwand und Geld zu realisieren ist.
      Wir sprechen aber vom Dual und anderen Laufwerken die richtig Geld kosten und bei denen die wenigen Euro für eine Endabschaltung und vieleicht ein Lift nicht über sind weil die Hersteller den Leuten das Voodoo Geschwafele verkaufen das man sowas nicht braucht.
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      Man kann in jeden Plattenspieler univeral für jeden Tonarm passend einen Lift einbauen.
      Und die Endabschaltung muß man nicht per Logik, die die Bewegungsgeschwindigkeit des Arms auswertet, realisieren, sondern kann da einfach eine feste Position vorgeben, bei der die Endabschaltung ausgelöst wird.
      So wird es ja auch bei nahezu allen Duals rein mechanisch gemacht.
      Also einfach eine Lichtschranke nehmen. Wird die vom Arm unterbrochen, wird der Lift betätigt und der Motor abgeschaltet.
      Oder einfach den Q-Up nehmen und den etwas pimpen, so das er auch noch einen Schalter betätigt, der dem Motor den Saft abdreht.
      Und wenn man das ab Werk in einen Plattenspieler einbaut, kann man es optisch auch besser integrieren als so einen Q-Up.
      Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
      Sonstige: Grundig PS 6000, Yamaha TT-400
    • Neu

      Wolfgang2 schrieb:

      Hallo

      Wir sprechen aber vom Dual und anderen Laufwerken die richtig Geld kosten und bei denen die wenigen Euro für eine Endabschaltung und vieleicht ein Lift nicht über sind weil die Hersteller den Leuten das Voodoo Geschwafele verkaufen das man sowas nicht braucht.
      Sprichst Du vo Alfred Langers Dual? Das finde ich schon unanständig, ihm Voodoo zu unterstellen.
      Er wird den Markt beobachtet haben und hätte sicher eine Abschaltung realisieren können, das Know How hat er ja.
      Gruß Christian

      _________________

      Ich suche folgende LPs von Pearl Jam: Live on two legs, Lost Dogs, rearviewmirror
    • Neu

      Darwin schrieb:

      Ist kein Glaubenskrieg, sondern Geschmacksache
      Genau damit ist doch alles gesagt.

      Ich würde mir nie einen neuen Vollautomaten kaufen und habe noch keinen Rillenfinder gebraucht oder vermisst.
      Uli @Deichgraf63 hingegen sind diese Merkmale sehr wichtig.

      Da der Markt einiges hergibt, ist es doch jedem möglich, sein Gerät zu finden.
      Selbst wenn der limitierte Dual für mich das perfekte Gerät darstellen würde, einen solchen Betrag mache ich
      für keinen Plattenspieler locker, gönne es aber denen, die anders denken und vor allem Alfred mit seinem Einsatz. ;)
      Gruß
      Michael

      -----

      Die Dreherliste ist weg, da die Datenpflege der Signatur zu arbeitsintensiv ist :D
      Meine aktuelle Hauptanlage findet sich hier
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      Hallo,

      das Thema "Endabschaltung" ist leider nicht so einfach, wie man denkt.

      Ein fester Abschaltpunkt führt leider nicht zum Ziel. Denn Singles sind noch auf Radien bespielt, wo bei LPs bereist die Endrille ist. Daher sind mindestens 2 Abschaltpunkte nötig, wenn man den mit einem Positionssensor, wie einer einfachen Lichtschranke an das Thema ran geht. In diesem Fall benötigt man dann einen Umschalter zwischen diesen Positionen. Hierfür kann aber nicht der Geschwindigkeitsschalter verwendet werden. Denn Maxi-Singles haben die Endrille an dem Radius wo sie bei LPS sitzt. Außerdem ist eine kleine Schaltlogik nötig. Sonst läuft der Spieler wieder an, wenn man den Tonarm zurückführt.

      Insofern ist das Erfassen der Rillensteigung die meines Erachtens die vernünftigere Methode. Sie kommt auch ohne jeglichen Wahlschalter aus. Aber die Erfassung der Steigung ist auch nicht trivial. Bei Dual wurde hier eine ausgeklügelte Mechanik verwendet (Ausnahme CS5000 und Co.). Im Abstellbereich wird ein Hebelwerk mit einem "Reset"-Mechanismus verwendet. Die Abstellschiene schiebt einen kleinen Hebel in Richtung Tellerlager, welcher dann von einem Nocken an der Tellerachse erfasst wird. Bei einer langsamen Bewegung des Tonarmes wird der kleine Hebel immer wieder zurückgesetzt. Bewegt sich der Tonarm schneller nach Innen (= Auslaufrille) erfasst der Nocken den Hebel und löst die Abschaltmechanik oder Automatik aus.

      Bei CS5000 und Co. wurde die Erfassung der Rillensteigung elektronisch gelöst. Hier taucht ein Encoder (Strichcode) in eine Lichtschranke ein. Erfolgt der Wechsel von hell auf dunkel langsam, wird nicht abgeschaltet. In der Auslaufrille kommen die hell/dunkel Signale schneller. Dann schaltet die Logik ab. Diese elektronische Schaltung lässt sich nur mit einem Mikroprozessor sinnvoll realisieren.

      Es gab auch Abschaltlösungen mit Tauchspulen (nicht bei Dual). Hier wird durch Eintauchen eines Magneten in eine Spule eine kleine Spannung generiert, welche dann ausgewertet wird. Schnelle Tonarmbewegung = höhere Spannung. Hierfür muss eine analoge Spannung ausgewertet und mit einer Referenzspannung verglichen werden. Das ist nicht ganz trivial, wenn diese Schaltung zuverlässig funktionieren soll. Eine etwas exzentrische Platte kann schon Probleme verursachen.

      Aktuell ist auch eine Variante der Endabschaltung mittels Überwachung des Musiksignales beliebt. Hier wird sozusagen elektronisch mitgelauscht, ob noch ein Musiksignal vorhanden ist. Ist es über längere Zeit still, mit Ausnahme des "Plopp" 1x pro Umdrehung, schaltet ein Mikroprozessor ab.

      Schwierig wird es auch bei der Liftbetätigung. Man darf hier keine Liftmechanik verwenden, die direkt mit einem Lifthebel bedient wird (z.B. wie der beliebte Lift von Jelco). Den kann man nur schwer mit einer Elektronik betätigen. Da muss schon etwas Hebelwerk im Inneren des Gerätes verwendet werden, um dieses Feature zu bewerkstelligen. Einfach mal einem Dual 510 oder 704 unter die Haube sehen, dann sieht man den Aufwand und auch, dass diese Mechaniken sehr auf den Tonarm zugeschnitten sind. Später beim Dual CS5000 oder CS750 wurde die automatische Liftbetätigung mit einem Elektromagneten, statt der vielen Mechanikteile realisiert. Allerdings übersteuert hier die elektronische Betätigung einfach die mechnaische Betätigung mit dem Lifthebel beim Anheben des Tonarmes. Das birgt meines Erachtens einen großen Nachteil. Schaltet das Gerät am Plattenende ab, so hebt der Lift durch die elektronische Betätigung an. Der Lifthebel bleibt aber unten. Beim erneuten Starten durch Einschewenken des Tonarmes ist der Lift zunächst oben. Ist jedoch die Solldrehzahl erreicht, wird der Tonarm einfach abgesenkt. Wenn man also etwas länger braucht, bis man den richtigen Track auf der Platte angepeilt hat, ist das nicht gerade schonend für die Platte.

      Der Liftmagnet bei CS5000 und CS750 ist auf korrekterweise stromlos oben. Das heisst aber auch, dass er während des Abspielens permanet bestromt ist. Dabei würde er sehr viel Wärme entwickeln. Deshalb hat die Platine extra eine "Power-Reducer" Schaltung. Diese wird vom Microprozessor kurz nach dem Betätigen über einen zweiten Ausgang angesteuert (Verringerte Betriebsspannung reicht dann zum Halten des Magneten aus).

      Es gibt also schon den einen oder anderen Grund, warum nahezu kein Kleinserien-Plattenspieler eine voll funktionierende Endabschaltung mit Liftanhebung am Plattenende hat.

      Gruß Alfred
      Gewerblicher Anbieter von Dualersatzteilen auf dualfred.de