Beiträge von CS 728Q

    Ich bin auf Dein Urteil gespannt. Meinen ganz persönlichen Ohren zufolge wirst Du bei den Transistor-Vorverstärkern erst in einer sehr weit teureren Ecke einen finden, der dem Aikido 1+ das Wasser reichen kann. Sicher, der Aikido 1+ ist nicht der Champion der Champions, aber in meinen Augen der absolute Preis-Leistungs-Sieger.

    Der CP 2 hat leider keine einstellbaren Parameter für MMs (Eingangskapazität) und MCs (Eingangsimpedanz). Die dafür aufgeführten festen Werte sind auch nur Mittelmaß: 220 pF für MMs ist für etliche Audio-Technica-Systeme schon zu hoch und auch die 100 Ohm Eingangswiderstand für ein MC sind sicher für einige MCs ausreichend, für andere hingegen wäre eine Einstellung für einen höheren Eingangswiderstand sinnvoll.


    Für den Anfang sollte das Teil aber reichen. Probier's aus und leih Dir einmal von einem Forenkollege einen anderen VV aus und hör ihn gegen Deinen CP2 probe. Entscheide dann, ob Du einen Unterschied hörst und was Dir besser gefällt.

    Ich selbst benutze die Phonovorstufen aus dem Hause Otto: Aikido 1+ (Transistorvorstufe) und einen Aikido Hybrid-Supreme (Hybrid-Röhrenvorstufe). Der Aikido 1+ ist schon wirklich sehr gut und mit seinen rund 300,- € auch noch unverschämt günstig, aber insbesondere der Hybrid-Supreme ist wirklich hervorragend. Die Röhren-Vorstufe wird von Herrn Otto nicht im shop angeboten. Dafür müsstest Du ihn persönlich ansprechen. Der Preis lag damals, als ich das Teil getestet und dann gekauft habe, deutlich unter 1000,- €.

    Ich kenne mich mit dem Umbau (1/2 Zoll und TA mit ggf. justieren) nicht aus und muss da einen Fachmann ranlassen.

    Nein, musst Du nicht. Wenn Du es doch tun solltest, lernst Du es halt nicht und das wäre schade, denn es ist keine Raketentechnik. Frag uns einfach, wenn Dir etwas unklar ist und/oder schau Dir Videos auf Youtube an. Da gibt es genug. Wenn Du Dir eine Schön-Schablone Typ II kaufen würdest, wäre da sogar eine hervorragende Anleitung mit dabei. Und immer daran denken: Du bist hier, weil Du hier Hilfe bekommst, wenn Du sie brauchst - oder, um es mit Albus Dumbledore zu sagen: Hilfe wird im Forum dem zuteil, der danach fragt!

    DAS hier ist die richtig geile Nadel für ein V15IV:

    Du hast ja Recht ... aber die kostet ... richtig Geld!


    @ Andreas: Die ersten beiden Angebote würde ich an deiner Stelle vergessen.


    Sollte die Nadel bei diesem Angebot ...

    https://www.ebay.de/itm/SHURE-…ksid=p2060353.m1438.l2649

    ... tatsächlich eine neue Pfeiffer-Nadel sein, wäre das ein Schnäppchen.


    Ansonsten muss ich Romme konzidieren, dass bei den angebotenen Shure V15 die meisten Nadeln, die als "gut" oder sogar als "sehr gut" angepriesen werden, in den meisten Fällen kurz vor dem Tod durch Altersschwäche stehen. Da wirst Du also zumindest in eine neue Nadel investieren müssen. Es stimmt allerdings nicht, dass es dafür kaum noch Nadeln gäbe. Du bekommst dafür eine Nadel mit elliptischem Schliff, eine Nadel mit hyperelliptischem Schliff ode sogar eine SAS-Nadel. Das ist in meinen Augen viel Auswahl.

    Passt dann das Shure zum 731Q?

    Ja, ein V15 IV würde durchaus zum 731Q passen.

    Was kostet im Schnitt ein gebrauchter TA Shure V15IV mit Nadel?

    Hier ist eins:

    https://www.ebay.de/itm/Shure-…52680c:g:eUMAAOSweMJfTnhj


    Die "Ersatznadel" wird wahrscheinlich nichts Brauchbares darstellen. Du könntest diese hier dazu kaufen:

    https://www.ebay.de/itm/Pfeife…3b4464:g:~PAAAOSwoilfjDCj


    Dann kämst Du zusammen auf rund 270,- €

    Die von Turi vorgeschlagenen TAs sind beide hervorragende Gesellen. Das 2M Black kostet immerhin rund 525 Euro, es gehört aber auch zu den besten MM-Systemen, die ich jemals gehört habe. Es ist so gut, dass es manches MC-System hinter sich lässt.


    Wenn es nicht ganz so teuer werden soll, würde ich mir das Goldring 1022 einmal anschauen. Das ist mit rund 325,- € etwa 200 Euro günstiger, kommt an das 2M Black nicht heran, spielt aber auch sehr, sehr gut auf: Erdig, voll und mit sehr schönen Klangfarben.


    Ansonsten kann ich bei den MMs und Deiner tonalen Vorliebe nur noch das Nagaoka MP500 empfehlen. Das liegt aber auch bei satten 900,- €.


    Wenn es ein gebrauchtes System sein darf, würde ich mich bei einem Shure V15 IV oder einem V15 V umschauen (oder bei den Ultra Systemen - die sind aber sehr, sehr rar und extrem teuer). Ein V15 IV oder V15 V klingt wunderbar, hat allles, bringt alles zu Gehör, was man sich wünschen kann und kommt Deiner Neigung zu einer tonal leicht warmen Abstimmung entgegen.

    Wenn Du beim Goldring bleiben möchtest, käme bei den MMs auch die 10xx-Serie infrage, z.B. ein 1022 (Vital-PH-Nadelschliff, rund 325,- €) oder ein 1042 (Fritz-Gyger-S-Nadelschliff, rund 360,- €), wobei das 1042 eine Zicke sein soll, die penibel genau justiert werden möchte. Thakker hätte auch noch ein AT150MLX im Angebot, das auch traumhaft klingen soll - aber das ist tonal etwas vom Goldring entfernt - die ATs spielen tendenziell eher analytisch und brauchen eine sehr niedrige Anschlusskapazität. Die Goldring-Tonabnehmer sind da tonal deutlich voller und saftiger.


    Kommen wir zu den MC-Tonabnehmern: Wenn Du noch ein AT33 PTG II ergattern kannst, wäre das auch eine Empfehlung - das spielt nicht ganz so analytisch-scharf wie ein AT150MLX, aber auch ein AT33 PTG II ist eher schlank abgestimmt. Ich würde auch noch einmal ein Hana EL in den Ring werfen.


    Wenn es noch ein bisschen teurer sein darf, käme auch ein Ortofon MC Quintet Bronce infrage (550,- €) - wo ein AT mit feinen Pinselstrichen malt, geht das Ortofon eher mit Ölfarbe zu Werke - auch das Quintet bildet hervorragend detailreich ab, bietet eine tolle Bühne und vieles mehr - aber statt einer sezierenden Musikanalyse bietet es ein deutlich volleres Bild, das aber nicht ganz so transparent und feingezeichnet ist, wie das Klangerlebnis mit einem AT. Daneben gibt es seit einiger zeit auch ein Ortofon MC, das ausschließlich für Thakker produziert wird, ein MC 20 Super SE - ein echtes Schmankerl, das aber auch 585,- € kostet. In exakt demselben Preisrahmen kämpft dann auch noch ein Dynavector 10x% Mk II für Freunde des besonders dynamischen Klangbilds.

    Die Unterschiede der 2M Red und Blue Systemen zum Bronze und Black sind ja eher akademischer Natur. Ich kann ohne weiteres ein Red Generator mit der Black Nadel und einen Black Generator mit z.B. der Blue Nadel ausrüsten.

    Nur deshalb, weil die Nadeln passen sind die Generatoren noch lange nicht gleich oder "fast identisch". Durch die unterschiedlichen Induktivitäten klingen die auch tatsächlich anders, weil die Resonanzfrequenzen dadurch verschoben werden.

    Wobei die O-160er in meinem Falle eine "nackte" war.

    Wohl dem, der eine solche Nadel mit nacktem Stein hat. Sie ist heute sehr selten und soll nach allem, was ich gehört und gelesen habe, sehr deutlich besser klingen als die getippte Variante.

    Ist jetzt kein Plädoyer gegen das Shibatisieren, man sollte aber auch die Erwartungen nicht zu hoch schrauben.

    Diese Formulierung bringt es auf den Punkt.

    Mit den eingestellten 5 pF komme ich auf etwa 185 pF - so die Angaben des Aikido 1+ stimmen. Etwa 180 pF bringt mein Dreher mit der Verkabelung. Aber etwas mehr schadet dem Klang meiner Erfahrung nach auch nicht.Wenn ich beim Aikido auf 47 pF gehe, höre ich keinen Unterschied. Erst wenn ich auf 180 pF schalte, klingt das AT150 Sa angestrengt, scharf und sezierend. Auch oder gerade weil ich es selbst habe, würde ich es Dir bei den von Dir geschilderten Vorlieben eher nicht empfehlen.

    Wenn die Entfernung von Güstrow nach Hamburg für dich machbar ist, dann bist du herzlich gerne bei mir eingeladen, um mal zu stöbern: klar hab ich diverse Plattenspieler, von Dual momentan allerdings nur die teuren von "ganz oben aus dem Regal", aber auch schöne direkt-getriebene von nicht-Dual, habe Verstärker, Boxen, Tape Decks und und und. Für den Plattenspieler hab ich auch eine große Auswahl an Systemen mit Mikroskop-geprüften Nadeln, kannst du alles probieren und vergleichen.

    So ein Angebot sollte man nicht - nein darf man nicht ausschlagen. So eine Hörsession ist mehr als Gold wert. Tu's!

    bei den großen DUALen wirds eng mit 200Euro für eine komplette Anlage

    Er will ja nicht 200,- € für die gesamte Anlage ausgeben, sondern max. 200,- € für den Plattenspieler., siehe:

    Falls ihr mir auch noch Tipps zu gebrauchten Verstärkern (100-200€) und Boxen (?€) geben könntet, wäre ich ebenfalls sehr dankbar.

    Insofern könnte es mit einem Dual der gehobenen Mittelklasse schon etwas werden, denke ich.

    Ein Excalibur wiegt gerade mal 5,2 Gramm. Das allein sollte für den Dual-Tonarm prima passen. Aber es ist mit einer Compliance von 10 stahlhart aufgehängt. Ob das wirklich optimal am Dual ist, wage ich zu bezweifeln - wissen tue ich es aber nicht. Im Notfall gilt: Versuch macht klug(ch) ...;) Ich wäre aber vorsichtig. Wenn Du das System an Deinem Dreher probehören kannst, würde ich es versuchen, wenn nicht, würde ich die Finger davon lassen. Dafür ist ein Excalibur Black oder höher einfach zu teuer.

    Hallo Flo,


    hier im Board gibt es die Galerie, in der man sich alle Geräte, die Dual einmal hergestellt hat, anschauen kann. Ganz oben auf der Seite findest Du rechts neben "Forum" den Link auf die Seite "Dual-Plattenspieler.de" und dann rechts daneben die "Galerie". Die Kompaktanlagen findest Du z.B. hier: Kompaktanlagen und Heimanlagen


    Du bist Referendar? Gut, dann hast Du für die nächsten eineinhalb Jahre so viel zu tun, dass ich Dir unbedingt davon abraten möchte, auch nur zu versuchen, die Reparatur oder die Wartung von Dual-Geräten zu erlernen. Das wird nichts werden, weil Dir einfach nicht genug Zeit dafür bleiben wird.


    Insofern: Schau Dich nach Kompaktanlagen von Dual um oder nach Einzelkomponenten, die Dir gefallen. Beides ist über die Galerie möglich. Dort findest Du häufig neben den Bildern auch noch kurze technische Beschreibungen. Falls Du dort in technischer Hinsicht nicht genug finden solltest, hilft die Seite http://www.hifi-wiki.de


    Im Notfall kannst Du auch einfach hier nachfragen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du Dich einer Entscheidung näherst und Auskunft über Zuverlässigkeit, Klang usw. haben möchtest. Da werden Dir hier die alten Hasen des Forums genug zu erzählen können - und es auch gerne tun.

    Bei den Steuerpimpeln von DualFred kannst Du Dir absolut sicher sein, dass sie funktionieren. Das wäre mir wesentlich wichtiger als die Frage nach dem "Erfolgreichsten" (höchste Verkaufzahl?).

    Ich lasse die OMs / OMBs jetzt einmal weg.


    Zum AT 150 Sa: Ich habe es selbst und ich denke, es dürfte Dir eventuell bereits eine Spur zu hell klingen. Es braucht auch jeden Fall eine sehr niedrige Eingangskapazität. Ich selbst fahre es am Aikido 1+ mit der Stufe 5 pF.


    Nagaoka MP 150 oder 200: Das sind schöne Systeme, aber ein MI könnte da in der Tat ein Problem darstellen.


    Das Sumiko Moonstone und das TAD Excalibur habe ich noch nicht gehört.


    Wie wäre es mit einem Goldring 1022? Das klingt erdig, ist sehr schön durchzeichnend, leicht warm, hat eine wirklich gut, weite Bühne und produziert sehr schöne Klangfarben. PhonoPhono hat es gerade im Angebot für 298,- €. Mit einem Gewicht von 6,3 Gramm und einer Compliance von 20 passt es ideal.


    Zu Deinen Gewichtsbedenken: Ich denke, dass allerdings jedes System bis etwa 9 Gramm kein Problem darstellen würde.


    Hana SH: wiegt nur 5 g, leider findet man widersprüchliche Angaben bezüglich der Compliance (10 bzw. 20 µm/mN). 20 könnte funktionieren, 10 past wahrscheinlich nicht.

    Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Japaner diesen Wert als dynamische Compliance bei 100 Hz angeben. Rechne diesen Wert x 1,7 ...2, dann hast Du den hier geläufigen Compliancewert. Das Hana SH sollte insofern am 714 problemlos laufen. Auch Hana baut übrigens sehr gut Tonabnehmer, die sehr gut klingen. Das Hana SH hat da einen sehr guten Ruf, gehört habe ich es aber noch nicht.