Beiträge von CS 728Q

    Auch von mir alles Gute!!! Einen Schlaganfall braucht niemand und die Rekonvaleszenz dauert halt.Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir ein unerschüterliches Durchhaltevermögen! Schön, dass du wieder hier aktiv bist! Deine AKG-posts haben mich nie genervt - höchstens neidisch gemacht :)

    wenn Du das Red liegen hast, könntest Du Dir noch die 320er Nadel holen, Getippter Fine Line Diamant für rund € 50,-. Dann bist Du etwa auf dem Level des Blue oder OM 30.

    Ja und nein.


    Die Nadel 320 am VM-Body ist ein nicht mehr ganz geheimer Geheimtip. Das kling schon wirklich erwachsen für einen relativ bescheidenen finanziellen Beitrag, sprich: Das ergibt ein super Preis-Leistungsverhältnis. Was nicht stimmt ist, dass man damit auf dem Niveau eines VM Blue wäre - das VM Blue ziert nämlich ein nackter FineLine-Diamant, wohingegen die Nadel 320 lediglich ein getipptes Exemplar ist - und wer Ohren hat, der hört das auch. Das sind jetzt keine Unterschiede, die Kinnladen herunterklappen lassen, aber man kann es hören. Dessen ungeachtet: Ein VM mit einer Nadel 320 ist ein wirklich hörenswerter Tonabnehmer, der richtig gut klingt. Die Kehrseite der Medaille: Das Ganze sieht echt besch.... aus. Wer daran ästhetische Freude hat, der mag auch 80er Jahre Pullis in Violett und neon-Grün. Aber: jeder wie er / sie mag.

    Vielleicht habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt: Mein Problem ist, dass Du im stromlosen Zustand keinen manuellen Lift mehr hast. Die einzige Möglichkeit ist dabei, den Tonarm von Hand über den Plattenteller zu führen und ihn dann ganz vorsichtig auf der Justierschablone abzusenken. Dabei dann auch noch den Punkt im Auge zu behalten, auf dem die Nadel landen soll, ist extrem schwierig - vor allem beim ELAC 796 mit seiner sehr, sehr kleinen und filigranen Nadel.


    Wenn es nicht passt, musst Du den Tonarm ebenso vorsichtig wieder aufnehmen. Du kannst aber nun nicht unmittelbar über dem Punkt im schwebenden Zustand das System ein klein wenig verrücken, wie es ginge, wenn Du einen manuellen Lift hättest, sondern Du musst den Tonarm zurück auf die Stütze führen, dann das System etwas korrigieren und dann die Prozedur erneut vollführen. Ich rechne mit einer sehr, sehr langen Zeit, bis ich das hinbekommen haben werde.


    Neben den motorischen Schwierigkeiten geht es auch darum, dass man während des vorsichtigen Absenkens des Tonkopfes auch den Punkt auf der Schablone praktisch kaum noch sieht oder sogar gar nicht. Beim Justieren mit einem manuellen Lift benutze ich immer eine Lupe, um die Position der Nadel in Relation zum notwendigen Aufsetzpunkt im Auge zu behalten. Hier ist mir das auf Grund der schwierigen Koordination zwischen rechter Hand mit dem Tonkopf und linker Hand mit der Lupe nicht wirklich möglich. Deshalb fand ich auch die Idee mit der Lupenbrille so gut.

    Du meinst, wenn man den Lift betätig, den Arm über den Teller schwenkt und dann den Dreher ausmacht oder vom Netz trennt? Das habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich denke, dann wird er schlicht ausgehen und der Lift wird den Arm absenken ... Der Lift funktioniert ja nur bei angelegter Spannung und eingeschaltetem Plattenspieler.

    ich weiss nicht ob ich Dein Problem richtig verstanden habe, aber mein 741 dreht erst gar nicht los wenn ich den nicht eingeschaltet habe...

    Du hast Recht - wenn Du ihn nicht eingeschaltet hast, dreht er nicht los - aber dann funktioniert auch der Lift nicht mehr - also exakt dasselbe wie mit gezogenem Stecker. Ich habe den Stecker gezogen, weil ich nicht wollte, dass ich zufällig den Netzschalter betätige, wenn die Nadel gerade auf der Justierschablone aufliegt - dann wäre die Nadel wahrscheinlich nämlich sofort weg. Aber wie gesgt: Dreher ausgeschaltet oder Netzstecker gezogen ist ein und dieselbe Situation. Das Blöde ist halt, dass der 741Q keinen manuellen Lift hat.


    Eine Lupenbrille ... daran habe ich noch nicht gedacht... das wäre noch einmal einen Versuch wert - vor allem, weil man dadurch eine Hand frei bekommt. Das werde ich einmal ausprobieren. Herzlichen Dank für den Tip!

    Houston, ich habe ein Problem ...


    Ich habe einen CS 741Q, den ich auf ein 1/2-Zoll Headshell umgebaut habe. Nun stellt sich die Frage, wie man den Tonabnehmer justiert: Sobald man den Tonarm über den Plattenteller führt, dreht der Motor los. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, besteht darin, den Stecker zu ziehen. Das beschwört allerdings das nächste Problem herauf: Nun funktioniert auch der Lift nicht mehr. Man kann also nur den Tonarm manuell über den Plattenteller führen und ihn dann auf der Justierschablone absetzen.

    hat jemand eine Idee, wie man das Losdrehen des Motors verhindern kann, sodass der Lift einsetzbar bleibt?


    Das nächste Problem ist universeller Natur: Ich justiere meine Systeme immer mit der Schön-Schablone Typ II. Ich finde es seit jeher ziemlich schwierig, den einen Punkt zu treffen, auf dem die Nadel abgesetzt werden soll - genauer gesagt: Ich finde es schwierig, diesen Punkt beim Absetzen der Nadel überhaupt zu sehen. Bisher behelfe ich mir immer mit einer Lupe, mit der ich den Absenkvorgang der Nadel beobachte. Da ich nun allerdings den Tonarm auch noch mit der Hand am Headshell absetzen muss, ist das kaum noch zu bewerkstelligen - zumal das montierte und zu justierende ELAC 796 über einen extrem filigranen Nadelträger verfügt. Hat jemand einen Lösungsvorschlag?

    Das AT hat ja noch nicht einmal einen nackten Stein. Das ist gerade mal eine gebondete Ellipse. Auch wenn es ein MC ist - diesen Tonabnehmer würde ich nicht in die Auswahl ziehen.


    Das Goldring hingegen entstammt einer MM-Familie, die ziemlich erdig und voll klingt. Ich würde im Regal eine Stufe höher zugreifen und ein 1022 wählen. Manche sagen, es wäre "das bessere 1042". Das 1042 gilt als ziemlich zickig und hinsichtlich der Justage als sehr, sehr anspruchsvoll. das 1022 hingegen klingt fast ebenso gut, ist aber deutlich gutmütiger. Du bekommst es ab 314 Euro:


    https://www.hifisound.de/index…searchparam=goldring+1022

    Mein einer 1219 bringt reproduzierbar immer 0,25 Gramm mehr auf die Nadel als angezeigt.

    Ein 621er aus meinem Fundus mach quasi das Gegenteil, der macht reproduzierbar 0,2 Gramm Weniger.

    Zum genauen Einstellen der Auflagekraft brauchtman zwingend eine Waage - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Abweichung so groß wird, dass eine Nadel über die Platte kratzt.

    Es gibt für weniger als Zehn Euro brauchbare digitale Tonarmwaagen. Wenn Zweifel bestehen, nicht unbedingt eine schlechte Option.

    Ich denke, dass man bei halbwegs vernünftig ausgependeltem Arm hinsichtlich der Einstellung der Auflagekraft gar icht so weit daneben liegen kann, als dass die Nadel hinterher über die Platte kratzen würde ...

    Ein echter Blindtest würde euch Bauklötze staunen lassen und das audiophile Weltbild ins wanken bringen...

    *Seufz* ... Das habe ich schon so oft gehört ...


    Norbert, ich bin kein Voodoo-Gläubiger, der für 2000,- € Kabel vom Dreher zum Verstärker verlegt oder Akustikkristalle neben Lautsprecherleitungen legt - aber es kann mir keiner erzählen, dass Phono-Vorverstärker keinen Unterschied machen. Wer trotzdem dieser Auffassung ist, soll's halt glauben, darüber zu streiten lohnt auch nicht.


    Eine Vorverstärker/Endstufen-Kombi ist mir einfach zu teuer. Wenn ich die anschaffen wollte, würde mich meine Regierung mit der Bratpfanne ums Haus jagen ... Meine finanziellen Ressourcen sind halt endlich und ich habe keinen Porsche, den ich gegen Hifi-Bausteine tauschen könnte ;) .

    Wobei ich nicht behaupten will dass der Aikido an einen Vollverstärker keine Verbesserung bringt.

    Aber der hat eben mehr Potential das er gar nicht ausspielen kann.

    dafür fehlt mir schlicht die Ausstattung. Mein FineArts A 9009 war schon teuer genug. Dafür habe ich eine ganze Zeit Taler an die Seite gelegt...


    Muss der Phono-Vorverstärker dann nicht erst an einen Vorverstärker, der die Signale dann an die Endstufe weiterleitet?


    Wenn ich hier von Erfahrung spreche, dann meine ich damit insbesondere Hörvergleiche, die ich mit mehreren anderen zusammen gemacht habe. Zum Beispiel haben wir uns Aufnahmen am Phonoeingang des Vollverstärkers - unter anderem eines Harma/Kardon HK 6800 und eines Pioneer A 757 Mk II - angehört und diese dann denselben Aufnahmen über verschiedene Vorverstärker gegenüber gestellt. Eigene Hörvergleiche habe ich natürlich auch angestellt. Nach meinen Ohren hat sich dabei immer deutlich hörbar eine Klangverbesserung durch den externen Vorverstärker ergeben. Erfahrungen mit Vor-/Endstufen-Kombis habe ich allerdings wie gesagt nicht und kann dementsprechend auch nicht sagen, ob diese Kombination noch einmal einen nennenswerten Gewinn darstellt.


    Ich würde solche Hörerfahrungen auch nicht verabsolutieren. Ich habe es oben schon gesagt: Einerseits hören nicht alle die Klangunterschiede, anderen wiederum, die sie hören, sind sie nicht wichtig und Dritten, die sie hören sind die erzielbaren Klangverbesserungen den Aufpreis für die Zusatzausstattung nicht wert. Alle Einstellungen dazu lasse ich nebeneinander gleichwertig gelten. Letztendlich kann jemand komplett ohne Phono-Vorverstärker mit der Musik genauso glücklich werden, wie jemand mit einer ausgefeilten High-End-Ausstattung. Die Ausstattung sagt ja nichts darüber aus, wie man persönlich den Musikgenuss empfindet.

    Nur macht es in meinen Augen wenig Sinn eine Vorstufe dieser (Preis) Klasse an einem Vollverstärker zu betreiben. Da limitiert dann der Verstärker.

    Ich selbst betreibe einen Röhren-VV an einem Grundig A 9009 und einen Aikido 1+ an einem Dual CR 1730. jeweils zu meiner Freude. Aber: das bessere ist des Guten Feind. Wie würdest Du es machen? Den Phono-Vorverstärker an eine Endstufe oder gar an Mono-Blöcke stecken?