Beiträge von dualfred

    Rekkord Audio hat keine Insolvenz angemeldet.

    Nun ja, Rekkord Audio ist lediglich Kunde der Fehrenbacher GmbH & Co, KG, genauso wie ProJect. Insofern hilft das nicht weiter. Wenn die Bestellungen vom exklusiven Partner (Audio Tuning = Lichtenegger) nicht ausreichen, um den Hersteller profitabel zu machen, ist entweder das Volumen oder der EK zu niedrig.


    Wenn der Hersteller in Insolvenz geht und ggf. die Pforten schließen muss, wird als Folge weder Rekkord noch ProJect beliefert. Es bleibt daher abzuwarten, ob der exklusive Partner nicht nur Marketing betreiben möchte, sondern auch Geld in die Produktion investiert.


    Gruß Alfred

    Ich bin eh immer verblüfft über die Messwerte in den Zeitschriften.

    Zum Glück sind die Labormitarbeiter keine Journalisten ;) . Die müssen nichts schön reden. Ich durfte das Messlabor von Audio/Stereoplay schon mal besichtigen. Dabei konnte ich mich auch mit den Mitabeitern und Laborverantwortlichen austauschen. Sowohl das Equipment als auch die Durchführung der Messungen sind meines Erachtens nicht zu beanstanden.


    Das Problem ist tatsächlich, dass es die Hersteller oder Vertriebe nicht mehr so sehr kümmert, wenn die Messwerte nicht so gut sind :/ . Ein Gleichlaufwert von über +/-0,2% nach DIN ist wirklich kein Wert mit dem ich mich abfinden würde. Da würde ich auf Serienausreisser und Nachbessern pochen.


    Gruß Alfred

    kann das tatsächlich sein, dass beide nicht funktionieren?

    Ja das kann sein. Die Qualität des Steckereinsatzes mit den kleinen Headshell-Kabeln ist leider nicht besonders gut. Sowohl die Crimp-Kontakte auf der 4-poligen Steckerseite, als auch die Crimpungen an den Kabelschuhen für die Tonabnehmerpins machen Probleme. Hinzu kommt das Problem, dass die Fixierung des 4-poligen Steckereinsatzes nicht sehr zuverlässig ist. Sodass er manchmal beim Andocken nach vorme, Richtung Tonabnehmer, rausgeschoben wird.


    Daher habe ich diese Headshells auch nicht mehr in meinem Webshop-Angebot.


    Gruß Alfred

    Einmal einen Wert „WOW (2-Sigma)“ und einmal „WOW (RMS)“

    Hallo Reini,


    eine reine "Wow"-Messung ist erstmal nur die halbe Miete zur Bewertung des Gleichlaufverhaltens und ist auch nicht normgerecht. Gleichlaufschwankungen haben niederfrequente Anteile (Wow) und höherfrequente Anteile (Flutter). Man muss schon beide Antele erfassen, um eine wirkliche Aussage über den Gleichlauf zu bekommen.


    Damit Messwerte auch untereinander einigermaßen vergleichbar sind, gibt es diverse Normen. Bei Gleichlaufmessungen hat sich die DIN-Messmethode und die Methode nach JIS durchgesetzt. Auch Messwerte die mit der einen oder anderen Norm ermittelt wurden, lassen sich schon nicht mehr direkt vergleichen.


    Gruß Alfred

    So ein Teil von Sharp würde ich mir nicht in die Bude stellen. Da sieht man ja gar nichts. Da reicht dann auch der CD Player.

    Der Sharp funktioniert auch von der Bedienung ähnlich wie ein CD-Spieler. Man kann die Titelreihenfolge frei programmieren. Das Ding sucht sich die Lücken zwischen den Titeln mit je einem Sensor am Tonarm.


    Da ist schon eine klevere Technik drin und war wohl ein letzte Aufbäumen gegen den damaligen Siegeszug der CD-Player. Daher habe ich mir rein aus Neugierde so einen in meine Sammlung geholt :) .


    Gruß Alfred

    Der Liftpimpel ist Nummer 61 "Steuerpimpel" mit der Teilenummer 223 777,

    Der Steuerpimpel selber ist Nummer 85 "Steuerpimpel" mit der Teilenummer 237 660.

    Kleine Korrektur. Der Lift-Steuerpimpel ist die Nummer 85 (#237660) und der Automatik-Steuerpimpel ist die Nr 61 (#223777). Die Nr. 85, also der Liftpimpel, mit der Teilenummer 237660 wurde bei den späteren Geräten in 279755 geändert. Die Originalteile 223777 und 277955 gibt es auch noch neu bei mir ;) .


    Grundsätzlich sind beide "Pimpelarten" maßlich sehr ähnlich. Der Automatik-Steuerpimpel ist aber nahezu zylinderförmig mit einer vollständig flachen Oberseite. Der Lift-Steuerpimpel ist leicht konisch und oben etwas gewölbt. Es gibt noch einpaar mehr Steuerpimpel-Typen, die entweder die eine oder andere Form haben, oder aus anderen Materialien sind.


    In den meisten Fällen funktioniert ein Lift-Steuerpimpel auch für die Automatik. Manche Dual-Spieler sind aber Zicken und sind bezüglich des Steuerpimpels sehr "wählerisch".


    Hier mal eine kleine Übersicht der Typen:

    Interessanterweise wurde der "Liftsteuerpimpel" bei sehr vielen älteren Geräten aus den 70ern und 80ern am Liftheberbolzen eingesetzt, war aber ursprünglich der Automatiksteuerpimpel beim Dual 1219.


    Gruß Alfred

    Hallo Thomas,


    ja, leider sind die Antriebsrollen auf der Motorachse aufgeklebt. Die Antriebsrolle sitzt beim DC260 sehr tief. Man muss die Antriebsrolle wirklich gegen eine hohe Rolle (z.B. vom DC205) austauschen. Diese Antriebsrollen bauen deutlich höher und wirken wie eine Achsverlängerung.


    Man kann die Antriebsrolle lösen, indem man einen feinen Lötkolben in das obere Loch der Antriebsrolle hält, bis der Kleber weich wird. Dabei muss man permanent leichten Zug auf die Antriebsrolle ausüben, damit man den Zeitpunkt frühzeitig erfasst. Erhitzt man die Antriebsrolle zu lange, kriecht die Hitze über die Motorwelle in den Motor und kann dort irreparablen Schaden anrichten.


    Gruß Alfred

    dualfred, oder hast du so ein Teil im Verkauf? Habe in deinem Shop jetzt noch nicht geschaut

    Leider nein. Die Teile werden zwar immer noch im "Schwarzwald" hergestellt. Sie reissen aber teilweise schon vor dem Einbau :rolleyes: . Daher habe ich den Verkauf dieser Teile eingestellt.

    Wenn der Tonarm angehoben ist und (zu stark) nach außen driftet, dann trifft er ja die Platte nicht. Also so ist das zumindest aktuell bei meinem 5000

    Das Antiskating wirkt natürlich nach außen, wird aber bei angehobenen Tonarm normalerweise durch Reibung zwischen Heberbolzen und Tonarm soweit kompensiert. Sodass der Tonarm die Platte trotzdem trifft. Wenn aber die Auflagekraft nur bei 0,6g liegt, geht dass halt nicht mehr.


    Insofern erst mal die Auflagekrafteinstellung reparieren und dann prüfen, ob bei korrekter Antiskating-Einstellung der Tonarm auch die Platte wieder trifft ;) .


    Gruß Alfred

    Ich habe dann versucht, mehr Gramm einzustellen, weil ich mir dachte, dass die Grammzahl am Rädchen ja für mich eher unwichtig ist, wenn mir digital die richtige Auflagekraft angezeigt wird. Aber ich kann gar nicht bis auf 3g drehen, dann "fluppt" das Rädchen zurück.

    Da ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das Federhaus defekt. Das Kunststoffteil bekommt sehr leicht einen Riss. Dann sitzt das innere Messingteil nicht mehr fest. Siehe Bild:


    Beim CS5000 ist vermutlich das schwarze Teil aus durchsichtigem Material. Aber das Problem ist das selbe.


    Gruß Alfred

    Ich sehe in der festen Achse auch kein wirkliches Kosteneinsparpotential.

    Ja, diese Konstruktion selbst bringt meines Erachtens nicht wirklich eine Kosteneinsparung. Die liegt vermutlich eher bei der Zarge. Man kann diese deutlich flacher und somit einfacher bauen, wenn nach unten keine Lagerbuchse mehr raussteht.


    Gruß Alfred

    Die Sache mit der feststehenden Tellerachse habe ich erst gar nicht kapiert und erinnere mich ganz dumpf, so etwas dann doch schon einmal irgendwo gesehen zu haben. In meinem SM vom 415 sieht es aber so aus, als wäre die Achse am Subteller befestigt, wie beim SP90 und 455 auch. Mein 415-2 steht als Dauerleihgabe bei einem Kumpel. Ich müsste mal bei Gelegenheit schauen, ob sich da in der Konstruktion etwas im Vergleich zur Urversion geändert hat.

    Die "Urversion" des Dual CS 415 hat sehr wenig mit dem CS 415-2 gemeinsam, ebeso so wenig wie der Ur-CS 435 mit dem CS 435-1). Die Modelle CS 415-2 und CS 435-1 haben eine ganz andere Blechchassis-Konstruktion. Letztere stammt aus der "Schneider-Zeit" (ca. 1992-93) und sollte nochmals Kosten sparen. In diesem Zuge wurde auch das Tellerlager mit fester Tellerachse eingeführt.


    Die Unterschiede der Konstruktionen kann man in den Bildern sehen. Oben ein Bild vom ASP-125 (ähnlich dem Ur-CS 415). Unten das Bild vom CS 415-1, stammt ohnehin von Thomas (Darwin):



    Gruß Alfred

    Hallo Manfred,


    danke für den Hinweis :thumbup: . In den anderen Serviceanleitungen mit dem SM100-Motor steht die Bestückung für 50/60Hz ja nie explizit drin, sondern nur dass C3 entweder ein- bzw. ausgelötet werden muss. Insofern wäre dann die einzige Serviceanleitung mit einer echten Bestückungsbeschreibung also genau falsch :rolleyes: . Das wär dann wieder mal ein klassischer Bug in einer Serviceanleitung.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    wenigstens scheinen mir die Gleichlaufwerte beim A1 realistischer angegeben zu sein als beim F100, siehe Screenshot vom oben verlinkten Akustik-Project-Webshop:


    Besser konnte ich bisher auch keinen CS 415-2 messen. Das ist m.E. der feststehenden Tellerachse geschuldet.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    man kann diese Art von Spielern verteufeln oder nicht. Aber ganz klar, ein "Plug&Play"-Automat in dieser Preisklasse ist defintiv gefragt. Nicht umsonst war schon der Dual CS 415-2 der High-Runner im Fehrenbacher-Sortiment ;) . In diesem Preissegment werden auch keine perfekten Teller oder Tonarmlagerungen verlangt. Die Spieler machen das was sie sollen, nicht mehr und nicht weniger.


    Was ich allerdings sehr bemängeln muss, ist die feststehende Tellerachse, die wohl auch beim "neuen" F100 wieder zum Einsatz kommt. Das wird auch prompt im Test bei Computerbild erwähnt. Aber statt diese Lagerkonstruktion als ein "no go" zu bezeichnen, wird vorgeschlagen dass man bei Platten mit einem etwas engeren Mittelloch dieses ja aufbohren kann 8o .


    Ob dieses "Feature" auch noch an den Project A1 vererbt wurde, konnte ich aus den bisherigen Videos und Fotos nicht erkennen.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    beim Thema Schalterplatte und verwendete Kondensatoren-Bestückung gibt es laut Servicemanuals zwei Bestückungsvarianten, eine für 50Hz-Betrieb und eine für 60Hz-Betrieb. In den meisten Servicemanuals mit dem SM-100 Motor wird nur erwähnt, dass C3 entweder ein- bzw. ausgelötet sein muss. Aber im Servicemanual des Dual CS 505-2 ist der Bestückungszustand explizit aufgeführt:


    Demnach sollte C3 (68nF) beim Betrieb in einem 50Hz Stromnetz nicht bestückt sein! Das entspricht aber nicht ganz meiner Erfahrung an den Geräten selbst. Ich hatte viele Geräte offen, wo auch C3 bestückt war, obwohl für 50Hz Netz konfiguriert. Ich habe aber auch Platinen im Bestand, die serienmäßig definitiv ohne C3 bestückt sind.


    Ich frage mich nun, was ist korrekt, und welche praktische Bedeutung hat der zusätzliche 68nF, parallel zum 0,33uF Kondensator?


    Gruß Alfred

    das lange schwarze Kabel zum Kurzschließer ist am Mittenkontakt der Kontaktplatte verlötet.

    So war es bei den älteren Modellen ;)

    vom Lötpunkt aus läuft ein Metallbügelchen oben durch den TK, für was auch immer(?).

    Bei den jüngeren Modellen geht die schwarze Litze an einen Metallbügel Im Tonarmkopf oder an ein Befestigungsteil für den Tonarmkopf vorne am Tonarmrohr.


    Gruß Alfred

    Fehrenbacher verkauft die Lager wahrscheinlich nicht, sonst hätte Dualfred sich die garantiert wieder auf Lager gelegt, oder?

    Die kann man schon kaufen. Sie sind aber relativ teuer, da es ja doch recht kleine und feine Teile sind. Die laufen leider nicht mehr in den Riesenstückzahlen wie früher. Sie werden daher auf einem Drehautomaten hergestellt und per Hand montiert.


    Gruß Alfred