Beiträge von dualfred

    Hallo Matthias,


    ja, die 6er Modell der ersten ULM Generation wurden in den USA serienmäßig mit einem einstellbaren Antiresonator (ähnlich dem vom 714/731) ausgeliefert.


    In den USA waren die Käufer etwas Technik verliebter. Die USA-Prospekte waren zu dieser Zeit noch detailreicher beschrieben mit zusätzlichen Abbildungen zu den einzelnen Techniken.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    da sich der CS 529 bei der Liftkonstruktion schon deutlich von den alten Dual-Geräten unterscheidet, ist eine Diskussion über die Plumpslift-Behandlung der alten Modelle in diesem Faden nicht sinnvoll und offopic.


    Also bitte beim Thema bleiben und ggf. einen neuen Faden für andere Themen aufmachen. Zum Plumpstlift bei alten Modellen gibt es übrigens schon den einen oder aneren Thread ;) .


    Gruß Alfred

    Hallo Ralph,


    ja das geht recht unkompliziert. Man kann die Liftbank von oben abschrauben. Achtung, da ist eine Feder die verloren gehen kann. Dann kann man einen kleinen Tropfen Silikonöl 300000csp an den Spalt zwischen Sockel und Heberbolzen anbringen. Dann den Lift mehrfach betätigen und warten (am besten über Nacht). So sickert das Silikonöl ganz langsam in den Spalt und sorgt für die nötige Liftdämpfung.


    Nun Liftbank wieder anbringen. Achtung, mit der Befestigungsschraube wird auch die Lifthöhe eingestellt.


    Gruß Alfred

    es geht nicht um die Logik der arithmetischen Bezeichnung, sondern um eine grafisch nicht saubere Umsetzung hinsichtlich des Kernings. Auf Deutsch nennt man es Unterschneidung in der Typografie: Beim Kerning wird der horizontale Abstand (Weißraum) zwischen mehreren Buchstaben so verringert, dass er optisch gleichmäßig erscheint. Das ist z.B. beim 618Q anders gesetzt. Insofern war mein Beitrag konstruktive Kritik an einem mir durchaus sympathischen Projekt.

    Hallo Klemens,


    die Beschriftung "CS 718Q" beim Prototyp ist eine einfache Lasergravur vom Fertigungsbetrieb um die Ecke. Da steht sogar "Made in Germany" drauf ;) . Natürlich wird der Schriftzug in der Serie genau wie beim CS 618Q realisiert.


    Bezüglich des Gesamtdesigns ist mir klar, dass es eine extreme Bandbreite an Geschmäckern und Sichtweisen gibt. Je mehr man in die eine Richtung geht, desto mehr Gegenwind gibt es aus der anderen Richtung. Daher ist das Gesamtdesign, sofern man überhaupt von "Design" sprechen mag, bewußt unspektakulär gehalten. Einen "Design-Award" wirds dafür nicht geben.


    Gruß Alfred

    Darum ging's mir eigentlich gar nicht. Ich frage mich eher, wie es um die Hochlaufgeschwindigkeit bestellt ist. Als Singlehörer, der halt öfter die Platte wechselt, ist das schon interessant.

    Die Hochlaufzeit wird bei ca. 1 Sekunde liegen. Das sollte auch für "Singles-Hörer" keine Hürde sein.

    Vielleicht habe ich es übersehen, mich würde die effektive Länge des Tonarms interessieren.

    Die eff. Tonarmlänge ist 221,5mm.

    Aber wenn ich meinen Freunden Glauben schenken darf, und das tue ich, ist die "718" fachlich nicht korrekt und somit ein sachdienlicher Hinweis.

    Warum die "718" fachlich nicht korrekt sein soll, würde mich interessieren. Es gibt zwar keine 100%ige Regel bei den Dual-Nummern. Aber bei den 5er, 6er und 7ern waren alle Nummern unter 20 den manuellen Spielern vorbehalten. Ausnahmen waren lediglich 601 (doppelte Ausnahme weil 6er und Riemenantrieb) und 701.


    Gruß Alfred

    Mich würde es freuen, wenn es mal die "Pfropfen" für die Federtöpfe aus Silikon oder dergleichen gäbe.
    Damit könnte man dem ein oder anderen 601 (besonders meinem) eventuell noch mehr Summ austreiben...

    Wohl eher nicht. Denn der Motor, das Tellerlager und der Tonarm sitzen ja alle auf der Blechplatine. Die Entkopplung der Federelemente wirkt nur ggü. der Zarge und den Außeneinflüssen der Aufstellung. Die Brummquelle bleibt aber weiterhin auf der Chassisplatte :( .


    Gruß Alfred

    das Türmchen sieht ja letztendlich aus wie bei dem Music Hall Dreher.....vielleicht gibt es da einen Baukasten aus dem sich verschiedene Entwickler bedienen können.

    Genau das ist der Turm nicht. Der ist beim 718er deutich weniger wuchtig. Dieser Teil des Tonarmes stammt zu 100% aus meiner Feder, weil ich eben nicht dieses "Baukasten-Modul" verwenden wollte ;) .


    Gruß Alfred

    Wird der Motor genug Drehmoment haben, um einen so schweren Teller schnell auf Touren zu bringen? Der schwere Teller wird ja dem Gleichlauf sicher sehr zugute kommen - aber der Motor wird sicherlich mit diesem Gewicht auch zu kämpfen haben, oder?

    Der Teller hat eine Gesamtmasse von ca. 2kg, plus Tellermatte (ca. 300gr). Die Drehmasse ist durch den 25mm hohen Außenring des Tellers größtenteils genau wo sie sein soll, nämlich ganz außen. Somit ist mit der relativ moderaten Masse das Motorlager nicht gestresst. Für den Antrieb und Gleichlauf ist hingegen ein hohes Massenträgheitsmoment vorhanden. Mit dem Massenträgheitsmoment des Tellers kommt der verwendete Motor locker klar.

    SME?

    SME wird gerne in dem Zusammenhang verwendet. Aber eigentlich ist dieser Name für diese Headshellverbindung nicht korrekt. SME hat das Ding weder erfunden, noch zum ersten Mal eingesetzt. Außerdem hilft dieser Standard bei gekröpften Headshells (wie hier) auch nicht wirklich weiter. Da hier die verschiedenen Hersteller solcher Headshells oftmals unterschiedliche Kröpfungswinkel und Headshell-Längen benutzen, ist nur bezüglich der Befestigungsart ein "Quasi-Standard" vorhanden. Austauschbarkeit mit anderen gekröpften Headshells ist nur gegeben, wenn Kröpfung, Länge und Systemanschraubhöhe übereinstimmen.

    Könnte man diese motorgesteuerte Liftanhebung nicht auch per Tastendruck nutzen?

    Das wäre schon denkbar. Allerdings bringt das m.E. nicht viel. Ich selbst bin kein Freund von Lift-Tasten. Ich bevorzuge die Hebelbedienung. Die Duals mit ausschhließlicher Tastenbedienung des Lifts empfinde ich daher von der Bedienung nicht so optimal. Aber da gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. Bei meinem alten CS 714Q jedenfalls, benutze ich die Fronttasten-Liftbedienung nie.

    Der Turm ist für mich gestalterisch völlig deplatziert, auch das Einstellrad für die Geschwindigkeiten gefällt mir nicht.


    Aber wie so oft "über Geschmack lässt sich nicht streiten" :P

    Die Antwort hast Du ja selber gegeben. In Designfragen gehen die Meinungen immer auseinander. Ich kann nur sagen, dass jeder, der am Höhenvestellungsrad des CS 718 Protos schon mal gedreht hat, dieses mit einem zufriedenen Kopfnicken quittiert hat.


    Hier noch ein Detailbild vom Tonarm:




    Gruß Alfred

    Hallo Jürgen,


    die Gewindestücke passen schon. Die sitzen schon recht satt in den Töpfen an der Chassisplatte. Beim Einau kann man ggf. ein passendes Rohrstück zum Einpressen verwenden.


    Die Gewindestücke stammen auch noch vom originalen Dual Spritzgusswerkzeug. Sie wurden ja bis zuletzt noch im Dual 505-4 eingesetzt. Der Kunststoff der Gewindestücke wurde bei Dual auch nie geändert. Bei den "alten" Typen ist aber der Kunststoff ggf. schon etwas gealtert, je nach Arbeitsumgebung. Kunststoff hat zudem die Eigenschaft unter Belastung zu "Kriechen". D.h. er weicht über die Zeit der Belastung aus. Insofern kann es gut sein, dass die alten Gewindestücke durch die satte Presspassung im Durchmesser leicht geschrumpft sind.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    "ungedämpft" wäre etwas anders. Der Tonarmlift ist serienmäßig mit Silikonöl gedämpft. Allerdings könnte der Spieler im Video noch einen weiteren Tropfen Silikonöl im Tonarmlift vertragen.


    Gruß Alfred

    Aber auch das würde die Entwicklungskosten bei den derzeitig machbaren Stückzahlen auch nicht wieder einspielen

    So ist es. Insofern ist der Mehrmotoren-Ansatz auch nicht zielführend ;) .


    Gruß Alfred

    Hallo Ralph,


    der Preis steht noch nicht fest. Die Einkaufsverhandlungen laufen gerade. Ich möchte auch keinen Preisrahmen nennen. Das regt nur unsinnige Spekulationen über "ungelegte Eier" an. Dasselbe gilt für den Zeitrahmen.


    Ein Vollautomat des 718Q ist derzeit nicht geplant. Da stehen gleich zwei große technische Hürden im Weg. Zum einen sind die vorhandenen Direktantriebe und die vorhandenen Hebel der Automatik, mechanisch nicht kombinierbar. Der Motor benötigt Bauraum, wo sich die Teile der Automatik befinden. Zum anderen ist die Tonarmhöhenverstellung und Liftfunktion, nicht in die Mechanik der vorhandenen Automatik integrierbar. Ein derartiges Projekt würde daher die Konstruktion einer komplett neuen Automatk bedeuten. Das amortisiert sich aus heutiger Sicht wohl nicht.


    Gruß Alfred

    Hallo Leute,


    dann schreib ich mal was zum Project CS 718Q.


    Das Gerät auf den Bild oben, ist ein "handgeschnitzter" Prototyp. Dieser wurde auch letzen Monat auf der HighEnd in München gezeigt, um zu sehen wie die Resonanz für ein solches Gerät aussieht. Der Preis und auch der mögliche Liefertermin sind noch nicht fix.


    Zusätzliche Features/Änderungen im Vergleich zum Dual CS 618Q:

    - Die Zarge wird etwas höher werden (Mase wie beim Primus Maximus).

    - Als Gehäuseoberflächen wird es Nussbaum-Furnier und einfarbig, satin-matte Lackierungen geben.

    - Auch die Schockabsorberfüße werden mit mehr Federweg ausgestattet sein und haben zudem eine Höhenverstellung.

    - Der Antrieb ist ein Direktantrieb auf Basis des Dual CS 618Q, angepasst für einen deutlich schwereren Teller.

    - Der Teller aus Alu-Druckguss hat eine Dicke von 25mm und ist auf der Innenseite mit einen schweren Gummieinsatz bedämpft.

    - Die Tellermatte wird ein speziell für Dual gefertigter Typ aus Gummi sein, 4mm dick, mit Dual-Logo in der Mulde fürs Plattenlabel.

    - Der voll-kardanische Tonarm hat einen Lagerbügel im Design der alten 7er-Modelle von Dual.

    - Die Auflagekraft wird masselos mit einem Federmechanismus erzeugt (wie früher bei Dual).

    - Die Tonarmbasis ist eine massive Aluplatte. Sie ist der Träger für den Höhenverstellmechanismus des Tonarmes.

    - Die Tonarmhöhe ist "on the fly", stufenlos und sehr fein justierbar.

    - Der Tonarmkopf ist wie bei den anderen Modellen der neuen Dual CS-Serie wechselbar und hat einen Schnellverschluss, bekannter Bauart.

    - Das Tonarmrohr ist ein Sandwich aus Alu (innen) und Carbonfaser (außen).

    - Es wird kein Tonabnehmer im Lieferumfang enthalten sein. Da in höheren Preisklassen die individuellen Wünsche der Kunden zu weit gestreut sind.

    - Es wird auch kein Phono-Vorvertärker integriert sein. Da hier ebenfalls die Kundenvorstellungen weit auseinander liegen.

    - Auch eine Endabschaltung mit automatischer, Motor gesteuerter Liftanhebung wird integriert sein.


    Gruß Alfred


    Ach ja, der Spieler wird mit neuen Hauben, ohne Kratzer ausgeliefert ;).

    Hallo Leute,


    die Diskussion, ob man Plattenspieler online bestellen soll und dann bei Nichtgefallen zurückschickt, ist sicherlich interessant. Das kann man sicher ganz breit austreten. Als Online-Händler hätte ich da auch eine Meinung dazu.


    Aber hier hat jemand um Kaufberatung für die Neuanschaffung eine Plattenspielers gebeten ;) . Insofern schlage ich vor beim eigentlichen Thema zu bleiben.


    Gruß Alfred

    Die Frage ist nur, in welche Richtung die Messung mit der rillenlosen Platte abweicht.

    Bei konischen Nadelschliffen ergibt die Einstellung mit rillenloser Platte tendenziell etwas zu niedrige Antiskatingwerte.


    Bei anderen Nadelschliffen bekommt man "irgendwelche" Ergebnisse. Ein klarer Bezug ist nicht möglich. Da eben unbekannt ist mit welchem Nadelzustand man gerade auf der Platte kratzt.


    Ich hatte mal zum Spaß Tests mit einem AT-VM95 und den verschiedenen erhältlichen Nadelschliffen auf einer Rillenlosen Platte gemacht. Bei der Shibata-Nadel und der ML-Nadel konnte ich selbst mit der maximalen Antiskatingeinstellung nicht verhindern, dass der Tonarm blitzschnell in die Mitte gezogen wurde. Nach dem Test konnte man deutlich eine spiralförmige Kratzspur auf der rillenlosen Platte sehen. Die Nadel meines Testtonabnehmers war unten offensichtlich so scharf oder rauh, dass sie förmlich als "Schneidstichel" gearbeitet hat.


    Selbliges passierte letzlich auch beim Auflegen einer normalen Platte im Startbereich. Da fängt dann aber die Rille die Tonarmbewegung nach innen ab. Manchmal zog es den Tonarm vor lauter Schwung jedoch über ein paar Rillen, bis er in der Rille einrasten konnte. Einmal in der Rille, wirken dann die realen Kräfte an den Rillenflanken, und der extrem starke Zug nach innen weicht der normalen Skatingkraft.


    Bei scharfen Schliffen ist die Skatingkraft tendenziell etwas höher als bei konischen Nadeln. Bei Dual hatte man damals mit Shibata-Nadeln bis zu 30% höhere Skatingkräfte ermittelt, als dies mit konischen Nadeln der Fall war. Entsprechend diesen Untersuchungen ist dann die CD4-Skala bei den Antiskatingeinrichtungen eingeführt worden.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    zum Thema "Antiskatingtest mit rillenloser Schallplatte" wurde ja schon in vielen anderen Threads diskutiert. Grundsätzlich entspricht die Einstellung mit einer rillenlosen Schallplatte eher nicht dem korrekten Wert. Die Ergebnisse mit rillenloser Schallplatte weichen mit schärferen Nadelschliffen immer weiter von der realen Skatingkraft ab.

    wie gesagt DUAL sagt in der Anleitung zum Skate-O-Meter selbst, man soll eine glatte Platte nehmen, falls die Nadelverrundung des eigenen Abnehmers nicht zu der vom Skate-O-Meter (16µm) passt.

    Zu der Zeit als Dual das Skate-O-Meter auf den Markt gebracht hat, war die überwiegende Mehrheit der Tonabnehmer mit konischen Nadeln ausgestattet. Da war die Spitzenverrundung, welche die Rillenflanke "gesehen" hat, die selbe, wie die die Oberfläche einer rillenlosen Platte "gesehen" hat. Selbst bei diesem "Idealfall" entspricht die ermittelte Skatingkraft per rillenloser Schallplatte nicht exakt der realen Skatingkraft in der echten Rille. Aber man konnte noch mit einem gewissen Augenzwinkern damit arbeiten.


    Bei der hier besprochenen ML-Nadel des AT-VM540ML ist die Einstellung mit rillenloser Schallplatte leider gar nicht mehr zielführend. Die Verrundung unten an der Nadel und auch deren Qualität der Pollitur ist unbekannt und hat garantiert nichts mehr mit den realen Verhältnissen an den Kontaktflächen in der Rille zu tun.


    Man kann in diesen Fällen entweder den Einstellanweisungen der Plattenspielerhersteller folgen, oder versuchen sich mit Testplatten und deren Verzerrungstests auf beiden Stereokanälen an das Optimum rantasten.


    Ersteres ist stressfreier und bei den alten Dual-Spielern mit CD4-Skala schon eine recht gute Näherung ;) .


    Gruß Alfred

    Aber müsste man nicht das zusätzliche Gewicht des Headshells verdoppeln, da ja am TAR auch noch eine Zusatzmasse angebracht ist, die ja das gleiche Trägheitsmoment aufbringt?

    Nein, muss man nicht. Das zusätzliche Gewicht am Gegengewicht hat bezüglich Massenträgheit um die Tonarmdrehachse, nahezu keinen Einfluss. Denn es sitzt "relativ nah" an der Drehachse, im Gegensatz zum Tonabnehmer und Headshell.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    es gibt tatsächlich 2 Subtellervarianten beim Dual 505, eine mit dieser Feder und eine ohne. Damit wird der Platenteller zusätzlich geerdet.


    Gruß Alfred