Beiträge von dualfred

    Finde das sehr interessant. Leider sehe ich nicht, dass Du Dich noch mal dazu geäußert hast, es sei denn, ich habe es übersehen. Zu welchem Schluss bist Du denn damit gekommen?

    Da habe ich schon gar nicht mehr daran gedacht :( . Aber ich habe tatsächlich Tests mit dem AT-VM95 und verschieden scharfen Nadeln durchgeführt und das Verhalten in der Einlaufrille beobachtet. Mit der "scharfen" Shibata-Nadel konnte ich es bei keiner Antiskatingeinstellung verhindern, dass der Tonarm in der Einlaufrille nicht zügig nach innen wollte. Mit der konischen Nadel und auch der elliptischen Nadel war das kein Problem. Da konnte man mit Verstellen des Antiskatings das Driften in beide Richtungen erzeugen. Bei einer rillenlosen Platte konnte man das natürlich noch eindeutiger sehen. Vor allem hat diese rillenlose Platte durch die Shibata-Nadel sehr schnell ein paar neue Rillen "geschnitten" bekommen :huh: . D.h. diese Nadel ist an der Spitze vermutlich sehr wenig verrundet und/oder nicht besonders polliert. Sie hinterlässt deutliche Spuren auf der rillenlosen Platte, gräbt sich dort also förmlich hinein.


    Rückschlüsse auf die tatsächlich vorhandene Skatingkraft in der Rille sind daher beim Test auf einer rillenlosen Platte mit dieser Shibatanadel ganz sicher nicht möglich.

    An anderer Stelle schreibst Du, kein großer Freund dieses Systems zu sein. Hat es mit diesen Tests zu tun?

    Das hat mit den oben erwähnten Tests eigentlich nichts zu tun. Meine Aussage bezüglich der AT-VM95-Reihe ist auch nicht so zu verstehen, dass diese Tonabnehmer nichts taugen. Ich würde sie nur nicht so hoch loben, wie ich das in verschiedenen Berichten gelesen habe. Ich halte den AT-VM95-Tonabnehmer für einen guten und recht preiswerten Einsteigertonabnehmer, der mit diversen Nadeln aufgerüstet werden kann. Ich bin aber nicht der Meinung, dass alleine eine Shibata-Nadel einen solchen Tonabnehmer in die Spitzenklasse befördert. Auch sagt Shibata oder Microline noch nichts über die qualitative Ausführung des Schliffs und seiner Pollitur aus. Man müsste sich sonst schon fragen, warum Audio Technica auch noch eine AT-VM5xx und AT-VM7xx Baureihe im Programm hat.


    Gruß Alfred

    Es steht für mich die Frage im Raum, ob es - außer dem anderen TA, dem nicht einstellbaren Tonarm und dem Entfall des USB-Anschlusses - technische Verbesserungen bei CS 329 gibt, die einen Mehrpreis von über 50% gegenüber dem DT 400 USB rechtfertigen. Man sieht ja nur das Äußere, aber nicht, ob es vielleicht ein anderer Motor ist, die Lager im Tonarm besser sind usw.

    Welche Preise wirklich im Handel auftauchen ist heute schwer zu kontrollieren. Aber der DT 400 hat einen aktuellen Listenpreis von 299€ und der CS 329 liegt bei 399€. Da der DT 400 über Discounter und diverse andere "Online-Verschleuderer" zu haben ist, kommen teilweise recht niedrige (und manchmal sogar verrückte) Preise zustande. Verrückt ist z.B., dass der Endkundenpreis auch mal unter dem Händlereinkaufspreis liegen kann :huh: . Man kann sich vorstellen, dass seriöse Fachhändler von derartigen Preiskapriolen nicht besonders viel halten. Damit wird zwar der Schnäppchenjäger glücklich. Aber für den Gesamtabsatz ist das ausgesprochen schädlich.


    Technisch gesehen ist der CS 329 basierend auf dem DT 400 USB. Der Tonarrm erhielt die erwähnten Anpassungen und das AT 3600 wurde durch ein AT 91 ersetzt. Die dünne Plastik-Bodenwanne (Sie erinnert sehr an die Dual Badewannenzarge der 70er) wurde beim CS 329 durch einen Unterbau aus MDF ersetzt. Die USB-Funktion des DT 400 musste entfallen, da in den USA solche Features wegen Patentrechtsverletzungen häufig abgemahnt werden. Hier musste also die Elektronik angepasst werden. "Nur Weglassen" geht nicht. Auch wurde das konventionelle interne Netzteil durch ein externes Netzteil mit diversen Netzsteckern ersetzt. Damit wurde der CS 329 auch "fit" für den internationalen Markt.


    Wer diese Unterschiede nicht braucht oder gar will (einstellbarer Tonarm) ist gut mit dem DT 400 bedient. Wer ein "Plug&Play"-Gerät mit etwas mehr Haptik will, wird zum CS 329 greifen. Insbesondere, wenn er in einem Land mit anderem Stromnetz wohnt ;) .

    Wird die Nadel DN 251E aktuell noch hergestellt.

    Nein, aber das lässt sich einfach ändern.

    Sind die angegebenen Werte "typische Werte", also Zielwerte der Konstruktion, wie schon bei Dual ab der International Serie oder, wie bei Revox früher, garantierte Werte, die in der Praxis durchweg besser sind?

    Der CS 329 hat bei mir deutlich besser im Gleichlauf abgeschnitten, als die Datenblattangabe. Dafür hat der CS 415-2 deutlich schlechter abgeschnitten als die Datenblattangabe. Soviel zum Vergleich von Papierwerten ;) .


    Gruß Alfred

    Die so etwas schreiben, haben keine Ahnung von der Technik!

    Viele Käufer der Geräte leider auch nicht.


    Wir hatten schon mehrfach Rückläufer von Kunden mit dem Vermerk "Der Platteteller dreht nicht". Letzlich hatte der Kunde nur den Plattenteller auf die Achse gesteckt, ohne den Riemen aufzulegen. Selbst das rote Band zum Riemenaufziehen, welches sehr offensichtlich am Teller fixiert ist und auch der dicke Hinweisaufkleber auf dem Teller halfen nicht :rolleyes: ;( .


    Gruß Alfred

    Immerhin hat sich Pro-Ject vom AT-Auslaufmodell getrennt, ein Ortofon OM 10 montiert, welches, das wird im Video auch erwähnt, mit Nadel 20 oder 30 aufgerüstet werden kann, ein klarer Vorteil. Wenn einem der Klang nicht reicht, ist hier nicht wegschmeißen und Neukauf eines kompletten Drehers angesagt. Hier sollte Dual nachbessern, die Billigproduktion in Fernost sollte preislich Luft geben, das aktuelle AT VM95 C sollte doch drin sein. Da dürfte es auch länger Nadeln als für das alte System geben. Das System ist für den Endkunden schon ab 30€ zu haben, bei Masseneinkauf ist es sicher günstiger. Das AT 91 ist nicht günstiger, das reudige 3600 auch nur 3€.

    Hallo Uli,


    Deine Analyse halte ich für etwas einseitig. Dem OM-Tonabnehmer bei einem Project A1 eine Nadel 20 oder gar höher zu spendieren halte ich für sehr unsinnig. Hattest Du jemals einen CS 415-2 in Deinen Händen oder gar in Benutzung? Ich habe beide (CS 329 und CS 415-2) hier, nebeneinander und auch auf dem Messtisch.


    Als Prototyp war der CS 329 sogar mit einem Ortofon ULM65E bestückt :huh: . Allerdings gab es damit Schwierigkeiten. Es gab sowohl Lieferprobleme als auch technische Hürden. Die Auflagekraft ist bei den Ortofon OM-Tonabnehmern mit 1,5gr schon recht niedrig und nicht besonders fehlertolerant. Da bewirkt schon die Dicke der Lackschicht am Tonarmkopf nicht unerhebliche Auflagekraftschwankungen zwischen den Geräten. Das AT 91 ist mit nominal 2gr +/-0,5gr deutlich fehlertoleranter und damit betriebssicherer. Das AT91 ist auch keineswegs ein Auslaufmodell. Es wird nur vom europäischen Vertrieb nicht mehr angeboten. Genau andersrum verhält es sich beim Ortofon OM. Das ist überall ein Auslaufmodell nur in Deutschland (noch) nicht. Hierzulande gibt es das Teil aber nur noch als OM-5 in diversen Ausführungen ;) .


    Ein Nadel-Upgrade ist beim AT91 übrigens auch möglich. Ich möchte hier mal die DN251E nennen. Damit spielt das AT91 wirklich gut. Eine solche Nadel ist bereits als Ersatzteil und Uprade angedacht.


    Gruß Alfred


    das aktuelle AT VM95 C sollte doch drin sein.

    Die Einkaufspreise der Industrie für diverse Tonabnehmer sind mir bekannt. Und nein, ein AT-VM95C ist nicht drin :( . Mal abgesehen davon, dass ich kein bekennender Fan der AT-95 Reihe (egal ob alt oder neu) bin.

    Hallo,


    da hast Du sicher Recht. Aber was ist denn mit dem DT 400 USB.


    Fällt der aus dem Programm?


    Ist der schlechter als der 329 ?


    Wenn die Antwort jedesmal nein lautet, dann die Frage, wofür es den 329 braucht ?

    Hallo Wolfgang,


    wie ich schon ausgeführt habe, war beim CS 329 wichtig, dass keine Einstellungen am Tonarm vorgenommen werden müssen. Das ist beim DT 400 nicht gegeben.


    Gruß Alfred

    Hallo Leute,


    ich sehe schon, mit der Akzeptanz von Einsteigergeräten tut sich die Gemeinde schwer. Aber nur mal zur Erinnerung, das meistverkaufte Plattenspielermodell aus der letzten Fehrenbacher-Linie war der CS 415-2 (heute der Project A1). Genau das ist die ganz klare Ausrichtung des CS 329. Er soll die Einsteiger in die Plattenwelt bedienen. Daher sind die Einstellmöglichkeiten auf ein absolutes Minimum reduziert worden. Zusätzlich war Vollautomatik Pflicht. Aktuelle Plattenspielermodelle mit diesen Attributen sind eher selten anzutreffen. Soll es dann auch noch ein Tonarm mit ausgewachsenen Maßen sein, wirds nochmals enger ;) .


    Natürlich war zunächst der Gedanke da, einen CS 429 abzuspecken. Da kommt man preislich aber nicht mal annähernd hin. Denn der "nicht einstellbare Tonarm" bringt nahezu keine Kosteneinsparung. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die neuen Teile kreieren erst mal zusätzliche Einmalkosten, die über die Laufzeit wieder eingefahren werden müssen. Das größte Einsparpotenzial wäre dann im Wesentlichen der Tonabnehmer gewesen. Klar wäre es schön gewesen, die neue Designlinie bis ganz unten beizubehalten. Aber einen Tod muss man sterben.


    Klar ist auch, dass wohl niemeand hier im Board sich einen CS 329 zulegen wird. Aber deshalb muss noch lange nicht alles schlecht sein, was einem selbst nicht gefällt.


    Gruß Alfred

    Nun ja, das Bild von Stevie, mit der Adresse der "Fertigungsstätte" der Abundantia GmbH zeigt wohl, dass es die Fehrenbacher GmbH dort nicht mehr gibt. Alle Geschäfte laufen nun über die Abundantia GmbH.


    Und in der "Fertigungsstätte" der Abundantia GmbH in St. Georgen sind wieder die Leute beschäftigt, die vorher bei der Firma Fehrenbacher angestellt waren ;) .


    Gruß Alfred

    Abuntantia GmbH: Verwaltung von eigenem Vermögen, Managementdienstleistungen und Beteiligungen an anderen Unternehmen.

    Adresse. GF: Harald Meichelbeck, ebenfalss GF von HM Consulting GmbH, Feldkirchen-Westerham: Unternehmensberatung, insbesondere von Kreditinstituten.

    Wie schon mal erwähnt hat diese Firma wohl nichts mit der Fehrenbachergeschichte zu tun. Sie wird nur beim suchen nach "Abundantia GmbH" über Google als erstes ausgespuckt ;)


    Beim Registergericht Freiburg ist die Abundantia GmbH, mit der Adresse wie sie Stevie gepostet hat, gelistet.


    Die folgenden Informationen sind öffentlich einsehbar, Stand 02.08.2022:

    Als Geschäftsführer der Abundantia GmbH in Freiburg ist eingetragen: Herr Felix Johannes Moritz Boehm


    Ebenfalls dort eingetragen ist: "Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und Entwicklung von Plattenspielern und deren mechanischen elektrischen Komponenten."


    Gesellschafter der Abundantia GmbH ist zu 100% die Dana GmbH aus Freiburg. Deren Geschäftsführer ebenso Herr Böhm ist ;) .


    Gruß Alfred

    Wenn ich Dualfreds link anklicke, bekomme ich nur eine leere, weiße Seite zu sehen. Woran liegt's?

    Der Link geht bei mir jetzt auch nicht mehr :( . Evtl. ist das zeitlich limitiert.


    Dann hilft wohl nur der Weg zu Fuß über: Insolvenzbekanntmachungen


    Dort muss man das Bundesland (=BWÜ) und das Gericht (=Villingen-Schwenningen) auswählen und den Datumsbereich z.B. vom 05.09. bis 07.09. einschränken. Das Suchergebnis liefert dann eine überschaubare Trefferliste ;) .


    Gruß Alfred

    Hallo Norbert,


    einer der wichtigsten Sätze in der letzen Veröffentlichung scheint mir dieser zu sein:


    "Sanierungsbemühungen

    Im Rahmen der Kalkulation stellte sich heraus, dass unter den bisherigen Konditionen keine kostendeckende Produktion möglich war. Der vorläufige Verwalter hat daraufhin mit dem einzigen Kunden die Abnahmepreise und Zahlungsziele neu verhandelt."


    Der in der Veröffentlichung genannte "Vermögenswert" dürfte lediglich für die Berechnung der Vergütung des Insolvenzverwalters interessant gewesen sein. Der Vermögenswert ist in erster Linie das Teilelager, welches nur einen Wert hat, wenn man weiterhin die bekannten Plattenspielermodelle baut. Kann man diese Produktion aber nicht kostendeckend weiterführen, ist der reale Wert relativ wenig.


    Ich bin sehr gespannt, wie der neue Inhaber, diese Problematik lösen wird.


    Gruß Alfred

    Hallo Stephan,


    der Hinweis auf die kleine Feder kam ja von "romme" ;) .


    Diese kleine Feder ist wie ein Kreis mit einer flachen Seite geformt. Der kreisförmige Teil schnappt in eine kleine Nut im Kunststoffteil ein, sodass nur noch der gerade Teil der Feder sichtbar ist.


    Gruß Alfred

    ...der cs 5000 hat ja auch einen erdungsdraht mit verbindung zur tellerachse...sitzt in der lagerbuchse unten....vielleicht ist die beim schmieren rausgefallen...

    Mit diesem Hinweis, war vermutlich die feine Erdungsfeder auf der Unterseite der Lagerbuchse gemeint, die direkt an der Tellerachse schleift. Der Drahtbügel auf den Bildern ist lediglich die Verbindung von der Buchse auf den zentralen Massepunkt.


    Hier mal ein Bild der kleinen Feder unten im Tellerlager:


    Ist diese kleine Feder bei Deinem Lager wirklich noch da und sitzt sie korrekt? Das kleine Ding geht nur all zu gerne verloren bei Putzaktionen ;) .


    Gruß Alfred

    Hallo,


    der Ur 506 (nicht 506-1) hat auch einen anderen Antrieb. Da ist noch der 8polige SM860-Motor eingebaut. Der Dual 505-2 hat schon den SM100-Motor. Der läuft deutlich geräuschärmer.


    Gruß Alfred

    Antiskating einfach nach Gehör einstellen

    nun ja, im verlinkten Thread sind zwei Versionen mit "nach gehör einstellen" beschrieben.


    1) Methode mittels Testplatte deren Tracks, die verschieden starke Rillenauslenkungen haben. Beim Eintreten von Verzerrungen müssen diese auf beiden Stereokanälen gleich auftreten.


    2) Stereobalance, insbesondere bei Frauenstimmen, soll sich bei nicht korrektem Antiskating verschieben.


    Erstere Methode ist eine korrekte Methode für die Einstellung und auch physikalisch erklärbar.


    Die zweite Methode ist physikalisch nicht wirklich erklärbar. Bei Stereorillen sind die beiden Kanäle im 45° Winkel angeordnet. Eine irgendwie ungleiche seitliche Nadelauslenkung durch Skatingkräfte wirkt sich daher immer auf beide Stereokanäle gleich aus. Das gilt solange bis die dynamischen Kräfte bei der Abtastung so hoch sind, dass die Nadel sich von einer Rillenflanke abhebt. Auf dem Stereokanal der entsprechenden Rille treten dann die Verzerrungen auf (siehe Methode 1).


    Gruß Alfred

    Hallo,

    Abundantia GmbH, Betriebsstätte Feldbergstr. 11, 78112 St. Georgen.

    Das kann ich bestätigen. Dort wird wohl unter neuem Namen weiter produziert und geliefert. Pro-Ject braucht ja weiterhin Automatikspieler ;) .


    Die Abundantia GmbH hat ihren Hauptsitz in 83620 Feldkirchen-Westerham und ist eine Vermögensverwaltungsfirma, gegründet 2015.

    Dass diese Firma mit der Abundantia GmbH in St. Georgen zu tun hat, glaube ich weniger.


    Gruß Alfred

    Komisch ist halt nur, dass das etwa gleich alte MCC120 offensichtlich keine Probleme mit Verhärtung hat. Liegt das evtl. daran, dass die Nadeln beim MC-System grundsätzlich anders aufgehängt sind ?

    Mit MM oder MC hat das nichts zu tun. Shure hat leider eine gewisse Zeit Nadelgummis eingesetzt, die zum Verhärten neigen. Bei Audio Technica hatte ich bisher keine einzige Nadel mit einem derartigen Problem, egal wie alt die waren. Insbesondere bei den originalen Shure DN380/390 Nadeln und den Nadeln fürs V15IV hatte hingegen relativ häufig das Problem der verhärteten Nadelaufhängungen.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    bitte nicht zu viel hineininterpretieren in mein Aussagen ;) .


    Ich finde den ursprünglichen OPS-Tonarm des CS5000 wirklich gelungen. Beim CS 600 werden auch noch einige Teile davon eingesetzt. Aber zum Kauf von Firmenteilen oder gar ganzen Firmen reicht meine Begeisterung dafür dann doch nicht aus .


    Gruß Alfred