Beiträge von dualfred

    Hallo Alfred, ist der 618q in Kanada tatsächlich schon zu haben?

    Nein, ist er nicht ;) .


    Die haben in Nordamerika ziemlich mit den Hufen gescharrt, als die Zusammenarbeit mit Dual zustande kam. Da sind sie recht voreilig losgerannt.


    Die Bilder in diesen Angeboten vom Dual CS 618 stammen alle von mir und sind nur Schnappschüsse von den Prototypen bei mir im Labor gewesen. Sie waren lediglich dazu gedacht den Händlern einen kleinen Vorgeschmack zu geben.


    Gruß Alfred

    ....einige Chassis sind ja schon aufgeführt

    Stimmt, habe gerade gesehen, dass die Nummern in der Dual-Liste nicht aufsteigend sortiert waren. Also fehlt nur noch SP86, SP90 und ASP125.

    es fehlen aber tatsächlich SP 86, ASP 125 und APS 135 (der Grundig Schubladenspieler).

    Also der ASP135, scheint mir mit der älteren Chassis-Generation SP100, SP110 und ASP130 verwandt zu sein.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    in der Liste fehlen mir die Dual-Industriechassis, von denen einige den Beginn dieser Chassisserie begründen und die in vielen Modellen anderer Hersteller die Basis waren.


    Das wären: SP85, SP90, ASP120, ASP125 und ASP128.


    Die Modelle CS 415-1, CS 415-2 und CS 435-1 (und auch deren Schwestermodelle bei anderen Herstellen) gehören meiner Meinung nach nicht in die Liste. Das Blech-Chassis dieser Modelle ist komplett anders gestaltet und stammt auch nicht aus der Thomson-Zeit. Von den Tonarmen aus dem alten Baukastensystem passen dort auch nur die einfachen Typen hinein.


    Gruß Alfred

    Hallo Felix,


    die bekannten Daten sind Subteller-Durchmesser 157mm. Tellerdrehzahl 33,33UpM. Die Motordrehzahl bei 33er-Stellung ist unbekannt. Der Pulleydurchmesser (irgenwas um die 5mm) am Motor ist zu groß, denn der Teller dreht bei 33er Stellung zu schnell. Wie schnell ist aber auch unbekannt. Was soll man da rechnen können?


    Gruß Alfred

    Die Solldrehzahlen des Motors sind doch angegeben. Dann kann man zusammen mit dem Pulleydurchmesser und der Riemenstärke die Übersetzung doch ausrechnen.

    Nun ja, die abtriebsseitigen Daten wie die Tellerdrehzahlen und der Subtellerdurchmesser sind bekannt, aber nicht die Motordrehzahl. Insofern ist das nötige Übersetzungsverhältnis unbekannt. D.h. entweder Motordrehzahl für 33 bei Poti-Mittelstellung ermitteln und dann den Pulleydurchmesser berechnen, oder mit dem Pulleydurchmesser spielen bis es passt.


    Gruß Alfred

    Hallo Kurt,


    auf der Suche nach einem DC205 Ersatz, falls mein Bestand mal zu Ende geht, habe ich diese Motoren auch schon untersucht. Von der Beschaltung und den Motormaßen sind sie grundsätzlich verwendbar. Aber mit keinem der serienmäßig angebotenen Pulley-Bestückungen erreicht man das nötige Übersetzungsverhältnis. Auch die Pulleyposition ist bei den meisten Typen nicht passend. Daher muss man erst das serienmäßige Pulley entfernen und ein passend gefertigtes Pulley anbringen. Ebenso stört der serienmäßig am Motor angelötete Steckverbinder. Beim Entlöten ist mir bei einem Motor gleich die Leiterbah mit abgegangen.


    Beim zusätzlichen Anschlusspin lässt sich ein externer Widerstand für die 78er Drehzahl einschleifen.


    Gruß Alfred

    Will meinen, nun ist ja Alfred schon nicht eben ein Schrumpfgermane, aber dem Foto nach schiene Herr Zellner nochmal rund 10 cm höher...

    Der steht auf einem Podest, damit er nicht zu mir raufschauen muss :D :D . Nein im Ernst, Herr Zellner ist noch um einige cm größer als ich. Ich schätze mal knapp 2m 8| . Das ist für mich auch immer eine etwas ungewohnte Perspektive ;) .


    Gruß Alfred

    Richtig, aber es ging ja auch um die Vermarktung in Nord America.


    BH Photo ist ja ein US Händler meine in New York und der listet die neuen CS Modelle.


    Daher die Frage ob Namsung keine Rechte an Plattenspielervermarktung hat.

    Die Dual GmbH hat die weltweiten Nutzungsrechte für Plattenspieler von TCL (Schneider Nachfolger) erworben. Die Firma Namsung in Korea hat aber die Dual Markenrechte für Nordamerika von Karsatdt erworben und in Florida die Dual Electronics gegründet. Die Dual Electronics ist in erster Linie im Bereich Car-Audio und Marine-Audio tätig.


    Damit es garantiert keine Probleme in Nordamerika gibt, hat die Dual GmbH mit Namsung bzw. der Dual Electronics in Florida zusätzlich eine Lizenzvereinbarung getroffen.


    Gruß Alfred

    Was mich eigentlich mal interessieren würde, wie sieht das denn mit den Rechten für die Modellbezeichnungen aus?

    Klar der Name Dual ist wohl leider futsch (was ich persönlich mehr als schade finde).

    Dual Plattenspieler haben schon mit dem Kürzel CS begonnen, bevor Fehrenbacher Plattenspieler mit dem Markennamen Dual gebaut hat. Was soll es da zu schützen geben?


    Man kann gut oder schlecht finden, was unter der Marke Dual passiert oder passiert ist. Aber "futsch" war und ist der Name Dual nicht. Jeder einzelne kann natürlich für sich ein Ende von Dual datieren. Für viele hier im Board war das ja schon 1982 nach dem ersten Konkurs.


    Gruß Alfred

    dualfred


    Wie ist das denn eigentlich mit den Teilen für die Automatik und den dazugehörigen (alten) Maschinen, die wohl Fehrenbacher gehören? Dies ist doch noch die originale Mechanik bzw. Automatik von Dual Gebr. Steidinger, oder?

    Aus der Ära Steidinger ist sicherlich wenig bis gar nichts an Maschinen oder Werkzeugen vorhanden. Vereinzelte Tools wie z.B. für TK24 oder Teile des 505 existieren aber noch. Die aktuelle Linie der 4xx Modelle basiert auf der Chassisserie, die bereits unter der Regie von Thomson entwickelt wurde. Nach dem Konkurs von Schneider hat den restlichen Teil dieser Fertigungswerkzeuge die Fehrenbacher GmbH übernommen, welche bereits vorher (ab ca. 1993) im Auftrag von Dual/Schneider die entsprechenden Dual-Plattenspieler-Modelle gefertigt hat.

    Mir geht es bei meiner Frage v.a. um den rechtlichen Aspekt und um das heutige Vorhandensein des Know-How, da es keine technischen originalen Unterlagen von damals aus der Entwicklung mehr gibt.

    Bei der Verwendung von technischen Lösungen von damals, gibt es rechtlich eigentlich nichts mehr zu beachten. Patente aus der Steidinger-, Thomson- und Schneider-Zeit, sofern diese heute von wem auch immer kopiert werden, sind alle ausgelaufen und somit frei nutzbar. Der Patentschutz gilt bei maximaler Verlängerung und Zahlung der Patentgebühren, höchstens 20 Jahre.


    Wie die Markenrechte für "Dual" weiterveräußert wurden, ist ebenso recht eindeutig geklärt.


    Insofern kann jeder Mensch für sich selbst entscheiden was man für "einzig wahres Dual" hält. Für viel hier im Board ist das sicherlich nur bis zum Konkurs der Gebrüder Steidinger. Für mich jedoch nicht ;) .


    Gruß Alfred

    "Für das zweite Halbjahr 2021 werden bereits die beiden vollautomatischen Plattenspieler, der Dual CS 429 und der CS 529, avisiert. Die Schallplattenspieler werden mit ihrer Einführung die aktuelle Modellpalette der CS-Serie ersetzen."


    Ich denke wenn überhaupt, kann Alfred ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

    Hier kann ich etwas Licht ins Dunkel bringen. Die angekündigten Modelle CS 429 und CS 529 gehören zur neuen CS-Serie, im Stil der x18 Modelle Diese beiden Modelle kommen nicht von Fehrenbacher.


    Die Modelle der Dual GmbH werden in Deutschland von Sintron vertrieben. Alle aktuellen Vertriebspartner findet man auf der Dual-Webseite unter Distribution


    Zur Situation mit Fehrenbacher kann ich nur sagen, dass es in den letzten Monaten intensive Gespräche zwischen Vertriebsfirmen, der Dual GmbH und der Alfred Fehrenbacher GmbH gegeben hat. Der Inhalt dieser Gespräche ist aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Die Ergebnisse kann man den Veröffentlichungen der jeweiligen Firmen und in Presseveröffentlichungen entnehmen.


    Eine Diskussion über das "Warum und Wieso" macht wenig Sinn, ohne alle Details und Hintergründe zu kennen. Da kommen nur Gerüchte und Spekulationen auf.


    Gruß Alfred

    Hallo Michael,


    mit dem CS6000-Thread hast Du ja einen recht alten Thread durchgeackert.


    Die Endabschaltungsthematik ist in der Tat nicht ganz so einfach wie man auf dem ersten Blick annehmen möchte. Thomas hat ja die Funktion der mechanischen Lösung recht gut erklärt. Da habe ich auch genauer hinschauen müssen, bis ich die Funktion durchschaut habe. Diese Lösung wurde über sehr viele Jahre bei Dual und auch diversen anderen Herstellern eingesetzt.


    Bei der optischen Lösung des CS 5000 hat Dual das mit einer Gabellichtschranke und einem kleinen Encoder gelöst. Die Signale der Lichtschranke werden vom Microprozessor ausgewertet. Nur wenn genügend Hell-Dunkel-Impulse in einem gewissen Zeitraum eingehen, wird abgeschaltet.


    Die Auswertung einer Analoglichtschranke wie es Günter beschrieben hat geht auch. Es gab sogar Tauchspulenlösungen. Da wurde in einer Spule ein Magent bewegt. Geschieht das langsam ist die indzuierte Spannung in der Spule kleiner, als wenn die Bewegung schnell erfolgt (Auslaufrille).


    Was aber nicht geht, ist der Fokus auf einen festen Abschaltpunkt, mit einer einfachen Lichtschranke, die nur "ein" oder "aus" kennt.


    Gruß Alfred

    Bei genauerer Betrachtung fällt auch auf, dass der 701 nach ca. 30 Minuten Nichtnutzung ebenfalls ganz leicht weggedriftet ist, um nach ca. 1 Minute wieder auf dem Punkt zu stehen.

    Ist das ein normales Verhalten?

    Ja, das ist ganz normales Driftverhalten der analogen Schaltung. Für den Musikgenuss ist das absolut irrelevant. Wie Richard schon geschrieben hat.


    Das hat auch nichts mit Gleichlaufschwankungen zu tun. Solche Probleme gibt es natürlich auch. Dann liegt ein Defekt vor. Die Schwankungen würde man aber hören.


    Gruß Alfred

    Lieber Gerd,


    meine Aussage bezüglich Fertigung in Deutschland bezieht sich auf die Produkte die Dual anbieten möchte. Konkret z.B. beim Dual CS 618 ein UVP um die 1000€, komplett mit Tonabnehmer 2M blue.


    HighEnd-Schmieden gibt es genügend die in Deutschland entwickeln und fertigen, sogar ich selber ;) .


    Zum Thema Clearaudio habe ich nicht kein Wort verloren.


    Gruß Alfred

    Hallo,


    man sieht schon, über die Jahre hat die grundsätzlich angedachte, aber nicht konsequent eingehaltene Systematik, schon einige Blüten und Ausnahmen hervorgebracht :S .


    Entsprechend schwierig war und ist es, bei neuen Modellen oder Geräteserien eine passende Modellnummer zu finden. Bei 5xx, 6xx und 7xx kann man ja noch auf Nummern über 550, 650 bzw. 750 ausweichen. Aber bei den 4xx-Nummern ist schon ein großer Teil der Nummernbereiche "zerschossen".


    Das stört ungemein, wenn man eine neue Geräteserie auflegt, die dann wieder der alten Systematik folgen möchte :( . Zum Glück war sowohl x18 (für manuell) und auch x29 (für Automaten) noch frei ;) .


    Gruß Alfred

    Oder ist das nicht mehr up to date?

    Leider nein. Siehe meinen letzten Post:

    Ich würde liebend gerne die Geräte hier in Deutschland produzieren lassen. Entsprechende Angebote habe ich auch hier in Deutschland eingeholt. Die Preise waren aber meilenweit davon entfernt, um ein konkrrenzfähiges Produkt anbieten zu können.

    Gruß Alfred

    Hallo,


    heute kommt praktisch jedes Elektronik- oder Mechatronik-Serien-Produkt aus Fernost. Diesem Trend kann man sich alleine nicht in den Weg stellen. Hier zu Lande fehlt bereits die komplette Infrastruktur.


    Ich würde liebend gerne die Geräte hier in Deutschland produzieren lassen. Entsprechende Angebote habe ich auch hier in Deutschland eingeholt. Die Preise waren aber meilenweit davon entfernt, um ein konkrrenzfähiges Produkt anbieten zu können.


    Der Zug ist leider schon vor Jahrzehnten abgefahren. Hier in Deutschland ist man mehr auf Dienstleistung und Verwaltung mit komplizierten Regelwerken abgefahren, als auf schmutzige und anstrengende Produktion. Das fällt uns sicher noch auf die Füße. Denn die Entwicklungsarbeitsplätze werden, oder sind bereits der Produktion gefolgt. Die letzte "Bastion" dürfte die Autobranche und deren Zulieferer sein.


    Aber das alles ist sehr politisch. Und hier geht es ja um den Dual CS 618 ;) .


    Gruß Alfred

    möchtest Du uns den 618q nicht einmal im Detail vorstellen, sofern die Firmenpolitik das erlaubt?

    Ich würde mich v. a. für den Antrieb interessieren? Orientiert er sich am 910? Wie arbeitet der Frequenzgenerator für die Drehzahlerfassung?

    Hallo Ralph,


    der ganze Thread hier über den CS 618 ist eigentlich nur entstanden, weil ein Händler in USA zu früh die neuen Modelle in seinem Webauftritt eingebaut hat. Der CS 618 ist sogar nicht mal für den Start der neuen Homepage vorgesehen, weil er erst Mitte des Jahres lieferbar ist. Die unproffesionellen Fotos vom CS 618, die der Händler verwendet, sind von mir geknipst in meinem Vorführraum und waren lediglich als Vorab-Information für die Händler gedacht :thumbdown: .


    Insofern ist eine Komplettvorstellung mit allen Details eigentlich nicht im Sinne des Marketings.


    Zum Antrieb des CS 618 kann ich sagen: Es ist ein Direktantriebsmotor mit hall kommutierten, flach liegenden, eisenlosen Spulen. Die Drehzahlerfassung erfolgt mit einem integrierten Frequenzgenerator. Hierfür ist am Außenring des Rotors ein Ring mit feinen Magnetpolen angebracht, der in mäanderformigen Leiterbahnen auf der Motorplatine eine sinusförmige Spannung erzeugt.


    Diese Technik ist nichts wirklich Exotisches. So arbeitet ein Großteil aller Direktantriebe ;) .


    Gruß Alfred

    Die Tonarmkonstruktion der neuen Dual Landsberg stammt ja sicher von deinem Zeichentisch. Für mich ganz persönlich sehen sie tatsächlich gut aus. Kannst Du uns etwas zur Qualität der Lagerung der Tonarme sagen?


    Ab welchem Modell gibt es die masselose Einstellung der Auflagekraft über Federkraft?


    Haben alle Modelle eine Anti-Skating Einstellung?


    Mich würde interessieren, ob die Antiskatingeinrichtung so wie früher funktioniert und wie diese geeicht ist? Vielleicht sogar wie früher dreiskalig?

    Eine Pauschalantwort für alle Modelle und zukünftigen Modelle kann ich leider nicht geben. Es gibt aber auf der neuen Homepage zu jedem Modell Erklärungen und Daten. Da braucht Ihr noch einen Tag Geduld.


    Aber ich versuche mal die Fragen für den kardanischen Arm des CS 518 und CS 618 zu beantworten.


    Die Tonarmlagerungsteile (Rahmen, Lagerrahmen und Lager) sind aus Aluminium. Die Lager selbst sind sehr feine Pivot-Kugellager. Darin laufen gehärtete und geschliffenen Stahlspitzen. Man kann sagen das ist klassisch Dual.


    Die Antiskatingeinrichtung funktioniert mit einem Federmechanismus. Die Federkraft wird mit einer feinen Spiralfeder erzeugt. Diese ist am Einstellrad fürs Antiskating einseitig eingespannt und der andere lange Schenkel der Feder drückt auf eine kleine Stange am Lagerteil der Tonarmkonstruktion. Die geometrische Auslegung dieses Mechanismus ist so gestaltet, dass die Kraft bei der Tonarmbewegung nicht stetig ansteigt. Die weitere Vorspannung der Feder wird durch eine Reduzierung des wirksamen Hebelarms kompensiert.


    Die Skalierung des Einstellrades ist für Rundnadeln. Für elliptische Nadeln und scharfe Schliffe muss der Einstellwert entsprechend erhöht werden.


    Masselose Auflagekrafteinstellung haben diese Modelle nicht. Die Realisierung dieses Features werde ich vermutlich bei einem nächst höheren Modell einfließen lassen können.


    Gruß Alfred