Beiträge von dualfred

    Klar kann man auch ein Wow&flutter Messgerät nehmen, aber der Zahlenwert interessiert mich nur zweitrangig. Mir geht es um die Vergleichbarkeit mit veröffentlichten Tests.

    Es gibt gute Gründe, ein Wow&Flutter-Messgerät zu verwenden und eine normgerechte Messung zu machen. Dadurch werden Messwerte zumindest einigermaßen vergleichbar, zumindest wenn man die gleiche Messmethode "DIN" oder "JIS" verwendet hatte.


    Die "Betrachtung der Seitenbänder" in aktuellen Veröffentlichungen sind meist reine Mutmaßungen und sehr viel Glaubenssache. Gleichlauf spielt sich im Bereich um die Messfrequenz ab. Zu weit links und rechts von dieser Frequenz sind die Pegel extrem niedrig und die Gestalt der Kurve kann von allen möglichen Störungen kommen.


    Wenn man es früher genauer wissen wollte, z.B. bei Entwicklung oder gezielter Fehlersuche, hat man ein Wow&Flutter-Meter verwendet bei dem man zusätzliche Filter für die wichtigen Frequenzbereiche zur Verfügung hatte. Auch wurde die Messplatte penibelst genau zentriert. So konnte man wirklich analysieren warum eine normgerechte Messung (nach DIN oder JIS) einen guten oder schlechten Messwert geliefert hat. Die einfacheren Geräte konnten oft nur zwischen Wow oder Flutter umgeschaltet werden.


    Gruß Alfred

    Hallo Nils,


    der Spieler in Deinem Link scheint auf dem Fehrenbacher CS 440 zu basieren, hat also schon eine mitdrehende Tellerachse. Der Rekkord F100 basiert ja auf dem CS 415-2. Ich hoffe, dass sie wenigstens die feststehende Tellerachse nicht einfach ins neue Modell übernommen haben.


    Warum aber bei dem Amerikaner, ein Dual 701 einem "Andover Spindeck Max" weichen musste :/ , ist für mich wenig nachvollziehbar.


    Gruß Alfred

    Ich würde daher nie einen Plattenspieler kaufen, bei dem Auflagekraft/Antiskating fest eingestellt sind.

    Das trifft sicherlich auf viele alte Hasen mit Erfahrung bei Plattenspielern zu :thumbup: .


    Ich gebe jedoch zu bedenken, dass Vinyl-Neueinsteiger schon mit den einfachsten Dingen, wie Montage des Ausgleichsgewichtes, überfordert sind. Wir hatten schon genügend Kunden, die das Gewicht einfach mit der Verpackung entsorgt haben und erst dann gelernt haben, dass da was am Tonarm fehlt :S . Und selbst so manches Pressefoto zeigt Plattenspieler mit falsch rum montierten Gegengewichten :/ . Für Neueinsteiger macht daher ein Modell mit möglichst wenig Einstelungen oder Montageschritten durchaus Sinn.


    Gruß Alfred

    Hallo Jürgen,


    die Schenkelfeder am Skatinghebel des Dual 721 musst Du vor dem Einbau in die richtige Position drehen, sodass sie am Ende so steht wie im Bild von Matthias. Die Feder kann man übrigens nur in eine Richtung drehen. Andersrum sperrt sie sich (Selbsthemmung).


    Gruß Alfred

    Ja, die Drehzahl prüft man mit einer Stroboskopscheibe. Falls Abweichungen vorhanden sind, kann man ggf. die Drehzahlen durch entsprechende Bohrungen im Gehäuseboden mit einem kleinen Uhrmacherschraubendreher justieren. Hier ist größte Vorsicht geboten. Man stochert da mit dem Uhrmacherschraubendreher direkt in der Motorelektronik herum ;) .


    Gruß Alfred

    Hallo,


    wenn ich mir die Bilder ansehe, mit dem Gegengewicht noch ohne Zusatzgewicht, steht das Gegengewicht extrem weit nach hinten uber. Da wird vermutlich nur eine Zusatzgewichtscheibe noch nicht viel geholfen haben. Wenn das Gewicht zu weit nach hinten über steht, stößt es gegen Ende der Platte seitlich an die Abdeckhaube und behindert so die Bewegung des Tonarmes.


    Das hatte ich schon öfter bei umgerüsteten Dual 714/731 mit Halbzollsystemen.


    Gruß Alfred

    Hallo Thomas,


    ich würde den Tuning Antiresonator auf ca. 7 einstellen. Das wäre der ungefähre Wert nach dem Diagramm in der BDA. Unter dem Diagramm sind in der Tabelle sogar die Werte für das V15IV angegeben. Wie weit die Compliance der SAS-Nadel von der Originalnadel abweicht, kann ich nicht sagen. Aber selbst wenn sie etwas härter wäre, kommt man eben auf einen geringfügig höheren Einstellwert.


    Mit dem Dynamic Stabilizer würden die übrigen Resonanzbuckel auf jeden Fall nochmal stark bedämpft.


    Am 731 läuft jetzt grade aber ein Elac ESG 796 hsp.

    Finde ich nochmal ein Stück besser als das Shure.

    Das ist aber eine Geschmacksache.

    Das Elac ESG 796 hsp habe ich auch an meinem CS 714Q für längere Zeit betrieben. Ich finde beide Systeme sind absolute Spitzen-MMs. Ich wüsste gar nicht welchem der beiden Systeme ich den Vorzug geben würde.


    Gruß Alfred

    Hallo Thomas,


    ich hatte genau diese Kombi, V15IV mit Jico SAS auf Boronnadelträger an meinem CS 714Q für längere Zeit in Betrieb.


    Das hat meines Erachtens sehr gut gepasst. Diese Kombi hat richtig Spaß gemacht. Das Shure V15IV ist übrigens mein persönlicher Favorit unter den Shure V15 Varianten.


    Den Einstellwert des Antiresonators weiß ich leider nicht nmehr auswendig. Allerdings ist die Resonanzfrequenz mit dieser Kombi ohnehin sehr starg bedämpft, wenn man den kleinen Plattenbesen an der Nadel in Betrieb hat. Da ist die Stellung des Antiresonators praktisch nicht mehr relevant.


    Gruß Alfred

    Als bei meinem CS5000 der Riemen "ausgeleiert" war - das ging komischerweise "von heut´auf morgen", hat der Spieler schon so knapp 3 Minuten gebraucht, um die anfänglich zu niedrige Geschwindigkeit zu kompensieren.

    Das ist bei der Regelung des CS 5000 tatsächlich normal und erklärbar. Diese regelt primär die Motordrehzahl. Zugleich wird über die Tellerlichtschranke die Zeit für eine Tellerumdrehung erfasst. Stellt sich hier eine Abweichung zur Teller-Solldrehzahl heraus, wird die intern gespeicherte Motor-Solldrehzahl in kleinen Schritten angepasst, bis die Tellerdrehzahl wieder exakt stimmt. Diese Anpassung ist z.B. nach einem Riemenwechsel nötig. Denn durch unterschiedliche Riemendicken und Riemenspannungen ändert sich das effektive Übersetzungsverhältnis bereits in einem für Plattenspieler relevaten Bereich.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Spieler von Ulli ein CS 750-1. Der regelt eigentlich nur die Tellerdrehzahl direkt. Hier wird die Tellerdrehzahl mittels Zahnkranz und Lichtschranke direkt erfasst. Ein langsames Wegdriften der Drehzahl sollte hier normalerweise nicht vorkommen.


    Mein Vertrauen in genannten Handy-Apps ist übrigens gleich 0. Es ist ein nettes Gadget zur ungefähren Drehzahbestimmung, aber niemals ein Messgerät für Gleichlaufschwankungen, schon gar nicht gemäß der Norm.


    Gruß Alfred

    Die Länge wird wohl stimmen, aber wie sieht es aus mit dem "Bajonet" Verschluss?

    Hallo Ernst,


    Bei den Tonarmrohren vom 502, 510 und 1241 stimmt die Länge und auch die Befestigungsart, sodass die Rohre 1:1 im Dual 704 eingesetzt werden können :thumbup: .


    Gruß Alfred

    Hallo Ernst,


    direkt kompatibel zum Dual 704 Tonarmrohr wären die Tonarmrohre vom Dual 502, 510 und 1241.


    Evtl. passen auch die Rohre vom 504, 521 und 1242. Letztere habe ich selbst aber noch nicht direkt auf Kompatibiltät geprüft, sondern nur über die Serviceanleitung und deren Lagerteile. Diese bestimmen ja letzlich die Gestaltung der Tonarmrohrbefestigung.


    Gruß Alfred

    Also ich dachte, dass der Microline-Schliff eher weniger Antiskating benötigt, da die Nadel länger hält als normale ellyptische oder gar sphärische.

    Die längere Lebensdauer der Line-Kontakt-Schliffe ist in der größeren Kontaktfläche dieser Schliffe mit der Plattenrille begründet. Statt Punkt-Konatkt (wie bei einer konischen Nadel) eben Line-Kontakt ;) .


    Gruß Alfred


    Edit: Thomas war schneller ;)

    Hallo Brent,

    ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass das kein Voodoo-Gedöns ist.

    Da bin ich der gleichen Meinung :thumbup: . Da steht echte Physik dahinter.

    den Messungen aus dieser alten "Fono Forum" von 1979 senkt die Bedämpfung nicht nur die Stärke der Resonanz sondern verschiebt auch die Resonanzspitze etwas nach oben.

    Rein physikalisch wird durch Dämpfung neben der Amplitude der Resonanz, tatsächlich auch die Resonanzfrequenz des schwingenden Systems etwas verändert. Allerdings sollte es eigentlich in die andere Richtung gehen, als in einigen oben dargestellten Diagrammen. Ein Feder-Masse-System mit Dämpfung hat immer eine etwas niedrigere Resonanzfrequenz als das vergleichbare Feder-Masse-System ohne Dämpfung (sagt zumindest das Taschenbuch der Physik).


    Die Verschiebung der Resonanzfrequenz ist ja vermutlich nicht das primäre Ziel einer Dämpfungseinrichtung am Tonarm, sonder eher die Bedämpfung der Resonanz an sich.


    Gruß Alfred