Beiträge von Darwin

    Hi Uwe,

    wie du den Subteller ausbaust, weißt du? Der ist seitlich am Lager mit einem Schräubchen gesichert. Ist diese Schraube entfernt (oder gelockert), lässt sich der Subteller leicht entfernen. Altes Öl mit Q-Tip entfernen, mit Isoprop reinigen, Reste (wieder mit Q-Tip entfernen), auch die Achse säubern. Jetzt mit etwas Kontaktöl einsetzen (oder einfach etwas Motoröl nehmen), Achse wieder mit Schraube sichern usw... dann müsste das wieder laufen. Ist eigentlich ein feiner Dreher!

    Hi Daniel TheRealHacki1983 !

    Alle Nadeln, die du einsetzen kannst und die "Hifi" sind, sind hier auf der Ortofon-Homepage aufgelistet:


    https://www.ortofon.com/om-series-p-550


    Die OM5e hatte ich mal und möchte sie nicht empfehlen. Die OM10 ist von der Preis-Leistungs-Relation her okay und das, was ursprünglich ab Werk verbaut war. Bei Nachbauten gibt es gute und schlechte Nadeln (das schrieb Peter schon) und ich glaube, dass das Geld für eine Nadel 10 gut angelegt ist. Du kannst dann ca. 300-500 Stunden Musik hören, bis du wieder über eine neue Nadel nachdenken musst. Vergleiche einfach die Preise im Netz und suche dir ein gutes Angebot heraus.


    Übrigens bekommt man gelegentlich das System OM10 mit der Nadel 10 günstiger, als die Nadel 10 als einzelne Ersatznadel. In diesem Fall einfach das ganze System kaufen, die Nadel abziehen und auf den bei dir verbauten Tonabnehmer stecken.


    Hast du die Anleitung für deinen Plattenspieler? Wenn nicht: hier findest du sie und dort steht auch, wie man den Spieler einstellen muss, damit Nadeln und Platte geschont werden.

    Hallo zusammen,

    das Problem ist zwar schon gelöst, aber ich möchte trotzdem noch einmal meinen Senf dazu geben. Ich kenne dieses Laufwerk aus der HS 120 (die bereits 2x hier steht - einmal lauffähig, die andere muss noch durchgesehen werden). Das Laufwerk ist besser als man auf den ersten Blick vermuten würde. Der billige Teller wird durch eine brauchbare Matte aus Vollgummi "entklingelt", der Gleichlauf ist für diese Preisklasse mehr als okay, der Tonarm "gut", auch wenn man nichts einstellen kann. Er ist ordentlich verbaut, hat kein unnötiges Spiel und macht, was er soll. Er ist sogar stabil. Der Tonabnehmer ist für diesen Spieler angemessen.


    Probleme sind neben den bereits genannten ausgeleierte Riemen (ist ja klar) und Verharzungen (auch klar), die vor allem bei der Halb-Automatik zuschlagen. Der Mikroschalter ist bei diesen 80er-Jahren-Spieler auch manchmal ein Problem und bei den Motoren ist das von Peter geschilderte Problem, glaube ich, eher dann anzutreffen, wenn ein Gerät oft gelaufen ist (Jugendzimmer-Anlage vielleicht?). So ein Gerät ist mir aber noch nicht untergekommen. Problematischer finde ich trockene Lager dieser DC-Motörchen, die man kaum gescheit geschmiert bekommt. Man kann die Motörchen aber gut untereinander tauschen, wenn man denn die vermaledeiten Pulleys abziehen kann. Es gibt auch günstige DC-Motörchen aus Fernost über die üblichen Händler (A**zon und E*ay), die mechanisch passen. Und schließlich - wenn man bereit ist, das Geld in die Hand zu nehmen - Dualfred. Bei den besseren Spielern mit DC-Motörchen habe ich das gerne in Anspruch genommen (zum Beispiel beim CS 455), aber ob sich das bei einem SP90 rechnet, weiß ich nicht.


    Ist so ein SP90 gescheit gewartet, kann man damit tatsächlich Musik hören und ich behaupte mal ganz frech, dass sich so ein Spieler nicht unbedingt schlechter schlägt als zum Beispiel andere "Einfach"-Spieler aus früheren Dual-Zeiten. Ob ein 1209 mit einem vergleichbaren TA so viel besser klingt?


    caementarius Toll, Heinz, dass du der Damen helfen konntest! Es könnte sich dennoch lohnen, das Gerät einmal mitzunehmen und fit zu machen. Viel Arbeit ist das nicht.


    ...

    Die alte Dame ist frisch verwitwet, und ich möchte ihr gerne helfen, wenn es geht.

    Hmm.


    Mach' mal ein Foddo...

    p.s.: wenn man nur bis hierhin liest, kriegt man komische Gedanken... =O  :P

    Wenn Du auch noch Bass spielen solltest, wird es ein wenig unheimlich ;-)).

    Hm... dann wären wir schon drei und jetzt - spätestens jetzt! - sind wir auch völlig off topic :)


    Daher zurück zum Thema: wenn der Arm nach außen zieht, könnte etwas mit der Antiskating-Einstellung falsch sein oder der Spieler steht schräg. Bevor ich aktiv würde, würde ich zwei Sachen testen, das erste mit Hausmittelchen (Wasserwaage, ist auch in vielen Handy als App vorinstalliert, oder mit Libelle): steht das Gerät schräg? Das zweite geht besonders gut mit Testplatten (Antiskating-Teil, Anwendung ist meistens auf den Platten vermerkt). Wenn keine zur Hand ist: höhenlastige Musik in der Nähe der Auslaufrille (die nicht zu breit sein sollte) wählen und hören, ob es zerrt oder unsauber klingt. Geeignet ist alles, was zischeln kann, z.B. Hi-Hats vom Schlagzeug, die menschliche Stimme etc.


    Wenn der Spieler schrägt steht: lege was drunter (Bierdeckel) und teste neu.

    Wenn das Antiskating falsch ist: richtig einstellen und wenn du das schon gemacht hast, ist dort etwas hinüber, was repariert werden muss. Wir sehen dann an der Stelle weiter :thumbup:

    Hm,
    ich ginge jetzt von einem privaten Vergleich aus, wo man sich 1 Lied aussucht und das digitalisiert. Und der anschließende Vergleich der Aufnahme durch ein paar Personen, die sich privat treffen (und natürlich nicht auf einer öffentlichen Veranstaltung/Vorführung). Da dürfte kein Urheber was dagegen haben können, denn schließlich darf ich mir ja auch zu privaten Zwecken eine "Sicherungskopie" erstellen und z.B. eine Platte auf Kassette aufnehmen.


    Das Ganze dann auf/in das Internet, mit Vorführung eines Liedes zum Vergleich, dass man auf irgendeiner Plattform "öffentlich" wieder findet, das geht natürlich nicht.


    Ich hatte Günthers Andeutung auch eher dahin verstanden, dass es Leute gibt, die dann alle möglichen Argumente finden würden, warum eine digitalisierte Aufnahme keine Aussage zulässt.

    So hatte ich Günther auch verstanden, Winfried. Und darauf bezog sich mein "Ich nicht". Das Problem sehe ich im privaten Vergleich, weil wir quer über die Republik und darüber hinaus verstreut sind. Und dann gibt's noch die Corona-Geschichte mit den wieder steigenden Inzidenzen (ist das falsch geschrieben? Mein Rechner meckert... oder er mag das Wort nicht... =O ). Abhilfe schafft - wenn ohnehin schon digitalisiert - der Upload (natürlich nicht auf einer öffentlich zugänglichen Plattform, das wäre wirklich fahrlässig). Zum Beispiel in einen Dropbox-Ordner oder eines der zahlreichen Konkurrenzprodukte.


    Ich hoffe, dass ich das jetzt klar stellen konnte. Das hat man davon, wenn man sich kurz fasst... :rolleyes:

    Die Lösung mit der Digitalisierung und der Abhöre über Kopfhörer ist schon eine sehr gute Lösung, aber wenn unterschiedliche Personen hören sollen, wird wahrscheinlich auch wieder irgendwer aus dem Gebüsch kommen...

    Ich jetzt nicht, aber an anderer Stelle sind da schon Leute aus dem Gebüsch gekommen und das (nicht von der Hand zu weisende) Argument lautet: Urheberrecht. Vielleicht könnte man das noch in einem kleinen, privaten Kreis machen, weil es ja um einen Vergleich und nicht die Verbreitung von digitalen Kopien geht, aber öffentlich ist das riskant und auch rechtlich nicht in Ordnung.

    Aber ich weiß schon: Die böse Digitalisierung macht ja alle Unterschiede kaputt ... ;) .

    Gut, dass du das Smiley dahinter gesetzt hast. Irgendeine der HiFi-Gazetten hatte vor ein paar Jahren eine CD, auf der Titel zu hören waren, die von Schallplatte digitalisiert waren - wegen des „besseren“ Klangs. Zunächst mal: man hört den Plattenspieler nicht - kein Rauschen, kein Knistern, kein Rumpeln (der Spieler war ein Thorens). Ob die Tracks „besser“ klingen, ist nicht zu eruieren - die digitalen Pendants zu den LP-Tracks waren nicht auf der Platte. So viel dürfte aber klar sein: für Platte müsste normalerweise anders gemastert werden, insofern klingen die Tracks dann auch nicht gleich. Was letzten Endes besser klingt, hängt davon ab, ob man für das jeweilige Medium die Einstellungen optimal getroffen hat… Die CD habe ich übrigens noch und höre sie gerne. Allerdings eher wegen der Musik drauf. 8o

    Lieber Peter,

    Aber man muss eben auch bedenken, dass heutige Verstärker gerade in punkto Betriebssicherheit, Festigkeit gegenüber schwierigen Lasten etc. nicht mit damaligen Konstruktionen vergleichbar sind. Von solchen Randaspekten wie gealterten Bauteilen, Rauschabstand, Sicherheit, Reparaturgarantie und heute festgelegten Standards an Umwelt- und sonstige Verträglichkeiten gar nicht zu reden.

    das sehe ich genauso. Mir macht es großen Spaß, Musik über den Dual CR40 an alten CL35 von einem CS1219 oder TG29 zu hören - aber als alleinige Anlage möchte ich so etwas heute nicht mehr haben. Deshalb werkelt hier (neben zwei Verstärkern aus den späten 90ern) ein recht neuer AV-Receiver. Die Unterschiede sind deutlich und auch für jeden wahrnehmbar: man drehe den Lautstärkeregler voll auf und der AV-Receiver rauscht nicht wahrnehmbar (man wird es wohl messen müssen). Die beiden Verstärker aus den 90ern rauschen ganz leicht (davon hat einer eine Sinus-Leistung von immerhin 2x 90 Watt). Der CR40 (mit seinen original Transistoren, dass muss man fairerweise dazu sagen, und gerade mal 2x 20 Watt Musikleistung) rauscht deutlich vernehmbar... man kann sich vorstellen, dass sich die anderen Parameter analog dazu verhalten...


    Bei Plattenspielern spielt aktive Elektronik, jedenfalls im Tonzweig, keine Rolle. Da kommt es mehr auf die Mechanik an und alles, was nicht aus Gummi ist und ersetzt werden kann, hat eine gute Chance, gewartet zu werden.

    Und zu dem angeführten phonophono-Test: wirklich eindeutig kein 1229 und von der Durchführung her ein Musterbeispiel dafür, wie man´s gerade nicht machen sollte.

    Das Schöne an dem Bericht ist ja, dass die ganze Geschichte unterhaltsam ist - was kann man Schöneres an einem Regentag machen, als über verschiedene Dreher Platten zu hören? Vergleichen kann man das Ganze auch. Aber wenn man ernsthafte Resultate (im Sinne eines echten Tests) erwarten möchte, muss man den von dir beschriebenen Aufwand, Jürgen, auf jeden Fall machen.


    Ich glaube auch, dass man schon tief in die Tasche greifen muss, um zum Beispiel einen CS 5000, mit einem ordentlichen Tonabnehmer ausgestattet, an die Wand zu spielen. Ähnliches dürfte für die anderen, jeweiligen Topmodelle von Dual auch gelten - Voraussetzung: die Geräte sind technisch einwandfrei. Und vermutlich dürften auch die Top-Dreher anderer, guter und namhafter Hersteller heute schwer zu toppen sein (z.B. Thoren, Elac, Technics...), es sei denn, man greift tief in die Tasche.


    Andererseits bietet Technics aktuell schon ab 1000 € Neuware an, die sich sehen lassen kann - und die auch technisch sehr interessant ist (und aus mehr als einem Holz-Brett mit Motor, Teller und Tonarm besteht).

    Mal waren es Verstärker, mal was anderes, ich meine noch zu wissen das da auch ein Dual aus den 70ern vorgestellt wurde, welcher weiß ich nicht mehr. Jedenfalls traten die "Alten Helden" gegen aktuelle Neugeräte an.

    Hi Michael,

    gab's eine grundsätzliche Tendenz?


    Vergleichstests können wir auch gerne hier machen - allerdings dann innerhalb der Mittelklasse. Ich habe zwei gleiche (aber eher einfache Pro-Ject Phono-Pres) und genügend Ortofon OM-Systeme... :-) Der Hörraum ist akustisch gut und es macht Spaß, hier Musik zu hören. Neue Dreher? Da muss ich leider passen. Das modernste hier sind CS 5000 und CS 2235Q (und CS 455-1, der aber nicht in allen Punkten mithalten kann... eigentlich ist er sogar ziemlich unterlegen, dafür aber ganz hübsch <3 ). Das Älteste sind CS 1210 ( :love: ) und CS 1219 8). Immerhin liegen fast 30 Jahre dazwischen.


    Für dich, Tom, liege ich etwas außerhalb deines Einzugsgebietes... Schade. Allerdings bin ich öfter in BW (Verwandtschaft in Mannheim und wir machen regelmäßig Urlaub im Schwarzwald und Breisgau).

    Hi Tom,

    aus den Untiefen der Internetz kenne ich diesen Test: https://www.phonophono.de/blog…plattenspieler-vergleich/


    Dieser „Test“ wird an vielen Stellen im Netz diskutiert (ich bin mir fast sicher, dass der „1229“ auf dem unscharfen Bild kein 1229 ist…). Das Ergebnis ist „erwartungsgemäß“ - neue Plattenspieler sind besser (wenn ich das so richtig zusammenfasse).


    Man müsste mal einen Blindtest machen, was voraussetzt, dass man die Spieler über gleiche Vorverstärker laufen lässt und mit gleichen Tonabnehmern ausstattet. Und dann wird es immer noch Kritiker geben, die von Serienstreuungen bei Tonabnehmern und Nadeln sprechen werden - was nicht immer aus der Luft gegriffen ist.


    P.s. Wo kommst du denn her? Wenn man das weiß, können an so etwas Interessierte leichter zusammenfinden…

    Im Hochtonbereich schlagen die CL138 die CL35 deutlich. Ob ein Tonelko-Tausch bei den CL35 Besserung bringt, werde ich berichten, wenn ich bei den CL35 diese getauscht habe. Vielleicht ist der Klang auch den moderneren Hörgewohnheiten angepasst, denn zwischen den Boxen liegen ca. 5 Jahre und in der Zeit von 1970 bis 1975 hat sich in der Unterhaltungselektronik nicht gerade wenig getan.

    Heute hat der Postbote die bestellten Teile gebracht und ich habe sowohl die CL35 als auch die CL138 "revidiert" - eigentlich ja nur die Frequenzweichen.


    Was hat es gebracht? Die Höhen der CL35 sind wesentlich lauter und ein Aufdrehen des Höhenreglers an meinem CR40 kann nun entfallen. Im Bassbereich kann ich keinen Unterschied feststellen. Bei den CL138 ist das Gesamtklangbild klarer geworden, auch die Bässe scheinen straffer zu klingen, aber sie nicht wesentlich lauter als vorher (was meines Erachtens auch an der Wand-Aufhängung liegt, s.o.). Die Höhen sind nach wie vor sehr präsent und klar.



    Auf dem Foto zum Vergleich alt gegen neu: die Bauteile einer Frequenzweiche einer CL35 (ohne Spulen).


    p.s. die alten Kondis habe ich nachgemessen und innerhalb der Toleranz hatten sie noch alle ihre Soll-Werte. Der Austausch der Widerstände wäre sicherlich nicht nötig gewesen, aber wenn man schon einmal dabei ist und da sie auch praktisch nichts kosten...

    Das deaktiviert das ULM-Prinzip.

    ULM funktioniert aber nur mit Abtastern, die nix wiegen und eine hohe Nadelnachgiebigkeit besitzen. Und sowas kann man praktisch nicht mehr neu kaufen.


    Grüße, Brent

    Naja, das stimmt so ganz jetzt auch wieder nicht. Die Auswahl ist klein (sehr klein). Aber mal ganz ehrlich: das Teil braucht man nicht. Wenn die Kombination Tonarm-/Abnehmer nicht passt, wird das mit dem Teil auch nur Murks. Andererseits soll jeder nach seiner Fasson (ich breche zusammen - das darf man so schreiben =O ) glücklich werden.

    Was abschließend noch fehlt, ist eine Klangeinschätzung - die, wie immer, mit Vorsicht zu genießen ist. Die CL35 hängen bei mir an einem CR40 und sind in einem Regal aufgestellt ("Ivar"). Sie profitieren von den Brettern als Resonanzkörper und klingen dadurch grundtoniger als die CL138, die bei mir an der Wand hängen und an einem "modernen" Yamaha-Receiver (der 90er Jahre) angeschlossen sind. Da die CL35 keine Wandaufhängung ab Werk haben, habe ich nur den Klangvergleich im Regal vornehmen können und dabei festgestellt, dass die CL138 genauso "bass-stark" klingen wie die CL35, wenn man sie nicht an eine Wand hängt. Die Wandaufhängung empfiehlt sich meiner Meinung nach nicht.


    Im Hochtonbereich schlagen die CL138 die CL35 deutlich. Ob ein Tonelko-Tausch bei den CL35 Besserung bringt, werde ich berichten, wenn ich bei den CL35 diese getauscht habe. Vielleicht ist der Klang auch den moderneren Hörgewohnheiten angepasst, denn zwischen den Boxen liegen ca. 5 Jahre und in der Zeit von 1970 bis 1975 hat sich in der Unterhaltungselektronik nicht gerade wenig getan.


    Trotzdem kann man sicherlich sagen, dass die Boxen eher unter der Rubrik "Modellpflege" einzuordnen sind. Sie sind, näher betrachtet, besser (durchdachter, aufwändiger) als man vielleicht denkt. Und sie klingen ganz anständig - mit dem damaligen Equipment und der Musik der Zeit.

    Details der CL35 - hier der Hochtöner:


    Die Kondensatoren sehen nicht mehr so gut aus:



    Die Frequenzweiche wird neben den beiden Spulen und den beiden Kondensatoren noch von einem Keramikwiderstand ergänzt:


    Der gesamte Aufbau noch einmal in der Übersicht:



    Details der CL138 - die Frequenzweiche:



    Die Beschriftung der beiden Kondensatoren ist schwer lesbar, aber es geht noch irgendwie:


    Das "Service Manual" wurde im Forum schon einmal verlinkt - dadurch sind die Werte auf jeden Fall klar: 20 und 10 µF, jeweils 35 V und 20 % Toleranz. Einen Widerstand gibt es nicht. Insofern ist diese Weiche "einfacher" aufgebaut, die Lösung auf einer eigenen Platine ist unterm Strich tatsächlich nicht unbedingt servicefreundlicher. Aber sie befindet sich nicht mehr im Einflussbereich des Basslautsprechers, da sie von einer Lage Schaumstoff bedeckt ist. Ob man's hört? Sicherlich nicht, aber hier wurden Konzepte aus "größeren" Boxen sicherlich übernommen.

    Ich bin Besitzer zweier Underdog-Boxenpärchen aus dem Dual-Universum: CL35 und CL138. Soweit mein Wissen reicht, konnte man beide Boxentypen nicht einzeln erwerben, sondern sie waren Beigaben bzw. man bekam sie gegen Aufpreis. Im Falle der CL35 scheinen sie u.a. zur HS35 geliefert worden zu sein. Und bei den CL138 wurde der Ton u.a. von der HS 151 angeliefert, die laut Hifi-Wiki immerhin bis 1980 gebaut worden sein soll (das Radiomuseum gibt den Zeitraum nur bis 1978 an, das scheint mir auch plausibler...).


    Abgesehen von der Farbe meiner Exemplare (die CL35 habe ich in Nussbaum, die CL138 in Schleiflack Weiß) sehen die Boxen identisch aus, klingen aber nicht so. Grund genug, der Sache mal auf den Grund zu gehen. Erster Schritt: Boxen nebeneinander legen :):

    Oben die CL138 (Weiß), unten die CL35 (Nussbaum)



    Tatsächlich: die Gehäusegröße ist gleich!



    Unterschiede hingegen auf der Rückseite: die CL35 hat ein genageltes Blechschildchen mit den Typenangaben, die CL138 nur noch ein Aufkleberchen, dafür aber drei Löcher zur Wandaufhängung hochkant oder quer. Diese Löcher sind nicht einfach nur Löcher, sondern echte Aufhängungen - im Inneren der Box sind sie mit Plastikhauben abgedichtet.


    Nach Entfernen einer Lage Schaumstoff sieht die CL138 so aus:


    Die Frequenzweiche ist auf einer Platine aufgebaut und befindet sich auf dem Deckel der Gehäuserückwand:



    Neben der Frequenzweiche kann man die vier Plastikkappen sehen, die die. Aufhängung abdichten. Der Deckel hat außerdem eine Schaumstoffdichtung...



    Bei der CL35 befindet sich eine Schaumstoffdichtung auch auf dem Rand, auf dem die Boxenrückwand aufliegt. Sie hätte ihn vielleicht gar nicht nötig, denn der Deckel ist so passgenau gearbeitet, dass er sehr luftdicht abschließt und entsprechend kaum zu lösen ist. Außerdem liegen in der CL35 zwei Lagen Schaumstoff zur Dämpfung, wobei eine Lage die gleiche Stärke besitzt wie bei der CL138 - es befindet sich damit die doppelte Menge Schaumstoff in der Box!



    Die Frequenzweiche ist als fliegende Verdrahtung - typisch für die Zeit - realisiert. Unterschiede gibt es auch beim Bass- und Hochtonchassis - zumindest optisch, aber in Bezug auf den Hochtonbereich auch klanglich.


    Der Vollständigkeit halber noch die Rückwand der CL35:


    Sie hat genau wie die der CL138 eine Schaumstoffdichtung, der Anschluss der Lautsprecherzuleitung ist abgedichtet.