Beiträge von Darwin

    Manchmal sind die Dinger nicht so unproblematisch. Meine Akai GX 260 war zur OP bei Peter. Gekauft habe ich sie, weil ich glaubte, dass sie keine Probleme machen wird: 3 Motoren, 6 (!) Tonköpfe (für jede Richtung drei), natürlich diese Glastonköpfe, die als unkaputtbar gelten.


    Die Stunden, die Peter investiert hat, könnte man in einer Fachwerkstatt nicht bezahlen.


    Allerdings: jetzt läuft sie wieder und sie klingt auch echt gut, keine Frage. Nur wäre sie ohne Peter ein krasser Briefbeschwerer, mehr nicht. Vor Peter waren schon mehrere andere Koniferen involviert…

    Hi Daniel,

    ich hatte den 607 und habe den 2235q (der ist baugleich zum 630 und der wiederum ist mit dem 620 fast identisch - es fehlt die Pitch-Möglichkeit). Aus dem Bauch heraus würde ich dir den 620 empfehlen. Der hat schon den Quartz-Direkt-Antrieb, den der 607 - übrigens auch ein ganz passabler Spieler - nicht hat. Bei meinem 607er musste man doch recht häufig die Drehzahl trotz Revision nachregeln, was beim 620 entfällt. Allerdings habe ich den Board-Tipp, den Pitch-Poti zu ersetzen, nicht befolgt, weil der Spieler wieder weg war, bevor es dazu kam... :)


    Ah, ps.! Der 607 braucht diese speziellen TKS-Tonabnehmer und der 620er nimmt gewöhnliche 1/2"-Tonabnehmer entgegen, so dass du in diesem Punkt flexibler bist. Die TKS-Tonabnehmer haben eine etwas fragile Haltenase, die gerne abbricht...

    Hallo Basti,

    Der Widerstand auf der Platine rauchte auch gut. Vermutlich weil der Motor rel. schwer drehte. Den Motor muss ich wahrscheinlich zerlegen und entsprechend ölen (habe ich durch Beiträge in dem Forum gelesen).

    Wird der Widerstand auch nach instand gesetztem Motor noch heiß? Wäre es generell sinnvoll einen Widerstand z. B. für 35W einzusetzen um einem Wärmeproblem zu entgehen?

    Der Widerstand wird wohl immer heiß und wird deswegen auch gerne "Bratwiderstand" genannt. Ein Tausch ist in der Regel nicht nötig und das Rauchen vergeht, wenn der Spieler etwas gelaufen ist. Der Motor sollte einigermaßen leichtgängig sein, aber du wirst beim Drehen von Hand feststellen, dass er "ruckelt". Das ist normal. Schwergängig fühlt sich der Motor im eingebauten Zustand an, weil der Motorpulley gegen das obere Lager drückt. Um die Leichtgängigkeit zu prüfen, müsstest du ihn ausbauen.

    Aufgefallen ist mir auch, dass der Schalter auf der Platine von außen ziemlich ölig bzw fettig war. Es sah auch so aus, das sich irgendwelche undefinierten Partikel darauf befanden. Die Abdeckung von dem Schalter bekomme ich in aufgelötetem Zustand nicht entfernt und muss diesen wahrscheinlich auslöten um die Kontakte zu reinigen. Gibt es einen neueren äquivalenten Typ?

    Ist es ratsam, die Kontakte mit Alkohol zu reinigen?

    Du kannst versuchen, die Kontakte mit Kontaktspray zu fluten, solltest diese aber anschließend noch einmal mit Isoprop reinigen, damit das Kontaktspray keine unerwünschten Nebenwirkungen entfaltet (was die meisten spätestens langfristig tun). Bevor du da dran gehst, überprüfe die Funktion einfach einmal mit dem Multimeter - vielleicht täuscht der äußere Zustand?

    Wenn ich den Tonarm nach innen führe bis zu dem Punkt wo eine Abschaltung stattfinden müsste (vorerst geschätzt), passiert nichts. Der Schalter wird nicht betätigt.

    Sicherlich ist auch hier das alte Öl in Kombination mit Staub und Schmutz der Übeltäter.

    Drehst du den Plattenteller bzw. den Subteller währenddessen? Ist der Spieler vollständig (Abstellschiene vorhanden)?


    Der 505 ist ein super Plattenspieler. Ursprünglich war er als Low Budget-Modell gedacht und auch entsprechend günstig. Er wurde aber ca. 40 Jahre lang gebaut und ist damit das Modell von Dual, das sich am längsten behaupten konnte. Ich hatte schon mehrere hier, ein 505-2 ist geblieben. Er ist zwar nicht ganz so chic wie der 505-4, dafür hat er das beste Wechsel-Headshell der Reihe. Du hast ein Modell erwischt, dass die Reparatur auf jeden Fall wert ist - neu kann man so etwas heute nicht mehr kaufen und gut gewartet kann das Gerät locker mit neuen Geräten mithalten!

    Nachtrag zum Thema "unnützes Wissen"... und das hier braucht definitiv niemand: in einem YouTube-Video habe ich gerade entdeckt, dass im Ikea-Plattenspieler der gleiche Motor verbaut ist, den ich meinem 455er eingepflanzt habe. Wenn das kein Qualitätsmerkmal ist :/ (für wen auch immer)? 8o


    Man muss allerdings auch ganz klar sagen: in dem Preissegment gibt es vermutlich nicht viel an universellen Motoren mit einem so großen Regelbereich, der Möglichkeit, drei Geschwindigkeiten zu realisieren, einem so großen Spannungsbereich und einer so variablen Montagemögiichkeit. Vielleicht hat sich Ikea auch von meiner Bastelei inspirieren lassen (was ich eher nicht glaube 8|). In diesem Sinne: skål!

    Hi fritzeflink !

    Viele Probleme mit dem Umwerfer erledigen sich erfahrungsgemäß durch Einsetzen eines neuen und hochwertigen Riemens. Klingt nicht logisch und dementsprechend habe ich dem damaligen Bisrd-Tipp etwas misstraut… aber ein paar 505er später kann ich nur sagen: bevor jemand etwas schleift oder verbiegt: probieren! Bei mir hat das bisher immer hingehauen!

    Tornadone und V511 !


    Die Verkabelung liegt hinter dem (externen) Netzteil, daher ist das alles völlig ungefährlich. Die Fotos auf Seite 1 dieses Fadens sind leider nicht besonders scharf, aber man man kann erkennen, wie das Kabel angeschlossen werden muss.


    Ich habe leider gerade keine bessere Möglichkeit zu helfen als hier als Beispiel den Plan vom 455er zu nehmen, der ähnlich sein müsste. Vielleicht hilft dir das, Daniel, weiter?


    Lieber Th. (?) Schwarzgoldgräber ,

    ich schließe mich den Befürwortern der HS-Anlage an. Eine Wartung finde ich sinnvoll, damit die Anlage dauerhaft spielt. Wenn sie auch noch gut klingen soll, sind die Tipps Systemwechsel (beim 650 verhärten die Gummis recht gern) und neue Nadel sehr sinnvoll - aber auch andere Boxen. Die einfachen Breitbänder sind zwar nicht schlecht, noch mehr gestaunt habe ich aber, als ich mal bei der vergleichbaren HS 38 Zwei-Wege-Boxen angeschlossen habe. Man kann damit wirklich gut Musik hören (auch mit Drei-Wege-Boxen - mir geht's nur darum, dass die Boxen nicht den Flaschenhals darstellen). Und auch viel Spaß haben. Wenn du dir eine Revision zutraust: nehmen! Für das Gerät würde ich 50 € bieten, da nicht revidiert und die Boxen nicht von Interesse sind.


    Den Universum-Spieler kannst du nehmen - er wird genau das können, wofür er gebaut wurde. Nur Unsummen würde ich dafür nicht hinlegen. Mir wäre er vielleicht 30 € wert.


    Bevor ein Shitstorm losbricht: du hattest nach Preisvorschlägen gebeten und eben nicht bei Ebay geschaut und das hier sind die Preise, die meines subjektiven Empfindens nach angemessen sein könnten.


    Der Verkäufer kann ja auch nein sagen, oder?

    Hi David,

    ich habe dir in den Anhang eine Aufnahme gestellt. Du hörst eine Aufnahme, die ich mit meinem Handy gemacht habe, das auf der Box lag.

    Neben dem Uhrenticken meiner Kuckucksuhr hörst du noch ein wimmerndes Schleifgeräusch von einer ollen Tonbandspule (das Tonbandgerät lief noch nebenher). Dann hörst du, wie sich die Nadel in die Endrille einer Platte senkt und kurz darauf, wie sich der Arm hebt nebst Geräusch, das über die Lautsprecher übertragen wird.

    Den 505-2, den ich für dich zum Vergleich herangezogen habe, habe ich selbst gewartet und den Lift so mit Silikon-Öl befüllt, dass die Nadel sich langsam absenkt und vom Lift auch wieder sanft angehoben wird.

    Die Lautstärke für die Aufnahme ist höher, als ich normalerweise höre.

    Fairerweise muss ich sagen, dass ich keinen MC-Tonabnehmer montiert habe (der Yamaha MC-9 ist ein feines Teil!). Es kann also sein, dass durch die starke Vorverstärkung deines MC-Abtasters das Geräusch lauter ist. So laut, dass man Angst bekommt, sollte es aber nicht sein.

    Ich tippe aus dem Bauch heraus, dass der mit dem zusätzlichen Bauteil (Widerstand) für 33 1/3 upm ist, der andere dann für 45 upm. Am Motor wird meines Wissens ein Schlitzdreher benötigt, genau wie an den Trimmpotis auf der kleinen Platine.


    Ach ja, eres - den Motor lieber nicht zerlegen. Den kriegt man meistens nicht mehr zusammen.

    Hey Eres,

    erstmal: toll!!! Für die Einstellung empfiehlt sich evtl. ein sehr feiner Schraubendreher, dessen Schaft isoliert ist. Wenn du damit den Motor am Loch berührst. passiert nichts - im anderen Fall kannst du einen Kurzschluss verursachen (was nicht unbedingt einen Schaden am Motor verursacht, aber die Einstellerei erschwert). Wenn die Justage zu fummelig ist, ist dein Schraubendreher ohnehin zu groß (oder viel zu klein). Hast du eigentlich eine Stroboskop-Scheibe oder misst du mit der RPM-App? Mit einer Stroboskop-Scheibe ist die Einstellerei sehr easy. Dual hat in der Vergangenheit - leider nicht bei deinem Dreher - solche Scheiben beigelegt. Kann man sich auch ausdrucken und verwenden. Man braucht aber eine Lampe mit 50 Hz-Flackerlicht. Viele LED-Lampe gehen nicht wegen der vorgeschalteten Elektronik. Die TrueNote-App lässt dein Handy-Blitzlicht mit 50 Hz flackern - kostet nix und hilft manchmal enorm...

    Pst... Lini... nicht verraten ;) (ich weiß nicht, ab wann der 1210 auf den Markt kam, aber es gibt ihn schon sehr lange. Allerdings wurde seine Produktion zwischenzeitlich auch schon einmal eingestellt - das ist beim 455er und seinen Verwandten anders - vermutlich macht erst jetzt die Insolvenz einen Strich durch die Rechnung).

    Hi Alex,

    hast du einen Adapter von DIN auf Cinch (für den Behringer)? Warum auch immer - manchmal sind diese der Problemverursacher. Dann noch eine Frage: der Behringer PP400 wird in Rezensionen immer wieder verrissen (oder hochgelobt). Wenn er verrissen wird, dann liegt es oft daran, dass das Netzteil defekt war oder dass der Vorverstärker stark gebrummt hat. Wenn er hochgelobt wird, dann, weil er - wenn er funktioniert - für das Geld einfach okay ist.

    So richtig gut kann ich es nicht erkennen. Es könnte aber sein, dass dort die kleine Kappe aus Kunststoff fehlt.

    Ich stichele nicht, sondern versuche, Deine Motivation zu verstehen.

    Die Geschichte ist eine ganz einfache: ich besitze eine komplette Grundig FineArts-Anlage der zweiten Baureihe (nicht die "schöne" High End-Anlage mit den Holzwangen, sondern die danach). Zu der fehlte mir nur noch der passende Plattenspieler - den lieferte Dual damals und es war ein spezieller 455er (mit anderem Tonarm). Natürlich gab's dann die passende FineArts-Zarge dazu und genau die hatte Helge ( bobhund ) für mich. Er hatte auch einen 455er für mich und den habe ich versucht, fertig zu machen. Das ist meine Motivation.


    Der 455er ist für mich eine Legende wie der 505 - beide Spieler wurden ewig und drei Tage gebaut. Vermutlich gibt es kein anderes Modell, das so lange gebaut wurde - über alle Hersteller hinweg. Beide Modelle haben gemeinsam, dass sie im Prinzip sehr simpel sind, aber an einer entscheidenden Stelle nicht gespart wurde, nämlich am Tonarm. Der dürfte in der jeweiligen Preislage mehr als in Ordnung gewesen sein.


    Beide Plattenspieler stelle für mich auch so in Etwa das Minimum dar, was ich von einem Plattenspieler erwarte.