Beiträge von Darwin

    Hi Peter wacholder ,

    auf den DC 210 trifft das in der Tat zu (für alle Mitlesenden und Interessierten: hier gibt's mehr dazu). Die Angabe H-L hat mich auch stutzig gemacht, offen gestanden. An die Drehrichtung des Motors habe ich nicht gedacht, weil das bei DC-Motoren durch Umpolung kein Problem ist... solange sie keine elektronische Regelung haben, was beim hier vorliegenden Sankyo-Motor aber offensichtlich der Fall ist. Du guckst einfach genauer hin, Peter! Danke für den Hinweis!


    Zur Regelung des DC 207 für 33 1/3, 45 und 78 habe ich gerade etwas im Zusammenhang mit dem Dual CS 455 geschrieben, was hier zu finden ist. So eine Regelung wäre also in der Tat auch für den DC 210 zu vermuten (für 33 1/3 und 78) sowie für den hier gezeigten Sankyo-Motor.


    Interessant wäre jetzt für uns ein Bild von der elektrischen Beschaltung des Motors, aber dazu muss das Chassis geöffnet werden. Wie das geht, weißt du, eres ? Wenn nicht: es könnte sich so verhalten wie beim 415 und dazu findest du hier etwas. Der 415 - jedenfalls der, den ich in den Fingern hatte - hatte den DC 206 verbaut, der eine Motorelektronik enthält, die zwei Geschwindigkeiten "kann".

    Liebe Freunde des 455er!

    Mit Häme wird der DC-Motor (oder besser: das Motörchen) des 455er belächelt. Er dreht hochtourig, hat wenig Kraft und ist dennoch hörbar, wenn man seine Lauscher nahe an den Plattenspieler hält. Wie schön hingegen sind die großen Motoren der Spieler der 60er und 70er Jahre! Sie laufen geräuschfrei, haben Kraft ohne Ende und sind völlig geräuschfrei! Okay, lassen wir die Polemik und widmen uns dem eigentlichen Problem: der DC 205 und seine Artgenossen lassen sich kaum zerstörungsfrei öffnen, warten und wieder funktionierend verschließen. Diesen Vorteil haben die meisten großen Motoren. Aber letztere bekommt man kaum noch neu. Die DC-Motörchen hingegen schon - denn es werden ja immer noch Plattenspieler gebaut und die brauchen... RICHTIG! Einen Motor!


    Schauen wir uns erst einmal die Lage an und legen den CS 455 auf's Kreuz:


    Der hier verbaute DC 205 (für zwei Geschwindigkeiten) hat vier Anschlüsse. Die sind wie folgt bedrahtet:



    Im Vergleich dazu der Ersatzmotor mit fünf Anschlüssen (er hat bereits die Vorbereitung für 78 upm, die der 455 noch nicht "kann"):



    Die Anordnung der Bedrahtung erfolgt also quasi genau spiegelverkehrt. Nur der zweite Anschluss von rechts bleibt frei.


    Und nun die beiden Motoren - Original und Fälschung - direkt nebeneinander:



    Die Montagelöcher sind identisch, die Pulleyhöhe auch. Der Durchmesser des Pulleys unterscheidet sich - aber das lässt sich aufgrund des weiten Regelbereichs problemlos regulieren mit dem Nachteil, dass der Motor wohl noch schneller drehen muss. Dafür ist er neu. Auffällig ist auch der quasi externe Spannungsregler. Den hat der DC 207 von Dual auch, aber die Anschlussplatine hat nach wie vor vier Anschlüsse, obwohl der DC 207 im 455-1 zum Einsatz kommt, der drei Geschwindigkeiten "kann". Die Regelung übernimmt dort eine externe Platine, die die 78er Umdrehungszahl von der 45er ableitet:



    Deshalb muss die Geschwindigkeit 45 upm gewählt sein und zusätzlich dieser Schalter betätigt werden:



    Deshalb reicht auch eine Anschlussplatine mit vier Anschlüssen, die übrigens genauso beschaltet wird wie bei meinem neuen Ersatzmotor:



    Der DC 207 hat auch schon den externen Spannungsregler, den der DC 205 noch nicht hat:



    Dafür ist der Pulley identisch zum DC 205. Kommen wir zur Lösung, welcher Ersatzmotor sich so problemlos im 455er einsetzen lässt:




    Die mechanische Passgenauigkeit zeige ich auch noch eben:



    Der Riemen liegt mittig an Pulley und Subteller an und bleibt auch dort. Vermutlich kann man diesen Motor auch problemlos im CS 415 und CS 435 verwenden - bei dem aufgerufenen Preis von in der Regel deutlich unter 10 € ist es allemal einen Versuch wert.


    Zu den Qualitäten des Motors: Er dreht, ist nicht besonders leise und ja: sein Geräusch überträgt sich leider auch über den Riemen auf den Teller und somit in das Tonsignal. Mit Kopfhörer ist das in leisen Passagen (Leerrille zum Beispiel) hörbar. Über Lautsprecher ist das nur hörbar, wenn man laut hört. Ich behaupte, dass es auch "große" Motoren gibt, die man dann entsprechend hört, nur ist ihr Geräusch ein anderes.

    Hallo Eres,

    ich sehe es wie Peter ( wacholder ). Vermutlich wäre ein DC 205 von Dual der Original-Motor (wie im 415 und 455, jedenfalls den älteren Versionen davon). Und dann müsste das Ganze so aussehen:


    https://www.hifi-archiv.info/D…0415%20Service/415-04.jpg


    Sankyo-Motoren sind mir als Kassettenrekorder-Motoren geläufig und da reicht natürlich eine Drehzahl. Ich vermute daher, dass es das zweite Platinchen nicht gibt (denn der 435 hatte das nicht, im Gegensatz zum 455-1, der das für die zusätzliche 78 upm-Geschwindigkeit hat). Wenn du die Drehzahl für 33 1/3 upm nicht reguliert bekommst, bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als das Motörchen gegen passenden Ersatz zu tauschen. Selbst wenn du die Drehzahl geregelt bekommst, geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass sie dann bei 45 upm auch stimmt...

    Oh je, Felix Vertigo Swirl ... solche Tage hatte ich auch schon (zuletzt beim Versuch, beim 455er einen Tonarm zu tauschen - am Ende waren beide hin... hatte ich dir, glaube ich, erzählt. Und das ist noch nicht lange her). An solchen Tagen sollte man einfach das Licht am Basteltisch ausschalten und ein kühles Blondes trinken. Dazu etwas Musik, die einen wieder nach oben bringt. Einmal (oder zweimal - je nachdem 8o ) drüber schlafen und dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Es gibt einfach Sch....tage.

    Die Höhe des Pulleys findest du, meine ich, hier. Das sind 14.2 mm - die Zeichnung hilft, wo du messen musst.

    Segmentrolle: Der Abstand Oberkante Segmentrolle zum Chassisblech beträgt laut SM 14.2 mm

    https://www.hifi-archiv.info/Dual/601s/Dual601_SM04.jpg

    Hihi... zwei Doofe, ein Gedanke? In dem Fall steht es wenigstens im SM - es gibt Dreher, bei denen das nicht der Fall ist. In dem Fall hat mir tatsächlich schon einmal jemand aus dem Board mit Nachmessen ausgeholfen... ich meine, das warst du damals, Peter... aber es ist schon viele Dreher her :saint::P

    Hi Felix,

    den zweiten 601 von Helge ( @Bobhound ) habe ich mir noch nicht näher angeschaut, so dass du einen Schritt weiter bist als ich. Daher sind folgende Tipps nur mit großer Vorsicht zu genießen.

    Die Höhe des Pulleys findest du, meine ich, hier. Das sind 14.2 mm - die Zeichnung hilft, wo du messen musst.

    Bei dem Rotor bin ich überfragt. Aber Dualfred hat noch welche für kleines Geld. Wenn also alle Stricken reißen sollten, wäre das eine Lösung. Mit Zweikomponentenkleber müsstest du kleben können, das kriegst du aber nicht mehr auseinander, wenn du dich verschätzt.

    Mit der Tonarnstütze - vermutlich gleiche Konstruktion - habe ich schon an anderen Spielern geschwitzt. Die Federn kriegt man noch bei Dualfred, meine ich. Vielleicht lässt sich eine neue Feder leichter überreden, da zu bleiben, wo sie hingehört. Ich habe damals aufgegeben...

    Der Pitchriemen kann natürlich ausleiern. Es scheint aber keinen Ersatz mehr zu geben, wie du schon vermutest. Abhilfe, die auch durchrutschen wird, schaffen ggf. O-Ringe. Daher würde ich das so nehmen, wie es ist.


    Toll, dass du mit dem 601 trotz allem schon so weit gekommen bist. Optisch sieht er schon toll aus!

    passt aber keineswegs,

    mit dem Eigenprodukt AT 30, von Audiotechnica, zusammen, wie immer behauptet wird.

    Mist! Das sieht sich doch recht ähnlich... Schade eigentlich!

    hätte ich auch nicht gemacht, wenn ich nicht alle TKS Dreher aus meinem Sammelsorium verbannt hätte.

    So etwas habe ich mir bei dir auch gedacht. Ein weiterer Klassiker ist ja das nicht mehr Vorhandensein der "Nase"... und dann muss man ohnehin "kreativ" werden. Ich vermute, dass es ohnehin nur wenige Leute hier im Board gibt, die ohne Not unser geliebtes Kulturgut verstümmeln...

    Lieber Ernst,

    für die TKS-Tonarme gibt es Adapter von TKS auf 1/2-Zoll. Umgekehrt ist mir nichts bekannt. Ich sehe es wie du: warum sollte ich das System zerstören, um es anderweitig verwenden zu können? Daher vielleicht folgende Anregung: es soll ja mit dem AT 30 E verwandt sein und was spricht dagegen, so eines zu suchen und die gute Nadel dort zu verwenden? Ohne Nadel gibt's die AT30 immer mal wieder sehr günstig, gerade weil die Nadeln so rar sind. Der MCC120-Body würde dann erhalten bleiben...

    Hi Thomas,

    nein, ich habe keines, hätte aber gerne eines. Warum? Mein Kumpel Dominik aus dem Nachbarforum hat mir mehrere Platten auf Tonband überspielt... du rätst es schon: mit dem Ultra 500. Auch, wenn es bei Kopien von Platte auf Tonband nicht gerade unerhebliche Verluste gibt, kann man aber erahnen, wie krass gut das Ultra 500 klingt. Shure steht ja für einen gewissen Sound, den ich auch mag (ich denke an das 71er- oder 91er-System). Das Ultra hat keinen Sound - es klingt absolut neutral, klar, gleichzeitig angenehmen und offen. Du hörst keinen Tonabnehmer, du hörst Musik. Dominik hat das u.a. an einem Technics-Dreher montiert (ich meine, 1210) und überspielt die Sachen mit einer Revox B77. Wenn die Ultra 500 nur nicht so teuer wären... wenn man überhaupt eines bekommt... meines Erachtens der größte Nachteil dieses Systems...

    Nun vermute ich statische Aufladung.

    Ich habe so ein Problem sehr krass an einer HS 120 (mit Dual SP 90). Auch da ist alles in Ordnung, soweit es scheint. Mir bleibt letzten Endes nichts anderes übrig, als den Lautstärkeregler herunterzuregeln, wenn ich die Platte vom Spieler nehme - denn dort knastert und knistert es am stärksten. Eine Lösung habe ich dafür auch noch nicht gefunden. Es gibt rätselhafte Phänomene...

    Du könntest noch etwas nachschauen: die Kontakte, die den Kontakt am Headshell zum Tonarmrohr herstellen, können auch innerhalb des Plastikteils nach hinten rutschen. Dafür brauchst du eine Stecknadel oder etwas ähnliches. Ich meine die Dinger, deren Ende in Kabelschuhen die Verbindung zum TA herstellt.

    Hallo Stephan warpig ,

    im Forum gibt's einige Hinweise zur Behebung dazu. Das weiß ich, weil ich auch einen 5000er habe :). Zu den Tipps, die ich mir gemerkt habe, gehört, dass der Massedraht, der zum Mitteldorn/Tellerlager führt, unbedingt eine Verbindung haben muss. Auf diesem Schema aus dem SM kannst du das ganz gut sehen.

    Zum Hinweis von Winfried Puuhbaer68 : Du kannst diesen Pineinsatz am Headshell mit einem Streichholz vorsichtig nachschieben. Ein Tipp aus dem Board lautete, das vor dem Aufschieben zu machen und mit Sekundenkleber zu fixieren, denn in der Tat neigt das 5000er Headshell dazu, dass sich dieser runde Einsatz mit den vier Pins gerne löst und verschiebt.

    Bei mir hat das leider alles nichts gebracht - ich habe mir dann ein neues Headshell gekauft, was auch gebrummt hat. Der Fehler lag an anderer Stelle: Die Kontakte innerhalb des Tonarmrohrs saßen zu tief hinten. Darauf wäre ich nicht gekommen, aber Joe ( @dirtiest - die, die länger hier sind, kennen ihn noch ). Seitdem läuft mein 5000er absolut brummfrei.


    Vielleicht hilft dir der eine oder andere Tipp?

    Stimmt, und da alle mit diesem Stift herumrubbeln, scheint man da auch schon beim Kupfer angelangt zu sein?

    Erstens machen das nicht alle (siehe oben - die Erfahrungsberichte sprechen für sich) und zweitens ist es egal, ob Kupfer oder Silber, solange keine Oxyd-Schicht die Leitfähigkeit beeinträchtigt. Unterschiede sind kaum messbar und schon gar nicht hörbar. Wenn du pures Silber und auf das Rumrubbeln verzichten möchtest: da findet sich bestimmt was an aktuellen Drehern aus dem High-End-Lager. Mit so ollen Kisten wie deinem 621 sollte man sich daher gar nicht weiter beschäftigen.


    Mal ganz ehrlich, liebe namenlose Kreuzotter: Tipps kann man folgen oder man kann es sein lassen. Den Glasfaser-Radierer-Tipp habe ich hier durch's Forum bekommen und mir hat er viele wertvolle Dienste erwiesen. Andere machen andere Erfahrungen und wenn sie positiv sind, geben sie sie weiter - wie ich. Ich würde mich daher über konstruktive Kritik mehr freuen als über solche Formulierungen, die ich persönlich als Mäkelei empfinde. Vielleicht kannst du nachvollziehen, wie ich das meine?

    "Flache" Platten klingen auf einmal viel räumlicher.

    Sind Platten nicht immer flach? Und wenn sie es nicht sind: leiern sie dann nicht eher? 8o Spaß beiseite: saubere Kontakte bewirken eine bessere Leitfähigkeit und das kann sich immer auf den Klang auswirken. Je filigraner das ist, was akustisch abgebildet werden soll, desto geringere Spannungen werden im Spiel sein und genau die werden bei schlechteren Kontakten auf der Strecke bleiben. So weit die Theorie.


    Der Forumstipp für Kontaktreinigungen dieser Art lautet Glasfaserradierer. Damit bekommst du auch die feinen Kontakte am TK-24 sauber. Ich möchte dir diesen Tipp deshalb ans Herz legen, weil Alkohol und Kunststoff nicht immer Hand in Hand gehen. Die Reinigung mit dem Glasfaserradierer ist rein mechanisch.

    Hi Luke,

    ich hatte vorhin meinen 521 offen und bin überrascht, wie ähnlich sich die beiden Geräte sind. Optisch und auch technisch - die paar Teile für den Wechsler fallen fast gar nicht auf. Mein 521 wollte nicht mehr abschalten, die Mechanik war verklemmt. Ursache war, dass sich das Plastikzahnrad am Plattenteller gelöst hatte und das Kurvenrad somit nicht mehr angetrieben wurde. Der Fehler war schnell behoben und bei der Gelegenheit gab's auch noch einmal frisches Öl für das Tellerlager.


    Ich wünsche dir eine gelungene Revision! ich habe in meinen 521 viel Arbeit, Zeit und Geld gesteckt. Dafür erfreut mich ein fast neu aussehender Automatikspieler, der seinen Dienst unauffällig und normalerweise auch sehr zuverlässig verrichtet.