Beiträge von Darwin

    Natürlich der Tonarmlift mit den Scheiben! Da ist das Nachfetten ein Kinderspiel.

    Hat das der 1210 nicht auch?

    Und - ulkig genug - haben beide Einsteller bis 5.5p Auflagekraft, die Antiskatingskala geht aber nur bis 3.

    Ich habe da nur gefährliches Halbwissen, aber ist Antiskating im höheren Bereich des Auflagegewichts nicht ohnehin überflüssig? Die ganzen Spieler, die für Kristall-/Keramik-Systeme vorgesehen waren und noch zu Zeiten gebaut wurden, als Antiskating schon üblich war, haben keine Einrichtung dafür. Ich meine z.B. den 1210 (und der wurde später sogar noch mit Magnet-Tonabnehmer ausgeliefert, soweit ich weiß als Export-Modell in die USA) und den 1214, den es in zwei Varianten gab. Die Hifi-Variante hat meines Wissens eine Antiskating-Einrichtung in drei Schritten, die über das Umhängen einer Feder realisiert wird, der 1214 ohne Hifi hat diese Feder nicht und bekannterweise den einfacheren Motor.

    Hi Peter,

    wo hast du das Bild denn aufgetrieben? In meinem SM zum 1209 ist es nicht enthalten - aber es ist eine sinnvolle Vorrichtung! Was genau meinst du mit Rillenachse? Das Teil, was das Kurvenrad entlang geschoben wird?


    Wie ist mir das entgangen? Ersten lese ich regelmäßig (okay, in letzter Zeit vielleicht wegen arbeitsmäßiger Überlastung etwas weniger) und zweitens hatte ich nach 1209er-Einträgen gesucht und den nicht gefunden... *grummel* und ich bin extra NICHT über die Board-eigene Suchmaschine gegangen, weil ich mit der auf dem Kriegsfuß stehe (liegt vermutlich an mir).

    Die Kurzschließer-Kästen haben konsequenterweise auch Abdeckungen mit dem passenden Metall:


    Das Kabel wurde geändert:

    Der neuere Spieler hat die gleiche farbliche Kodierung, die man auch von späteren Spielern der 70er kennt...

    ...während der ältere Spieler noch die blassen (Un-) Farben hat. Mit Schrumpfschlauch wurde noch gespart - dabei ist das an dieser Stelle meines Erachtens total egal.


    Wenn man sich die Spieler von oben anschaut (oben "alt", unten "neu")...

    ... fällt diese kleine Detail vielleicht nicht auf:

    Die Antiskating-Skala des neueren Spielers (oben) unterscheidet sich von der des älteren Spielers unten):

    Und nicht nur die Skalen unterscheiden sich - sondern auch die Antiskating-Scheiben auf der Unterseite (von denen ich dummerweise vergessen habe, ein Bild zu machen). Wäre hier bei der Revision ein Ersatz fällig, muss man genau hinschauen.


    Auch die Einstellschraube für die Lifthöhe ist in dem einem Fall versenkt, in dem anderen Fall nicht. Ich dachte zuerst, dass die eine Schraube vielleicht komplett eingedreht ist, aber das scheint nicht der Fall zu sein.


    Modellpflege erkennt man noch an einem weiteren Loch - es hat nämlich bei diesem 1209er keine Funktion:

    Beim neueren Modell ist links schräg oberhalb des Marken-Emblems ein Loch zu sehen...

    ...das in der älteren Variante noch nicht da war. Wozu auch, wenn es nicht gebraucht wird (jedenfalls nicht beim 1209). Und noch ein weiteres ungenutztes Loch ist bei der neueren Variante dazu gekommen:

    Es handelt sich dabei um das ovale Loch unter dem Motor-Pulley...

    ...das der ältere 1209 ebenfalls noch nicht hat.


    Falls jemandem die Unterschiede der Reibräder aufgefallen sein sollten: die habe ich bereits getauscht, d.h. das ältere hat den zusätzlichen Schriftzug GMD, das neuere nicht.


    Nachdem ich den Motor gewartet und das Reibrad (beide noch weich, das des neueren Spielers hatte jedoch eine Delle) getauscht hatte, nervte mich zu lautes Lagergeräusch - das hatte das Reibrad vorher schön überdeckt :/. Da Motor und Reibrad nicht mehr die Ursache sein konnten, blieb nur noch das Tellerlager über und tatsächlich: dreht man den Teller, hört man ein unschönes Lagergeräusch. Da die Achse auch bereits gereinigt und geschmiert war, blieb nur noch das untere Tellerlager. Und dafür musste ich dann doch so ziemlich alles auseinander nehmen und wenn man schon einmal dabei ist...


    Jedenfalls läuft die Mechanik jetzt nicht nur störungsfrei, sondern auch geräuschfrei, quasi wie geschmiert... warum nur, warum nur... und das Lagergeräusch nimmt ab (die beiden Metallscheiben habe ich gedreht, obwohl sie noch nicht stark eingeschliffen waren). So langsam scheint sich also das dünn aufgetragene Hochleistungsmehrzweckfett aus Dualfreds Öl- und Fettkasten zu verteilen (sein Schmiersortiment ist übrigens Gold wert - wen der aufgerufene Preis abschreckt: ich kann nicht sagen, wie weit man damit kommt, aber ich habe schon einige Spieler damit wieder flott gemacht und es ist noch lange nicht verbraucht!).


    Der 1209 wird hier im Forum nicht so oft besprochen.Er ist weder sexy noch ein technischer Leckerbissen. Andererseits ist er grundsolide, hat einen sehr schweren Teller mit einem hohen Trägheitsmoment - man schalte mal von 78 UpM auf 33 1/3 zurück... =O - und tut, was er soll. In einem zeitgenössischen Test, der bei den Anleitungen verlinkt ist, wird vor allem bemängelt, dass er im Bereich des Fremd- und Geräuschspannungsabstandes an der Grenze der Hifi-Norm kratzt. Bei der Tellerlagerkonstruktion wundert mich das nicht und ich finde, dass das der Schwachpunkt dieses Gerätes ist. Es ist zwar nicht unaufwändig gemacht, aber es gibt zu viele Kontaktflächen und damit zu große Reibungsmöglichkeiten. Das machen sogar die viel bescholtenen (aber von mir durchaus geschätzten) Plastikbomber besser... Dual hatte auch viel Zeit von 1969 bis zu den 80ern, weitere Erfahrungen zu sammeln und zu optimieren.


    Hi Peter,

    ich war noch gar nicht fertig... :-) Also: Überrollbügel war bei dem älteren Spieler vorhanden, bei dem neueren aber nicht (den ich aber, wie gesagt, als Schlachtplatte bekommen habe). Die Bleiplatte kann man oben ganz gut sehen - und dass sie bei dem anderen Spieler fehlt. Ich musste das ja in zwei Teilen machen, weil man immer nur 10 Fotos hochladen kann... 8)

    Hier steht schon lange ein 1209 herum, den ich für meine Dual 1970-Anlage fertig machen wollte. Dazu bin ich in den letzten Tagen gekommen und ich habe ihn auch schon im "Was hören..."-Thread gezeigt. Eigentlich wollte ich ihn nur gängig machen, weil es ein Interimsgerät ist. Aber wie so häufig ärgert man sich über dies und über das und schwupps hat man das Gerät doch zerlegt. Ich hatte über das Board bereits einen zweiten 1209 als Schlachtgerät erhalten, das aber in besserem Zustand war und daher die Basis für die Revision wurde. Die beiden Geräte haben diese Seriennummern:


    Sollten die Seriennummern fortlaufend für dieses Modell vergeben worden sein, sind doch gar nicht so wenige Geräte von diesem Typ gebaut worden - und das ist recht kurzer Bauzeit!


    Das Gerät mit der höheren Seriennummer habe ich fertig gemacht und es sind mir eine Reihe von Unterschieden aufgefallen:


    Wenn man die Geräte von unten betrachtet, stellt man fest, dass das Metall bei dem älteren Gerät noch silbrig glänzt, das neuere Gerät aber schon die messingfarbenen Metallteile besitzt. Außerdem hat das neuere Gerät bereits das gelbe Kurvenrad - das wurde in den 70er Jahren zum Standard, wenn ich mich nicht täusche. Jedenfalls ist es mir in sehr vielen Spielern aus dieser Zeit dort begegnet.


    Für's Protokoll noch einmal die beiden Spieler einzeln:


    Das neuere Gerät hat neben dem Schaltkasten einen Aufkleber mehr und zusätzlich ein VDE-Emblem:

    Das runde Zeichen ist ein Funkenschutz-Zeichen (ebenfalls vom VDE). Der ältere 1209 hat beides nicht:


    Interessant finde ich, dass der ältere 1209 mit 8 Watt und die Netzfrequenz nicht in Hz angegeben ist - das ist der Spieler, den ich hier vor Ort aus erster Hand in einer Original-Dual-Zarge gekauft habe. Er stammt also nicht aus einer Kompaktanlage oder so. Man könnte auf die Idee kommen, dass verschiedene Motoren verbaut sind, aber beide tragen eigentlich die gleiche Nummer:

    Der neuere Spieler hat allerdings zwei Nummern: neben der 215 880 noch die 221 060. Unterschiede konnte ich keine weiteren ausmachen - abgesehen von der farblich passenden Schraubenfarbe :P.

    Hi Micha,

    ich weiß nicht, wie es mit den Kabeln nach Mitte der 80er ist, aber eigentlich wird den Dual-Kabeln immer eine gute Qualität zugeschrieben, die Kapazität passt bei der richtigen (Werks-) Länge. In den meisten Fällen habe ich es so gemacht, dass ich die Stecker, die meistens Zinkfraß oder so etwas bekommen, abgeknipst und dann neue, hochwertigere Stecker verbaut habe. Somit hat das Kabel noch fast seine ursprüngliche Länge (ein paar cm mehr oder wenig sind relativ egal, außer man hat Goldohren).


    Im Falle meines CS5000 war es aber so, dass der Vorbesitzer ein Terminal verbaut hatte, an das ich dann Komplett-Kabel meiner Wahl anschließen kann. Klingt erst einmal gut - aber diese Lösung baut so weit nach hinten, dass man den Spieler im ungünstigen Fall nicht mehr gut stellen kann. Die Dual-Lösung mit den fest montierten Kabeln macht Sinn.


    Schwachpunkt ist aber tatsächlich der Kontaktübergang vom Headshell zum Tonarm. Hoffentlich hast du durch deinen Wechsel damit erst einmal keine Probleme. Der CS5000 ist einfach ein richtig guter Spieler, kann man sagen, was man will.

    Ich gebe das jetzt nicht zu, aber nachdem ich gestern meinen Post #4 abgesetzt habe und die Seite "Unterschied zwischen SM 840 und SM 860" aufgesucht habe, habe ich festgestellt, dass ich die schon kannte... sie war sehr kurz und ich habe damals gedacht: "Aha, das ist wieder einer dieser Threads, die schnell versandet sind..." und nicht weitergelesen. Dabei stand alles drin, was ich gesucht habe... autsch. Trotzdem vielen Dank... den Anstoß habe ich wohl gebraucht ;(

    Danke, Alfred ( dualfred ) und Peter ( wacholder )! :thumbup::thumbup::thumbup:


    Den Thread, den du genannt hast, Alfred, habe ich nicht gefunden.... ich verzweifle mit der Board-Suchmaschine, finde aber meistens über G00gIe doch, was ich suche (wenn ich - wie in diesem Fall - nicht zu dumm bin, die richtige Frage zu stellen)!


    Die von dir, Peter, genannten Unterschiede im SM zum 1237 habe ich auch in einem anderen SM entdeckt, nur weiß ich nicht mehr, wo... ich lese mich jetzt erst einmal in dem Link von Alfred ein... 8)

    Hi alle zusammen,

    zu den Lifthebeln: deiner ( ThorstenLeitner ) ist beim 505-4 wieder der ganz klassische... wie beim 505-2...


    ...oder noch früher, z.B. beim 521:



    Und ja, ich muss mal wieder Staub wischen =O.


    Beim 505-2 sieht das Headshell dann so aus:


    Dass das nicht zur Geometrie des 455(-1) passt, ist mir klar, aber ansonsten sind sie tatsächlich austauschbar. Ich habe mal eines für den 455er bei A**zon gekauft, das aber eigentlich für den 505(-2) war... der Händler wollte es nicht glauben (aber es steht ja die Teilenummer drauf ;)).


    bonnevillehund : Schön, dass es noch mehr Bekloppte im 505er-Club gibt... Wenn ich nur mehr Platz oder weniger Dreher hätte... so bleibt's bei mir im Moment bei dem einen, der aber gehegt und gepflegt wird!

    Hallo zusammen,

    hat jemand von euch eine Übersicht, worin die Unterschiede bei den Motoren der SM860-Reihe bestehen? Es gibt auf jeden Fall einen 860/1, /2 und /4 - ein /3 ist mir nirgends begegnet. Wer weiß was? Über Infos würde ich mich sehr freuen!

    Hallo Thomas,

    das einfachste wäre, den 1239G mit einem SM860 auszustatten, der für 220 Volt gedacht ist. In den Kompaktanlagen wurden früher öfter Geräte verbaut, die mit 110 oder 150 Volt arbeiteten. Von dem China-Netzteil würde ich dir aus mehreren Gründen gerne abraten, und einer davon ist, dass du kein geschlossenes Gehäuse verwenden möchtest, sondern nur eine Platte. Mit diesen Spannungen sollten man überhaupt nur experimentieren, wenn man sehr genau weiß, was man tut. Sonst kann man sehr schnell mit Eddie van Halen "Jump" singen...


    Bevor du dich jetzt aber auf die Suche machst: schau dir doch einmal das hier genau an: http://www.hifi-archiv.info/Dual/1239s/1239s-05.JPG


    Eigentlich müsste man im Motorschaltkasten die Spannung umstecken können wie in dem gezeigten Schema von dem Link. Vielleicht kannst du mal ein Bild von dem Spieler von unten machen? Das Bild oben wird mir übrigens nicht angezeigt. Schade - mich würde interessieren, wie das aussieht!

    Bevor die Frage nach der Betriebsspannung nicht geklärt ist, müssen die anderen Punkte auch nicht angegangen werden. Lass' uns also da mal anfangen!

    Lieber Thorsten,

    zunächst einmal Glückwunsch zu dem schönen Dreher! Du gehörst definitiv voll und ganz hier in den Kreis der Bekloppten - denn was gibt's besseres als einen 505? ZWEI 505!!! Ich hatte mal zwei, kenne aber sonst neben dir momentan nur ein aktives Mitglied, das zwei 505er hat (505-2 und 505-4) und beide auch in regelmäßigem Betrieb hat.


    Mein 505-2 kam als Ruine her und war als Schlachtplatte gedacht... als er fertig war (was er nie sollte), durfte der Ur-505 gehen, u.a. wegen der Zarge. Denn die Zarge vom 505-2 ist schöner als die (Plasik-) Zarge vom 505. Auch da bist du nicht allein auf weiter Flur.


    Dass der letzte 505(-4) den Tonarm vom 455er geerbt hat, ist ja nicht schlecht, denn der Tonarm des 455ers ist ausgezeichnet und unterscheidet sich ohnehin nur marginal vom Arm der 505ers. Weißt du zufällig, ob der TK dem des 505-4 oder dem des 455ers entspricht? Beim 455er hängen die Kabel am TK, beim 505-4 hängen die im Tonarmrohr, so dass umgesteckt werden muss, wenn man den TK wechselt.


    Dass du keine Filzmatten magst, finde ich sympathisch. Ich kann den Fludder-Teilen auch nichts abgewinnen. Die Gummi-Matten bringen auch noch einmal zusätzliches Gewicht - schadet sicherlich nicht.


    Was mich tatsächlich stört, sind die Holzschrauben. Wenn sie wenigstens schwarz wären... aber da müsste man noch an alte Transportsicherungsschrauben kommen können, oder? Oder wenigstens an schwarze Holzschrauben. Denn das in der Tat wunderschöne Gesamtbild des Drehers machen sie doch etwas zunichte.


    Übrigens dachte ich immer, dass der 505er als Einfachdreher und Einstiegsmodell keine Tonabnehmer mit hochwertigen Schliffen etc. vertragen würde - dass du direkt eine 20er Nadel eingepflanzt hast macht aber doch Sinn. Der Antrieb ist tatsächlich so geräuscharm und der Tonarm so gut, dass das und bestimmt sogar noch mehr geht. Bei mir hängt zurzeit ein AT VM95ML drunter und ich bin überrascht... du hast mit diesem soliden Dreher für die nächsten 40 Jahre Ruhe... wie alt bist du dann? :P


    Da kann man auch die Sicherungsschrauben im 3D-Druck herstellen.

    Sicherlich nicht zu dem Stückpreis, zu dem man vorher an die alten Schrauben kam. Weshalb keine schwarze Verschlusskappen mitgeliefert werden oder wenigstens schwarze Holzschrauben, ist mir schleierhaft. Diese Lösung ist für diesen Preis armselig, offen gestanden. Ansonsten ist das nach wie vor ein feiner Dreher und die Zarge, ob man sie mag oder nicht, ist elegant... aber nicht mit Löchern oder blanken Holzschrauben.

    Guten morgen zusammen!

    Zunächst einmal ganz herzlichen Dank für eure Hinweise. Bei Reichelt standen die Nummern aus dem SM von Dual dabei (nur weiß ich immer noch nicht, was /1 bedeutet bei der 2506/1), aber bei den Ebay-Angeboten nicht. Diesen Anbieter hatte ich auch noch nicht gefunden. Der Tuner steht bereits bei Wolfgang in Hannover und entweder, ich bestelle die Lampen zu ihm oder er bestellt sie sich selbst - und ob er warten möchte weiß ich nicht. Das Hifi-Museum ist im Aufbau und noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Insofern müsste es Zeit haben. Andererseits ist jetzt - dank erneutem Lockdown - eine prima Zeit zum Basteln (es sei denn, man muss trotzdem arbeiten, aber Wolfgang ist schon Rentner :)). Die Kosten habe ich mal gegenübergestellt, vorausgesetzt, bei Ebay muss man die Portokosten nicht zweimal zahlen, weil es sich um den gleichen Anbieter handelt.


    PostenMengeEinzelpreisReicheltPostenEbay
    1x 24V1 0,33 € 0,33 € 5x 24V 5,90 €
    4x 12V4 0,28 € 1,12 € Versand 1,65 €
    Versand1 5,95 € 5,95 € 5x 12 V 5,90 €
      7,40 € Versand 1,65 €
    15,10 €


    Der Preisunterschied spricht eine deutliche Sprache, oder? Andererseits habe ich bei dem Angebot auch doppelt so viele Lämpchen, wie es für das Projekt braucht. Ich glaube, ich schreibe den Herren einfach mal an...

    Hallo zusammen,

    ich suche einen Lampensatz für den Tuner CT1140. Die Lampen sind im SM so gekennzeichnet:

    • 4x 2506/1 (12/15 V, 0,1 A)
    • 1x 2341 (24 V/30 mA)


    Bei Ebay gab's wohl mehrere Anbieter, die das als Kit für 7,20 € angeboten haben (aktuell leider nicht mehr). Kennt irgendjemand noch eine Quelle, die solche Kits vertreibt? Wenn ich die Birnen einzeln beschaffen möchte, habe ich nämlich das Problem, dass ich nicht weiß, ob ich wirklich die richtigen erwische und zweitens verteuern alleine die Portokosten das ganze Projekt. Der Tuner soll schick gemacht werden für ein Hifi-Museum in Hannover - und ohne Birnchen sieht der nur halb so schön aus...


    Falls jemand weiterhelfen kann: immer gerne!!!


    Wolfgang2 Das ist die Anlage, die du besorgt und zum letzten Stammtisch mitgebracht hast. Die habe ich dem Hifi-Museum gespendet, das sich noch in der Aufbauphase befindet. Die sah ja wirklich noch wie neu aus...

    Hallo G. (G-Punkt?!),

    das Service-Manual empfiehlt sich in der Tat. Vor allem der Capstan-Riemen ist etwas friemeliger einzubauen, aber keine Raketentechnik. Schmieren ist Pflicht - die Mechanik wird sonst auf Dauer schwergängig und alles, was sich dreht, verschleißt auch schneller. Da die Bremsfäden in meinen TGs noch alle in Ordnung waren, habe ich keine Idee, was man da nehmen könnte. Ich müsste mir das noch einmal ansehen. Eine Zugfederwaage habe ich mir in der Tat gekauft, damit die Bremswirkung perfekt ist. Aber man kann das auch in etwa händisch einstellen. Wenn die Bremsen wirken (z.B. im Stillstand), darf sich keine der Spulen leichtgängig drehen, so dass sich Band abwickelt. Die Bremsen sind also so einzustellen, dass die Bandteller gerade nicht mehr leichtgängig (und selbsttätig) drehen. Wenn du spulst und dann stoppst, darf es keinen Bandsalat geben. Um die Spannung entsprechend einzustellen, würde ich ein altes Band nehmen, an dem man nicht mehr hängt. Aber es sollte sich auf einer vollen 18 cm-Spule befinden (wegen des Gewichts).


    Lager, die auf jeden Falls geschmiert werden sollten: Capstan, Motor, Bandteller, Umwerfer für die Geschwindigkeit. Desweiteren gerne alles andere, was sich dreht.


    Ich würde in dem Gerät noch die Kondensatoren tauschen. Die sind ja mittlerweile auch 50 Jahre alt... Wenn es keine Kontaktprobleme gibt, würde ich in dem Bereich nichts unternehmen.

    Hi Turi,

    den 502 kenne ich nicht, aber das er zur gleichen Familie gehört wie der 521, vermute ich, könnte der Teller eine Sperrre haben:

    Den Teller soweit drehen, dass eine Aussparung links etwa mittig am Rand ist und dann diese Schraube lösen und das Metallteil nach links schieben. Dann sollte der Teller anzuheben sein. Hoffentlich bringt dich das weiter!


    Siggi war schneller - ich habe aber Fotos :P Hauptsache, klappt!

    Hallo Martin,

    willkommen an Board! Du hast ja schon eine Menge Tipps bekommen. Den ASP 130 kenne ich nicht, aber ein paar Tipps kann ich dir trotzdem geben.


    1. Den Plattenteller hast du sicherlich schon abgenommen (Drehen der kleinen Scheibe in der Mitte)? Wenn ja, kannst du einen neuen Antriebsriemen auflegen. Es empfiehlt sich, die Flächen, auf denen der Riemen aufliegt, zu reinigen (Isopropanol und Wattestäbchen). Den neuen Riemen nur mit fettfreien Fingern auflegen. Der Riemen für die Pitch-Einstellung ist nicht mehr lieferbar. Einige hier an Board arbeiten mit Ersatzriemen aus dem Dichtungssortiment, einige Anbieter verkaufen daher solche Riemen: https://www.plattennadel.de/sh…emen-ersatz-f-zahnriemen/ Nicht perfekt, geht aber.
    2. Der Tonarmlift lässt sich, wenn ich das richtig habe, nur absenken, wenn der Tonarm über der Platte schwebt. Lässt er sich nicht bedienen, ist die Mechanik dahinter verklemmt oder verharzt. Am Plattenende wird der Arm angehoben und lässt sich erst wieder absenken, wenn er einmal nach ganz rechts zur Tonarmauflage geschwenkt wird und wieder zurück zur Platte bewegt wird. Ich sehe, dass das der Vollautomat ist - da gilt das vielleicht nicht.
    3. Dass das Stroboskop leuchtet, ist super. Die Glimmlampen gibt's wohl nicht mehr, aber es gibt Ersatz. Ich meine, Dualfred (ist oben im Menü verlinkt) hat da was im Angebot. Damit deine Glimmlampe noch möglichst lange leuchtet, würde ich aber lieber erst einmal die drei Kondensatoren tauschen, die im Spieler verbaut sind. Du findest sie im Service-Manual auf Seite 8 unten links (http://www.hifi-archiv.info/Dual/asp130s/130s-08.jpg). Wenn du sie nicht tauscht, kann es sein, dass sie platzen und dann gibt's eine Sauerei, verbunden mit Gestank. Die verbauten Kondis haben nach der langen Zeit Risse und "gehen hoch" (daher nennt man sie liebevoll "Knallfrösche"). Im Service-Manual werden 250 V-Typen genannt, aber die Netzspannung beträgt heute 230 V und daher ist es ratsam, auf 275 V-Modelle umzusteigen (die haben dann die Kennzeichnung X2).
    4. Der Motor hat nach der langen Zeit mit Sicherheit keine Schmierung mehr und das bedeutet, dass die Lager durch höhere Reibung schnell verschleißen. Den Motor zu zerlegen ist kein Hexenwerk. Ein paar Tröpfchen Haftöl sorgen für einen ruhigen Lauf und erhalten die Lager. Du kannst dabei praktisch kaum etwas kaputt machen. Notfalls gibt's den Motor noch - der wurde bis quasi gestern im 505-4 verbaut und ist als Ersatzteil lieferbar.
    5. Dazu hast du schon Tipps bekommen. Bei den Nachbaunadeln werden zwar unterschiedliche Preise aufgerufen, möglicherweise kommen sie dennoch aus der gleichen Fabrik, so dass man nicht unbedingt vom Preis auf die Qualität schließen kann.
    6. Auch der Wechsel des Pimpels ist einfach, wenn man es einmal gemacht hat :) Das wurde hier im Board schon oft beschrieben und du findest da Hilfe. Wenn nicht, einfach hier melden, dann gibt's Fotos mit Details.
    7. Das komplette Chassis kann aus der Zarge entfernt werden. Das würde ich machen, die Haube abnehmen und dann Zarge und Haube mit etwas Spülmittel in lauwarmem Wasser spülen, gut trocknen und das Laufwerk wieder einbauen, wenn du mit der Wartung durch bist. Bei Nikotin-Belägen hilft Glasreiniger, der aber auch die Beschriftung mit entfernen kann. Daher erst einmal behutsam zu Werke gehen. Alkohol und Hauben gehen oft nicht gut Hand in Hand... wenn dein Glasreiniger auf Alkohol basiert, vielleicht lieber nicht nehmen oder erst einmal an einer Stelle hinten probieren.


    Dein Spieler hat ein sogenanntes Kurvenrad im Inneren für die Steuerung der Tonarm-Automatik. Das würde ich noch entfetten (mit Wattestäbchen) und neu einfetten. Auch das Tellerlager freut sich über etwas Öl (Haftöl, ein paar kleine Tröpfchen reichen). Wenn die Lift-Mechanik verharzt ist - das sieht man direkt - auch säubern und neu einfetten.


    Und wenn's Probleme oder Fragen gibt: einfach mit Fotos hier melden... Ich weiß nicht, wie viele den ASP 130 haben, da hier weniger oft darüber berichtet wird. Aber viele Probleme lassen sich durch bekannte Lösungen von anderen Geräten beheben.


    Viel Spaß mit dem Gerät (das übrigens recht schick aussieht!).