Beiträge von Deichgraf63

    Hallo Chris,


    der Antiresonator des CS 741Q und des CS 728Q enthalten im Gegensatz zum Antiresonator des CS 731Q und CS 741Q ein zähes Silikonöl. In dieses taucht im Inneren ein kammartiges Bauteil um allzu heftiges Schwingen des Antiresonators zu bekämpfen.


    Gruß


    Uli

    die CLX9100 bzw. 9200 sind von Heco und entsprechen der Interior Plus Serie aus der Zeit.

    Die Dual CLX 9200 sind von den Chassisdaten und Leistungsdaten her baugleich mit den Heco Superior 740, entsprechen aber in den Gehäuseabmessungen der Heco Superior 840. So sind sie im Endeffekt nicht baugleich mit einer Heco Box, sondern basieren eben auf de Superior Baureihe. Irgenwie sind sie also "Made under Dual-Specifications by Heco" ;)


    Worauf die CLX 9100 basiert, konnte ich nicht ermitteln, die Nachfolger CLX 9150 und CLX 9250 sind weitaus einfacherer Machart und stammen wohl von Schneider. Diese sind auch, im Gegensatz zu den Heco-Derivaten 8-Ohm-Boxen. Laut hifi-Wiki wurde zumindest die CLX 9150 auch unter eigenem Namen vom Hamburger Händler Brinkmann vertrieben, Chassis sollen von Westra und wahrscheinlich Nokia stammen.


    Gruß


    Uli

    Die Dual-Boxen, die für eine Wandaufhängung vorgesehen sind, übrigens sogar die CL 720 mit ihren 12 kg, haben auf der Rückseite 1-3 Bohrungen, die mit Kunststoffkappen verschlossen sind. Auf der Innenseite der Rückwand sind auch Kappen über den Bohrungen, so daß die Boxen akustisch dicht sind und auch nichts durch die Bohrung ins Innere der Box gelangen kann. Zumindest den Boxen der Serie 7x0 war auch eine Bohrschablone beigefügt.


    Gruß


    Uli

    In einem 10qm Raum, wenn es das Budget hergibt, sind die CL 710 sehr gut, preiswerter, die betreibe ich momentan in einem Zimmer mit etwa derselben Größe, sind die CL 241, die sind ein guter Kompromiß zwischen Klang und kompakten Abmessungen, sie sind, wie übrigens auch die CL 710 auch für Wandaufhängung vorbereitet. Im Baß nicht besonders stark, aber sehr kompakt und mit nur einer Schraube an der Wand zu befestigen sein die winzigen CL 231. Diese Lautsprecherboxen habe ich erfolgreich an meiner KA 230 betrieben, wie Dein Verstärker auch mit 2x 20 Watt Sinus an 4 Ohm angegeben.


    Definitiv abraten würde ich von den CL 90x0 Boxen, die Klingen einfach nicht gut. Die MA/BS 2/6 klingen zwar gut, aber haben Schaumstoffsicken, die zerbröseln.


    Gruß


    Uli

    Hast Du die RCA-/Cinch-Stecker schon einmal erneuert? Wenn es noch die Originalexemplare sind, löte neue Stecker dran, die Dual-Stecker sind so vertrauenswürdig wie ein Schlauchboot nach Beschuß mit einer Schrotflinte.

    Unbedingt wichtig ist auch, die Kontaktflächen im Headshell und die federbelasteten Pins am TK gründlich mit einem Glasfaserradierer zu reinigen.

    Das sind die Dinge, die man obligatorisch machen sollte. Wenn das nicht hilft, sehen wir weiter.


    Gruß


    Uli

    Richtig, der Name "Dual" geht auf einen Grammophonantrieb zurück, der "mobil" den Plattenteller per Federlaufwerk in Rotation versetzte, beim Heimbetrieb mit Stromanschluß dann mit dem Elektroantrieb. Es ist als ein "Dual-Mode".


    Der Name "Dual" ist so griffig gewesen, daß man ihn übernommen hat.


    So etwas Ähnliches gab es auch bei "Blaupunkt". Der aufgeklebte blaue Punkt auf den Geräten wies auf eine bestandene Qualitätskontrolle hin, da die Geräte gut waren, wollten die Menschen einen "Blaupunkt", also ein qualitätsgeprüftes Gerät.


    Der VW Käfer hieß ja auch nicht immer "Käfer", es war in der zivilen Version der VW Typ 1, oder auch "Volkswagen". Ein US-amerikanischer Journalist soll dem kugeligen Vehikel dann als "beetle", also Käfer bezeichnet haben. VW brauchte dann 20 Jahre, um den Namen zu übernehmen.


    Gruß


    Uli

    Oh, das wäre es, ein Dreher frei nach dem Motto: Auf Lack und Leder steht doch jeder...


    Wenn man nichts besonderes außer einer besonderen Verpackung zu bieten hat. Warum denn nicht die Oberfläche des Dreher als Bildschirm, auf dem man alles Mögliche projizieren kann, vielleicht sogar mit wechselnden Farben passend zu Musik.


    Gruß


    Uli

    Nun, welche Nadel es sein soll, das hängt auch von den Geräten ab, mit denen der CS 750-1 dort "arbeitet". Wenn das nur ein paar Bluetooth-Brüllwürfel oder ähnliches sind, dann ist die "Black Diamond" richtig. Man muß aber damit rechnen, ein mangelhaftes Exemlar zu erhalten, was entweder eine schiefe Nadel hat oder wo nach einiger Zeit das Nadelgehäuse auf der Platte aufsetzt. Daher diese Nadel nur dort kaufen, wo man sie problemlos getauscht bekommt. Ich habe da mit analogis gute Erfahrungen gemacht, hatte die BD auch mal für meinen CS 750-1 ausprobieren wollen. Leider sackte die immer tiefer ein. Ich bekam die Option auf eine Ersatzlieferung oder Kauf einer anderen Nadel mit Zuzahlung, ich habe mich für eine original "Nadel 30" von Ortofon entschieden, die betreibe ich ohnehin zur vollsten Zufriedenheit, so habe ich eine in Reserve. Ich konnte auch mit der "Nadel 10" und der "Nadel 20" vergleichen. Die "Nadel 10" ist im Baß deutlich abgestuft, in den Höhen etwas "harscher". Die "Nadel 20", die in etwa Deiner "Dual DN 750" entspricht, hat mehr Baß, die "Nadel 30" zeigt aber im Baß mehr Kontur und - wenn es die Platte hergibt - mehr "Schwärze" und "Tiefe", die unheimlich musikalisch. Die "10" und die "20" machen nicht "verkehrt", aber sie nutzen das Potentiel des CS 750-1 an einer entsprechenden Kette nicht aus. Die "Black Diamond" kommt sehr nahe an die "Nadel 20" und damit auch an die "DN 750" heran. Wer die "Nadel 30" in eingespieltem Zustand aber mal an einer entsprechenden Kette zum Beispiel Aufnahmen von Jaques Loussier hat abtasten hören, der will es darunter einfach nicht mehr.


    Ob man das hören kann? Nun, ich weiß, daß eine Digitalisierung und Abhören der erzeugten Dateien immer etwas problematisch ist, aber ich habe die drei Ortofon Originalnadeln 10, 20 und 30 mal zusammen mit einer DN 165 hier blind vergleichen lassen. Das Ergebnis war, daß die Nadeln 10 und 20 mit je 18% Zustimmung in etwa gleich bewertet wurden, 27% konnten keinen Unterschied hören, die DN 165 bekam keine Zustimmung, die Nadel 30 36%, also soviel wie die Nadel 10 und die Nadel 20 zusammen. Es haben 11 Boardmitglieder an der Abstimmung teilgenommen. Es waren Pop und Klassikaufnahmen dabei, letztere unkomprimierte Wave-Dateien mit 96 kHz/24 Bit. Abspielgerät war damals der CS 741Q (Mit 1/2"-Umbau, also kein Adapter) an einem CV 440, die Aufnahmen mit einem Yamaha Pocketrak 24. Die Dateien sind nicht mehr verfügbar, aber der Diskussionsbeitrag von damals.


    Mein CS 750-1 spielt über den Dual CR 5950 RC an den Dual CLX 9200.


    Gruß


    Uli

    Heute Morgen habe ich eine weitere potentielle Fehlerquelle eliminiert. Ich habe die "Umleitung" des Signals vom Dreher zum eingebauten Phono-Vorverstärker über die Phono-Ausgangbuchse an der Rückseite der Anlage geändert, die Leitung vom Dreher geht nun direkt von selbigen an den Stecker am Phono-Vorverstärker gelötet. Nun brummt es zwar etwas weniger, es nur noch ein Brummen da und durch die kürzere Leitung klingt die Wiedergabe frischer, klar, kürzere Leitung, weniger Kapazität, weniger Höhenabfall.


    Die Elkos, die auf dem Phonopre sind habe ich nicht vorrätig, die habe ich auch schon einmal auf die Liste gesetzt, die beiden dicken 2.200 µF Elkos in der Stromversorgung werde ich dann auch gleich mit auf die Einkaufslisten setzen.


    Auffällig ist nun, daß das Brummen lauter wird, wenn der Motor des Drehers läuft. Also irgendwie scheint es doch über die Spannungsversorgung zu kommen, neue Elkos könnten es also schon "bringen". Mal sehen, wann ich die nächste Bestellung beim "Gelben C" mache, ich sammle da immer eine gewisse Zeit, weil die Portokosten in keine Verhältnis zum Warenwert sehen.


    Ich werde dann unaufgefordert ;) berichten.


    Gruß


    Uli

    So einen Linn hatte ein Arbeitskollege schon Ende der 1980er Jahre, auch Lingo. Das Gerät hat im Grunde die Wechselspannung gleichgerichtet und selbst eine saubere Sinusspannung erzeugt, damit konnten dann auch 45er Platten abgespielt werden, er hatte auch Nexus Lautsprecherboxen, Vor- und Endstufe von Linn. Kostete mal eben rund 16.000 DM. Wir haben dann Mal vergleichsweise meinen damaligen CS 630Q laufen lassen. Sein ungläubiger Gesichtsausdruck, daß der Dual auch auf einem Sessel schräg stehend problemlos spielte. Es war nur das serienmäßige ULM 66E montiert. Nur im Baß mußte sich der Dual dem MC-TA von Linn geschlagen geben, heute Frage ich mich, wie es mit einer Nadel 30 ausgesehen hätte. Später hat er sich auch noch die CD-Laufwerk-Wandler-Kombi und den Tuner von Linn gegönnt, obwohl Linn jahrelang Radio als ein "Low quality"-Medium gering geschätzt.


    Recht hast Du dahingehend, daß es den Dual CS 750-1 neu nicht mehr gibt.


    Gruß


    Uli

    Den Linn halte ich für überteuert, ein intakter CS 750-1 dürfte da besser und günstiger sein. Klar, das DMS 750 nutzt das Potential des Tonarms nicht aus. Dafür hat man Endabschaltung, den besseren Antrieb und einen weniger aufstellungskritischen Dreher, der auch noch eine Haubenautomatik und eine 78er Drehzahl hat.


    Gruß


    Uli

    Der Dual CV 1200 bietet DIN und RCA für Phono und Tuner, DIN und Klemmen für die Lautsprecherboxen. Knackpunkt sind ein paar Tantalelkos und der Knallfrosch und ganz besonders die fiesen Lautsprecherrelais, deretwegen bei mir noch so ein Ding ohne Lösung für die nicht mehr lieferbaren Dinger vor sich hin staunt. Vielleicht überbrücke ich die einfach, der CV 1100 kommt auch ohne aus.


    Gruß


    Uli

    Moin Gernot,


    ich habe es an meinem 1226 genau so wie auf Deinen Photos vorgefunden, habe die Kontaktzunge nun auch festgelötet. Ein Brummen ist nun nur noch recht leise wahrnehmbar, wenn ich die Lautstärke deutlich über "12 Uhr" hinaus drehe. Bei Wiedergabe geht das dann auch unter. Der Verstärker der KA 230 hat ja nun auch nicht einen so hohen Fremdspannungsabstand. Es sind offenbar auch zwei Brummfrequenzen, eine könnte so 100 Hz sein, die war vorher lauter, ist nun wesentlich leiser, verschwindet in der aktiven Stellung des Kurzschließers ganz, dann gibt es einen von geschätzt 50 Hz, der ist immer gleich, kommt wohl aus dem Verstärker. Ich denke, ganz ruhig bekommt man das nicht, ich habe auch mal ein TK 14 genommen, alle Pins auf ein Potential gelegt, dann bleibt es wie im Kurzschließerbetrieb. Stöpselt man den Dreher in der Anlage ganz ab, brummt es natürlich durch die offenen Leitung recht heftig.


    Während der Wiedergabe stört kein hörbarer Brumm, das geht im Nadelgeräusch und Plattenrumpeln unter. Auch die Verstärkung des Brummens bei Annährung mit der Hand Richtung Headshell ist nun ganz behoben. Die Maßnahme hat also wirklich etwas gebracht. Alles andere habe ich nun auch noch einmal gemacht, Kontakte Headshell und TK, Kontakte am Kurzschließer und die Stecker, die darauf stecken mit dem Glasfaserradierer bearbeitet.


    Es ist doch erstaunlich, wie viel Spaß das Musikhören mit den für heutige Verhältnisse eher einfachem Gerät doch macht, die Automatik bei der Arbeit zuzusehen, die wertige Fertigung beim Bedienen zu spüren. Naja, so eine K 230 war zu ihrer Zeit ja schon eine recht kostspielige Anschaffung, die konnte sich nicht jeder erlauben.


    Was mich ein weniger wundert ist, daß die Anlage damals mit den doch recht großen CL 144 oder CL 240 verkauft wurde, die ja - bis auf das Radio - gleiche HS 151 mit den kompakteren CL 138-1 angeboten wurde. Ok, CL 138-1 habe ich nicht im Angebot gefunden, also habe ich nun die CL 241 angeschlossen, das paßt auch recht gut und ist in der Größe der CL 138-1 recht ähnlich.


    Danke und Gruß


    Uli

    Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber wenn man Geduld hat, bekommt man als Einsteiger auch heute noch echte Schnäppchen, so wie hier, eine komplette Anlage für nur 50€, alles von Dual!


    Der CS 520 gehört ja zu den "Plastikbombern", aber die sind weitaus besser als ihr Ruf, noch heute beruhen im Endeffekt alle von Fehrenbacher hergestellten Duals der 4er und 5er Reihe auf dieser Konstruktion. Dann ist hier auch noch gleich ein Dual-Verstärker mit Phono-Vorverstärker, ein Radioteil, das Kassettendeck, Lautsprecher (sieht nach Heco aus) und sogar ein Orignal-Dual-Rack dabei! Wenn man Glück hat: Anschließen, Einstellen, genießen. Wenn etwas dran ist, ist es kein Hexenwerk, das zu richten und optisch ist alles aus einem Guß und beleidigt auch nicht das Auge einer potentiellen Mitbewohnerin. Die Nadel am CS 520 ist meines Wissens eine AT-Nadel, die es noch heute original für erschwingliche Preise gibt.


    Gruß


    Uli, der mit dem Verkäufer nichts zu tun hat.

    Bei meiner KA 230 mit dem serienmäßigen 1226 tritt bei Phonobetrieb ein Brummen auf, wenn man mit der Hand in die Nähe des Headshell kommt. Dies ist davon unabhängig, ob ein Tonabnehmer montiert ist oder nicht, entsprechend brachte auch ein Reinigen der Headshell-/TK14-Kontakte keine Änderung, alles blitzeblank. Beide Kanäle werden sauber übertragen. Das Brummen fällt auch während er Wiedergabe nicht auf, da es eher leise ist. Verbinde ich Metallteile des 1226 wie das Chassis oder die Mitlaufachse im Plattenteller mittels eine Leitung mit der Erdungsbuchse meines Netzgerätes am Arbeitsplatz, wird das Brummen wesentlich lauter.


    Gibt es da eine Idee, wo das Problem liegt? Die Stecker am Kurzschließer habe ich auch mal abgezogen und wieder aufgesteckt, auch ist hier nichts schwarz angelaufen.


    Danke und Gruß


    Uli

    Wichtig beim Reinigen des Pulley, also motorseitig, ist es, die kleinen Lamellen nicht zu verbiegen, sonst gibt es neue Probleme. Riemen beim Riemenantrieb sollen gar nicht so fest sitzen. Beim 506-1 ist es ähnlich wie beim CS 750-1, der Riemen soll locker auf dem Subteller liegen, wenn er nicht über den Antriebspulley am Motor gezogen ist, also gerade nicht herunterfallen. Ist ein Riemen zu stramm, dann übertragen sich Motorgeräusche leichter vom Motor über den strammen Riemen auf den Subteller, der dann das Brummen über den Plattenteller Richtung Nadel schickt, wo das Geräusch dann im Tonabnehmer gewandelt und damit hörbar wird. Auch sollte ein zu starker seitlicher Zug auf das Plattentellerlager und das Motorlager vermieden werden, die sollen gerade "mal so eben auf Zug sein".


    Gruß


    Uli

    Der Verstärker hat offenbar sogar einen Phono-Eingang, soll solide Einstiegsqualität bieten, auch die Lautsprecher habe ich in Beurteilungen als "brauchbar", wenn auch nicht "audiophil" gelesen, bei dem Preis von unter 200€ das Paar auch in Ordnung. Hier kann man nicht die Maßstäbe anlegen, wie an Lautsprecher die mal eben das Fünffache kosten.


    Bei dem Setup würde ich zur Nadel 10 raten, sie bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, paßt auch zu den Komponenten, ohne unnötig Geld auszugeben. Mit 45€ beim "Nadelwilli" bist Du dabei. Die Nadel 20 kostet schon etwa 100€ mehr, die Nadel 30 219€, die Nadel 40 gar 269€. Das dürftest Du alles nicht heraushören. Das gesparte Geld kann man dann besser mal in einen guten Kopfhörer investieren, um ensprechende Lautsprecher zu bekommen, müßte man ein Vielfaches ausgeben.


    Also, Nadel 10 kaufen, aufstecken, Tonarm neu ausbalancieren, 1,5p Auflagekraft und Antiskating auch auf "1,5" in der Skala "0", die Skala "o" ist für spharische Schliffe, die "0" eben für elliptische Schliffe.


    Gruß


    Uli