Beiträge von Deichgraf63

    Ach komm, da man auf dem Weg auch keinen Geflügelsalat mehr kaufen konnte ist es doch egal wo die jetzt sitzen... :D und von mir aus ist es sogar sehr viel dichter als vorher. Des einen Leid des anderen Freud oder so. Und wie oft fährt man da schon hin?

    So ist es wohl, zuvor war ich öfters mal dort, nach dem Umzug erst einmal, da gab es den Westring in Pinneberg noch nicht, der mit gefühlt zig nervigen Ampeln gespickt ist. Tornesch an der Autobahn war für mich schon günstiger, da war ich selbst von Heide aus schneller dort als bei der bislang einzigen Fahrt von Elmshorn aus an den aktuellen Standort. Naja, die Firma wird ihre Gründe für dem Umzug gehabt haben.


    Wäre Protected noch am alten Standort, wäre ich längst wieder einmal dort gewesen, um Innenhüllen zu kaufen.


    Gruß


    Uli

    Deine Analyse halte ich für etwas einseitig. Dem OM-Tonabnehmer bei einem Project A1 eine Nadel 20 oder gar höher zu spendieren halte ich für sehr unsinnig. Hattest Du jemals einen CS 415-2 in Deinen Händen oder gar in Benutzung? Ich habe beide (CS 329 und CS 415-2) hier, nebeneinander und auch auf dem Messtisch.

    Einen Dual CS 415-2 noch nicht, aber das Thorens Gegenstück TD 158. Positiv war die spielfreie Tonarmlagerung, die saubere Verarbeitung der allerdings sehr leichten Konsole und eine sehr präzise Ausführung der Automatikfunktionen.


    Negativ war der eiernde Plattenteller, der mit einer Art Büroklammer auf der festen Plattentellerachse fixiert war. Spätestens bei engen Mittellöchern einer Schallplatte führt das zu einem Bremsmoment mit negativer Auswirkung auf die Nenndrehzahl und zu Gleichlaufproblemen.


    Die Bedienelemente waren aus einfachem Plastik und wirkten wenig wertig. Das Headshell saß etwas schief auf dem Tonarmrohr.


    Für rund 400€ ist vor alle der eiernde Plattenteller und das schiefe Headshell nicht akzeptabel, gerade bei einem Einsteigerspieler ist es unzumutbar vom Anwender zu verlangen, das Headshell selbst korrekt auszurichten. Gut, wenn man im Fachhandel gekauft hat, dann stellt man dem das Gerät auf dem Tisch, bei Versandhandel und Elektronikmärkten sehr problematisch.


    Es steht für mich die Frage im Raum, ob es - außer dem anderen TA, dem nicht einstellbaren Tonarm und dem Entfall des USB-Anschlusses - technische Verbesserungen bei CS 329 gibt, die einen Mehrpreis von über 50% gegenüber dem DT 400 USB rechtfertigen. Man sieht ja nur das Äußere, aber nicht, ob es vielleicht ein anderer Motor ist, die Lager im Tonarm besser sind usw.


    Die Sache mit dem Auslaufen der OM-Reihe war bisher her zu ahnen, als daß es für mich gesicherte Erkenntnis war, mir war nur aufgefallen, daß es das "40" nicht mehr neu zu geben scheint.


    Klar, wenn es Lieferschwierigkeiten gibt, dann würde ich es auch nicht verbauen.


    Was die TA angeht: Ich habe von AT bisher DMS 210, DMS 240E, AT 120 und AT 3600 selbst gehört, die gefielen mir allesamt nicht, hatten für meinen Geschmack zu wenig Baßfundament. Die neuen AT VM 95, vor allem das ML werden hier im Board ja überschwenglich gelobt, ich bin bisher dennoch bei Ortofon geblieben, am CS 750-1 das 2M blue, das Dual ja nun auch am CS 618Q verbaut. Einzig das Shure V15 III mit einer hochwertigen Japan-Nadel hat mich ebenfalls begeistert, gibt es neu aber nicht mehr. Wird die Nadel DN 251E aktuell noch hergestellt.


    Eines ist auch klar, gerade in der Einstiegsklasse muß man "einen Tod sterben". Du hast beide Dreher vergleichen können und ich bin schon überzeugt, daß es den CS 329 nicht gäbe, wenn er bei gleichem Preis nicht besser als der CS 415 wäre, alles andere wäre ja auch ein Armutszeugnis. Vor allem beim Gleichlauf erwarte ich das, dazu einen Plattenteller ohne sichtbaren Höhenschlag, das wäre für mich ein "no go", so etwas gab es weder beim 1225 noch beim CS 504, um mal zwei klassische Einsteigergeräte zu nennen.


    Sind die angegebenen Werte "typische Werte", also Zielwerte der Konstruktion, wie schon bei Dual ab der International Serie oder, wie bei Revox früher, garantierte Werte, die in der Praxis durchweg besser sind?


    Warum werden keine Rumpelfremdspannungsabstände angegeben. Auch wenn die alte DIN 45500 nicht mehr existiert, so reißen noch heute viele Geräte diese Hürden, sie einzuhalten, das würde ich als Hersteller schon garantieren.


    Danke für Deine Geduld auch mit uns kritischen Geistern und Gruß aus dem echten Norden


    Uli

    Vom Pro-Ject A1 gibt es ein Video, auch der E1 wird hier vorgestellt. Pro-Ject hat offenbar noch Änderungen an der alten Dual-Konstruktion vorgenommen, der Plattenteller eiert aber deutlich sichtbar, das muß man dringend abstellen. Ob die Mittelachse immer noch fest ist, darauf wurde nicht eingegangen. Immerhin hat sich Pro-Ject vom AT-Auslaufmodell getrennt, ein Ortofon OM 10 montiert, welches, das wird im Video auch erwähnt, mit Nadel 20 oder 30 aufgerüstet werden kann, ein klarer Vorteil. Wenn einem der Klang nicht reicht, ist hier nicht wegschmeißen und Neukauf eines kompletten Drehers angesagt. Hier sollte Dual nachbessern, die Billigproduktion in Fernost sollte preislich Luft geben, das aktuelle AT VM95 C sollte doch drin sein. Da dürfte es auch länger Nadeln als für das alte System geben. Das System ist für den Endkunden schon ab 30€ zu haben, bei Masseneinkauf ist es sicher günstiger. Das AT 91 ist nicht günstiger, das reudige 3600 auch nur 3€.


    Der A1 ist preislich wie der CS 327 eingeordnet, der hat eine bessere Tellerauflage, ob der Plattenteller besser plan läuft, kann man einem Prospektphoto nicht entnehmen. Der Hauptnachteil ist klar der nicht aufrüstbare AT-TA, ein billiges Auslaufmodell und eine klangliche Sackgasse, das sollte so auch bei einem Einstiegdreher nicht der Fall sein.


    Und eines muß ich auch feststellen: Der Kunde des Dual profitiert offenbar nicht von der Produktion bei einem Massenhersteller in einem Lohndumpingland gegenüber dem in Deutschland hergestellten Pro-Ject.


    Vielleicht gibt es ja auch mal irgendwo einen seriösen Vergleichstest der beiden Dreher, die mit ähnlichen Preisen und Vollautomatik sowie eingebautem VV auf dasselbe Marktsegment der ernsthaften Einstiegsdreher zielen.


    Schön, daß der Kunde die Wahl hat.


    Ich will keineswegs den Dual CS 327 als schlecht bezeichnen, habe nur ein wenig das Wettbewerbsumfeld angesehen und ein paar Gedanken formuliert, die potentielle Kunden haben könnten. Welchen Dreher sie dann wirklich kaufen, muß man abwarten. Da Dual kein reiner High End Hersteller ist und auch nie war, muß man auch an Einsteiger denken, die preisliche Hemmschwelle möglichst niedrig legen. Am "oberen Ende" gibt es den "Primus Maximus", ein seriöser Dreher, "Made in Germany".


    Gruß


    Uli


    Tja, berechtigte Frage, den DT 400 USB bekommt man, allerdings mit dem miesen AT 3600, für knapp 230€. Und bei dem Dreher kann man den TA wechseln. Ansonsten scheinen er mit dem CS 327 weitgehend baugleich zu sein, hat sogar USB-Anschluß (für mich unwichtig). Rechnen wir einmal die 379€ des CS 327 minus den 230€ des DT 400 USB, dann hat man 149€ für einen besseren TA über. Genau dafür bekomme ich beim Nadelwilli das AT VM 95 ML! Damit fliegt man dann schon recht weit nach vorn. Das scheint dann in jedem Fall der clevere Kauf zu sein. Das AT 3600 kann man dann noch für abgeranzte Märchen- und Flohmarktplatten nutzen.


    Gruß


    Uli

    Daß man so ein Gerät anbietet, ist doch folgerichtig, zumal im dem Schwarzwald nach dem Ende von Fehrenbacher wohl aktuell nichts mehr vergleichbares mehr produziert wird.


    Mit gefällt die Gestaltung nicht, einmal ein schon fast traditioneller Schwenkhebel für den Durchmesser, dann an der Front links die Drehzahl, rechts Start und Stop und nahe an der Tonarmbasis wieder ein traditioneller Tonarmlift.


    Wenn alles Schwenkhebel wären, wäre es "aus einem Guß", hätte nostalgische Anklänge und ein wenig "echtes Dual-Gefühl".


    Und einen TA von der Resterampe ist bei dem Preis nicht in Ordnung, da hätte es das neue AT VM95 in einfachster Ausführung sein müssen, das hätte dem Nutzer dann wenigstens durch Nadeltausch eine klangliche Verbesserung ermöglicht. Ein Plus ist der eingebaute VV, so kann man einen ausgewachsenen Plattenspieler auch als Laie, der nur seine Platten hören möchte, auch an "low end" wie Minianlagen und AV-Receivern ohne weiteres Brimborium "plug & play" betreiben.


    Das Gerät ist sicher besser, als der unselige CS 410 mit USB.


    Bei "T*****n" kostet ein Pro-Ject Essential aber auch nur 10€ mehr, der ist in Europa hergestellt, hat eine einstellbare Auflagekraft, mit dem OM 10 einen besseren TA, das Einsteigerteil von der Marke kostet gar 144€ weniger. Und bei beiden ist die Zarge nicht teilweise aus Plastik. Ok, es gibt keinerlei Automatik, aber die Pro-Jects gelten als "chic", so sein Debut III in Hochglanzschwarz zeigt schon mehr her als der Dual. Und für 10€ mehr bekommt man bei Pro-Ject schon einen Dreher mit Bluetooth-Transmitter, für mich völlig unwichtig, aber für viele Kunden nicht. Und, daß ein Druckgußplattenteller inklusive der schweren Gummimatte nur knapp 670g wiegt, erklärt den eher dürftigen Gleichlaufwert von +/-0,12%, was schon hörbar sein kann. Über die Rumpelwerte schweigt man sich besser gleich aus.


    Trotz der Automatik finde ich das Preis-Leistungsverhältnis problematisch. Neben den Pro-Jects gibt es in der Preisklasse auch den Rega RP1, auch ein manuelles Leichtgewicht, aber in Europa gefertigt und schon "stylisch", TA und feste Auflagekraft entsprechen dem Dual. Das Problem ist, daß Rega und Pro-Ject mittlerweile ein höheres Image haben, Dual hatte bei des CS-Typen aus dem Schwarzwald nicht unerhebliche Qualitätsprobleme wie Plattenteller mit Höhenschlag, die DT-Typen haben mit ihrem "China-Billig-Bomber"-Image dem Ruf von Dual auch geschadet. Kaum ein Hifi-Studio führt noch Dual-Geräte, der CS 327 wird sich wohl auch eher in Elektronikmärkten, bei Elektronikversendern und bei Aldi, Netto & Co. finden lassen. Klar, das ist auch ein Markt, dort wird auch Geld verdient, hat aber mit dem vergangenen Anspruch der Marke nichts mehr zu tun, als Dual ausschließlich im Fachhandel zu finden war.


    Und dann gibt es, mit dem gleichen TA wie der Dual in derselben Preisklasse ja auch noch den ebenfalls nur manuelle ELAC Miracord 50. Der kommt offenbar aus dem gleichen Stall wie der Dual, also aus China, ist auch ein Leichtbau, mit einstellbarer Auflagekraft, dafür ohne Automatik.


    Zaubern kann in der Preisklasse keiner, irgendwo muß gespart werden, das zeigen auch die Wettbewerber. So hat der Kunde die Wahl zwischen höherer Qualität oder mehr Funktionen.


    Für mich sind Elac, Rega und Pro-Ject wegen der fehlenden Endabschaltung nicht interessant. Ich bin froh, nicht vor der Kaufentscheidung für einen neuen Plattenspieler zu stehen. Ein passender wäre vielleicht ein Thorens TD 1601, nur kostet der schon ohne TA mehr als das Zehnfache des Dual. Dann vielleicht der TD 402 DD mit Endabschaltung und Direktantrieb und dem AT VM95E. Der kostet nur 300€ mehr als der Dual CS 327, kommt natürlich auch aus derselben Schmiede wie Dual und Elac.


    Gruß


    Uli

    Wenn Du Nadeln mit hochwertigem Schliff einsetzen möchtest sollte ein verstellbares TK 15/25 genommen werden, weil der Tonarm am 1237 auf Wechslerbetrieb ausgelegt ist.

    Der Beitragsersteller hat Photos eingestellt, die das (beim CS 1237 serienmäßige) TK 25 zeigen. Der 1237 ist ein feiner Spieler, hat einen guten, kardanisch gelagerten Tonarm, schön, daß Dual im seinerzeit trotz der unkritischen serienmäßigen Rundnadel, das TK 25 mit auf den Lebensweg gegeben hat, um z.B. einen TA mit elliptischer Nadel betreiben zu können, ohne Nachteile durch die Wechslereigenschaft zu haben.


    Wenn ich mich richtig erinnere, paßt auch die Nadel des M 20E an den Systemkörper, das ist dann eine "nackte" Ellipse.


    Gruß


    Uli

    Nur mal zum Vergleich:


    Ich habe für CV 1100, CT 1140, C 810, CS 506, Dual LS 1000 und Rack 3020 mit allen Leitungen (sogar 4-fach Steckdose) und allen Anleitungen aus 1. Hand in optisch perfektem Zustand vor ein paar Monaten 80€ bezahlt, aber selbst abgeholt. Nur die Netzschalter von Tuner und Verstärker sowie Knallfrösche im Plattenspieler und Kassettendeck mußten erneuert werden. Ich brauchte nur das Rack, der Rest steht nun herum.


    Im verlinkten Angebot sieht die Konsole des Plattenspielers übel aus, hat die jemand mit Unterbodenschutz beschmiert?


    Nach meinem Dafürhalten stimmt bei dem Angebot das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. Neben den in den vorherigen Beiträgen beschriebenen Arbeiten, sind mit gewisser Wahrscheinlichkeit bei CV und CT auch die Netzschalter zu erneuern, weil sie entweder klemmen oder nicht mehr einrasten. CV 1200 und CT 1240 habe ich im Arbeitszimmer im Einsatz und bei beiden Geräten waren diese und die zuvor beschriebenen Arbeiten zu erledigen, dazu einiges an der Spannungsversorgung der Vorverstärkerplatine (Widerstände, Keramikkondensatoren, Tantalelkos, OPs, Feinsicherungshalter). Und das ist bei diesem Modell nach über 40 Jahren eher die Regel als die Ausnahme. Wer sich mit Netzspannung, elektronischen Bauelementen, Löten, mechanischer Feinanpassung nicht auskennt, keine Lötkenntnisse und -station hat, sollte hier gar nicht erst das Gehäuse aufschrauben.


    Gruß


    Uli

    Hm, wenn die Lautsprecher direkt an einer Wand stehen, kann es eigentlich nicht zum akustischen Kurzschluß kommen. Denn dieser bedeutet, daß vom Lautsprecher abgestrahlte Schallwellen an die Rückseite des Lautsprechers kommen. Ein Experimentieren mit der Aufstellung kann lohnen, aber in einem 30qm Wohnzimmer wird das nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führen, dafür reicht der verbaute Verstärker auch nicht aus.


    Der 1224 ist z.B. in der HS 130 verbaut, die mit 2x 4 Watt Nennleistung nicht besonders kräftig ist, deswegen auch die unbedämpften Breitbandlautsprecher mit vergleichsweise hohem Wirkungsgrad.


    Den Verstärker so einer HS würde ich eher nicht mit Lautsprechern mit großem Baßchassis betreiben, eher z.B. mit dem kleinen CL 230, CL 231, CL 235 oder CL 241. Diese Membrangrößen bekommt der kleine Verstärker auch kontrolliert.


    Die HS 27, HS 28, HS 130 & Co. waren eher "Konfirmationsanlagen" für ein Jugendzimmer in wirklich guter Qualität.


    Gruß


    Uli

    Bei den Dual-Geräten muß man sich eingestehen, daß diese keine aktuelle Technik darstellt, ein revidiertes Altgerät ist kein Ersatz für aktuelle Massenprodukte. Ob es einem nun paßt oder nicht, der Musikmarkt kommerzieller Musik wird überwiegend über Streaming bedient, auch wenn die Margen bei physischen Tonträgern höher sind. Der schönste Dual 7er ist für die meisten Konsumenten keine Alternative zu Streaming. Auch wenn die Einzelmarge gering ist, ist dieser Markt in finanzieller Hinsicht für die Anbieter lukrativ. Wir hängen im Endeffekt längst nahezu alle mehr oder minder an der Smartphone-Droge. Es gibt so viele praktische Apps für alle Fälle, die andere Technik ersetzt:


    • Google Maps ersetzt ein physisches Navi und auch die alte Landkarte und den Atlas, ist immer aktuell und bietet viele Zusatzfunktionen.
    • Die Krankenkassenapp ersetzt das lästige Verschicken von Formularen, Krankmeldungen, Unfallberichten usw.
    • Messenger mit den Spachnachrichten ersetzen das Telephon, man kann seinen Satz ohne Unterbrechung zu Ende sprechen.
    • Banking Apps ermöglichen Bankgeschäfte ohne Wege, Wartezeiten, Parkplatzsorgen und ohne vom Berater wegen neuer Produkte angequatscht zu werden, jeden Tag, rund um die Uhr.
    • Weder einen Photoapparat noch mobilen Kassetten-, mp3- oder CD-Spieler muß man extra mitschleppen, alles, sogar eine Taschenlampe "immer am Mann"...
    • Usw.


    Aber es hat seinen Preis:

    • Mobilfunkgebühren
    • Spätestens alle 3-4 Jahre ein neues Gerät, spätestens, wenn einige Apps auf dem alten Betriebssystem nicht mehr laufen.
    • Wenn das Gerät kaputt ist oder der Akku leer ist, geht gar nichts mehr.
    • Das Gerät hinterläßt ständig ein Bewegungsprofil, fast ist es eine elektronische Fußfessel.
    • U.v.a.m.

    So muß man ständig immer wieder Geld für den elektronischen Götzen ausgeben, ein Traum für die Unternehmen, für die langfristige Verträge mit ständigen Einnahmen perfekt sind. Das ist immer "schmeiß' weg, kauf' neu", ein wahnsinniger Ressourcenverbrauch, nur geringe Arbeitsmarktwirkung, nicht reparabel. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, geht es kaum noch ohne, dazu sozialer Druck. Ich erinnere mich noch an die Reaktionen, als ich vor gut zwei Jahren den meistgenutzten Messenger deinstalliert hatte. Man konnte den Eindruck gewinnen, als wollte ich nach Nordkorea auswandern. Bald werden sicher die Gebühren steigen, weil ja die Sendemasten Strom brauchen und der teurer geworden ist. Und an allen dem verdient der Staat kräftig mit.


    Ach, ich habe gerade an meinen 2001er Audi A2 die Zündanlage bei fast 360.000 km erneuern lassen, das konnte ich wegen der Schiene an der linken Hand nicht selbst? Neuwagen? Nein, danke, ich will kein Smartphone auf Rädern mit Totalüberwachung, welches dann in ein paar Jahren wieder rostet.


    Gruß


    Uli

    Tja, die originalen Dual-Leitungen sind schon sehr gut, auch wenn sie nicht so fett aussehen wie ein High-End-C-Rohr. Solange die Isolierung nicht beschädigt ist, reichen neue, ordentliche RCA-Stecker. Den CS 721, den ich zuletzt in der Mache hatte und der nun meinen Bruder erfreut, habe ich die Originalleitung meines CS 731Q verpaßt und den Umbau gemäß Anleitung vorgenommen, also mit separater Masse und trennen der Masseverbindungen am Kurzschließer. es nicht ein Ansatz von Brumm vernehmbar, beim 731er, der nun mit DIN an den CV 1200 angeschlossen ist, natürlich auch nicht.


    Gruß, Uli, der einarmige Bandit (linke Hand wegen Kahnbeinbruch in Gips)

    Es leider sind die Serviceanleitung von Dual für diese Plattenspielergeneration mehr als dürftig, da finden sich keine Hinweise zu Schmierstoffen. Beim CS 750(-1) und deren Derivaten läuft eine Metallachse in Kunststoff, ähnlich ist es ja auch beim CS 505, also kann man vielleicht dem Hinweis in der Serviceanleitung zu diesem Plattenspieler folgen, dort wird "Haftöl Renotac Nr. 343" für diese Lagerstelle aufgeführt.


    Gruß


    Uli

    Das Drähtchen erdet die Tellerachse, dieser Draht muß an der Tellerachse anliegen und Kontakt haben, sonst kann es zu Knistergeräuschen kömmen. Wichtig, der Draht gehört nicht unter die Tellerachse in die Lagepfanne, so daß die Achse dann auf dem Draht gelagert ist.

    Und: Nicht zuviel Schmiere anbringen, diese kann den satten elektrischen Kontakt beeinträchtigen.


    Dieser Erdungsdraht findet sich bei sehr vielen Plattenspielern, auch mit Riemenantrieb.


    Gruß


    Uli

    Moin Siggi,


    auf einem Flohmarkt gibt es selten eine Bedienungsanleitung zu dem erworbenen Gerät dazu, aber wir haben die Bedienungsanleitung zum Dual CS 1225 kostenlos und ohne Anmeldung abrufbar im Archiv.


    Diese Anleitung würde ich nehmen, den Dual-Plattenspieler vor mich stellen und ihn erst einmal gründlich kennenlernen, wo ist was, wie wird ausbalanciert, wie heißen die einzelnen Teile, letzteres ist für die Kommunikation hier im Dual-Board schon sehr hilfreich.


    Dann ist es wichtig, zu wissen, was für ein Tonabnehmer montiert ist, ist es ein Keramiksystem oder ein Magnetsystem. Der Dual 1225 wurde ab Werk meist mit dem Dual DMS 210, teilweise auch mit dem Shure M75 ausgeliefert. Wichtig ist in jedem Fall, daß die Nadel in Ordnung ist, um die Schallplatten nicht zu ruinieren.


    Jeder Tonabnehmer benötigt eine bestimmte Auflagekraft, mit der die Nadel auf die Schallplatte gedrückt wird. Für eine Reihe von bei Dual verbauten Tonabnehmer finden sich die Anleitungen mit den entsprechenden Werten hier. Offenbar wurde der Tonabnehmer an Deinem Dual schon einmal ausgewechselt, es könnte ein Modell von Audio Technica (AT) sein.


    Danach richtet sich die Antiskatingeinstellung, aber zuvor muß der Tonarm ausbalanciert werden, wie das geschieht, steht auch in der oben verlinkten Bedienungsanleitung.


    Dann muß der 1225 einen Verstärker und Lautsprecher haben, der Verstärker kann ein Gerät mit oder ohne eingebautem Radioteil sein. Wenn Du so etwas noch nicht hast, wäre z.B. dieses Angebot etwas Passendes. Da fehlt nämlich nur der Plattenspieler, alles andere ist in guter Qualität dabei. Ich habe auch noch so etwas in gutem Zustand übrig, Dual CV 1100 Verstärker, Dual CT 1140 Radioteil, Dual C 810 Kassettendeck und einfache Lautsprecherboxen.


    Das wäre aber an Selbstabholer, da Du keinen Wohnort angegeben hast, können ich und weitere Mitglieder, die vielleicht in der Nähe wohnen, die keine Angebot machen. Die meisten Dual-Boardler hier hocken meist auf nicht unerheblichen Überbeständen an Geräten, die aber von den Eignern häufig schon technisch in Schuß gebracht wurden. Vorsichtig muß man bei Auktionshäusern sein, da laufen leider viele Scharlatane herum, die überteuert defekte Geräte anbieten, bei denen "nur eine Kleinigkeit fehlt", aber oft z.B. Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind, einfache Geräte werden als "High End", "Klassiker", "Rarität" und so weiter beworben. Hier im Board geht es da meistens ehrlich zu, aber niemand kann in ein gebrauchtes, 40 oder 50 Jahre altes Gerät hineinsehen.


    Viel Freude mit Deinem Dual 1225 wünscht mit Gruß


    Uli

    Unter 2 Sekunden wird der CS 721 nicht seine Nenndrehzahl erreichen, erst CS 731Q und CS 741Q wurden mit Hochlaufzeiten von unter 2 Sekunden propagiert. Für den CS 721 gibt Dual einen Wert von 2 - 2,5 Sekunden bezogen auf 33 1/3 Umdrehungen pro Minute an.


    Hier scheint der Teller ja einwandfrei zu laufen, auch ohne Automatik dauert es dem Video nach zu lange, bis die Nenndrehzahl erreicht ist. Da hätte ich persönlich die Spannungsversorung, vor allem den Netzteilelko im Verdacht. Man kann während es Hochlaufens ja einmal die Versorgungsspannungen messen. Man kann hilfsweise auch den aufgenommenen Strom der Netzspannung messen (Vorsicht, nur bei entsprechenden Fachkenntnissen mit Netzspannung, 230 Volt können schon sehr gefährlich werden), Dual gibt folgende Werte an:

    • Während des Hochlaufens: 60 mA
    • Während es Spielbetriebs: 20 mA

    Daran kann man erkennen, daß das Netzteil während des Startvorgangs weitaus mehr Strom liefern muß, ist die Automatik im Eingriff, wird das erst recht der Fall sein. Kann nun das Netzteil diesen Strom nicht liefern, bricht eben die Spannung zusammen, das ruckelige Starten könnte ein Indiz dafür sein, daß hier etwas im Argen liegt. Der Motor bekommt einen Impuls, der Teller läuft an, aber sofort bricht die Spannung zusammen, dann nächster Impuls usw. Irgendwann schafft der Motor es dann doch auf Nenndrehzahl zu kommen und benötigt weniger Strom.


    Den dicken Netzteilelko sollte man in jedem Fall neu machen und dann mal weitersehen.


    Gruß


    Uli

    Wegen der Schwergängigkeit beim Spulen: Immer wieder bin ich bei solchen Problemen auf zähe Schmiermasse direkt auf den Wickeldornachsen gestoßen. Also habe ich immer die Wickeldorne von den Achsen genommen, die Achsen selbst, auch die Stelle, wo sich durch das Gehäuse geführt werden und die Bohrung des Wickeldorns (Faden auf Stopfnadel ausfädeln und dann wie beim Gewehrreinigen immer wieder durch die Bohrung ziehen) vom alten Schmodder befreit. Es ist nun wohl eher "Geschmackssache", ob man einen Tropfen Feinmechanikeröl (hat sich bei meinen Aktionen bisher bewährt) oder etwas technische Vaseline zur Neuschmierung verwendet.


    So manches Mal war dann eben nicht z.B. ein ausgeleierter Riemen Schuld, sondern verharztes Fett.


    Gruß


    Uli