Beiträge von Deichgraf63

    Wenn ich hier schaue, dann müßte es der CS 545 sein. Hier ist der ganze Katalog der Serie. Du hast die Wahl.


    Man muß wissen, was man will, will man unbedingt die zeitgenössische Anlage haben, oder hat man andere Prioritäten?


    Als Beispiel: Im Arbeitszimmer habe ich CS 731Q, CV 1200, CT 1240 und C 820 an den CL 710 im Einsatz, zwar alle aus dem Katalog 2/79, aber eigentlich war: CS 504/CS 506, CV 1200, CT 1240, C 809/C 810 die Zusammenstellung, die CL 710 passen, es hätten auch CL 241, CL 271 oder CL 281 sein können. Auch wurden Beipackboxen L2000 angeboten, erfüllen zwar die DIN 45500, mir machen diese Lautsprecher absolut keine Freude.


    Noch weiter weiche seit kurzem im Wohnzimmer ab. Bald kommt ein CV 441 RC zu dem schon vorhandenen CT 441 RC und dem CD 1040, soweit paßt es. Der CS 750-1 ist aber erst ein paar Jahre später im Programm und dann habe ich auch noch das serienmäßige DMS 750 gegen ein Ortofon Super OM 30 ersetzt. Und nicht genug des "Frevels", nein, da stehen seit knapp zwei Wochen auch noch zwei Nubert Nuboxx B-60 Standlautsprecher, gar nicht von Dual und aus neuer Produktion. Warum? Weil mir der optimale Klang wichtig ist.


    Wenn Du es genau nehmen willst, dann müßtest Du auch die Dual CL 1280 dazu nehmen. Ehrlich, die Dinger würde ich nicht meinem ärgsten Feind empfehlen, dünner Klang, bröselnde Schaumstoffsicken, mich schüttelt es bei dem Gedanken an die Dinger.


    Der CV 1280 ist nicht schlecht, den CT 1280 hatte ich einmal in der aufgemotzten Version als CT 440, das ist ein ganz feiner Tuner, der mit unterschiedlichen Gehäusen und unter verschiedenen Bezeichnungen ein halbes Jahrzehnt im Programm war, zuletzt als CT 5040 der ersten Audiophile Concept Generation. Der CD 40 ist ein Klassiker, der erste in Deutschland entwickelte und gebaute CD-Spieler.


    Also, suche Dir den Plattenspieler aus, der Dir gefällt der CS 630Q paßt genauso wie ein CS 5000.


    Ich finde es gut, wenn sich auch jemand für diese eher unbeliebten Geräte mit den Plastikfronten interessiert. Wenn da keine Schmierfinger drauf sind, sieht es durchaus interessant aus.


    Viel Freude mit den Geräten wünscht


    Uli

    Klar, die Geräte von Fehrenbacher haben einen langen Produktionszeitraum, aber das hat ein Linn LP 7 12 auch, was soll man bei einem guten Plattenspieler auch groß verbessern? Die Entwicklungskosten für ein komplett neues Modell sind, im Vergleich zu den 1970er eben nicht auf Zehntausende von produzierten Geräten eine Typs umlegbar. Deswegen sind wirklich neue Plattenspieler meist technisch anspruchslos konstruiert, also ein kleiner, geregelter Gleichstrommotor treibt über einen mehr oder minder breiten Riemen einen mehr oder minder schweren Plattenteller an, Drehzahlkonstanz, Gleichlauf und Rumpelverhalten ergeben sich eher zufällig. Ein Subchassis ist schon zu aufwendig, ein paar einfache Dämpferfüße müssen reichen. Der Tonarm muß meist ohne aufwendige Lagerung auskommen, die Auflagekraft wird meist simpel mittels Unbalance erzeugt, Antiskating meist primitiv durch ein an einem Faden unkontrolliert herumbaumelnden Gewicht. Dazu gibt es einen mehr oder minder guten TA. Teuerere Modelle weisen meist mehr Materialeinsatz, Gold, Holz usw. auf, die "Holzklasse" mit einem einfachen Phonopre, einem AD-Wandler auf USB. Die Umschaltung zwischen mit oder ohne internen Phonopre erfolgt meist über einen erbärmlichen Pfennigknipser von Schiebeschalterchen, der schon vom Ansehen Kontaktproblemen bekommt. Wer ernsthaft Vinyl hören will, greift bei Neuware zu den teuren Modellen, ein Hobby darf ja auch gern einmal mehr kosten. Wer nur nebenbei hört, seine Jugendscheiben digitalisieren will oder einfach nur einen Plattenspieler haben will, weil es chic ist und ein wenig den intellektuellen Nimbus einer Bibliothek ausstrahlt, der kauft ein Einfachmodell und ist damit durchaus glücklich.

    Ansonsten muß man nüchtern feststellen, daß man mit einem guten CD-Spieler, der noch nicht Videoformate und komprimierte Formate abspielt, sondern noch ein echter, reiner CD-Spieler ist, einfacher und günstiger zu einem guten Klangresultat kommt. Das mit einem Plattenspieler zu erreichen ist schon eine Wissenschaft für sich, die als Hobby Spaß bereiten kann.


    Die Tonabnehmerhersteller haben sich dem Trend angepaßt, auch hier sind es geringe Stückzahlen, die echte Neuentwicklungen unwirtschaftlich machen.

    Wenn man tiefer in die Materie eintaucht, gute Geräte einsetzt, dann erkennt man gute und schlechte Aufnahmen schnell, was Fluch und Segen zugleich ist, sind einige Aufnahmen schnell unerträglich, während man bei einigen Aufnahmen, die man seit Jahrzehnten zu kennen glaubt, immer wieder überraschende Details entdecken kann.


    Und wer immer klagt, wie teuer alles geworden ist. 1974 lag das durchschnittliche Monatsbruttogehalt bei 1.500 DM, ein Dual CS 701 kostete auch Mal eben knapp 1.000 DM. So ein Plattenspieler für 2.000€ ist also nicht "überkandidelt", vor allem, wenn man die geringen Stückzahlen betrachtet, dagegen war der CS 701 echte Massenware.


    Gruß


    Uli

    Mein Bruder hat einen CS 630Q, den er mal von mir bekommen hat. Seine DN 166E war hin, ich habe ihm Probeaufnahmen hochauflösend digitalisiert, Nadel 5, Nadel 10, Nadel 20, Nadel 30. Ich höre da erhebliche Unterschiede, die den Mehrpreis rechtfertigen, er nicht, er hat die Nadel 5E genommen und ist damit zufrieden. Man muß auch immer bedenken, was "hinter" dem Plattenspieler ist, Verstärker, Lautsprecher, Raumakustik. Der Sony-Verstärker meines Bruder ist wohl genausowenig wie der CS 630Q das Nadelöhr, vielmehr werden es bei ihm die Dual SB 1120 Lautsprecherboxen sein, die beim Übergang Duals von Schneider auf Karstadt über die Märkte der Karstadt-Gruppe, wie z.B. Schauland vertrieben wurden. Diese Lautsprecher haben keinen richtigen Tiefbaß, sonst wäre ab der Nadel 20 der Unterschied auffällig, bei sehr guten Boxen hört man auch die Stufe zur Nadel 30 noch. Das ist auch immer eine Preisfrage, von daher könnte sich mein Bruder den edelsten MC-Abtaster leisten, er will es schlicht nicht und das ist auch eine Entscheidung.


    Gruß


    Uli

    Nun, die Thematik ist da ja Folgende: Es gab Hersteller, die die Geräte tatsächlich in eigenen Werken gebaut haben, Philips, Sony... Einige Hersteller haben sich "verlängerter Werkbänke" bedient. Das bekanntestee Beispiel ist Dual mit den Kassettendecks der International Reihe. Die stammen, bis auf das C 839 RC alle aus dem Werk des OEM Herstelles Asai. Der hat selbst keine Geräte vermarktet, aber für viele Hersteller gebaut, da stimmt dann das "Made unter Dual Specifications". Es gab auch Geräte, die von einem Hersteller für eine andere Marke gebaut wurden, der auch selbst Geräte verkaufte, so z.B. die CV 1260 und CV 1460, die bei Denon hergestellt wurden, aber keinem Gerät von Denon entsprechen. Dann gibt es Marken, die stellen gar nichts her, die kaufen alles zu, z.B. bei Inkel (heißt heute anders). Die haben für alle möglichen Marken Geräte gebaut, auch für Dual, die Geräte waren aber nicht mir den eigenen Sherwood Geräten baugleich. Und es gibt Geräte, die sind klar nur zugekauft, haben nur geringe Modifikationen, meist optischer Natur, bei Dual sind es die CD 120, CD 130 und der CD 5150 RC.


    Bei meinem Dual CD 1040 steht groß "JVC" auf der Abtasteinheit, auch die Fernbedienung ist identisch mit einer Fernbedienung von JVC, aber es gibt kein JVC-Gerät, was direkt baugleich ist, in der Ära hat JVC keine Geräte mit LCD-Display im Programm gehabt. JVC gehörte aber wohl, wie Technics, zum Matsushita-Konzern.


    Heutzutage ist das meiste bei allen Herstellern fremdgefertigt. Eventuell wird noch die Entwicklung selbst gemacht, gefertigt dann aber in Fernost in großen Fabriken, die nichts anders machen, als Geräte für viele Marken zu fertigen. Das kennt man auch von den Smartphones, Apple fertigt auch nicht selbst, sondern läßt, wie viele, bei Foxxcon (ich weiß nicht, wie man das richtig schreibt) fertigen.


    Bei CD-Spielern geben manches Mal die Wandler oder eine Aufschrift auf der Abtasteinheit einen Hinweis auf den Herstellern, aber nicht immer.


    Gruß


    Uli

    Könntest Du im Inneren des CD 1035 RC irgend einen Hinweis geben, von welchem Hersteller das Gerät gefertigt wurde? Dual hat ja bis auf die Modelle CD 40, CD 41 und CD 20 keinen CD-Spieler im Hause in Deutschland hergestellt, die anderen Geräte waren mehr oder minder Abkömmlinge asiatischer Hersteller, CD 120 und CD 130 von Hitachi, CD 1040 von JVC, CD 5150 RC von Rotel...


    Also schon alle aus "gutem Hause", aber nicht "Made in Germany". Aus der Serie des CD 1035 RC gibt es ja mehrere Geräte gleicher Aufmachung mit der grün hinterleuchteten LCD-Anzeige wie z.B. auch der CD 1028...


    Gruß


    Uli

    Es ist für denjenigen interessant, der die Arbeit notfalls auch allein hinbekäme, es aber aus bestimmten Gründen nicht macht: Zeitmangel, fehlende Meßmittel, keine Lust, mühsam passende Bauelemente auszuwählen und zu bestellen. Wer aber schon nicht in der Lage ist die Knallfrösche und den Steuerpimpel auszuwechseln, der sollte die Finger davon lassen. Für den einen oder anderen ist das schon ein sehr interessantes Angebot. Es wäre ja nicht das erste Mal, daß ein Dreher mit EDS 920 nach dem Quertausch der Platine aus einem funktionierenden Gerät wieder einwandfrei funktionierte, aber ums Verrecken nicht mit der maladen Platine, auf der der Fehler einfach nicht auszumachen ist.


    Gutes Angebot? Es kommt darauf an.


    Gruß


    Uli

    Diese CD-Direkt-Taste soll der Klangverbesserung diesen, indem die Eingangsstufe des Receivers, der hier elektronisch und nicht über mechanische Schalter realisiert ist, umgangen wird. Dabei liegt die Annahme zugrunde, daß die Elektronik, im Gegensatz zu den mechanischen Umschaltern, Rauschen und Verzerrungen produzieren könnte.


    In einem zeitgenössischen Test des Dual CR 5950 RC, der diese Taste auch hat, konnte kein klanglicher Unterschied festgestellt werden, was sich mit meiner Erfahrung deckt. Eine Taste, die die Klangregelung umgeht, wäre da sinnvoller gewesen.


    Gruß


    Uli

    Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit sich nicht über solche Geräte zu ärgern: Nicht kaufen. Da dieses aber viele Menschen dennoch tun, werden solche Geräte weiter produziert und verkauft. Jeder, sich ernsthaft mit HiFi beschäftigt, der weiß, daß schon ein halbwegs ordentliches Tonabnehmersystem mehr kostet. Ich spreche hier immer von Neuware. Wenn man länger Freude an seinem Plattenspieler haben möchte und ein Neugerät wünscht, dann geht das heutzutage inklusive TA nicht unter 500€, da wird man dann bei Rega, Project und Rekkord fündig und bekommt keine Ramschware. Das ist wie bei Werkzeug, das gibt es ab und an auch beim Discounter, aber als ambitionierter Heimwerker wird man selten damit glücklich werden.


    Also 500€ für den Plattenspieler, das gleiche etwa für ein Paar Nubert B-30 Kompaktlautsprecher und noch einmal die gleiche Summe z.B. für einen Vollverstärker, z.B. von Yamaha. Und: Nein, nicht noch einmal 500€ für die Kabel, wir sind ja hier nicht in Berlin. Also 1.500€ für eine neue Anlage zum Schallplattenhören, das auch wirklich lange Freude macht. Irgendwelche "Nostalgie-Kompaktanlagen" sind reine Geldverschwendung. Dann sollte man auf Vinyl verzichten, auf CD setzen, dieser Tonträger nimmt beim Abspielen auf einfachen Geräten keinen Schaden. Meine Frau hat in der Küche so eine kleine Pioneer HM 26 Anlage, CD, UKW, MP3 und zwei Boxen für unter 100€ erworben, das gleiche kosten diese Kompaktanlagen mit Plattenspieler. Aber die Pioneer ist klanglich High End dagegen. Diese Anlagen gibt es inzwischen sogar mit DAB+.

    Schallplatten sind neu teuer, auch brauchbare Plattenspieler haben neu ihren Preis.

    Nicht jeder möchte gebrauchte Geräte, obwohl bei Plattenspielern durchaus interessant.


    Gruß


    Ulu

    Na, da bin ich einmal gespannt, wer da als "Investor" auftaucht, daraus ergibt sich dann, ob Dual und seine ursprünglichen Werte eine Chance haben oder endgültig vorbei sind. Da kann man nun spekulieren, am schlimmsten wäre es natürlich, wenn es Chinesen sind, interessanter wäre da schon, wenn Project, nachdem man schon Zugriff auf die Produktion im Schwarzwald hat, sich nun auch die Namensrechte sichert, damit dann vielleicht "wieder zusammenwächst, was zusammengehört." Oder es gibt eine Überraschung. Nachdem z.B. Nubert ja seit einiger Zeit auch eigene Elektronik neben den bekannten Lautsprecherboxen anbietet, könnte da eine eigene Plattenspielermarke doch nicht schlecht sein. Räumlich nicht zu weit entfernt und mit hohem Anspruch.


    Der Wert von Dual sind ziemlich sicher die Markenrechte, was natürlich auch die Schmeißfliegen der Marktwirtschaft anziehen dürfte, die die Marke erwerben wollen, um dann allen möglichen minderwertigen Rotz unter dem Namen zu verkaufen, negative Beispiele gibt es ja zuhauf.


    Die gute Nachricht ist ja nun zuerst einmal, daß man plant, irgendwie weiterzumachen.


    Ich hoffe, es gibt eine deutsche oder zumindest europäische Lösung, die weder zu Ramschware noch zu unbezahlbarem Esoterik-Hifi führt.


    Gruß


    Uli

    Das ist immer die Frage der Fragen. Bei eBay-Kleinanzeigen werden für Dual CS 455 zwischen 50€ und 250€ aufgerufen. Das bedeutet nicht, das jemand bereit ist, die Preise auch zu bezahlen. Den CS 455 gibt es auch als CS 455-1, mit einfachen folieren Konsolen oder mit edleren, mit Echtholz folieren Konsolen. Dann ist die Frage ob es vielleicht eine "Gold Edition" ist, welcher Tonabnehmer verbaut ist, wie der Zustand der Nadel und des Plattenspielers, auch der Abdeckhaube ist, ist die billige Filzmatte oder die schwere Gummimatte auf dem Plattenteller. Wie gut ist der Riemen, stimmen die Drehzahlen, funktioniert die Automatik.


    Der richtige Preis ist immer der, den jemand zu zahlen bereit ist. Das ist nicht immer nur rational begründet, vor allem bei HiFi, egal ob alt oder neu.


    Wer den erzielbaren Preis ermitteln will, ist hier falsch und in Online-Auktionshäusern besser aufgehoben.


    Einen genauen Preis wird Dir hier vermutlich niemand nennen, selbst, wenn es um An- und Verkäufe im Marktplatz hier um Dual-Board geht, muß der Verkäufer einen Preis angeben und Preisverhandlungen werden per PN und nicht öffentlich geführt. Das dient nachweislich seit fast zwei Jahrzehnten dem Dual-Board-Frieden.


    Gruß


    Uli

    Das sind die Hersteller der Elektrolytkondensatoren. Diese sind an der Aufschrift zu erkennen, "Frako" steht in Klartext auf den Elkos, auf den dunkelroten, stehenden "Tonnen" steht oft nur "ROE". Nicht zu vergessen sind die Entstörkondensatoren mit der Aufschrift "Rifa", transparentes, eher blasses, meist schon rissiges Kunststoffgehäuse. Das war seinerzeit alles gute Qualität, nach meist über 40 Jahren dürfen diese Bauteile gern einmal erneuert werden. Für die enorm lange Einsatzzeit von mehreren Jahrzehnten sind die Geräte und die darin verbauten Komponenten nie gedacht gewesen.


    Gruß


    Uli

    Nicht vergessen sollte man die Option, sich bei Nubert erst einmal beraten zu lassen und sich dann ein paar Lautsprecher versandfrei zuschicken zu lassen, die man dann vier Wochen gründlich in den eigenen vier Wänden probehören kann. Gefallen die Lautsprecher nicht, kann man diese - ebenfalls kostenfrei - zurücksenden. Ich finde das sehr fair. Bräuchte ich neue Lautsprecherboxen und würde keine gebrauchten Lautsprecherboxen in Erwägung ziehen, würde ich das wohl nutzen. Was nützt es, wenn sich die Lautsprecher z.B. beim Märchenonkel in seinem Berliner Hifi-Studio toll anhören, aber nun so überhaupt nicht mit der Wohnraumakustik bei Dir zurecht kommen?


    Gruß


    Uli

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    Die 22er Modelle sind häufig (immer?) schwarz, weshalb du dann eher eine dunkle Rauchglashaube und eine schwarze Matte bekommst (siehe Foto meines 2235).

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    Die CS 2225Q und CS 2235Q gab es auch in "polar-metallic".


    Diese Farbe wurde aber offenbar viel seltener verkauft, da das anthrazit eben zu Anlagen anderer Hersteller bester paßte und zu der Zeit begann im Hifi-Sektor die "schwarze Ära".


    Gruß


    Uli

    Moin Maximilian,


    und herzlich Willkommen in der Dualitis-Selbsthilfegruppe.


    Richtig, so ein CS 620Q ist zwar kein "Handschmeichler" oder eine "Augenweide" für Wertigkeitsfanatiker, aber es ist bei ihm umgekehrt proportional wie bei neuen Modellen in Hinblick auch "Sein" und "Schein". Diese Spieler sind klanglich hervorragend. Das serienmäßig ULM-System kann man auch mit einer Original Ortofon Nadel 20 oder 30 klanglich aufwerten.


    Ja, die Elektronikkur ist wichtig und richtig. Daß das Gerät im Stillstand warm wird, ist bedingt durch den Umstand, daß diese Dreher keinen echten Netzschalter haben, das Netzteil ständig unter Spannung steht. Eine schaltbare Steckdose kann bei Bedarf Abhilfe schaffen.


    Elkos sollte man neu machen, aber ebenso die serienmäßigen Cinch-Stecker abzwacken und durch neue ersetzen, die Dinger neigen zu Kontaktproblemen. Das kann dramatische Folgen haben, wie .ein Bruder mit seinem sehr ähnlichen CS 630Q erfahren mußte. Er hatte das Gerät benutzt und das Haus verlassen, ohne den Verstärker abzuschalten. Nach seiner Rückkehr hörte er ein gräsliches Geräusch: Es hatte in seiner Abwesenheit ein Brummen begonnen, daß die Tieftöner seiner Grundig 1600 Lautsprecherboxen zerstört hatte.


    Das Problem mit den Matten ist bekannt, idealerweise kann man eine von einem CS 22xx ergattern, die bleiben geschmeidig. Leider ist es gerade bei dieser Plattenspielerserie so, daß die Matte einen erheblichen Anteil der Plattentellermasse ausmacht, die wiederum für den Gleichlauf wichtig ist. Gerade eine leichte Filzmatte ist nicht ideal. Ich bin bei meinem CS 750-1 mit serienmäßiger Filzmatte diese durch eine schwere Gummimatte von einem CS 505-3 ersetzt, die Anbindung ans Vinyl ist besser, der Baß straffer und man ärgert sich nicht mehr über eine am Vinyl haftende Matte. Statische Aufladung ist auch weniger. Ich habe bei Dualfred damals eine weiche Matte für den Dreher meines Bruders bekommen, die etwas leichter ist als das versteinerte Original und Ich gut paßt.


    Abdeckhauben passen u.a. von folgenden CS-Typen: 511, 520, 525, 530, 610Q, 620Q, 630Q, 2225Q, 2235Q.


    Gruß


    Uli