Beiträge von Deichgraf63

    Frage mal bei Norbert (briegel) an, der weiß sicher, was da als Ersatz paßt, diese Verstärker müssen noch an einigen Stelle überarbeitet werden, will man länger Freude an ihnen haben, ich empfehle dringend diese Lektüre (runterscrollen). 

    Ich habe von Norbert einen Dual CV 441 RC gekauft (Ein optisch "veredelter" CV 440), läuft seit Jahren perfekt. Mein Tip für diese Verstärker: Nubert NuBoxx B-60. Die passen in der Belastbarkeit perfekt, sie brauchen etwas mehr Leistung, die der CV 440 ja hat und dann hast Du einen Klang "zum Niederknien". Man kann die bestellen, vier Wochen testen und bei Nichtgefallen retournieren, bekommt sein Geld wieder. Lasse Dich nicht von den kleinen Woofern täuschen, die Dinger gegen mit nur -3 dB bis 35 Hz runter, da kommen auch kühlschrankgroße Vintagelautsprecher nicht mit.

    Gruß

    Uli

    Nun, ich finde die Meßkopplermethode schon richtig, da ja nicht unbedingt der verbaute Tonabnehmer beim Kunden verwendet wird, bei Thorens & Co. ist ja nicht einmal der Tonarm eine feste Größe. Will man sich also auf ein vergleichbares Meßverfahren einigen, ist der Meßkoppler völlig korrekt, da hier auch Ungenauigkeiten der Meßplatten nicht hineinspielen.

    Man muß bei den Betrachtungen bedenken, daß Dual bis etwa um die Zeit der Entwicklung des Dual CS 731Q linear bis 0 Hz heruntergemessen hat, später hat man, durchaus normgerecht nach DIN, die Frequenzen unter 20 Hz weggefiltert, das ergab bessere Meßwerte. Die Japaner haben das wohl auch gemacht, so wäre es doch von Dual Dummheit gewesen, seine Plattenspieler vorsätzlich schlechter zu messen. Bei den Gleichlaufwerten haben die Japaner gern auch WRMS verwendet, weil da die Werte dann scheinbar besser sind. Dual hatte bis ca. 1978 die WRMS-Werte nicht angegeben, getrieben durch die Japaner mußte Dual diese "Angeber"-Meßmethode auch aufführen. Viele japanische Geräte dieser Zeit waren nämlich beileibe nicht so gut, wie in den Prospektdaten propagiert.

    Gruß

    Uli

    Die Rumpelwerte kann man aus dem Diagramm ungefähr ablesen. Der Rumpelfremdspannungsabstand wird herunter bis 10 Hz gemessen, da würde ich so 45 dB mit Meßplatte und 57 dB mit Meßkoppler ablesen, der Geräuschspannungsabstand bewertet nur die hörbaren Anteile, also über 20 Hz, da lese ich dann für die Messung mit Platte 58 dB ab, mit Meßkoppler 81 dB. Und man klar daraus ablesen, daß die Meßplatte der begrenztende Faktor ist, die mit Meßkoppler ermittelte Meßwerte von 57 dB / 81 dB sind eines echten Dual 7ers absolut würdig. Das Diagramm zeigt klar, daß die vom Laufwerk selbst verursachten Störungen weit unter denen der Meßplatte liegen, bei normalen Musikplatten dürfte das noch klarer sein. Also: Am Laufwerk etwas in Sachen Rumpeln verbessern zu wollen, würde nur Geld kosten, aber nichts bringen.

    Gruß

    Uli

    Mir fallen dazu einfach keine Worte ein, außer: Perfektion in Vollendung. Danke, daß Du uns immer wieder auch mit einem "making of" teilhaben läßt, das kostet ja auch Zeit. Auch wenn man es hier Schritt für Schritt sieht, es ist wie bei vielen Dingen, es sieht so leicht aus, wenn es ein Könner und Meister macht, aber wenn man es selbst versucht...

    Gruß und Danke in die Nachbarschaft

    Uli

    Nun, ich bin weder dämlich noch schwimme ich in Geld, aber der CS 701, den kenne ich eigentlich gar nicht, außer von außen, wenn er läuft, läuft er, hat 'ne neue Haube bekommen und ein Shure M95 mit guter Nachbaunadel. Ich muß wohl mal in meinem Sommerurlaub einen Ausflug aus meiner Baracke in ein Schloß machen .... ;)

    Gruß

    Uli

    Wegen der Tonarmdemontage habe ich auch lieber die Finger von meinem CS 701 gelassen, der Lift "plumpst" zwar noch nicht wirklich, senkt sich aber schon zügig. Ich habe aber ein Video von einem der neuen Dual-Modell gesehen, da ging es auch so flott. Wovon ich keine Ahnung habe, lasse ich lieber die Finger und das Justieren der Tonarmlager erfordert Feingefühl. Wenn es bei meinem 701 soweit ist, muß ich mir auch einen Experten suchen, der Versand dieses Trums ist ja nun auch nicht ohne und der Wohltäter würde von mir auch entlohnt, "ein Arbeiter ist seines Lohnes wert". so steht es schon in der Bibel. Und die, die es können, könnten in der Zeit ja auch erquicklichere Dinge tun... Mal sehen, ob es in Hamburg und Umgebung eine Firma gibt, die sich das zutrauen.

    Gruß

    Uli

    Nun, noch ist der CS 629Q ja ein Prototyp, ich hatte aber eher mit einem Preis um 1.500€ gerechnet, wären dann immer noch 300€ mehr als der manuelle CS 618Q, 600€ mehr für die Automatik würde ich nicht zahlen. Wer ist bloß auf die Idee gekommen in einen 1.800€ Plattenspieler diesen Bluetooth Spielkram einzubauen? Wer ein Plattenspieler in der Preisklasse kauft, nimmt doch kein Bluetooth und gibt das Signal an Krachmacher wie Boombox, Soundbar oder Smart-Speaker aus. Darauf hätte ich bei dem CS 629Q genauso verzichtet wie auf den eingebauten Phono-Pre, das paßt nicht zum Preis, da wäre dann eine masselose Auflagekrafteinstellung wirklich sinnvoller gewesen, aber so? Bräuchte ich einen neuen Dual, würde ich dann doch den CS 618Q nehmen, das gesparte Geld in ein 2M Bronze investieren, habe dann ein weitaus besseres Preis-Leistungsverhältnis.

    Wer etwas konstruiert, was eine App braucht, baut gleich die Obseleszens ein, in ein paar Jahren wird die Bluetooth-App von Android und Apple die Zusammenarbeit verweigert, dann war es das mit der Fernbedienbarkeit. Im Endeffekt hat man dann Elektroschrott, nachhaltig ist das nicht.

    Gruß

    Uli

    Naja, nur Video 2000 bot die Wendekassette, Auto-Tracking, Echtzeitanzeige, störzonenfreie Zeitlupe, Zeitraffer und Standbild und als erstes Stereoton. Für VHS gab es das alles erst, nachdem Grundig auch VHS baute. Die Grundig Video 2000 waren schon anfällig, vor allem das Schaltnetzteil.

    Gruß Uli

    XLR ist, wie übrigens auch DIN, intelligenter konstruiert, da zuerst die Abschirmung/Masse Kontakt bekommt, erst dann die signalführende Leitung, das vermeidet Brummen und damit Schäden, sollte man doch einmal im Betrieb Anschlüsse vornehmen. Diese RCA-Kontakte sind alles andere als betriebssicher, da habe ich schon weit öfter Brummen gehabt als bei den vielgescholtenen DIN-Steckern. Aber nicht immer setzt sich die beste Technik durch, das kennen wir ja noch von den Videosystemen, das technisch schlechteste System, VHS, hat sich durchgesetzt.

    Gruß

    Uli

    Der Neue sieht toll aus, bringt auch neue Akzente, wie das Headshell mit Dual-Logo, das wird bestimmt ein begehrtes Nachrüstteil werden, ebenso wie die neue Tellermatte, auch mit Dual-Logos, in der Bauart angelehnt an die Matten der Thomson-Geräte, aber sicher haltbarer. Der CS 718Q wird nun den Wettbewerb das Fürchten lehren, Gleichlaufschwankungen nach DIN von +/- 0,05% sind eine echte Ansage, wer Alfred kennt, der weiß, daß das ein garantierter Wert ist, das liegt in der Größenordnung der alten Dual DD, wie sie in Tests meist ermittelt wurden und heute sonst von keinem Plattenspieler mehr erreicht werden, oft "eiern" die zehnmal so stark.

    Hier der Prospekt zum Dual CS 718Q.

    Und nur ein Jahr Zeit zum Luft holen, er kommt tatsächlich, der neue Dual CS 629Q mit einem neu entwickeltem DD-Motor, wohl exklusiv Dual aus der Werkstatt von Alfred Langer, und mit Vollautomatik. Ich denke, der CS 629Q hat das Zeug zum "Star" im Dual-Board, wenn es um neue Plattenspieler geht.

    Mit Dual muß man nun ernsthaft wieder rechnen, es blieb eben nicht beim CS 618Q und gepimpten Modellen, die schon als "DT" verkauft wurden und verbessert wurden. Sondern es sind neu Plattenspielerentwicklungen.

    Gruß

    Uli

    Der Gründer von Papst, Hermann Papst, war bis 1937 bei Dual, da dürfte es wohl immer eine enge Verbundenheit bestanden haben. 1992 wurde das angeschlagene Unternehmen von EBM übernommen, was auch erklären könnte, warum Fehrenbacher keine Plattenspieler mit dem EDS 5000 Motor mehr baute und anbot (CS 5000, CS 750(-1) und deren Abkömmlinge.

    Gruß

    Uli

    Wenn dem so wäre, wären die Systeme, die Dual ab Werk bei den ULM-Tonarmen verbaut hat, nicht so leicht.
    Es ist tatsächlich so:

    Leichte Tonarme = leichte Systeme
    Schwere Tonarme = schwere Systeme

    Und auch Ortofon schreibt das in der Anleitung zu den OM-SYstemen, das man bei leichten Tonarmen das Gewicht herausnehmen soll.

    Nun, die Frage ist, warum Ortofon das so geschrieben hat. Es besteht die sehr wahrscheinliche Möglichkeit, daß Ortofon vom Einlegen des Gegengewichts bei leichten Armen abrät, weil sonst der Tonarm ohne Zusatzgewicht am Tonarm nicht ausbalanciert werden kann. Den Nachteil der nicht günstigen Tiefenresonanz der Arm-TA-Kombination ist bei der SIchtweise als das geringere Übel anzusehen. Denn was nützt eine passende Tiefenresonant, wenn man den Tonarm nicht ausbalancieren kann.

    Nicht nur Dual hat leichte Tonarme am Markt gehabt und nicht alle Herstelller lieferten Umrüstsätze mit Zusatzgewichten für das Balancegewicht, weil diese Arme oft keinen Umrüstsatz aufgrund der herstellerspezifischen und mit der Quasi-Norm "1/2-Zoll" inkompatible Befestigung konstruiert haben.

    Gruß

    Uli

    Man muß bei der Betrachtung der Entscheidung pro/contra Zusatzgewicht bedenken, daß die Nadeln der frühen OM-Systeme noch eine höhere Nadelnachgiebigkeit hatten, für diese ist ohne Zusatzgewicht wohl besser, aber Nadeln jüngeren Produktionsdatums sind "steifer", da kann das Zusatzgewicht samt Zusatzgegengewicht, mithin mehr effektive Masse durchaus von Vorteil sein, ich "fahre" das Super OM 30 am Arm meines CS 731Q mit Zusatzgewicht. Korrekterweise müßte man die Tiefenresonanz der Arm-TA-Kombination wegen der Serienstreuung messen und ermitteln, ob man im Idealbereich von 8 Hz bis 10 Hz landet.

    Gruß

    Uli

    Wenn Du schreibst "recht großer Raum", wie groß denn? So ein CV 120 mit CL 180 ist mit seinen 2x 40 Watt Sinus keine PA, für eine "normales" Wohnzimmer um die 25 Quadratmeter und 2,5 Meter Deckenhöhe bei nicht zu hohen Schalldruckansprüchen gut, aber sonst braucht macht man mehr Leistung, wenn es um HiFi mit dynamischer Musik. Klar, man mit einem 2-Watt-Kofferradio oder einer Boom-Box eine ganze Wohnung mit "Musik" füllen, schon z.B. bei Klassik sind 50 Watt/Kanal bei normal wirkungsgradstarken Lautsprechern nicht übertrieben, der CV 120 ist da schon das Minimum. Ich habe hier für die 25 qm einen CV 441 RC mit über 2x 200 Watt Sinus "am Start". Mit wirkungsgradstarken Lautsprecherboxen wie Dual Serie 700 könnte es gehen, Dual CL 730 wären da sicher eine Option.

    Gruß

    Uli

    Einen zeitgenössischen Test der ganzen Boxenserie von 1974 gibt es hier. Das ist 52 Jahre her und in der Zeit gab es ganz enorme Fortschritte in der Lautsprecherboxentechnik.

    Hand aufs Herz: Bestelle Dir mal bei Nubert ein Paar Lautsprecher, die kannst Du vier Wochen ausgiebig in Deinem eigenen Abhörzimmer risikolos testen, werden Dir nach Hause geliefert und bei Nichtgefallen auch von dort abgeholt und Du bekommst Dein Geld zurück. Ich bin überzeugt, schon die kleinen Nubert NuBoxx B-30 spielen die CL 180 an die Wand. Ich selbst habe die NuBoxx B-60 an einem Dual CV 441 RC, mein Exemplar hat "Briegel" mit über 2x220 W Sinus und über 300 W Musik pro Kanal gemessen und ich konnte "voll aufdrehen", das stecken die Nuberts weg. Baß gibt es ohne Ende, da kommen meine Dual CL 710 nicht ran, auch die großen Dual CLX 9200 kommen da nicht ansatzweise heran.

    Gruß

    Uli