Bitte um Empfehlungen, ich bin etwas verzweifelt

  • Hallo ihr Lieben,


    ich versuche mich jetzt schon seit 3 Tagen in die Welt der alten Dual-Plattenspieler einzulesen und herauszufinden, welche Modelle für den Anfang vernünftig sind.

    Ich war dann bei nem 1019er angekommen, aber sicher bin ich mir nun nicht.


    Mein Budget wäre so bis 300€. Wichtig wär mir, dass er klanglich solide ist und man Nadeln und evtl andere Ersatzteile leicht nachkaufen kann.

    Gibt es vllt auch Online-Händler, welche vertrauenswürdig sind oder bleibt mir nur ebay-Kleinanzeigen übrig?


    Tut mir leid, wenn diese Frage nervt, ich habe nur keinen passenden älteren Beitrag gefunden, der mir wirklich hilft. (Und Hilfe brauch ich ganz dringend)


    Vielen Dank, bleibt gesund und lieben Gruß :)

    Mina

  • Hallo,


    erst einmal ein herzliches Willkommen.


    Vorab: was ist vorhanden? Hat Dein Verstärker einen Phono-Eingang?


    Weiterhin: was möchtest Du? Der 1019 ist ein Wechsler, aus dem Vollen gearbeitet.


    Wenn Du einen Dreher von einem der Forenkollegen erwirbst kannst recht sicher sein, dass das Gerät bereits gewartet ist.

    Denn ein 1019 ist inzwischen über ein halbes Jahrhundert alt...


    Wenn Du auf die Wechslerfunktion verzichten kannst wäre vielleicht ein Riemendreher oder ein direkt angetriebenes Laufwerk eine Alternative?


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo Mina,


    erstmal herzlich Willkommen hier ;)


    Also mit einem Budget von 300€ hast du auf jeden Fall gut "Luft" für die Entscheidung.

    Ich würd jetzt einfach mal spontan schreiben, was mir so einfällt.

    Für deine Anforderung "Ersatznadel" wäre es evtl. sinnvoll einen aktuellen Tonabnehmer zu verbauen. Hier ist die Chance groß, dass es noch lange Ersatznadeln gibt.

    Wie du vielleicht schon weisst, gab es bei Dual Plattenspieler mit ULM-Tonarmen. Bei vielen davon wird der Tonabnehmer nicht mit der üblichen 1/2"-Befestigung angeschraubt, sondern über einen Schnellverschluss.

    Für diese Befestigungsvariante gibt es keine "neuen" Tonabnehmer. Um hier neue Tonabnehmer zu befestigen, benötigt man einen Adapter.

    Diese gibt es, meiner Meinung nach ist es aber evtl. einfacher gleich einen Dreher zu nehmen, der eine 1/2"-Befestigung hat.


    Ich bin z.B. in die Dual-Welt mit der 6er-Baureihe eingestiegen.

    Eine Empfehlung währe hier z.B. der CS604. Wenn der vernünftig gewartet ist, ist es ein unkomplizierter Plattenspieler, der Spass macht.


    Hier werden wahrscheinlich noch so einige Empfehlungen kommen.

    Es gibt viele Wahrheiten zu diesem Thema :P


    Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, währe als Bezugsquelle die "Suchen"-Rubrik hier im Forum keine schlechte Wahl...


    Liebe Grüße

    Benni

    Hier spielt die Musik...auf Dual und Luxman...

  • Hallo Mina,

    auch von mir herzlich willkommen. Der Benni hat Deine Anfrage schon sehr gut beantwortet.

    Ein 604er oder sogar ein 704er mit einem aktuellen Tonabnehmersystem AT-VM95ML,

    das wäre ein super Einstieg.

    Warum brauchst Du die Hilfe dringend?

    Gruß Peter

  • Im Grunde kann man bei jedem 5er, 6er und 7er zugreifen.

    Falsch machen kann man da nichts.

    Wobei natürlich jede Generation ihre Eigenheiten hat.

    Aber das sind Geschmacksfragen, keine Qualitätsfragen.

    Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
    Sonstige: Grundig PS 6000/OMP10, Yamaha TT-400/AT-95E

  • Hallo Mina und herzlich willkomen.

    Vom 1019er würde ich einem "Anfänger" eher abraten. Es ist wirklich ein toller Dreher, aber aufGrund des hohen Alters

    dürfte in jedem Fall etwas daran zu machen sein.


    Was hier schon genannt wurde, ist der 604 oder sein automatischer Bruder, der 621.

    Sowas ist einfach alltagstauglich und macht Spass. Durch die universelle Halbzoll - Befestigung des Tonabnehmers ist man im Wesentlichen nur durch den Geldbeutel eingeschränkt.

    Da kann man dann einen aktuellen Tonabnehmer montieren ( lassen) für den es noch geraume Zeit Ersatznadeln gibt.


    Grüsse

    Florian

    Dreher : CS721; CS 704; CS 621; CS 604; CS 601; 1229; 1219; 1019; 1218: 1209

  • servus...hier im bord, gibt es auch einen kleinanzeigenteil...da kannst du eine suche aufgeben...am besten mit nennung des wohnortes..plattenspieler zu versenden ist mist und probehören und beratung sind empfehlenswert.


    viele hier sind der dualitis und dem sammeln verfallen und freun sich, wenn wieder etwas platz für neues schaffen können ;) viel erfolg!


    romme

  • Hi Mina !


    Willkommen im kunterbunten Wunderland der Plattenspieler-Fans.


    Vorab: mit Empfehlungen ist das so eine Sache.

    Jeder setzt andere Prioritäten und wenn Du zehn Leute fragst, bekommst Du 20 "Ratschläge".


    Zum 1019 im Besonderen: So sehr ich das alte Möbel auch liebe - ich hatte mal ein halbe Dutzend oder so, jetzt noch zwei - mußt Du Dir darüber im Klaren sein, daß die Jüngsten davon stramm auf "Mitte 50" zugehen. Ich habe die Mitte der 60er schon bewundert und mir die Nase an der Scheibe vom Rundfunk-und-Fernsehladen plattgedrückt. Das ist aber eine rein mechanische arbeitende Schwarzwälder Kuckucksuhr mit allen damit zusammenhängenden Problematiken. Die Dinger brauchen regelmäßige Pflege und Zuwendung und wenn man sie mal zwei Wochen nicht betrieben hat, werden sie zickig und brauchen eine Reskonvalenzenzzeit, um wieder in der Spur zu laufen.


    Mein Budget wäre so bis 300€. Wichtig wär mir, dass er klanglich solide ist und man Nadeln und evtl andere Ersatzteile leicht nachkaufen kann.

    Solide - ja. Bei dem vielen Metall, was darin verarbeitet wurde, durchaus verständlich.


    Klanglich ... naja ... das richtet sich nach dem Tonabnehmer. Dazu später mehr. Ersatzteile ... da wird's schon dünn. Mit Hilfe dieses Forums kriegt man einen desolaten Dreher schon irgendwie wieder hin. Ab und zu mit nachgefertigten Teilen. Aber "Ersatzteile" in dem Sinne gibt es nicht mehr so oft. Meistens die Dinge, die sowieso nie kaputtgehen. Was kaputtgehen konnte, ist in den vergangenen 50 Jahren kaputtgegangen und hat den Ersatzteilbestand "aufgefressen".


    Ein Budget von 300 Euro sollte man aus meiner Sicht wie folgt aufteilen: die eine Hälfte für einen Dreher ohne System (oder mit einem "Platzhalter" an der Stelle: alt, abgerockt, manchmal ohne Nadel und / oder mit fragwürdiger Laufleistung), die andere Hälfte für ein aktuelles, noch gefertigtes oder zumindest noch nicht zulange zurückliegend abgekündigtes System. Gerade da gibt es echte Schnäppchen. Das ist nach wie vor immer noch ein gut bespieltes Feld, in dem sich Anbieter verschiedener Qualitäten tummeln.

    Und - Ja - auch unter einen 1019 läßt sich eine Auswahl aktueller Systeme installieren. Ich habe das zeitweise selber so gemacht, um mal einen Eindruck zu bekommen, was man dem guten Stück zumuten kann, und wovon man besser die Finger läßt.


    Wenn es nicht wirklich und unbedingt der 1019 sein muß (was ich verstehen könnte), würde *ich* Dir raten, an der Stelle mal den schon von Benni in die Diskussion geworfenen 604 zu betrachten. Oder dessen vollautomatischen Bruder 621. Wobei der 621 eher mein Favorit ist, weil man bei dem mal so "im Vorbeigehen" den Schalter auf "Start" schieben kann und die aufliegende Platte wird abgespielt - was beim Halbautomaten 604 nicht geht (aber beim 1019 ... :) )

    Das sind Geräte mit Direktantrieb, die zwar auch schon 40 Jahre alt sind, aber zu einer Zeit rauskamen, als Plattenspieler ganz oben auf der HiFi-Pyramide saßen. Die 600er-Familie ist die zweithöchste in der alten Dual Staffelung. Deutlich günstiger, als die 700er, technisch und klanglich nicht wirklich schlechter. Etwas günstiger gemacht und mit etwas weniger Finessen ausgestattet, aber alltagstauglich und langlebig. Und sie haben die Möglichkeit, heutige Standard-Tonabnehmer zu nutzen. Etwas, was den "ultra-leichten" Nachfolgern 606 und 622 leider verlorengegangen ist - oder nur mit großem Aufwand (und Kosten) nachzurüsten ist.


    Alternativ gibt es noch z.B. den 505, der bis vor kurzem sogar noch neu zu bekommen war. Zwar in einer etwas abgespeckten Version, weil Kosten drücken und manche Dinge nicht mehr so gemacht werden können, wie 1980 - aber trotzdem ein über die Jahrzehnte ausgereiftes Gerät. Riemendreher mit guter Teileverfügbarkeit, wenigen aber dafür gut bekannten und dokumentierten Macken und Fehlermöglichkeiten und ebenso für moderne Systeme geeignet.


    Tonabnehmer: Wenn man mal guckt, was bis 150 Euro auf dem Markt an werksneuen Systemen zu bekommen ist, dann ist man erstmal überrascht. Das geht bei 15-Euro-Einsteigersystemen aus China los, bis zu inzwischen eingestellten Serien, die aber noch vor einem Jahr mal deutlich mehr gekostet haben und die jetzt abverkauft werden. Und dazwischen die gesunde Mittelklasse, die man entweder für sich entdecken muß oder sich auf die Beurteilungen anderer Leute verlassen kann, wie es um deren Klang-Charakteristika bestellt ist. Die Werbeseiten der Hersteller und Verkäufer sind da eher unergiebig. Da wird das Zeugs immer nur gelobt - und Vergleichstests von "Experten" ... naja ... die sind in der Regel auch nie wirklich neutral, weil man mit einem Verriß eventuell einen potenten Anzeigenkunden verärgert. Und manche Experten sind auch keine, sondern wichtigtuerische Laberärsche, die für Geld alles machen und vorgestern noch Staubsauger oder Rattenfallen getestet haben.


    Es ist der Tonabnehmer, der die Musik aus der Rille lockt. Und jeder Abnehmer hat ein in Nuancen andere Klangcharakteristika. Die muß zu der bevorzugten Musikrichtung und zu dem eigenen Wohlbefinden passen - sonst taugt es nicht. Das widerum sollte man sich wirklich selber anhören können. Was umso schwieriger ist, weil auch die dahinterhängende Anlage und die Aufstell-Umgebung eine wichtige Rolle beim Klang spielt. Aber man muß eigene Erfahrungen sammeln. Und hören, hören, hören. Mit der Zeit bildet sich eine Vorliebe aus und dann kann man immer noch umstellen. Die Mechanik, die die Platte antreibt und deren Technik ist nicht halb so wichtig, wie einem die Leute erzählen wollen. Solange die Platte ohne eiern und holpern dreht und so lange der Arm den Tonabnehmer mit dem richtigen Auflagegewicht führen kann, ist es egal, wie das zustande kommt. Ein billiger, schlecht justierter Tonabnehmer wird einem aber schnell den Spaß versauen.


    Gibt es vllt auch Online-Händler, welche vertrauenswürdig sind oder bleibt mir nur ebay-Kleinanzeigen übrig?

    Onlinehändler machen nur Sinn, wenn man was aus der aktuellen Dual-Palette kaufen will. Doch: es gibt sie noch.

    Da muß man dann unterscheiden, ob man einen in China gefertigten Riemen- oder Direktantriebsdreher "mit Dual Abzeichen" kaufen will, oder einen (mehr oder weniger) in Deutschland gefertigten Riemenantriebler, die aber zumeist das Budget sprengen würden. Ist leider so. Zudem ist die Geschichte gerade im Moment etwas im Umbruch und Bezug und Vertrieb werden gerade neu sortiert.


    Bei Gebrauchtgeräten würde ich dieses Forum und den Anzeigenteil empfehlen.

    Ebay und Ebay Kleinanzeigen liefern bestenfalls Anhaltspunkte, wo Marktwerte einzelner Geräte gerade so liegen, wenn man sich die wirklich verkauften Geräte anzeigen läßt. Die Preisvorstellungen sind manchmal ziemlich abwegig, insbesondere die, gewerblicher Anbieter. Die müssen Garantien leisten, ihre Stunden abrechnen, Steuern und Miete und Gehälter zahlen und da werden eher mittelprächtige Modelle zu Preisen offeriert, wo einem das Blut in den Adern gerinnt und man sein Girokonto aufschreien hört. Spitzenmodelle vom oberen Ende der Palette werden zu Preisen angeboten, die man mit dem Attribut "sehr ambitioniert" beschreiben könnte. Natürlich mit passendem Text begleitet, der von Superlativen und "self promotion" nur so strotzt. Klar. Man will ja was verkaufen und da muß man schon auf die Kacke hauen, um beim potentiellen Kunden Aufmerksamkeit zu erregen.


    Da ist das hier bei den Angeboten schon a) zurückhaltender und b) realistischer. Die Leute, die hier verkaufen, kenne die Geräte und wissen in der Regel, *was* sie anbieten. So Sachen wie "kann ich nicht testen, müßte aber noch laufen" gibt es dort eher nicht. Anders als auf den Auktionsplattformen, wo man anhand der Formulierungen schon ablesen kann, daß der Anbieter eher von der Insel der Ahnungslosen kommt, oder ganz abgebrüht ein Gerät vertickt, was eher nur noch als Teileträger zu gebrauchen ist.


    So. Viel Text.

    Wie immer bei mir. Ich kann schnell tippen und einigermaßen formulieren.

    "War dieser Text für Sie hilfreich ?" [ ] Ja [ ] Nein


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo,


    Peter hat (wie immer) Recht.


    Und bei eBay & Co. gibts dann noch Verpackungsprofis die gut erhaltene Geräte ahnungslos in einen Karton schieben und gute Reise wünschen... Im Paketzentrum ist der Inhalt schon kaputt.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Oh Gott, ich bin total überwältigt von den schnellen und ausführlichen Antworten - Vielen vielen Dank :)

    Ich setze mich morgen mal ran und versuche es dann hier im Kleinanzeigenteil.

    Glaube ich sollte mich auch nochmal allgemein mit dem Aufbau&Zubehör von Plattenspielern beschäftigen😂

    Danke auch fürs Willkommenheißen!

  • Hi Mina !

    Glaube ich sollte mich auch nochmal allgemein mit dem Aufbau&Zubehör von Plattenspielern beschäftigen😂

    Kann helfen.


    So wie man ein Rad wechseln können sollte, wenn man Auto fährt.

    Ach ... heute gibt's ja kaum noch Reserveräder bei den Kisten.


    Nee, im Ernst. Man muß nicht alles wissen und alles können. Paar Grundlagen ja, damit einem selbsternannte "Experten" nicht einen vom Pferd erzählen können. Paar kleine Techniktricks, bißchen Handling und Geschichte (vielleicht). Nix, weswegen man ein dreiteiliges Staatsexamen machen müßte, um zugelassen zu werden.


    Den Rest trainiert man sich im Laufe der Zeit an. Wie beim Autofahren oder mit Computern rumkaspern auch.

    Bei Plattenspielern und im Umgang mit dem Medium Schallplatte gibt es ein paar "best practices" die zu kennen es sich lohnt. Eine schöne Plattenbürste vielleicht und das kleine Schraubendreher-Praktikum, damit frau auch mal eine lose Schraube festziehen kann, wenn einer 'ne Schraube locker hat. Dieses Forum und die Plattenspielerei leidet eklatant an Frauenmangel, offengestanden. Dabei geht es doch vordergründig um die Musik - und dazu muß man nicht sehr technik-affin sein, wo der Plattenspieler selber nur das Vehikel ist - nicht die Hauptsache. Da geht es um eher subjektive Dinge, wie das Wahrnehmen von Klängen zum Beispiel, anhand derer man unterscheiden lernt: "Gefällt." oder "Gefällt nicht". Das geht nicht von jetzt auf gleich. Das ist auch ein eigener Reifeprozeß, in den man reinwachsen muß.

    Und wie kompatibel man selber mit dem Medium Schallplatte ist. Das ist anders wie CD, MP3 oder Streamen.


    Du machst das schon, keine Sorge.

    Wenn erstmal eine Entscheidung für irgendwas gefallen ist, wird alles einfacher. Suchen und Finden ist eine Hürde, die überwunden werden muß. Wenn sich dann die erste Scheibe auf dem Gerät dreht, beginnt die entspannte Phase.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hi Mina, Welcome to the Board,


    ...Peter hat wie immer nett und sehr präzise geschrieben. Ein Grund warum ich hier im Forum gerne lieber Beiträge lese als verfasse...andere könnens einfach besser!


    Der 1019er ist, wenn man sich mechanisch mit "Ihm" auseinandergesetzt hat, ein treuer Gefährte, wie ich finde. Es braucht schon ein wenig Zeit bis man das Service Manual verstanden hat. Aber ist er einmal richtig "entharzt und nach Anleitung geschmiert" macht er wohl nochmal 50Jahre!

    Was im Serviceheft nicht steht ist, dass das der Motor und dessen Sinterlager ebenfalls richtig gereinigt und mittells Unterdruck mit Sinterlageröl geschmiert gehören. Und dann gehts halt ans Nieten aufbohren und dessen Aufhängung etc. Das mag so mancher nicht machen. Und außerdem ist da noch die "Kontaktschwäche" der Federkontakte im Headshell sowie der Kurzschließer auf die geachtet werden muss. Hat man alles schön in Ordnung gehört schlussendlich das Reibrad ausgetauscht. Der Gummi hat noch 50Jahren die Konsistenz einer Plastikscheibe, das macht Laufgeräusche, naja und dann würde ich empfehlen das Tellerlagerfett samt der 3,175mm Kugeln zu wechseln. Alles keine Raketentechnologie aber unterm Strich dann doch kein Anfängergerät, wenn man es "unbehandelt" bekommt.

  • Hallo Mina,

    mich würde mal interessieren... du möchtest einfach nur Platte hören mit einem Dual-Plattenspieler und dabei einfach nur Musik genießen und wenig Gedanken machen müssen, ob der Dreher reibungslos läuft?

    Wie sieht das bei dir mit der Optik aus? Alt oder eher jüngeres Aussehen? Erzähl doch mal, was genau dich zum 1019 geführt hat und welche Dreher du noch so im Blickfeld hast. Hast du oben die Galerie angeschaut?

    Automatik/Manuell? Nuja... ich habe derzeit 2 Automatikdreher und seit gestern den manuellen 505-2 und ich muss sagen... der macht richtig Spaß.

    Und mir gefallen die "neueren" Dreher eigtl. auch eh besser.


    Als Onlinehändler fällt mir https://www.gs-audio.com/ ein. Zumindest siehst du da mal, wieviel/wiewenig ein Dreher im Topzustand mit Garantie kostet im Vergleich zu vielen Kleinanzeigenangeboten ala "Vor 10 Jahren lief er noch einwandfrei".

    Liebe Grüße

    Martin

  • Herzlich Willkommen,


    Da auch die Optik zählt : hier kannst Du Dir alle Dualplattenspieler ansehen.


    In der Galerie des Forums sind auch die meisten abgebildet.


    Mit ein bisschen Geduld kannst Du ein gutes Stück ergattern, das nicht überteuert ist. Am besten bist Du wohl wirklich hier im Forum von erfahrenen Mitgliedern bedient, die ein gewartetes Gerät verkaufen und auch wissen, wie man es sicher verpackt.


    Zu den Nadeln ist zu sagen : bei sphärischen Nadel gibt es gute und günstige Nachbauten.


    Bei elliptischen Nadeln gibt es zB. gute bis sehr gute Nadeln für Shure-Systeme bei Jico - allerdings etwas höherpreisig,


    Eine gute Bezugsquelle für Nadeln neben anderen ist Thakker.


    Viel Spaß bei der Suche.


    PS.:Am Marktplatz/Biete sind einige gute Duals angeboten. (Nach hinten weiterblättern.)

    Grüße,
    Albert


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:

    2 Mal editiert, zuletzt von Albert W. ()

  • Moin.

    Ich denke, wenn ihr Herz für alte, schwere, solide Panzer mit Reibrad schlägt (was ich durchaus verstehen kann), dann sollte sich auch in diesem Bereich hier im Forum ein komplett gewartetes Gerät finden lassen, was deutlich unter der 300,-€ Schmerzgrenze liegt.

    Ich stimme Aron zu: Die ollen Reibradler können nochmal 50 Jahre laufen.

    Ich möchte auch zu bedenken geben, dass an den "alten Kisten" so gut wie keine Elektronik ist, die kaputt gehen kann. Trivial ausgedrückt halte ich "Schraube lösen - Schraube anziehen" für einfacher, als Elkos o.ä. zu wechseln. Gerade mit Hilfe der hier vesammelten riesigen Kompetenz.

    An der Stelle werfe ich auch mal den 1228 und trotz des Mode-Selektors 1219 & 1229 in den Ring. Um meinen Teil zur Verwirrung beizutragen :P

    Selbst wenn der Verstärker dann keinen Phono-Eingang haben sollte, was wir ja noch nicht wissen, wird sich sicher auch ein guter Preamp finden lassen. Wenn ich denke, wie viele wir hier davon gebaut haben, wird sicher irgendwo einer in Ruhe verstauben... :D

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • ...ich hab mich ja fast nicht getraut meinen Lieblings - Reibradler ins Rennen zu werfen.

    So ein überholter 1219 läuft dann auch wieder eine kleine Ewigkeit.


    Grüsse

    Florian

    Dreher : CS721; CS 704; CS 621; CS 604; CS 601; 1229; 1219; 1019; 1218: 1209

  • Ich denke, es ist auch sinnvoll (wenn es denn ein gebrauchtes Gerät sein soll) dieses möglichst persönlich bei dem Verkäufer abzuholen.

    Natürlich kann man einen Plattenspieler sicher und sorgfältig verpacken und versenden, aber der sicherste Weg ist immer die persöliche

    Abholung. Viele Mitglieder des Dual-Boards haben schon die hässlichen Erfahrungen gemacht, sich ein intaktes Gerät schicken lassen

    um dann einen Totalschaden auszupacken. Selbst perfekt verpackte Plattenspieler können auf dem Transportweg bei zu rüder Behandlung

    Schaden nehmen. Ich selbst habe schon lange davon Abstand genommen, mir solche empfindlichen Produkte schicken zu lassen, ich hole

    immer persönlich ab oder ich lasse es. Der Vorteil bei einer persönlichen Abholung ist, die siehst was du bekommst, kannst dir das Gerät

    vorführen lassen (Probehören) und bekommst sicher noch einige Ratschläge bezüglich der Eigenheiten des Geräts. Es ist also ratsam,

    in deinem näheren Umfeld nach passenden Drehern zu suchen, das kannst du auch hier im Anzeigenbereich des Boards so machen.


    Liebe Grüße,


    Uwe

    Gestaltende Persönlichkeit

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.