ja Peter aber über-analytisch und zu hell hat doch nichts mit dem Tonarm oder dem Dreher zu tun...
Nicht direkt, nein.
Obwohl je kürzer der Arm, desto größer sind die Spurwinkelfehler zwischen innen und außen und die Einstellung ist meistens kompromißbehaftet. Außer bei einem Tangentialdreher oder einem mit aktiver Winkel-Kompensierung.
Aber bei den "normalen" Armen ist das Risiko einer Fehljustage größer und wirkt sich stärker aus.
Ich mag das VM95SH klanglich einfach nicht. Ich weiß nicht, warum die Leute nach diesen dusseligen Shibata-Schliffen gieren. Die sind mal für Quadrophonie bzw. mechanisch abtastende Bildplattenspieler entworfen worden, wo eine hohe Bandbreite gefordert war. In der VM95-Familie ist für mich das ML Ende der Fahnenstange. Das SH wäre nicht nötig gewesen, war aber aus Marketinggründen vermutlich unabwendbar.
Aber gut. Das muß jeder mit sich selber ausmachen.

Ich habe grade das ML als sehr gnädig gegen Staub und Kratzer erlebt. Allerdings hatte ich es auch nicht am mittlerern Chassis.
Es ist deutlich toleranter, als das SH, aber nix schlägt bei alten Flohmarktplatten und heißgespielten Teenager-Erinnerungen eine gute Rundnadel, wie die rote HiTrack im Shure M91 ... 
Der Philips hat zwar einen großen Teller, aber der Arm ist auch eher nur "mittellang". Das ML klingt daran okay. Viele Scheiben höre ich auch sehr gern damit (Joe Jackson - Body And Soul zum Beispiel), weil es eben auch eine Menge Details nach vorne holt.
Daß es mir manchmal nicht so gut gefällt, kann an der Abstimmung des Arms selber liegen, der ein Alu-Profilarm ist und doch eine Menge Masse mitbringt und dessen Verhalten doch nicht so gut mit dem ML korreliert. Da spielt es unter dem 701 (wo es ein kurzes, drei Wochen währendes Gastspiel hatte) deutlich angenehmer. Und das, obwohl ich den Anti-Resonator ("Schlabber-Zylinder") totgelegt habe.
