Beiträge von wacholder

    Hi Brent !

    Hat mir gerade extrem geholfen - Danke, Peter!

    Bitte sehr. Der Beitrag ist von 2015 - und wenn der hilft, dann sollte ich mal einen aktualisierten Link einfügen:


    http://www.hifi-archiv.info/Dual/601s/Dual601_SM13.jpg


    Ich hatte den doofen Höhenbegrenzer überhaupt nicht im Blick und saß völlig hilflos vor meinem widerspenstigen 601.

    Bist Du nicht allein.


    Ich erwische mich öfters dabei, daß ich das blöde Ding aus dem Bewußtsein verliere.

    Der kann auch gern ein Problem werden, wenn sich der Arm ruckelig / hakelig voran bewegt oder auf halbem Weg zur Platte steckenbleibt.


    :)

    Hi !


    Guten Musikgeschmack hat er ja.

    Claptons "Old Love" von der Unplugged ist auch eins meiner ewigen Lieblinge.


    Der Dreher ... naja. Handwerklich gut gemacht, nicht mein Design, wie *ich* das bauen würde, aber das ist bekanntlich ja Geschmackssache, über die man nicht streiten soll.

    Der Arm ist nett. Zwar nicht vollkardanisch, aber anscheinend ausreichend robust und gut bedämpft. Warum soll man sich dann mit noch mehr winzigen Lagern abquälen ?

    Interessant finde ich die Befüllung der Horizontallager mit Öl, zur Verminderung der Reibung (wie das wohl da drin bleibt ?).

    Das widerspricht allerdings meinen persönlichen Erfahrungen, die ich mit diversen, auch fernöstlichen Armen gemacht habe. Je mehr Schmierzeugs da drinsaß, desto eher haben sie zur Schwergängigkeit geneigt. Und bei den ganz alten Duals mit gestaffelten Horizontallagern (ohne Kardan / keine Spitzenlager), wie 1015 oder 1019 werden die Kugeln "trocken" eingelegt. Öl würde auch binnen kurzem aus allen nach unten rauslaufen.


    :)

    Hi !

    1. Der Tonarm könnte ein wenig sanfter auflegen. Wie bzw. wo kann ich das einstellen? Ist zwar kein totales "Draufknallen", aber ein wenig sanfter wäre doch besser.

    Da ist nix einzustellen.


    Dazu muß der Lift teilweise zerlegt werden. Insbesondere der Liftbolzen muß aus dem Führungsrohr raus und dann mit 500.000er Silikonöl eingestrichen wieder eingebaut werden.


    In der unnachahmlich spröden Art der Techniker wird der Ausbau des Liftrohrs in den Serviceunterlagen beschrieben:

    http://www.hifi-archiv.info/Dual/601s/Dual601_SM10.jpg


    Weiter unten auf der Seite findet man auch den Fehler "Tonarm senkt sich nach Betätigen der Absenkvorrichtung zu schnell auf die Schallplatte ab" und wo in dessen Behebung der Ausbau des Liftrohrs referenziert wird. Das ist schon ein bißchen anspruchsvoller ...


    Und *dann* muß der Liftbolzen noch aus dem Lifrohr raus (eine 1.2mm Sicherungsscheibe *über* der Stellhülse, eine *darunter* - und eine Druckfeder auf dem Bolzen, die man nicht verlieren und nachher nicht verkehrt herum aufsetzen sollte ...) und *dann* braucht man noch das 500.000er Silikonöl, was die Konsistenz von kaltem Honig hat. Das gibt es in hömopatischen Dosierungen und in kleinen Spritzen im Internet in der Preisspanne von "Oh!" bis "Waaas ?!" - oder in größeren Gebinden zu einem immer noch recht stolzen Preis im Modellbauzubehör - als Koppelschmier für sogenannte Reibscheiben-Differentiale bei RC-Rennautos.


    (Oder vielleicht hier im Forum von einem netten Mit-Forianer, der mal ein größeres Gebinde gekauft hat ... 30ml von Graupner oder Kyosho reichen für zweihundertdrölfzig Liftbolzen.)


    2. Ich habe eine Art "Grund-Brummen", wenn ich auf das Phono-Signal schalte. Dieses geht, sobald der Motor startet aus, kommt wieder sobald der Motor abschaltet. Was könnte das sein?

    Das ist eins der leidigen Kontakt / Masseprobleme, die man ab und zu mal hat und wo man sich (manchmal) einen Wolf sucht.


    Die allerheißesten Kandidaten sind die Kontakte am TK, die den Tonabnehmer auf die Kontaktplatte vorne im Armrohr verbinden. Jeder Oxydüberzug ist da störend. Die vertikalen Streifen müssen schön silbrig blank sein.


    Dann ist ein DIN-auf-Chinch-Adapter auch immer gerne eine eigene Problemquelle. Ich baue mir meine selber, da weiß ich, was ich habe. Und das mache ich auch erst (wieder), seit ich zwei oder drei Adapter übers Internet gekauft habe und zwei davon Totalversager waren, die in der Mülltonne geendet haben.


    Ich sag's mal so: wenn es im Stillstand brummt, dann brummt es auch beim Abspielen. Nur, daß man das dann nicht so wirklich wahrnimmt.

    Während des Automatik-Ablaufs (Start oder Stop) wird die Tonleitung intern durch den Kurzschließer stummgeschaltet. Da ist es dann ruhig ... und wenn das Kurvenrad die Neutralposition ereicht hat und den Motor abschaltet - und der Kurzschließer öffnet - fängt es wieder an zu brummen. Richtig ? Mal *ganz* genau hinhören. Es müßte einen *winzigen* Augenblick früher anfangen, zu brummen, bevor mit einem deutlichen "Klack!" der Motorschalter losgeworfen wird.


    Damit ist dann aber der Kabeladapter eigentlich schon raus. Eigentlich. Ich würde mal die ganzen Leitungswege prüfen und auch gucken, ob die Metallplatte oberhalb des TK im Armkopf noch über die kleine Blattfeder an der Kontaktplatte verbunden ist. Wenn das nicht der Fall ist oder wenn das schwarze Arm-Innenkabel einen Knacks hat, ist der Arm auch "berührungssensitiv": es brummt stärker, wenn man mit der Hand in die Nähe des Arms bzw. des Armkopfes kommt.


    Und eins noch: dieser Shure M75 Type D - Tonabnehmer kann echt was - der Bassbereich ist ja richtig erdig, schöne Auflösung und gute Bühne. Welchen Tonabnehmer habt ihr so drauf? Und könnte man den Tonabnehmer noch verbessern (andere Nadel?)?

    Das Shure M75 war mein erstes Magnettonabnehmersystem. Als -6 unter einem Garrard SP25 Mk.IV in einer Schneider TS1702 Kompaktanlage (1976). Meine erste "richtige" Stereoanlage, die neu gekauft worden ist und nicht aus Komponenten vom Sperrmüll oder vom Müllplatz mitgebracht bestand.


    Von den "einfachen Systemen" mag ich das M75 immer noch am liebsten.


    Es läßt sich durch Nadel wie NB75-EJ, -ED oder sogar -HE aufwerten. Die sind als Originale aber recht selten und dementsprechend teuer.

    Als Nachbauten ... naja ... es ist nicht immer drin, was draufsteht. Es gibt fürs M75 Jico Nadeln, die dem Vernehmen nach sehr gut sein sollen. Habe keine ... Hab' nur ein paar mit -6 (15µ Rundnadel) und eins mit der -EJ, eine 10 x 18 Ellipse für 1.5p - 3.0p. Die -ED ist eine schmale 5 x 18µ für 0.75 - 1.5p. Es gibt noch eine NB75-ECS - das ist eine "breite" 10 x 18µ Ellipse für 2 - 4p "Bodendruck" aus der Jukeboxen-Ecke.


    Die -HE hat einen Hyper-Elliptischen Schliff und gilt inzwischen als unbezahlbar, wenn es ein Original NIB ist. Die Nachbauten sind meistens Kacke und Etikettenschwindel. "Kann als Ersatz für eine NB75-HE verwendet werden ..." Klar. Das kann die einfache -6 auch.


    Unter dem 601 saß ab Werk das Ortofon M20E drunter. Nicht ohne Grund.

    Es ist ein wunderschön klingendes System, was mit der Original Ortofonnadel mit leichtfüßigen 1.2p unterwegs ist und in das ich mich mal unsterblich verliebt hatte. Mir als Lehrling allerdings nicht leisten konnte ... wie das so ist. Inzwischen haben ein paar M20E den Weg zu mir gefunden und ich mag's noch immer. Es ist anders als die Gebrüder Shure, die als M75 und ihre Geschwister immer ein bißchen mit Cowboystiefeln unterwegs sind. Aber im Klangbild ist es etwas breiter und feiner, ohne auf ein solides Baßfundament zu verzichten.

    Eins kam mit meinem ersten und eizigen eigenen 701 zusammen ins Haus und es mußte nur deswegen den Platz unter dem 701-Arm räumen, weil da noch ein vakantes 1986er Dynavector 20B2 High-Voltage MC herumlag ...


    :)

    Hi Andreas !

    Werd mir morgen mal die verschiedenen Varianten ansehen.

    Mach' mal.


    Im Fall des AT91 oder AT95E - die nicht mal schlecht sind und denen die "Experten" eigentlich nur übelnehmen, daß es die so günstig gibt - kann man einen 1225 sehr günstig zu einem guten Zuspieler aufrüsten. Der ist robust und mit ein wenig Wartung, vielleicht einem neuen Steuerpimpel, etwas Geduld und ein paar Tröpfchen Öl kann man da extrem lange Freude dran haben.

    Ich bin jemand, der nicht davor zurückschreckt, auch abgerockten Exemplaren noch zu einem zweiten Leben zu verhelfen.


    Besser einen guten 1225, als gar keinen Plattenspieler ...


    ^^

    Hi Ernst !


    Siehste.

    So geht das.

    Wenn man zum Reparieren von Dreher A einen Teileträger B kauft.

    Und der Teileträger B noch nicht so schlecht ist, daß der nicht zu Dreher B werden könnte ... wenn man vielleicht noch einen Teileträger C dazukauft ... der wieder eigentlich auch noch nicht so schlecht ist ....


    Du könntest das Chassis bis auf das reine Blechteil abrüsten, mit der Drahtbürste den ganzen Lack runterholen, die Roststellen ausschleifen und das Teil dann luftwaffengrau primern. Dann mit rustikalen Aufreibebuchstaben eine Beschriftung draufmachen, klarlacken, den Arm einigermaßen wieder draufbauen (wer braucht schon einen Lift). Statt der filigranen Flügelschalter ein paar rustikale Knebel drauf und das Ding im Militarylook auf Ebay anbieten.


    Vielleicht Arm und Teller noch mattieren und aus einer alten olivgrünen Moosgummimatte eine Tellerauflage fabrizieren ...

    Und eine ungedrehte olivgrün / Fleckentarnung lackierte Schublade von einem Werkzeugschrank als Konsole.


    Wenn der Preis hoch genug ist, wirst Du den auch los.

    Jeden Tag steigt ein Doofer aus dem Zug. Man muß nur früh genug am Bahnhof warten ...


    :D

    Hi Andreas !

    Die DN 65 kann zwar wechseln, aber nur auf einer Seite ist eine Nadel. Keine Ahnung, was für eine.

    DN65 ist die rare Diamantnadel (15µ) für das CDS650, die auch unter das CDS660 paßt (und da die Bezeichnung DN85 trug).

    Die hat nur eine Spitze - und die gehört natürlich nach unten ...


    a) Soweit ich rausfinden konnte, sind die Komponenten alle eher mau. Insbesondere der Nadel traue ich auch nicht, da unbekannter Qualität. Gegen was soll/kann ich tauschen?

    Wenn die Nadel unter einem Mikroskop an den Flanken noch gut aussieht und die Spitze nicht gebrochen ist, hält die relativ lange.


    Der Knackpunkt ist das CDS650. Das neigt zu einem Quellen und Verhärten des W-förmigen Lagergummis, auf dem das Nadelröhrchen liegt und dessen Aufgabe es ist, die Schwingungen der Nadel nach oben in die Keramikplättchen zu leiten.

    Dann hast Du ein System, was keine Tiefen mehr bringt, matt und stumpf klingt und bei größeren Amplituden aus der Rille fliegt.

    Da würde ich mir hinsichtlich des etwas einfacheren Armaufbaus ein solides Magnetsystem drunterbauen. Die Shure M75D mit passendem TK gibt es immer noch recht häufig auf Ebay - und wenn man *da* in eine neue (Nachbau-) Nadel investiert, ist das gut angelegtes Geld.

    Oder man packt ein AT91 oder sogar ein AT95E drunter, die beide mit 2.5p sauber laufen und kaum aus der Ruhe zu bringen sind. Das 91 ist eher "Einsteigerklasse", das 95E mit elliptischer Nadel gibt's für 'nen Appel und 'nen Ei und liefert recht gut hörbare Resultate.

    Dazu baut man das eben in den TK, wo jetzt das CDS650 drinsitzt.


    http://www.hifi-archiv.info/Dual/systeme/cds650.jpg


    b) Das Ganze ist ja ein Keramiksystem. Die folgende Frage wurde bestimmt schon im Forum beantwortet, aber finden konnte ich es leider nicht: Kann/sollte man das gegen ein MM-System tauschen? (Die Experten hier lachen jetzt bestimmt.... ;-) ) Über die Keramiksysteme habe ich gelesen, dass diese Platten auch schnell mal schreddern können....

    Ein weit verbreiteter Irrtum.


    Die Platten sind für die Auflagekräfte der Keramik- und Kristallsysteme mit bis zu 8p durchaus gerüstet. Was die Modulation tötet, sind abgerittene und gesplitterte Nadeln. Da bei den Keramikern früher in der Regel die mechanisch weichen Saphire verwendet wurden, ist bei Auflagekräften um 5p eine Nadel nach 40 - 60 Plattenseiten (30 !! Spielstunden) fertig mit der Welt. Dann fangen die Flanken an, einzulaufen. Das hört man nicht unbedingt, weil das ein schleichender Prozeß ist.

    Und wenn man anfängt, es zu hören, sind die Platten im Eimer.


    c) Über dem Teil, wo die Nadel eingelegt wird, steht noch 02 (links) und 71 (rechts). Ist das etwa "Herstellungsmonat Februar 1971"? Oder was soll mir das sagen?

    So sieht das aus.


    Es ist aber, wenn ich mich recht entsinne, 2. Woche 1971. Das ist also schon mit Fug und Recht ein Oldtimersystem ...

    Darf mit "H"-Kennzeichen gefahren werden.


    :)

    Hi Peter !

    An dem "kleinen" Trafo bin ich Schuld.

    Vielleicht, wenn er auf LEDs umrüstet ... ?


    Ich mag das nicht so besonders, aber mit dem toten Trafo und einem Artfremden Ersatz ist das Thema "Originalität" ja sowieso schon mal vom Tisch. Warum dann nicht gleich ein paar energiesparende und langlebige Maßnahmen integrieren ? Und *dafür* sollte der Trafo in Parallelschaltung auf jeden Fall ausreichen.


    :/

    Hi Uli !

    Bisher ging ich davon aus, daß diese Kondensatoren auch eine Art Funkenlöschkondensator sind, um die Kontakte des Netzschalters zu schonen, wenn beim Ausschalten des Gerätes das Magnetfeld im Trafo zusammenbricht, sich also ändert und die dabei induzierte Spannung durch den Kondensator kurzgeschlossen wird, so daß kein Lichtbogen am Schalter entsteht, der zu einem erhöhten Verschleiß an den Schalterkontakten führt.

    Das ist eine häufig geäußerte Theorie.


    Aber ein Funkenlöscher gehört immer an die Kontakte, die er schützen soll, nicht irgendwo in die Karparten.

    Dann richtet sich die Größe eines wie immer auch gearteten "Induktions-Kompensators" nach der Trafogröße und dessen Primär-Induktivität, denn die bestimmt die Intensität und die Leistung des beim Abschalten entstehenden Impulses.


    Aber: bei allen Duals sitzen 47nF bzw. 50nF parallel zum Trafo. Ob das Tuner sind oder Endverstärker ... egal. 47nF sind ja die "neuen 50nF", nachdem ISO die Rechte aufgekauft hat und viele alte Werte entfallen sind. Also: wenn das tatsächlich einen Funken beim Abschalten verhindern soll, müßte der Kondi-Wert an den Trafo angepaßt sein.

    Ist er aber nicht. Also ist es ein HF-Bypass und ein standiges Ärgernis.


    Das war dann wohl eine Fehlvermutung.

    Ich lese das immer wieder. Du bist nicht der einzige.

    (Einzigste ? Nee ....)


    :)

    Hi !

    Wie muss ich denn zweiten Ausgang schalten, um die die Leistung zu erhöhen (falls das geht).

    Laut Beschreibung liegen an den PIns 6-7 und 9-10 jeweils die 7,5 V

    Wenn Du Pin 6 auf Pin 9 verdrahtest und dann an 7 gegen 10 0V~ mißt, dann ist der Trafo für diese Wicklungen gleichsinnig gewickelt und auf die Pins aufgelegt. Dann kannst Du auch Pin 7 mit Pin 10 verbinden und hast die beiden Wicklungen parallel geschaltet - was die Spannung beibehält und den Strom verdoppelt.


    Allerdings ist der Trafo *insgesamt* nur mit 1.8VA (oder "Watt") angegeben, da reicht eine Skalenbirne um den bis ans Ende zu belasten.


    :)

    Hi Uli !

    Die Frage ist, was soll man denn nun verbauen, wenn schon WIMA-Kondensatoren so ein Mist sind, das man sich nicht darauf verlassen kann?

    An der Stelle bin ich mit Norbert (briegel) einer Meinung, daß das Leben ohne diese Dinger manchmal einfacher ist.


    Als Entknacker (10nF) über dem Motorschalter eines Drehers haben die Dinger schon eine gewissen Daseinsberechtigung.

    Aber in der der Konfiguration, daß sie hinter Einschalter, ggf. Sicherung und parallel zum Trafo sitzen, machen sie nur Ärger.

    Insbesondere dort, wo *keine* Sicherung ihr schändliches Treiben vor dem Höhepunkt beendet, sondern die so richtig schön aufkochen, knallen, qualmen und stinken können, wie z.B. in den alten Dual Tunern und so weiter.


    Reiß` das Ding raus und vergiß', daß es jemals existiert hat.


    Diese Kondis sind für eine HF-Abblockung aus dem Stromnetz gedacht, die mit der Aufgabe der Rundsteuergeräte eigentlich gar nicht mehr existiert. Bei den Dualgeräten ab dem Anfang der 80er sind sie ganz und gar verschwunden. Für den verbleibenden hochfrequenten "Dreck" im Stromnetz ist der Trafo eine ausreichende Barriere - und was es darüber hinaus schafft, wird vom Gleichrichter und den Elkos gekillt. Namentlich sind das "Powerline"-Module, Dimmer und billige Schaltnetzteile.


    :)

    Hi Uli !

    Es ist eine ganz einfache Frequenzweiche LC

    *Ganz* einfach.

    Eine Spule, um die hohen Töne vom Tieftöner fernzuhalten, einen Kondi, um den Hochtöner vor den starken Baßimpulsen zu schützen.

    Die Schallwand aus Kunststoff ist für verschiedene Boxen gedacht, z.B. auch die L2000, diverse Bohrungen und Anspritzungen sowie die verschlossene Öffnung für einen Mitteltöner deuten darauf hin.

    Ok. Baukastensystem mit vielen Optionen.

    Reduziert die Anzahl der lagernden Teile.

    Die Boxen tragen einen Stempel aus Juni 1979

    Frage, die sich da stellt: von Dual oder von "der Firma, die die ursprünglich mal hergestellt hat".

    Dual hat auch nicht alles selber gebaut und in dem Preissegment ist viel OEM-Ware mit passenden Aufklebern und Logos.

    Der Hochtöner hat eine Impedanz von 8 Ohm, der Tieftöner von 4 Ohm. Auf dem Typschild ist die Box als 4-Ohm-Box bezeichnet, in der Anleitung als 8-Ohm Box. Welchen Sinn macht diese Kombination?

    Gleichstromseitig liegen Tieftöner und Spule in Reihe, also wird der Netto-Anschlußwiderstand 4 Ohm betragen, wenn der Tieftöner ein 4-Ohm-Typ ist. Bei steigender Frequenz wird die Spule hoch- und der Kondi niederohmiger, ab wo dann die Impedanz etwas nach oben rutscht. Diese Aufbauten werden gern als "4 - 8 Ohm" bezeichnet, aber um festzustellen, ob man die Boxen zu mehr als nur einem Paar betreiben darf, ist die Angabe "4 Ohm" auf der Box deutlich nützlicher.

    Wenn dann auf dem Verstärker "A oder B: 4 - 16 Ohm / A und B: 8 - 16 Ohm" steht, weiß man, daß man daran nur ein 4-Ohm-Paar betreiben sollte, um ein Risiko auszuschließen.


    Die Prospektangabe deutet darauf hin, daß bei Drucklegung des Prospekts wohl noch nicht alle Details geklärt waren.

    Mit einem 4-Ohm-Tieftöner ist es jedenfalls keine 8-Ohm-Box.


    Die Kombination 4 Ohm Tieftöner / 8 Ohm Hochtöner ist nicht weiter ungewöhnlich. Das erspart u.U. einen Drosselwiderstand im Hochtonzweig, um den Schalldruck der beiden Chassis zueinander anzupassen.

    Der Tieftöner hat eine Textilsicke, aber keine Dichtung zur Schallwand hin.

    Ich denke mal, daß der auch aus dem Baukasten von ITT-Nokia stammt.


    Er sollte eigentlich eine umlaufende Gummidichtung außerhalb der Sicke haben. Den da nur "nackt" aufs Plastik zu schrauben ist *etwas* ungewöhnlich und spart wenig Geld und wenig Montagezeit. Eventuell kann eine Nacharbeit an der Stelle noch zu etwas mehr Bumms im Tieftonbereich beitragen, wenn das Chassis gegen die Schallwand vernünftig abgedichtet wird.

    Beide Chassis tragen die Bezeichnung "Made in Germany"

    Nur der Aufkleber.


    Wenn es tatsächlich Nokia-Chassis sind, sind die in Finnland oder Ungarn (?) gefertigt worden.

    Die Schrauben der Rückwand sind nicht einfach die Spanplatten des Gehäuserahmens geschraubt, da sind noch Kunststoffdübel, so daß ein Ausreißen unwahrscheinlicher ist, das erstaunt doch bei den Boxen.

    In der Tat.


    Das widerum deutet auf "jemand anderen" als Gehäusehersteller. Die Dual-Holzwerker haben in der Regel die Schrauben in angeklebte / angenagelte Dreiecksleisten oder in den Boxenrahmen geschraubt.

    Beide Lautsprecherboxen weisen dieselbe Seriennummer auf.

    Gehören also zu einem Paar.


    "Matching Numbers" - sofort nach Amerika verkaufen. Die Amis stehen auf sowas ...


    ^^

    Hi !


    Ich würde bei verbleitem Zinn immer einem mit z.B. 1 oder 2% Kupfer den Vorzug gegenüber einem reinen 60 / 40 Blei / Zinn Lötdraht geben. Und wichtig: mit Flußmittelseele. Das Stannol HS10 hat meiner Erinnerung nach 2.5% Flußmittel, 60 / 39 / 1 (Pb / Sn / Cu) und das ist das Zeug, was ich in verschiedenen Stärken schon "seit meinen Kindertagen" verwende. Oder zumindest, seit ich regelmäßig, teilweise gewerbsmäßig und großflächig an Elektronik rumlöte.


    (Zur Erinnerung: ich habe meinen ersten Lötkolben von meinem Vater geschenkt bekommen, als ich 8 Jahre alt war. Das ist 52 Jahre her ...)


    :)

    Hi !

    Die sehen noch richtig gut aus! :thumbup:

    Jupp. Die haben wenige Bandkilometer runter.


    Normalerweise zeigt sich nach vielleicht 20 oder 30 Bändern eine *kleine* Laufspur, dort wo das Band langläuft. Also es gibt einen kleinen Farbunterschied an den messingfarbenen Partien von Aufnahme- und Wiedergabekopf. Bei der Maschine würde ich fast vermuten, daß die außer etwas Probebetrieb und mal ein Band pro Jahr (zu Weihnachten ?) nicht wesentlich gelaufen hat.


    Ich würde mal sagen, daß die Köpfe von meiner - aus Ersthand-Familienbesitz - schon etwas schlechter aussehen.

    Wobei das eigentlich kein Problem ist, so lange man nicht mit dem Fingernagel deutlich fühlbare Kanten ertasten kann.


    :)

    Hi !

    ich habe im Netz eine CL 245 gefunden, bei der die gleichen Komponenten verbaut wurden.

    Ulkigerweise ist die CL245 mit 30/60W, die L2160 mit 40/70W Belastbarkeit angegeben.

    Ich meine mich zu entsinnen, daß es die L-Serie Ende der 70er / Anfang der 80er über die Interfunk-Kette gab.


    Der Tiefstöner stammt aus dem Bestand von ITT-Nokia, wie sich an dem charakteristischen Gummirand erkennen läßt.


    https://picclick.de/1-x-TT-Dual-L-2000-254198411099.html


    :)

    HI Frank !

    Was ich auch immer noch im Kopf mit mir rumtrage, ist, ein quadrofones C901 zu bauen, was ja damals ernsthaft geplant war.

    Das war schon immer ein Streitpunkt.


    Sie haben sich die Option dafür offen gehalten, aber ich bin nicht sicher, ob es ein C901-4 jemals auch nur bis ins Prototypen-Stadium geschafft hat, der über ein "Mock-Up" (also eine funktionslose Hülle als Design-Studie) hinausging. Die ohnehin schon recht komplexe Elektronik wäre nochmal umfangreicher geworden und hätte wirklich mit dem Schuhlöffel in das Gehäuse gequetscht werden müssen - und wäre praktisch nicht wartbar gewesen.


    Ich bin sicher, daß sie bei Dual den Quadro-Markt in der Zeit sorgfältig beobachtet haben, und da sich die "normalen" Quadro-Komponenten schon nur sehr schleppend verkauft haben, denke ich, daß sie relativ früh den Stecker gezogen haben, was ein Quadro-Tape betrifft.


    Mit *heutiger* Technik wäre das sicher möglich. Es gibt hochkomplexe Chips für z.B. das Dolby, man könnte HX-Pro nutzen oder das Gerät mit einem eigenen CD4-/SQ4-Decoder ausstatten, damit man Platten direkt in Vierkanal aufnehmen könnte. Beim 901 ist ja sogar das Dolby noch in Einzeltransistor-Technik realisiert.


    :)

    Hi !

    Habt ihr bislang "nur" die Hoch und Mitteltöner beschichtet oder auch den Tieftöner?

    Die Tieftöner kann man damit optisch etwas aufhübschen, aber die Membranen selber sind aus dicker Pappe oder anderen stabilen Materialien. Die Mittel- und Hochtöner mit Gewebekalotten profitieren dadurch, daß das Gewebe wieder luftdicht wird und die Membran Schalldruck aufbaut. Eine Fähigkeit, die ihr verloren geht, wenn sie durchlässig wie ein altes Teesieb ist.

    Daher macht es eigentlich wenig Sinn, mit dem teuren Zeug auch die großen Pappen einzustreichen.


    :)

    Hi Jörg !

    Demnach nicht zwingend der schlechteste Dreher, auch wenn er keinen Schönheitspreis gewinnen wird.

    "Nicht das schärfste Messer in der Schublade ... "


    Aber doch: wenn er tut, wofür er gedacht ist, ist der mal gar nicht so schlecht.


    immer wieder mega, dein umfassendes Wissen.

    Wie ich schon öfters anmerkte: ich bin alt genug, daß ich mit dem Krempel aufgewachsen bin.


    Nur ab und zu spielt mir mein Erinnerungsvermögen doofe Streiche.

    Ich nenne das dann immer "meine kleinen Demenz-Übungen" ...


    ^^

    Hi Jörg !

    Über den habe ich bis jetzt noch nicht wirklich etwas finden können. Außer im Hifi Wiki.

    Ob es sich dabei um ein lohnenswertes Gerät handelt, kann ich gar nicht beurteilen.


    Hat hier jemand ein paar Infos über das Gerät?

    Das ist ein Früh-80er Riemen-Einsteigermodell.


    Jemand aus meinem Bekanntenkreis hatte den mal Mitte der 80er. Allerdings nicht mehr mit dem PC90-System (alias Audio Technica AT-3711 / Rundnadel) sondern irgendwas von ADC drunter. Wenn er's tut - gut. Die Nadel scheint einen leichten Schiefstand zu haben. Da ist vermutlich Ersatz fällig = ATN-3711. Vielleicht auch der Riemen - obwohl die Riemendreher aus Japan meistens mit sehr langlebigen Exemplaren ausgestattet waren. Mal das Smartphone drauflegen und gucken, ob er die Drehzahl hält und wie stark die Abweichungen sind.


    Optisch ist das nicht so der Hit - aber wenn Hifiwiki recht hat, hat das Teil Anfang der 80er mal 218 Mark gekostet, was damals nicht gerade ein Sonderangebot gewesen ist. Der Konkurrent aus dem Hause Dual wäre der CS504 gewesen, der mit einem DM240E (elliptische Nadel) und einem Achtpol-Synchronmotor bestückt in einer separaten Holzzarge untergebracht 298 Mark kosten sollte. Der spielte da aber schon eine Klasse höher.


    :)