Beiträge von wacholder

    Hi !

    Ich verwende fast immer die von Peter (Wacholder) verlinkten MEX/Tenta.

    Die TexMex kommen außerdem mit schönen langen Anschlußdrähten, so daß man die an allerhand andere Schalter anfrickeln kann, ohne einen Handstand im Eimer machen zu müssen. Ich habe 10 / 47 / 68 / 100 und 330nF eigentlich immer im Bestand. Die beiden kleineren als Funkenlöscher / Entstörer, die größeren als Strobokondi oder den 330er als Phasenkondi bei den SM100-bestückten Drehern.


    :)

    Hi !


    Abgesehen davon, daß es keine Elkos sind, sondern Folienkondensatoren, kannst Du die so verwenden.

    Die X2-Spezifikation ist für beide Ersatzkondis gegeben und das ist wichtig, weil die an der Netzspannung hängen.

    275V~ Spannungsfestigkeit ist nach dem Übergang von 220V~ Netzspannung auf 230V~ +/- 10 Prozent unbedingt erforderlich.


    Auf dem Verstärkerboard sind anscheinend schon die beiden 10nF am Gleichrichter (C1306 / C1307) gegen Wima Folien (rot) getauscht worden.


    Dieser Verstärker ist sozusagen die letzte Reinkarnation der Dual "Familienverstärker", die in den meisten CR, KA und vielen HS eingesetzt wurde. Dieser hat schon eine symmetrische Stromversorgung ohne Ausgangs-Elkos, die im Betrieb auf lange Sicht am meisten leiden würden. Bei diesem Board sind die beiden "dicken Rollen" in der Mitte (C1304 / C1305) ausschließlich Filterkondensatoren für die Stromversorgung.

    Leider sind das auch wieder Roederstein-Modelle und ich habe mit denen schon nicht so schöne Erfahrungen gemacht. Wenn Du beim Betrieb kein auffälliges Brummen im Tonsignal aus dem Lautsprecher wahrnehmen kannst, sollten die beiden wohl okay sein. Ein Brummen, unabhängig von dem gewählten Eingang wäre ein Indiz für eine unruhige, schlecht gesiebte Betriebsspannung und dann müßte man unbedingt was tun.


    :)

    Hi Bertje !


    Es gibt das Manual als englischsprachiges PDF mit der fehlenden Seite hier:

    https://www.vintageshifi.com/r…l-1226-Service-Manual.pdf


    Allerdings ist der Ausbau dort auch nicht sehr erhellend und die Feder 193 gehört m.M.n. zur Geschwindigkeits-Umschaltung.


    Normalerweise baut man zum Tonarmausbau erstmal den Haupthebel ab (1 Sprengring ab, Achse ziehen, abnehmen)

    Dann öffnet man den Deckel vom Kurzschließerkasten und lötet die fünf Tonarminnenkabel ab.

    Antiskatinghebel abbauen (1 Sprengring) und eventuell aus der Antiskatingfeder "befreien", damit die nicht versehentlich beschädigt wird.

    Danach die Abstellschiene abbauen (1 Sprengring ab, Scheibe darunter, Schiene anheben und gucken, wohin die 4mm Stahlkugel fällt, auf der die Schiene läuft ... danach die Schiene aus dem Chassis fädeln)

    Jetzt kann man die beiden Sechskantmuttern vom Armsegment abnehmen und den Tonarm vorsichtig aus dem Chassis ziehen.

    Aufpassen mit dem Armkabel, daß sich das nirgendwo verhakt und am besten fotografieren, *wie* das durch die Chassislöcher gefädelt ist.


    Auf der Seite 6 im Manual ist die Fig. 7 mit einem Querschnitt durch den Armaufbau.

    Das ist ja ein noch nicht vollständig kardanischer Aufbau, der auf einem festen Lagerblock im Chassis basiert.

    Da ist oben ein Kugellager drin, in die eine feste Spitze im Arm eindrückt und unten ein Kugellager, in die eine justierbare Spitze (244) im Armsegment zur Spiel-Einstellung eingreift.

    Wenn eins der beiden Lager bei einem Reparaturversuch rausgefallen ist, kann das Armspiel nicht mehr über den Gewindestift 244 eingestellt werden.


    :)

    Hi Mario !


    Willkommen im Therapiezentrum für desolate Dual-Geräte und ihre Besitzer ... :)


    Der Ansatz sollte im zweitletzten Bild erfolgen.

    1. Da ist der als Knallfrosch bekannte RIFA, der gerne mal kaputtgeht.

    2. der nimmt auf seinem Weg ins Jenseits gerne die Sicherung mit

    3. liegt da der 1000µF Hauptelko der internen Stromversorgung, der oft auch alles andere als noch frisch ist.


    Um das mal schaltplanseitig zu begleiten:

    https://www.hifi-archiv.info/D…l%20621%20Service-004.jpg


    Wir sind im Bereich unten rechts auf der Seite.

    Da ist der Transformator (dieses schwarze Ding in der Mitte)

    Der Knallfrosch ist als C52 bezeichnet. Der auf Deinem Bild hat schon einen Riß sichtbar. Dann ist die Chance groß, daß der sich verabschiedet hat.

    Die Angabe "47nF" ist 0.047µF metrisch und der Kondi muß ein X2-Typ sein, da er ständig mit dem Stromnetz verbunden ist, sobald der Stecker vom Gerät in einer aktiven Steckdose steckt.


    Ich verwende gern diese als Ersatz:

    https://www.conrad.de/de/p/tru…l-x-b-x-h-12-1566330.html


    Durch Deine Finger teilweise verdeckt liegt die Sicherung.

    Im Schaltplan mit "Si 63mA T" bezeichnet. Das ist eine träge auslösende 63mA Sicherung (0.063 Ampere ! Achtung: nicht 0.63A !), deutsche Bauform, 5 x 20 mm.

    Hausapotheke Conrad 10er-Pack:

    https://www.conrad.de/de/p/esk…-inhalt-10-st-551090.html


    (Mit etwas Glück kriegt man die auch im Baumarkt in der Abteilung für elektrische Bauteile wie Schalter, Stecker, Klemmen.)


    Auf der anderen Seite vom Transformator liegt der aus vier Dioden aufgebaute Gleichrichter (D52 - D55) und an dessen Ausgang sitzt der Elko C55 mit 1000µF Kapazität und 40V Spannungsfestigkeit in der Bauform Axial (= mit Drähten an beiden Enden). Da ist Minus, wo man auf das geschlossene Alu-Ende des Körpers guckt und Plus da, wo der Draht durch eine Gummidichtung ans Tageslicht kommt.


    Ersatz gibts auch beim "Blauen Claus":

    https://www.conrad.de/de/p/vis…-x-30-mm-1-st-446181.html


    Ich benutze die Conrad-Teile hier jetzt nur als Referenz, was man braucht. Es gibt ja noch andere Quellen und Versender. Mit etwas Glück hat man (wie in Bielefeld) sogar noch zwei Läden vor Ort, die einzelne Bauteile verkaufen.



    Dann geht's bei Deinem ersten Bild weiter.

    Zwei "ROE", die unbedingt ersetzt werden müssen, weil die immer für eine Überraschung gut sind.

    Dann würde ich den grauen Elko vorne auch ersetzen. Und die drei blauen 0.47µ Tantalis und den roten 0.68µF Tantali.

    Die müssen noch nicht wirklich kaputt sein, aber wenn man den Rundschlag plant, ist man auf der sicheren Seite.


    Für "nur eine analysierende Reparatur" reicht es, die beiden ROEs C1 und C13 (47µF / 25V) und den grauen C2 (220µF / 6V) zu tauschen und dann gucken, wie die Elektronik läuft und ob der Motor stabil dreht.

    BTW: der läuft *nicht* ohne den aufgesetzten Teller !

    Naja - läuft schon irgendwie aber nicht rund. Der braucht die Masse des drehenden Tellers als Regulierungsmedium für seine Drehzahlstabilisierung.


    Teile:

    https://www.conrad.de/de/p/pan…-11-2-mm-1-st-421913.html

    (Für C2. 10V statt 6V. Höher geht immer.)


    https://www.conrad.de/de/p/pan…-x-11-mm-1-st-792485.html

    (Für C1 und C13. 35V statt 25V)


    So. Da angekommen sollte der Dreher mindestens wieder drehen und seine Drehzahl halten.

    Sofern nicht irgendwas anderes noch kaputt ist. Aber das sind sozusagen die im Fehlerbaum am weitesten oben angesiedelten Bauteile.

    Es kann noch Kontaktprobleme am Drehzahlschalter und am Pitchpoti gegeben, aber um das rauszufinden muß der Dreher erstmal drehen.


    ;)

    Hi Detlef !

    der 620 hat keine Knallfrösche? War nach eigener Erfahrung und den Hinweisen aus dem Forum genau davon ausgegangen. Siehe:

    Rischtisch.


    Der erwähnte CP05 ist einer der beiden Sieb-Elkos, die in der Stromversorgung verwendet werden.

    Der andere ist CP10. Beides sind 1000µF Elkos, wobei der CP05 vermutlich für 25V spezifiziert ist und der die +20V für den Motorteil versorgt. CP10 ist wohl ein 16V, der die +12V stabilisiert, die für die Zugmagnete verantwortlich sind und aus der im Nachgang mit einem Transistorregler die +5V für den Prozessorteil gewonnen werden.


    Beides sind in der Regel messing- bzw. kupferfarbende Roederstein, die für etwas extravagantes Verhalten bekannt sind und manchmal ohne Vorwarnung einfach sterben. Selten wirklich spektakulär mit Rauch und so. Eher ist es so, daß sie die jeweils vorgeschalteten Sicherungswiderstände mit in den Tod reißen und der Dreher einfach nicht mehr funktioniert.


    :)

    Hi !

    Wo bitte hat der 620 Knallfrösche?

    Nein, Danke. Er hat keine.


    Er hat auch keinen Netzschalter und keinen Motorschalter, der die primäre Stromversorgung vom Netz trennt. Daher braucht er keine.

    Der Trafo hängt die ganze Zeit im Netz, solange der Stecker in der Steckdose steckt ... so wie Dein Radiowecker.

    Das einzige Bauteil, was das Gerät von einem flammenden Inferno schützt, wenn die Isolation vom Trafo mal durchbrennt, ist ein PTC. Das ist ein Widerstand in der Stromleitung, der seinen Widerstand erhöht, wenn er sich durch den Stromfluß erwärmt ...


    https://www.hifi-archiv.info/Dual/620s/620-02.jpg


    (Das Bauteil in der rechten, unteren Ecke vom Schaltplan.)


    :)

    Hi Gernot !

    so wie Peter würde ich es auch machen.

    Allerdings benutze ich für für solche festgegangenen
    Drehkondensatoren, Kontakt 61.

    Mache ich auch manchmal. Insbesondere bei Drehschaltern und Rillenachsen an 12xx Drehern.


    Eigentlich ist es egal, was man nimmt. Es muß dünn genug sein, um die Kapillarwirkung optimal zu nutzen und es muß alten Dreck / alten Schmier anlösen und auflockern. Das WD40 nehme ich deswegen, weil es doch deutlich günstiger ist, als das Kontakt 61, was ich für wertvollere Aufgaben zurückhalte. Das WD40 bringt außerdem einen ganz charakteristischen Geruch mit ... das *riecht* schon irgendwie nach fleißigem Handwerker.



    ^^

    Hi Thomas !

    Peter wacholder , der mich überhaupt erst einmal auf diesen Umstand in einem Post aufmerksam gemacht hat: Beim CR40 und seinem Tuner-Pendant CT16 funktioniert der UKW Stereoempfang nur dann, wenn die Stereo-Glühbirne intakt ist (!). Das haben andere Firmen in ihrem Schaltungsdesign eleganter gelöst, denke ich. Aber ob dieser "Fehler" Dual oder dem Hersteller der Geräte anzulasten ist - keine Ahnung. Wer hat die Teile denn entwickelt? Südfunk oder Dual?

    Meines Wissens nach kamen die von Südfunk.


    Aber das ist keine besonders spezifische Geräte-Macke, sondern ist in der Art begründet, wie der Stereodecoder aufgebaut ist.

    Das war eine materialsparende Schaltung, die auf einen Extra-Transistor als Lampenschalter verzichtet hat, entwickelt zu einer Zeit, als Transistoren noch teuer waren. Andere Firmen haben das genauso gemacht.


    Der Blödsinn - oder das zusätzliche Problem - den Dual / Südfunk sich an der Stelle eingebaut haben, ist die Reihenschaltung von zwei Lampen bei einigen Modellen (CT17). Da hat man vier statt zwei Kontaktstellen und wenn eine Lampe oder ein Kontakt fehlerhaft ist, geht die Sucherei los. Das ist etwas entnervend *und* man kann die Lampe(n) nicht so einfach durch LED ersetzen, weil man den durch die Lampe laufenden Strom braucht, um die letzte Stufe des Decoders zu betreiben. Sie haben zwei einfacher erhältliche 7V-Birnen genommen, statt einer 15V-Birne und - vielleicht - um eine breitere Ausleuchtung des "Stereo"-Indikators zu erreichen. Das muß man dann einfach wissen und entsprechend bei einer Fehlersuche mit einbeziehen.


    :)

    Hi Peter !

    Danke Peter für die Tipps

    Immer gerne.


    Berichte mal von Erfolg / Mißerfolg und mach' ggf. mal ein Foto von dem Ding.

    Ich weiß zwar *grundsätzlich*, wie sowas aussieht, aber nicht wie es beim CT1140 im Detail aufgebaut ist.

    Das macht es einfacher alternative Strategien zu ersinnen, wenn Plan A nicht so läuft, wie er soll ...


    ;)

    Hi Norbert !

    Wo gibt es denn so etwas schönes zu kaufen? 8|

    Gab's mal auf Iiibäh. Gesehen ... geboten ... gekriegt.


    Auktion endete irgendwann zu einem total blöden Zeitpunkt, wenn ich mich recht entsinne, wo halb Deutschland bräsig vor dem Fernseher hockt und nur so alte Krokodile, wie ich, noch wach genug zum zuschnappen sind ...


    ^^

    Hi Peter !

    Was kann ich machen?

    Von beiden Enden WD40 an die Drehlager des Plattenpakets. Am besten von der Innenseite her, weil an einem Ende das Getriebe, am anderen Ende das UKW-Poti sitzt und der CT1140 über Kapazitätsdioden abgestimmt wird.

    Dann immer schön langsam und vorsichtig vor- und zurückdrehen. Dabei den Drehwinkel immer mal vergrößern.


    In der Regel ist die Achse aus Stahl und die Lager aus Bronze oder Messing. Im Laufe der Jahre verbacken die beiden, wobei das Öl tatkräftig hilft, was mal zur Schmierung vorgesehen war und das eigentlich verhindern sollte.

    Mitunter ist auch nicht das Plattenpaket fest, sondern das Untersetzungsgetriebe davor hat einen weg.

    Das hatte ich bei einem Blaupunkt "Küchenradio", da war das Zinkdruckgußgehäuse der Mechanikbaugruppe ziemlich rissig und verschrumpelt.


    :)


    Ach so: wenn es dann wieder freigängig ist, das WD40 mit Kontakt- oder Tunerspray ausspülen und ein paar kleine Tropfen Feinmechaniköl applizieren. Ich wärme den Drehko dazu vorher immer ein wenig mit dem Fön an, damit sich das Spray aus den Lagerbuchsen verzieht.


    ;)

    ... und die Platinen sind auch nicht identisch.


    Beim CV1200 sitzt da noch die Lautsprecher-Umschaltung mit drauf.

    Beide vor der Rückwand montierten Platinen werden indessen mit "Stößelstangen" von der Front bedient und sind zumindest konzeptionell sehr ähnlich - aber das war's dann auch schon. Warum soll man nicht von anderen lernen, denn prinzipiell sorgt das für kurze Signalwege und wenig Störungen, da auch der Phono-VV da mit draufsitzt. Und es vermeidet Spaghettikabel innendrin.


    :)

    Hi !


    Zusätzlich zu Peters Anmerkungen:


    Beim C828 kann es vorkommen, daß sich die Schwungmassen auflösen. Das ist eine blöde Variante der Zinkpest, wodurch sie Risse bekommen und im Durchmesser "wachsen". Dann laufen sie gegeneinander und das Deck eiert jämmerlich. Bisher zweimal beobachtet und durch Schlachtgeräteteile wieder hinbekommen.


    Die Riemen lösen sich gern in öligen Schmier auf. Das ist dann eine echte "Dreckarbeit", aber meistens kriegt man solche Decks sehr billig (weil sie nix mehr abspielen) und man steckt nur Arbeit und einen neuen Riemensatz rein. Der ist etwas umständlich zu montieren, geht aber noch. Man muß sich Zeit lassen und braucht ein paar kleine Zughaken (aus 1mm Silberdraht gebogen), um die an die richtige Stelle zu ziehen. Hat bisher immer geklappt ...


    Ein weiterer Kriegsschauplatz bei diesen Decks sind die Dolby-ICs vom Typ LM1011N. Aus seltsamen Gründen sterben die einfach und da das Signal auch mit abgeschaltetem Dolby durch die ICs durchmuß, hat man Kanalausfälle. Mal nur einer, manchmal auch beide. Die ICs sind zum Glück noch zu bekommen.


    :)

    Hi Andreas !

    es wundert mich immer, weshalb mein Freund Peter niemals auf die Idee kommt, auch mal meine Angebote zu empfehlen (dabei hab ich ihn sogar schonmal zum Chinesen eingeladen!)..

    https://platten-spieler.de/cgi-bin/Dual.pl#duDN56

    Das stimmt !


    Und die Nadel ist das, was man zu einem funktionierenden CDS630 braucht, wenn man eigentlich nur Stereoscheiben hört.

    Die verlinkte Nadel war ja auch nur als Beispiel angeführt, wie ich schrieb. Die meisten suchen mit Google oder auf Iiibäh und da ist ein gibt es ein breit gestreutes Angebot. Du bist eher so der Insider-Händler. Ich muß mich bei sowas doch mehr konzentrieren und noch öfters bei Dir reingucken.


    :)


    Vielleicht ärgert es ihn ja, daß ich ihm dem Bereich Tonabnehmer/Nadeln schon öfters mal wiedersprochen habe. Streit haben wir doch wohl keinen??..

    Ach was.


    Meinungsunterschiede gibt es immer mal, aber die werden in diesem Board in der Regel zivilisiert behandelt.

    Das ist ja nie was wirklich kriegsentscheidendes, denke ich mal. Im Normalfall verlasse ich mich selber auch auf die Meinung von Experten, gerade bei Tonabnehmern und Nadeln ist das Feld doch sehr weit und undurchsichtig.


    Ich sehe aber, ihr seid in Kontakt und das ist gut so.


    die Kristall-Systeme von Dual klingen wirklich überraschend gut, eigentlich waren die Keramik-Systeme ein Schritt zurück.

    Klanglich vielleicht.


    Aber die Keramiksysteme sind langlebiger - wenn sie keine eingebauten Macken haben, wie das CDS650.

    Das liegt in der Natur der Sache, daß Kristallsysteme unter Wärme und Feuchtigkeit regelrecht zerfallen.


    Ich würde - zumal in einem 1010 - ein funktionierendes CDS630 niemals gegen ein CDS660 ersetzen.


    :)

    Hi Jochen !

    würden einen P52 um €25.- bekommen, spielt grundsätzlich nur die Automatik geht nicht auf den korrekten Anfang.

    Das Problem wird die klassische Alterung / mangelnde Wartung sein.

    Verbaut ist der 1010F (mit Pitch), der an sich ein robustes Möbel ist, aber wenn altes Öl seine Mechanik verkleistert, kommt er nicht so recht in Schwung und verfehlt den Anfang der Platte. Da nutzt es auch nix, an dem Einstellschräubchen herum zu drehen, mit dem man den Aufsetzpunkt verschieben könnte. Da muß man ran und das Gerät reinigen, entharzen und neu schmieren. Nach 50+ Jahren sicher nicht übertrieben oder ungewöhnlich.

    Nadel ist eine DN5 drauf und würde damit auch gerne meine Plattensammlung abspielen, da sind schon manche Raritäten dabei und hier ist die Frage ob die DN5 nicht mehr kaputt als Musik macht und ob es eine bessere Tauschnadel gibt?

    Wenn es eine original DN5 ist, ist es eine Saphirnadel und die hat nunmal nur eine Lebensdauer von 100 Stunden rund ... was ca. 200 LP-Seiten entspricht. Sie ist bruch- und verschleißempfindlich und das Gemeine ist, daß man zuerst nicht hört, wenn sie hinüber ist. Wenn man es erst hört, ist der Schaden bei den Platten schon angerichtet.


    Wenn man nur Stereoschallplatten mit Mikrorille hört, die eine 15µ-Verrundung erfordern, wäre diese Nadel vielleicht angesagt, obwohl sie preislich etwas ... äh ... "optimistisch kalkuliert" scheint:

    https://www.hifi-phono-house.d…8/dual-dn-5-st-st-diamant


    (Das ist jetzt mal nur ein Beispiel. Wenn man nach "Dual CDS630 Diamant" sucht, findet man allerhand andere Angebote.)


    Wenn man auch oder vorzugsweise Schellacks hört, die 60 - 80µ Verrundung erfordern, gibt es Hybridnadeln mit einem 15µ Diamanten für Stereorillen und einen 65µ Saphir für Schellacks. Eventuell wäre eine Anfrage bei z.B. Cleorec / Naber in Oldenburg hilfreich, was die so im Programm haben und ob es nicht *doch* eine Schellack-Diamantnadel für das CDS630 gibt, wenn man sowas braucht.


    Das alte CDS630 klingt sehr schön und ausgewogen und ohne zwingenden Grund würde ich das auch nicht gegen z.B. ein CDS660 austauschen. Oder einen Umbau mit einem Magnetsystem erwägen, was beim 1010 kleinere Probleme aufwirft (Auflagekraft-Einstellung) und einen zusätzlichen Vorverstärker erfordert.


    :)

    Hi !

    Bei 33 UpM: alles in Ordung

    Bei 45 UpM: Tonarm wird zurückgeführt, setzt auf Tonarmstütze auf, dann klickts, der Teller dreht sich aber munter weiter..

    Also ist es kein Problem damit, daß die Abschaltung das Ende der Platte nicht erkennt, sondern daß der Motor in Arm-Ruhelage nicht abschaltet.


    Auch das ist wieder die gleiche Mechanik - nur diesmal ist es der lange Schaltarm, der den kleinen Schalter im Motorschaltkasten betätigt.

    Die Umschaltung wird zwar durch den Drehknopf und die Hebel dahinter vorgewählt, aber erst durch den laufenden Motor bzw. Riemen beim Start initiiert. Dabei hilft ein Umlenkhebel am Ende des langen Schaltarms (Sperrschiene - Nr. 14 im Manual), die auf dem Chassis drehbar gelagert ist. Da ist es möglich, daß dort noch was "klebt" und eine einwandfrei Funktion behindert.


    Ansonsten würde ich mal den kleinen Blechbügel am langen Schaltarm etwas umjustieren, damit er den Schalter ein Winzigkei früher losläßt.

    Bzw. prüfen, ob der Schalter sauber in beiden Richtungen auslöst und losläßt. Oft ist der Plastikschieber an der Unterseite des Schaltkastens etwas mit Altöl verkleistert.


    :)