Beiträge von wacholder

    Hi Thomas !

    Sankyo-Motoren sind mir als Kassettenrekorder-Motoren geläufig

    Cassettenrecordermotore sind in der Regel CCW - counter-clockwise, weil sie *hinter* dem Chassis sitzen und die davon betriebene Capstanwelle gegen den Uhrzeigersinn dreht.


    Plattenspielermotore sind CW - clockwise. Sie sitzen von unten im Chassis und drehen den Teller im Uhrzeigersinn.


    Aber es gibt viele Motoren mit interner elektronischer Regelung für beide Laufrichtungen. Man kann bei elektronisch geregelten Motoren nicht die Laufrichtung durch Umpolen umschalten. Damit frittiert man die Elektronik.


    Die "H - L" Angabe auf dem Motordeckel deutet aber darauf hin, daß es eine externe Beschaltung geben muß, damit zwei Geschwindigkeiten realisierbar sind.


    Mal bitte etwas tiefer reingucken.

    Der alte DC210 (?) hatte doch auch eine Platine mit zwei Potis vorne dran und dann gab es zwei Pins, wo ein Schalter drüber kam, der dann den hohen Drehzahlbereich über den niedrigen geschaltet hat. Da mußte - meine ich - erst die niedrige Geschwindigkeit eingestellt werden, dann die höhere. Aber nur ein Loch im Rückseitendeckel (unabhängig von einem eventuellen Mittelloch) ist schon mal verdächtig.


    :)

    Hi Harm !

    PS: 70 Stück? Und meine Frau beschwert sich schon über meine 7-8 Stück… (Na, ja, der letzte ist ja von ihr…)

    Es gibt da ein kurzes Horrorvideo von vor drei Jahren, was in meinem Lager spielt ...


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    :D

    Hi Harm !

    Super, danke für weiteres umfassendes Wissen von Dir.

    Als Herr über einen Flohzirkus von - geschätzt - 70+ einzeln stehenden Drehern hatte man Zeit, allerhand Wissen anzusammeln.

    Und wie ich schrieb: was ich jetzt nicht raushaue, ist weg, wenn es mich umhaut ...

    Da mache ich mir auch gleich noch einen schönen Feiertag Abend und probiere das aus.

    Immer schön locker bleiben.

    Keine Eile, keine Hektik.


    Aber bevor man nur auf dem Sofa sitzt und mit Fernsehserien chipsfressend in anderer Leute Leben rumstochert, ist ein aktives Hobby doch die bessere Wahl.


    :)

    Hi Harm !

    Dank Peters super Justieranleitung und Ollis neuem Steuerpimpel geht der Dual wieder.

    8):thumbup:


    Bestens. Ein gutes Ergebnis für den Abschluß eines Feiertagabends.

    Jetzt wird der noch geputzt und etwas geölt, wo es nützt, und dann leiert er vielleicht auch nicht mehr.

    Die Reibradler haben drei wirkliche Problemstellen:

    1. das Lager am kleinen Schwenkarm für das Reibrad

    2. der Rillenbolzen, um die sich der lange Schaltarm bewegt

    3. glattgerubbeltes Reibrad


    Für 1. muß das Reibrad runter: mit links drunterfassen, den Schwenkarm festhalten, mit rechtem Zeige- und Mittelfinger unter das Reibrad und dann langsam, unnachgiebig und beherzt ziehen, damit der Weichplastikring von der Halterille in der Achse runterkommt.

    Das Ding nicht verlieren.

    Dann den Sprengring von der Schwenklagerachse hebeln. Alles sauber machen, neues Feinmechaniköl dran und wieder zusammenbauen.


    2. ist schwieriger. Da gibt es aber einen Trick.

    Arm sichern, lieber System rausnehmen. Teller runter, wenn der ohne Sicherungsring nur lose auf der Hohlachse liegt.

    Ich weiß aus dem Kopf nicht mehr, ob beim 1228 der Rillenbolzen (191 im Manual) durch eine Mutter auf der Oberseite des Chassis gesichert ist. Ich meine, daß sie damit noch einen Hebel halten / führen, der darüber sitzt.

    Dann kann man das kleine Scheißding ganz vorsichtig aus der Hebelage drehen, alles mit Alkohol am Wattestäbchen reinigen und wieder zusammenstecken. Irgendwo sitzt da noch eine Distanzscheibe (186) dazwischen. Also nicht so viel an dem Chassis rumkippeln, wenn der Bolzen raus ist.

    Das Problem besteht darin, daß der lange Schaltarm an dem Bolzen festklebt.

    Der bewegt am hinteren Ende aber auch den Reibradausleger aus der Ruheposition gegen die Antriebsrolle. Und wenn er zäh geht, reicht der Zug der kleinen Feder nicht mehr aus, um *wirklich* Kraftschluß herzustellen.


    Um 3. zu lösen, spannt man das Reibrad, was man für 1. ja schon mal runtergenommen hat ( :) ) in einen Akkuschrauber ein.

    Dann mit ordentlich Speed drehen lassen und mit z.B. einem 400er Papier *ganz zart* die obere, verhärtete und verdichtete Schicht vom Reibrad abziehen. Dazu ein wenig das Papier entlang der Kante schwenken, um die etwas ballige Kontur der Antriebsfläche zu erhalten.


    Ach ja, die Glimmlampe, ist das eine 230V Variante? So eine hätte ich nämlich noch liegen.

    Im Kern sind die Glimmlampen 90V Typen.


    Also: bei ca. 90 - 95V Zündspannung an der Lampe beginnt die Stoß-Ionisation zwischen Anode und Kathode, was das Gasgemisch innen zum Leuchten bringt. Ab da beginnt der Stromfluß durch die Glimmlampe und der muß durch einen Strombegrenzungswiderstand aufgefangen werden. Unterhalb der Zündspannung liegt die Haltespannung, bei der sie lustig weiterleuchtet. Also ca. 75 - 85V.

    Bei ca. 70V bricht die Ionisation wieder zusammen (Löschspannung).

    Für höhere Spannungen müssen entsprechend größere Vorwiderstände geschaltet werden.

    Wenn man eine Standard-Glimmlampe (Glühbirnen-Typ mit Drahtenden) hat, die für 230V vorgesehen ist, wird dort vermutlich ein 100 bis 220 K Vorwiderstand montiert sein, je nachdem, wie hoch der zulässige Dauerstrom gewählt wurde.


    Der 1228 hat eine vorgeschaltete Elektronik, die nur über einer Motorwicklung an 110V~ liegt. Du kannst also eine nackte Glimmlampe ohne Vorwiderstand an die vorhandenen Haltebleche (oder die Kabel davon) drantackern und sie wird nicht überlastet. Ich mache das seit Jahren. Durch die Kappdiode in der Elektronik wird allerdings eine Halbwelle der Sinusspannung abgeschnitten, damit das Verhältnis hell zu dunkel kurz bleibt und die Strobomarkierungen scharf abgebildet werden. *Das* aber führt dazu, daß von den beiden parallelen Elektroden-"Stäben" nur der eine vom Leuchten umhüllt wird. Du mußt die Lampe an ihren Drähten dann so drehen, daß die beleuchtete Elektrode zur Stroboscheibe unter dem Teller weist, damit die maximal beleuchtet wird. Wenn nur der Lichtkasten beleuchtet wird, nutzt das wenig.


    :)

    Hi !


    Sieht so aus, als ob der Motor schon mal gewechselt worden wäre.

    Das ist nach meinem Wissen nicht der Motor, wie er von Dual verwendet wurde.


    Die Bezeichnungen am Boden deuten auf die darunterliegenden elektrischen Anschlüsse hin:

    Minus - Plus von der Stromversorgung, H - L vom Schaltersatz für Hohe / Niedrige Geschwindigkeit, vermutlich gegen Minus schaltend.

    Da der nur ein "Loch" für einen *möglichen* Einsteller der Grundgeschwindigkeit hat, würde das bedingen, daß es irgendwo noch ein kleines Platinchen gibt, auf dem die Trimmer für den Abgleich der Geschwindigkeiten drauf sind und das *nicht* direkt am Motor eingestellt wird.


    Das Mittelloch ist da, wo die Motorachse ist, denke ich mal. Warum das so ist, wissen wohl nur die Entwickler im fernen Osten.


    :)

    Hi !


    Feder und Messinghülse haben - in etwa - die gleiche Funktion:

    zu verhindern, daß der Stellkonus ganz und gar in der Segmentrolle versackt.


    Das ist ein beliebter Gag, daß der Konus oben in der Segmentrolle festhängt und die Drehtzahl "zu schnell" ist und sich trotz freigängigem und funktionsfähigen Pitchregler nicht stellen läßt.


    *Ich* nehme mir die Segmentrolle immer, klemme die Lamellen mit einem Gummiband oder einer Schnur zusammen und reibe mit einem Stückchen Schleifpapier oben innen die Grate weg. Und um die obere Kante ein wenig zu brechen. Beim Ausfräsen der Segmente bleiben an den Rändern gern winzigkleine Späne stehen.

    A) fangen die den Stellkonus gerne mal ein, B) sorgen die dafür, daß einzelne Segmente nicht wirklich am Stellkonus anliegen und verschlechtern damit den Rundlauf.


    :)


    Wenn ich den Konus in den Antriebspulley stecke, ist er fest drin -wodurch kommt er

    wieder raus?

    Gar nicht.


    Er liegt nur lose auf und wird durch den verstellbaren Bügel nur mehr oder weniger in die Segmentrolle eingedrückt, um die aufzuspreizen.


    Wenn er ganz drinhängt, baust Du den Mist wieder auseinander.


    :)

    Hi Rudi !

    Um den eingebauten Plattenspieler 1226 habe ich mich jetzt noch gar nicht gekümmert. Konnte nut kurz feststellen, dass er läuft.

    Kennst Du Dich damit auch aus?

    Ich sag's mal so: bei einem Bestand von - geschätzt - 70 einzeln stehenden Drehern, davon in der Mehrheit Duals hat man einiges an Erfahrung gesammelt ...


    hier die Messwerte der beiden 1500µF Elkos. Der defekte hat ja ersichtlich einen Kurzschluss und wird nur noch als Widerstand mit 0,2 Ohm erkannt. Der "gute" Elko liegt in dem noch funktionierenden Kanal.

    Da steckt vermutlich das ursächliche Problem.

    Beim Betrieb mit einem hochohmigen Kopfhörer liegt zwar eine hohe Gleichspannung am Kopfhörer an, aber das Musiksignal kommt noch durch und der fließende Strom ist relativ klein.

    Ein niederohmiger Lautsprecher bewirkt dann einen massiven Stromfluß gegen Masse über den toten Elko ... und *das* hat der Endstufe dann das Lebenslicht ausgeblasen.


    Daher rührt auch meine Empfehlung, bei diesem Typ Endstufen die Ausgangselkos auf jeden Fall zu tauschen oder wenigstens zu prüfen, bevor man damit große Experimente anstellt. Das ist insbesonders wichtig bei "Standgeräten", die auf irgendwelchen Dachböden oder in irgendwelchen Kellern die letzten Dekaden unbenutzt verbracht haben. Die Elko-Alterung ist zeitabhängig und verschärft sich bei einem unbenutzten Gerät. Eine Kiste, die jahrelang als "Radio" in einem Wohnzimmer zugebracht hat, wird der Elko zwar auch irgendwann mürbe, aber dann schmeißt es ab einem gewissen Punkt die Sicherung und fatale Auswirkungen bleiben aus.



    bei Ebay habe ich jetzt diese 1500µF/40V Elkos entdeckt. Die würden doch passen ?


    hier der Link zu Ebay:

    https://www.ebay.de/itm/313923…3D%7Ctkp%3ABk9SR6yA_8TyYA


    Für den Preis ja unschlagbar und Vishay ist ja eine bekannte Marke.

    Durchaus. Und das sind die gleichen, die ich in der Regel dafür verwende.

    Ich hatte mal das Glück aus einem Industrie-Überbestand einen Haufen zu bekommen. Die sind inzwischen alle aufgebraucht ...


    :)

    Hi Björn !

    Jaaa, der Bass muss dick sein, mir hat ein alter Reggaehase ein AT VM95e empfohlen, günstig und gut.

    Zumindest ist das VM95E ein Preis-/Leistungssieger.


    Nachfolger des vielgeschmähten AT95E - der "grünen Pest", das gefühlt unter jedem dritten Japandreher steckte und gern als "Platzhalter" bezeichnet wurde, "bis der Käufer wieder Geld für 'was richtiges' hat".


    Es hat einen guten, soliden Baß, Ja. Aber der eigentliche Charakter ist eher hell und durchzeichnend. Es ist ein Doppelmagnetsystem mit elliptischer Nadel und dann kommt es auf den Rest des Equipments an, was es draus macht.

    Für richtig wummerige Baßwiedergabe bin *ich* immer noch ein Fan des guten, alten M55E. Ich hab' ein "new old stock" aus der Mitte der 60er unter einem TK für meinen 701. Und wenn ich es mal richtig krachen lassen will - was bei meiner bevorzugten Musik eher selten ist - kommt das unter meinen Erst-Dreher. Da hängt ein Denon PMA-880R mit zwei IQ TED4 dahinter und die TEDs sind durch die 2 20cm Tieftöner ohnehin schon recht baßlastig. Aber dann bebt die Hütte, zumal das M55 auch ein ziemlich lautes System ist - anders, als das Dynavector 20B2 HV-MC, was ich sonst drunter habe.


    Ich weiß nicht, ob Du mit dem VM95E wirklich glücklich wirst.

    Es ist günstig und einen Versuch wert. Als "Allerweltssystem" für jeden Tag macht es auf jeden Fall einen guten Job würde ich schätzen.


    :)

    Hi Rudi !

    danke für Deine prompte Antwort und die Tipps.

    Schnelle Antworten sind ein Service unseres Hauses ...


    :)


    Manchmal taugen die Antworten auch was.

    Transistoren

    Wäre es dann nicht sinnvoll, alle Transistoren in der Endstufe mit den gleichen Typen (BD 141/161) zu versehen ?

    Und wenn schon, dann auch die "kleinen" BC ... neu zu bestücken?

    Kommt drauf an, wie weit man das treiben möchte, wieviel Zeit und Geld man da reinstecken möchte und ob es im Endeffekt wirklich was bewirkt.


    Im Allgemeinen gilt die Devise "Nix ersetzen, was nicht kaputt ist", wenn es darum geht, das Ding wieder zum funktionieren zu bringen.

    Will man eine "so gut wie neu" Restaurierung, kommt es einem nicht auf Zeit und Geld an. Ebenso, wenn man über-penibel ist und annimmt, daß sich die Daten und Eigenschaften durch eine komplette Erneuerung verbessern lassen.


    Das wird - so meine Erfahrung - häufig überschätzt. Bei allem Respekt, den Dual-Ingenieuren gegenüber, ist eine KA230 ein technisch nur eher mittelmäßiges Stück Hardware. Das Single-Ended-Verstärker-Konzept mit Ausgangselkos war zu der Zeit schon ziemlich angestaubt und hatte lediglich den Vorteil, ein erprobtes Konzept zu sein, das für den angepeilten Einsatzbereich in der Preisklasse tat, wofür es gedacht war. Der Endverstärker ist ein "Familiendesign", was ungefähr 20 Jahre in mehreren Evolutionen verwendet wurde.


    Bei unterschiedlicher Transistorenbestückung läßt sich kein wirklich hörbarer Unterschied feststellen, wenn man die beiden Kanäle mit dem vorgegebenen Ruhestrom einstellt. Dann sind links / rechts nach meiner Erfahrung keine Lautstärke- oder Klangunterschiede feststellen.

    Der Ruhestrom wird nach 5 Minuten Warmlauf auf 20mA eingestellt, wofür man die Sicherung in dem Kanal entfernt und dort ein Milli-Amperemeter einklemmt.

    Man kann auch über den Spannungsabfall über den einen dicken R616 (0.47 Ohm) einstellen. Bei 20mA über einen 0.47 Ohm müßten so um 9.5mV abfallen. Frei nach U = I * R.


    Elkos

    Als Ersatz für den axialen Elko könnte ich ja auch einen radialen Typ verwenden und flach legen.

    Oder einen 1000µF und einen 470µF parallel einlöten. Sieht alles zwar nicht sehr professionell aus, aber die sind leichter zu beschaffen.

    Ich nehme auch radiale, wenn ich keine axialen mehr habe oder gerade keine passenden kriegen kann.


    Die billige "Pfusch-Methode" ist, die Anschlußdrähte an den vorhandenen axialen Elkos so dicht wie möglich am Gehäuse abzuknipsen, sie flach auf die Platine zu klopfen, die Anschlußdrähte des Radialen links und rechts rauszubiegen und von oben auf die alten Drähte aufzulöten. Polarität beachten. Klar, nicht ?


    (Die Feingeister fangen da regelmäßig an zu schreien, daß sich dabei auch die Lötungen der alten Drähte wieder lösen könnten und daß das totaler Pfusch ist. Daher: "Pfusch-Methode" ...)


    1000er und 470er parallelschalten geht natürlich auch.

    Sieht nur während der Bauphase doof aus. Wenn erst der Deckel wieder drauf ist, sieht man das ja nicht mehr.

    Und wenn der nächste mal den Deckel aufmacht und schreit "Welcher Idiot hat *DAS* denn gemacht ... !?!" ist man weit weg.


    :)

    Hi !

    Sind wir nicht alle Bauteile? 8)

    Alt ist man erst, wenn einen der Hausarzt zum Archäologen überweist ...


    :P


    Ich habe bei den CT18 / CT19 und den davon abgeleiteten Cousins in den CR und KA in letzter Zeit den Eindruck gewonnen, als ob die BC17x Plastik-Versionen, die dort verbaut sind, langsam schlapp machen. Ich hatte ja schon angelegentlich berichtet, daß ich überproportional viele BC17x und die PNP-Brüder BC25x aus z.B. CS704 gepflückt habe, die eine weitaus niedrigere Verstärkung im China-Tester angezeigt haben, als die, die sie *eigentlich* haben sollten.


    Im CT18 sitzen fünf Stück BC173B (NPN) im Stereodecoder + 3 x BC309B (PNP).

    Relevant sind dabei T406, T409 und das Paar T411 / T412. T413 ist nur der Schalttransistor für die Stereolampen, die bei dem Modell dusseligerweise aus zwei 6V-Lampen in Reihe bestehen - die aber im Gegensatz zu den Vorgängern bei einem Defekt nicht mehr das Umschalten auf Stereo verhindern. Sie sind wirklich nur Indikatoren.


    BC173B sollten einen hfe-Wert von >=300 haben. Ich habe aus einer 704-Platine welche rausgezupft, die es gerade mal auf 180 gebracht haben, was der Wert für einen BC173A wäre. Wenn die Verstärkung aber gebraucht wird, wie z.B. in Verstärkerstufen oder Oszillatoren, dann reicht u.U. ein sehr viel niedrigerer Wert für die Funktion nicht mehr aus und ab einem gewissen Punkt bricht die Schaltung zusammen. Dann schwingt z.B. der Oszillator im Stereodecoder nicht mehr und ein Signal wird als Mono-Signal "durchgereicht".


    Die BC173B können problemlos durch BC548B ausgetauscht werden, die daten- und pinkompatibel sind.


    :)

    Hi Rudi !

    Aber dass dann auf einen Schlag soviele Bauelemente hopps gehen? Da sollte doch an den Lautsprecherausgängen eine wirkungsvolle Kurzschlusssicherung vorhanden sein.

    Gegen Überlastung schon.

    Nicht gegen Kurzschluß.


    BD 243A sind offenbar nicht zu bekommen. BD243C müsste doch auch gehen ? Wenn ja, dann alle 4 Transistoren tauschen ?

    Nicht unbedingt.

    Auf der defekten Seite würde ich zwei gleiche verwenden.


    2N2904 da finde ich nur Angebote aus Frankreich, England, Italien usw.

    Für den geht auch der BC161.

    Für den 2N2218 (NPN) paßt der BC141.

    Elko 1500µF axial finde ich auch nirgends. Ginge da auch 2200µF ? Dann natürlich beide.

    Müßte gerade noch so ausgehen.


    Je größer der Kondensator, desto größer ist der mögliche Kurzschlußstrom. Und wie sich gezeigt hat, reichen ja schon die 1.500µF, um die Endtransistoren stromseitig über die Grenze zu belasten.


    https://www.reichelt.de/elko-a…02117152-p230281.html?r=1


    Das ist eine 40V-Variante. Da zu bestellen, lohnt sich aber nur für die Elkos vermutlich nicht.


    :)

    Hi Ingo !

    Ich habe bewußt keine SMD-Bestückung favorisiert, da viele lieber mit bedrahteten Bauteilen löten.

    Da bin ich absolut bei Dir.


    Man *kann* SMD reparieren, aber allein die Fehlersuche an "Graupelputz" ist unnötig schwierig. Viele Komponenten kann man erst identifizieren, wenn man sie abgebaut hat - und das nutzt einem oft nix, wenn die dann kaputt sind. Ich hatte vor kurzem das Vergnügen bei einer Steuerungsplatine für einen Geschirrspüler. Bis auf eine Handvoll großer Bauteile war alles in SMD. Auch der zu wechselnde Spannungsregler.


    Bei "Durchlochtechnik" gibt es zumindest auf den Gehäusen aufgedruckte "Hinweise" um was es sich handelt und welche Werte es hat.


    :)

    Hi Tommy !

    Und zu all dem kommt noch, dass sich die urlaubsreifizität potenziert.

    Deutlich.

    Eigentlich würde das zum vorzeitigen Rentenbeginn ausreichen ... ;)


    Mal sehen ob die kommende Woche frei bei voller Gesundheit etwas dagegen setzen kann...

    Wenn, dann ist der Effekt nur kurzzeitig.


    "Drei Stunden Montag können den Wochentagsbedarf einer ganzen Woche decken ... !"


    Und danke das Du Dich dem Problem noch einmal näherst.

    Natürlich.

    So lange das Problem besteht, bleiben wir dran.


    Wenn Du das Solenoidboard schon gewechselt hast, bleiben - wieder - nur die Schalter übrig.

    *Oder* - mal "out of the box" gedacht - das Mutingboard.


    Das ist mit einem Kabel mit dem Solenoidboard verbunden. Wenn man eine Taste drückt, wird über die Schaltstufe auch ein Signal an das Mutingboard gegeben. Den völlig abwegigegen und an meinen langen Haaren herbeigezogenen Fall mal konstruiert, daß es aufgrund eines Defekts *dort* eine störende Rückwirkung auf das Solenoidboard gibt ... ?


    Das ist die Kabelverbindung, die im Schaltplan mit "M" angegeben ist.

    Die müßte von Boardpin "8" abgehen. Klemm' die mal bitte ab, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

    Ich würde dem zwar nicht sehr viel Wahrscheinlichkeit einräumen, aber angeblich hat man ja schon Pferde kotzen sehen ...


    :/

    Hi Ingo !

    Dort steht allerdings, sie ist RoHs-konform! Im DB steht es ebenfalls.

    Was stimmt denn nun?

    Die originale BPW41N ist ein Produkt der frühen 1970er. Und Firmen wie Bürklin verticken gerne "new old stock"-Sachen.


    Sie wurde meines Wissens von Siemens und Temic (Ex-Telefunken) produziert. Bei Valvo habe ich sie noch nicht gefunden.

    Das 1996er TEMIC Datenblatt erwähnt im Schlußteil zumindest, daß eine RoHs-Kompatibilität angestrebt wird.

    http://www.datasheet.hk/download.php?id=1198805&pdfid=727FB6C6B3624983BA2DC56457EA0CDC&file=0122\bpw41n_1220087.pdf


    Siemens Bauelemente ist später Vishay geworden.

    Die haben allerhand Produkte beibehalten und spätestens nach 2000 neu überarbeitet.

    Laut dem Datenblatt, was von Vishay zur BPW41N zu bekommen ist und was auf Januar 2022 datiert, ist sie jetzt auch RoHs kompatibel.

    https://www.vishay.com/docs/81522/bpw41n.pdf


    Das ist für Selberbauer aber ziemlich bedeutungslos ...


    :)

    Hi Tommy !


    Tut mir leid wegen des versauten Sommers. Sowas ersetzt keine Krankenversicherung und keine Haftpflicht.

    Nicht mal die Reise-Rücktrittsversicherung greift da ... und man hat keinen Veranstalter, den man verklagen könnte.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende, habe schon diverse Bauteile der Platine und sogar die gesamte Platine getauscht, ohne einen Erfolg verzeichnen zu können :-(

    Also - wenn Dich das auch etwas tröstet und nicht zusätzlich beunruhigt: ich bin wieder mit dabei und denke mal auf dem Problem weiter mit rum.


    "You never walk alone !"


    :)

    ... wobei beim Drucklager unten ab einem gewissen Punkt schon das Gewicht des Ankers reicht, dem Ding den Rest zu geben, wenn man den Koffer nur einmal hart abstellt.


    Schöner Fang. Den hätte ich auch nicht stehenlassen, obwohl die späten P auch eher der Rubrik "Plastikbomber" zuzuordnen sind.

    (Und ich habe, glaube ich, schon einen ... ist aber kein Argument ...)


    :)

    Hi Flo !

    Ich bin eher auf downsizing aus gerade. Kennst ja Peter ;)

    Klar kenne ich das.

    Aber ich praktiziere es nicht.


    Hier im Haus gibt es schon sechs (!) Dreher.

    Der 701 ist mein Erstdreher. Den müssen sie mit mir zusammen aus der Bude tragen.

    Das Schicksal kennt der schon: sein Erstbesitzer ist auch verstorben.


    Auf dem "Gästeplatz" steht die meiste Zeit der Technics SL7 Tangential.

    Wenn ich was zum Testen aus dem Lager mitbringe, kommt der an die Seite.

    Auf den Reserveplätzen stehen der BSR 810 und der Philips 209 Electronic.


    Im Keller steht mein guter alter Sony PS-T1 (an der "Keller-Anlage") und für schlechte Zeiten oder überraschende kleine Sommerparties habe ich noch den P44M mit 1210A und M75D daneben stehen.


    Wieviele Dreher noch im Lager stehen ? Keine Ahnung.

    Geschätzt ungefähr 70.


    Downsizing, hmm ? Wird Zeit brauchen.


    ^^

    Hi Flo !


    Mit 77er Datecodes könnte es dann - eher umgekehrt - ein frühes Modell sein.

    Die ERO "Bonbons" sind so zum Ende der 70er durch die RIFAs abgelöst worden. Man fand sie aber noch im 1226, 1228 relativ lange.


    C14 auch ein alter beiger Folienkondesator mit der Aufschrift .10 J 100

    Okay, ist aber kein Problem.


    Ist noch eine identifizierbare Seriennummer hinten am Chassis oder unter dem Teller ?


    :)

    Hi Flo !

    Ich würde mich nun ans Manual halten oder? C1 und C13 waren auch nicht weinrot sondern goldenen ROE Kondensatoren.

    Machen die Lötstellen den Eindruck, daß sie nicht original sind ?


    Eventuell ist es möglich, daß das Gerät eine sehr späte Seriennummer hat und dort schon nicht mehr die üblichen ROE-Tonnen verwendet wurden. Guck' doch mal, ob auf den ICs irgendwelche "date codes" draufstehen. So wie "4179", was man als 41. Wocher 1979 interpretiert.

    Manchmal auch umgekehrt "7941".


    :/