Beiträge von wacholder

    Hi Martin !

    Vielleicht sollte ich anfangen, die Kondensatoren auszutauschen, da es manchmal im „Turbo“-Modus startet, wenn auch nicht immer.

    Vielleicht.


    Es gibt zwei hauptsächliche Stellen, die einen Turbomodus auslösen können:

    - ein Pitchpoti mit Alterungserscheinungen

    - die Signalscheibe des den unten im Motor sitzenden Tachogenerators


    Das Pitchpoti läßt sich relativ einfach a) mit Kontaktreiniger wie Kontakt-61 oder Teslanol Oszillin durchsprühen, dabei immer schön Ende-zu-Ende durchdrehen, damit der Dreck von der Leiterbahn geht oder sich b) komplett ersetzen. Daten für den Achsdurchmesser habe ich im Moment nicht im Kopf (Leider.), der Widerstandswert beträgt 2.5KOhm, wobei man generös auch mit 2.2K klarkommt. Nach dem Potiwechsel muß in der Regel die Grundgeschwindigkeit bei Pitch = 0 mit den beiden Trimmern für 33 und 45 neu justiert werden. (R20 und R22).


    Die Signalscheibe im Tachogenerator ist eine Scheibe mit feiner Zahnung. Sie wird nur durch den Abschaltkonus und einen Seegerring mit Passung auf der Motorwelle gehalten. Außenrum ist eine Schicht Magnetgummi, deren Feldlinien durch die Zähne moduliert werden und das Signal davon in einer wirklich haarfeinen und sehr empfindlichen Spule unterhalb des Magnetgummis ein Signal induzieren. Das Magnetgummi quillt mit den Jahren etwas auf. Insbesondere an der Stelle, wo die beiden Enden des Streifens sich treffen. Das läßt die Signalscheibe auf der Motorwelle durchrutschen und sie bleibt kurz stehen, während sich die Welle weiterdreht. Bleibt sie stehen, fällt das Tachosignal als Ist-Wert für die Drehzahlsteuerung weg und die "denkt" der Motor steht - und schaltet um in den Modus "Anlaufen". Der Motortreiber kriegt Vollgas und der Teller dreht mit 120 upm.

    Man kann den unteren Motordeckel entfernen (nachdem der Abschalthebel angehoben und die Federzunge entfernt wurde), Seegerring, Abschaltkonus und Signalscheibe entfernen und mit einem sehr scharfen Cuttermesser und *sehr vorsichtig* ein wenig vom Magnetgummi abschälen. Wenn man dabei abrutscht und die Spule des Tachogenerators beschädigt, muß man sich einen neuen Motor beschaffen ....


    Eine dritte Möglichkeit - aber dann in der Regel als konstanter Turbomodus - ist ein Defekt im Steuermodul, wo das Tachosignal aufgearbeitet bzw. mit dem Soll-Signal verglichen wird. Prominent: C1, C2 und C4.


    :)

    Hi !

    Brummtest an den Kontakten am Arm bleib negativ, Ergebnis vom Brummtest an der Phonobuchse hatte ich ja bereits beschrieben.

    Okay - dann liegt das Problem beim Dreher und seiner Verkabelung.


    Da gibt es die Optionen:

    - die Kabel sind innen im Stecker abgerissen (weil den jemand "am Kabel" aus dem Radio gezogen hat, wie das Stromkabel vom Staubsauger)

    - das Kabel ist innen im Dreher abgegangen

    - der Kurzschließer ist defekt und öffnet nicht

    - das Arm-Innenkabel zwischen den Kontakten vorne im Arm, wo das System drauf verbindet nach innen zum Kurzschließer ist defekt.


    Von der statistischen Wahrscheinlichkeit her, liegt der Kurzschließer vorne.

    Ein Kabelbruch tritt in der Regel nicht auf beiden Kanälen gleichzeitig auf. Außer ... man reißt dran.


    Jetzt brauchen wir jemanden, der den PE2001 genauer kennt und uns sagen kann, ob man den Kurzschließer justieren oder außer Funktion setzen kann. Bei den Duals ist das so, daß es reicht, daß eine Schraube nicht fest angezogen ist. Die zwei Kontakte pro Kanal schnappen zusammen und der Tonabnehmer kann sich die Seele aus dem Leib spielen ... und am Verstärker kommt Nullkommagarnix an.


    Jemand ?


    :)

    Hi !

    So einen Dual Wechsler bekomme ich mechanisch hin. Der Denon allerdings ist mir zu filigran aufgebaut.

    Das ist leider so.


    Die Japanesen haben sich - in den späten 70ern bis Ende der 80er - gegenseitig überboten, wer noch mehr Funktionen in einen Dreher stopft. Dabei kamen Sachen raus, wie die großen Kenwoods, Denon, JVC und diverse Sonys oder auch die ADC Accutrac Dreher an die sich im Grunde keiner rantraut. Und wofür es meistens die entscheidenden Teile nicht mehr gibt. Ob das jetzt Signalprozessoren sind oder bestimmte Hallsensoren, Transistoren, Motore, Getriebe oder einzelne Zahnräder: Gibt's nicht mehr.

    Nachfertigungen sind oft das Geld nicht wert, wie man schon von Teilen für diverse Cassettenrecordern und Bandmaschinen weiß, die aus dem gleichen Zeitabschnitt mit den gleichen Problemen kämpfen. Das bringt Geräte schnell in den Status "unreparierbar" und entspricht einem wirtschaftlichen Totatschaden, selbst, wenn noch Teilfunktionen nutzbar sind.


    :)

    Hi !


    Hinsichtlich der Tatsache, daß sich das Problem nach einiger Laufzeit deutlich verbessert, liegt der Schluß nahe, daß sich die werksseitig aufgebrachte Schmierung mit einem Silikonöl etwas verklebt hat. Das betrifft vermutlich vorrangig die Mechanik, die den Arm bewegt. Die ist notorisch bekannt dafür.


    Ich würde da allerdings nicht so einfach dran rumfummeln. Es gibt im deutschen Vokabular das Wort "Verschlimmbessern". Ein Effekt, der sich dann einstellt, wenn man mit großer Naivität und ohne wirkliche Fachkompetenz irgendwo dran herummurkst. Schon klar, daß 400 Euro für eine Revision eine Menge Geld erscheint, doch a) kostet ein gleichwertiges Gerät, wenn man eins funktionsfähig bekommt, deutlich mehr und b) sind die Leute mit dem Gerät vertraut und müssen eine Gewährleistung für ihre Arbeit bieten, wenn es sich dabei um eine kommerzielle Dienstleistung handet. Und c) wird die Revision auch andere Teile umfassen, die *bisher* noch nicht auffällig geworden sind - es aber könnten. Das ist ein Faß ohne Boden, wo man in Eigenleistung schnell am Ende mit einem restlos unfunktionellen Gerät rauskommen kann.


    :)

    Eine Frage noch. Die Lämpchen für die Anzeige Stereo leuchten nicht. Sie sehen aber intakt aus. Mit einer kleinen LED tut sich auch nichts. Liegt der Grund woanders?

    Der CR230 hat den Tunerteil vom CT18 / CT19 "geerbt".


    Da wird die Lampe über einen separaten Transistor (T413) geschaltet. Der hat einen 50µF Elko (C419) als "Beruhiger" an der Basis.

    Der Transi schaltet aber nur, wenn der Decoder auch wirklich arbeitet. Ich habe einen Haufen Geräte mit diesem Decoder, die einfach kein Stereo rausgeben. Dann bleibt die Lampe aus.


    Also: erstmal testen, ob das Signal auch Stereo ist, also ob der Decoder arbeitet. Dann Elko, Transistor und Verkabelung prüfen.

    Geschaltet wird der ganze Kram vom Mono/Stereo-Schalter. Da müssen am Emitter von T413 dann -15V anliegen, wenn der auf Stereo steht.


    :)

    Kann ich das über ein "gedrehtes Kabel" an den CV 121 schicken?

    Ja. Sollte gehen.


    Du kannst mit dem Tape Out vom CR230 aber auch genauso gut in den Tuner Eingang auf dem CV121 gehen.

    Dann ist das vernünftig zugeordnet und es geht für "Radiobetrieb" kein Band-Eingang drauf.


    :)

    Ich hatte verstanden, dass er den Test nur an den Eingangsbuchsen gemacht hatte. :/

    Das ist das Problem, daß man den Leuten nur *sagen* kann, was sie tun sollten, um ein vernünftiges Fehlerbild zusammen zu bekommen.

    Wenn das dann aber nicht umgesetzt oder kommuniziert wird oder sich ein weiteres Problem oder mit dem Verständnis auftut, stochert man weiter im Dunklen.


    :)

    Bei seinem Fehlerbild, tippe ich auf ein defektes System. Das Kabel von Headshell weg bis zum Stecker mit einem einfachen Multimeter durchzumessen, sollte aber das mindeste sein um die die Quelle einzugrenzen.

    So sieht es aus.


    Aber anscheinend hat auch der Brummtest an den Kontakten vom Tonabnehmer nichts gebracht, also muß die innere Verkabelung, Kurzschließer und Stecker überprüft werden - wie schon vor x Postings angeregt. Da scheint es ein kleines Kommunikations- bzw. Handling-Problem zu geben.


    :)

    Hi !


    Ich kenne den PE2001 zu wenig. Duals haben einen Kurzschlußschalter, der zumindest bei dem Einsatz der Start- und Stop-Automatik das Tonsignal kurzschließt, damit es in den Lautsprechern keine Störgeräusche gibt. Manchmal sind die verstellt oder verbogen und dann kommt auch nix raus - weiß' nicht, ob der PE2001 auch sowas hat.

    Ebenso, wenn *im* Stecker die Kabel abgegammelt oder abgerissen sind. Da hilft messen und prüfen.

    Wenn der Dreher als solches läuft, ist ein bißchen Verkabelungoder eine Macke darin an sich kein Problem.


    Keiner von den PE- / Plattenspieler-Experten in Deiner Nachbarschaft, der sich mal den Stecker und die interne Verkabelung angucken kann ? Das ist nicht so kompliziert, wenn man das schon öfters gemacht hat. Ich bin etwas "weit vom Schuß" ...


    :)

    Hi !

    Ich habe ja jetzt wieder das CDs 700 System montiert. Aktuell ist da eine DN70 Nadel montiert, soweit ich weiß eine Diamant Nadel.

    Muss ich auch da befürchten das mir der Plattenspieler über lange Zeit die Platten beschädigt?

    Nicht, wenn die Nadel heile ist.


    Das "etwas mehr" an Auflagekraft der Keramiksystem schadet den Platten nicht. Ruiniert werden sie in der Regel durch eine abgerockte oder beschädigte Nadel. Diamantspitze ist sehr gut, Saphirnadel überstehen meistens gerade mal 50 - 100 Spielstunden ... und weil sich der Klang mit einer wirklich abgenutzten Nadel nur sehr langsam und unmerklich verändert, bleiben die drin, bis echt nichts mehr geht.

    Diamantnadeln halten deutlich länger.


    Aber wie eben schon erwähnt,

    Gibt es Tauschkandidaten im Vorverstärker?

    Nicht wirklich.


    Der C61 auf der Endverstärker-Platine ist eine Art lokaler Puffer für die Betriebsspannung, die an den Vorverstärkerteil geht. Der hat dann nur noch kleinere Elkos, teilweise im Signalweg. Wenn es kein Indiz dafür gibt, daß da irgendwas rumspackt und man aus beiden Kanälen ein einigermaßen gleichmäßiges Signal rausbekommt, besteht an der Stelle erstmal kein Handlungsbedarf.


    Eventuell muß man den Quellen-Umschalter mal mit etwas Kontakt-61 oder Teslanol durchsprühen, damit der sauber Kontakt gibt.

    Aber das wäre es auch schon fast.


    :)

    Hat denn zufälligerweise noch jemand Vergleichbare Elkos gefunden die man Weiterempfehlen kann?

    Ich nehme die axialen, blaueN Vishay von Conrad - so lange es sie noch gibt.


    Die gibt es als 2.200er


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    und als 1000er


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    Die drei orangen ROEs dürften die C63 / C63' und C61 sein, alle drei sind 100µF.

    Conrad scheint in 40V nur noch China-Kracher im Programm zu haben, aber es gibt noch gute von Panasonic in 50V.


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    :)

    HI Berthold !

    Ich glaube, dass genau das mein Problem ist. Ich hab die Klinke zum Reinigen ausgebaut und dabei den Schalthebel etwas hoch gedrückt! :(

    Lässt sich das korrigieren? oder muss ich einen neuen Schaltarm haben?

    Der Arm ist aus Metall. Der verträgt allerhand Mißbrauch.


    Bei dem 1220 aus dem Beitrag habe ich folgendes gemacht:

    Rillenachse losgedreht (Sechkantmutter auf der anderen Chassisseite abgenommen), unter das Lager vom Schaltarm was druntergelegt und mit einer gewinkelten Flachzange den langen Schaltarm hinter dem Lager für die Rillenachse *ganz zart* wieder etwas nach unten gebogen. Er darf im wieder richtig befestigten Zustand auch nicht auf dem Chassis schleifen.


    Dann muß man aber beim Zusammenbau darauf achten, daß die Sperrklinke gleich schon hinten in den Arm einrastet. Wenn man den Arm wieder hochbiegt, um das Sch€#§teil dadrunter zu kriegen, hätte man sich die Mühe auch sparen können.


    :)

    Hi !

    Bekannt dubios sind die drei axialen goldenen Elkos links

    Wobei die beiden kleineren davon die Ausgangs-Elkos sind, über die die ganze Verstärkerleistung zu den Lautsprechern läuft und die am ehesten im Defektfall für ein Fehlerbild mit durchgebrannter Verstärkersicherung in Frage kommen. Der durchlaufende Wechselstrom killt die über die Zeit.


    Der große dicke ist dern Netzteil-Elko und der lebt sein Leben überwiegend mit Gleichspannung und muß nicht unbedingt schlecht sein.


    Die orangen Roedersteins fallen jetzt - nach über 40 Jahren - überproportional oft aus und man sollte sie ersetzen, wenn man die Kiste schon mal auseinander hat, um langfristig Ruhe zu haben.


    :)

    Hi !


    Ich hatte noch eine Antwort geschrieben, aber die scheint im Update untergegangen zu sein.


    Verdächtig ist für mich die Spannungsregelung der Vorstufen, die sich auch auf den vorderen Teil des Endverstärkers erstreckt.

    Die drei Vorverstärkerstufen hinter dem Lautstärkeregler werden auch davon versorgt. Daher dürfte der Lautstärkeregler dann wirkungslos sein.


    https://www.hifi-archiv.info/Dual/cv40s/cv40-04.jpg


    Lautsprecher ab, Lautstärke auf Null, Tuner als Quelle wählen.

    Mal messen, ob die beiden Spannungen an C31 (mindestens +32V) und an C33 (geregelte +25V) zu messen sind.

    Wenn nicht, mal an der Z-Diode / R58 messen, ob dort noch die +27V zu messen sind.

    Verdächtig sind hierbei der Transistor T12, der Elko C32 (100µF - mindestens 30V), die Z-Diode (ZPD27) und der letzte Sieb-Elko C33 (250F / mindestens 30V). 250µF gibt es nicht mehr. Nach IEC ist der für neue Bauteile auf 220µF festgelegt worden.


    :)

    Hi Berthold !

    -aber——-,laut Servicemanual kommt an den Bolzen oder den Abdeckring Molikote!?

    Jedenfalls steht da die "8" im Dreieck.

    Würde insofern auch Sinn machen, weil da Metall auf Metall reibt.


    Ich persönlich habe irgendwann man angefangen, diesen Bereich "trocken zu legen", um so wenig "Kleisterstellen" wie möglich zu haben.

    Da die Sperrklinke selber in Einbaulage des Chassis *nach unten* hängt und so eigentlich fast keinen Kontakt zum Chassis hat, braucht da nix schmierendes dazwischen. Der Viertkantbolzen reibt auch nur sehr zart an der Klinke und soll sich eigentlich nur daran festklammern.

    Das Problem ist der lange Schalthebel. Wenn der auch nur *leicht* hochgebogen ist, berührt der Gelenkbolzen durch den das Klinkenblech gezogen wird, das Drucklager der Liftschiene. Das passiert schnell, wenn man "mal eben" den Klinkenkram rausbauen und behandeln will, ohne den Schaltarm abzubauen. Dann biegt man den etwas hoch, um die Klinke aus dem Bolzen zu fädeln ... und schon ist er verbogen.


    :)

    Hi Berthold !


    Es gibt noch einen Punkt, den ich später mal rausgefunden habe und der da noch nicht drinsteht:

    Das Drucklager von der Liftschiene.


    Ich bin da in einem anderen Zusammenhang mal bei einem 1220 drüber gestolpert, aber grundsätzlich gilt das Problem für alle 122x - außer dem 1229.



    :)

    Hi Gerhard !


    Du machst das sehr gut. Aber "Schnell" ist das ja nicht gerade. Kostet doch angemessen Zeit, alles zu zerlegen, zu reinigen, nachzuölen bzw. -schmieren und wieder zusammen zu bauen.


    Aber soll ja auch länger als zwei Wochen funktionieren und man hat schließlich Standards und einen guten Ruf.


    Daher: :thumbup:

    Hi Gerhard !

    Werde mal eine neue 1A-Sicherung besorgen und dann mal alles säubern und prüfen. Wenn die Sicherung dann längeren Zeitraum standhält, gehe ich davon aus, dass es der Elektrik an sonsten gut geht und werde ich mich der Mechanik annähern, diese säubern und neu schmieren.

    Es gibt an der Trafoverdrahtung einen 50nF Entstör-Kondi, der an Kabeln drangelötet ist und der bei den alten Geräten in der Regel eine Papier-Teer-Rolle ist und der dringend gegen einen 0.047µF / 275V~ X2-zertifizierten Kondi gewechselt werden sollte.


    Und vorbeugend - um die raren Germanium-Endstufen Transis zu schützen - sollten die beiden 500µF / 10V Elkos auf der Hauptverstärkerplatine gegen neue 470µF / 16 V getauscht werden. Da läuft die ganze Ausgangsleistung drüber und Elkos "können" naturgemäß auf Dauer nicht ganz so gut mit Wechselströmen. Bevor die den Geist aufgeben und Folgeschäden lostreten, würde ich die erneuern.


    :)

    Hi Gerhard !


    Nix ist nicht gut.


    Hier mal der Link auf das Servicemanual vom Verstärkerteil der HS11.

    https://www.hifi-archiv.info/Dual/p41s/


    Da gibt es für den Verstärkerteil eine gemeinsame Sicherung - das ist kurioserweise eine flinke 1A.

    Da reicht es in der Regel schon kurz mal eben einen Kurzschluß im Lautsprecherkreis zu haben oder bei laufendem Verstärker die Boxen anzustöpseln, dann haut es die weg.


    Problem dabei ist: gibt es noch andere Probleme im Verstärker, haut es die auch wieder weg ... und eine Träge oder Mittelträge widersteht dem Stromfluß lange genug, um z.B. bei einem defekten Ausgangselko in einem Kanal die davorliegenden Endtransistoren zu grillen.

    Diese alten Endstufen mit ihren Germaniumtransistoren sind zwar recht übersichtlich, aber Teilebeschaffung ist schon ein bißchen eine Herausforderung. Abgesehen von den möglichen Kosten.


    :)


    Ach so: die 1A Sicherung sitzt auf dem "Netzteilboard", wo auch der dicke Elko und der Blockgleichrichter draufsitzen.

    Die vielleicht mal prüfen. In den alten Haltern sitzen die auch gern mal lose oder sind - mit den Halterblechen zusammen - munter oxydiert. Insbesondere Geräte mit ausgiebiger Kellerlagerung leiden sehr stark darunter.


    :)