Beiträge von wacholder

    Der Abwurfmechanismus wird unten mit einer Wippe geregelt, wobei der Hub mit einer Excenterschraube (kleiner Sechskant) eingestellt werden kann. Da mal etwas mehr Hub einstellen.

    Bzw. durch Bewegen von Hand und zart zugeführtem Öl an den Drehpunkten sicherstellen, daß die schön leichtgängig ist und nicht auf halbem Weg festklebt.


    :)

    Oweh, nicht schon wieder ein UKW-Problem! :|

    Wahrscheinlich ein Schalter-Problem.

    Und die zwei Kanäle bei UKW "entstehen" auch erst im Stereodecoder. Aus dem Radioteil kommt ein Multiplex-Mono-Signal, was, wenn es Mono ist, undecodiert auf beide Kanäle aufgeteilt wird. Bei Stereo werden die Kanäle auch erst im Stereodecoder aufgetrennt und in Links / Rechts gewandelt.

    Teste bitte vorher mal, ob auf MW beide Kanäle rauschen ... Empfang ist da in den letzten Jahren ja eher dürftig, weil die Stationen abgeschaltet wurde. Aber das statische Rauschen sollte zu hören sein. Auch das AM-Signal läuft erstmal über die Decoderstufe um an beide Ausgangsbuchsen zu gelangen.

    :S

    Hi Berthold !

    Meine einzige Hoffnung ist noch Peter wacholder. Hier hoffe ich, dass er sich nochmals einklinkt! ;)

    Ich bin bei HF auch nicht so wirklich gut unterwegs.


    Wenn nicht offensichtlich was kaputt ist (Kondis, Transis etc.pp.) oder der Baumeister mit dem Lötkolben Mist gebaut hat, bleibt auch nur Suchen und durch die Einstellanweisungen kramen, was beeinflußt was bei den Trimmspulen und Einstellreglern bzw. -kondis. Empfängereinstellung braucht in der Regel ein bißchen mehr Gerätschaften, nur mit einem Multimeter kommt man da nicht weit. Oft reicht auch ein "gewöhnliches" Wald-und-Wiesen-Scope dafür nicht aus.


    :/

    Hi Berthold !

    An der Basis messe ich - 17, Kollektor - 17 V

    rechts von vorne gesehen, am Ermitter ist 0

    Auf der Steckerleiste habe ich nur auf

    PIN 7. -17 V, pinkes Kabel

    Okay - also liegen am Kollektor und an der Basis -17V an.
    Am Emitter "kommt nix raus". Das ist an sich ein Indikator dafür, daß der Transi zu seinen Ahnen abgeflogen ist.
    Bei einem funktionierenden Transistor ist die Spannung am Emitter bei einem Si-Transistor immer rund 0.5 - 0.7V kleiner, als an der Basis. Wenn er also mit -17V am Kollektor "gefüttert" wird und die Basisspannung auch -17V beträgt (statt -12V, wie sie sollte), sollten am Emitter so um -16.5V rauskommen. Daß nix kommt, ist ungewöhnlich. Eher schon der Fall, daß er restlos durchmetallisiert ist. Dann liegen an allen drei Pins fast die gleichen Spannungen an.

    Ich würde auch mal die Spannung über die Z-Diode messen. An sich sollte die 13V betragen.
    Und prüfe bitte auch mal den 470µF Elko C324.

    Der Transistor läßt sich durch BC556 / 557 / 558 mit Suffix -B ersetzen.
    Im Original hat er eine Uceo von 25V und ein Ice von 0.1A bei einer Maximalleistung von 0.3W. Das decken die "neueren" gut ab.

    :)

    Hi Berthold !

    An der Basis des T 310 kommen dann - 17 V an, aber am Ermitter geht nichts ab, ebenso nichts am Kollektor.

    Dann dürfte der T 310 defekt sein, oder sehe ich das falsch?

    Am Kollektor müßten aber die -15V vom Netzteil anliegen. Gut - ohne Last könnten die auf -17 oder mehr hochgehen. Aber die Verbindung vom Punkt "F" zum Kollektor muß da sein.
    Sonst kann der Transistor nix machen und die Spannung an der Basis ist bedeutungslos. Die sollte eigentlich durch die Z-Diode D306 und R324 auf -12V reduziert werden, aber wenn da kein Regelstrom in die Basis fließen kann, steigt die Spannung auf die Leerlaufspannung an.


    :)

    Da wird doch auch die -15 V Betriebsspannung für den HF-Teil geschaltet wenn ich mich richtig erinnere.

    Der Schaltplan für die KA60 ist an der Stelle nicht ganz vollständig.
    Es fehlt die Verbindung "F" von den -15V zum Regeltransistor T310, der den Rundfunkteil mit Spannung versorgt.
    Die -15V gehen in dem Schaltbild nur an den Mono / Stereo Schalter und in den Stereodecoder.

    Der Schaltplan vom z.b. CT18 oder CT19 ist da hilfreicher, wobei bei denen die Spannung für den Abstimmteil nicht aus den +45V Hauptspannung zum Endverstärker abgeleitet wird, sondern von einem Dioden-Kondensator Verdoppler. Das spielt aber keine Rolle.
    Ich würde meine Suche mal um den Transistor T310 konzentrieren, ob die ungeregelten -15V da ankommen und ob die Regelstufe geregelte -12V daraus macht.

    :)


    Ach so:

    T310 ist auf der AM/ZF Platine. Da sind unten die Anschlüsse dran, C7 ist -15V, C6 ist -12V bzw. -11.5V.
    An der Basis von T310 sollen -12V anliegen, die der Transistor dann als -11.5V in die Schaltung abgibt.

    :)

    Mechanisch am einfachsten ist es die Drehachse des Tonarms einfach direkt anzutreiben. Also nix mit Servomotor + Kurvenrand.

    Technics hat das mal bei einem Plattenspieler so gemacht. (müsste der SL-MA1 sein)

    Braun PS-550. Ein Voice-Coil-Motor mit aktiver Feedback-Steuerung.
    Wird gerne übersehen ...

    ^^

    Hi Serge !

    Wenn Du die Sicherungen schon getauscht hast:
    Geht beim Drehen des Powerschalter die rote Lampe darüber an ?
    Sind die Sicherungen danach noch heile ?

    Die kleinen HS mit dem Drehschalter zum Einschalten tendieren nach ein paar Jahren dazu, daß dieser Schalter nicht mehr korrekt funktioniert. Er klackt dann auch nicht mehr so wirklich vernehmlich, wenn man den Knopf hin und her dreht. Es klingt irgendwie "matschig", nicht nach Schalten. Die Lampe bleibt dann auch nach Ersetzen der Sicherungen dunkel.

    Das schon genannte Problem mit dem Entstörkondensator würde dazu führen, daß nach dem nächsten Einschaltversuch die Sicherung wieder durchbrennt.
    Davon betroffen wären die beiden Sicherungen, die an der Geräterückseite hinter einem transparenten Deckel erreichbar sind. Das wären eine träge 0.315mA Sicherung (für alle Spannungen und den Plattenspielermotor) und eine träge 0.16A Sicherung (nur für 220V-Betrieb). Die 0.16er brennt durch, wenn der Entstörkondensator den Geist aufgegeben hat.

    Wenn die Sicherungen okay sind und nach dem Drehen des Einschalters die Lampe leuchtet, sollte der Plattenspieler laufen. Der bekommt seinen Strom mehr oder weniger direkt vom Netz.
    Dann gibt es noch eine flinke 1A Sicherung auf dem Netzteilboard. Die sichert den Verstärker ab und brennt dann durch, wenn es einen elementaren Fehler im Verstärker oder einen Kurzschluß an den Lautsprecherkabeln gibt. Die ist erst erreichbar, wenn man den eigentlichen Plattenspieler nach oben herausnimmt.


    :)

    Hi Holger !

    Der Kondensator ist ein sogenannter "Super-Cap", der von der Sache her einen Akku oder eine Batterie ersetzt.
    Gleich dem Akku kann er die Speicherung nicht halten, wenn er die Ladung nicht mehr hält - bzw. wenn die öfters eingesetzten Knopfzellen schlichtweg alle sind. Ich werde mich mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, daß bei Geräten, die *nicht* selbsterhaltene EEproms haben, die die Speicherung übernehmen, in ungefähr 95% aller Fälle dieser Akku, Batterie oder Superkondensator die Quelle des Übels ist.

    Wenn Du den ersetzt, würde ich das Gerät ein paar Stunden nicht abschalten. Aus Sicherheitsgründen werden die entladen geliefert und brauchen deutlich ein paar Stunden, um genug Ladung zu sammeln. Die Ladekreise dafür sind manchmal etwas dürftig bezüglich des Stromzuflusses ausgelegt. Ich kenne das Phänomen von diversen Computern (HP Server) und von einem Technics-Tuner, die diese Technologie verwenden und wo der Kondi bis zu 24 Stunden braucht, um die Speicherung für einige Tage zu halten.

    :)

    Hi Matthias !

    Der ist schick. Gefällt mir ausgesprochen gut. Auch der "all black look" vom Arm geht klar.
    Die Zarge schafft genug Kontast, damit es nicht zu monochromatisch wird.

    Dia Originalitätsfans werden jetzt vielleicht nach Kreuzen, Teer und Federn schreien, aber sollen ihren eigenen Kram hegen und pflegen.
    So eine "abgerockte Kiste" kriegt man nur mit unendlichen Mühen wieder in Originalzustand. Und davon gibt es doch schon genug.
    Dann lieber mal was non-standard machen.

    Daher: :thumbup::thumbup::thumbup:

    :thumbup: (Und noch einen.)

    Hi !

    Das Reibrad wird nur durch eine weißlich-durchscheinende Weichplastikscheibe gehalten, die oben in die Kerbe der Achse einrastet. Wenn die altersbedingt oder durch robustes "raus rupfen" beschädigt wurde und eingerissen ist, fliegt sie raus und hält das Rad nicht mehr unten.
    Untendrunter unter dem Rad sitzt noch eine Dämpfungsscheibe, meistens aus einem rosa Plastikmaterial.

    :)

    LED fürs Stroboskop in blau.

    Mal 'ne doofe Frage: warum sind die Leute so versessen auf die blauen LED ?
    Blau ist ein photonenreiches Licht und verursacht auf Dauer Augenschmerzen.

    Warum nicht gleich weiße LED mit einem gut angepaßten Vorwiderstand, damit man nicht dauernd "mit Fernlicht" fährt.

    :/

    Hi !

    Ansonsten hat es vermutlich den "fusible resistor" RP07 mit 1.8 Ohm gerissen. Das muß nichtmal Überstrom gewesen sein, sondern simple Alterung und plötzliches Ableben.
    Das ist deren Ersatz für eine vernünftige Sicherung und die Dinger stehen auf meiner Bauteile-Haßliste ziemlich weit oben.
    Ich ersetze die gewohnheitsmäßig durch 0.5 Watt Metallfilmwiderstände 5%.

    Ein Indiz an der Stelle ist: Spannung vor dem Widerstand .... keine Spannung hinter dem Widerstand.
    Demzufolge auch keine Spannung am 5V-Regler Pin 1 (Eingang) und Pin 3 (Ausgang).

    :rolleyes:

    Hi Peter !

    Mist, du hat Recht.

    "Denke das Undenkbare."
    Nach über 50 Jahren mit Elektronik und die ersten paar Jahre mit viel Röhrentechnik bin ich drauf gedrillt, die kleinen Nebensätze abzuscannen.

    ich würde auch gleich noch die Gitterableitwiderstände wechseln. Die werden ggf. so hochohmig, dass sich die Gitter aufladen und kein (Anoden)-Strom mehr fließt.

    Bei diesen kleinen, übersichtlichen Schaltungen gehe ich inzwischen hin und ersetze alle Widerstände durch Halbwatt Metallfilm 5%, wenn es sich um Standard-Modelle handelt. Gern verwendet: die roten Beyschlag, die eigentlich ganz okay sind. Diese braunen "Preßkohle-Widerstände" (mit durch Biegen der Anschlüsse veränderlichen Grundwert) fliegen erbarmungslos raus. Dann bleiben in den meisten Geräten noch ein paar dickere Typen, meistens in der Stromversorgung oder so, da muß man dann gucken, ob die sich schon totgetoastet haben. So 2 - 10 Watt Widerstände werden in Röhrengeräten ja nicht grundlos verbaut - die sollen überschüssige Leistung aufnehmen und in Wärme umsetzen und das bekommt denen fallweise über die Dekaden nicht so gut. Wobei z.B. die grün oder mittelgrau zementierten Rosenthal-Okkolyten die Zeit ganz gut überlebt haben.

    Ich hatte neulich bei einem Trio W41 Röhrenverstärker einen Kanalausfall im Phono-Verstärker. Und da war auch ein Widerstand im Anodenkreis einer der beiden ECC88 hochohmig geworden. Also selten ist das Fehlerbild der wegsterbenden Widerstände nicht. Nicht ganz so kraß, wie mit den Elkos oder irgendwelchen Papier / Teer / Wickelkondis, aber doch schon relativ häufig zu finden.


    :)

    Hi Peter !

    Zumindest kommt jetzt schon mal wieder was raus, aber am vormals defekten noch einiges weniger. Übertrager sind also erstmal ok, hätte ich gesagt. Dann werde ich mich mal weiter auf die Suche machen.

    Da würde ich als allererstes nochmal die Röhren gegeneinander tauschen.
    An sich kann nicht viel passieren, wenn die Eingangstriode keine Anodenspannung bekommt. Aber man weiß ja auch nicht, wie der Gesamtzustand der Röhren nach der langen Zeit ist.

    Der Anodenwiderstand ist übrigens 220 (!) KOhm.

    :)

    Hi Peter !

    Vielleicht hat ja der Übertrager gelitten, weil er zu lange mit offenen Ausgang betrieben wurde?

    Dabei leidet primär eigentlich nicht der Übertrager, sondern die Endröhre, weil die quasi "ohne Wirklast" betrieben wird und die Anodenspannung dabei die Leerlaufspannung des Versorgungsteils erreicht. Manche reagieren da sehr eigenwillig, wenn sie spannungsseitig hart an der Grenze der Spezifikation betrieben werden.

    Wenn es intern zu einem Spannungs-Überschlag kommt und die Primärwicklung (an der Röhrenseite) einen Kurzschluß aufbaut, dann müßte an Anfang (Einspeisung) und Ende (Anodenseite) die gleiche Spannung anliegen. Dann können aber eigentlich die Arbeitspunkte der Pentode, insbesondere die Spannung über den Kathodenwiderstand R9 nicht mehr passen.

    Du könntest mal den C9 (1500pF) einseitig ablöten, ob es den vielleicht intern zerrissen hat und dann an Gitter 2 und Anode praktisch die gleiche Spannung anliegt. Wenn das nix bringt, dann das Gerät stromlos machen, ein paar Minuten warten, die Röhren rausnehmen und die Widerstände kanalweise vergleichen zwischen +250V (a im Plan) und dem Anodenpin 6 der ECL86's. Beide Werte müssen ungefähr plus / minus ein paar Ohm gleich sein. Dann mal die Sekundärseite messen: eine Meßleitung an Masse und die andere jeweils an die Pins 1 oder 3 der Ausgangsbuchse.

    Damit verschafft man sich zumindest einen Eindruck von den Übertragern, indem man die statischen Werte vergleicht.


    :)

    ja Peter aber über-analytisch und zu hell hat doch nichts mit dem Tonarm oder dem Dreher zu tun...

    Nicht direkt, nein.
    Obwohl je kürzer der Arm, desto größer sind die Spurwinkelfehler zwischen innen und außen und die Einstellung ist meistens kompromißbehaftet. Außer bei einem Tangentialdreher oder einem mit aktiver Winkel-Kompensierung.
    Aber bei den "normalen" Armen ist das Risiko einer Fehljustage größer und wirkt sich stärker aus.

    Ich mag das VM95SH klanglich einfach nicht. Ich weiß nicht, warum die Leute nach diesen dusseligen Shibata-Schliffen gieren. Die sind mal für Quadrophonie bzw. mechanisch abtastende Bildplattenspieler entworfen worden, wo eine hohe Bandbreite gefordert war. In der VM95-Familie ist für mich das ML Ende der Fahnenstange. Das SH wäre nicht nötig gewesen, war aber aus Marketinggründen vermutlich unabwendbar.

    Aber gut. Das muß jeder mit sich selber ausmachen.

    :P


    Ich habe grade das ML als sehr gnädig gegen Staub und Kratzer erlebt. Allerdings hatte ich es auch nicht am mittlerern Chassis.

    Es ist deutlich toleranter, als das SH, aber nix schlägt bei alten Flohmarktplatten und heißgespielten Teenager-Erinnerungen eine gute Rundnadel, wie die rote HiTrack im Shure M91 ... :love:

    Der Philips hat zwar einen großen Teller, aber der Arm ist auch eher nur "mittellang". Das ML klingt daran okay. Viele Scheiben höre ich auch sehr gern damit (Joe Jackson - Body And Soul zum Beispiel), weil es eben auch eine Menge Details nach vorne holt.
    Daß es mir manchmal nicht so gut gefällt, kann an der Abstimmung des Arms selber liegen, der ein Alu-Profilarm ist und doch eine Menge Masse mitbringt und dessen Verhalten doch nicht so gut mit dem ML korreliert. Da spielt es unter dem 701 (wo es ein kurzes, drei Wochen währendes Gastspiel hatte) deutlich angenehmer. Und das, obwohl ich den Anti-Resonator ("Schlabber-Zylinder") totgelegt habe.

    ;)

    Hi Jan !

    Ich habe das ML und das SH am 1019, 1218 und am 491 ohne Probleme und mit Freude betrieben.

    Es geht. Man kann das tun. Und wenn man die Justage einigermaßen gut hinkriegt, ist es sicher auch okay.

    Aber: gibt es objektiv irgendeine Verbesserung gegenüber z.B. einem -EN, was es rechtfertigt, das zusätzliche Geld dafür rauszutun ?
    Und wie empfindlich reagieren ML und SH auf "nicht so ganz optimal gepflegte Platten" ?

    Ich habe das -ML an einem Philips 209 Electronic und es klingt okay, aber insbesondere bei älteren Scheiben aus meinen Teenagertagen, die schon einiges an Laufzeit hinter sich haben, klingt es etwas strapaziös. Dafür klipse ich dann lieber an altes, klassisches AT95E rein. Oder sogar ein Shure M75, weil das großzügiger über Staub und Kratzer weggleitet. Das -SH hat bei mir nur mal eine kurze Zeit gelaufen, weil der Dreher, unter dem es steckte, bei mir einen Boxenstop gemacht hat. Das war ein 1218 - auch ein mittleres Chassis - aber damit zu hören, war nicht das reine Vergnügen. Ich empfand es als über-analytisch und zu hell. Selbst meine (guten) Lieblingsplatten hatten für mich damit ein Klangspektrum, dem ich mich freiwillig nicht aussetzen wollte.

    :)

    Der 491 hat die gleiche aufwändige kardanische Tonarmaufhängung wie der große Bruder 621.

    Aber einen kürzeren Tonarm.

    Da muß man das VM95 schon in der ML Variante ganz präzise "aufständern", damit es im richtigen Winkel durch die Rille zieht.
    Das Shibata dürfte an der Stelle noch kritischer sein und ohne Grund würde ich das a) sowieso nicht verwenden, weil es ein "Störungsdetektor" ist und b) nicht auf den kurzen Armen der mittleren Chassis.
    Minimal-Anforderung aus meiner Sicht wäre ein 604.

    Die Vonolabs Schablone in der RIAA Version nur für 30cm-Platten wäre hier zum Einstellen das Maß der Dinge. Wer hört mit sowas Singles und wer hat Platten nach CCIR oder alter DIN Entzerrung und läßt *da* eine Shibata Nadel drüberwuseln. Das ist nicht nur Perlen vor die Säue. Das Ganze ist aber auf hohem Niveau nutzlos, wenn die Nadel im falschen Winkel in der Rille steht. Dann *mag* der Tangentenpunkt für die Seitenwangen zwar korrekt sein, aber der Abtastwinkel ist es nicht. Das System muß im TK so aufgeständert werden, das der Arm wirklich waagerecht liegt, bzw. die System-Oberseite waagerecht ist. Idealerweise ist das die gleiche Abstimmung, aber ich habe auch schon Arme gesehen, wo der Armkopf verdreht oder geknickt war und sich zwischen TK-Oberseite und Armrohr eine Diskrepanz ergeben hat.

    Aus meiner Sicht sind die mittleren Chassis mit dem -EN schon gut bedient. Ein ML oder SH ist einfach rausgeschmissenes Geld. Das Laufwerk selber mit dem Direktantrieb ist schon okay, aber der Arm ist in dem Fall der begrenzende Faktor, wo sich kaum eine wirklich hörbare Verbesserung einstellt. Und was bringt es, wenn das System trotz scheinbar richtiger Abstimmung ab der halben Platte anfängt zu nerven.


    :)