Beiträge von Argonaut

    Ich bin ja ein großer Freund der konischen Nadeln mit 12er Verrundung von Elac. Die D 455-12 kenne und liebe ich, sie ist mit einem nackten Diamanten bestückt. Die Wiedergabe von Musik (besonders Jazz, Folk, Blues, akustische Instrumente) durch diese Nadel abgetastet empfinde ich als äußerst angenehm und ausgewogen. Über die Abtastfähigkeit nach Tests mit Hifiplatten gibt es sowohl positive als auch eher schwache bis negative Ergebnisse, ihre Abtastfähigkeit ist also umstritten. Diese Tests sind mir relativ egal, ich schätze diese Nadel an einem entsprechenden System (mindestens STS-344), sie ist ein Beweis dafür, dass Nadeln mit konischem Schliff nicht minderwertig sein müssen. Nun zu meiner Frage, wie ist im Vergleich die D 444-12 zu bewerten? Ich gehe mal davon aus (auch wenn ich nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden habe), dass diese ältere Nadel auch einen nackten Diamanten trägt. Das STS 444 war in den Sechzigern und frühen Siebzigern das Spitzensystem von Elac und wurde praktisch durch das STS 455 ersetzt. Für beide Systeme gab es wahlweise eine Nadel mit elliptischem und eine mit konischem Diamantschliff. Sind nun die beiden Nadeln mit konischem Schliff also die D 455-12 und die D 444-12 als gleichwertig zu betrachten, oder ist die D 455-12 ihrem Vorgänger überlegen? Beide Nadeleinschübe unterscheiden sich ja grundlegend in der Gestaltung des "Kunststoffgehäuses". Ein direkter Vergleich der beiden Nadeln würde mich in der Praxis wirklich mal interessieren.

    So ein Rost Look à la Cortenstahl hätte auch was, ich wüsste aber nicht, wie das auf dieser Zinklegierung (ist doch sowas, oder ist es Stahl?) zu bewerkstelligen ist. Mit welchen Farbakzenten man dann den Rostton kombinieren könnte, wüsste ich jetzt auch nicht. Es gibt ja Rost - Effekt Lack mit echten Rostpartikeln, der Effekt ist recht realistisch. Aber, ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob das Ergebnis wirklich cool wäre, oder ob das nur eine weitere Kitsch Variante des sogenannten Shabby Chics wäre.

    Rostlook mit weißen Akzenten geht, blankes Metall wäre auch ein guter Kontrast.

    Ist nicht Waschbenzin geeigneter um die Lager von eventuell anhaftendem Öl oder Fett zu befreien, oder gibt es da irgenwelche Bedenken? Sicher, Isopropyl ist sanft aber Waschbenzin löst bestimmt effektiver Öle ind Fette.

    Jetzt, beim vorletzten Musikstück ist (mit dem M91 drunter) wieder der linke Kanal weg. Ich sollte das M91 mit diesem Tk mal an einem anderen Dreher testen. Skurril, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das System einen Wackler hat. Totalausfälle eines Kanals sind bei anderen Systemen ja nichts unbekanntes, mir fällt spontan das Ortofon M 20 E ein. Heute habe ich keine Lust mehr.

    Nun habe ich zwei Seiten mit dem V15lll drunter durchgehört, ohne Beanstandung, außer dass das M91 einfach besser klingt. Das V15 müsste noch Picofarad-technisch optimiert werden, also noch ein paar Kapazitäten drauf, damit es seine Qualität zeigen kann. Nun habe ich wieder das M91 drunter, bisher sahnig und ohne Probleme. Ich glaube nicht an ein defektes System in diesem Fall. Aber mehr kann ich heute nicht in die Tiefe gehen, noch vier Stücke.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich schon mal ein anderes System probiert habe, die ersten Bemühungen der Fehlerbehebung sind schon einige Jahre her. Bestimmt habe ich zur Kontrolle auch mal ein anderes System verwendet. Das werde ich setzt auf jeden Fall noch machen. Ich habe das M 91 gestern auf Durchgang durchgemessen, es scheint in Ordnung zu sein. Das ist einfach zu blöd, ich mag und schätze den 510 und halte ihn für einen schönen gut gemachten und zuverlässigen Mittelklassedreher ohne Schnickschnack und Sperenzien, der alles hat und kann was man im Allgemeinen von einem Plattenspieler erwartet. Das Fehlen der Vollautomatik ist meiner Meinung nach kein Mangel sondern ein Nadel-schonendes Feature. Ich bin der Meinung, dass schon manche Nadel stark durch eine Vollautomatik gelitten hat. Es gibt z.B. Platten, bei denen die Einlaufrille/der Anfang nicht so ist wie er sein sollte. Dort kann eine automatisch (trotz korrekt eingestelltem Aufsetzpunkt) aufgesetzte Nadel gern einmal wieder von der Platte rutschen, dann ein paar Runden am Vinylrand schrammen und so Schaden nehmen, besonders wenn man nicht in der Nähe ist und erst später dazu kommt. So etwas habe ich schon einige Male erlebt.

    Und täglich grüßt das Murmeltier! Wie schon zum wiederholten Male habe ich mich zu früh gefreut, der 510 spackt wieder rum, linker Kanal fällt sporadisch aus. Hier liegen vermutlich doch mehrere Fehler vor, hoffentlich ist es nicht die Tonarm Innenverkabelung sondern "nur" irgendein korrodierter Kontakt oder doch eine blöde Lötstelle. Ich bin mir nicht sicher, habe aber möglicherweise an dem 510 mit bleifreiem Lot "geklötet", diese Lötstellen sollte ich wohl nochmal neu mit gutem verbleiten Lot vornehmen. Ich hatte mal so eine Phase, da habe ich bleifrei gelötet, oder habe es zumindest versucht. Diese Erfahrungen haben sicher schon einige hier im Board gemacht, dass die Lötungen mit hochsilberhaltigem bleifreien Lot eher bescheiden ausfallen und zu Ausfällen führen können. Ich bin da schon seit Jahren wieder von ab gekommen und verwende ausschließlich verbleites Standartlot. Ich werde berichten, wenn ich endlich einen Abschluss dieses Dauerärgernisses/eine Heilung des Patienten erreicht habe. Zu interessieren scheint das aber kaum Jemanden.

    Nochmal der Dual 510. Heute habe ich ihn mir nochmal vorgenommen und mal systematisch den Signalweg durchgemessen. Hängengeblieben ist das Signal offenbar in dem TK, möglicherweise die gecrimpten, stark oxidierten Käbelchen. Ich habe ein anderes TK herausgesucht (schon optisch vielversprechender, blankere Kabelschühchen und blankere Kontaktstifte) das M 91 eingeklickt und angeklemmt. Das Signal war souverän auf beiden Kanälen satt da. Ich hoffe, dass ich mit diesem Problemfall bei dem 510 endlich bei der finalen Lösung angekommen bin. Die Dual TKs, so toll und komfortabel sie auch sind, sind einfach große Schwachstellen und sicher in den meisten Fällen für Macken, Aussetzer oder Störgeräusche im Signalweg verantwortlich. Trotzdem werde ich mich mit den Cinchsteckern demnächst auch nochmal befassen, diese entweder gegen andere austauschen oder mir die Lötstellen nochmal genau ansehen.

    Nun verrichtet der kleine Pioneer bei meinem Sohn seinen Dienst. Die ganze Aktion wäre garnicht notwendig gewesen, ich habe heute endlich zweifelsfrei die Ursache für die unregelmäßigen Kanalausfälle entdeckt. Das Phänomen trat bei dem Pioneer auch auf. Es war entweder der Lautsprecher DIN Stecker oder/und die Din Buchse, sowas Blödes. Auf die Schnelle konnte ich das heute nicht dauerhaft beseitigen, da muss eine zuverlässige Verbindung her. Am Besten wäre es wohl, die Canton Boxen von ihren wackeligen DIN Steckern zu befreien und die Litzen direkt in die Klemmen auf der Rückseite des Receivers zu stecken (ohne den Fehlequellen-Umweg eines Adapters). Ich vermisse meinen kleinen Pio jetzt schon, aber mein Kleiner freut sich. Vielleicht lege ich mir nochmal einen SX-450 zu, mehr Pioneer braucht man nicht.

    Der Pioneer SX-450 ist jetzt wieder komplett montiert, die Frühstücksbrettchen an den Seiten sind auch angebracht. Nun bin ich gespannt, ob er auch technisch den Ansprüchen genügt. Ich habe ihn erstmal montiert, werde ihn im Laufe des Abends testen und ihn dann bei meinem Sohn mit den übrigen Komponenten verbinden. Hoffentlich ist dann erstmal Ruhe (keine Kanalausfälle mehr). Wenn dem nicht so ist, werde ich mir seinen Dual 510 wohl noch mal intensiv vorknöpfen müssen und systematisch den gesamten Signalweg durchgehen. So sieht es jetzt aus, das Palisanderfurnier macht eine ganze Menge her, da kann man gnädig über kleine Unkorrektheiten hinwegsehen.

    Die kleinen Holzbrettchen/Seitenteile sind endlich furniert, geschliffen, mehrfach ausgekittet, retuschiert, hingepfuscht, erneut geschliffen, gebohrt und endlich mit 600er Schleifpapier geschliffen, dann geölt, dann mit 2000er zwischengeschliffen und anschließend nochmal geölt. Alle Fehler die einem beim Verleimen unterlaufen, rächen sich bitter und kosten nochmal richtig Zeit. Im Detail sind sie nicht so toll geworden, machen dann am Receiver aber sicher wesentlich mehr her als die ollen Folienteile. Ich weiß jetzt aber, warum viele Bastler und Tischler lieber mit Massivholz arbeiten.

    Es passiert auch immer wieder Unvorhersehbares, aber dass Schräubchen verloren gehen, ist eigentlich vorhersehbar oder zumindest nicht unwahrscheinlich. Jetzt fehlen mir zwei kleine Schrauben um die Gehäuseabdeckung hinten zu fixieren. Das ist ärgerlich aber nicht zu ändern. Die Abmessungen der Schrauben sind 2,7 x 8 mm. Wie lautet eigentlich die korrekte Bezeichnung dieser Schräubchen, und hat jemand einen Tipp für mich, kann mir eine Bezugsquelle nennen. Es macht ja Sinn, sich diese Schräubchen für solche Fälle auf Vorrat hinzulegen. Eigentlich tauchen diese Schrauben recht häufig auf, vom Maß her auch nicht ungewöhnlich.

    Ich hatte doch kein von den kleinen Lämpchen mehr, oder ich habe sie einfach nicht gefunden. Also habe ich mich daran gemacht, das Käbelchen an die Winzlampe wieder anzulöten, mit stark vergrößernder Lesehilfe und nach Gehör. Den Lötpokal werde ich damit sicher nicht erringen, aber bis jetzt hält die Verbindung. Ich musste dazu diesen harten Schrumpfschlauch auftrennen und soweit wie möglich entfernen, das andere Kabel auch abknipsen. Mal schauen ob dann im eingebauten Zustand beide Lämpchen funktionieren. Der zusätzliche Schrumpfschlauch den ich bei beiden Lämpchen drüber gezogen habe bewirkt noch, dass sich der Durchmesser leicht erhöht. Die Lampen sitzen dann hoffentlich etwas strammer in diesem Silikonteil, und ich muss sie nicht Heißkleber oder Ähnlichem fixieren.