Frage zum 621

  • Ich grüße euch!

    Wie in den Klassikervorstellungen vorgestellt bin ich jetzt stolzer Besitzer eines 621. Das der fehlende Antiresonator durch ein normales Gewicht ersetzt wurde...ich kann's beim besten Willen nicht hören ob das "mit" besser klingt.

    Pimpel und Knallfrösche sind getauscht. Einmal eingestellt steht das Strobo auf den Punkt.

    Und das beste...keinerlei Antriebsgeräusche wie bei meinen 510, 601, 1219 und 1229.


    Kurzum...Ich glaube ich habe "meinen" Dual gefunden :)


    Aber nun zur eigentlichen Frage: Ist es normal, das wenn der Pitch top eingestellt ist, nach späterer Benutzung wieder eingestellt werden muß?


    Grüße Roland


    D.h. gestern hui morgen pfui. Liegt da irgendwo was im argen?

    Gruß Roland
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    Mein Hifi- Geraffel siehe Profil 8)

    Einmal editiert, zuletzt von Sichel () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Sichel mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hi


    Ja, leider ist das so. Es gibt nur eine einfache Spannungsstabilisierung im 621. Sobald er Betriebstemparatur erreicht ist Pitsch etwas verstellt, bleibt dann aber stabil.

    Wenn er aber wieder kalt ist, beginnt das Spiel von vorne.

    Vieleicht einfach eine halbe Stunde warmlaufen lassen?

    Gruß

    Rainer


    DUAL CS 621 (DMS 240E, AT13Ea, AT-VM 95 ML)

    DUAL CS 721 (Yamaha MC-5/9, Ortofon M20E)

    DUAL CS 704 (Shure V15 III)

    DUAL CS 731Q (ULM 60E, ULM 68E, AT 95E/Pro)

    DUAL CS 701/70 (Ortofon M20E)

    Shure M 95 G-LM, DL-110, Benz Micro Gold, Pickering XV15, Technics EPC 270C, Grado Prestige XG, AT20SLa

    DUAL C844

    Denon DCD-1460

    Sony DTC-57 ES

    Onkyo Tx-N808

  • Alles klar, vielen Dank :thumbup:

    Gruß Roland
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    Mein Hifi- Geraffel siehe Profil 8)

  • Mein 621 läuft nun seit einigen Wochen mit einmal eingestelltem Pitch.Da hat sich nichts verstellt.


    Schöne Grüße

    Björn

  • Hallo Roland,


    auch mein 621 läuft einheitlich stabil, ohne den Pitch neu einstellen zu müssen.

    Allerdings könnte man diese Justage auch als Entspannungsarbeit an den, dem Alter geschuldeten Geräten verstehen. ;)

    Da ich sowohl einen funktionierenden als auch einen stillgelegten Antiresonator habe, wurden natürlich beide hörgetestet.

    Auch ich kann nicht wirklich einen hörbaren Unterschied feststellen, dieser ist wenn vorhanden, max. meßbar.


    Gruß Marcus

    Grüße, Marcus

    - - -

    Dual 621, Dual DMS 240e

    Dual 604, Shure M91 MG-D

    Dual 1239A, Shure DM95 Type G

    an Rotel A11 Tribute und Cabasse Antigua MC170 / Grundig M800

    Dual 1209, wird derzeit hergerichtet

  • Auch ich kann bestätigen, dass der Pitch beim 621 nicht wandert. Erfahrung liegen mit drei Drehern vor. Der 621 (und der 604) ist für mich eine der gelungensten Konstruktionen der Duals aus den späten 70er Jahren. :):thumbup:


    Ganz im Gegensatz hierzu steht hier ein CS 704, den ich trotz heftiger Bemühungen, nicht zu einem vernünftigen Gleichlauf bringen konnte. Wäre er nicht in einem optisch so schönen Zustand, hätte ich ihn schon hingerichtet - den Vorschlaghammer hat der Winzer stehts im Haus (bzw. in der Halle)! <X:cursing::evil:

    Grüße


    Wolfgang



    "Fange nie an aufzuhören

    und höre nie auf anzufangen"


    (Cicero)

  • Hallo Marcus und Roland,


    der 2xAnti-Resonator wurde entwickelt, um die Abtastfähigkeit (Trackability) im für die Abtastsicherheit "gefährlichen" tiefen Frequenzbereichen unter ca. 15Hz zu stabilisieren und damit ein Mistracking (Fehlabtastung) zu verhindern. Dieses Mistracking entsteht durch das Aufschwingen des Tonarmes durch Tiefenanregung durch keine hunderprozentig planen Schallplatten. In der Vertikalen wird der Resonanzbuckel durch das 2XAntiresonator-Prinzip dann in zwei kleinere Resonanzbuckel heruntergebrochen und diese Tiefenresonanz somit in höhere Bereiche (z.B. von 5Hz auf um die 10Hz im Diagramm nach rechts verschoben). Laut Dual wirken die 2XAntiresonatoren innerhalb eines Bereichs einer Stylus-Compliance von 15 bis 50x10-6cm/dyne, zwar nur noch mit abgeschwächter Wirkung an den Randbereichen dieses Compliance-Bereichs, die Wirkung ist zwar dann kleiner, aber immer noch vorhanden. Das kann man auch mit einer guten Messschallplatte messen und teils sehen. Hörbarer Unterschied? Tja, stabilere Abtastung und erhöhte Trackability (auch, aber nicht nur bei nicht ganz planen Schallplatten - und damit bei praktisch fast jeder Schallplatte). Das ist halt reine Physik und kein "Hifi-Vodoo".

    Shure und wenig später auch Empire haben ähnliche Antiresonatoren direkt in ihren Nadeleinschüben in den späten 1970ern verbaut, durch unterschiedliche Gummimischungen und kleinen Absorbern, die bei unterschiedlichen Frequenzen unterschiedlich angeregt werden und gleichzeitig bei anderen Frequenzen überhaupt nicht angeregt werden.

    Übrigens werden in Erdbebengebieten in Hochhäusern oft auch ein großes aufgehängtes Pendel-Gewicht verbaut, das bei Erdbeben zur gegenphasigen Schwingung angeregt wird und so das Gebäude stabilisiert. Ist so ziemlich das gleiche Prinzip und Physik.


    Soviel zu meiner "laienhaften" Erklärung des Antiresonator-Prinzips von Dual. Deren verbaute Tonarmgewichte waren zuerst ein einfacher Antiresonator, dann kam ein 2XAntiresonator und später gab es dann den Tuning-Antiresonator - der dann nochmals verbessert wurde, da passgenauer einstellbar und in der letzten Variante beim CS741Q sogar noch zusätzlich mit Silikonöl gefüllt war.


    Gruss,

    Thomas

  • Moin,


    hat mich jetzt auch mal nochmal interessiert mit der Drehzahlstabilität und ich habe meinen 604 nach Monaten angestöpselt und die Drehzahl passt ohne Nachstellen und das Strobo ist wie angenagelt....ist übrigens mein Dual mit dem besten Gleichlauf, besser noch als mein 728 (trotz Quarz).......


    Viel Spaß mit dem Dreher!

  • Hallo,


    ich hab hier 491, 604 und 626 und da wandert nix....701 und 721 sprechen da eine andere Sprache....aber hören kann ich auch bei denen nichts. Der 701 hat den Vorteil, dass das Strobo versteckt ist - da achte ich bei dem Dreher nicht darauf.


    bis denne


    Wolfgang

  • Hallo Thomas,


    ich versteh zwar nur Bahnhof aber besten Dank für die ausführliche Erklärung. :thumbup:

    Das mit dem Pendel in Erdbebengebieten kenne ich und leuchtet mir ein, vielleicht lese ich Deinen Text noch 1 bis 2x und dann kommt der Anti-Resonator-Aha-Effekt. ;)


    Gruß Marcus

    Grüße, Marcus

    - - -

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    Dual 1209, wird derzeit hergerichtet

  • Bei meinem 604 wie dem jetzigen 621 wanderte das Strobo und war überhaupt auch mit Einstellung schwer auf den Punkt zu bringen, er lief und läuft praktisch nie exakt mit stehenden Markierungen, was für den 714 hingegen eine Selbstverständlichkeit ist. Nachdem das Licht am Strobo beim 621 ausgefallen ist, habe ich ihn mit der alten Scheibe, die früher fast jedem neuen Dual beigelegt war, einmal eingestellt und gut ist's. Das natürlich, nachdem er warmgelaufen ist, also nach einer LP-Seite. Hören kann man den Geschwindigkeitsunterschied allerdings kaum, die Abweichung liegt immer in der Norm, meistens deutlich darunter. Wenn ich das richtig im Kopf habe, bedeuten 6 Striche auf dem Leuchtstrobo gerademal 0,1 % Abweichung, nur um mal die Dimension dieses unglaublich großen Problems zu verdeutlichen.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Das beschreibst du schon richtig. Es geht ja nur um die Drehzahlabweichung und nicht um Drehzahlschwankungen. 0,1% hört man nicht.


    Ja, die Reglung des 621 ist sehr gut gelöst mit dem Timer 555 und dem Drehzahlsensor. Aber leider ist die Referenz mit Pitchpoti/Kondensator etwas Temperaturabhängig. Und diese Abhängigkeit hat noch Toleranzen. Also bei manchen 621 stört es mehr als bei anderen.

    Und die Raumtemperatur hat ja auch etwas Einfluß. In wärmeren Räumen fällt es weniger auf, weil sich die Elektronik relativ dazu nicht mehr so stark selbst erwärmt.

    Gruß

    Rainer


    DUAL CS 621 (DMS 240E, AT13Ea, AT-VM 95 ML)

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    DUAL CS 701/70 (Ortofon M20E)

    Shure M 95 G-LM, DL-110, Benz Micro Gold, Pickering XV15, Technics EPC 270C, Grado Prestige XG, AT20SLa

    DUAL C844

    Denon DCD-1460

    Sony DTC-57 ES

    Onkyo Tx-N808

  • Man sollte grundsätzlich immer nur bei Betriebstemperatur einstellen, das ist bei allen Geräten ohne Quartz-Kontrolle so.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Meine Erfahrungen zur Drehzahl-"(In-) Stabilität":


    2x 626, 2x 621, 1x 604, 1x 606, also insgesamt 6x EDS500-Motoren


    Wenn kalt, dann liefen ALLE 6 mit einer gewissen Abweichung laut Strobo, die im warmen Zustand dann verschwand. Oder eben umgekehrt, im kalten Zustand auf stehendes Strobo eingestellt, änderte sich die Geschwindigkeit im warmen Zustand.


    Das war nicht viel, aber eben zu sehen. Gehört habe ich diesen Geschwindigkeitunterschied nicht.


    Dass es auch anders geht, haben mir dann ein paar günstige Plastik-Japaner gezeigt ....

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Hallo,


    die DD-Motoren aus Japan (meist von Fujiya gefertigt) erinnern mich immer an den Papst-Motor EDS 910.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Was mir auch aufgefallen ist...bei 45u/min muss ich auch nach warmlaufen den Pitch max. ins minus drehen. Bei 33 läuft er wie eine Eins.

    Gruß Roland
    ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
    Mein Hifi- Geraffel siehe Profil 8)

  • Die Pitch-Einstellung braucht man doch eh nur, wenn man ein Instrument zur Begleitung durch eine Platte spielen will. Das bisschen Unterschied hört man doch nicht, wenn man keinen Referenzton hat. Selbst wenn es nur ums Prinzip geht, drei von den vier Stroboskopen wandern doch eh, was spielt es da für eine Rolle, ob der vierte auch ein bisschen wandert?


    Ulli

  • Was mir auch aufgefallen ist...bei 45u/min muss ich auch nach warmlaufen den Pitch max. ins minus drehen. Bei 33 läuft er wie eine Eins.

    Das kann an einem separaten Poti aber abgestellt werden. So das beide Geschwindigkeiten bei selber Pitchpoti Stellung passen.

    Gruß

    Rainer


    DUAL CS 621 (DMS 240E, AT13Ea, AT-VM 95 ML)

    DUAL CS 721 (Yamaha MC-5/9, Ortofon M20E)

    DUAL CS 704 (Shure V15 III)

    DUAL CS 731Q (ULM 60E, ULM 68E, AT 95E/Pro)

    DUAL CS 701/70 (Ortofon M20E)

    Shure M 95 G-LM, DL-110, Benz Micro Gold, Pickering XV15, Technics EPC 270C, Grado Prestige XG, AT20SLa

    DUAL C844

    Denon DCD-1460

    Sony DTC-57 ES

    Onkyo Tx-N808

  • Habe mich schon gefragt, ob es evtl. an diesen Potis auf der Platine liegen könnte, dass bei manchen 621ern der Pitch wandert. Beim 704 wird das zumindest als eine mögliche Ursache erwogen.

    Grüße


    Wolfgang



    "Fange nie an aufzuhören

    und höre nie auf anzufangen"


    (Cicero)

  • Hi Wolfgang !

    Habe mich schon gefragt, ob es evtl. an diesen Potis auf der Platine liegen könnte, dass bei manchen 621ern der Pitch wandert. Beim 704 wird das zumindest als eine mögliche Ursache erwogen.

    Die weißen Potis bei den "frühen" Direktantrieblern wie 701 / 704 / 721 sind von einer sehr guten Qualität und ich mußte davon bisher *Eins* (!) auswechseln, weil das jemand mechanisch hingerichtet bekommen hat. Die braunen Pertinax-Potis der "späteren" Duals sind von der Qualität auch noch recht gut und nicht das billigste, was man kriegen kann.


    Wenn man sich nicht sicher ist, ob die Dinger Plaque angesetzt haben: an der Stelle, wo der Schleifer auf der Widerstandsbahn aufsetzt seitlich daneben oder an der Kante mit einem Edding einen winzigen Farbpunkt machen. Trocknen lassen ... Widerstandsbahn mit Tunerspray oder Kontakt 61 oder Oszillin zart einsprühen und den Schleifer mehrmals von Anschlag zu Anschlag langsam und mit Gefühl durchdrehen.

    Dabei drauf achten, ob der Schleifer einen kleinen Sprung macht, wenn er an der markierten Stelle vorbeikommt. Das wäre ein Indiz, daß sich der Schleifer schon in die Widerstandsbahn eingedrückt hat. Das widerum bewirkt kleine, feine Risse, durch die sich der Widerstandswert an der abgegriffenen Stelle durch Erwärmung oder Luftfeuchte verändern kann und instabile Resultate ergibt.


    Das Wechseln der Trimmer ist zumindest bei den 700ern mit den "großen" EDS aufwendig und mit viel Messen und ggf. einer kompletten Neu-Justage der ganzen Motorelektronik verbunden, außer wenn man sich wirklich nur auf die beiden für die Grunddrehzahl beschränkt. Bei den 600ern mit den EDS50x-Motoren wird mit den beiden Potis ja ohnehin nur die Grunddrehzahl 33 bzw. 45 bei Pitch = 0 eingestellt. Dort ist ein Wechsel sehr viel unaufwendiger. Und man *könnte* an der Stelle auch pinkonpatible Wendelpotis verwenden, die mit einem Schraubendreher eingestellt werden und wo eine sehr viel feinfühligere Einstellung möglich ist.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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