Beiträge von vinylfan78

    Hallo Kalle,


    ich weiss nicht, ob Du mittlerweile Deine Fragen alle beantwortet bekommen hast und habe selber auch nicht den gesamten Threadverlauf komplett gelesen. Wie ART_DECO aber bereits kurz zuvor schon geschrieben hat, hat wohl jemand das Shure M74CS in die Dual Klick-Halterung mit der Aufschrift DMS200 eingeklebt. Ursprünglich, so glaube ich mich zu erinnern, war dort ein AT-Generator von Dual verbaut worden. Hier aber Infos von Shure zu Deinem besagten Nadeleinschub für das verbaute Shure M74CS:

    N74C (Spherical) conical

    Tracking Force: 2 to 4 grams

    Grip Color: Blue with silver letters

    Channel Balance: Within 2 dB


    Die Nadel war wohl ursprünglich für das M74CS, das einen Metallbügel von Shure mitgeliefert bekam zum Einklipsen in Shure Tonarme, mit dem man dann aber auch an anderen Tonarmen mit Schrauben befestigen konnte. Das war diese "snap-in" Befestigung von Shure und angeboten bei den M7XX-Modellen von Shure und auch beim M91, das ebenfalls den gleichen Generator verbaut hat, wie ein M75. Deshalb war der Shure-Generator wohl ohne Befestigung beim früheren Besitzer vorhanden und eventuell fehlte die ursprünglich von Shure mitgelieferte snap-in Befestigung. Vielleicht deshalb das Einkleben in die Dual-Befestigung...


    Im Vergleich dazu hatte das M75CS als Nachfolgemodell einen sphärischen (konischen) Nadeleinschub für eine höhere Auflagekraft von 3 bis 5 p und es gab die elliptische Variante, das M75ECS (Nadeleinschub N75ECS) für eine "geringere" Auflagekraft von 2 bis 4 pond. Letztendlich waren aber, sowohl Rundnadel, wie auch die elliptische Nadel, gefasst ("tipped") und nicht ein "nackter" Diamant. Zudem gab es auch noch einen extra Nadeleinschub für 78rpm Schellack-Platten.

    Gerne wurden die besagten Modelle in Wechslern eingesetzt und eventuell auch in Juke-Boxen (?). Diesbezüglich bin ich mir aber nicht sicher.


    Gruss,

    Thomas

    Nicht nur, die Nadelträgerröhrchen und Diamanten der VM5xx/ VM7xx sind wesentlich filigraner ausgeführt als bei den VM95.

    dualfred , analog.digital

    Vielen Dank Euch zwei für diesen Hinweis. Ihr zwei habt natürlich recht, bezüglich des Nadelträgers. Audio-Technica schreibt selber auch, dass der Nadelträger (Cantilever) am VM5XX/VM7XX "tapered" ist, also konusfürmig dünner zulaufend, das hatte ich überlesen. Der Nadelträger des VM95 ist dagegen nicht tapered und hat deshalb natürlich mehr Masse. Somit kommt zu den technisch besseren Generatoren der VM5xx/VM7XX-Reihe auch noch der masseärmere Nadelträger für eine bessere Höhenabtastung hinzu, was dann auch zum technisch höherwertigeren Generator des VM5XX/VM7XX passt. Über die Masse des nackten Diamanten habe ich keine Information gefunden. Ich habe auch seit zwei Jahren das VM540-ML und das VM95ML, aber selten im Einsatz... zur Masse des eingesetzten Diamanten habe ich aber auch im Beipackzettel keinerlei Information gefunden. Theoretisch ist es aber natürlich möglich, dass am VM5XX/VM7XX der ungeschliffene Teil des nackten Dimanten etwas kürzer ist, und der eingesetzte Diamant somit weniger Masse aufweisen würde. Das ist aber nur Spekulation von mir jetzt, weil Shure das ebenso gemacht hat, um die Masse des eingestzten Diamanten nochmals etwas zu reduzieren, deshalbt wäre es theoretisch wohl auch bei AT möglich.


    Gruss,

    Thomas

    Man müsste sich sonst schon fragen, warum Audio Technica auch noch eine AT-VM5xx und AT-VM7xx Baureihe im Programm hat.

    Na ja, eigentlich "nur" wegen der anders designten Generatoren (Para-Toroidal Coils mit Metallplatte dazwischen zur besseren Kanaltrennung), die AT-VM7XX haben dann zusätzlich noch, im Vergleich zum AT-VM5XX, einen Metallblock (ähnlich wie beim Shure Ultra 500) oben zur Befestigung, der Resonanzen besser dämpen soll. Das habe ich jedenfalls so bei Audio-Technica gelesen. Die AT-VM95 haben keinen so hochwertigen/aufwendigen Generator verbaut.


    Gruss,

    Thomas

    Du kannst ja die Gelegenheit nutzen, unten das Drucklager etwas zu reinigen und etwas MoS2 dranzugeben.

    warpig

    Raquel


    Hallo Stephan und Roland,

    Peter ( wacholder) hat diesbezüglich absolut recht und an das Drucklager kommt nur MoS2. Das ist für den eingesetzten Zweck deutlich hochwertiger (viele bessere Eigenschaften plus Notlaufeigenschaften, falls das Fett doch mal in Zukunft austrocknen sollte wird so eine Beschädigung verhindert) und viel langlebiger und entspricht auch dem originalen Fett.

    Deshalb auch mein gutgemeinter Ratschlag an den hochwertigen EDS920-Motor des ebenfalls sehr hochwertigen Dual 731Q/714Q ausschließlich MoS2-Fett im Drucklager der Motorachse zu verwenden. Shell Gadus ist daher für diesen Einsatzzweck eher nicht zu empfehlen.


    Unabhängig davon gilt selbstverständlich wie immer, dass jeder mit seinem Plattenspieler machen kann was man möchte, das muss und soll auch jeder selber entscheiden dürfen. :)


    Gruss,

    Thomas


    P.S. Bitte Vorsicht beim Reinigen des Drucklagers vom alten Fett wegen des im Lager quer verlaufenden Massedrahts für die Motorachse. Diesen bei der Reinigung nicht abbrechen oder verbiegen.

    Thomas: Im Sinne einer anderen Entwicklungslinie respektive einer lediglich indirekten Verwandtschaft. Also in etwa so, wie der Mitsubishi Colt Z30 mit dem CJ0 herzlich wenig zu tun hatte, während der CJ0 noch ein recht direkter Ableger des CA0 war.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Hallo Manfred,


    das habe ich jetzt nicht verstanden, sorry.


    Gruss,

    Thomas

    Crossdrop

    Hallo Felix,

    folgenden Hinweis hatte ich Dir ja bereits zuvor schon bezüglich des Steuerpimpels gegeben. Das könntest Du - als Idee - auch mal an Deinem 721 nachschauen, ob die eingestellte Lifthöhe richtig ist und der Steuerpimpel noch greifen kann. Ansonsten kann nämlich der Tonarmlift und die automatische Tonarmbewegung nicht richtig funktionieren, oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr.

    Zum Steuerpimpel:

    Der Dual 721 hat ein Alleinstellungsmerkmal was seinen Steuerpimpel angeht, diesen gibt es sonst so wie beim CS721 bei keinem anderen Dual. Allerdings ist das auch eine etwas andere Form und Material, daher ist der Steuerpimpel beim 721 äußerst selten selbst defekt.


    Hast Du die Grundeinstellung nach Service-Anleitung schon gemacht, was die Tonarmhöhe angeht? Stimmt diese nicht, greift der Steuerpimpel häufig ins Leere. Man muss unterscheiden zwischcen der Lifthöhen-Einstellung und der Tonarmeinstellunghöhe für den Automatikbetrieb.

    So nun hast Du ja schon einige Hilfestellung hier bekommen und das nicht nur von mir, sondern von einigen anderen ebenso. Gutes Gelingen bei der Umsetzung! Sollten später noch andere Baustellen am 721 auftauchen, kannst Du dich ja hier nochmal melden und es uns wissen lassen. Für die Elektronik solltest Du Dir dann noch einen Fachmann hinzuholen, der sich mit Elektronik, Sicherheit und Löten auskennt. :):thumbup:


    Gruss,

    Thomas

    Hi,


    das ist mir nicht entgangen, aber der Themenersteller ist darauf bisher nicht eingegangen. Deshalb wollte ich das ganze resetten, bevor tausend Schüsse ins Blaue und das Pferd von hinten aufgezäumt wird.

    "... das ganze resetten"? Nun, wenn es hilft, warum nicht... ;)



    OT:

    Nein in einem öffentlich einsehbaren Forum hantiere ich grundsätzlich nicht mit einem Realnamen. Mir ist Evil genehm. Das hat nichts mit Respekt oder dessen Losigkeit etwas zu tun.

    Oder du denkst dir, man was müssen die Eltern für einen morbiden Geschmack bei der Namenswahl ihres Kindes gehabt haben. :)

    Dazu kommt, wenn man Bezug auf andere Posts nimmt, ich eher was mit dem Forumsnamen anfangen kann als mit einem Namen den ich erst zuordnen muss.

    Meiner Meinung nach sollte das jeder so halten wie er möchte, so lange der Höflichkeit Rechnung getragen wird.

    Okay, kein Problem evilknievel :)


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Felix ( Crossdrop )

    Hallo evilknievel,


    evilknievel hast Du auch einen richtigen Vornamen? Ist so üblich hier im Forum und erleichtert die Anrede :)


    Wenn Du alle meine vorigen Beiträge in diesem Thread gelesen hast, wirst Du feststellen, dass ich das Thema Steuerpimpel und Entstörkondensatoren bereits angesprochen und erklärt habe. Ich erwähne das nur nochmal der Zeitersparnis wegen, damit nicht wieder einmal (wie in so manchen Threads üblich) immer das Selbe zum wiederholten Male im Kreise diskutiert wird :) Kann man aber natürlich machen, wenn man Freude daran hat... ^^;)


    Crossdrop

    Ich denke, zum Thema Kondensatoren bzw. Entstörkondensatoren hatte ich mich in mindestens 2 vorigen Beiträgen sehr ausführlich geäußert. :)


    Gruss,

    Thomas


    Ein Kunststoffkappe auf einem Metallstift.

    Das gilt "leider" nicht für den 721. Dort sitzt der Steuerpimpel auf einem Kunsstoffstift samt Kunststoffteil...


    Gruss,

    Thomas

    Auf der Steuerplatine eventuell noch mehr

    ... in der Tat, genauso ist es. Da gibt es tatsächlich noch mehr, neben den von Dir genannten Teilen. Dazu kämen noch Roederstein Elko, alle anderen Elkos, Tantalkondensatoren, seltener Dioden :) In der Regel machen die alle irgendwann auch Probleme. Der Hauptelko, wie Du schon richtig genannt hast, macht ebenso sehr häufig Probleme bei der Spannungsversorgung. Dabei kann dann sogar die Sicherung im Trafokasten rausfliegen.


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Felix,


    das ist aber nicht richtig und der Kurzschließer muss nicht abgeschraubt werden. Die Federn können vorsichtig mit dem Finger nachgedrückt werden und so der richtige Abstand wieder hergestellt werden. Der Kurzschließer wird nicht durch Schrauben verstellt. Das hatte ich noch nie an einem 721 und außerdem sagt die Service-Anleitung von Dual dazu genau das Gleiche wie ich (Federn vorsichtig am Kurzschließer nachbiegen). Zitat:"Durch Biegen der Kurzschlußleisten..." :)


    Gruss,

    Thomas

    Die Schrauben für den Kurzschließer sitzen leider relativ fest. Ich habe nun erstmal ganz vorsichtig von Hand gegen die Federn gedrückt. Vorerst erfolgreich. Mal sehen, wie er sich im Betrieb bewährt. Wenn das nicht reicht, muss ich wohl mal ein wenig WD40 an die Schrauben geben, um sie zu lösen.

    Hallo Felix,

    was für Schrauben und wo WD40? Das gehört da überhaupt nicht hin und schadet auch noch Kunststoff (Kurvenrad). Die Kurzschließerfeder müssen bei abgenommenem Kurvenrad gereinigt (sind oft sehr schwarz angelaufen), evtl. nachgebogen und dann mit Kontakt 61 versiegelt werden. (Schreibt auch Dual)

    Das Kurvenrad muss auch demontiert werden, neu geschmiert und dann wieder in der korrekten Stellung montiert werden, damit es mit dem Kurzschließer seitlich gestoppt wird an der richtigen Position.


    Was für Schrauben (und auch noch Plural) soll man denn da lösen müssen?


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Felix,


    leider ist das Bild für unsere Zwecke der Hilfestellung hier unzureichend. Es fehlt eine Nahansicht von der rechten Seite unter dem Tonarm und unter dem Starthebel. :) Außerdem wäre eine Nebenansicht von rechts, also Steuerpimpel und Bereich zwischen weißem Starthebel und Platine von unten sehr hilfreich, da muss nämlich eine kleine Feder verbaut sein.


    Ich habe schon viele 721 repariert/restauriert, da der 721 einer meiner Lieblingsdreher von Dual ist. Ich hatte Dich ja bereits zuvor auf die nötigen Wartungsarbeiten hingewiesen, die bei einem Dual 721 in der Regel die Standardarbeiten sind. :)


    Was ich auf dem Bild oben aber erkennen kann ist folgendes:

    Der Dual ist so wie er von Dual verbaut wurde, also noch unverbastelt. Das ist deutlich zu erkennen.

    ABER: Der weiße Starhebel ist nicht mittig im Umschalthebel (174) arretiert. Das ist ein Problem. Folgende Gründe gibt es dafür:

    1. Der Automatikzyklus ist unkomplett. Ist hier aber wohl nicht der Fall laut Kurvenradstellung

    2. Der weiße Plastikhebel bricht gerne um die versiegelt Schraube herum und ist daher nicht mehr fest mit der Bewegung des Starhebels auf der Oberseite des Gerätes fixiert. Dadurch dreht er sich bei seiner Bewegung und greift nicht richtig, wo er soll.

    3. Die Feder unter dem weißen Plastikhebel fehlt. (Ist bei Dir aber laut Bild noch vorhanden und daher hier nicht der Fall ;))Diese sorgt dafür, dass der Starthebel beim Betätigen von Start oder Stop immer wieder in seine Mitteposition zurückspringt.


    Grundsätzlicher Tipp: Die Automatik kann man am stromlosen Gerät am Besten manuell/händisch prüfen, indem man den Plattenteller natürlich vorher abnimmt und den Motor von Hand dreht. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf meinen vorigen Beitrag bezüglich der Kurzschließerfedern und der Stoppstellung des Kurvenrads verweisen :) .


    Gruss,

    Thomas


    Edit 2: Ich habe mir den Abschaltvorgang genau angeschaut. In dem Moment, wo die Zähne am Kurvenrad aufhören, hört es natürlich auf, sich zu drehen, da der Antrieb fehlt. An dieser Stelle wird es kurz danach noch durch eine kleine Kraft (Feder o.ä.?) ein ganz kleines Stück weitergedreht. Genau dieses Weiterdrehen unterbleibt aber ab und zu, sodass das Kurvenrad beim nächsten Anlaufen nicht gegriffen wird. So. Ein simples mechanisches Problem also. Ist so etwas schon bekannt?

    Genau diese Vermutung hatte ich doch schon in meinem ersten Beitrag auf der vorigen Seite bereits geäußert und auch gesagt, wie man das beseitigen kann.

    (siehe hier: RE: Dual 721 Automatik spinnt)

    Dein 721 hat mehrere "Standardbaustellen", die bei einem 721 in der Regel auftreten.


    Gruss,

    Thomas

    Naja - wenn man Flöhe hat kann man trotzdem auch Läuse beherbergen. Vielleicht ist da eine Kombination mehrer Fehler aufgetreten.

    Aber das wird,

    Gruß,

    Rainer

    Ja, genau Rainer. Die wahrscheinlich in Frage kommenden Fehler bei den von Felix beschriebenen Problemen an seinem 721 hatte ich oben in einem früheren Beitrag schon aufgezählt bzw. angesprochen. ;)


    Gruss,

    Thomas

    Hi Felix,


    grundsätzliches zu den Funkenstörkondensatoren: Es wurden bei Dual damals hochwertige RIFA-Entstörkondensatoren verbaut. Über die Jahrzehnte hat sich aber gezeigt, dass deren Harzummantelung rissig geworden ist und Feuchtigkeit so eindringen kann. Diese blähen sich dann über die Jahre auf und reißen auf. Beim Betrieb des Gerätes (Plattenspieler) fängt es dann an zu rauchen und zu stinken, da sich diese Rifa-Funkentstörkondenastoren gerne wie "Knallfrösche" sich dann mit einem lauten Knall und Gestank zerstören indem sie explodieren. Die Schutzklasse X2 sagt auch, dass diese Kondensatoren selbstverlöschend sein müssen, Ihre Entstörfunktion können sie aber nicht mehr richtig erfüllen, wenn Ihre Ummantelung rissig ist. Außerdem gibt das dann wenn diese Kondensatoren platzen eine ziemliche "Sauerei" dort wo sie im Gerät verbaut sind. Ist der Kondensator des Netzschalters defekt, wird er leitend und der minimale Strom über dem Schalter reicht dann selbst bei ausgeschaltetem Gerät noch aus, um den Plattenteller langsam zu drehen, obwohl das Gerät ausgeschaltet ist. Zudem stellen diese Kondensatoren dann auch ein Sicherheitsrisiko dar. Da sie am Netz betrieben werden, müssen sie mindestens die Schutzklasse X2 erfüllen und die Mindestspannungsfestigkeit heute von 275VAC (230VAC plus, minus 10%). In den 1970er Jahren lag die deutsche Netzspannung noch bei 220VAC plus, minus 10%, deshalb hat Dual damals noch Funkentstörkondensatoren mit 250VAC Spannungsfestigkeit eingebaut.


    Solltest Du selber nicht löten können, oder von Elektronik keine Ahnung haben, dann lass das lieber in einer Werkstatt einbauen. Denn wie oben schon beschrieben ist folgendes äußerst wichtig:


    Bitte unbedingt Vorsicht: Arbeiten nur auf eigene Gefahr und am spannungsfreien Gerät. D.h. der Plattenspieler darf nicht in der Steckdose eingesteckt sein!!! Man sollte unbedingt wissen, was man macht, da der Plattenspieler mit gefährlichen 230VAC Netzspannung betrieben wird!!! Also vorher Stecker raus!



    Die Drehkurve meint Teile-Nr. 223 laut Service-Anleitung. Die Drehkurve ist für die Vertical Tonearm Control (Tonarmhöheneinstellung) zuständig.


    Gruss,

    Thomas


    P.S. Ich habe diesen Beitrag um einige Informationen ergänzt und deshalb mehrfach editiert.

    Der 701 Tonarm ist noch komplette aus Metall, wobei das Chassis und kompletter Tonarm, Kopf inklusive, dadurch schon auf Masse liegt. Wie wir wissen, hat der 721 etc. eine Plastik Lagerbrücke die diese Masse in zwei Teilen aufbricht.

    Hallo Klaus,


    wie meinst Du das? Ich habe mir vorhin einen Lagerrahmen vom 721 nochmals angesehen und der ist aus Metall (Aluminium?). Die Dual Top 7er Modelle hatte noch alle eine Tonarm aus Aluminium, nur Modelle darunter (z.B. 504,502 usw.) hatten einen Lagerrahmen aus Kunsstoff.


    Die Tonarmköpfe der 7er Modell sind meines Wissens aus einer hochwertigen Magnesium-Legierung wegen höherer Steifigkeit und besseren Dämpfungseigenschaften als z.B. Aluminium. Diese sind dann schwarz übermalt von Dual.


    Gruss,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    hat jemand vielleicht eines dieser Systeme und kann etwas Konkretes darüber sagen?


    Shure Ultra 300

    Shure Ultra 400

    Shure Ultra 500


    Ich freue mich über fachkundige Beiträge zu diesem Thema :)


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Felix,


    es wäre hilfreich für den/die Helfer, wenn Du Bilder von der Unterseite des Dual hier einstellen könntest und/oder ein Video des beschriebenen Problems. Dann würdest Du beim Helfen helfen können :)


    Bitte unbedingt auch sowohl die Betriebsanleitung als auch die Service-Anleitung lesen! Dual hat darin alles sehr gut erklärt und man kann sich so auch damit vertraut machen, warum der Dual CS721 so ein hochwertiger Plattenspieler ist und welche Funktionen er bietet! Es lohnt sich also alles genau zu lesen! ;)


    Deine beschriebenen Probleme mit dem Automatikmodus stammen sehr wahrscheinlich daher, dass das Kurvenrad nicht bzw. nicht immer in seiner Nullstellung ist. Da sollten die Kurzschließerfedern kontrolliert werden und ggf. neu justiert werden, damit der Druckpunkt wieder stimmt.


    Zum Steuerpimpel:

    Der Dual 721 hat ein Alleinstellungsmerkmal was seinen Steuerpimpel angeht, diesen gibt es sonst so wie beim CS721 bei keinem anderen Dual. Allerdings ist das auch eine etwas andere Form und Material, daher ist der Steuerpimpel beim 721 äußerst selten selbst defekt.


    Hast Du die Grundeinstellung nach Service-Anleitung schon gemacht, was die Tonarmhöhe angeht? Stimmt diese nicht, greift der Steuerpimpel häufig ins Leere. Man muss unterscheiden zwischcen der Lifthöhen-Einstellung und der Tonarmeinstellunghöhe für den Automatikbetrieb.


    Ist die Drehkurve des Tonarms noch intakt? Wenn nein, kann es sein, dass der Tonarm seine eingestellte Höhe nicht halten kann und dadurch die Tonarmlifthöhe nicht mehr stimmt.


    Zudem ist beim 721 öfter der Starthebel unten kaputt und arrettiert dann eventuell nicht mehr präzise beim Schalten.


    Dass die beiden Entstörkondensatoren (Trafokasten 47nF und Schalterkastenn 10nF) mit neuen X2 mit mindestens 275VAC Spannungsfestigkeit zu tauschen sind ist klar?


    Bitte unbedingt Vorsicht: Arbeiten nur auf eigene Gefahr und am spannungsfreien Gerät. D.h. der Plattenspieler darf nicht in der Steckdose eingesteckt sein!!! Man sollte unbedingt wissen, was man macht, da der Plattenspieler mit gefährlichen 230VAC Netzspannung betrieben wird!!! Also vorher Stecker raus!


    Gruss,

    Thomas


    Manch einer sollte einfach mal öfter unter das Blechkleidchen der Duals schauen, anstatt sich endlos mit den theoretischen Abhandlungen zu beschäftigen. Dann wirkt vieles nicht mehr ganz so raketig... :)


    VG

    Benjamin

    Ja, richtig. Zudem ist es sicherlich auch nicht verkehrt zu wissen, an welchem "Schräubchen" am Dual man "warum" und "zu welchem Zweck" drehen sollte und an welchem eher nicht. ;):D

    Es mag ja auch Leute geben, die einfach die Schräubchen an Potentiometern generell gerne einfach festziehen, ohne vorher zu überlegen, mit der einfachen Begründung: "Die Schrauben waren vorher nicht festgezogen, das konnte deshalb so nicht richtig sein". :D


    Gruss,

    Thomas


    .. Was ist dann deine Art einzUstellen ? Garnicht ? oder nen neuen Dreher kaufen ?

    Ich stelle so ein, wie von Dual vorgesehen. Also, wenn nötig die statische Nullstellung. Misst man mit einem Skate-o-meter die Feder dann nach, so hat die dynamische Einstellung immer noch gestimmt, wie ab Werk eingestellt. Vielleicht hatte ich über die Jahre aber auch nur gut gepflegte Dual-Dreher, die nicht auf dem Dachboden, oder im Keller standen. Kann alles möglich sein.


    Das "Rolleyes-Emoji" sollte lediglich die Abweichung von den subjektiven Tipps/Meinungen zu den objektiven Einstellungserklärungen, wie von Dual damals vorgesehen, zum Ausdruck bringen. Das hatte ich damit gemeint.


    Alles gut :)


    Gruss,

    Thomas

    So als Fazit .. Man kann mit einer leeren Platte auch gut voreinstellen aber wenn's ums Details geht doch bitte mit Ton auspendeln wie auch immer mit oder ohne Test Platte

    Falsch, leere Platten führen zur Unterkompensation und zwar deutlich! Der 315Hz-Ton führt zur Überkompensation. Da hat man dann eine statische Einstellung für diesen Punkt auf dieser Schallplatte bei einem Testton mit überdurchschnittlicher Rillenauslenkung. Wo ist da die Präzision und wo die durchschnittlich kleinstmögliche Abweichung vom Optimum über die gesamte Plattenseite geblieben? Das ist nämlich das Ergebnis, welches dabei herauskommt. Aber klar, man hat halt etwas eingestellt und am Einstell-Rädchen gedreht... :rolleyes:


    Und das soll dann eine objektive "gute" Empfehlung für einen "allgemeinen ratsuchenden Fragesteller", welcher eventuell und wahrscheinlich eher einen objektiven Rat, angelehnt an dem was Dual erfunden und erdacht hat beim Entwurf und Bau deren Plattenspieler, bevorzugen würde. Das möchte ich doch bezweifeln.

    Subjektiv kann aber jeder natürlich so einstellen wie man möchte, das bleibt natürlich jedem selber überlassen.


    So, ich denke die objektiven Informationen des Herstellers "Dual Gebrüder Steidinger" wurden in meinen Beiträgen zu diesem Thema objektiv mitgeteilt und auch auf die bebilderten und hier im Forum geschätzten Beiträge dazu von Klaus dualcan verwiesen. Klaus muss es sicherlich am Besten wissen, hat er doch jahrelang für Dual Canada (Noresco) gearbeitet.

    Was jeder aus diesen objektiven Infos für sich dann macht an seinem Dual-Plattenspieler möge jeder dann natürlich selber wissen. :)


    Gruss,

    Thomas