Beiträge von vinylfan78

    Wenn das Gerät an 220V angeschlossen ist, sollte der Kondi schon den *ganzen* Trafo überspannen, nicht ?

    Sonst macht das gar keinen Sinn. So nur wenig ... ^^

    wacholder

    Hi Peter,


    also ist es demnach eher sinnvoller den 47nF X2-Entstörkondensator auf der Trafo-Platine ins andere Loch für 220V zu löten? Denn bei uns hier in Europa ist das Stromkabel (bzw. der Teil des Kabels vom KS4 zur Trafoplatine gehend) ja an den 220V-Platinenanschluss gelötet, logischerweise. Interessanterweise gibt es dafür wohl sogar schon Bohrlöcher in der Platine zumn passenden Einlöten des besagten Kondensators. Auch im Schaltplan des 701 ist der 47nF X2-Kondensator zwischen 0 und 220V eingezeichnet.


    Da die ganze Primärwicklung nur eine einzige fortlaufende Drahtwicklung ist, umfasst der Kondensator zwischen 0 und 220V doch auch somit automatisch dann den Teil zwischen 0 und 110V des Trafos, oder Peter?


    Wie gesagt, später gab es ja dann keinen 47nF X2-Enstörkondensator im Trafokasten mehr, aber dafür kam die Enstördrossel dazu in den KS4, und da hängt bei uns hier in Europa ja auch das Stromkabel mit den 230V dran, nicht wahr Peter? Also wegen "eingeschleppter Hochfrequenzen kurzschließen" usw... :/


    Viele Grüße,

    Thomas

    Der 622 hat einen Trafo und davor eine Glimmlampe.

    Er hat einen 10nF als Funkenlöscher über dem Hauptschalter - aber keinen parallelen 47nF über dem Trafo mehr.

    wacholder

    Hi Peter,


    stimmt, aber dafür kamen doch dann ab so ca. 1979 die 47µH Entstördrosseln im KS4, aber dafür dann eben kein 47nF X2-Funkenstörkondensator mehr im Trafo, oder?


    Vermutlich hat er sich davon irreführenlassen, daß auf der Platine die Sortierung der Anschlüsse 0 - 220 - 110 ist und im Trafobild im Schaltplan 0 - 110 - 220 V.

    Da hast Du recht, das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Die Frage ist jetzt nur, ob dieser 47nF X2-Entstörkondensator jetzt richtigerweise über die 110V, oder über die 220-240V-Wicklung gehört? Ich glaube mich zu erinnern, dass am 701 besagter Kondensator noch an der 220-204V Wicklung angelötert war, vielleicht irre ich mich aber auch...


    Peter, meinst Du also nicht, dass es da irgendeinen "nützlichen" Zusammenhang auch mit der Entstörung der alten Gasglimmlampen des Stroboskops geben kann, rein technisch gesehen?


    Viele Grüße,

    Thomas

    wacholder

    Hi Peter,


    danke, ich glaube ich hab's jetzt verstanden Peter. Das mit dem Potentiometer ist ein guter anschaulicher Vergleich, denke ich: Dann bräuchte ich quasi ein Potentiometer mit einer dickeren Leiterbahn (Kohle beschichtet) und mehrere Schleifer um die verschiedenen Spannungspunkte abgreifen zu können und das geht natürlich nicht parallel - also mit mehreren unterschiedlichen Spannungspunkten gleichzeitig - da die Schleifer, die früher kommen, auch zuerst die Spannung abgreifen, oder? So ist es auch beim Trafo, oder?

    .... Halt, nein, kann ja nicht ganz so sein, stelle ich gerade selber fest, denn beim Dual 721 wird ja die Stroboskoplampe mit den 110V betrieben, der Rest des Plattenspielers benötigt den Anschluss an den 220-240V gleichzeitig.

    Aber in etwa so wie mit dem Analogpotentiometer (linear) mit mehreren Schleifern, sind so auch mehrere Spannungen am Trafo möglich. Ich glaube, ich habe es jetzt verstanden. Danke Peter.


    Allerdings stellt sich dann die Frage, warum der X2 Kondensator im Trafogehäuse des 721 verbaut ist und der 731Q keinen X2-Funkentstörkondensator mehr verbaut hat. Der einzige Unterschied, den ich da feststellen kann ist der, dass am Dual 721 noch eine Neongaslampe verbaut ist und der 731Q bereits LEDs verbaut hat. Vermutlich ist dann der 47nF X2-Kondensator im Trafokasten nur wegen der Entstörung der Gas-Glimmlampe gedacht und deshalb auch nur über die 110V Wicklung gelegt, und deshalb wurde vermutlich auch beim 731Q kein 47nF X2-Funkentstörkondensator im Trafokasten benötigt. Was meinst Du Peter?


    Ich finde dieses "Trafo-Thema" sehr interessant und spannend...


    Viele Grüße,

    Thomas

    Es ist wirklich eine einzige Wicklung für 220V mit einem Abgriff bei 110V. Die Drahtstärke ist dabei für den 110V-Betrieb mit doppelt so hoher Stromaufnahme zugrunde gelegt worden und dann wurden einfach noch weitere Windungen bis 220V draufgewickelt. Die Anzahl der Wicklungen kann man mit entsprechenden Trafo-Konfigurationsprogrammen ausrechnen, wo für einen Kern und eine Wicklungslänge mit der vorgegebenen Drahtstärke x Wicklungen pro Volt ausgeführt werden müssen.


    Und die 110V in der Mitte werden ja auch abgegriffen.

    Das Stroboskop beim 721 (und beim 701 und 704) nutzt diesen Abgriff.

    Beim 731Q ist der unbenutzt, weil dort das Strobosignal anders erzeugt und dargestellt wird.

    wacholder

    Hi Peter,


    danke Dir für die gute Erklärung. Aber leider verstehe ich das nicht, wie das gemacht wird. Ein Drahtende kommt auf den Null-Anschluss, dann wird losgewickelt. Und dann? Geht man dann mit einer Schlaufe zum 110V-Anschluss und dann wieder zurück auf den Spulenkörper und wickelt dann weiter bis zum 220-240V-Anschluss?

    Wie kann das funktionieren, denn der Draht ist doch dann durchgehend bis zum letzten 220-240V-Anschluss, frage ich mich?

    Da fließt doch dann auch Strom, oder? Oder kommt es nur auf die Anzahl der Wicklungen an wegen des Magnetfeldes, das dann induziert wird? Irgendwie stehe ich gerade metaphorisch gesprochen "auf dem Schlauch"? Wo ist mein Denkfehler, Peter?


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo,


    danke, ja genau, die Primärwicklung meine ich natürlich. Hab's oben korrigiert. Also besteht die Primärwicklung aus 2 einzelnen 120V Wicklungen, die nur am hinteren Anschluss für 220-204V zusammengeschaltet werden. Habe ich das so richtig verstanden?


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    weiß jemand vielleicht, ob die Primärwicklungen beim Trafo für den Dual 721 und 731Q für 2 mal 110V getrennt gewickelt sind, oder einmal Draht für den 110V Anschluss und dann separat doppelt soviel Drahtwindungen für den 220-240V Anschluss der Primärseite des Trafos?

    Ich frage deshalb, weil es optisch so aussieht, als ob die beiden Wicklungen am Trafo kurzgeschlossen sind. Wenn das der Fall wäre, dann hätten ja beide Wicklungsstränge der Primärseite (also 110V und 220-240V) untereinander Kontakt. Wie kann es dann möglich sein am 110V Anschluss wirklich nur die 110V abzugreifen und nicht mehr Volt, wenn doch der Kontakt mit der weiteren Wicklung für 220-240V scheinbar physisch vorhanden ist?


    Vielleicht kennt sich hierzu jemand fachkundig aus und kann das erklären. Mich würde es jedenfalls freuen wenn das jemand hier fachkundig erklären könnte. Das scheinen ja besondere Trafos zu sein, die Dual da gebaut hat.


    Viele Grüße,

    Thomas

    Danke für die Ausführliche Erklärung, die wäre viel kürzer, wenn du einfach ein Link vom Kabel gepostet hättest

    Einen Link posten zu was spezifisch? Das finde ich etwas frech, denn man kann nach RG174 auch selber googlen und sich in die Klassifizierungen einlesen. Sei doch lieber froh darüber, dass sich jemand die Zeit genommen hat Dir Deine Frage zu beantworten. Und RG174 ist auch eine Klassifizierung eines Kabeltyps, das gibt es dann von unterschiedlichen Herstellern zu kaufen. Da darf dann jeder willige Käufer seinen Lieblingshersteller selber auswählen. :)

    Koaxialkabel ist ein Überbegriff, wobei es dabei um den generellen Kabelaufbau hauptsächlich geht, was ich bereits zu erklären versucht habe.


    Grundsätzlich kannst Du vollkommen selber entscheiden, was für ein Kabel Du nehmen möchtest.

    Das RG174 ist es richtig, dass es Coax Kabel ist?

    Also SAT Kabel?

    Ich könnte jetzt einen langen Aufsatz mit Erklärungen schreiben, was ich aber nicht möchte. Kurz gesagt RG174 stimmt (RG steht für "radio grade" bzw. "radio guide") und hat was mit amerikanischen Kabelklassifzierungen von früher zu tun, diese Bezeichnungen wurden aber in den 80er Jahren mal überarbeitet. Beim Kabel kommt es für die jeweiligen Anwendungen auf die physikalischen Eigenschaften des Kabels an. Koaxial ist der Aufbau und das Kabel ist auch für elektrische Anwendungen geeignet und auch für hohe Frequenzen, zumal es eine hervorragende Schirmung hat, flexibel ist und eine niedrige Kapazität und richtigen Wellenwiderstand aufweist.


    Als SAT-Kabel werden Koaxialkabel mit dickerem Leiter (teils 4 oder 5-facher Abschirmung) verwendet. Aber auch diese "Sat-Kabel" haben einen koaxialen Aufbau.

    Wie gesagt, es kommt bei jeder Anwendung auf die physikalischen Eigenschaften des Kabels an und da sind die physikalischen/elektrischen Anforderungen je nach Anwendung an das Kabel eben unterschiedlich.


    Gruss,

    Thomas

    Beim Kabel habe ich noch Meterware von Sommer SC-BINARY 234 über, kann ich diesen dafür verwenden oder ehr nicht?

    Wohl eher nicht, da es mit 6,2mm Durchmesser relativ groß und durch die PVC-Ummantelung wohl eher zu unflexibel ist. Außerdem ist die Kapaztität mit 115pf/m relativ hoch und auch der Wellenwiderstand mit 110 Ohm. Da gibt es deutlich geeignetere Kabel für den Zweck am Plattenspieler z.B. ein RG174.


    Gruss,

    Thomas

    Wie zuvor von mir irgendwo schonmal beschrieben, gibt es durchaus technische Gründe, die objektiv für den CS731Q bzw. CS714Q sprechen:


    Neben dem leichteren Tonarm mit einstellbarem Tuning-Anti-Resonator, bleibt die aufwendige Quarzregelung auch bei eingeschaltetem Pitch quarzstabil erhalten (beim Nachfolgemodell CS741Q ist das nicht mehr der Fall). Der Antrieb ist viel stärker als der EDS 1000/1000-2 und basiert auf dem Antrieb des CS704 (also des Motors EDS900), also dem ersten mit eingebautem Frequenz-Generator, und wurde für den EDS920 entsprechend mit diesen Eigenschaften weiterentwickelt: Der EDS920 kompensiert beispielsweise somit auch einen Plattenbesen praktisch sofort ohne große Mühe. Das schafft der frühere EDS1000/1000-2 nicht ohne manuelles nachregeln am Pitch-Poti. Dual bzw. Papst haben dafür z.B. den Luftspalt im Motor EDS920 zwischen Spulen und Magnet deutlich verringert.

    Der CS731Q war auch der erste Dual mit Frontbedienung (Tip-Tasten) und zugleich das letzte Top-Modell im Dual Gebrüder Steidinger Plattenspieler-Programm mit "alter" Chassis-Platine.


    Objektiv und technisch gesehen sind das ersteinmal Verbesserungen. Ob man das subjektiv braucht zum glücklichen Plattenhören oder eher einen in der Höhe verstellbaren Tonarm des Vorgänermodells CS721 bzw. CS704 subjektiv bevorzugt, möchte und kann ich nicht beurteilen.


    Gruss,

    Thomas

    Bei dem 731Q gibts schon dieses widerliche "Click&Lock"-System. Da muss man kaum noch was schrauben sondern biegt vorsichtig Plastiknasen beiseite um weiterzukommen.

    Das glaube ich weniger, aus eigener Erfahrung... Bist Du Dir sicher, dass das ein 731Q war, den Du da hattest und nicht vielleicht ein späterer 741Q oder noch späteres Model?


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Peter,


    ich habe verstanden, was Du meinst und mir das auch nochmal genauer überlegt und etwas nachgelesen. Grundsätzlich könntest Du mit Deiner Einsparungs-Theorie bei der Produktion durchaus Recht haben. Hier aber einige Punkte, warum ich nicht glaube, dass das so war:


    Generell ist es wohl eher so, dass Mica-Plättchen primär der elektrischen Isolierung dienen, wohingegen die Wärmeleitpaste elektrisch nicht isoliert, aber die Wärmeleitung zwischen zwei Körpern deutlich erhöht, weil dadurch schlecht wärmeleitende Lufteinschlüsse zwischen 2 Körpern (Transistor und Kühlblech) vermieden werden. Eine gute Wärmeleitfähigkeit sorgt für die Langlebigkeit des verbauten Halbleiters.


    Der Spannungsregler wird im Betrieb bestimmt wärmer als die 5 BD-Transistoren. Daher braucht der Spannungsregler den Kühlkörper wohl eher als die 4 BD-Spulentreiber plus der fünfte BD-Transistor. Die Wärmeleitfähigkeit von Glimmer bzw. Mica ist nicht so gut, wie die der Wärmeleitpaste auf Dauer. Es sollen ja durch die Wärmeleitpaste Lufteinschlüsse zwischen Spannungsregler und Kühlkörper vermieden werden, um eine möglichst hervorragende Wärmeleitfähigkeit zu gewährleisten. Luft ist ein guter Isolator und leitet Wärme nur sehr schlecht. Es macht also daher schon Sinn den Spannungsregler nur mit Wärmeleitpaste und OHNE Mica-Plättchen am Kühlblech zu montieren. Denn er wird ja im Betrieb viel wärmer, als die 5 BD-Transistoren.


    Der CS731Q/714Q waren die Top-Dual-Geräte im damaligen Dual-Programm (bis das Nachfolge-Modell CS714Q herauskam). Dual stand für langlebige deutsche Wertarbeit und für Robustheit und Zuverlässigkeit - eben für Qualität "Made in Germany". Dieser Ruf war hart erarbeitet und galt es im damaligen hart umkämpften HiFi-Markt auch so gut wie möglich zu verteidigen - auch in Übersee. Dual war schon unter Einsparzwang Ende der 70er Jahre, hat dies aber wohl nicht streng genug durchgezogen, wie man lesen kann.


    Die Gewinnspannen bei den Top-Modellen (CS7XX) waren eher kleiner für Dual, das meißte Geld wurde wohl mit der Produktion für die Industrie verdient und mit Einstiegs- und Mittelklassen-Modellen in Dual's Plattenspieler-Programm.


    Es ist z.B. auch beim CS701 auch nicht so, dass Dual wegen der besonders günstigen Germanium-Transistoren, diese verwendet hatte, anstelle von damals noch neueren Silizium-Transistoren. V.a. waren die Germanium-Transistoren schon länger am Markt erhältlich und dadurch reichlich verfügbar und ja - bestimmt auch billiger, was aber wohl nicht das entscheidende Hauptkriterium dafür war. Außerdem hat Dual nicht wirklich was dadurch gespart, da diese alle händisch ausgemessen und nach Verstärkungsgrad (hFE) händisch sortiert wurden. Das hat Dual viel Arbeitszeit gekostet, die auch bezahlt werden musste. Woher ich das weiß? Das hat Klaus (dualcan) mal erzählt.


    Fazit:

    Die optimalere Lösung für den CS731Q/714Q wäre wohl vermutlich gewesen zwei physisch getrennte Kühlbleche auf der Hauptplatine zu verbauen. Ein extra Kühlblech für den Spannungswandler und eines extra für die fünf BD-Transistoren. Das wäre aber wiederum teurer, als 5 benötigte Glimmer-Scheiben für die BD-Transistoren.


    Gruss,

    Thomas

    überhaupt klangliche Unterschiede

    Klangliche Unterschiede? Nein, die kann man auch bei einem nagelneuen und ganz sicher richtig funktionierenden Anti-Resonator eigentlich nicht "hören", aber messen. Warum? Weil der Anti-Resonator die vertikalen Resonanzen verringern soll und aus einem großen Resonanzbucker quasi 2 kleine nicht mehr so störende vertikalen Resonanzen macht. Das erhöht die Abtastsicherheit deutlich in diesem Freuquenzbereich, gerade auch in der Nähe von erzeugter vertikaler Resonanz bei Unebenheiten auf einer Schallplatte. Das ist das, was der Anti-Resonator von Dual machen soll, dafür wurde er entwickelt. Hören kann man das nicht mit den bloßen Ohren, aber messen und auch optisch sichtbar machen kann man das.


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Björn,


    da fehlt komplett die hintere Abdeckung am Tuning-Anti-Resonator. Ob die das Gewicht wirklich total aufliegt, lässt sich meißt nicht richtig einordnen, wenn man den Anti-Resonator in der Hand hält, weil er dann nicht richtig waagrecht ist. Meist lässt sich die feine Blattfeder wieder etwas nachbiegen, dafür muss der Anti-Resonator aber komplett auseinandergebaut werden. Außerdem kann die feine Blattfeder beim Biegen leicht abbrechen.


    Gruss,

    Thomas

    wacholder

    Hi Peter,


    ach so, ich glaube ich habe jetzt verstanden, was Du meinst: Das Kühlblech ist einfach nur auf die Platine gesteckt, ohne Verbindung zu einer Leiterbahn, die es mit dem Massebezug verbinden könnte. Deshalb stellt das Kühlblech seine einzige Massepotential-Verbindung, über das "Masse-Beinchen" des Spannungsregler her, richtig?


    Oder anders ausgedrückt: Aktiv selber ist das Kühlblech ohne Massepotential. Es bekommt quasi passiv, nur über die Verbindung zum Spannungsregler sein Massepotential "aufgezwungen". So meintest Du das alles Peter, richtig?


    Gruss,

    Thomas


    Wenn das Kühlblech keine Masse haben sollte, warum wird dann nicht empfohlen, ein Mica-Plättchen dort einzusetzen. Wir tauschen ja auch Kondensatoren aus reiner Vorsorge aus.

    Dual hat das doch quasi empfohlen, durch eine Änderungs-Mitteilung, die damals versendet wurde. Oder was meinst Du genau, Hans? Ab Werk waren immer schon sowohl Mica-Plättchen, als auch Wärmeleitpaste "montiert" worden.


    Gruss,

    Thomas

    Aber soweit ich mich entsinne, stützt sich das nur an zwei vierkantig ausgestanzten Stellen *in* das Board.

    Es ist als solches mit keinem Potential verbunden, es ist mit nichts verschraubt oder verlötet (da aus Aluminimum).

    wacholder

    Hi Peter,

    also die Hauptplatine vom 731Q steckt doch im Motor über die Steckverbindung, und es gibt ja daneben auf der Hauptplatine noch weiter Steckerverbindungen mit Kabeln (Stroboskop, Strom-Input vom Trafo, Potentiometer der Zargenfront usw.) und das zusätzlich zu den Platinen-Steckverbindungen. Oder nicht? Ich verstehe Dich gerade jedenfalls so, als ob das Masseblech ohne verbauten Spannungsregler überhaupt keinen Massebezug hätte? Warum nicht, woran siehst erkennst Du das?


    Klar, durch das Masseblech liegt der Spannungsregler an Masse mit dem Kühlblech und über das Kühlblech dann auch an den 5 anderen Transistoren. Aber bekommt das Masseblech seine Massepotential wirklich nur allein durch den eingebauten Spannungsregler bzw. sein "Masse-Beinchen"?


    Beim EDS1000-2 z.B. ist das Kühlblech ja auch mit Massebezug und da ist auch eine Mica-Scheibe und Wärmeleitpaste vorhanden...


    Was übersehe ich da, frage ich mich gerade, damit ich das richtig verstehe? :/


    Gruss,

    Thomas

    Der ohne Isolierscheibe auf das Kühlblech geschraubte 15V-Regler 78M15 hat leider auch einen Pin an der Kühlfläche liegen: dummerweise die Masse. Dadurch ist das Kühlblech nicht potentialfrei, sondern liegt über den Mittelpin des Spannungsreglers und dessen unisolierter Kühlplatte erst an Masse.

    wacholder

    Hi Peter,


    das habe ich jetzt nicht verstanden, wie Du das meinst, denn selbst ohne montiertem Spannungsregler, hätte das Kühlblech doch einen Massebezug, durch die Stecker (z.B. zu den anderen Platinen und dem Motor). Oder ist das falsch und ich übersehe da etwas?


    Gruss,

    Thomas