Beiträge von vinylfan78

    Ja, danke. Hatte ich aber schon gelesen :) . Da wurde das Thema allerdings - für mich zumindest leider - nur oberflächlich mal angesprochen (Werkzeugkosten zu hoch, Wechsler heute praktisch bedeutungslos). Mir geht es bei meiner Frage v.a. um den rechtlichen Aspekt und um das heutige Vorhandensein des Know-How, da es keine technischen originalen Unterlagen von damals aus der Entwicklung mehr gibt.


    Gruß,

    Thomas

    dualfred


    Wie ist das denn eigentlich mit den Teilen für die Automatik und den dazugehörigen (alten) Maschinen, die wohl Fehrenbacher gehören? Dies ist doch noch die originale Mechanik bzw. Automatik von Dual Gebr. Steidinger, oder?

    Gibt es da Möglichkeiten diese in einen neuen Plattenspieler zu integrieren (Kosten mal außen vor gelassen)? Ich meine vom Patent her und den technischen Eigenschaften? Das Know-How dieser präzisen ausgereiften und praktisch jahrzehntelang erprobten Feinmechanik (sozusagen das "Herz" von Dual) sollte doch möglichst nicht in fremde Hände geraten und bei der Markte Dual bleiben?

    Auch gibt es doch in St. Georgen vielleicht noch ehemalige Dual-Mitarbeiter mit feinmechanischem Know-How, welches in die neuen Geräte einfließen könnte?

    Oder kurz gefragt: Ist nun die Marke Dual von Ihrer präzisen originalen Feinmechanik vorerst bzw. dauerhaft getrennt worden?


    Wäre es technisch und rechtlich überhaupt möglich eine Dual CS721 oder CS731Q originalgetreu nachzubauen bzw. neu aufzulegen (Kosten mal außen vor gelassen)?


    Danke und Gruß,

    Thomas

    dualfred

    Auch ich würde mich mich über Antworten zu meinen Fragen in post 61 sehr freuen. Ich bin da echt neugierig und gespannt auf die Antworten... :)


    Gruß,

    Thomas

    Hi,

    weiß nicht welche SAS Nadel das war, aber meine SAS Bor am V15 III geht mit 330-360pF abgeschlossen auf 0,5dB glatt bis 19kHz. Kein peak keine Höhenbetonung, nichts. Eines der messtechnisch glattesten MM Systeme das ich kenne.

    Das finde ich sehr interessant. Wie hast Du den Frequenzgang ermitteln bzw. messen können? Würde das gerne nachvollziehen.

    Danke im Voraus.


    Gruß,

    Thomas

    Ich finde es toll, dass nun versucht wird die Marke DUAL wieder in dem Glanz strahlen zu lassen, der ihr gebührt. Viel Erfolg der neuen Dual GmbH und Alfred mit seinen technischen Ideen. Ich denke doch, dass da durchaus Potential besteht für sehr gute Plattenspieler auf technisch hohem Niveau. :):thumbup: Allerdings besitzt Fehrenbacher das technische Know-How für die gute alte originale Feinmechanik... Bin gespannt, ob das transferiert werden kann zur Dual GmbH.


    dualfred

    Mich würde interessieren, ob die Antiskatingeinrichtung so wie früher funktioniert und wie diese geeicht ist? Vielleicht sogar wie früher dreiskalig?

    Weißt Du (oder jemand hier), wie das Fehrenbacher macht? Haben die noch Skato-O-Meter und Messschallplatten?


    "Precision makes the difference in performance" war bei Dual Steidinger der Werbeslogan international. Das hat sich neben dem Motor für mich v.a. immer an der masselosen Auflagekraft, mit dem kardanisch aufgehängtem Tonarm und einer präzise geeichten Antiskating-Einrichtung, gezeigt, im Zusammenspiel mit einer traumhaft ruhigen und ausgetüfftelten präzisen Feinmechanik.

    Wie viel von diesen originalen Kernkompetenzen der Plattenspieler von Dual Steidinger kann man in Zukunft bei den neuen Modellen erwarten? Ich denke, durch diese genannten Eigenschaften hob sich DUAL immer positiv von seinen Konkurrenten am Markt ab. Und dies muss auch heute noch geschehen, um sich positiv von den Konkurrenten wie Pro-Ject oder Rega deutlich zu unterscheiden. Ich denke auch, dem heutigen Laien müssen diese Vorzüge wieder - wie früher - durch gute Werbung technisch erklärt werden, um den deutlichen Nutzen eines DUAL gegenüber der Konkurrenz am Plattenspielermarkt erkennen zu können.


    Gruß,

    Thomas

    Mir geht es hier wirklich darum den originalen Antiresonator des CS701 wieder herzurichten. Das ein anderes Gewicht nutzbar ist, weiß ich. Ich halte allerdings sehr viel vom Antiresonator-Prinzip von Dual. :)


    Ist der Käfig des Antiresonators denn verkantet arretiert? Lässt sich der Kleber durch drehen des Käfigs vielleicht einfacher lösen? Ich möchte den Käfig mit seinem Gitter nicht zerbrechen durch zu viel Druck. Kennt da jemand einen guten Trick, der bei demjenigen schon funktioniert hat?


    Gruß,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    weiß jemand wie ich am besten das Antiresonator Gegengewicht des Dual CS 701 öffnen kann um die Feder zu reparieren? Ich bekomme den Käfig nicht auf und möchte dabei nichts falsch machen oder beschädigen.


    Danke schonmal im Voraus für hilfreiche Tipps und Erfahrungen hierzu.


    Gruß,

    Thomas

    Das ist schon klar. Heißt denn "laminieren" nicht mehrere dünne für sich einzelne Schichten (Lamellen) zu einem Ganzen, also einer fest verbundenen Einheit, zusammenzufügen? Zudem ich in älteren Fachzeitschriften immer nur von Laminierungen bei Eisenkernen für den Trafo und laminierten Polkernen bei Tonabnehmern gelesen habe. Laminierungen sind doch dünne Aufeinanderschichtungen mehrerer dünner Platten oder Scheiben (eben einzelner Lamellen). :/

    Die Übersetzung aus dem Englischen von "laminated" heißt sowohl "laminiert" als auch "mehrteilig bzw. in Lamellen unterteilt" aufgebaut.


    Lamellieren heißt also in mehrere einzelne für sich isolierte Schichten mehrteilen/aufteilen. Laminieren bezeichnet das Zusammenfügen mehrerer für sich einzelner isolierter Schichten zu einer Blockeinheit (z.B. besteht Bodenlaminat aus mehreren einzelnen unabhängigen aber dann miteinander verklebten dünnen Holzschichten (Lamellen) zu einer Laminatplatte).


    Aber wie dem auch sei, letztendlich sind es viele einzelne für sich isolierte dünne Eisenbleche und erst durch die vielen dünnen getrennten Schichten, anstatt eines durchgehenden Kerns, werden ja genau v.a. Wirbelstromverluste reduziert. D.h. im Eisen wird ein elektromagnetisches Feld induziert, was einen Stromfluss zirkulieren lässt. Und viele kleinen Wirbelströme in den einzelnen isolierten Laminierungen bzw. Lamellen, sind immer verlustärmer als ein großer Wirbelstrom in einem massiven Eisenblock bzw. nicht unterteilten Polkern. Ich denke der Wortstamm ist der gleiche, wobei laminieren eben meint dünne Schichten zusammenzufügen und lamellieren das "aus mehreren Schichten bestehend machen". So habe ich das jedenfalls immer gelesen und verstanden. ^^


    Aber auch ich lerne natürlich gerne Neues dazu, falls das nicht so sein sollte :) .

    Hallo Christian,


    ja, mit der richtigen Kapazität dahinter ist die Reihenfolge des linearen Frequenzgangs wohl so richtig, wie von Dir aufgezählt.


    Vorsicht, nicht von JICO verwirren lassen:

    Der bessere ML Schliff von JICO ist der SAS "Super Analog Stylus". Das ist ein Markenname von JICO für diesen leicht veränderten ML-Schliff in Kombination mit 3 verschiedenen Nadelträgern: aus Boron (deutsch: Bor), aus Diamant und abgeflachten "tapered" Cantilever aus Saphir. Der Diamant ist immer der gleiche.


    Ursprünglich gab es für das Shure V15 Type III folgende OEM Nadeln: G (Rundschliff, ganzer Diamant, bei Markteinführung des V15 Typ III), E (elliptisch, ganzer Diamant, bei Markteinführung des V15 Type III), ab Ende der 1970er bis ca. Ende 1981 den hyperelliptischen Schliff und dann noch den Micro-Ridge MR Schliff bis ca. 2005 von Shure, der im wesentlichen einem weniger feinen SAS-Diamanten entspricht, was die Schliffmaße angeht.


    JICO meint bei deren Bezeichnung, dass die SAS für die originale E oder HE als Ersatz (mit damit natürlich einem Upgrade, wegen feinerem Schlilff durch SAS) einsetzbar ist. Nochmal, der SAS-Diamantschliff ist bei allen SAS-Varianten gleich. Und bei Boron, Diamant oder tapered Saphir geht es nur um den Nadelträger (Cantilever). Da geht es um Eigenschaften wie hohe Steifigkeit bei geringster Masse des Nadelträgers und Stabilität. Ich persönlich mag die Boron-SAS.


    Gruß,

    Thomas

    Hallo,

    ein Shure V15 III hat einen sehr hochwertigen Generator (das Innenlebens des Tonabnehmer, in dem der Stylus bzw. Tonnadel sitzt). Erstmals gab es einen laminierten Polkern, dadurch weniger "Energieverluste" und ein flacherer Frequenzgang mit dem originalen Stylus bzw. einem originalgetreuen Nachbau, welcher sich an den originalen Shure-Vorgaben orientiert. Dieser sollte dann bis höchstens 1,25p Auflagekraft haben. Es gibt nur sehr wenige gute Nachbauten, die das können. Es wurde in Benutzung mit den originalen Shurenadeln (elliptisch, hyperellitpisch und Micro-Ridge) für einen optimalen linearen Frequenzgang mit einer Gesamtkapazität von 400-500pF empfohlen und entsprechend konstruiert.


    Die neue AT 95 VM Reihe hat eine gute Befestigungsmöglichkeit und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, wobei das beste wohl mit der ML-Nadel ist. Seit Anfang der 1980er Jahre ist das (MR/ML, je nach Namensgebung des Tonabnehmerherstellers) die Krönung des Nadelschliffs, mit wenigen kleinen Anpassungen für Anbieter wie JICO, oder damals natürlich v.a. Shure. Die heutige SAS-Nadel ist noch etwas minimal feiner in den Maßen als der Shure MR-Schliff aber alles sonst der selbe Schliff. Über die Maße des ML-Schliffs von Audio-Technica ist mir nichts Genaueres bekannt.

    Weniger vorteilhaft ist der nicht-laminierte Polkern und eine härtere Nadelaufhängung woraus eine empfohlene Auflagekraft von 2p von Audio-Technica angegeben wird. Es wird eine Kapazität von höchstens 200pf empfohlen um den Frequenzgang so linear wie möglich zu halten.


    Gruß,

    Thomas

    Hallo zusammen,

    dieses Schild gab es so nur bei 3 Modellen: CS704, CS721 und CS714. Weltweit gab es da bei diesem Schild definitiv KEINE Unterschiede. Das Schild und "Made in Germany" waren ab Werk schwarz bemalt. Silbermetall hervorgehoben (also unbemalt) war überall nur "ELECTRONIC DIRECT DRIVE". Das geht aus diversen deutschen und für Kanada und USA bestimmte Broschüren und Prospekten hervor. Die waren alle sehr schön bebildert. :)

    Das Schild war/ist in der Originalzarge mit 2 Zapfen ins Holz eingepresst. Auch in den USA und Kanada wurde der CS704 und CS721 in den gleichen Zargen wie in Deutschland verkauft. Ganz anders als Jahre davor noch nur die Chassis dorthin exportiert wurden und dann von United Audio eigene Zargenkonsolen ohne Boden für die Reibradler verkauft wurden. Auch der CS701 hatte in Kanada und USA bereits die europäischen Zargen, allerdings tauchte dieses Schild zuerst beim CS721 auf, dann CS704 und zuletzt beim CS714.


    Gruß,

    Thomas

    Hi Karl,


    hier (RE: Frage zum Nadelschliff bzw. Anti-Skating einstellung) wurde das Antiskating erst kürzlich etwas ausführlicher besprochen (am besten den Threadverlauf ganz von Anfang lesen) und ich bin auch auf den Hintergrund zur Skatingkompensation (d.h. Anti-Skating) von Dual etwas eingegangen und was die DUAL-Ingenineure dazu so entwickelt haben - auch im Bezug auf die verschiedenen Nadelschliffe. Dann gibt es hier im Board noch andere Threads mit Bildern und Infos zum Antiskating und dem Skate-O-Meter.


    Viele Grüße,

    Thomas

    Danke Richard. Hatte mir auch schon überlegt, dass zumindest man beim CS701 den IC LM709 durch einen IC LM741 ersetzen können müsste. Klar ist auch, dass die für den 709 zuvor benötigte externe Frequenzkompensation dann logischerweise entfallen muss, da der IC LM741 diese bereits im Chip integriert hat.

    Ohne Zusammenhang zum IC: Entfernt man dann noch das überflüssige Relais der ersten Serie beim CS701 werden so die benötigten Bauteile auf dieser Platine immer weniger und der CS701 läuft dennoch noch innerhalb der Spezifikationen unbeirrt weiter ^^:thumbup:


    Was den CS721 anbelangt:

    Ich bin einfach neugierig, ob es für den nun schon betagten IC 741 mittlerweile keinen vergleichbaren Nachfolger mit den gleichen Spezifikationen gibt. Immerhin ist der IC741 (70er Jahre) ja der direkte Nachfolger des IC709 (späte 60er frühe 70er Jahre) und seitdem wird dieser scheinbar einfach immer so weitergebaut bis heute...!?


    Auch wenn das keine merklichen positiven Auswirkungen auf die Schaltung hat, würde es mich halt einfach interessieren. :)


    Gruss,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    kann man den LM741 beim Dual 721 durch eine moderne Alternative (z.B. LF356 oder andere ICs) ohne sonstige Veränderung auf der Platine einfach ersetzen und dadurch die Schaltung verbessern?


    Den IC709 für den Dual 701 gibt es ja auch nicht mehr als Chip zu kaufen. Der LM741 ist aber nicht einfach ohne Veränderung auf der Platine des CS701 zu verwenden, da der LM709 Komponenten für die Frequenzkompensation extern diskret auf der Platine verbaut hat. Gibt es denn für den IC709 einen moderneren und problemlosen Ersatz?


    Kann man durch einen moderneren IC generell die Schaltung vorteilhaft verbessern (besserer Gleichlauf usw.)?


    Freue mich auf fachkundige Ideen und Vorschläge zu diesem Thema. :)


    Gruss,

    Thomas

    Hallo Andreas,


    wenn Du die Nadel vorsichtig, ohne sie kaputt zu machen, aus dem Tonabnehmer nehmen kannst und hier Bilder von oben und von vorne davon machen kannst, würde das sehr helfen Deine Frage besser beantworten zu können. Das Schild mit dem Aufkleber "Special Tracking" weisst aber schonmal auf einen Nachbau hin, insebsondere auch dann, wenn nirgends Shure oder VN 35 E-M steht.


    Gruss,

    Thomas