Hallo, mein Problem ist ein 4 poliger Motor aus einem 1214 Hifi. Sowie eine ähnliche Situation beim Umbau eines 1237a aus einer Grundig Musikanlage. Hier klebt ein Aufkleber mit 125 Volt (10Watt) auf dem Chassis. Ich habe diese in ein normales kleines Gehäuse gebaut. Da wurde der Motor bis zu 85 Grad heiß.... das war keine gute Idee.
möchte aber gerne verstehen wie man das errechnet. Für die Zukunft.
Ich habe nämlich noch so ein Gerät das ich gerne in ein HS37 einbauen würde.. hier kommt aber 150 Volt vom Trafo. Also 25 Volt zuviel. Da wäre es hilfreich wenn man so was errechnen könnte.
da muss man zunächst einmal messen. Welcher Strom fließt beim Anschluss des gewarteten Motors an der Spannung, für die der Motor vorgesehen ist (Nominalspannung). Eigentlich sollte der Motor sogar eingebaut sein - wegen der Reibung). Die Berechnung des Vorwiderstandes geschieht dann nach dem Ohm´schen Gesetz. Also die Differenz aus der Spannung, mit der der Motor betrieben werden soll und der Nominalspannung geteilt durch den Motorstrom ergibt den Widerstand. Das ist irgendetwas krummes - ich verwende den nächst größeren Normwert. Also in meinem Fall: (230 Volt-150 Volt) / 0,085 Ampere = 941 Ohm. Also 1000 Ohm ist der nächste Wert - ich habe dann sicherheitshalber 1200 Ohm genommen. Die Verlustleistung beträgt dann 80 Volt * 0,085 Ampere = 6,8 Watt. Zur Sicherheit mindstens die 1,5 fache Belastbarkeit. Ich habe diesen großen Widerstand (50 Watt) verwendet, weil er einfach zu montieren war und auch nicht sonderlich teuer. Die nominellen 50 Watt kann er allerdings nur verheizen, wenn er auf einen großen Kühlkörper montiert ist. Dein Widerstand besitzt ein kleineres Gehäuse für 25 Watt. Der wird also wärmer. Nimm den 50 watter - der kostet nur einige Cent mehr.
Ich hoffe, damit deine Frage beantwortet zu haben. Ich vermute auch, dass der vierpolige Motor des 1214 Hifi eine ähnliche Stromaufnahme aufweist. dann sollte das passen.
schön wenn Dir das hilft. Aber immer daran denken: Das ist Netzspannung. Richtig gefährlich. Alle Kabel müssen richtig fest verlötet sein und mit Schrumpfschlauch berührsicher isoliert werden. Weil kein Schutzleiter da ist - auch auf Isolation gegen die Platine achten. Spiralschlauch ist da recht brauchbar.
Wie gesagt: Vorsicht! Bevor Du irgend etwas anfasst - Stecker aus der Steckdose ziehen. Damit Du noch lange Musik mit den Dualplattenspielern hören kannst.
Ach ja - die Platine wurde ein wenig warm - aber das war nicht wirklich erwähnenswert. Ich habe keine Belüftungslöcher gebohrt. etwa 7 Watt in den großen Gehäusen machen da nicht viel aus. Im Zweifelsfall mal ein Thermometer an die Platine halten.
So, alles erledigt, Widerstand drin, so ähnlich wie auf deinem Bild.
Motor schön kühl.
ABER.. wenn ich messe habe ich nach wie vor 230 Volt hinter dem Widerstand. Ist das richtig?
Der wird auch, gemessen mit Laserthermometer direkt auf dem Widerstand, 112 Grad heiß, ist das so richtig??
Sorry wenn ich mit so blöden Fragen komme. Mir ist schon klar das die Energie die der Widerstand reduziert in Wärme umgewandelt wird.
Nur zu Absicherung.
Gruß Holger
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Holger Schmitz
Hallo, mein Problem ist ein 4 poliger Motor aus einem 1214 Hifi. Sowie eine ähnliche Situation beim Umbau eines 1237a aus einer Grundig Musikanlage. Hier klebt ein Aufkleber mit 125 Volt (10Watt) auf dem Chassis. Ich habe diese in ein normales kleines Gehäuse gebaut. Da wurde der Motor bis zu 85 Grad heiß.... das war keine gute Idee.
Ich habe mir jetzt diese Widerstände rausgesucht,
https://www.reichelt.de/drahtw….html?&trstct=pol_5&nbc=1
möchte aber gerne verstehen wie man das errechnet. Für die Zukunft.
Ich habe nämlich noch so ein Gerät das ich gerne in ein HS37 einbauen würde.. hier kommt aber 150 Volt vom Trafo. Also 25 Volt zuviel. Da wäre es hilfreich wenn man so was errechnen könnte.
Gruß Holger Schmitz
RoemerSt
Hallo Holger,
da muss man zunächst einmal messen. Welcher Strom fließt beim Anschluss des gewarteten Motors an der Spannung, für die der Motor vorgesehen ist (Nominalspannung). Eigentlich sollte der Motor sogar eingebaut sein - wegen der Reibung). Die Berechnung des Vorwiderstandes geschieht dann nach dem Ohm´schen Gesetz. Also die Differenz aus der Spannung, mit der der Motor betrieben werden soll und der Nominalspannung geteilt durch den Motorstrom ergibt den Widerstand. Das ist irgendetwas krummes - ich verwende den nächst größeren Normwert. Also in meinem Fall: (230 Volt-150 Volt) / 0,085 Ampere = 941 Ohm. Also 1000 Ohm ist der nächste Wert - ich habe dann sicherheitshalber 1200 Ohm genommen. Die Verlustleistung beträgt dann 80 Volt * 0,085 Ampere = 6,8 Watt. Zur Sicherheit mindstens die 1,5 fache Belastbarkeit. Ich habe diesen großen Widerstand (50 Watt) verwendet, weil er einfach zu montieren war und auch nicht sonderlich teuer. Die nominellen 50 Watt kann er allerdings nur verheizen, wenn er auf einen großen Kühlkörper montiert ist. Dein Widerstand besitzt ein kleineres Gehäuse für 25 Watt. Der wird also wärmer. Nimm den 50 watter - der kostet nur einige Cent mehr.
Ich hoffe, damit deine Frage beantwortet zu haben. Ich vermute auch, dass der vierpolige Motor des 1214 Hifi eine ähnliche Stromaufnahme aufweist. dann sollte das passen.
Grüße aus Siegen,
Rainer
Holger Schmitz
Lieber Reiner
Du hast mir sehr geholfen.
Da habe ich mal wieder was für meine grauen Zellen zum tüfteln.
Vielen dank
Holger Schmitz
Holger Schmitz
Ich habe hier 3 Dreher mit 125 - 150 Volt. 2 aus alten Grundig Anlagen.
Die finde ich in einem kleinen schwarzen Gehäuse echt schick. Mit der extravaganten Tellerplatte.
Und einen 1214 aus einer HS Anlage.
Jetzt habe ich zumindest die Option die umzubauen. Die Idee mit der Distanz zu Gehäuse ist übrigens super.
Ich überlege nur ob ich noch ein oder zwei Löcher in die Zarge am Boden bohre damit eine Durchlüftung gegeben ist.
Am besten unter dem Widerstand. Nach oben kann es ja durch den Rand des Chassis abziehen.
RoemerSt
Hallo Holger,
schön wenn Dir das hilft. Aber immer daran denken: Das ist Netzspannung. Richtig gefährlich. Alle Kabel müssen richtig fest verlötet sein und mit Schrumpfschlauch berührsicher isoliert werden. Weil kein Schutzleiter da ist - auch auf Isolation gegen die Platine achten. Spiralschlauch ist da recht brauchbar.
Wie gesagt: Vorsicht! Bevor Du irgend etwas anfasst - Stecker aus der Steckdose ziehen. Damit Du noch lange Musik mit den Dualplattenspielern hören kannst.
Ach ja - die Platine wurde ein wenig warm - aber das war nicht wirklich erwähnenswert. Ich habe keine Belüftungslöcher gebohrt. etwa 7 Watt in den großen Gehäusen machen da nicht viel aus. Im Zweifelsfall mal ein Thermometer an die Platine halten.
Grüße aus Siegen,
Rainer
Holger Schmitz
So, alles erledigt, Widerstand drin, so ähnlich wie auf deinem Bild.
Motor schön kühl.
ABER.. wenn ich messe habe ich nach wie vor 230 Volt hinter dem Widerstand. Ist das richtig?
Der wird auch, gemessen mit Laserthermometer direkt auf dem Widerstand, 112 Grad heiß, ist das so richtig??
Sorry wenn ich mit so blöden Fragen komme. Mir ist schon klar das die Energie die der Widerstand reduziert in Wärme umgewandelt wird.
Nur zu Absicherung.
Gruß Holger