Beiträge von RoemerSt

    Hi Fabian,

    was meinst Du mit "angucken". Defekten Bauteilen kann man meist den Defekt nicht ansehen - die müssen gemessen werden. Dazu benötigst Du mindestens ein Multimeter und gute Messstrippen. Besitzt du so ein Gerät? Wenn nicht, würde ich über dessen Anschaffung nachdenken.

    Meine Meinung zum CV40: Ich habe letztes (oder vorletztes) Jahr (ogott - Tempus fugit) einen revidiert. Diese Verstärker sind mindestens ein halbes Jahrhundert alt. Darum solltest Du eine komplette Überarbeitung in Betracht ziehen, wenn Du langfristig damit Musik hören willst. Also alles tauschen, was Elektrolyt enthält (bis auf den Ladeelko). Alle Trimmer auf der Endstufe gegen gekapselte Bauteile tauschen (einer dieser Trimmer könnte übrigens die Ursache deines jetzigen Problems sein). Endstufe danach neu einstellen (Ruhestrom und Symmetrie). Die Potis auf der Vorverstärkereplatine waren bei meinem Exemplar ohne Fehler. Ach ja - Knallfrosch tauschen und Trafo auf 40 Volt umlöten. Ich habe auch noch einen Umbau, der hier im Board vorgestellt wurde, durchgeführt. Dabei wird ein Transistor durch ein Transistorpaar ersetzt - hat prima funktioniert.

    Dazu muss leider der Verstärker mehr oder weniger komplett auseinander gebaut werden. Dafür benötigte ich ein Wochenende (Naja - nicht ganz) und zwei oder drei Abende....Ist halt Hobby.

    Wenn der Verstärker nicht überholt wird, halte ich es für wahrscheinlich, dass der nächste Ausfall nicht lange auf sich warten lässt.

    Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, wie weit man bei einer Wiederherstellung gehen soll - das ist meine Meinung (Alles raus, was verdächtig ist...)

    Wenn man systematisch und besonnen vorgeht, kann das auch ein Anfänger mit hilfe des Forums schaffen.

    Gruß,

    Rainer

    Ja Gernot,

    Kupfer ist sicherlich auch möglich. Kuoferbleche in 0,7 mm (oder bis 1 mm) kann man sicherlich irgenwo kaufen. Es gibt noch einige andere Werkstoffe, die vielleicht fünktionieren würden. Die Lager von Verbrennungsmotoren waren z.B. teilweise mit Weißmetall ausgeführt. Diese Lager sind allerdings hydrodynamisch - die bauen einen Schmierstofffilm durch die Bewegung auf. Das wird beim Plattenspieler so nicht funktionieren.

    Aber ein Stückchen Kupferblech könnte mal versuchen zu bekommen. Das Stanzen sollte auf unserer Prüfmaschine möglich sein.

    Gruß,

    Rainer

    Hallo Jan,

    wir verwenden Ampco 25 für Umformwerkzeuge. Druckfestigkeit ist bei ca. 1580 MPa, Rockwellhärte bei 40 HRC. Da braucht es schon gehärtete Stahlwerkstoffe um solche Werte zu erreichen. Wenn sich - wie ab und zu beschrieben - durch die Madenschraube am Pulley schon ein Grat bildet, dann ist der Werkstoff der Welle nicht gehärtet. Die Messung der Oberflächenhärte an der doch stark gekrümmten Wellenöberfläche ist nicht wirklich trivial. Wir bekommen aber - vermutlich in einem viertel Jahr - ein neues Härteprüfgerät. Vielleicht ist der Diamant ausreichend klein, dann messe ich das mal.

    Daher würde ich Ampco nicht an dieser Stelle verwenden. Ich vermute wie gesagt Messing als Originalwerkstoff, Die Verwendung der Kunststoffe POM oder Teflon sind sicherlich auch einen Versuch Wert.

    Soweit meine Einschätzung,

    Gruß,

    Rainer

    Hi Jan,

    meines Wissens ist das Messing. Vermutlich Ms63. Den Wärmebehandlungszustand kenne ich nicht. Ich könnte aber mal die Härte Messen.

    Ampco solltest Du nicht verwenden, das ist deutlich zu hart. Da läuft dann nicht der Lagerspiegel ein, sondern die Welle nutzt sich ab. Dann ist der Motor hin.

    Gruß,

    Rainer

    Hallo Ernst,

    ich hatte mal was ähnliches bei einem 1215. Da hatte ich nach dem Wechsel der Bedienhebel das Teil 240 auf eine falsche Höhe eingestellt. Dadurch kam die Schiene nicht weit geng an das Chassis. Bei mir stimmten dann die Aufsetzpunkte nicht - ich habe bestimmt 2 Stunden gesucht...

    Vielleicht trifft das auf deinen Fall nicht zu.

    Gruß,

    Rainer

    Hi,

    nur zur Klarstellung:

    Zitat

    Unterschied zum 1215 kann sein, dass der 1215 einen wahrscheinlich einen Blechteller hat, während der 1218 einen Gussteller hat, der eine wesentlich höhere Solidität ausstrahlt.

    Der 1215 hat keinen Blechteller, sonder auch einen Gussteller. Der wesentliche Unterschied zu 1216 ist der Profiltonarm des 1215.

    Klugscheißermodus aus. :)

    Gruß,

    Rainer

    Hi Andreas,

    auch wenn der Spieler gut läuft - wie bereits geschrieben - zuerst den Modeselektor und dann den Motor warten. Fasse die Tonhöhenverstellung nicht an, bis das neu geschmiert (und ggf. auch mit einem neuen Gummi) versorgt ist. Wenn die Plastikteile brechen wird das dann schon richtig aufwändig.

    Gruß,

    Rainer

    Hi Basti,

    ein größerer Widerstand - also einer mit größerer Oberfläche ist schon sinnvoll. Diese Keramikwiderstände verlieren ihre Leistung im wesentlichen aber nicht durch Strahlung sondern durch Eigenkonvektion an die umgebende Luft. Darum ist Platz drumherum wichtig. Und je größer die Oberfläche, desto kühler bleibt die Oberfläche auch. Eine Verdoppelung der Oberfläche ist gut durch Paralellschaltung mehrerer Widerstände zu erreichen. Dabei muss der Gesamtwiderstandswert natürlich erhalten bleiben.

    Viel Erfolg,

    Rainer

    Dir auch ein erfreuliches neues Jahr Peter.

    Ja - ein wenig verrückt ist man dann schon. Und nachdem die kWh Strom eher das Dreifache der kWh Gas kostet ist das eher kein Geschäft. Dafür klingt die Gastherme nicht so gut. :)

    Gruß,

    Rainer

    Hi Berthold,

    wenn Du das Teil dann fertig hast und mit Freude eine Platte damit hörst, ist die Frage nach dem Aufwand erledigt. Welchen technischen Sinn hat es, dass ich heute noch Röhrenradios repariere?

    Viel Erfolg,

    Rainer