Beiträge von Puuhbaer68

    Hans,
    ich finde nicht, dass du dich "unglücklich" ausgedrückt hast.


    Sicherlich hat Thomas mit den physikalischen Begebenheiten recht. Das zweifele ich als E-Techniker auch nicht an.


    ABER auch ich finde, dass das Thema viel zu hoch gekocht wird. Da wird auf Grundlage der (richtigen) Physik geradezu so getan, als könne man mit einem zu hoch/zu niedrig abgeschlossenen Tonabnehmer keine Musik mehr hören und bekäme sofort Ohrenkrebs.


    Ich (!) bin mir sicher, dass Viele hier im Board (die wir ja fast alle nicht mehr die Jüngsten sind ;)) den Unterschied zwischen 100pF und 300pF Abschluss eines ATs NICHT hören würden! Jedenfalls nicht, wenn es keine direkte Umschaltung (zweier gleicher Systeme an unterschiedlichem Abschluss) gäbe. Und in einem Blindtest wahrscheinlich auch nicht.


    Ich (!) bin mir genau so sicher, dass Viele hier es "trotzdem" (glauben zu) tun, nur weil sie wissen, wie sie ihren TA abgeschlossen haben. Wüssten sie es nicht, würden sie es auch nicht hören!


    Reine Psycholigie.


    Von den schon erlebten Aussagen mal ganz abgesehen, in denen Leute meinten, sie würden mit 60 noch die 20kHz "einwandfrei" hören, weil sie ja gerade beim HNO-Arzt einen Hörtest "bestanden" hätten (der aber nur bis 8kHz geht :P).


    Auch schon miterlebt:

    Da wird dann an den Farädern so lange rumgeschraubt ;), bis sie aufs pF so sind, wie es der TA-Hersteller gerne vorgibt - und die Boxen stehen ins Eck gequetscht, man sitzt meilenweit außerhalb des Stereodreiecks und/oder man passt den Klang per "schön warmer Röhre" am Phono-Pre an, dass er einem gefällt.

    Wie passt sowas zusammen?


    Mir (!) geht es darum (NICHT, ob es technisch richtig ist, oder nicht*):

    Wenn mir ein paar pF zu viel oder zu wenig tatsächlich so das Musikhören vermiesen würden, dann würde ich sofort auf CD umsteigen .....



    Hörst du schon - oder passt du den TA noch an? 8)


    *= Bei einer falschen Anpassung geht hier ja nichts kaputt, man gfefährdet Nichts und Niemanden.

    Wäre durch eine technisch falsche Anpassung eine Gfährdung zu erwarten (wie es in vielen anderen Bereichen der E-Technik ist), würde auch ich als E-Techniker auf eine richtige Auslegung pochen.

    Habe auf meinem CS5000 auch den Thakker-Riemen, der läuft bei mir einwandfrei.

    Ich würde auch sagen, das bei dir hatte wohl was mit den Füßen zu tun ....

    Der Tonabnehmer ist eine Spule (bzw. 2 Spulen). Spulen stellen im Stromkreis eine Induktivität dar (Kondensatoren eine Kapazität - Induktivitäten und Kapazitäten wirken gegenläufig).

    Werden diese Spulen von Wechselstrom verschiedener Frequenzen durchflossen (beim TA werden diese generiert, weil sich (bei einem MM-Abnehmer) ein Magnet in der Spule "hin-und her bewegt", da die Nadel der Rille folgt), so ändern sich die Widerstände frequenzabhänig. Ein solcher frequenzabhängiger Wiederstand (bitte nicht mit ie schreiben!) nennt man Impedanz.


    Vereinfacht ausgedrückt:

    Die Anpassung der Abschlusskapazität ist nötig, weil der Stromkreis aus Spule (Induktivität des TA) und Kondensatoren (im Phono-Vorverstärker, Kapazität) einen Schwingkreis bilden, der je nach Auslegung (welcher TA mit welchen Werten) angepasst werden muss, damit der Frequnezverlauf möglichst linear ist.

    Passat

    Ach - und ohne die Anzeigen am Verstärker wäre der Lautsprecher nicht kaputt gegangen?

    Verstehe ich nicht.


    phonesmoke
    Wenn dich das "wandernde" Strobo stört, dann repariere den Speiler doch so, dass es nicht wandert - oder kauf dir doch einen, bei dem es nicht wandert.


    Bei keinem meiner bisherigen Japan-Dreher (die fast alle einen Einschaltknopf hatten) - war jener jemals kaputt. Und das Strobo wanderte auch nicht, selbst ohne Quarz-Regelung, selbst ohne "warmlaufen lassen".


    Und was ist an diesen (wie du es nennst) "Blingbling" so schlimm? Stört es das Abspielen der Platten? Oder stört es nur dich?

    Ich hab´s schon mal in einem anderen Thread geschrieben:

    Auch Spieler mit Quarz-Regelung können mit falscher Geschwindigkeit laufen!


    Und nicht Jeder, phonesmoke, hat ein absolutes Gehör und erkennt, ob die 440Hz nun 440Hz oder 443Hz sind.


    Ich hatte schon 2 quarz-geregelte Spieler, bei denen die Geschwindigkeit nicht stimmte. Unter anderem auch einen Dual! Da ist ein Strobo schon nicht verkehrt. Gehört habe ich das übrigens nicht, gesehen schon. Und auf Grund dessen konnte ich das auch reparieren.
    Aber ich höre ja auch keine Kabelklang ....


    phonesmoke:

    Warum hast du so eine Aversion gegen Strobos?

    Guten Mogen,

    ich sehe es nicht so wie Uli, dass man da unbedingt einen Umrüstsatz drauf machen muss. Man kann auch mit diesem (so wie mit anderen ULM-Drehern) seeehr gut mit einer Nadel 152E, 155E oder 160E hören.
    Wenn einem der Klangcharakter eines ULM nicht gefällt, dann wäre ein grundsätzlich anderes System natürlich besser, dafür wäre dann der Umrüstsatz eben nötig. Aber um eine Nadel 30 an den Spieler zu bringen, die tonal ungefähr auch so klingt, wie die Nadeln 152E, 155E und 160E (ein Ortofon eben), wäre mir das ein viel zu hoher finanzieller Aufwand.


    Aber es soll ja Leute geben, die hören, ob der Stein gefasst oder nackt ist. ICH wäre nur darauf gespannt, ob diese Leute das auch noch in einem Blindtest auseinander halten könnten ....


    Meine Vorschlag, besorge dir einen Originalnadel (die es ja noch gibt) 152E oder 155E (die 152er klingt etwas heller, die 155er löst etwas feiner auf) und höre damit seeehr gut Musik.

    Meine Erfahrungen zur Drehzahl-"(In-) Stabilität":


    2x 626, 2x 621, 1x 604, 1x 606, also insgesamt 6x EDS500-Motoren


    Wenn kalt, dann liefen ALLE 6 mit einer gewissen Abweichung laut Strobo, die im warmen Zustand dann verschwand. Oder eben umgekehrt, im kalten Zustand auf stehendes Strobo eingestellt, änderte sich die Geschwindigkeit im warmen Zustand.


    Das war nicht viel, aber eben zu sehen. Gehört habe ich diesen Geschwindigkeitunterschied nicht.


    Dass es auch anders geht, haben mir dann ein paar günstige Plastik-Japaner gezeigt ....

    Ich habe in den frühen 80ern mal eine Rockband technisch und logistisch betreut (weil ich Elektroniker bin und einen Kombi hatte). Das klassische Setup: Schlagzeug, Baß, zwei E-Gitarren. Paar Mikrofone und eine kleine Gesangs-PA. Ich habe davon auch Aufnahmen auf der Akai 1810D gemacht, die mich inzwischen 2/3 meines Lebens begleitet.

    Naja, DAS ist ja dann schon nicht mehr "live", das geht ja schon wieder durch ´ne Menge Elektronik und Klangregler. 'Und ist abhängig von dem, der an den Reglern sitzt. Das kann nicht "neutral/linear" sein.

    (ich habe selbst > ein dutzend Jahre unsere Karnevalsveranstaltungen in der Halle abgemischt, Sprache, Live-Gesang, Live-Musik und Musik aus der Konserve)


    Für mich(!) klingen auch die meisten Live-Bands (ich meine jetzt vor allem die kleinen Bands, die auf den "Dörfern" und auf Festivals spielen) nicht wirklich gut. Mir scheint es da eine Art "Wettlauf" zu geben: Wer ist am Lautesten, wer knallt den meisten Bass raus, bei welcher Band halten sich die meisten Leute die Ohren zu, weil es vieeel zu laut ist? --> Nicht mein Fall.

    Selbst richtig professionelle Bands sind heutzutage so laut, dass man ohne Gehörschutz dort nicht mehr hin kann. Und wie gut ist dann der Klang, wenn man Ohrenstopfen in den Gehörgängen hat??? Genau, gar nicht mehr gut. Nur ohne Gehörschutz ist es ohrentechnischer Selbstmord - toll, oder?


    Bei "live" dachte ich eher so an die - nicht lachen, bitte - Blaßkapelle auf der Kirmes beim Frühschoppen, die ohne jegliche Verstärkung spielen. Oder an ein klassisches Konzert ohne Verstärkung in einer entsprechenden Umgebung.

    Ich(!) kaufe mir auch nur gaaanz selten Live-Mittschnitte, weil mir das meistens (klangtechnisch) nicht gefällt.


    Wenn ich schreibe, dass ich die Musik so hören möchte, wie es der Tonmeister auf den Datenträger gepresst hat, dann meine ich eigentlich die Studioaufnahmen. Ich weiß, dass die auch nicht so klingen, wie es von den Instrumenten/dem Gesang im Studio selbst gespielt/gesungen wurde. Das tut es nie. Ich rede von dem Klang, wie er auf dem Datenträger drauf ist. DAS ist für mich(!) das "Original". Das Eine klingt gut, das Andere vielleicht nicht. Die Gründe dafür können vielfältig sein.


    Um aber beutreilen zu können, ob die Aufnahme nun einigermaßen gut ist, oder nicht, benötigt man halt eine Anlage, die das (das "Original") eben möglichst neutral/linear wiedergeben kann. Wenn es einem dann nicht gefällt, kann man immer noch in beiden Richtungen an den Klangreglern drehen.


    Mir fällt auf (wenn ich zu jemandem komme, der auch musikbegeistert ist (und eine entsprechende Anlage zuhause stehen hat - nein, ich meine keine High-End-Anlage, solche Leute kenne ich gar nicht ;))), dass in seeeehr vielen Fällen (den meisten) immer viel zu viel Bass reingedreht ist. Ich frage mich dann immer, ob die Leute das wirklich so toll finden, wenn es "hummert", der Bass die Mitten übertönt, man Feinheiten gar nicht mehr hören kann, ob sie das gar nicht hören (weil Gehör in diesdem Bereich eventuell schon kaputt), oder was der Grund dafür ist, mit so viel Bass zu hören!?!? Oder ob es daran liegt, dass sie - wie oben geschrieben - es den Live-Bands gleich tun wollen und deren Bass-Potential nacheifern.


    Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich NICHT davon ausgehe, dass die hier an der Diskussion Beteiligten es so machen, wie ich es gerade beschrieben habe (es aber natürlich auch nicht ausschließe :P)!

    Hm,
    was regt ihr euch so auf, wenn ich schreibe, dass mir der Klang am besten gefällt, wenn´s linear ist?

    Ich habe nicht geschrieben, dass man nicht so hören kann, wie man es möchte, oder?


    Aber es war die Rede davon, dass eine lineare Abstimmung soewieso nicht das "Ideal" wäre, dem möchte ich eben - aus meiner eigenen, persönlichen Sicht - wiedersprechen. Trotz einer sicherlich nicht mehr idealen Hörkurve meiner Lauscher.


    Und ja, meine Anlage ist (einigermaßen) linear am Hörplatz abgestimmt, im Rahmen dessen, was die Einmessung meiner Geräte hergibt. Ich bin einer der jenigen, die mit einem bösen AVR (und dann noch nicht einmal auf "Direct") Stereo hören - stellt euch das mal vor!


    Und was hat das Mastering der Musik damit zu tun?

    Wenn die Platte flach aufgenommen wurde ich ich sie mit der Stellung "linear" (jaja, nicht wörtlich nehmen, ihr wisst schon, wie es das meine) dann "flach" anhöre, dann ist das so, wie es der Tontechniker vorgesehen hat. Wenn der Tontechniker hingegen der Meinung war, da müssen viele Bässe drauf, dann will ich das eben so hören.

    DAS meine ich mit "linear". So, wie es auf der Scheibe drauf ist (WIE es dort drauf ist, hat damit gar nichts zu tun)!

    Und wenn´s einem dann nicht gefällt, kann man ja nach belieben an den Knöpfen drehen.

    Aber macht das mal, wenn die Anlage von vorneherein schon im Taunussound tönt. Das wird nix. Dass das dann trotzdem dem Ein- oder Anderen gefällt, mag ja sein. Mir eben nicht.

    Ich war auch jahrelang auf der Linie der Linearität unterwegs und rechtfertigte den langweiligen Klang immer mit dem Gedanken, dass es ja so klingen muss, da alles Andere ein Eingriff in das Signal wäre.

    Und dann soll es ja auch noch Leute geben, denen genau so ein "langweiliger, linearer Klang" am besten gefällt. Mir zum Beispiel.


    Wenn man Raummoden mag und das Wummern als angeblichen "Tiefbass" schön findet, wenn die Stimmen in den Hintergrund rücken, weil der Bereich der oberen Mitten 3-5dB leiser ist, als der Rest - wem das gefällt: alles richtig gemacht :P.

    Hm,
    ich verstehe das jetzt so, dass es sich nicht um ein Brummen handelt, dass man in den Lautsprechern hört, wenn man einen Finger an den Plattenspieler legt, sondern, dass man das "Berührungsgeräusch/Klopfen" an der Zarge als "bumm" aus den LS hört. Oder??


    Ich habe keine Ahnung, wie man sowas verhindern kann, außer, dass man - während die Nadel in der Rille ist - einfach nicht an den Plattenspieler klopft. Wozu soll das gut sein?

    Hm.
    Ich habe auch 2 Headshells von Thakker am CS5000, beide funktionieren einwandfrei.


    Ich weiß, das bringt den TE auch nicht weiter.


    Aber auch ich würde da mal als erstes nach dem "Kontaktböckchen" im Shell schauen, ob das eventuell nach vorne rutscht. Und wenn, dann eventuell mit einem Tropfen Sekundenkleber festkleben.

    Dieses Problem hatte ich nämlich mit dem originalen Daul-VTA-Headshell.

    phonesmoke (Diethelm)


    Ich habe die Schwankungen gar nicht gehört, weil ich das Ding repariert habe, BEVOR ich eine Platte aufgelegt habe! Ich weiß also nicht, ob ich dieses "hin- und her Geschaukele" gehört hätte, oder nicht. Das ist mir auch völlig "wurscht", weil das Teil gefälligst anständig zu laufen hat. Und das sieht man halt wesentlich einfacher, wenn das Gerät ein Strobo hat! Und beim Verkäufer habe ich keine Platte gehört, weil der gute (ältere) Herr gar keine Anlage hatte, an die er den Spieler hätte anschließen können. So - also mit Hilfe des Strobos - konnte ich den Fehler schon direkt beim Verkäufer sehen und ihn darauf aufmerksam machen. Völlig egal, ob man den Fehler gehört HÄTTE oder nicht.


    Vielleicht hätte ich diese Schwankungen nicht gehört, was dann? So lassen, weil man nix davon weiß und/oder weil meine Ohren zu schlecht sind, das zu hören? An anderer Stelle wird um jedes pF beim Kabel gegeizt, ob man es hört oder nicht - aber ein Strobo ist jetzt plötzlich etwas, "was keiner braucht"?


    Verstehe ich nicht. :/


    Und es waren auch keine Schalter oder Potis, die zu den Drehzahlschwankugnen geführt haben, sondern defekte Kondensatoren im Regelkreis! Und noch seltsamer: nur im Quarzbetrieb!


    So, und nun?

    Hm,
    das "Quartzlämpchen" an meinem CS627 leuchtete auch, aber trotzdem hatte der Spieler im Quartzbetrieb Drehzahlschwankungen, die "nicht ohne" waren. Zu sehen am zusätzlich vorhandenen Stroboskop.

    Die LED "Quartz" bedeutet anscheinend nur, dass "Quartz" eingeschaltet ist, nicht, dass die Drehzahl auch tatsächlich richtig ist.


    Ich finde Strobos gut! :thumbup:

    Naja,
    zu wissen, dass der Dreher nicht stabil oder rmit der richtigen Geschwindigkeit läuft, es aber nicht sehen zu wollen (und man deshalb auf das Strobo verzichtet), löst ja das Problem nicht, dass der Dreher nicht stabil und/oder mit der vorgesehenen Geschwindigkeit läuft 8).


    Zudem soll es Leute geben, denen so ein Strobo gut gefällt. Ich gehöre auch dazu.


    Außerdem hatte ich auch schon einen (höherwertigen) Spieler mit Quarzregelung, dessen Strobobirnchen hinüber war. Der Verkäufer war der Ansicht, dass das ja egal sei, weil der Spieler ja eine Quarzregelung hätte.

    Gott-sei-Dank hatte ich einen Stroboscheibe dabei und beim Verkäufer im Keller* mit guter, alter 50Hz E27 Glühbirne in gelb (Partykeller), war ein nicht unbedeutender Drehzahldrift bei 45 rpm zu sehen. Der Verkäufer war sichtlich erschrocken, dass sein als "in einwandfreiem Zustand" angepriesener Spieler wohl doch nicht so einwandfrei lief.


    * = Der Spieler wurde mir wegen "Covid-19" im Keller vorgeführt. Aber durch die dort installierte gelbe Glühbirme sah man aber auch JEDES kleinste Kratzerchen - und eben sehr gut die Drehzahlen per aufgelegter Stroboscheibe. Das war irgendwie ein "Eigentor" für den Verkäufer :P.