Beiträge von phonesmoke

    Die Doppelnadel gibt's als Nachbau neu zu kaufen. Du musst aber aufpassen, dass es die richtige, also passende ist. Welches System ist es denn? PE 8 oder 10? Die Abstände zwischen den zwei Stäbchen, die in das System gesteckt werden zur Befestigung der Nadelträger, sind verschieden und untereinander nicht kompatibel.

    Solche Doppelnadeln gab es auch bei Dual und anderen Herstellern.


    Diethelm 🙂

    Für das M 75 gibt es eine Jukeboxnadel, die mit 4 Pond läuft. Da das Kristallsystem gut 2 Gramm leichter als das Magnetsystem ist, muss man ordentlich ausgleichen. Soweit ich weiß, lässt sich der Arm in Schritten von einem halben Pond einstellen, wie weit runter das geht, weiß ich aber nicht. Besonders präzise ist das auch nicht. Ob 3,5 oder 4 p macht aber, was Plattenschonung angeht, keinen Unterschied, ich würde vermuten, dass die 4 p optimal sind.


    Diethelm 🙂

    Ich hatte um die Jahrtausendwende mal eine Weile sogar zwei TG 29, die ich dann aber verkauft habe, weil ich selbst die nicht reparieren konnte. Ich kann mich aber nicht erinnern, ob die auch eine Hinterbandkontrolle hatte, dann wäre die Anzeige ja logisch.

    Die TG 27, 28, 29 stammen übrigens von einer Maschine von Schaub-Lorenz ab, B 100 oder so ähnlich geheißen.


    Diethelm 🙂

    Ich glaube nicht, dass der Arm viel schwerer als der des zeitgleich produzierten 1009 ist, nur braucht ein Kristallsystem wie das, übrigens gute, CDS 630, das ich mit einer Diamantnadel betreibe. Ich verstehe auch nicht diese Manie, immer die Spieler, die serienmäßig mit so einem System daherkamen und ausschließlich dafür vorgesehen waren, aufzubrezeln, um HiFi-like zu klingen. Das werden sie sowieso nie tun, einen 1010 kriegt man nicht so ruhig wie einen 1019, und ein Magnetsystem wird das Gerumpele ganz toll zur Geltung bringen. Es kann natürlich jeder mit seinen Geräten machen, was er will, aber für mich persönlich fällt das gerade bei so einem besonderen Teil eher in die Kategorie Frevel. Aber das ist vielleicht auch einfach unserer Zeit geschuldet, wo alles und jeder optimiert werden muss, anstatt in Würde altern zu dürfen.


    Diethelm 🙂

    Ja, der Gedanke kam mir auch. Es ist natürlich bei der Hinterbandkontrolle sinnvoll, aber bei z.B. der erwähnten Uher gibt es keine Hinterbandkontrolle. Und die Unterschiede in der Lautstärke sind zumindest nach meiner Erfahrung nicht gravierend, vor allem, da bei den allermeisten Spulenmaschinen keine Rauschunterdrückungssysteme eingesetzt wurden. Mal abgesehen von dem Fehleranteil, den die Messinstrumente selbst schon verursachen. Und bei 3-Kopf-Geräten könnte die Anzeige zumindest bei normaler Wiedergabe auch wegfallen, ohne die Funktion zu gefährden.

    Am Ende ist es aber auch Geschmacksache.


    Diethelm 🙂

    Die Pegelanzeige bei Wiedergabe ist streng genommen reines Blingbling, genauso wie die Strobobeleuchtung an einem quarzkontrollierten Plattenspieler? Aber da die Japaner das alle machten und die Kundschaft das dann auch bei uns haben wollten, wurde das zum Ende der Spulengeräte auch bei deutschen Produkten noch eingeführt. Meine User SG 521 hat 2 VU-Meter statt nur einem Kombi-Instrument, die auch bei der Wiedergabe in Funktion sind. Bei Cassettendecks war es meistens Standard, Dual hatte aber auch Recorder im Angebot, bei denen sich bei Wiedergabe sämtliche Anzeigen bis auf die Power-LED abschalten ließ. Damit konnte man wunderbar mit sanfter Musik einschlafen.


    Diethelm 🙂

    Ich finde, man kann auch in Landsberg am Lech die Dual-Tradition fortführen, indem man Plattenspieler in eben dieser Tradition herstellt. Das ist nicht ortsgebunden, zudem ist die traditionelle Fertigung in Sankt Georgen ja weitestgehend verschwunden.

    Und was die Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und den Service angeht, kannst du dir doch noch gar kein Urteil erlauben. Das muss die Zeit zeigen.


    Diethelm 🙂

    Ja, ich meine, ich hätte es bis zum Anschlag aufgeschoben. Was für ein Gewinde denn? Ich muss noch diverse Springringe anbringen, die liegen bereit.


    Es sind noch etliche Kleinteile übrig, zumal das Kurvenrad ja aus einem anderen 1007 stammt, der mit zerbrochenen Tonarm hier ankam, deshalb musste alles umgebaut werden. Der Mitnehmer am Kurvenrad war auch total verbogen und unbrauchbar, da wurde einiges ausgetauscht.


    Diethelm 🙂

    Im Moment sieht es so aus.

    Erst das Kurvenrad, dann die Brücke und den Haupthebel mit viel viel Gefluche und Fummelei montiert und erstmal wieder weggesperrt, weil ich kochen muss, bevor ich an zu kochen fange. Morgen ist auch noch ein Tag. Die Sprengringe muss ich noch drauf draufmachen, dafür reicht jetzt meine Geduld nicht mehr.

    Ich danke euch bis hierhin. Ich gebe die Hofnung nicht auf, aber ich bin nunmal kein Mechaniker.


    Schönen Abend! :)

    Das Bild vom SM habe ich mir ausgedruckt. Ich bin allerdings sehr schlecht im Lesen und Verstehen von technischen Zeichnungen. Strenggenommen sollte ich von sowas die Finger lassen. Ich hatte den aber schonmal auseinander und auch wieder zusammengekommen, das sollte möglich sein. Ich kriege nur den Anfang nicht hin, im Moment jedenfalls.


    Diethelm 🙂

    Ich weiß, sehr lustig.

    Ich brauche nur den Anfang, dann erschließt sich mir das wahrscheinlich wieder.

    Ich hätte das nicht lange in die Ecke stellen dürfen. Der eine oder andere von euch kennt das sicher, man fängt was an und dann kommt was anderes, das vielleicht wichtiger ist, und Schonzeit es in Vergessenheit, bis man drüber stolpert.


    Diethelm 🙂

    Eine kleine Anmerkung zum Thema Endabschaltung:

    Ich hoffe doch sehr, dass am Ende der Platte nicht der Lift angehoben wird, sondern der Tonarm. Der Lift darf aber gerne ausgelöst werden, um den Arm anzuheben.


    Diethelm 🙂

    0,05 % kann man getrost als einen sehr guten Wert für Gleichlaufschwankungen bezeichnen. Ausreichend ist das allemal, da die Platte an sich meist erheblich größere Schwankungen durch Dezentralisierung und Höhenschlag verursacht, die mit dem Antrieb gar nichts zu tun haben.


    Diethelm 🙂

    Lieber Uwe,


    Ich werde den Teufel tun, irgendeinen Verstärker aufzuschrauben. Das w
    äre absolute Selbstüberschätzung. Die Braun-Amps dieser Serie sind für solche Fehler bekannt. Solange das Ding ansonsten vernünftig läuft, und das tut er durchaus, bleibe ich bei meiner Methode. Außerdem kann ich das sowieso nicht selber machen. Ich kriege einen Motor ausgebaut und geölt, das war's dann aber auch schon.

    Mir sind am liebsten die Geräte, die einfach funktionieren. Für's Basteln seid ihr Verrückten zuständig.


    In diesem Sinne...


    Diethelm 🙂

    Die Lösung mit dem Federhaus wird bei den zu erwartenden Stückzahlen schlicht zu teuer und aufwändig sein, auch bei der Fertigung. Früher hatten ja praktisch all die Millionen von Duals dieses Detail, und wieviele werden heute insgesamt hergestellt?

    Der 718 wird auch genau deswegen sicher wesentlich teurer als der 618 sein, denn außer am Arm hätte ich an dem Gerät nichts zu bemängeln. Das Design ist okay.

    Ich werde in diesem Leben, demnächst als Rentner mit Aufstockung auf Hartz-IV-Niveau, sowieso keinen neuen Plattenspieler mehr kaufen, die Dinger müssen die jüngeren Käufergruppen bevorzugt ansprechen.


    Diethelm 🙂

    Irgendwie erinnert mich die Tonarmaufhängung an meinen ersten HiFi-Spieler, den PE 3044, aber da war der Auflagedruck masselos über Federzug einzustellen. Das ist für mich Dual. In diesem Sinne wäre dann wohl nut der erwähnte 718 wirklich interessant. Der kostet dann wohl 1500 $.


    Diethelm 🙂