Beiträge von phonesmoke

    Als Ersatz für die Gummis kannst du dir auch Stücke von einem alten Fahrradschlauch zurechtschneiden und doppellagig benutzen. Bei meinem 1229 funktioniert das einwandfrei, sollte es bei dem halb so schnell drehenden SM 840 dann auch tun.

    Typisch für die frühen Riementriebler von Dual. Der Motor ist radial-elastisch direkt an der Platine aufgehängt, nur mit ein paar Gummis isoliert. Dieses Gummis verlieren mit den Jahren ihre Elastizität, der Motor läuft unruhiger, so entstehen Vibrationen, die sich über den Tonabnehmer übertragen und als Brummen oder Summen bemerkbar machen. Der 8-Pol-Motor des 601 läuft mit 750 upm, das ergibt schon einen deutlich hörbaren Störton. Da hilft nur Motorrevision und neue Gummis.

    Ich habe das seinerzeit nach der Empfehlung unseres berühmt-berüchtigten "Lucky" gemacht, den Motor, der übrigens ohne Probleme passte und nirgends aneckt, "hängend" eingebaut. Die Stücke vom Fahrradschlauch so in Form geschnitten wie die originalen Gummis, nur halt zwei aufeinander, weil der Schlauch viel dünner ist. Das ist alles. Prinzipiell kann man die Gummis so einfach ersetzen, das sollte funktionieren. Das mag von Schlauch zu Schlauch materialbedingt ein wenig anders sein, aber die Dämpfung bei meinem 1229 ist wirklich sehr gut, Nebengeräusche sind nur von der Plattenoberfläche zu hören.

    Jetzt frag mich aber nicht, wie genau die Lucky-Methode funktioniert, ich weiß es schlicht nicht mehr. Ich erinnere mich nur, dass sowohl auf wie unter dem Deckel des Motor je ein Dämpfungsgummi saß und jetzt nur noch einer bzw. eine Lage vorhanden ist. Ich meine, es wäre die innere.

    Ich bin wahrlich kein Techniker und erst recht kein Feinmechaniker wie die vielen anderen hier und habe, nachdem alles zu meiner vollsten Zufriedenheit läuft, nichts mehr angefasst und öle nur ab und zu mal das Tellerlager und das vom Reibrad.

    Nein, wozu? Einfach aus dem ollen Fahrradschlauch Stücke passend zurechtgeschnitten, mit Loch in der Mitte, damit es über den Bolzen geht, doppellagig.

    Keine große Sache, funktioniert seit etlichen Jahren problemlos.

    Nochmal: der 620 ist technisch eindeutig der bessere Plattenspieler. Die Optik ist ja reine Geschmacksache. Für den 607 brauchst du eine resonanzfreie Stellplätze, da das Laufwerk völlig ungefedert ist. Der 620 verfügt über ein Subchassis.

    Der Herr Redlich sollte seinen Namen abändern, er sollte Unredlich heißen.

    Einen 1246 hatte ich auch mal als nackten Chassis hier, den ich tatsächlich ohne Zarge, auf Styroporklötzen stehend, betrieben habe. Ich hätte ihn gern behalten, weil esein wirklich angenehmes Gerät ist, seidenweicher Ablauf der Bedienfunktionen, aber leider habe ich das permanente Gesummse des Motors einfach nicht in den Griff gekriegt. Heute würde ich das vielleicht hinkriegen, aber inzwischen steht an seiner Stelle ein wunderbar leiser 1229 mit SM400-Motor, mit Fahrradschlauchstücken sehr effektiv vom Chassis isoliert. Selbst über Kopfhörer ist der Motor praktisch nicht wahrzunehmen.

    Der 620 ist der bessere Spieler und du hast den Ärger mit dem Adapter nicht, wenn du einen anderen Tonabnehmer verwenden willst. Außerdem hat der 620 eine Automatik, die Plattengröße lässt sich manuell einstellen und um die richtige Geschwindigkeit musst du dich dank Quarzregelung auch nicht kümmern.

    Die meisten Leute wollen doch zumindest in der Preisklasse einen Spieler, mit dem sie einfach und unkompliziert ihre alten und vielleicht auch neuen Platten spielen können. Die sind doch nicht alle so bekloppt wie wir hier. Wir sind nicht die Regel, wir sind die Ausnahme. Das vergessen wir hier im Board gerne.