Beiträge von phonesmoke

    Es darf auch ruhig ein Mega-Ohm sein. Ich habe mir ein kleines Zwischenstand basteln lassen mit einem solchen Widerstand, um direkt von meinem 1003 mit dem CDS 2 aufnehmen zu können. Klingt damit erstaunlich gut, jedenfalls besser als erwartet. Authentischer natürlich am alten Radio.


    Diethelm 🙂

    Ich habe eine Elvis-Platte auf Schellack wie auch mehrere Bill Haley usw. Schellackplatten wurden bei uns bis 1958 produziert. In den USA bot Dual sogar noch einen direkt getriebenen ULM-Spieler mit 3 Geschwindigkeiten an, den es so woanders nicht zu kaufen gab, ich glaube, das war der 708.

    Wieviel Elvis-Titel bei uns noch auf Schellack verkauft wurden, weiß ich nicht, dafür gibt es sicher Listen im Netz.

    Meine ist eine deutsche RCA, Tiel BLUE SUEDE SHOES und TUTTI FRUTTI.


    Diethelm 🙂

    Ja, danke, ich hab's gefunden.

    Da war auch noch was verbogen, sodass ich das Kurvenrad komplett auswechseln muss. Ich habe zum Glück ja zwei.

    Ich werde ihn morgen wieder zusammenbauen und hoffe, dass ich alles richtig mache, dann sollte er wieder normal funktionieren. Wir werden sehen.


    Diethelm 🙂

    Jetzt habe ich mich endlich mal getraut und mir meinen 1007 vorgenommen, aus einem Exemplar, das schon mit abgebrochenem Tonarm bei mir ankam, das Kurvenrad ausgebaut, um an diese verfluchte Feder ranzukommen, die beim zweiten Exemplar schon längst im Nirvana verschwunden war, weshalb der stillstand. Mein freundlicher Nachbar, technisch versiert und ein gut 30 Jahre jünger als ich und noch mit guten Augen und ruhiger Hand gesegnet, hat mir das Federchen dann tatsächlich eingehängt bekommen. So weit, so gut.

    Aber jetzt habe ich das abgebildete Teil übrig und er dreht nur den Teller, sonst bewegt sich nichts. Null Automatik. Was ist das und wo kommt es wie hin? Es muss vom Kurvenrad sein, anscheinend habe ich das mal falsch herum gedreht, manuell, und das ist dabei abgegangen und fiel mir jetzt aus dem Gehäuse entgegen.


    Diethelm :)

    Der 721 hat den in der Höhe einstellbaren Tonarm, was manchmal hilfreich sein kann, dazu bessere Werte für Gleichlauf und Rumpeln. Der Motor des 621/604 ist aus Japan zugelaufen und keine Eigenentwicklung, gilt aber als genauso zuverlässig und haltbar. Der 621 ist schon ein guter Plattenspieler. Das serienmäßige System war beim 721 allerdings besser, zumindest aber wesentlich teurer.


    Diethelm 🙂

    Auf den 704 passen beide Tellervarianten, ebenso auf den 721, nur vom 704 auf den 721 oder umgekehrt geht das nicht, weil die unterschiedliche Antriebe haben.

    Ich glaube aber nicht, dass der Klang sich verändert, jedenfalls nicht unter normalen Betriebsbedingungen.

    Ich kann es aber auch nicht mehr überprüfen, da ich meinen 704 verkauft habe. An der Stelle steht jetzt ein 714. Mich hat irgendwie immer das haptische Gefühl beim 704 gestört, dieser Widerstand beim Einschwenken des Tonarms. Das ist, soviel ich weiß, bei allen sogenannten semiautomatischen Spielern so, von denen es, glaube ich, nur drei gab, den 704, 510 und 461. Beim 502 bin ich nicht sicher, der hebt ja auch nur den Arm an und schaltet ab.

    Aber darum ging es hier ja nicht.


    Diethelm 🙂

    Bei meinem 2225, weitgehend baugleich mit dem 620, wiegt der Alublechteller 400 gr und klingt dementsprechend, wenn aber die Gummimatte, die 250 gr wiegt, aufliegt, ist das zum Großteil weg.

    Es spricht natürlich nichts dagegen, das mit dem Kleben auszuprobieren. Von Tesa gibt es Strips, die bombenfest kleben und sich trotzdem rückstandsfrei wieder entfernen lassen. Probiere es einfach mal aus. Kostet ein bisschen was, aber wer will, der muss.

    Einfacher wäre der Tausch des Sägezahntellers gegen den Pickelteller, der ist akustisch fast tot.


    Diethelm 🙂

    Gerd, es geht um die Platte selbst, welche ohne feste Unterlage, den Teller, frei schwingen oder vibrieren kann, genau genommen schon durch den Abtastvorgang an sich.

    Es kann gut sein, dass die Teller zu Beginn weniger oder garnicht geklingelt haben. Das kann am aushärtenden Kleber liegen.

    Ein Plattenteller ist ja im Prinzip wie eine Glocke aufgebaut, insofern kann es nicht verwundern, dass er klingt, wen er dazu angeregt wird. Neuere Materialien wie Fiber, womöglich in mehreren Schichten verklebt, können das wohl besser unterdrücken.

    Der 400 Gramm leichte Aluminiumteller meines 2225 klingt ziemlich heftig ohne die aufliegende relativ dicke Gummimatte, die das Gesamtgewicht auf beeindruckende 650 Gramm erhöht. Das scheint aber ausreichend zu sein.

    Mir ist seinerzeit jedenfalls aufgefallen, dass der schöne Sägezahnteller meines 704 stark geklungen hat, während der fast gleich schwere Pickelteller vom 604 sich kaum zu einer Resonanz anregen ließ, was dann wohl auch für die zweite Generation des 704 galt. Der relativ eindeutige große Unterschied im Resonanzverhalten hat mich doch sehr verwundert.

    Das Thema ist nicht uninteressant, aber in der normalen Praxis doch eher unbedeuten, finde ich.


    Diethelm 🙂

    Im normalen Betrieb mit nicht brüllender Lautstärke Ist das alles unerheblich und es wird ja wohl kaum einer gegen den Teller klopfen, während eine Platte abgespielt wird. Ein Plattenteller, bei dem die Platte nicht komplett aufliegt, dürfte mehr Relevanz haben, denn da kann die Platte selbst in Schwingung geraten, und das auch, wenn sie nicht von außen dazu angeregt wird. Bei Tests wurde ja immer wieder festgestellt, dass der Rumpelspannungsabstand innen bessere Werte zeigt als außen. Warum wohl?


    Diethelm 🙂

    Ich würde damit grundsätzlich keine Stereo-Platten abspielen, auch wenn das nominell möglich ist, sie werden dabei ordentlich strapaziert. So ein altes Gerät sollte zeitgenössische Scheiben abspielen, für die es ja auch gemacht ist, außerdem ist das angemessen stilvoll.

    Wenn da das CDS 3 drin steckt, kann die Nadel sich nur seitwärts bewegen und das mit 9 p Auflagedruck!

    Das nennt man dann landläufig eine Plattenfräse.


    Diethelm 🙂

    Die Torsions- und Biegeschwingungen des Tonarms wurden in praktisch allen Tests erwähnt, wirklich dramatisch waren die aber nie. Die werksseitig angegebene Compliance bei Tonabnehmer weicht von der tatsächlichen oft ab. Das ist wie bei den Autos und den Verbrauchsangaben.


    Diethelm 🙂

    Wir reden hier vom Vinyl-Hype, aber die tatsächlichen Verkaufszahlen sind trotzdem relativ niedrig, jedenfalls gemessen an denen aus der Hochzeit der Plattenspielerproduktion. Und die am meisten verkauften Modelle werden die Billigteile für unter 100 € sein, da ist für Dual nicht viel zu holen. Technics, Sony und Konsorten haben als Großkonzerne ganz andere Möglichkeiten und sind nicht gleich von der Pleite bedroht, wenn mal eine Produktlinie nicht so toll läuft.

    Man darf sich nicht davon blenden lassen, dass mittlerweile in jedem zweiten TV-Krimi ein Plattenspieler auftaucht, in der Realität trifft man fast nie auf einen, höchstens bei alten Deppen wie unsereinem.


    Diethelm 🙂

    Der Arm ist naturgemäß für Systeme mit besonders hoher Compliance gut geeignet wie z. B. Ortofon M 20 E oder Shure V 15 III. Ich hatte eine Zeitlang ein ADC XLM dran, das jetzt mit meinem 714 zusammenspielt bei 0,8 p. Am 2225 mit dem gleichen Arm wie beim 630 hängt jetzt ein OM 20.


    Diethelm 🙂

    Im Design, der 1249 war schließlich das Jubiläumsmodell 1975

    Und hat der nicht auch diese spezielle Antiskatingeinrichtung mit dem horizontalen Rädchen? Sah doch sehr imposant aus, das hatte sonst keiner.

    Hätte Dual sich damals schon für 16-Pol-Motoren entschieden, gäbe es heute nicht so viele Probleme damit.


    Diethelm 🙂

    Der 1249 war seinerzeit das Spitzenmodell unter den Wechslern, der 601 war unter dem 701 angesiedelt, der bei seiner Vorstellung schon etwa ein Jahr lang die absolute Spitze der Spieler von Dual verkörperte und mit seinem Direktantrieb 601 und 1249 deutlich hinter sich ließ.


    Diethelm 🙂