Kooperation Fehrenbacher und Project

  • Die Sache mit der feststehenden Tellerachse habe ich erst gar nicht kapiert und erinnere mich ganz dumpf, so etwas dann doch schon einmal irgendwo gesehen zu haben. In meinem SM vom 415 sieht es aber so aus, als wäre die Achse am Subteller befestigt, wie beim SP90 und 455 auch. Mein 415-2 steht als Dauerleihgabe bei einem Kumpel. Ich müsste mal bei Gelegenheit schauen, ob sich da in der Konstruktion etwas im Vergleich zur Urversion geändert hat.

    Die "Urversion" des Dual CS 415 hat sehr wenig mit dem CS 415-2 gemeinsam, ebeso so wenig wie der Ur-CS 435 mit dem CS 435-1). Die Modelle CS 415-2 und CS 435-1 haben eine ganz andere Blechchassis-Konstruktion. Letztere stammt aus der "Schneider-Zeit" (ca. 1992-93) und sollte nochmals Kosten sparen. In diesem Zuge wurde auch das Tellerlager mit fester Tellerachse eingeführt.


    Die Unterschiede der Konstruktionen kann man in den Bildern sehen. Oben ein Bild vom ASP-125 (ähnlich dem Ur-CS 415). Unten das Bild vom CS 415-1, stammt ohnehin von Thomas (Darwin):



    Gruß Alfred

  • Guten Tag,

    ich wusste gar nicht, daß es Plattenspieler mit feststehender Tellerachse gibt, das ist ja gruselig.
    Selbst mein erster Kinderdreher (ziphona decent 306) und der folgende Plastik-Philips hatten Drehachsen.

    Gruß Gerd

    2x Dual 714Q silber, Dual-Leuchtwürfel

    Technics SL-Q2 silber
    Technics SL 1300

  • Ich sehe in der festen Achse auch kein wirkliches Kosteneinsparpotential.

    Irgendwo muß der Teller ja gelagert sein, denn sonst kann er sich ja nicht drehen.

    Beim alten 430 aus den 70ern hat man das mit einem Inverslager (ist heute bei HighEndern sehr angesagt) gelöst.

    Auf dem Chassis steht ein Stift, der Mitteldorn ist fest mit dem Plattenteller verbunden und hohl.

    Er wird einfach auf den feststehenden Stift gesteckt und mit einem Federring fixiert.

    Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
    Sonstige: Grundig PS 6000/OMP10, Yamaha TT-400/AT-95E

  • Ich sehe in der festen Achse auch kein wirkliches Kosteneinsparpotential.

    Ja, diese Konstruktion selbst bringt meines Erachtens nicht wirklich eine Kosteneinsparung. Die liegt vermutlich eher bei der Zarge. Man kann diese deutlich flacher und somit einfacher bauen, wenn nach unten keine Lagerbuchse mehr raussteht.


    Gruß Alfred

  • Das flacher bauen ginge aber auch mit einem Inverslager wie beim uralten 430.

    Wobei man nach unten hin bei einem Vollautomaten aber eh noch Platz braucht für die Mechanik der Automatik.

    Und der Motor hat ja auch noch eine gewisse Bauhöhe.

    Und dann spielt eine mögliche Platzersparnis durch die fehlende Lagerbuchse auch keine Rolle mehr.

    Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
    Sonstige: Grundig PS 6000/OMP10, Yamaha TT-400/AT-95E

  • Deswegen stellt sich mir die Frage immer mehr, warum man als Hersteller (neu deutsch: Manufaktur) mit dem Qualitätsanspruch von "höchster Präzision" und der vielbeschriebenen "Made in Germany" Qualität so etwas antut. Man könnte ja einfach das Thompson Chassis nehmen, den billigen Tonarm draufmachen und den Plattenteller, zur Not die Gummipuffer des Subchassis gegen starre billige Plastikelemente tauschen oder einfach fest am Chassis verschrauben und gut ist. Ein Einsparpotential mit dem Schneiderchassis sehe ich nicht. Außer Fehrenbacher hat doch noch eine Garage voll davon am Lager liegen.


    Für die aufgerufenen 399,00 bekomme ich eine ganze Menge China Dreher oder Alternativen von Pro-Ject die besser aussehen und vernünftige Technik bieten. Und ja, ich freue mich wenn aus St. Georgen Plattenspieler kommen, aber nicht sowas. Konnte das auch schon früher unter Dual nicht verstehen.

    Gruß

    Stefan


    Wohnzimmer: Dual CS 750, AVM PA5.2 / CD5.2, Backes&Müller BM 2s

    Hobbyzimmer: Dual CS 750, Dual CS 721, Dual CS 505-2, AVM Inspiration C6m, Magnat Vector 22, Teac X1000, Technics SJ-MD150

  • klasse Idee,


    na aber der 1219 ist ja auch gut gewartet einer der Besten Wechsler die es gibt und diese Wertigkeit gibs heute ja nur noch bei den Ganz teuren Drehern.

    Wenn ich bedenke dein Sohn ist jetzt über 10 Jahre und er hat einen Plattenspieler von 1969 bis 1972, klasse :)


    Gruss Matthias

  • Moin Matthias

    der Sohn ist jetzt 22 Jahre alt und hat den 1219 seit 14 Jahren.

    Bisher ohne Probleme.

    War ein Gutkauf, damals für 35€ hier aus dem Forum.

    Grüße Ralf

  • Man könnte ja einfach das Thompson Chassis nehmen, den billigen Tonarm draufmachen und den Plattenteller, zur Not die Gummipuffer des Subchassis gegen starre billige Plastikelemente tauschen oder einfach fest am Chassis verschrauben und gut ist.

    Genau das gab es mal, nannte sich CS 511, war allerdings ein Halbautomat.

    Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
    Sonstige: Grundig PS 6000/OMP10, Yamaha TT-400/AT-95E

  • Autsch - da habe ich das also schon einmal gesehen :huh:. Und ich habe mich in einem der Beiträge sogar noch dazu ausgelassen - völlig verdrängt! Ist aber auch schon fast wieder ein Jahr her (5. März 2021). Für alle, die es interessiert: hier ist der Link zu dem Thread, den Alfred ausgegraben hat. Und hier ist ein Bild aus diesem Thread, das den feststehenden Plattendorn noch deutlicher zeigt:



    Allerdings sind die Messwerte, die ich damals ermittelt habe (ganz frisch gewartet, ganz neuer Riemen) okay gewesen, sogar etwas besser als die Werksangaben und ein Leiern bei Klaviermusik - habe ich jedenfalls damals geschrieben - konnte ich auch nicht vernehmen (jedenfalls nicht so, dass es einem die Schuhe auszieht. Glücklicherweise laufe ich ohnehin meistens... aber jetzt wird es OT :P ).


    p.s. noch ein letzter Gedanke: das gesamte Chassis ist einfacher aufgebaut als das vom 455er & Co. Es sind hier und da Kleinigkeiten und die Summe macht's dann am Ende. Als Fabrikant schätzt man das anders ein - kann ich nachvollziehen.

    Liebe Grüße
    Thomas


    Dual CS 5000, CS 2235Q, CS 1219, CS 521, CS 505-2, HS 120, HS 38… es wird weniger!!! Dachte ich :rolleyes: . Neu dazugekommen: Thorens TD 280 MK III und Dual CS 455 in Grundig-Zarge

    Akai GX 620 D & GX 260 D, Dual TG 29, Revox A 77, Tandberg 9100X, Teac A-2300 SX, ASC 5004... und noch neu dazugekommen: eine Revox A77 (dieses Mal Viertelspur) und eine Sony TC-755 und ein Grundig TK 248... 8|

  • Moin Matthias

    der Sohn ist jetzt 22 Jahre alt und hat den 1219 seit 14 Jahren.

    Bisher ohne Probleme.

    War ein Gutkauf, damals für 35€ hier aus dem Forum.

    Grüße Ralf

    :) 14 Jahre her schon, dann war das ja noch vor der Auferstehung der Schallplatte ;) toll das dein Sohn den 1219 in Ehren hält. :)


    Ich selber habe noch 2006 eine Sonderschallplatte der ??? Fragezeichen gekauft und dachte das war es dann wohl mit Neukauf von Platten :( .

    Aber anders kam es, die Platte lebt wieder :thumbup: . Heute steigen allerdings die Preise gerade der Einzelspieler aber auch der Top Wechsler ja immer mehr!


    Ich war letztens froh einen allerdings toll erhaltenen 1219 ohne Haube und System für 51€ und einen 701 mit Defekt, der recht schnell behoben war für 200€ zu ergattern, der 1219 war bestens verpackt bei Ebay in der großen Bucht ersteigert und den 701 in Lübeck in der kleinen Bucht ergattert und abgeholt.

    Weiter einen 505 der 0ten Serie für 31€ ersteigert, kam auch heile an.


    Ansonsten versuche ich alles abzuholen, gerade bei Studioanlagen, mit den riesigen Deckeln, habe da bisher welche von Wega und Grundig alle mit Dual. UA 491, 1237a, 1225,

    2 x 1228


    Gruss Matthias

  • Die Gleichlaufschwankungen des Project A1 befinden sich in einer Größenordnung, in der sie für mich hörbar wären. Aber ich komme sowieso nicht als Kunde in Betracht.

    Ich habe hier einen 721 mit defekter Elektronik. Er hat zur Zeit zwischen 0,2..0,3% Drehzahlschwankungen. Das kann ich am Stroboskop sehen.


    Ist schon verdammt viel.

    Gruß

    Rainer


    DUAL CS 621 (DMS 240E, AT13Ea, AT-VM 95 ML)

    DUAL CS 721 (Yamaha MC-5/9, Ortofon M20E)

    DUAL CS 704 (Shure V15 III)

    DUAL CS 731Q (ULM 60E, ULM 68E, AT 95E/Pro)

    DUAL CS 701/70 (Ortofon M20E)

    Shure M 95 G-LM, DL-110, Benz Micro Gold, Pickering XV15, Technics EPC 270C, Grado Prestige XG, AT20SLa

    DUAL C844

    Denon DCD-1460

    Sony DTC-57 ES

    Onkyo Tx-N808

  • Gar nicht?! Wie kommst du darauf das ich das tue?


    Ich sehe den Fehler am Jittern des Tellers am Stoboskop. Den Wert habe ich mit RPM-Speed gemessen. Ich weis, das ist nicht genau. Aber mein 621 liegt bei 0,06%. die Werte sind also halbwegs glaubhaft .

    Gruß

    Rainer


    DUAL CS 621 (DMS 240E, AT13Ea, AT-VM 95 ML)

    DUAL CS 721 (Yamaha MC-5/9, Ortofon M20E)

    DUAL CS 704 (Shure V15 III)

    DUAL CS 731Q (ULM 60E, ULM 68E, AT 95E/Pro)

    DUAL CS 701/70 (Ortofon M20E)

    Shure M 95 G-LM, DL-110, Benz Micro Gold, Pickering XV15, Technics EPC 270C, Grado Prestige XG, AT20SLa

    DUAL C844

    Denon DCD-1460

    Sony DTC-57 ES

    Onkyo Tx-N808

  • Hallo,


    zum neuen Project Automat A 1 habe ich mir gestern mal verschiedene Videos auf YouTube in englischer Sprache angehört. Ich musste mir verwundert die Augen reiben, mit welchem Enthusiasmus dort die Automatikfunktion eines Plattenspielers fast als "Sensation" gefeiert wird und der Spieler (natürlich weil von Project) hoch gelobt wird. Den Vogel schoß ein selbsternannter Experte ab, der tatsächlich meinte, dass vielen Automatikspielern früher zu Recht der Nimbus der Störanfälligkeit und der Klangebeeinflussung anhing. Von Project könne man bei einem solchen Produkt aber besseres erwarten und man werde tatsächlich nicht enttäuscht.......


    Es hält leider die Zeiterscheinung des "Geschwurbels" nun auch hier Einzug.


    Norbert

  • Das anvisierte Zielpublikum will sicher auch nicht hören dass es sich bei dem neuen Plattenspieler um einen im Prinzip alten Dual/Fehrenbacher handelt.

    Verkauft wird über cleveres Marketing, denn drehen tun sich alle, oder? Früher sagte man: alter Wein in neuen Schläuchen. Ist ja auch ok, da das Wort Dual ja nirgends mehr erwähnt werden darf.

    Ich hoffe das Konzept geht auf, schon für die Mitarbeiter von Fehrenbacher.


    Gruß Oliver

  • Hallo,


    sein wird doch ehrlich: der Plattenspielermarkt ist doch nur noch ein "Geschwurbel".

    Wer testet denn noch anständig?

    Und selbst wenn - was sollte das auch? Die Platten waren bereits vor 40 Jahren das Begrenzende, nicht der Plattenspieler.


    Als Szeneprodukt für den hippen Jungmenschen der schon alles hat - ja, so kann es vielleicht noch 5 - 10 Jahre weitergehen.


    Bin nicht die anvisierte Kundschaft aber es würd mich für St. Georgen und Fehrenbacher freuen.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Und selbst wenn - was sollte das auch? Die Platten waren bereits vor 40 Jahren das Begrenzende, nicht der Plattenspieler.

    Ja, vor vierzig Jahren waren die Schallplatten das Begrenzende, da hatten wir auch Plattenspieler wie den CS 731Q, die neu zu kaufen waren. Das, was heute bei Fehrenbacher produziert wird, ist alles unterhalb des CS 505 angesiedelt und das war damals das Einsteigermodell. Die Dual-Modell aus Fernost dürften auch nicht besser sein. Wer einen alten Dual 7er hat, hat in Bezug auf den Plattenspieler und den Tonarm definitiv "ausgesorgt", es gibt nichts mehr neu in der Liga zu kaufen, da braucht man auch nicht mehr schauen. Anders ist es bei den Tonabnehmern. Nicht, daß die Original-TAs schlechter war, als das, was heute neu angeboten wird, doch sind eben die Lagergummis "gut abgehangen", wenn man Originalnadeln hat, bei Shure gibt es von Jico gute Nadeln, aber schon für das ULM 60E sieht es finster aus, da war ja schon nach wenigen Jahren die Qualität heruntergeschraubt worden, nur noch gebondete Nadeln. Auch für die MCC 110 und MCC 120 gibt es weder Originalnadeln noch angemessene Nachbaunadeln.


    Gruß


    Uli

    CS: 505-4, 506, 626, 731Q, 750-1
    CT: 450M, 1140, 1240
    CR: 1750, 5950 RC

    CV: 1100, 1200, 450M

    C/CC: 450M, 810. 820, 1280, 5850 RC
    CD 5150 RC
    (C)L(X): 231, 241, 710, 1000-Set, 9200
    und: DK170, MC2555, Rack 3020

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