Beiträge von noko

    Hallo Uli,


    Deine Vermutung bzgl. der beiden Tuner ist richtig. Diese entsprechen in ihren Grundzügen dem CT 1140 und CT 1640. Bzgl. des möglichen Verwandten zum CV 1100 müsste man mal das Innere sehen können.


    Zu den Receivern. Ich glaube eigentlich nicht, dass es sich hier um die nicht realisierten Dual-Modelle handelt. Das mit der angesprochenen Platine des CT 1240 stimmt, aber dieser Tuner und der CT 1440 stammten aus der Eigenfertigung in Kenzingen. Das würde die Vermutung naheliegen, dass der Bau der beiden Receiver auch dort geplant war. Ich habe aber einen Designentwurf eines solchen Receivers und mus mal sehen, ob hier eine Ähnlichkeit mit den Südfunkgeräten besteht. Südfunk baute aber natürlich auch für andere Hersteller.


    Gruß

    Norbert

    Bitte Prüfe als Erstes, ob sich die Motorachse sehr leicht drehen lässt. Oft ist bei dieser Motorgeneration das Öl verharzt und dadurch kann der Motor nicht anlaufen. Reinigen des Lagers unter Berücksichtigung der SChmiertipps im Forum müsste helfen.


    Gruß

    Norbert

    Nun ja, bin gespalten: Auf der einen Seite geht das von früheren Mitarbeitern von Dual entwickelte Know-How nicht ganz verloren und St. Georgen behält nen PE noch eine weitere Plattenspielerfertigung in guter alter Tradition. Auf der anderen Seite ist das eingetreten, was ich mir schon gedacht habe: Die Konkurrenz pardon der Kooperationspartner Project ist primär an der ausgereiften Technik der Vollautomatik interessiert und an den Dual-Tonarmen mit kardanischer Tonarmlagerung masseloser Auflagekraft (besonders wohl der 600er Arm). Da bleibt abzuwarten ob Lichtenegger aus Kostengründen wirklich langfristig Project-Spieler in St. Georgen bauen wird udn Fehrenbacher auslastet. Meines Wissens hat Project ja eine sogar hochmoderne Fabrik selber. Der Name Rekkord klingt wie eine Fahrrad- oder Nähmaschinenmarke aus den 70er Jahren.


    Und: Ich finde es nach wie vor schade und beduaerlich, dass "Dual-Alt" (Fehrenbacher/Laux) und "Dual-Neu" (Zellner,Lange) nicht miteinander konnten.


    Aber es bleibt wieder mal spannend!


    Gruß

    Norbert

    Genau, die wurde verschenkt oder später an Händler im Zuge des "New-Tech" Programms ausgegeben. Drauf war eine eigenkreierte instrumentale DISCO-POP Mischung im Stil der 80er, die auch im Präsentationsraum auf dem Messestand gespielt wurde. Ich habe vor einigen Jahren mal fast ein Dutzend geschenkt bekommen, mittlerweile aber die meisten wieder weitergegeben.


    Norbert

    Zitat: " und die letzten CK20 mit Kunststoffrückwand". Gehört zwar nicht hierher aber es muss noch etliches an Restbeständen dieser letzten Konsolentype gegeben haben, denn noch 1978 legte Dual eine Serie des CS 1242 mit eben dieser Konsole aber regulärer CH 6 Haube auf.


    Gruß

    Norbert

    Bitte achte aus Sicheheitsgründen darauf, dass Du kein altes Röhrenradio in einer Allstromvariante oder mit Spartransformator verwendest. Diese Geräte haben keine galvanische Trennung zum Netz. Gerade bei einer Verwendung mit dem genannten Dual-Chassis ist bei diesen Geräten auf eine absolut saubere Trennung der Erdung bzw. absolut korrekten Anschluzss zu achten.


    Allstromgeräte sind meistens an der "U-Röhrenbestückung zu erkennen.


    Gruß

    Norbert

    ....na ja die guten alten Zeiten der Schnäppchen sind wohl endgültig vorbei. Ich erinnere mich noch an meint Super- Schnäppchen. Einen CS 721 im Erstbesitz eines älteren Herren in quasi Neuzustand, den ich 1994 auf einem Flohmarkt in München für sage und schreibe 5 DM erworben habe: seine Familie wollte den Spieler und seine umfangreiche Plattensammlung einfach los werden.



    Gruß

    Norbert

    Hallo,


    in der neuen STEREO ist der erste Test/Bericht über den CS 518 nachzulesen. Ein gutes Ergebnis! Allerdings wird nicht näher auf die neue Markenstruktur oder auf die Herkunft des Gerätes eingegangen.


    Gruß

    Norbert

    Der 250/80/85 hat einen leicht geänderten Tonarm (Lager) und einen neuen Motor, sonst ist es fast dasselbe Gerät.


    Das "c" beim 112 und 200er steht für einen Impedanzschalter am Tonarmkopf zur Anpassung an verschiedene Verstärkereingänge.

    Werde mal nachsehen, ob der E 250a tatsächlich nicht gelistet ist.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Jörg,


    doch, in meinem Buch steht im letzten Kapitel vor dem Krieg etwas über die neuen Typen mir Freischwinger-Tonabnehmer. Ebenso müsste ein Foto (ähnlich) im ersten Nachkriegskapitel vorhanden sein. Letztlich ist der Typ auch in der Spielerübersicht am Ende gelistet.


    Gruß

    Norbert

    Hallo,

    das ist ein klassisches Chassis E 250a aus den frühen Nachrkriegsjahren bis etwa 1949. Irrtiert bin ich, dass schon der neue Dual-Schriftzug ab 1949 auf der Schatulle ist. Die Schatulle dürfte die Type Nr. 11 sein, aber das bitte unter Vorbehalt, nur so aus dem Gedächtnis


    Die Bezeichnung 55E oder alternativ 50E bezieht sich nur auf den verwendeten Motor.

    Gruß

    Norbert

    Nun habe ich es auch getan – und mir nach langeem, langem Überlegen einen neuen PE zugelegt. Die Wahl fiel aufgrund des Preis-Leistungsverhältnis und wegen der „Exklusivität“ auf einen der 40 Stück PE 2020 jubilee, die es in nußbaum/schwarz oder weiß/schwarz gab. Mein weißes Exemplar trägt die Nummer 40 und ist damit das letzte aus dieser Serie. Bekanntlich hat diese Sonderversion statt einer hochglanzlackierten Oberfläche eine Aluplatte auf dem Chassis.


    Nun bin ich ja immer mit der Dual-Brille unterwegs und kenne andere Wettbewerber wie Rega, Thorens oder Projekt in dieser Preisklasse nur von der High-End in München, so dass meine Bewertung vielleicht zu subjektiv ausfallen könnten.


    Fangen wir mit dem Auspacken an. Alles war perfekt verpackt und zeugt davon, dass man sich auch diesem Punkt umfangreiche Gedanken gemacht hat.


    Das Gerät ist ungewöhnlich schwer. Die Verarbeitung des Gehäuses und des Chassis verdienen nach meiner Beurteilung die Note 1. Sehr sauber gefertigtes Holzgehäuse, eine stabile und bedämpfte Bodenwanne aus Metall, auch die obere Aluplatte des Sondermodells ist einwandfrei gefertigt und eingepasst. Da kann sich mancher Mitbewerber eine Scheibe abschneiden. Gleiches gilt für die solide Haube, die allerdings – zumindest bei mir schon – ein Nachstellen der Scharniere notwendig gemacht hatte. Das Subchassis federt nicht zu weich und ist konstruktiv ohne Tadel. Das Gerät macht haptisch schon eine große Freude.


    Zum Laufwerk: Subteller und Hauptteller (ebenfalls gedämpft) sind einwandfrei gefertigt und laufen absolut höhenschlagsfrei. Die mitgelieferte leichte Filzmatte ist heute ebenfalls Klassenstandard. Ich werde den Spieler ( wie auch meine neueren Duals) aber mit einer soliden Gummimatte nachrüsten, da damit die ohnehin geringe Klingelneigung des Tellers selbst bei aufgelegter Platte nochmals geringer wird.


    Als Motor fungiert ein üblicher kleiner DC-Motor, der über eine separate Elektronik angesteuert wird. Der Drehzahlschalter könnte allerdings ein wenig präziser ausgeführt sein, angesichts der übrigen Qualität wäre hier ein Knebel aus Metall (bei der ganzen Modellreihe) standesgemäßer. Der Motor besitzt zur Schonung des Riemens eine Anlaufsteuerung, die den Teller erst nach zwei drei Sekunden langsam in Betrieb setzt. Und über zwei kleine Potis kann auf der Rückseite die Drehzahl nachjustiert werden.


    Beim Betrieb war keinerlei akustische Rückkopplung oder Trittschall zu vernehmen. Auch das Anklopfen des massiven Gehäuses führte nicht zu einer Geräuschübertragung auf den Arm und das Tonabnehmersystem. Das spricht für eine serh gelungene Konstruktion und ausdrücklich auch gegen die heute auch in der oberen Preisklasse verbreiteten Brettspielerkonzepte.


    Bei der Bewertung des Tonarms tue ich mich schwer. Da muss ich zugeben, dass für mich persönlich nach wie vor der klassische Dual-Arm mit seiner vierpunktspitzengelagerten kardanischen Lagerung, der Auflagekrafteinstellung per Feder und beim Antiskating sowie dem Antiresonatorprinzip auch heute noch das Maß der Dinge über alle Fabrikate hinweg darstellt.


    Daher stehe ich den allermeisten heutigen Armen immer ein wenig skeptisch gegenüber, auch wenn sie wie in diesem Fall sehr hochwertig gefertigt sind. Ich habe die Ausführung TP 16 mit dem Carbon-Tonarmrohr, an dessen Spitze ein AT VM95SH mit Shibata Schliff arbeitet. Die Lager weisen eine geringe Reibung auf und sind quasi spielfrei justiert. Die Kombi System und Arm passt aus meiner Sicht gut, auch wenn ich die Resonanzfrequenz noch nicht mit der Ortofon-Testplatte bestimmt habe. Der Klang des gesamten Paketes überzeugt, wenn man die etwas hellere und analytische Abstimmung dieser japanischen Systemgattung mag. Bei Gelegenheit werde ich mal „rustikalere“ Systeme ausprobieren.


    Insgesamt bereue ich den Kauf nicht, es war eine gute Entscheidung. Stellt der PE doch auch optisch eine Bereicherung einer Anlage dar. Bei mir läuft er in Verbindung mit einem Magnat RV 1 beide passen optisch durchaus zusammen.


    Was würde ich mir bei Jammern auf hohem Niveau wünschen:Eine Einstellung der Antiskatingkraft und Auflagekraft per Feder, ein etwas elastischer angekoppeltes Gegenwicht und eine elektronische Endabschaltung des Gerätes. Allerdings sind dies Wünsche, die fast für die ganzen Mitbewerberfirmen ebenso gelten. Ein neuer PE -Spieler mit einer Tonarmlagerung á la Dual und einer Endabschaltung, dann wäre zumindest ich wunschlos glücklich.


    Norbert

    "Für meine Begriffe hat Dual da sehr gewagt gearbeitet" !


    Original waren die Anschlüsse des mittleren Thermoschalters überklebt und der Aufkleber trug den Hinweis mit "Vorsicht 220V Netzspannung"


    Norbert

    Hinweis:

    In der August - Ausgabe der STEREO ab 07.07 erhältlich kommt ein (Test)bericht über den CS 518.

    in der Juli Ausgabe ist eine Anzeige der neuen 418 und 518 geschaltet - und in bester Sintron-Tradition ist dort im Hintergrund statt dem 418 der 518 abgebildet......


    Gruß

    Norbert

    Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt hatte. Selbst zu Dual-Zeiten hat die Fertigung bzw. die Einhaltung der Toleranzen dieser Räder, insbesondere das große Wickelrad den Dual-Leuten manch graues Haar wachsen lassen.....


    Norbert

    Die 600er der ULM Serie der 1 .Generation haben zwar nicht mehr den 2-fach Antiresonator wie die Vorgänger, aber auch diese Modelle haben im Inneren des Balancegewichts ein schwingend aufgehängtes Bleielement, das der Tonarmresonanz entgegenwirken soll. Und Dual lieferte als Zubehör für die Modelle 506, 506-1,622, 626RC 626 und 650 RC auch eine modifizierte Version des 714/731 Tuning-Antiresonators als Zubehör (kaum zu finden!). Das machte aber nur Sinn, wenn man andere Systeme mittels des Umrüstsatzes verwendet.


    Ansonsten ist das Laufwerk gleich. Relativ schnell nach Serienanlauf wurden aber die Alu-Druckgussteller gegen Alu-Prägeteller ausgetauscht.


    Gruß

    Norbert

    Na da empehle ich das aktuelle Buch von Rainer Jäckle, der seinen Fokus auf das Werk 2 in Meßkirch aber auch auf zahlreiche Schilderungen von Mitarbeitern baut. Werksferien gab es immer sogar während des zweitgen Weltkriegs. Ersatzteile wurden (ich habe das mal in meinem Buch vermerkt) etwa 8 Jahre vorgehalten. Dann gingen Schreiben an die Werksvertretungen raus, dass ab Werk die Lieferungen eingestellt würden.


    Norbert

    Hallo,


    Zulieferer gab es auch schon zu Gebrüder-Steidinger Zeiten. Aber natürlich wurde in den großen Produktionshallen selbst "viel gestanzt und gedreht". Horst Häseler übernahm dann nach dem Konkurs einen Teil der Metallbearbeitung, machte sich selbständig und lieferte später an Dewek/Schneider zu. Normteile wird aber meiner Einschätzung nach immer von Zulieferern bezogen haben, das hätte ja sonst keinerlei Sinn gemacht.


    Nach der Thomson-Übernahme wäre nach dem Umbau des Werkes 5 und der Installation modernster Montagelinien (und Zulieferung von vielen Teilen) eine theroretische tägliche Produktion von 4000-5000 Geräten in nur einem (!) Werk möglich gewesen, was aber dann nie mehr bis zur Obergrenze ausgeschöpft wurde.


    Gruß

    Norbert