Michas Bastelstunde

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    • Michas Bastelstunde

      Heute die Folge: "Ich baue mir einen Enterhaken"

      Hat wohl fast jeder hier schon mal vor dem Problem gestanden, wie

      bekommt man die Kabel leicht von den Stiften im Schaltkasten?

      Wenn man kein passendes Werkzeug hat, baut man sich eben eins.

      Man nehme eine Büroklammer, biege die eine Seite auf, isoliere

      ein Stück ab (vorher den Plattenspieler stromlos machen), biege

      an dem Ende 2 mm mit einer Flachzange um 90° oder etwas mehr

      um, fertig ist der Haken!



      Damit unter den Kontakt fahren, nach innen drehen und vorsichtig ziehen.

      Am Draht auf der anderen Seite auch etwas ziehen oder rumjackeln, schon

      Ist der Steckschuh draußen. Keine abgerissenen Stifte und tausend Flüche

      mehr.


      Viel Spaß beim Nachbauen, Micha
    • Ich benützen die Büroklammerhaken auch, unter anderem auch am TK. Für die Masse, da die Nasen an der Kontaktplatte ja meistens verbogen sind. Ich finde Büroklammern gehören in jeden gut sortierten Werkzeugkasten :thumbsup: .
      Gruß Ulrich
      Das kannste schon so machen aber dann ist es halt kacke...
    • Habe das bisher mit zwei Schlitzschraubendrehern gemacht, aber das waren auch Modelle wo mehr Platz war. Die Lösung sieht für engere Lösungen echt gut aus.

      Hat jemand hier mittlerweile eigentlich rausgefunden ob und wo man diese Kabelschuhe beziehen kann?

      Gruß, Felix
    • Hallo Volker,

      der Ansatz ist schon mal gut, auch dieses Teil könnte man als Helferlein einsetzen.

      Ist aber leider nicht die Lösung.

      Anbei ein Bild einer Ködernadel aus dem Angelsport.

      Grüsse

      Peter-Paul


      CS 741 Q mit TKS 390 + TKS 380
      704 mit Nagaoka MP 11 + Shure V15III mit Shure Special Tracking Shibata
      601 mit Dual M20E
      Aikido Phono 1
    • Ich will das Rätsel auflösen.
      Es sind dies die Zungen-Nadeln einer Rundstrickmaschine.
      Auf dieser Maschine wird der Jersey-Stoff gefertigt, aus dem man dann später T-Shirts herstellt.

      Grüsse
      Peter-Paul
      CS 741 Q mit TKS 390 + TKS 380
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    • Hi Peter-Paul !

      Schimmerlos schrieb:

      Es sind dies die Zungen-Nadeln einer Rundstrickmaschine.
      Interessant ist dann immer die Ableitung *wodurch* jemand an dieses oder jenes Teil geraten ist.
      Bei den Büroklammern ist das ja noch einigermaßen nachzuvollziehen, da man die praktisch überall findet.
      Aber bei Zungen-Nadeln einer Rundstrickmaschine ?
      Da muß es einen anderen, vielleicht berufsbedingten Bezug geben.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter,

      den berufsbezogenen Punkt gibt es. ;)
      Ich habe Industriekaufmann in einem Textilbetrieb gelernt.
      Dort werkelten neben Webmaschinen im damaligen "neuen Trend" , der aus den USA kam, auch die ersten Rundstrickmaschinen.
      Auch die Kaufleute bekamen seinerzeit innerbetrieblichen Unterricht über die Abläufe in einer Textilfabrik und die damit verbundenen technischen Einrichtungen und Maschinen. Damals habe ich mir für mein Berichtsheft einige Zungen-Nadeln stibitzt. Die Berichte gibt es nicht mehr, nur die Nadeln habe ich noch aufgehoben.
      Google mal nach Rundstickmaschinen. Hier kannst Du die Strickmaschinen sehen.

      Grüsse
      Peter-Paul
      CS 741 Q mit TKS 390 + TKS 380
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Schimmerlos ()

    • Hi Peter-Paul !

      Schimmerlos schrieb:

      Damals habe ich mir für mein Berichtsheft einige Zungen-Nadeln stibitzt. Die Berichte gibt es nicht mehr, nur die Nadeln habe ich noch aufgehoben.
      Siehste. Genau das meinte ich.
      Witzig sind immer die kleinen Anekdoten, die hinter solchen Sachen stecken.

      Sowas aus der Art: "Wie damals das ausgestopfte Krokodil in unseren Familienbesitz kam"

      :D
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Moin,


      es ist mal wieder an der Zeit für eine Baselstunde.

      Da es mir ja an den Kenntnissen an Elektronik mangelt, versuch ich mal mit

      einem Werkzeug mich zumindest einigen Bauteilen anzunähern.

      Da so ein "Bauteiltester" mir nicht zuviel kosten darf, habe ich mich also in der

      Bucht nach etwas Günstigem aber doch recht Universellem umgesehen, was

      die Könner wie Peter schon öfter mal hier zur Sprache brachten, also die

      Geräte aus China. Entschieden habe ich mich dann für ein Gerät, das angeblich

      aus Deutschland versendet wird, von einem chinesischen Anbieter mit Sitz in

      China. Der Versand dauerte dann auch nur acht Tage.

      So sieht das dann zusammengebaut aus:



      Ich brauchte die fertige Platine und den Batteriehalter eigentlich nur in das Gehäuse zu setzen.

      Die Schutzfolien vorher abziehen braucht etwas mehr als Fingernagelgefühl und die Batterie

      will nicht so recht in ihren Halter. Beide drücken auch das Gehäuse unten etwas zuweit

      auseinander. Irgendwo muss der Preis ja herkommen ;)

      Die ersten Messversuche an einigen Kondensatoren gingen dann auch erst mal daneben.

      Ich hatte nämlich die Pins zuerst wahllos in die Anschlüsse des türkisfarbenen Kästchens

      gesteckt. Mal wurde ein Ergebnis angezeigt, mal kam nur eine Error-Meldung. Was war passiert?

      Eigentlich arbeitet das Gerät nur mit drei Messpunkten, die aber mehrfach als Anschlüsse

      vorhanden sind. Die obere Reihe ist sogar beschriftet mit 1, 2 und 3. Im folgenden Foto habe

      ich dann die Beschriftungen der unteren Reihe mal in rot hinzugefügt:



      Wenn ich nun beide Drähte des Kondensators zum Messen zufällig an den gleichen Punkten

      eingesteckt hatte, konnte dort auch gar nichts gemessen werden. Bei Verschiedenen, also

      z. B. zwischen 1 und 2 hatte ich aber innerhalb weniger Sekunden recht genaue Ergebnisse.

      Also weiter "testen" mit Dioden, Widerständen und Transistoren, was sich eben in meiner

      Wühlkiste so angesammelt hatte. Auch damit, richtig eingesteckt, eine schnelle Anzeige der

      Bauteile auf dem grafischen Display. LEDs bringt das Gerät sogar kurz zum Leuchten und

      zeigt deren Werte, wie z. B. die Polarität.

      Alles in Allem ein schönes "Spielzeug", was den Preis von nicht mal 10 Euro voll rechtfertigt.

      Hier der Link zu "meinem" Anbieter:

      ebay.de/itm/LCR-T4-Mega328-Tra…ksid=p2057872.m2749.l2649

      Es gibt durchaus noch günstigere Verkäufer, wo allerdings der Versand deutlich länger dauert.

      Auch muss man aufpassen, dass man zumindest ein komplettes Gerät bestellt und nicht nur

      ein Batteriefach oder ein Gehäuse. Gehäuse könnte man sich auch per 3D-Drücker selbst

      erstellen. Unter der Suche "LCR-T4 Mega328" gibt es, nicht nur dazu, reichlich Videos über

      das Gerät und seine Funktionen im Internet.


      Frohes Messen, Micha
    • Hi Micha !

      Diese Gerätefamilie, die von Dutzenden Anbieter zu bekommen ist, unterscheidet sich in Details im Aufbau und in der integrierten Steuersoftware. Da gibt es einen interessanten Test, den nur Geräte mit der neueren Software packen:

      Nimm' mal so anderthalb Meter abgeschirmtes Kabel und steck die Abschirmung auf 1 und den Innenleiter auf 2.
      Dann einschalten.

      Alte Firmware meldet "Kein oder defektes Bauteil", neuere Firmware liefert Dir den Kapazitätswert des Kabels.
      Damit läßt sich dann auch ein Dreherkabel testen, wenn man den Tonabnehmer abnimmt und das Ende mit einem Adapterstück (z.B. DIN-Buchse mit kurzen Kabelenden) für den Tester passend macht. Dann hört nämlich auch die Raterei auf, warum ein Dreher mit System X nach dem Wechsel des Anschlußkabels plötzlich so matschig klingt ... weil das Kabel z.B. über 800pF Kapazität hat, wie ich neulich mal bei einem "Kundengerät" gemessen habe.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • mickdry schrieb:

      Hier der Link zu "meinem" Anbieter:
      Gestern kam mein Gerät.

      ebay.de/itm/LCR-TC1-Transistor…N-PNP-MOSFET/143224475399

      Vorteile:
      • Fertiggerät
      • Farbdisplay
      • IR Sensor
      • LI-IonenAkkubetrieb incl. USB-Ladekabel
      • Zusätzliche Messkabel
      • Elko und LED als Testobjekte
      Gruß
      Michael
      ---
      Suche folgende Dreher: DUAL 1006A/AM + ELAC Miraphon 17H

      Vintage-Damen mit Vinyl-Platten - Yeah!
    • Guten Morgen zusammen,

      wacholder schrieb:

      Diese Gerätefamilie, die von Dutzenden Anbieter zu bekommen ist
      Peter dank Deiner Empfehlung damals hatte ich mir auch so ein Teil bestellt und
      bin restlos begeistert was dieses geniale Ding leistet.
      Der Gehirnschmalz der hier verbaut ist stammt nicht von den Chinamännern.
      Die haben wie immer nur abgeschrieben, sechs setzen....

      Die Idee stammt ursprünglich von Markus Frejek, guckst Du hier!
      Wie das mit guten Ideen so ist, wurde die begeistert aufgenommen und von Karl-Heinz Kübbeler hier weitergedacht.
      Dort kann man die lange Liste der Möglichkeiten nachlesen, echt beeindruckend.

      Von den Chinesen bekommt man aber eine fertige Platine mit allen Bauteilen zu einem konkurenzlosen Preis.
      Meine Ausführung hat den Atmega gesteckt, so kann ich den ausstecken und mit der neuesten Software flashen.



      Eine SPI hat das Board leider nicht, sonst könnte man das sogar im eingebauten Zustand erledigen.
      Ich habe die Mimik einfach mit einem Schalter und einer LED auf ein Alublech geschraubt.
      Bei mir ist anscheinend schon die aktuelle Firmware installiert, ich kann das Kabel messen. ^^
      Die Software und alles andere sind hier veröffendlicht.

      Viele Grüße
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von steamyboy ()

    • Moin Micha und Michael!

      Könntet ihr mir sagen wie eure Geräte den "Wacholder-Kabelkapazitätstest" absolvieren :?:
      Mit Gruß Dietmar M. aus W.
      Höre Musik (Stand Januar 2018) mit:
      Dual 731Q + Shure V15 III mit Cleorec Nachbaunadel - Dual 1218 + M95 G-LM mit N95ED - Grundig PS 4500 + AT120E - SABA PSP 350 + AT13EaX mit ATN 13 oder über:
      18er Spulen mit AKAI GX-270D oder CD über Yamaha CDX-590 oder MC über Yamaha KX-480 oder PC mit einer Creative SB X-Fi
      mittels
      Yamaha RX-570 mit Dynaudio Contour I MK II und/oder ACOUSTIC ENERGY AEGIS Model 1 :whistling: