Neuer Spieler von DGC

  • :D

    bei Maximaldrehzahl - ganz schnell die neue Helene Fischer LP für die Freundin abspielen, damit man's rascher hinter sich hat...


    Manchmal bringt mehr Tempo auch einen neuen Beat:



    :D:D

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Moin!


    Hui, hier gehts aber ab.
    Ja, ich denke, für 230€, bekommt mensch heute keinen High-End-Dreher.
    Aber das wird ja auch nicht erwartet.
    Als ich mir meinen ersten Dreher kaufte, war das Wichtigste, dass er billig war.
    Er war in einer Schneider Team 25 Anlage eingebaut (wer weiß, wer den eigentlich hergestellt hat, der melde sich) und drehte sich fast 10 Jahre ohne Beanstandung.
    Ich glaub zwar nicht, dass der DT so lange hält, aber die Zielgruppe ist wohl ähnlich.
    Wenn er so solide ist wie er dargestellt wird,
    wird er seine Hauptaufgabe Platten abzuspielen wohl ganz gut hinkriegen.
    Ich bleib aber bei meinem Tipp, wenigstens den Epo E aufklipsen.


    Vinyle Grüße
    Thomas =8)

    Was wir brauchen, sind verrückte Leute;
    seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    (George Bernard Shaw)


    Meine Anlage klick hier... ;)

  • Hi Thomas !

    Er war in einer Schneider Team 25 Anlage eingebaut (wer weiß, wer den eigentlich hergestellt hat, der melde sich)

    Das scheint eine weitere Abwandlung des Garrard SP25 zu sein, der als Mk.IV in meiner Schneider TS1702-Anlage drinsteckte.
    Ich habe immer geargwöhnt, daß das ein umgelabeltes Gerät ist, was bei BSR vom Stapel gelaufen ist. Sozusagen ein Lohnauftrag von einer britischen Firma (die sich nicht mit "Kleinschrott" abgeben wollte) an eine andere britische Firma (die damals größter Plattenspielerhersteller der Welt war).




    ^^



    Ja, ich denke, für 230€, bekommt mensch heute keinen High-End-Dreher.
    Aber das wird ja auch nicht erwartet.

    Bestimmt nicht.
    Aber es scheint sich ja wirklich zu lohnen, auch wieder halbwegs vernünftige Einstiegsdreher zu bauen, die nicht nur aus Hartplastik bestehen und wo man sogar Auflagegewicht und Antiskating einstellen kann. Okay - das gibt es andersrum auch nicht für 99 Euro. Und ob das nun aus dem Hanpin-Modellbaukasten kommt oder Peng. Klebt diesmal eben ein Dual-Sticker auf dem Gehäuse. Wenn das Ding halbwegs brauchbar ist, bleibt der Name wenigstens in guter Erinnerung. Ich habe meiner Mutter zu Weihnachten einen Fernseher von Telefunken geschenkt. Der kommt von Vestel aus der Türkei und hat mit "Telefunken" auch nix zu tun. Macht aber, was er soll. Also.


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

    Einmal editiert, zuletzt von wacholder ()

  • Der Spieler ist heute angekommen und mein erster Eindruck ist gut.


    Klangempfinden ist ja immer subjektiv, daß System funktioniert und macht Mucke und das gar nicht so schlecht für den Preis.


    Erste Platte ist von Jean-Michel Jarre und die Geschwindigkeit sieht schon mal gut aus nach meinem Hörempfinden.
    Ich werde mich damit aber später noch befassen. Für das was es kostet, ist es okay. Das Einrichten war einfach, die
    Anleitung ist gut beschrieben und Antiskating funktioniert.


    Den Tonarm schaue ich mir auch später mal genauer an. Der Lift ist schön weich, also kein Plumpser. Dauert auch
    nicht zu lange bis die Nadel auf der Platte aufsetzt. Wenn Interesse besteht, ich habe Bilder gemacht beim auspacken
    gemacht. Das Einzige was ich derzeit zu bemängeln habe, ist die Verpackung. Hermes scheint da nicht zimperlich zu sein.

  • Moin!


    Danke wacholder!


    Wenn mich mein vom Alzheimer geküsstes Gehirn nicht täuscht, war es der auf dem zweiten Bild. Der hat fast 10 Jahre durchgehalten und ich war damals bestimmt nicht zimperlich.
    Ich find es jedenfalls gut, dass es wieder günstige Dreher gibt, die nicht gleich Kernschrott sind.


    Vinyle Grüße
    Thomas =8)

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    (George Bernard Shaw)


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  • ...einziges Haar in der Suppe wäre für mich die nicht vorhandene Endabschaltung... Ich weiss, haben teurere auch nicht, wäre aber für mich schon relevant. Ob das wohl bewusst zur Abgrenzung weggelassen wurde?
    Insgesamt finde ich es aber wirklich gut, dass es für Einsteiger etwas brauchbares auch neu zu kaufen gibt. Und soo schlecht sind die AT 91/3600 und deren Abkömmlinge nun wirklich nicht. Mit einer besseren Nadel dürfte da schon noch einiges an Potenzial drin sein.
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass auch schon Dreher für nahezu das zehnfache serienmäßig mit einem AT95 oder OM10 ausgeliefert wurden ....
    Also: wenn ich nicht so ca. 60 Dreher hätte und neu - oder wiedereinsteigen wollte, so wäre das für mich durchaus eine Überlegung wert... :D


    Gruß Gerhard

  • Manchmal bringt mehr Tempo auch einen neuen Beat:

    Hihi, die deutsche Übersetzung vom Papa ist : Morgen früh stehe auf und breche ihm
    die Beinchen :D
    Außerdem sagt Calvin glaube ich noch so was wie "Beethoven auf 78 ist der Renner" :thumbsup:



    System funktioniert und macht Mucke und das gar nicht so schlecht für den Preis

    Ich komme mit der Formulierung "für den Preis" nie so recht klar. Also ganz gut :thumbdown: dafür das es
    billig ist oder wirklich gut ?


    Ulli


  • Ich komme mit der Formulierung "für den Preis" nie so recht klar. Also ganz gut :thumbdown: dafür das esbillig ist oder wirklich gut ?


    Ulli

    Hallo Ulli,


    ich finde den Klang des Systems über den Phonovorverstärker Schiit Mani gut. Mir gefällt es also gut.


    Den eingebauten Vorverstärker vom Spieler habe ich noch nicht benutzt. Dazu kann ich noch nichts sagen.

  • ch komme mit der Formulierung "für den Preis" nie so recht klar. Also ganz gut dafür das es
    billig ist oder wirklich gut ?

    es gibt halt nicht nur schwarz und weiss, sondern auch Abstufungen. Für den Preis gut heisst für mich, bedenkt man was normalerweise die letzten Jahre für 200,- für ein Kernschrott verhökert wurde taugt er durchaus. Dass man da keinen neuen 704 für den Preis erwarten kann dürfte wohl klar sein. Und "billig" sind 230,- Euro nun auch nicht mehr direkt. Da könnte man schon eher von Preiswert sprechen.

  • Ihr könnt ruhig mal ein bisschen differenzieren: "Ich habe hier eine Grau-Kollektion von einer belgischen Firma… Da haben sie 28 Grautöne in jeder Qualität, da werden sie bestimmt zufrieden sein: Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau, Steingrau, Bleigrau, Zementgrau…" :D


    Zum Thema: Wenn der Spieler einigermaßen ordentlich die Platten abspielt ohne zu fräsen, ist doch alles gut.
    Das ist dann ein günstiger Plug&Play Einstieg in die Vinylwelt, der dazu noch passabel aussieht.

    Gruß Christian


    _________________


    Ich suche folgende LPs von Pearl Jam: Live on two legs, Lost Dogs, rearviewmirror

  • ...

    der dazu noch passabel aussieht.

    ...


    Und wo Dual draufsteht.


    Okay: der angeheiratete Teil der Familie aus dem Ausland.
    Aber ein Name erweckt vielleicht Interesse, wenn der Opa erzählt "Jau - wir hatten damals auch immer Dual Plattenspieler ..."


    Das verschafft vielleicht auch diesem Forum den einen oder anderen Zulauf.
    Daher ist es ganz praktisch, wenn sich Forianer "opfern", den Cousin aus Fernost mal unter die Lupe zu nehmen.


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Käufer von solchen Geräten wollen sicher eins nicht: Am Gerät herumbasteln.
    Das muß nach dem Motto: Auspacken, Aufstellen, Anschließen funktionieren.

    Genau so ist es. Die Zielgruppe hochwertiger Vintage-Geräte wird hier nicht angesprochen, sollte sie auch gar nicht.


    Ich juble nicht, wo es nicht wirklich etwas zu jubeln gibt. Eines kann ich den ganzen Konsumer-Drehern aber abgewinnen: Jeder verkaufte Dreher erhöht die Nachfrage nach Vinyl.

    Sehe ich ganz genau so!


    In der Preisklasse bis 300,- € ist mein derzeitiger Favorit der Teac TN-300.


    Optisch sehr gelungen, wie es bei vielen aktuellen Geräten der Fall ist, zeigt sich der Teac TN-300.
    Meiner Meinung nach ist er aber nur ein nicht besonders hochwertiger Brettchenspieler.
    Für den technisch nicht versierten Einsteiger oder den Wenighörer mag er aber das ideale Gerät darstellen.
    Das es eine Zielgruppe gibt, zeigen die recht hohen Verkaufszahlen des Drehers.
    Die Punkte lassen sich natürlich genau so auch auf die einfachen Fehrenbacher Geräte übertragen.


    Der von Hanpin ist sooo übel nicht

    Mit Hanpin habe ich nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Diese liegen allerdings alle 10 Jahre und länger zurück.
    Hier soll sich ja qualitativ doch einiges zum Guten hin verändert haben.


    Die Technics SL12xx Nachbauten von Omnitronic und Co. waren zu der Zeit allesamt eine absolute Katastrophe.


    Das hier ist übrigens von der Verarbeitung her der übelste CD-Player, den ich jemals in Händen hatte:




    Ja, ich denke, für 230€, bekommt mensch heute keinen High-End-Dreher.
    Aber das wird ja auch nicht erwartet.


    Richtig! Obgleich € 230,-- für heutige Verhältnisse sehr viel Geld ist, wenn wir über "Consumer Electronic",
    wie es so schön heißt sprechen, erwartet heute ohnehin kein Kunde mehr, dass er dieses Gerät in
    5 Jahren immer noch nutzen wird.



    Den TN 450 mit der Bluetooth Funktion finde ich klasse - den Plattenspieler frei im Raum aufzustellen ohne weitere Analge erscheint mir für bestimmte Wohnsituationen reizvoll.


    Und genau an der Stelle hat die Industrie doch ihre Aufgabe verstanden. Alle Schlagworte von USB bis Bluetooth wurden bedient.
    Gäbe es jetzt noch eine "App" (für mich das Unwort der letzten Jahre), mit der sich der Dreher vom Smartphone aus steuern lässt,
    ständen die Leute Schlange.


    Für mich sind das alles völlig abschreckende Attribute, aber dieser geringe Teil Kunden, der gegen genau diese Zielgruppe schwimmt, ist so klein, dass man hier nichts verdienen kann.
    In meinem kompletten Haushalt ist außer dem Handy übrigens keine einzige Komponente drahtlos, denn Kabel ist durch nichts zu ersetzen.

    Gruß
    Michael


    -----

  • Hallo,


    ...


    Und wo Dual draufsteht.


    Okay: der angeheiratete Teil der Familie aus dem Ausland.
    Aber ein Name erweckt vielleicht Interesse, wenn der Opa erzählt "Jau - wir hatten damals auch immer Dual Plattenspieler ..."


    ok, der heutige Chef von Dual-Landsberg und Eigentümer der "Dual"-Namensrechte Christoph Homberg war früher bei den Schneider Rundfunkwerken, der damaligen "Mutter" von Dual, nachdem Thomson den Laden heftigst gefleddert hatte...


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo in die Runde. :)


    Mittlerweile hat der DT 450 Plattenspieler 16 LP's gespielt und befindet sich immer noch in der Einlaufphase.


    Es funktioniert alles wie es soll und ich versuche nun umfangreich auf die Sachen einzugehen, mit meinen gegebenen Möglichkeiten.


    Das Gehäuse besteht aus 15mm dicken, beschichteten MDF und der Boden ist 10mm dick. Verschraubt ist der Geräteboden mit acht
    Schrauben. Die Haube macht einen guten Eindruck. Sie ist klar und die Mechanik ist so ausgelegt, daß die Federn der Schaniere die
    Haube ab einer gewissen Höhe nach oben ziehen. In den Schanieren befindet sich kein Spiel, die Schaniere sitzen fest im Gehäuse und
    auch im Deckel. Die Haube hat eine Dicke von ca. 3mm und tönt dunkel wenn man dagegen klopft.


    Damit die Haube nicht auf dem Gehäuse aufliegt, hat sie vorne zwei Gummidämpfer wie man es z.B. vom CS 620Q kennt.


    Die Tonarmbasis ist aus Kunststoff, der Tonarm selbst wohl aus Alu und schwarz beschichtet. Die Schalter für Ein/Aus und 33/45 sind
    einfache Schalter, wie man sie aus dem Elektrobedarf kennt. Das Anschlußpanel auf der Rückseite wirkt wertig und sauber verarbeitet.


    Nach zwei LP's prüfte ich die Umfrehungsgeschwindigkeit mit einer Stroboskopscheibe und der App "RPM Calculator". Der Spieler war von Werk
    aus einen kleinen Tick zu schnell eingestellt, was ich aber nicht wahrgenommen habe. Ich stellte den Spieler dann anhand der Potis auf der Rückseite
    richtig ein. Das funktioniert gut. Die Potis sind auch nicht ganz so empfindlich das ein winziger Dreh gleich viel Geschwindigkeit ausmacht. Das war
    für mich auch mit ein Kriterium für die Anschaffung, die Feineinstellung der Drehzahl.


    Die Gerätefüße sind sehr einfach gehalten, aber sie sind weich und federn ein bißchen nach. Der Lift funktioniert einwandfrei und auch die
    Tonarmverriegelung macht was sie soll. Im Lieferumfang war ein Puck für Singles und auch ein Audiokabel dabei. Es ist einen Meter lang
    und das Massekabel ist ein kleines bißchen länger. Der Trafo ist extern in einem Steckernetzteil untergebracht.


    Der Plattenteller ist aus Aluminiumdruckguß und läuft ziemlich ruhig. Einen Höhenschlag, welcher für mich ein Grund für eine Rückgabe gewesen wäre, kann
    ich nicht feststellen und auch ist der Teller in der Waage. Der Lichtspalt ist auf beiden Seiten gleich groß, wenn man unter dem Plattenteller durchschaut.


    Der eingebaute Entzerrvorverstärker funktioniert einwandfrei an einem Line In Eingang. Im Vergleich mit dem Schiit Mani Phonovorverstärker hat der
    eingebaute Pre natürlich das Nachsehen, aber ich hatte nicht mit einem so guten Klang gerechnet. Allerdings bringt der eingebaute Pre ein ganz leises
    Massebrummen mit, welches beim Abspielen einer Platte aber nicht mehr zu hören ist. An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen das ich
    über Kopfhörer höre und dort bekomme ich vieles mehr mit als über meine Lautsprecher.


    Das verbaute MM-System ist das AT3600 welches bekannt sein dürfte. Da hatte ich erst Sorgen das dieses System sich sehr schlecht anhören würde,
    nach allem was ich so gelesen habe. Meine Sorge war aber völlig ungegründet. Mir gefällt der Klang wirklich gut und wenn es erst einmal eingespielt ist,
    wird es vielleicht noch besser.


    Noch etwas zum Tonarm. Der Tonarm hat bei meinem Modell kein Spiel. Er ist 2-fach kugelgelagert. Er bremst nicht, soll bedeuten ich empfinde
    nicht, daß die Lager zu straff eingestellt sind. Ich konnte den Tonarm einwandfrei ausbalancieren und auch das Antiskating sprach spontan an. Die
    Skala für das Auflagegewicht ist ziemlich genau. Dies konnte ich nach Kontrolle mit der Tonarmwaage feststellen.


    Im Innern des Gerätes befindet sich eine kleine Platine mit der Elektronik für den Motor und dem Vorverstärker. Vom inneren Aufbau habe ich
    ein Bild gemacht. Man fragte mich ob der Spieler DT 450 was taugt. In meinen Augen tut er das. Doch die Zeit wird es zeigen wie zuverlässig
    der Plattenspieler ist und ob ich das dann noch immer so sehe. Nach 100 LP's melde ich mich dazu wieder.


    Danke für's Lesen und noch viel Freude beim hören, basteln und erfreuen am Hobby. ^^




    3 Mal editiert, zuletzt von Geisen () aus folgendem Grund: Ich habe weitere Bilder hinzugefügt. ;-)

  • Also: ich finde, dass immer Mehr für diesen Plattenspieler spricht - vor Allem für diesen Preis. Er müsste jetzt bloss noch lange haltbar sein, dann wäre das für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Hätte ich keinen Dreher und wollte einen Neuen haben, dann würde ich spätestens jetzt dieses Modell ordern. Im Vergleich zu den früheren "Holzgehäusen" der Dual Dreher aus Knäckebrot und Folie ist dieses Zargengehäuse aus MDF in meinen Augen sogar wertiger! Weshalb wohl baut man Boxen aus diesem Material? War da nicht Irgendwas mit Resonanzen schlucken? Nicht, dass ich mir noch so'n Ding kaufe; in den Fingern juckt's gewaltig und ein Shure M95 hab' ich auch noch zuviel...

  • Hallo,


    Vielen Dank für die Bilder und Deinem kleinen "Bericht" Dietmar.


    Leider kann man es auf den Bildern nicht richtig erkennen. Der Motor ist doch bestimmt etwas entkoppelt vom Gehäuse montiert oder?



    Ich persönlich mag dieses "Holz-Muster" im Furnier nicht wirklich leiden (deshalb musste z.B. mein 750-1 das Haus wieder verlassen). Da hätte bestimmt eine seidenmatte Oberfläche noch einiges "rausgeholt" bei der Optik. Aber das ist halt eine reine Geschmacksache.



    Auch wenn ich nicht wirklich eine Person der hier angedachten "Zielgruppe" bin, da ich eher auf die "Ollen Kisten" stehe, finde ich das hier gezeigte Gerät gar nicht mal so übel.



    Immerhin ein "echter Plattenteller" (nicht so ein Blech-Teil), recht ordentliches "Gehäuse", mit Phono-Pre, schön schlicht gehalten und eine Haube ist auch dabei. Wenn das Tellerlager einigermaßen stabil gebaut ist und der Motor und dessen Ansteuerung dass machen was sie sollen, ist das meiner Meinung nach schon eine solide Basis.


    Zum Tonarm wird man wohl nicht viele positive Bemerkungen erhaschen. Das ist halt ein recht einfach gehaltener Arm. Aber: So lange das Lagerspiel i.O. ist und Antiskating und Lift funktionieren ist es doch okay. Und der Tonabnehmer ist doch auch als Einsteiger Modell in Ordnung.



    Obgleich € 230,-- für heutige Verhältnisse sehr viel Geld ist, wenn wir über "Consumer Electronic",
    wie es so schön heißt sprechen, erwartet heute ohnehin kein Kunde mehr, dass er dieses Gerät in
    5 Jahren immer noch nutzen wird.

    Klar sind 230€ viel Geld. Aber wenn man bedenkt was aktuelle Smartphones, BT- Lautsprecher und Co. kosten ....... dann relativiert es sich doch wieder ein wenig. ;)



    Zum Preis: Ich denke der ist für das gebotene vollkommen okay und Marktgerecht. Optisch "klassischer" Plattenspieler mit eingebautem Vorverstärker, Marken- Tonabnehmer und Abdeckhaube. Rechnet man einfach mal schon 70-75€ für Tonabnehmer und Haube, bleibt da nicht mehr so viel übrig für Gehäuse, Elektronik, Motor, Tonarm, Importkosten, Marketing, Zoll, Abgaben und so weiter.



    Ich denke es gibt durchaus schlechter verarbeitete Dreher mit einer weniger gefälligen Optik zu einem viel höheren Preis.



    Hätten die da noch eine Endabschaltung (nur Abschaltung und Arm anheben) mit eingebaut, und von mir aus den Preis auf 250€ gesetzt, würde der Dreher bestimmt noch besser "ankommen".



    Aber wer weiß es schon.... eventuell kommt ja noch ein Modell mit Endabschaltung und/ oder verschiedene Farb- Varianten. Ich denke die haben mit dem DT 450 schon ein nicht so schlechtes Produkt für den "Wieder- bzw. Neueinsteiger" gebaut, der nicht so schlecht ankommen sollte.

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Gerne!


    Der Motor ist so ähnlich aufgehangen wie der meines CS 504 nur eben einige, viele Dimensionen kleiner, aber nach diesem Prinzip.


    Der Motor selbst ist mit zwei Schrauben an einer Platte befestigt. Die drei Schrauben der Platte werden durch Gummihülsen geführt
    und dann ins Holz geschraubt. Man kann diese EInheit bewegen und spürt die Dämpfung, es ist nicht starr sondern etwas beweglich.



    Ich habe mal versucht ein Foto davon zu machen.


    Mit Blitz:




    Ohne Blitz:


  • Hi Alfred !

    Bilder sagen mehr als tausend Worte

    Der Dietmar hat es aber begleitend sehr gut erklärt. ^^


    Okay, daß der interne Phonoverstärker nicht so der Brenner sein würde, müßte schon klar sein. Eventuell kann man mit wenig Aufwand das Brummen noch wegkriegen. Ich schätze, daß die Netzteilschaltung etwas sparsam ausgefallen ist und der Betrieb des Motors einkoppelt. Und oft reicht schon ein Stück alukaschierte Pappe, die mit Masse verbunden ist, um kleinere Einstreuungen weg zu bekommen.
    (Tip: Die Pappkartons von den Dickmanns Negerküssen hat innen eine metallische BEschichtung ... Dann hat man Bastelspaß,


    Also würde *mich* jemand fragen, welchen Dreher er kaufen sollte, wenn er 350 Euro übrig hätte, würde ich den mit einem anderen Tonabnehmer empfehlen. Zum Beispiel das Goldring E, von dem Matthes vor einiger Zeit berichtet hat und was mit diesem Dreher zusammen einigermaßen in dem Kostenrahmen bleibt. Gut - ein bißchen Ikea kauft man mit, weil man das Gerät erst fertig montieren muß, aber vielleicht ist das ja auch ein Teil des Spaßes. Dietmars Bericht liest sich jedenfall sehr positiv.


    Ich denke mal, daß so ein Gerät leicht und locker bei heutiger Nutzung von Schallplatten zehn Jahre hält. Vielleicht sogar länger.
    Was nicht drin ist, kann nicht kaputtgehen. Das Kriterium ist dann in erster Linie der Motor. DC-Motoren haben nun mal leider Schleifer, die irgendwann abgenudelt sind und die man in den seltensten Fällen wechseln kann. Ob es den Motor dann noch komplett gibt ? Wer weiß. Dann ist die Frage, wie lange die Beschichtung hält und wie sie nach zehn Jahren in einem Wohnzimmer und unter Wärme, trockner Heizungsluft und Sonnenbestrahlung dann aussieht. Ich habe im Moment einen 505-3 "zu Gast", wo die schwarze Folierung geschrumpft ist und die Gehrungen der Ecken den Blick auf den darunterliegenden Preßspankern freigeben ... das ist für ein "Audiophile Concept" Gerät von 1987 schon ein bißchen peinlich. ;)


    Das einzige Minus, was ich bisher entdecken kann, ist das Fehlen einer Abschaltung. Okay, haben die sonstigen "Brettchenspieler" und "Bohrwerke", die z.T. ganz erheblich mehr kosten, auch nicht. Ist eben eine Gewohnheitsfrage und man sollte nicht noch "eben schnell eine Platte hören", bevor man drei Wochen in den Urlaub fährt.


    :D

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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