Dual CL 730 welches Kabel nehmen?

  • Ich brauch mal Eure Hilfe.


    Da ich mich erst seit kurzem intensiver mit Vintage Hifi beschäftige bin ich noch nicht so vertraut mit den verschiedenen Kabeln und Steckern. Wo ich meine 730er gekauft habe, hat er mir Kabel mitgegeben, aber die passen kaum in das kleine Loch bei den Boxen. Jetzt dachte ich mir, da kauf ich mir doch Bananenstecker da flutscht das dann rein. Naja, die Bananenstecker sind leider auch zu dick für das kleine Loch.


    Könnt ihr mir bitte sagen welches Boxenkabel ich nehmen soll oder gibt es auch dünnere Bananenstecker?

    Liebe Grüße


    Alex

  • Hallo Alex,


    die Lautsprecher der 70er und 80er Jahre hatten meist deutlich kleiner dimensionierte Anschlußklemmen. Da quält man sich mit den heute so beworbenen großen Kabelquerschnitten. Ich könnte Dir einmal Bilder der Klemmen einer EV Sentry III zeigen,- das ist eine 73 kg Box aus ca. 1980 - da kriegt man eigentlich zunächst einen Lachanfall, so winzig sind die. Die kleinen, relativ aktuellen DALI Zensor 1 dagegen haben ausgewachsene Panels. Für mich ist das ein deutlicher Hinweis, dass das mit den Querschnitten meist überbewertet wird. Je nach Kabellänge sollten für Dich 1,5 mm² - maximal 2,5 mm² gut ausreichen. Die Bananenstecker würde ich ganz weglassen.

    Grüße


    Wolfgang


    Wer überall seinen Senf dazugibt, kommt schnell in den Verdacht, ein Würstchen zu sein! ;)




    Im Wechsel musizieren hier Geräte von ...


    DUAL, WEGA, LUXMAN, ONKYO, PE, SABA, TECHNICS, THORENS, ELECTRO-VOICE, PHONAR, DALI, SENHEISSER, BEYER-DYNAMICS

  • normales Lautsprecherkabel

    1,5mm reicht vollkommen und halt 1cm abisolieren.

    Vorausgesetzt das Anschlussterminal ist noch Original.

    Ansonsten wäre ein Foto hilfreich

    Gruß Andy


    Nur wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken schmecken !

  • Ich habe auch schon Stromkabel mit 1.5mm Querschnitt genommen.

    Gruß Christian


    _________________


    Ich suche folgende LPs von Pearl Jam: Live on two legs, Lost Dogs, rearviewmirror

  • Hallo,


    der gleiche Saft muss dann durch die Weiche und dann auch noch die Antriebswicklungen... und die sind wirklich nicht dicke.


    Der Hype um Silberstrippen mit 25 qmm Querschnitt, "atomic bonding", besprochen von Jungfrauen bei Sonnenuntergang oder ähnliches... vergiss es


    Es hilft nur einem: dem Kontostand des Entwickler, Produzenten und Vertreibers...


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Ja, sowas ist völlig ok.

    Als alter Ketzer sage ich gern 'Klingeldraht reicht auch'...


    Gruß

    Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Ähm,
    Vorsicht, das ist Alu-Kabel (CCA).

    Das geht natürlich auch, ist wahrscheinlich auch vom Querschnitt her ausreichend (Alu leitet Strom schlechter, als Kupfer).

    Ich würde lieber 2x 1,5mm² Kupfer nehmen, kostet auch nicht viel mehr ... .

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Ähm,
    Vorsicht, das ist Alu-Kabel (CCA).

    Das geht natürlich auch, ist wahrscheinlich auch vom Querschnitt her ausreichend (Alu leitet Strom schlechter, als Kupfer).

    Ich würde lieber 2x 1,5mm² Kupfer nehmen, kostet auch nicht viel mehr ... .

    Ahaaa, danke na seht ihr, dass hätt ich schon wieder übersehen. Danke für den Hinweis!

    Liebe Grüße


    Alex

  • Hallo Alex!

    Die Terminals der CL730 sind in der Tat recht fummelig. Aber man benötigt auch nicht mehr. Wenn man sich anschaut wie die meisten Verstärker intern verdrahtet sind, ist das Lautsprecherkabel noch lange nicht das limitierende Element. Wozu soll ich armdicke LS-Kabel verwenden wenn es hinterm Verstärkerterminal mit "Klingeldraht" weitergeht!? Ich habe mir einfaches rot/schwarzen Elektro-Litzedraht 1,5mm² von der Rolle abgeschnitten und drangetüdelt. 1,0mm² reicht aber auch. Dual war da noch lockerer drauf. In der Anleitung steht, man könne vorhandene Kabel mit handelsüblichen Lüsterklemmen einfach verlängern, man solle aber bitte auf die Polung achten, da sonst die Basswiedergabe verringert wird.^^ Mit dickeren Kabeln aus dem Zubehör könne man die Leistungsverluste verringern. Wie man die jedoch ins Terminal bekommen soll, ist mir rätselhaft.:/


    Gruß Jan:)

    Am CR1780/CV1700 mit CL730/CLX9200 drehen/erklingen wahlweise:
    Dual 1219 mit Shure M91 MG-D
    Dual 1228 mit Shure M91 MG-D
    Dual 1239A mit Shure M75 Type D
    Dual 714Q mit Ortofon Vinylmaster Blue
    Dual 704 mit Shure V15 III (Jico SAS)
    Dual 455-1 mit Ortofon OMB30
    Dual 1019 mit Shure M44MG
    Dual C830
    Dual CD100RS
    Dual DK710

  • Wozu soll ich armdicke LS-Kabel verwenden wenn es hinterm Verstärkerterminal mit "Klingeldraht" weitergeht!?

    Da kommt es dann auf die Länge drauf an. Fünf Zentimeter Klingeldraht drinnen oder fünf Meter draussen rufen den Genossen Ohm auf den Plan. Der gibt dann keine Ruhe mehr, mit dem wollt Ihr euch nicht anlegen!

  • fünf Meter draussen rufen den Genossen Ohm auf den Plan.

    In das grimmige Gesicht mögt ihr nicht schauen. Aber auch der Genosse Ohm unterliegt Gesetzmäßigkeiten, die da unverrückbar lauten:


    Widerstand (Genosse Ohm) = spezifischer Leiterwiderstand x Leiterlänge geteilt durch Leiterquerschnitt


    Der spezifische Leiterwiderstand ändert sich also mit dem Material, aus dem der Leiter besteht. Alu hat da leider einen 1,5-fachen Widerstand gegenüber Kupfer - also gar nicht gut ... Darüber hinaus korrelliert Genosse Ohm leider auch mit der Leiterlänge: Je länger der Leiter, desto größer ist dessen Widerstand, was bedeutet, dass die Leiterlänge möglichst kurz gehalten werden sollte.


    Zudem ist die Korrelation des Leiterwiderstands reziprok zum Leiterquerschnitt, d.h. je größer der Leiterquerschnitt ist, desto kleiner ist der Leiterwiderstand.


    Ich fasse zusammen: Wenn man einen möglichst kleinen Leiterwiderstand erreichen möchte sollte man ...


    • als Leitermaterial Kupfer statt Alu wählen
    • eine möglichst kurze Leiterlänge gewährleisten ( ... obwohl: Die Leiterlänge kann man kaum beeinflussen ... Die Boxen stehen nun einmal eine gewisse Entfernung x vom Verstärker entfernt ...)
    • einen hinreichend großen Leiterquerschnitt wählen (2,5 qmm reichen dreimal hin, auch 1,5 qmm sind bis ca. 5-6 m Leiterlänge ausreichend)

    freundliche Grüße


    Ralph

    Einmal editiert, zuletzt von CS 728Q ()

  • Ja, sowas ist völlig ok.

    Als alter Ketzer sage ich gern 'Klingeldraht reicht auch'...


    Gruß

    Martin

    Hallo,
    nach einem Test in einer Fachzeitschrift, ich weiß nicht mehr wo und wann,

    reicht Klingeldraht bis maximal 10 Meter.

    Man muß sich nur mal die Kabelquerschnitte vor (Verstärker) und nach (Lautsprecher) der Leitung ansehen.
    Das kommt teilweise einer Telefonleitung nahe. Und dann wirds im Verstärker noch über fummelige Tast-Schalter geleitet.

    1,5 m² Lautsprecherleitung reicht völlig aus, alles Andere ist Voodoo.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    3 Mal editiert, zuletzt von papaschlumpf ()

  • Moin Zusammen,


    mal naiv gefragt: Wie weit sollen die Lautsprecher im diesem Fall von dem Verstärker entfernt sein?

    5 - 6 Meter ist normal, kann aber je nach Raum weniger sein. 1,5mm2 sind hierbei ausreichend.


    Wenn man größere Querschnitte benutzen will, nimmt man Adapter, die eine 4mm Bananenbuchse und auf der anderen Seite ein Stift haben .


    Irgendwo habe ich so ein Teil, wenn ich es finde stell ich ein Bild rein.

    Gruß Peter

  • Ja,
    natürlich haben Verstärker und Lautsprecher wesentlich dünnere Kabel im Inneren. Aber eben z.B. im Verstärker nur ein paar Zentimeter. Und den Kilometer in der Spule der Weiche in den Lautsprechern kann man jetzt nicht so einfach 1:1 wie die Leitung zwischen Verstärker und LS betrachten.


    Klingeldraht würde ich jetrzt nur für einen Test nehmen. Nicht für eine "feste" Installation im Wohnzimmer (auch, weil es sch..sse aussieht ;)).


    1,5mm² Kupfer (!) reicht aber völlig aus, wenn man von einem normalen Wohnzimmer ausgeht. Ich habe z.B. meine 4 Surroundboxen hinten mit 1,5mm² Cu-Kabel angeschlossen. Dabei handelt es sich um Längen von jeweils ca. 10m. Das Kabel musste immerhin an einer Stelle IN den Trittschall UNTER das Laminat passen, OHNE aufzudicken (außenrum wären es nochmal 5m mehr gewesen) :D. Hat geklappt ;).

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Und den Kilometer in der Spule der Weiche in den Lautsprechern kann man jetzt nicht so einfach 1:1 wie die Leitung zwischen Verstärker und LS betrachten.

    Hier ein Ausschnitt aus dem verlinktem Beitrag auf #19von Evil. Es lohnt sich den ganzen Beitrag zu lesen.

    Zitat:

    In jedem passiven Lautsprecher wird dem eingebauten Tieftonchassis als Tiefpass eine Spule zum Ausfiltern hoher Frequenzen vorgeschaltet. Derartige Spulen bestehen aus Kupferlackdraht mit höchstens 1,25mm Durchmesser, also ca. 1mm² Querschnitt. Je nach notwendiger Induktivität werden dazu etwa 30 bis 100 Meter Draht verwendet. Sehr gute Spulen in teuren Lautsprechern (oder solche mit geringer Induktivität) erreichen Widerstandswerte von etwa 0,3 Ohm. Weniger gute (oder solche mit hoher Induktivität) 0,7 bis 1 Ohm. So ein Widerstandswert bewirkt, dass auch der „tollste“ Dämpfungsfaktor eines High-End Verstärkers weitgehend wirkungslos bleibt und nur noch zu einem Bruchteil beim Tieftonchassis ankommt (wieder ein schönes Beispiel für Theorie und Praxis). Selbst das dickste und teuerste LS-Kabel kann daran nichts ändern.

    Ich habe ja nicht geschrieben, daß man Klingeldraht nehmen sollte, sondern auf 1,5 m² hingewiesen.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

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