Äquivalent für Elac STS 222 finden

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    • Äquivalent für Elac STS 222 finden

      Moinsen!

      Habe zum Jahreswechsel etwas verrücktes getan und zwei alte Elac Dreher erstanden: Einen Miraphon 18H und einen Miracord 40.

      Der 18H ist ein wahres Schnäppchen, den ich aus einer Ebay-Kleinanzeige für ein Neckermann Röhrenradio befreit habe (wirklich wahr!) :D
      Der steckt seltsamerweise in einer Schatulle 700 und hat ein Pickering P/AC System dran.

      Der Miracord 40 ist aus Frankreich unterwegs zu mir und war nicht ganz so günstig - da aber ein ELAC STS 222 dranhängt und der Preis für beides inclusive Versand in etwa dem entspricht, was im allgemeinen allein für das STS 222 aufgerufen wird - habe ich wohl doch ein Schnäppchen gemacht.

      Mein Dilemma: Ich sammele als DJ immer ZWEI von einer Sorte - am besten Plattenspieler UND Tonabnehmer entsprechend. Fragt nicht, ich weiß, ich bin verrückt.

      Die beiden Plattenspieler kann man schon zueinander stellen, das eine ist zwar ein Einzelspieler, das andere ein Wechsler, aber sch... drauf! Problematischer sind die Tonabnehmer: das Pickering ist nichts besonderes und muss auf jeden Fall weichen. Das STS 222 soll überwältigende 20 mV Output haben und bei guter Nadel am richtigen Dreher/Tonarm hervorragend klingen. Die richtigen Dreher hätte ich dann ja. Aber da ich nicht Krösus bin ist es ziehmlich utopisch, dass ich je ein zweites STS 222 zu einem für mich erschwinglichen Preis finde. Und die Nadelversorgung selbst mit Nachbaunadeln ist heutzutage ziehmlich dünn, bzw. ebenfalls gehobenem Geldbeutel vorenthalten.

      Der hohe Output des STS 222 ist für mich als DJ allerdings extrem interessant. Da kommen nichtmal meine heißgeliebten Shure M44 mit ihren 9,5 mV ran.



      Jetzt die Frage:

      Gibt es irgendein Äquivalent, das mit den Werten des STS 222 mithalten kann aber wesentlich günstiger/einfacher zu bekommen ist? - Elac-/Zeitspezifische Tonabnehmer bevorzugt.



      Beste Grüße
      Christopher


      p.s.: Ich habe schonmal ein bisschen geforscht und bin auf das STS 244 gestoßen, das laut Vinylengine stattliche 18 mV Output haben soll - den ominösen Nadeleinschub "D244-G", der sogar 26 mV machen soll und wahrscheinlich die Compliance eines Brecheisens hat, wird es wohl sowieso nicht mehr geben. Aber vllt. passt ja auch eine D255-17...
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      Stahlnadeln sind Folter für unschuldiges Schellack!

      Dualwise:
      2x 1019, 1x 1009, 1x1015, 2x1010, 2x1210 - alle im 78rpm Betrieb: DJs sind die bescheuertesten Sammler!

      PE-wise:
      1x Telefunken W230 hifi

      Elac-wise:
      1x Miraphon 18h, 1x Miracord 40

      Otherwise:
      2x Vestax PDX-d3, 2x "SuperOEM"= 1x BST Pro PR 4.5 K + 1x Reloop RP6000 Mk5,
      Vestax PMC 9A + PMC 15, Ecler SMAC First, Stanton SMX301 und Kenwood A1001
    • Hey, nicht gleich alle auf einmal...

      Ich merke schon, das Thema ist schwierig. Nicht mal das von Shure nach erwerb der Lizenz gebaute System (M3D, M5D, M7D) kommt halbwegs an die Werte heran.
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      PE-wise:
      1x Telefunken W230 hifi

      Elac-wise:
      1x Miraphon 18h, 1x Miracord 40

      Otherwise:
      2x Vestax PDX-d3, 2x "SuperOEM"= 1x BST Pro PR 4.5 K + 1x Reloop RP6000 Mk5,
      Vestax PMC 9A + PMC 15, Ecler SMAC First, Stanton SMX301 und Kenwood A1001
    • Neu

      Meine Empfehlung:
      Hör dir das Pickering erstmal an, für "nichts Besonderes" machen die Dinger verdammt viel Spaß.

      Das Elac STS 244 liefert nur 1 KOMMA 8 mV Ausgangsspannung.
      Dagegen ist das Pickering mit 4,4mV richtig laut.

      Mit diesen lauten Systemen holt man sich aber auch durchaus mal Probleme mit der Phono-Vorstufe ins Haus,
      wenn die nicht übersteuerungsfest sind.

      Denn seit den frühen 60ern wurden sanken die Ausgangsspannungen auf die bekannten, niedrigen Werte von 1-5mV (ganz grob).
      MCs sind ja nochmal um eine Stelle leiser.

      Dauerspieler:
      Elac 18H / STS 240, Lenco L75 / Shure M3D > Wakonda > LK240 > Isobarik

      und mein heißgeliebtes Elac Musicstudio 3100 (50H / im Moment mit STS 333 / 3100t / KEF Celeste)

      Ich suche: Elac Stapelachse SA-383 und eine Elac AZ3 Zarge
    • Neu

      kingcrunch schrieb:

      Hör dir das Pickering erstmal an, für "nichts Besonderes" machen die Dinger verdammt viel Spaß.

      Das Elac STS 244 liefert nur 1 KOMMA 8 mV Ausgangsspannung.
      Dagegen ist das Pickering mit 4,4mV richtig laut.
      Moin,

      ersterem schliesse ich mich gern an. Zum Thema Ausgangsspannung muß ich aber etwas korrigieren: die Ausgangsspannung wird in der Regel bei 5 mVs/cm angegeben, das heisst die zum Vergleich heranzuziehende Spannung des Elac STS-244 liegt beim fünffachen Wert, sind dann zwar keine 18 mV aber zumindest 9 mV.

      Elac hat in seinen Prospekten und Broschüren dagegen die Ausgangsspannung bei 10 mVs/cm angegeben, dementsprechend sind die dort angegebenen Werte doppelt so hoch, bzw. 10-mal so hoch wie in den Hifi-Jahrbüchern. Das gilt natürlich auch für das STS-220/222 - tatsächliche Ausgangsspannung ist 10 mV - macht also so ziemlich genau so viel Krach wie das Pickering AC.

      Ich bin kein großer Fan von den alten Elacs und kann den Hype nicht so wirklich nachvollziehen. Wenn Du hier ein historisch passendes System bzw. zwei davon montieren willst, würde ich Pickering V-15 und Stanton 500 als erste Wahl betrachten. Alternative könnte natürlich auch ein Shure M-44 sein. Wenn Dein Qualitätsanspruch höher ist, würde ich ein Pickering XV-15 bzw. Stanton 681 oder aber ein Shure M-75/91 in Betracht ziehen.



      Viele Grüße, Brent
    • Neu

      Hallo und vielen Dank für die Antworten!

      Ich habe mich in der Zwischenzeit ein wenig weitergebildet und habe festgestellt, dass es ein Thema ist, bei dem ich tatsächlich mal ein bisschen mitreden kann.

      Erstmal: Meine "Phono-Vorstufe" ist ein Ecler HAK 320 DJ-Mixer (Ecler und Elac, hihi!). Diese Dinger sind unter DJs bekannt für ihren guten Sound und dafür gebaut, dass jugendliche Idioten sich daran abarbeiten, haben eine 3-Band Klangregelung - was zwar nichts tolles ist aber mehr als die meisten in ihrer Heim-Hifi Anlage zur Verfügung haben - und sind mit genügend Headroom ausgestattet um vor der hohen Ausgangsspannung mancher Systeme nicht in die Knie zu gehen.

      Dann: Eine hohe Ausgangsspannung bringt Dynamik, und kann sich, wenn an der richigen Stelle gedrosselt, eigentlich nur positiv auswirken.

      Ich bin nach wie vor verwirrt, wie unterschiedlich doch die technischen Spezifikationen zum selben Gegenstand in verschiedenen Publikationen sind. Aber die Übertragungsfaktor (mVs/cm) ist eben nicht dasselbe wie Ausgangsspannung (mV). Man muss nur richtig lesen. Und im Hinterkopf behalten, dass Datenbanken wie Vinyl Engine User-generiert und deshalb alles andere als unfehlbar sind. Trotzdem variieren teilweise auch die Angaben vom Hersteller stark. Ich habe z.B. PDFs von historischen Prospekten von Elac im Netz gefunden, und darin wird die Ausgangsspannung vom STS 222 mit 20 mV angegeben!

      Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen, das STS 222 auf jeden Fall weiterzuverkaufen, da ich die aufgerufenen Fantasiepreise in der "Szene" mir leider nicht leisten kann um an ein zweites zu kommen. Falls jemand Interesse hat - PN, usw. ...



      Nun wäre mal interessant, herauszufinden, ob das Sinken der Ausgangsspannung gegen Ende der 60er Jahre technische Evolution, also Verbesserung ist, oder in Wirklichkeit eine De-Evolution, weil die Marketing Abteilungen sich eingemischt haben... Meine Recherchen deuten darauf hin, dass ein Teil davon allein durch die höhere Compliance der Nadelträger zustande kommt, also der gleiche Klangkörper durch eine "empfindlichere" Nadel mit weniger Auflagekraft eine geringere Ausgangsspannung zustande bringt. Es wird ja des öfteren auch hier im Forum erwähnt, dass die jeweiligen Systemfamilien mit dem gleichen Zahlencode sich alle praktisch den selben Systemkörper teilen, der höchstens unterschiedlichen Qualitätsstandards unterliegt, und der klangliche Unterschied einzig auf den jeweiligen Nadeleinschub zurückzuführen ist.

      Nun habe ich beim Durchwühlen amerikanischer Foren gelernt, dass das Pickering P/AT zur V-15-Familie gehört und wahrscheinlich doch gar nicht so schlecht ist. Ich hatte allerdings noch nicht die Gelegenheit, es zu hören, da ich mir noch keine neue Nadel besorgt habe. Es gibt so wahnsinnig viele im der Pickering/Stanton-Universum, dass ich noch nicht weiß, welche die richtige für mich ist. Die mit elliptischen Schliffen fallen schon mal raus, da beide Elac-Tonarme (also von Miraphon 18h und Miracord 40) wohl am besten mit Auflagegewichten zwischen 3-4g betrieben werden und mir da das Risiko für meine Platten zu groß ist. Und die Stanton-Nadeleinschübe scheinen am TAK 4 vom 18h unpraktisch zu sein, da die Metallblende im Weg ist. Ich muss im Notfall schonmal innerhalb von 3 Minuten schnell im Dunkeln den Nadeleinschub wechseln können...

      Mit den Shures habe ich Erfahrung: das M44-7 ist mein Standard-System zum Auflegen und ich liebe seinen bassigen Sound. Seine Schwäche liegt im oberen mittleren Frequenzbereich, der meiner Meinung nach zu stark betont ist, und dort ein eher schlecht aufgelöstes, breiiges Klangbild abliefert. Mir schwant, dass das das typische Problem der älteren Shure ist - trifft das eigentlich auch auf das M3d zu? - Das habe ich noch nicht gehört.

      M75 und M95 habe ich mir beide für den Schellack-Betrieb mit 78er-Nadeln zugelegt. Von beiden habe ich mehrere gebraucht gekaufte Exemplare auch mit (Low-End-)Nadeln für Microrille ausprobiert und mich dann damals doch für das M44 entschieden: Das M75 hat definitiv einen hörbaren "Roll-off" im höheren Frequenzbereich, klingt also dumpf und macht außerdem deutlich weniger Bass als das M44.

      Das M95 macht von allen dreien die beste klangliche Auflösung aber dafür noch weniger Bass als das M75. Was ich bräuchte wäre eine Kombination aus M44 und M95 mit dem Bass vom M44 und der Auflösung vom M95.

      Ich habe übrigens in manchen Hifi-Foren schon deutliche Verrisse vom M44 gelesen, die ihm sogar die Fähigkeit absprechen, überhaupt Stereo-Sound machen zu können...

      Gabs eigentlich schon mal einen Thread im Board, in dem die klanglichen Eigenschaften von den Elac-Systemen mit den Shures und den Pickerings verglichen worden sind? Es scheint mir, dass ich in Sachen zeitlicher Einordnung und "inneren Werten" mit dem STS 244 gar nicht so falsch liege, oder? - Wäre schön, zu wissen, wie es klanglich zu den von mir genannten Shures steht.

      Das Shure M3D kommt wohl wegen des darum betriebenen Hypes und der damit verbundenen Preise auch nicht infrage, obwohl es mich schon sehr interessieren würde. Gleiches gilt wohl für das Stanton 380, bzw. Pickering U38, über die ich übrigens nur Gutes gelesen habe.

      Und dann sind da noch die Shures M35X/S35SC und M55... Hilfe!
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      Dualwise:
      2x 1019, 1x 1009, 1x1015, 2x1010, 2x1210 - alle im 78rpm Betrieb: DJs sind die bescheuertesten Sammler!

      PE-wise:
      1x Telefunken W230 hifi

      Elac-wise:
      1x Miraphon 18h, 1x Miracord 40

      Otherwise:
      2x Vestax PDX-d3, 2x "SuperOEM"= 1x BST Pro PR 4.5 K + 1x Reloop RP6000 Mk5,
      Vestax PMC 9A + PMC 15, Ecler SMAC First, Stanton SMX301 und Kenwood A1001