Beiträge von johnny.yen

    Natürlich kann man an die bestehenden Kabel was dranlöten (wie in Deinem Bild unten). Ich bin aber kein Freund von diesen Lötaktionen mit den feinen Tonarmlitzen.

    Das sieht auf dem Bild auch nicht wirklich überzeugend aus, das kann sogar ich besser. Ich habe solche Umbauten mehrfach vorgenommen und, wie von Alfred empfohlen, jeweils neue oder gebrauchte Tonarmkabel eingesetzt. Bequemer und verlässlicher.


    Grüße, Brent

    Moin,


    das auf dem ersten Bild ist ein CS-714Q oder 731Q, der gezeigte 1/2-Zoll-Adapter passt nicht an den CS-741Q. Du benötigst einen "TKS-Adapter", so etwas:



    Für Nachbauten gibt es verschiedene Anbieter, z.B., Alfred hier aus dem Board: Dualfred Originale lassen sich nach wie vor gelegentlich bei eBay oder im Dualboard finden.


    Auf dem zweiten Bild ist ein umgebauter Dual (741Q?) zu sehen, das originale Headshell wurde gegen ein Halbzoll-Shell von einem anderen Modell getauscht. Womöglich sowas: Klick! Zu beachten ist bei so einem Umbau, dass der Kröpfungswinkel des Halbzollteils etwas abweicht und dass für die Headshell-Verkabelung neue Steckerchen benötigt werden.


    Grüße, Brent

    Ist der 1019 viel besser als der 1009?

    Nein, empfinde ich nicht so. Der 1019 ist ja letztlich eine verbesserte Version des 1009 mit Tonarmlift, Antiskating, stabilerer Headshellkonstruktion und steckbarer Mitlaufachse, die Rumpelgeräusche vom Lager verringern kann/soll. Ansonsten weitgehend baugleich und klanglich wohl kaum auseinanderzuhalten. Ich finde beide ziemlich prima, außer dem CS-750 wohl meine Lieblings-Duals, historisch wertvolle Technik.


    Hinsichtlich des B&O SP-1 sehe ich das genau so wie Tobi. 1960 war das B&O top, 1970 leider nicht mehr: wenig Auflösung, schlechte Abtastung, Höhenabfall. Trotzdem: Aufbewahren, ist ja Originalbestückung.


    Grüße, Brent


    Sollte der Nadeleinschub grau sein, ist es wie von Turi vermutet, eine Shure N95G-Nadel, falls das Teil allerdings schwarz ist, handelt es sich um eine ausgesprochen seltene Shure N95HE-Nadel mit "scharfem" hyperelliptischem Schliff. Die Farbe lässt sich leider nicht so genau erkennen.

    Ich habe zu den Nadeln noch ein 1009 Chasis in ziemlich gutem Zustand bekommen.

    Wäre das System was für das Gerät?

    Ein 681 mit originaler EEE-Nadel sollte mit 1,25 bis 1,5 p Auflagekraft betrieben werden, das könnte etwas zu filigran für den Dual-Wechsler sein. Viele originale Stanton-Nadeln weisen jedoch eine leichte Verhärtung auf, laufen dann mit 1,5 bis 1,75 p ganz anständig. Die "A" und "SE"-Nadel würden mit ihrer geringen Nadelnachgiebigkeit ideal passen, die meisten Nachbaunadeln sind mit 1,75 bis 2,0 p auch gut geeignet. Ich hatte ein 681EE 'mal einige Zeit im Dual 1019, klang prima und passte mechanisch einwandfrei - Tonarmresonanz im grünen Bereich.


    Grüße, Brent

    Hallo Vladimir,


    das Stanton 681 gab es mit verschiedenen Nadeln zu kaufen, als 681A mit sphärischem Schliff, als 681EE mit elliptischem Schliff und als 681EEE mit elliptisch geschliffenem nackten Diamanten. Über die Jahre wurde die elliptischen Schliffe und der VTA variiert, später kamen noch das 681SE (elliptisch, geringe Nadelnachgiebigkeit) oder das 681EEE-S mit scharfem Stereohedron-Schliff dazu.


    Das 681EEE konkurrierte damals eher mit dem Shure V-15 II, später dem Shure V-15 III. Klanglich sind die 680er Stantons tatsächlich nicht so brillant wie die Shures, bei korrektem kapazitivem Abschluss allerdings sehr stimmig und meines Erachtens neutraler. Zählen zu meinen Lieblingsabtastern. Leider sind Originalnadeln nicht mehr zu bekommen, bei preiswerten Nachbauten konnte mich die Qualität nicht überzeugen.


    Dein Exemplar scheint keine Originalnadel zu besitzen, auf dieser müßte sich eigentlich ein Aufdruck finden, vielleicht nur abgegriffen oder abgewischt? Es gab verschiedene Anordnungen des Markennamens und der Nadelbezeichnung über die Jahre.



    Grüße, Brent

    Beim iPhone geht das nur in den Einstellungen.

    1. Foto machen

    2. Im Browser/Board auf "Dateianhänge" bzw. die 📎 klicken

    3. Auf "Hochladen" klicken

    4. Fotomediathek wählen

    5. Bild auswählen, ganz unten steht dann "Bildgröße auswählen", das tust Du dann auch einfach, korrekt ist meistens "mittel". Je nach Bildqualität und Inhalt klappt machnmal auch "groß".

    6. Oben rechts "Fertig" wählen

    7. Zurück im Browser "Original einfügen"

    8. Fertig


    Beweisfoto:


    Moin Stefan,


    das ist ein Einsteigersystem, auf dem Papier eher schlechter als ein AT-91 oder AT-95E. Gab es vor allem als (OEM) Beipacksystem bei Sharp, Rotel, Hitachi und wohl auch ein paar Onkyos. Roten Nadeleinschub würde ich mit sphärisch/25 mN Auflagekraft übersetzen. Es gab auch Einschübe mit etwas höherer Nadelnachgiebigkeit oder elliptischem Schliff. Letzte Variante war in den 1990ern das Vestax VR-5EE für den DJ-Einsatz. Ich fand das Teil gar nicht so übel.


    Grüße, Brent

    Moin Oliver,


    natürlich habe ich nichts gegen Ersatz-Pimpel, schnell und einfach einzubauen - prima Lösung. Aber als ich angefangen habe, Duals zu reparieren, war sowas kaum verfügbar. Meine ersten bei eBay gekauften Original-Pimpel zerfielen buchstäblich beim Einbauen, daher mußte ich mir einen passenden Ersatz einfallen lassen. Ich habe dann tatsächlich die Isolierung von altem grauem Dual-Kabel genommen, das Teil mit Sekundenkleber fest verklebt und anschliessend glattgeschliffen. Hat sich bewährt, ich glaube, manche von mir bepimpelten Dreher laufen noch nach 20 Jahren sauber.


    Viele Grüße, Brent

    Wäre der Einsatz dieser Matten hörbar erfolgreich, zumal diese ja auch durch die auf der

    Originalmatte vorhandenen erhabenen Abstandsringe keine wirklich perfekte Auflage hätten?

    Deutlich hörbare Unterschiede zwischen verschiedenen Gummimatten kann ich ohnehin nicht wirklich bestätigen. Ich kenne allerdings einige Besprechungen und Tests, in denen Unterschiede klar messbar waren. Die Meßergebnisse dokumentierten jeweils geringe Unterschiede im Frequenzgang und hinsichtlich des Rumpelns, bedingt durch das Resonanzverhalten, nicht aber durch Veränderungen des Gleichlaufs, der bei unterschiedlichen Gewichten des Matten ja auch beeinflußbar sein könnte. Klick!


    Eine weitere Matte auf der Originalmatte halte ich nicht für zielführend, so ein Turmbau macht die ganze Sache instabil, was ja eher kontraproduktiv wäre. Ich kenne allerdings auch Leute, die bewußt eine zusätzliche Glas/Acryl- oder Filzmatte einsetzen, ersteres als "Tuning"-Gadget, Filz eher, um die Platten zu schonen. Ich empfinde Filzmatten als sehr praktisch, wenn man regelmäßig die Platte bei laufendem Antrieb wechselt.


    Grüße, Brent

    Mich hat gerade was gewundert: in der kleinen Bucht habe ich ein Foto von einem M75 gesehen (darf man sowas hier hochladen?), wo auf dem Plastikteil des Bodys "Made in Germany" steht. Haben die das dann zu Shure geschickt und dann zusammengesetzt und gelabelt wieder zurückbekommen?

    Shure hat meines Wissens - wohl vor allem für Dual als Hauptabnehmer - in Deutschland eine eigene Fertigung betrieben - ich glaube das war in Frankfurt? Ob hier tatsächlich auch Generatoren gewickelt und Nadeln montiert wurden oder ob lediglich fertige Teile zusamengesetzt wurden, weiß ich leider nicht.


    Grüße, Brent

    Vielleicht wedel ich in 14 Tagen auch mit einem Yamaha MC 11 und Sonus Gold Blue und tanze auf dem 721 - luckys Seite ist schon sehr schön zu lesen

    Moin,


    ich habe den Thread jetzt nur überflogen, aber ich hoffe, das war eher ironisch gemeint, das MC-11 ist ein Einsteiger-MC, hat damals ca. 130,- DM (Listenpreis 140,-) gekostet. Kein schlechtes System, durchaus auf dem Niveau des AT-F7, aber als NOS-Ware meist zu teuer und gebraucht angesichts des Alters eher fragwürdig als Empfehlung.


    Das Sonus Gold Blue Label wurde schon, als es auf den Markt kam, eher kritisch beurteilt - fetter schöner Bass, aber vergleichsweise hohe Verzerrungen. Hauptproblem waren und sind eine stets verhärtete Nadellagerung, würde ich die Finger von lassen.


    Grüße, Brent

    Vielleicht ist es ja gar keines.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Verzerrungen daher rühren.


    Hallo Thomas


    zumindest ist das kein großes Problem, hörbare Verzerrungen entstehen nicht durch ein paar Millimeter abweichende Einstellung des Überhangs. π x 👍 reicht in der Regel.


    Typische Ursachen könnten unter anderem folgende sein: beschädigte Nadel, zu steifes oder verhärtetes Lagergummi im Nadeleinschub, fehlerhafte Auflagekrafteinstellung, schwergängiges oder defektes Tonarmlager horizontal oder vertikal, kaputte Platten, starke elektrische Fehlanpassung des Tonabnehmes an den Vorverstärker oder ein noch nicht entdeckter eingebauter Vorverstärker im Elac.


    Grüße, Brent

    Brent: Wobei das eigentlich ein bisschen merkwürdig scheint, denn dann hätte der auf dem Tellerdorn sitzende Rumpelmesskoppler ja im Grunde eher kontraproduktiv sein müssen - im Vergleich zu einer Messung mit Testfolie zumindest.

    Pooh! Ist halt eine Thorens-Entwicklung. Also von denen mit den zu dicken Mitteldornen. 🤪 Physik liegt - zumindest bei Hifi, auch immer gern im Auge des Betrachters.

    Moin,


    bei Linn hat man irgendwann 'mal festgestellt, dass sich bei sehr festem Kontakt der Platte zur Mittelachse die Rumpelwerte deutlich verschlechtern. Lagergeräusche werden direkt an den Tonabnehmer übertragen und durch die Schallplatte als Resonanzkörper sogar noch verstärkt. Daher ist der Mitteldorn bei Linn-Spielern sogar etwas kleiner als bei anderen Plattenspielern. Das Zentrieren der Platte muß man dann leider selbst vornehmen.

    Einige anderen britischen Hersteller haben die Idee übernommen, bei Roksan sogar verfeinert: es gibt eine abnehmbare Kappe für die Spindel, die zum Zentrieren der Schallplatte dient, vor dem Abspielen nimmt man die Kappe dann ab.


    Das kann man natürlich auch bei Wechslern mit herausnehmbarer Steckachse machen, allerdings gibt es hier kaum Probleme mit Platten, die ein zu kleines Mittelloch haben.


    Ärger mit zu dicken Mittelachsen hatte ich in der Vergangeheit vor allem bei Thorens-Geräten der 14x/16x-Baureihen. Gerade bei der weichen Federung dieser Modelle macht es gar keinen Spaß, eine Platte nicht auf oder wieder vom Plattenteller zu bekommen.


    Grüße, Brent