Beiträge von johnny.yen

    Moin,


    meine letzten beiden Exemplare und ein M-irgendwas konnte ich reparieren. Davor habe ich in meiner Tonabnehmer-Karriere sicher 10 einseitig tote Shures entsorgt oder an Bastler abgegeben. Leider sogar ein echt seltenes M-24H.


    Shure auf die Nase legen, Pins der betroffenen Seite kurz mit dem Lötkolben erhitzen und etwas Lötzinn in die Öffnung fliessen lassen. Man sieht die nachträgliche Lötung hier an zwei der Pins:



    Das hilft natürlich nur, wenn der Draht sich direkt im Anschlusspin gelöst hat und man einigermaßenes Glück beim Löten hat.


    Viele Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    ich habe letztes Jahr im Sommer so eines für eben die 200,- € gekauft. Grund war überraschend viel Spaß mit jeweils gebrauchten AT-120E und einem AT-ML-140, die ich in den Wochen davor auf meinem Plattenspieler laufen hatte. Beim AT-120E erschien mir der Nadelzustand schon etwas fragwürdig und beim 140er ist mir die Nadel abgefallen, daher war ich auf der Suche nach geeignetem Ersatz.


    Verpackung ist wirklich traurig und es ist absolut kein Montagezubehör dabei, noch nicht einmal ein Schraubensatz oder eine Anleitung. Verarbeitung ist markentypisch sehr sauber, aber ich habe von Audio Technica schon besseres gesehen. Lief bei mir an einem Linn Akito, eher ein leichterer Tonarm. Ich denke, dass es zumindest mechanisch am 714 eine gute Figur machen sollte.


    Vom Klang war ich nicht begeistert: hell und gleissend, wie mit voll aufgedrehtem Höhenregler. Ausgesprochen trockener Bass, sehr sauber und transparent, aber ziemlich spaßfrei, das Teil - kein Groove. Ok, man sagt dem AT-440 so eine klangliche Ausrichtung nach, aber das hatte ich nicht erwartet. Erinnerte mich etwas an das Ortofon VinylMaster Blue.


    Ich habe es mir dann mit falscher kapazitiver Anpassung (kein anpassbarer Phonoeingang vorhanden) erklärt, das System wieder ausgebaut und es umgehend weiter verkauft. Hardi hier aus dem Board ging das wohl so ähnlich, der hatte ebenfalls eines gekauft und bot es kurz danach wieder zum Verkauf an.



    Vor ein paar Monaten habe ich nun ein zweites Exemplar ohne Nadel für sehr wenig Geld bei eBay gekauft. Läuft jetzt an einem anderen Verstärker mit niedrigerer Abschlußkapazität und einer billigen sphärischen Audio Technica-Nadel mehr als zufriedenstellend. Klingt homogen und stimmig, vielleicht nicht sonderlich dynamisch und immer noch etwas schlapp im Bass. Scheint aber doch ganz verwendbar zu sein, Du solltest aber, wie von Jürgen schon erwähnt, auf passende Anschlußwerte achten.


    Für wenig mehr Geld (225,-) gibt es übrigens den Nachfolger - das AT-VM540ML - das kommt mit Zubehör und Anleitung.


    Grüße, Brent

    Hallo und Moin,


    weiß irgendjemand, wo der hier herstammt?



    Ist leichter und dünner als die roten PE-Adapter und aus deutlich weicherem Material. Durch die Langlöcher natürlich auch universeller zu verwenden, aber wenn man den in einem Headshell mit Langlöchern einsetzt, hat man davon keinen Vorteil.


    Ich habe keinen Schimmer davon, wer das Ding zu welchem Zweck produziert hat. Kommt aus einem Konvolut mit Philips, BSR und Dual-Headshells/TKs und Systemen.


    Grüße, Brent

    Hat diese Füße mal jmd auseinandergenommen?

    Ich könnte mir vorstellen, das da innendrin Schaumstoff war, der jetzt zerbröselt ist....

    Ja, vor einigen Jahren allerdings und ich kann mich kaum noch dran erinnern. Ich habe damals beschlossen, dass über dem Schaumstoffring ein weiterer aus womöglich sogar anderem Schaumstoff saß, der die Federn bedämpft. Ich habe mir damals etwas passendes zurechtgeschnitten und mit geeignetem Kleber verklebt. Das Gewackel liess sich so den Griff bekommen und danach konnte man sogar die Haube aufklappen, ohne dass die ganze Kiste nach hinten kippt.



    Grüße, Brent

    Lieferant war eine Firma MITACHI

    Das ist für mich nochmals sehr interessant. Als Mitachi um 1982 erstmals mit eigenen Marken (Glanz) auf dem europäischen Markt aktiv geworden ist, hieß es in der Presseerklärung, Mitachi sei der größte Hersteller von Tonarmen und Tonabnehmern Japans. Ob die jetzt allerdings tatsächlich selbst entwickelt und produziert haben oder ebenfalls vorwiegend Teile von anderen Unternehmen bezogen haben, weiß ich leider nicht.

    Hier ist mal die Anordnung mit dem in 80 Exemplaren von Dual zur Vorführung georderten Hitachi Arm, dort ist ein Shure V 15 III montiert. Also eigentlich eine "unmögliche" Kombination von schwerem Tonarm und System mit hoher Nadelnachgiebigkeit.

    Hallo Norbert,


    interessant, der Arm stammt nicht von Hitachi, sondern von Trio Kenwood, heißt TA-71 und wurde wahrscheinlich von Jelco gebaut. Zumindest lassen das die Bauteilgleichheiten zu Jelco und Grace-Armen ähnlichen Alters vermuten. Der Tonarm wurde von Kenwood nie separat angeboten, sondern nur auf dem KD-750 (in Japan KP-7600 und 7700) montiert.


    Ich habe von diesen Armen in den 2010er 'mal bei eBay ein unbenutzes Exemplar ersteigern können und habe mich ewig über dieses Montageblech gewundert, passte nicht an den KD-750 und auch nicht an den L-07D. Bin nie darauf gekommen, wie man das einsetzen konnte, Dein Bild löst das Rätsel endlich.


    Der Kenwood-Tonarm ist zwar exzellent verarbeitet, aber eine ausgesprochen seltsame Konstruktion. Die Vertikallagerung hat auch im Neuzustand spürbares Spiel, Kröpfung und Armlänge sind nicht 100%ig passend, bei Überhangeinstellung nach Anleitung ist der tangentiale Spurfehler deutlich erhöht. Montiert man den Tonabnehmer nach IEC-Schablone, kommt man auf eine effektive Länge von 250 mm statt der angegebenen 245 mm.

    Vor allem aber ist das Teil schwer und hat eine hohe effektive Masse. Eigentlich nur für steife MCs und DJ-Abtaster geeignet. Mit Tonabnehmern höherer Compliance lag laut Testplatte die Resonanzfrequenz unter 6 Hz. Die damals von mir ermittelte effektive Masse mit 7 Gramm-Abtaster lag ganz erheblich über 20 Gramm. Lt. Kenwood sollen es mit einem 6 Gramm Abtaster bereits 22 Gramm sein. Technisch das genaue Gegenteil von Duals ULM-Design.


    Dennoch gehörte der KD-750 mit diesem Tonarm aber bei der "Audio" Anfang der 1980er zur damaligen Referenzanlange. Ich kann mich trotz der technischen Unzulänglichkeiten auch nicht wirklich über Probleme hinsichtlich des Klangs oder der Handhabung beschweren.




    Grüße, Brent

    Soweit ich weiß, hat es niemand außer Dual, vorher oder danach benutzt.

    Doch, Technics hat ein gleichartiges Konzept entwickelt (oder kopiert...). Allerdings nur bei eher hochpreisigen Geschichten, bei den EPA-100, EPA-250 und EPA-500 Tonarmen - die haben einen Antiresonator. Eine einfachere Version davon gab es noch bei den SL-M1 und SL-M2 Plattenspielern.


    Einen eher halbherzigen Versuch gab es noch von Audio Technica - den AT-1010 Tonarm mit anpassbarer Dämpfung des Gegengewichts. Ich hatte so einen Arm 10 Jahre lang in Betrieb, wirklich per Testplatte feststellbare Unterschiede zwischen den verschiedenen Dämpfungsstufen liessen sich kaum ausmachen. Da ist der Tuning Resonator von 714/731 effektiver.


    Grüße, Brent

    Eigentlich habe ich mich vom Thema Reibrad ja verabschiedet - Automatik liegt mir nicht und manuelle Reibradler außer Lenco sind teuer, ich höre kaum Singles und keine Schellacks und habe nur Platz für zwei Plattenspieler - und bei denen lege ich vor allem Wert auf gute Klangqualität und Praxistauglichkeit. Aber heute habe ich einen Elac meiner Altersstufe für den Verkauf vorbereitet und der olle Senior hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich wieder ernsthaft ins Grübeln kam.


    Sowas können meine beiden Spieler nämlich nicht:




    Hat ja was. Kein Geld für teure Nadeln ausgeben, einfach nach dem letzten Titel auf dem Sofa einpennen, und wenn nix im Fernsehen kommt, einfach der Wechslershow zugucken. Vielleicht findet sich ja im Sideboard noch etwas Platz... Nächste Woche bekomme ich einen 1209 geschenkt, ist sowieso mein zweitliebster Dual und den in einer kleinen CK9 Zarge?

    Hier wird der 718 ....angekündigt!

    Und hier ist bereits vom CS729 die Rede: Arno Schreder


    "Wir bieten unseren Kunden auch neue DUAL Plattenspieler. Das Design (Technik und Optik) wurde in Deutschland (Kiefersfelden) verwirklicht. Aus Kostengründen werden diese Geräte aber auch (bis auf CS718, CS729 und Primus Maximus) in Fernost gefertigt."


    Habe ich da was verpasst? Wird der Traum der Vollautomatikfans jetzt doch noch wahr?

    Tja, ich denke den Einschub werde ich wohl zum Kauf anbieten, der Systemkörper ist ja soweit ich sehe unbrauchbar bzw. irreparabel...

    Moin Winfried,


    oft ist bei den V-15 III lediglich die Verlötung der Spulendrähte in den hohlen Anschlusspins hinüber. Ich konnte schon zwei dieser defekten System retten - ein regelbarer Lötkolben und eine kurze Lötzeit sind da allerdings empfehlenswert. Mehr als kaputtmachen kann man das System ja nicht mehr, ist daher oft einen Versuch wert.


    Viele Grüße, Brent

    Taurus aus Hamburg war der deutsche Sumiko-Vertrieb. Das System ist ein Andante E, weitgehend baugleich mit dem heute noch erhältlichen Sumiko Pearl oder dem Shelter 201. Sumiko produziert selbst nichts, der tatsächliche Hersteller dürfte Excel Sound in Japan sein. Systeme, die auf dem selben Design beruhen, gab es unter anderem auch von A&R Cambridge, Clearaudio, Garrott, Rega und sogar Supex, teils auch mit anspruchsvolleren Nadelschliffen und Nadelträgern aus Bor.


    Auf der FG-V-Version mit Gyger = Van den Hul-Nadel steht auf dem Nadeleinschub auch "FG-V" drauf, wenn "E" draufsteht, ist die Nadel eine herkömmliche elliptisch geschliffene.


    Grüße, Brent

    Hallo nochmals, ganz besonders Wolfgang,


    ich bin gerade aus der "Stadt" zurück und habe mir ein anderes Headshell mitgebracht - das etwas pummeligere Originalshell für den 505-2. Zu meinem maximalen Erstaunen ist das Brummen und Knistern weg. 😮😮😮


    Wie kann das denn sein, das ist doch technisch bis auf die Geometrie eigentlich das gleiche...? 🤔 Durch die Leitfähigkeit der Kohlenstofffasern? 🤔 Sind die ohne Aufdruck dann auch tatsächlich ohne Carbon? 🤔 Warum brummen die Carbon-Headshells am 503-1 und 505-3 dann eigentlich nicht? 🤔


    Verwirrend. Aber nochmals Danke für die Tipps und viele Grüße, Brent

    Hallo Roland, Rudi, Romme und Rhomas,


    erst einmal Danke für Eure Beiträge. Kontakte sind soweit sauber, am Headshell selbst lässt sich mangels Erreichbarkeit ja kaum etwas reinigen. Massekabel ist dran und macht auch seinen Job, aber vielleicht ist am Lötterminal (Dualdeutsch: Anschlußplatte) irgendwas lose. Ich schaue mir das morgen 'mal genauer an. Headshell sehe ich mir auch nochmals an, aber eigentlich verrutscht da nix. Ich hatte mehr als zwanzig 505-2 und 505-4 - bisher ohne jegliche Probleme.


    Die Zarge des schwarzen 505-2 ist - anders als bei der hellen "De Luxe" Holzzarge - einfach foliert. Plastik. Aber anständige Qualität, sieht gut aus.


    Das mit dem "Carbon Fibre"-Headshell ist tatsächlich merkwürdig. Den Aufdruck kenne ich nur vom 505-3 mit dem Klemmheadshell und vom 503-1. Wahrscheinlich stammt es von letzterem und ist doch nicht original. Dafür spräche auch das montierte System, ein DMS-249E, kein 65E. Leider habe ich derzeit kein zweites Headshell zum Testen hier, aber ich denke, ich kann mir vom hiesigen Hifi-Trödler eines leihen. Geht schneller und kostet nichts, trotzdem ganz herzlichen Dank für das nette Angebot, Thomas!


    Schönen Abend noch und viele Grüße, Brent

    MoinMoin,


    ich brauche 'mal einen Denkanstoss. Ich habe hier einen CS-505-2, grundsätzlich ganz gut erhalten. Nach einigen kleineren Wartungsarbeiten habe ich ihn gerade angeschlossen und muß zu meinem Schrecken feststellen, dass die Kiste bei Berührung des Headshells, des Tonabnehmers oder der Überwurfmutter des Tonarms ziemlich störend knistert und brummt. Solche Probleme hatte ich mit einem 505 bisher noch nie.


    Wat nun? Wiedergabe ist einwandfrei, beide Kanäle da, spielt völlig ungestört. So lange ich das Headshell nicht berühre, ist das Gerät ansonsten vollkommen brummfrei und funktioniert prima. Berühre ich den Tonarm, das Tonarmrohr etwas hinter der Armstütze oder auch die Tonarmkabel, brummt nix. Nur bei Berührung am Headshell: "Knister, Knister, Brumm".


    Hat irgendwer eine Idee, einen Tip? Der Dual ist unverbastelt und aus erster Hand. Alles original bis auf die Nadel, die irgendwann 'mal ersetzt wurde. Ein anderer Tonabnehmer brachte keine Veränderung, anderer Phonoeingang auch nicht. Headshellkabel? Hilfe!


    Grüße, Brent