Beiträge von Platten-Spieler.de

    Hallo,

    "Datensammlung Tonabnehmer DUAL M20 / M20E"
    ...nun - die Daten sind ja mitlerweile wohl alle gesammelt!
    Zu den Feinheiten kann ich aber noch meinen professionellen Senf dazugeben.

    Die Nadeln für das M20E sind über die Jahrzehnte einige Male leicht geändert worden.
    So wurden sie zeitweise auch unter "Ortofon"-Bezeichnung hergestellt, bei denen mir aufgefallen ist, daß sie nicht wirklich passgeneu sind und in den alten Dual-Systemkörpern "seeeeehr" stramm sitzen (in den damals damit ausgelieferten "Ortofon"-Systemkörpern war das jedoch okay..).

    "Neuere" DN350/M20E Originalnadeln sind abtastmässig nicht mehr derart empfindlich, wie die alten Originale, mit denen z.B. Dual 601 und 701 seinerzeit ausgeliefert wurde und entsprechen eher der VMS20E(O) und die hat einfach eine geringere Nadelnachgiebigkeit...

    Was allerdings ein Problem ist ist, daß es Chargen gibt, wo die Nadeln ein ganz anderes Problem haben. Mir sind schon öfters Exemplare vorgekommen, die einfach nicht die "normale" Lautstärke bringen, aber trotzdem irgendwie in den Handel gelangt sind!
    Das ist nicht nur lästig, sondern für mich ein Defekt, so daß ich diese Exemplare nicht anbiete und nur noch zum retippen "ausschlachte" (die Diamanten sind ja trotzdem von excellenter Qualität)!

    Hier muß man aufpassen, da größere Mengen davon die Händler gegangen sind und sicher nicht jeder so gewissenhaft mit diesen Mangelexemplaren umgeht (das erklärt übrigens auch die großen Preisunterschiede "dieser" Nadeln, die gemessen an der qualitativ vergleichbaren VN35E ja immer noch Schnäppchen sind..)!

    Nun - ich habe noch 2 gute, alte, die noch unter der Ägide von Dual hergestellt wurden (und die ich natürlich auch geprüft habe)!

    dual-board.de/index.php?thread/106447/

    ...aber auch die "Blauen", die ursprünglich für das "M20E Super" hergestellt wurden kann ich wärmstens empfehlen! Das sind Nachbaunadeln mit tatsächlich nackten, elliptischen Diamanten und sehr hoher Nadelnachgibigkeit (die "M20E Super"-Originalnadeln funktionieren leider nicht im Dual M20E-System und bleiben stumm) und sind sehr gute Alternativen zur originalen DN350!

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Diese Frage ist hier schon oft diskutiert worden (oft auch ergebnisoffen)!

    Neulich hatte ich mal wieder einen 704 mit eben diesem Problem auf dem Tisch und tatsächlich das Problem mit dem "Hochlaufen" (zumindestens ein wohl weit stark verbreitetes) ausfindig gemacht.
    Sicherlich gibt es auch noch andere Probleme, die dazu führen können...
    Natürlich kann meine Lösung auch auf andere Plattenspieler mit ähnlicher Pitch-Regelung angewandt werden.

    Ich habe einfach mal den 2,5 KOhm Pitch-Poti durchgemessen, da dessen Bedienung zu diesen wahrlosen "Hochlauf-Effekten" geführt hat (mit einem Analog-Multimeter, da digitale dafür zu träge sind).
    Im Vorfeld hatte ich das Poti schon mit Balistrol behandelt gehabt, was aber überhaupt keinen "heilenden" Effekt gehabt hatte.
    Das führte zu völlig willkührlichen Ausschlägen und zeigte alles andere, als einen linearen Verlauf an und schlug sogar öfters bis "unendlich" aus. Diese Fehlerstellen waren nicht erneut nachvollziehbar und dann "irgendwoanders" - normale Werte waren nicht auffindbar...

    Dann hab ich den kleinen Poti auseinandergebaut, um an das Problem herkommen - die beiden Nieten aufgebohrt und das Teil zerlegt.

    Erstmal fiel mir auf, daß ziemliche Korrosionen herrschen.
    Die eine Niete, die den Anschluß "b" durchleitet hat einen ziemlichen Widerstand (aber eigentlich egal, da nur die beiden anderen Kontakte "1" und "2" benutzt werden).
    Dann aber der Schleifer!
    An beiden (schwächsten) Punkten "a" sind Risse entstanden und verhindern den benötigten Federdruck für eine (saubere) Einstellung - ergo - Totalschaden! Dann ich mir das Teil auch noch auch noch "beim anschauen" abgefallen... Poti muß erneuert werden!

    Ich habe noch ein "Halbgerät", also einen unvollständigen 704 und auch da mal auf den Poti durchgemessen, den ich eigentlich jetzt als Ersatz nehmen wollte, aber beim Durchmessen war da sofort der gleiche Fehler mit diesen willkürlichen Werten, die fast alle oberhalb der 2,5 KOhm liegen.
    Den habe ich jetzt nicht auseinandergenommen und nenne das ganze einfach mal einen "Standardfehler" (was ja nach 50 Jahren auch okay ist..).

    Da ich ja ein "Allesreperierer" bin, habe ich mich zu einer "afrikanischen" Reparatur entschieden und mich entschlossen, das Poti zu reparieren.

    Dabei habe ich noch festgestellt, daß die innere Schleifbahn "c" ziemlich "eingelaufen" ist. So habe ich diese erstmal (weitgehend) "glattgeschmirgelt" (mit 1000er..).
    Das Löten hat aber gut geklappt und ich habe die Stelle zusätzlich mit Superkleber verstärkt und hoffe, das hält und der Druck auf den Schleifer ist jetzt nicht zu hoch!

    Alles wieder zusammengebaut und statt der Nieten mit Draht verzwirbelt und den noch verlötet und ebenfalls mit Superkleber verstärkt und wieder eingebaut.


    ...und es funktioniert!

    Allerdings glaube ich nicht, daß das jetzt wieder 50 Jahre halten wird und ich werde das Poti dann auch demnächst mal ersetzen.
    Jetzt aber erstmal werde ich nicht zu forsch an dem Regler drehen, denn er läuft recht schwer (wegen des erhöhten Druckes des Schleifers) und macht auch keine 270° mehr! Für kleine Korrekturen um den Normwert herum (33 oder 45) ist es aber voll okay und ich habe alles schön nach Stroboskop eingestellt und dann noch mit einer RPM-App auf dem Handy nachgeprüft.
    Haut super hin!

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Hallo Sharkoon,

    ...auch ich finde Dein Werk hervorragend!

    Anmerken möchte ich noch, daß es mich an einen alten Akai-Receiver aus den frühen 1970ern erinnert, den ich mir dazu sehr gut vorstellen könnte (es gibt da eine ganze Serie..):
    Akai AA-920 | Hifi-Wiki
    - oder auch meinem "Lieblingsverstärke" Technics SU-50A, den ich leider noch nie hatte und immer noch (bezahlbar!) suche (die spinnen, die "Römer" - äh - Japaner!..).
    https://www.ebay.de/itm/235743314223

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Welches Dual Kassettendeck?

    ...eigentlich keines!
    Die wirklich guten "Vintage"-Modelle haben leider ein großes Problem

    ...C 810/830 und somit dieselben Probleme wie das Schrumpfen der Zahnräder

    Also besser Technics oder Pioneer oder sowas und am besten späte 70er/frühe 80er Jahre
    (die von Dir aversierten Tapes sind eh alle verkappte Japaner..).

    Gruß, Andreas

    Mal angenommen, ich würde einen zweiten Dual-Dreher suchen. 8)

    Empfohlen wird ja immer der 1229. Oder wäre ein 701/704 die bessere Wahl? Wechsler brauche ich nicht.
    Der 704 hat ja denselben Tonarm wie meiner.

    ...es ist etwas Stochern im Dunkeln.
    Dein Erstdreher hat denselben Tonarm, wie der 704 - ergo müßte es ein Dual 721 sein.

    DANN würde ich den 704 schonmal aus der Auswahl nehmen, denn "sowas" hast Du ja schon (obwohl der 704 einen kleineren Motor hat und messtechnisch schlechtere Gleichlaufwerte, als das Topmodell 721).

    Den 701 kannst Du Dir auch schenken, denn er ist dem 721 am ähnlichsten und hat quasi den gleichen Motor (nur als älteres Modell noch mit Germaniumtransistoren geregelt..).

    So wäre meine Empfehlung der 1229!

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Mach mal ein Foto.

    Hallo Robert,

    nach Deiner Fehlerbeschreibung kann man so nichts sagen.
    Ist da die ganze "Innerei" rausgeflogen?
    Oder tatsächlich "nur" die Haltenasel abgebrochen...

    Also ein - besser zwei Fotos von schräg unten (und von dem, was Dir entgegengefallen ist) wären hilfreich...

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Hallo Rudi,

    prinzipiell sind ja alle Tonarme der großen Platinen "gleich"...

    Beim 1249 hast Du aber auch noch die Höhenverstellung, weshalb der Komplettaustausch scheitern wird.

    Tausch doch "einfach" das Armrohr aus - ggf. auch noch den Tonarmkopf, der mMn beim 1249 schon ein schönes und markantes Teil ist...

    Gruß, Andreas

    ..ich würde mir da nicht allzuviele Gedanken drum machen!

    Der 606 ist ein Plattenspieler der "gehobenen" Klasse und kann auch sehr anspruchsvolle Tonabnehmer führen und spielt bei Dir "out of the box"...
    Der 1239 ist ein "Einsteigergerät", das zwar recht ordentlich spielt, aber den ganzen Aufwand mit Stromversorgung, Zarge, usw. nicht wert ist! - Verkauft bekommst Du ihn auch nicht...

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Ich wickel die rund auf (vom Gerät anfangend) und bei der letzten Runde das Kabel immer wieder um die anderen herum.

    So meine ich das

    ...das ist für mich schon das kleinere Übel, aber auch so hat man ein (leicht) verzogenes Kabel, das sich nicht gerade auslegen lässt!
    Besser wäre das Kabel in Gänze zu einer möglichst großen Rolle machen und dann mit einem Stück Draht fixieren (ich schmeisse "Drahtbinder" nicht weg und benutze sie dann bei Bedarf - einfacher Draht oder "Pfeifenreiniger" gehen natürlich auch).

    Schlimm finde ich die "Profimethode", das Kabel um die Hand zu wickeln, den letzten halben Meter schlank um den Wickel zu wickeln und den Rest dann knicken und durch eine Schlaufe zu stecken, um ein aufwickeln zu verhindern. Das ist für mich schon fast "Sachbeschädigung"!!!

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Hallo Michael,

    ...gib ihn mal Kai!

    Ansonsten ist dort ein Elac-Plattenspieler eingebaut worden, weil der ein Wechsler ist und Braun "sowas" nicht im eigenen Haus gebaut hat (gleiches gilt für den PS600, der ebenfalls ein Elac-Wechsler ist - ich glaube ein Miracord 50H..).

    Das war übrigens die erste Plastik-Kompaktanlage, die speziell für die junge Generation gebaut wurde und der später von Audio 308 und Audio 400 gefolgt wurde...

    Hat übrigens mit Wechsler (Cockpit 250W) etwa 1400 DM gekostet und über 15 Kg gewogen!
    Durchaus kein Leichtgewicht und wenn man sich mal Dein Bild vom Innenaufbau anschaut, kann man sagen, daß sich Dual durchaus eine Scheibe davon hätte abschneiden sollen!
    Braun hatte aber auch eine ganz andere Zielgruppe - so eher gut verdienende Akademiker...

    Schöne Grüße,
    Andreas

    P.S.
    eine schöne Beschreibung aller "Plastik-Kompaktanlagen findet sich hier:
    Braun Design - audio Geräte von Dieter Rams

    Moin Norbert,

    Die ECL 86 Röhrenverstärker dürften entgegen früherer Aussagen (so auch irgendwann malvon mir) nicht mehr von Klein und Hummel stammen, sondern wurden bei Dual gebaut.

    ...weißt Du denn, bis zu welchem Gerät K&H die Teile noch zugeliefert hat (überhaupt geht es um "fertig zugeliefert" oder um Lizenzbauten)?
    Kann man da grob sagen, daß die Grenze beim Ende der "runden" Party-Koffer oder daß nur der Einsatz der ECL86 der Wendepunkt ist (wo die "runden" ja entweder noch zwei Röhren oder die doch recht ähnliche ECL82 drin hatten..)?
    Und hat man vielleicht dann Lizenzgebühren an die Herren Klein und Hummel gezahlt?
    Dann wären das ja prinzipiell nach wie vor K&H-Verstärker...

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Hallo Hans,

    Bin absoluter Neuling in Sachen Analog Plattenspieler.

    ...dann lass Dich nicht verrückt machen!

    Das Shure M91 ist ein ausgezeichneter Tonabnehmer, der mit einer guten Nadel ziemlich weit oben spielt.
    Es gibt auch sehr gute Nachbaunadeln und wenn Deine eine solche ist, würde ich das einfach so lassen.
    Ansonsten das vermeintliche Ortofon "Supersystem" (2M??) black da unterschrauben - ggf. etwas zurechtfeilen.

    Schöne Grüße,
    Andreas

    P.S.
    Wenn Du Dich beim Tonabnehmer verbessern (verändern) willst, wende Dich gerne an mich...

    Hallo Michael,

    ...eine unbenutzte originale ATN3200XE (NOS mit Garantie) gibt es bei mir - "unter Freunden" für 200 Euro inkl. Versand.
    Ich kann Dir aber auch eine Deiner beiden Bestandsnadeln retippen - das wird dann billiger...

    Schöne Grüße,
    Andreas

    Eine Frage hätte ich jetzt auch noch: Ich fahre das ELAC mit 0,8 gr. und habe den Antiresonator auf ca. 6 eingestellt. Ich bin mir nicht sicher, ob der Wert korrekt ist, Im Diagramm ist keine Kurve für die hohe Nadelnachgiebigkeit der ELAC voresehen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Einstellung soooo wichtig ist. Der Klang ist jedefalls sehr gut.

    Hallo Dieter,

    0,8 Pond für eine Nachbaunadel (auch wenn sie Jico heißt) wird etwas wenig sein - ich würde da eher auf 1,2 bis 1,5 Pond einstellen.

    Du bekommst übrigens noch Originalnadeln bei mir - die sind tatsächlich so weich aufgehängt und noch eine ganz andere Hausnummer!
    unsere Highlights - Elac

    Schöne Grüße,
    Andreas