Eine Lanze für die Panzer... 1229/1219

  • Zur allgemeinen Unterhaltung verweise ich auf die Suchfunktion des Boards. Vor +/- einem Jahrzehnt gab es legendäre, unerbittliche Diskussionen mit ehemaligen Streithähnen um das Thema Reibrad vs XY, dass die Fetzen nur so flogen. Teilweise waren das köstliche Märchenstunden, die einem heute die Tränen der Freude oder des Fremdschams in die Augen treiben. Schaukämpfe manchmal mit dem Florett, oft aber mit dem brachialen Säbel ausgefochten. Unbedingt lesenswert, mit hohem Popkorn- und Chipsfaktor.

    oja das waren Zeiten..... ist das schon wieder so lange her?


    Dazu möchte ich mal dieses Video bemühen:

    Also wenn ich an den Teller eines 606, 505 o.ä. klopfe klingelt der tatsächlich. Bei einem 1219 kann ich das so nicht bestätigen. Sollte das jemand im aktiven Betrieb sowohl bei dem einen als auch den anderen raushören hat er meinen ernstgemeinten Respekt (wirklich völlig ironiefrei).


    da bleibt im Grunde nur Reibrad und Elektromotor als signifikanter Unterschied.

    viel wichtiger ist m.M. nach das Lager. Wechslerlager sind halt lauter, kannst nix machen. Ich habe mittlerweile Keramikkugeln drin damit ist es fast nicht mehr zu hören, aber halt nur fast.


    Aber zum eigentlichen Thema: ich hatte sie von Dual praktisch alle, vom 1006 bis zum 1229. Geblieben sind 1016 (weil selten), 1219, 1226, PE2020L und ein Elac 50H II.

    Ich finde nun nicht, dass sie einen besonderen Sound haben. Sofern sie nicht rumpeln und oder Sirren/brummen also sofern sie vernünftig gewartet sind. Dennoch werden sie nie an die Laufruhe einen 600er oder 700er DD rankommen. Aber ey was solls, die Kisten sind einfach saucool (sorry für den unqualifizierten Ausdruck). Müsste ich mich tatsächlich wieder auf zwei Geräte beschränken wäre es neben meinem S500 tatsächlich der 1219 der Bleiberecht hat. Mein Gehör wird jenseits der 50 wohl auch nicht mehr besser, wir altern dann zu dritt in Würde ^^

  • Ich kann mich nicht erinnern, dass Reibradler gegen Direkttriebler besser dastehen würden, beide verfügen, glaube ich, über sehr ähnliche Antriebseigenschaften. Ein - relativ - schaffen Klangbild wird eher den Riemenläufern nachgesagt und das lässt sich auch technisch durchaus erklären. Der Riemen wird ja abwechselnd gestaucht und wieder angezogen. Beim DirektAntrieb könnte eine gewisse Nervosität im Klangbild entstehen, wenn bei leichtem Teller die Regelung zu heftig eingreift.

    Ich selbst besitze nut Reibradler und Direkttriebler und würde als Riemenläufer maximal einen alten Thorens mit schwerem Teller akzeptieren, je einen TD 145 Mk. 2 und einen TD 160 hatte ich mal, letzterer lief traumhaft ruhig, auch klanglich. So gut hat ein M 95 bei mir nie mehr geklungen.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Also wenn ich an den Teller eines 606, 505 o.ä. klopfe klingelt der tatsächlich. Bei einem 1219 kann ich das so nicht bestätigen. Sollte das jemand im aktiven Betrieb sowohl bei dem einen als auch den anderen raushören hat er meinen ernstgemeinten Respekt (wirklich völlig ironiefrei).

    In dem verlinkten Video des bekannten Märchenonkels sagt er das ja explizit zum gepimpten Sondermodell-Thorens mit der schweren Gummimatte. Nur damit das klar ist, ich nehme dem das nicht ab, dass er den Teller raushört.


    Ich kann mich nicht erinnern, dass Reibradler gegen Direkttriebler besser dastehen würden, beide verfügen, glaube ich, über sehr ähnliche Antriebseigenschaften.

    ich lese das in diesem Forum öfter, dass die 12er Modelle "rocken" und der 701 wie eingeschlafene Füße klingt. 721 angeblich nicht ganz so schlimm.

    Ich selbst besitze nut Reibradler und Direkttriebler und würde als Riemenläufer maximal einen alten Thorens mit schwerem Teller akzeptieren, je einen TD 145 Mk. 2 und einen TD 160 hatte ich mal, letzterer lief traumhaft ruhig, auch klanglich. So gut hat ein M 95 bei mir nie mehr geklungen.

    Gerade diesen Modellen sagt der Onkel doch diesen müden Klang nach, der von einem Rega Planar, diesem Plattenspieler, der in meinen Augen minderwertiger kaum geht, locker getoppt wird.

  • Ich selbst besitze nut Reibradler und Direkttriebler und würde als Riemenläufer maximal einen alten Thorens mit schwerem Teller akzeptieren, je einen TD 145 Mk. 2 und einen TD 160 hatte ich mal, letzterer lief traumhaft ruhig, auch klanglich. So gut hat ein M 95 bei mir nie mehr geklungen.

    Mein Thorens 160 der ersten Serie mit M95 ist mir auch ans Herz gewachsen. Ich mag den "Wabbler" sehr. Der bleibt auch.

    "I've got that on vinyl"

  • Aus Versehen doppelt gepostet.


    Ich kann mich nicht erinnern, dass Reibradler gegen Direkttriebler besser dastehen würden, beide verfügen, glaube ich, über sehr ähnliche Antriebseigenschaften. Ein - relativ - schaffen Klangbild wird eher den Riemenläufern nachgesagt und das lässt sich auch technisch durchaus erklären. Der Riemen wird ja abwechselnd gestaucht und wieder angezogen. Beim DirektAntrieb könnte eine gewisse Nervosität im Klangbild entstehen, wenn bei leichtem Teller die Regelung zu heftig eingreift.

    Ich selbst besitze nut Reibradler und Direkttriebler und würde als Riemenläufer maximal einen alten Thorens mit schwerem Teller akzeptieren, je einen TD 145 Mk. 2 und einen TD 160 hatte ich mal, letzterer lief traumhaft ruhig, auch klanglich. So gut hat ein M 95 bei mir nie mehr geklungen.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • so, jetzt wollte ich es doch wissen. Ich habe grade mal einen naturbelassenen 1219 mit dem Shure DM-103 im Vergleich zum 741Q mit dem TKS390E gehört, und war selber ziemlich erstaunt, abgesehen von ganz leisen Laufgeräuschen beim 1219 keinen Unterschied zu hören.


    Ich habe dann mal ein DM-101 mit sphärischer Nadel in den 1219 gehängt, da klang es dann "fett". Noch fetter klingt es mit dem M95 oder M75.


    EIgentlich bestätigt das nur meine Theorie, dass Systeme mit sphärischer Nadel nicht so detailreich, aber "rockiger" klingen, während Systeme mit elliptischer Nadel analytischer klingen, aber auch Schwächen der Schallplatte stärker zum Vorschein bringen. Eigentlich leuchtet es ja auch ein, dass Nadeln mit kleinerem seitlichen Radius mehr Details aus der Rille holen als welche mit größerem Radius.


    Warum nur lasse ich mich von Euch immer zu solchen Aktionen animieren, statt meine Arbeit zu machen ? Ich geh jetzt aufräumen :saint: .


    Gruß Frank

  • Ich habe dann mal ein DM-101 mit sphärischer Nadel in den 1219 gehängt, da klang es dann "fett". Noch fetter klingt es mit dem M95 oder M75.

    Diese Aussage lässt mich aber an Deiner Glaubwürdigkeit zweifeln. Das 101 klingt am fettesten, soll heißen hat am meisten Bass und Höhen, danach kommt M75, das bis auf die fehlenden Höhen identisch ist, und dann kommt das M95, das linearer ist. So geht es aus meinen Frequenzgangmessungen hervor.

    Ich kann aber bestätigen, dass das 101 mit sphärischer Nadel voller klingt als mit der Ellipse.

  • Gleich an der Glaubwürdigkeit zu zweifeln finde ich etwas übertrieben.

    Kommt ja auch immer auf die Nadel an die im System ist.

    Grüße

    Jan

    It´s someone in my head but it´s not me (Pink Floyd)


    Bleiberecht: 1019, 1218, 1219, 701, 510 und 491A


  • das war grade ein nicht repräsentativer Versuch mit gebrauchtem Zeug.

    Ich habe dann mal ein DM-101 mit sphärischer Nadel in den 1219 gehängt, da klang es dann "fett". Noch fetter klingt es mit dem M95 oder M75.

    Diese Aussage lässt mich aber an Deiner Glaubwürdigkeit zweifeln. Das 101 klingt am fettesten, soll heißen hat am meisten Bass und Höhen, danach kommt M75, das bis auf die fehlenden Höhen identisch ist, und dann kommt das M95, das linearer ist. So geht es aus meinen Frequenzgangmessungen hervor.

    Ich kann aber bestätigen, dass das 101 mit sphärischer Nadel voller klingt als mit der Ellipse.

    irgendwie komisch - zuerst behauptest Du, dass Reibradler pauschal fetter klingen als Direktläufer, ohne dafür einen messtechnischen Grund liefern zu können, und wenn ich dann einen völlig subjektiven Hörtest mit gebrauchtem Geraffel mache und das Ergebnis poste, haust Du mir Messergebnisse um die Ohren. Was denn nu, oder willst Du nur streiten ?


    Wenn ich es richtig rockig haben will, und auch etwas ranzigere Plattenaufnahmen noch mit Freude hören will, gefallen mir die 10xx am besten, z.B. der 1019 mit dem Shure M44. Aber das wirst Du mir sicher jetzt auch wieder um die Ohren hauen 8) .


    Gruß Frank

  • z.B. der 1019 mit dem Shure M44

    genau deshalb hat er einen festen Platz in meinem Höhrraum und dafür liebe ich ihn :love:

    It´s someone in my head but it´s not me (Pink Floyd)


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  • Ich habe dann mal ein DM-101 mit sphärischer Nadel in den 1219 gehängt, da klang es dann "fett". Noch fetter klingt es mit dem M95 oder M75.


    Wenn ich es richtig rockig haben will, und auch etwas ranzigere Plattenaufnahmen noch mit Freude hören will, gefallen mir die 10xx am besten, z.B. der 1019 mit dem Shure M44.

    Apropos "fett" klingen: irgendwo empfahl Shure in den 60s, das N44G zu nutzen. Hörern der modernen Rock ´n Roll Musik gab man Ende der 60er eine ganz erstaunliche und spezielle Empfehlung:


    "To give the sound of modern rock and roll music a particularly earthy sound, you can have a beer.

    This sound expansion can be increased with up to 5 beers, after which the curve drops again."


    Das kann ich empirisch belegt bestätigen.

  • ich habe hier noch eine Steigerung von Vintage, die aber noch repariert werden muss - einen ELAC PW8M mit Mono Magnetsystem MST2 und Röhren-Entzerrer PV1. Für Mono-Singles aus den sechzigern gibt es kaum was besseres, ich überlege ernsthaft, mir daraus eine authentische Mono HiFi Anlage aus den späten Fünfzigern zu bauen.


    Ich denke, der Grund, wieso so viele richtig alte Geräte einen Klang mit Suchtfaktor produzieren, liegt schlicht daran, dass die Entwickler bei der Konstruktion etwas getan haben, was bei HiFi Fans verpönt ist - sie haben Geräte gebaut, die klingen. Wenn ich mir z.B. die Spitzenmodelle der Grundig Mono-Musikschränke aus den Fünfzigern anhöre, dann schaffen die es, die Kapelle von einer Schellackplatte virtuell ins Wohnzimmer zu stellen, obwohl sie mono sind, und niederschmetternde Werte für Frequenzgang und Klirrfaktor haben. Diese über die Zeit völlig verschiedenen Philosophien machen das Hobby für mich so faszinierend, ich kann gar nicht sagen, was ich am besten finde. Momentan tauche ich grade in die achtziger ein.

    Gruß Frank

  • irgendwie komisch - zuerst behauptest Du, dass Reibradler pauschal fetter klingen als Direktläufer, ohne dafür einen messtechnischen Grund liefern zu können, und wenn ich dann einen völlig subjektiven Hörtest mit gebrauchtem Geraffel mache und das Ergebnis poste, haust Du mir Messergebnisse um die Ohren. Was denn nu, oder willst Du nur streiten ?

    Ich behaupte gar nichts, ich stelle nur die Frage, ob und warum Reibradspieler angeblich rockiger klingen.

    Ich kann darauf keine Antwort geben, deshalb frage ich.

    Und ich hinterfrage. Sorry dafür.

    Dein Tonabnehmervergleich ist bei der gestellten Frage völlig OT, wir waren schon viel weiter. Es ist klar, dass verschiedene TA unterschiedlich klingen. Zur Begründung habe ich mal meine Messungen hervorgekramt, weil die überhaupt nicht zu Deinen Worten passten. Und meine Erfahrungen genauso wenig. So, und jetzt kannst Du Dich mal wieder abregen und normal weitermachen.

  • ????????????????????????????????


    Jungs, geht ein Eis essen. Das macht Spaß und entspannt ;)


    Liebe Grüße
    Ludwig

    Ich vermisse den Dislke Button


  • ich hab grade das MCC120 in den 741 geklemmt, höre meine Element Of Crime LP-Box von letztem Weihnachten und schaue dem Gewitter zu - entspannter geht eigentlich nicht mehr :saint: .


    Gruß Frank

  • Boah ist das warm

             

    Grüße... Lutz alias Lu

    >>>Umarmungen am Tag<<<

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