Beiträge von nick_riviera

    was mich ehrlich gesagt etwas ernüchtert, sind die Preise, die für die Geräte aufgerufen werden. Vom C828 kosten defekte optisch ranzige Teileträger um 100 und gute Exemplare um 300 Euro, C844 gehen bei 350 Euro los und enden bei 600 Euro. Ist nach den Plattenspielern jetzt auch das Rennen auf die Tapedecks eröffnet ?


    Gruß Frank

    welcher Abtaster klingt in einem 741 deutlich besser als ein TKS390E oder ein MCC120 ? Ich lerne ja immer gerne dazu.


    Und was das "Glück" angeht - ich habe mir irgendwann angewöhnt, keinen Müll mehr zu kaufen. Zum 741Q gehört entweder das TKS60, das TKS390 oder das MCC120. Wenn das System irgendwann durch ein billiges und zerbrochenes System ersetzt wurde, dann würde ich so einen Plattenspieler nicht mehr kaufen, selbst wenn er billig wäre. Die Ersparnis ersetzt nämlich meist nicht im Ansatz den Aufwand, den man investieren muss, um aus dem Dreher was vernünftiges zu machen. Das Internet hat leider vor allem dafür dafür gesorgt, dass der Schrott im Vergleich zu den guten Geräten zu teuer geworden ist.


    Und dann kann man solche Umbauten meiner Meinung nach gut mit Tuning am Auto vergleichen. Die Autohersteller stecken viele Millionen Entwicklungsaufwand in ein Fahrwerk, das einen guten Kompromiss für alle Situationen darstellt, und dann kommen "Spezialisten", die viel Geld ausgeben, um das Fahrwerk so zu tunen, dass es im günstigsten Fall wie ein Rennfahrwerk funktioniert - oft werden die Autos aber auch unfahrbar, und es wird immer mehr Geld nachgeschoben, um die Nachteile zu kompensieren, die man sich durch das Tuning selber eingefangen hat.


    Beim 741 ist alles am Tonarm auf minimale Masse abgestimmt - wenn ich jetzt eine abnehmbare 1/2" Befestigung verbaue, mache ich den Tonarm kopflastig, und spätestens, wenn dann noch ein schwererer Tonabnehmer drangeschraubt wird, muss ich schon Zusatzgewichte ans Gegengewicht schrauben, damit das überhaupt noch funktioniert. Damit verändere ich aber die zu bewegende Masse, die Resonanzfrequenz des Arms usw.


    Ich bin wirklich nicht ganz unbeleckt, was Audiotechnik angeht, aber ich habe in vielen Jahren einsehen müssen, dass es die Ingenieure der Hersteller mit ihren Möglichkeiten einfach besser können als ich - und deshalb lasse ich die Geräte einfach so, wie der Hersteller es vorgesehen hat - es hat sich bisher noch niemand beschwert, dass sich das schlecht anhört, eher das Gegenteil, wie ich bei einem Kollegen erleben darf, der momentan ganz tief ins "High End Tuning Fass" guckt, und sich einfach nicht davon abbringen lässt. Den ärgere ich gerne mit meinem "Serien-741", oder meinem "Serien-721", wenn er mal wieder mit seinem mittlerweile 3000 Euro High End Brett nicht weiterkommt. Der 721 hat übrigens das Shure V15 III mit gut erhaltener Originalnadel, das da seit 1977 drin ist. Die Vorbesitzer haben pro Jahr nur zweimal eine Platte gespielt - zu Weihnachten und zu Karneval - sogar die Strobolampe leuchtet noch wie neu.


    Gruß Frank

    Genau aus diesem Grund habe ich meinen CS 741 Q aufwändig zu dem umgebaut, was ich mir unter einem universell auszurüstenden, praxistauglichen und hochklassigen Spieler vorstelle: Weg vom TKS, dafür abnehmbares ½"-Headshell, ständig leuchtendes Stroboksop etc.


    Beste Grüße, Uwe

    mich wundert es immer ein wenig, dass so viele Vinyl Fans scheinbar unter Praxistauglichkeit verstehen, dass man mehrmals am Tag den Tonabnehmer tauschen muss.


    Ich habe für meinen 741 ein TKS390E mit NOS Nadel und ein MCC120 in komplett NOS - beide Systeme klingen etwas unterschiedlich, was man aber nur wahrnimmt, wenn man sie ständig miteinander vergleicht. Lässt man das TKS390E als das alltagstauglichere System einfach drin, und hört einfach Platten damit, fehlt einem auch nach Wochen nicht wirklich was.


    Dual hatte bis zum Schluss noch eine ganz altmodische aber für mich schlüssige Philosophie - Plattenspieler zu bauen, die out of the box gut waren, und die man inklusive Abtaster bis ans Ende ihres Lebens so lassen konnte. Die Philosophie, den Kunden den Plattenspieler zuhause zuende entwickeln zu lassen, ist von Audio und Co. nur zum Zwecke des Geldverdienens erfunden worden, frei nach dem Motto "nur ein unzufriedener Kunde kauft immer wieder neu". Und heute denkt kaum noch jemand darüber nach, wie absurd es eigentlich ist, aus dem Benutzen seiner Gebrauchsgegenstände ein ständiges Scoring zu machen. Aus dem selben Grund hält man in Audio und Co. den Kunden auch bewusst von allen technischen Zusammenhängen fern, und suggeriert ihm, dass nur der Klang zählt. Wenn ein HiFi Jünger gezielt auf seinen Wunschklang hinarbeiten könnte, und nicht nur nach dem Trial and Error Prinzip vorgehen könnte, würde man auch seine Dauerkunden verlieren.


    Dass man mit Dual Plattenspielern auch ohne nachträgliches Tuning jahrelang Spaß haben kann, das ist ein Grund, weshalb ich die Dinger so mag und mit Firmen wie Thorens nie wirklich warm geworden bin.


    Gruß Frank

    danke für Deine Antwort, das beantwortet aber meine Fragen nicht. DASS die Leerspulen im Zubehörkatalog drin sind, das weiß ich wohl. Meine Fragen waren aber, ob es auch BÄNDER mit Dual Spule zu kaufen gab, und, welchen Sinn die 13cm Leerspule wohl hatte.


    Gruß Frank

    hallo,


    nach längerer Suche habe ich endlich eine Dual Leerspule für das TG29 auftreiben können.


    Klar ist mir bewusst ( es ist ja offensichtlich ), dass die Spulen umgelabelte BASF Spulen sind - trotzdem würde mich mal interessieren, ob auch Tonbänder mit dem Namen Dual verkauft worden sind. Ich habe noch nie welche gesehen, in den Dual Prospekten tauchen auch keine auf, aber bei den Tonbandgeräten auf den Prospektfotos haben immer beide Spulen den Dual Aufdruck.


    Was ich auch noch sehr interessant finde, ist, dass es die Dual Leerspule wohl auch mit 13cm Durchmesser gegeben hat. Bei der 18cm Spule kann ich das noch irgendwie verstehen, aber kann mir jemand sagen, wofür die 13cm Spule gedacht war ? Gab es mal ein Dual Tonbandgerät mit 13cm-Spulen ?


    danke und Gruß Frank


    der sehr informative Artikel auf der Homepage von Norbert Malek sagt mehr als 1000 Worte:


    https://www.n-malek.de/11201/38347.html?


    Der CV1600 ist noch ziemlich diskret aufgebaut, es sitzen zahllose mechanische Schalter im Signalweg, die im Alter alle eine potentielle Fehlerquelle sind. Zwar hat man den Vorteil, dass auch bei den Schaltern recht viele Standardbauteile verwendet wurden, nur werden die auch langsam selten. Der Netzschalter zum Beispiel, den man vor einigen Jahren noch als Schüttware kaufen konnte, hat mich vor einigen Wochen über 20 Euro gekostet, und ich musste für ein Neuteil eine Weile suchen. Bei den Lorlin Drehschaltern muss man neben der Achsverlängerung darauf achten, keine zu erwischen, die aufgrund langer Lagerung genauso oxydiert sind wie die originalen - ist mir passiert, die Lieferung kam von einem seriösen Elektronikversender.


    Ansonsten ist das Ding halt hoch kompliziert, mit gefühlt tausenden Platinen und Steckverbindern, manches wie z.B. die Spannungswandler sollte durch andere Bauteile ersetzt werden usw. Ich bin ja jemand, der grundsätzlich erstmal alles selber macht, beim CV1600 oder CV1700 würde ich mich als Laie nach einem seriös instandgesetzten Exemplar mit Garantie umsehen, und den hohen Preis bezahlen, der in diesem Fall gerechtfertigt ist.


    Was dann noch hinzukommt - der CV1600 ist sicher ein sehr guter Verstärker, aber nicht so gut, wie er heute teilweise gehypt wird. Es gibt deutlich einfacher gebaute weniger zickige und viel billigere Vollverstärker, die klanglich nicht schlechter sind. Wenn Du den CV1600 nicht explizit haben willst, um z.B. eine Anlage originalgetreu aufzubauen, und es Dir nur darum geht, einen gut klingenden Vollverstärker in der CV1600 Leistungsklasse haben zu wollen, würde ich mich bei den Japanern umsehen, und evtl. auch bei den jüngeren Baujahren. Ich wollte ursprünglich den CV1700 haben, von dem habe ich schon Abstand genommen, weil der technisch noch zickiger ist als der 1600, und preislich komplett ins Absurde abgedreht ist. Wenn ich mir nochmal ein "Masochistenprojekt" ans Bein binde, dann die Kombination CT440/CV440 oder CT441/CV441 . Aber jetzt kommt erstmal die Kombination CT1450/CV1450 in satin passend zu meinem 741Q. Ich bin mal gespannt, ob ich bei den Geräten genauso eine positive Überraschung erlebe wie beim 741Q.


    Gruß Frank

    ich finde, man muss sich immer eins überlegen - wir reden hier über UNTERHALTUNGSELEKTRONIK, die auch schon damals für eine maximale Lebensdauer von etwa zehn Jahren geplant war. Dass die Kisten nach 40 bis 50 Jahren immer noch laufen, und dass Technologien, die vor über 30 Jahren offiziell zu Grabe getragen worden sind, heute wieder eine Renaissance erleben, das konnte wohl der kreativste Produktmanager nicht voraussehen, genausowenig wie modische Entgleisungen a la Cinch Kabel in Gartenschlauchform.


    Natürlich haben auch Dual Geräte Konstruktionsfehler - sie wurden ja von Menschen entwickelt und nicht vom lieben Gott, und sie mussten sich auch damals schon dem kaufmännischen Druck der Großserie unterordnen. Ich sehe Dual Geräte nicht aus der Perspektive, wie viel ihnen noch bis zur Perfektion fehlt, sondern eher aus der Sicht, wie viel die Dual Entwickler trotz der vergleichsweise lächerlichen Verkaufspreise noch möglich gemacht haben. Wenn sich so ein satinfarbener "Bastard" wie der 741 nach über 40 Jahren mit vertretbarem Aufwand in technischen Neuzustand versetzen lässt, und dieser Bastard dann im Hörtest bei meinem Kollegen ein sehr langes Gesicht auslöst, der sich grade für 2000 Euro ein modernes "High End Holzbrett" gekauft hat, dann weiß ich wieder einmal, was mich an Dual so fasziniert - allen Konstruktionsfehlern zum Trotz, ich ärgere mich grade mit einem CV1600 rum, bei dem ich schon zweimal kurz davor war, das Ding vor die Wand zu werfen.


    Gruß Frank

    danke Euch allen, ich habe gerade erstmal den CV1450 und den CT1450 "geschossen", die Tapedecks werden ja mittlerweile für ziemlich hohe Preise gehandelt. Ich habe noch eine Anlage der Vorgängergeneration ( CV1600, CT1641, C820 ), die werde ich verkaufen, und mir davon das C844 einfach mal gönnen, denke ich.


    Gruß Frank

    hallo,


    wahrscheinlich bekomme ich in den nächsten Tagen passend zu meinem 741Q einen CV1450 und einen CT1450, und überlege, mir noch ein passendes Tapedeck dazu zu origanisieren, um den "Turm" komplett zu machen. Zur Auswahl stehen das C844 oder das C828.


    Zuerst mal hätte ich gerne gewusst, ob mir jemand ein paar Tipps geben kann, was die Schwachstellen von den Geräten sind. Und dann würde mich mal interessieren, wieso das C844 gegenüber dem C828 so sauteuer gehandelt wird, und ob sich die Geldausgabe lohnt. Das C844 ist ein Feature-Monster und hat drei Köpfe und Dolby C, dafür hat das C828 Auto Reverse und kostet nur ein Drittel. Entscheidend wäre für mich aber, das Modell zu nehmen, das am wenigsten rumzickt.


    Ach ja, was mich auch interessieren würde, ist, ob man mit einer gut ausgerüsteten Werkstatt auch nach defekten Geräten gucken kann, oder ob man das bei diesen Modellen besser lässt.


    Danke und Gruß Frank

    es ist irgendwie ein komisches Ding - lange Zeit galten 701 und 721 als "ultima ratio", und der 731 wurde als Beginn des Absturzes von Dual gesehen. Ich habe meinen damals für 50 Euro hergegeben, weil ich auch nie so wirklich mit ihm warm geworden bin.


    Und jetzt wird der 731 derart hochgejubelt, dass er in Preisregionen wandert, die er objektiv nicht mehr wert ist. Und wenn mal ein billiger defekter auftaucht, also einer unter 200 Euro, an dem noch alles dran ist, kriegt der Anbieter an einem Tag 300 Anfragen.


    Der 731 ist ja ein guter Dreher, keine Frage. Aber wieso ausgerechnet der jetzt zum Kultlaufwerk von Dual aufsteigt, das verstehe ich nicht.


    Ich habe mich ja vor einigen Wochen mit einem 741 getröstet, auch wenn ich es selber komisch finde, der Bastard macht von Tag zu Tag mehr Spaß, und ist mit dem MMC120 klanglich deutlich besser als alles, was ich bisher von Dual hatte.


    Gruß Frank

    Hi !


    Ist doch heute nicht anders.


    Leute kaufen sich Fernseher, die so groß sind, daß sie nach einer Fußballspiel-Übertragung Nackenschmerzen haben, weil die das Ding ohne Kopfdrehen nicht überblicken. Hauptsache, größer als der vom Nachbarn.

    sorry, aber wer das so sieht, der hat den Sinn von großen Fernsehern nicht verstanden.


    Der Grund, weshalb man im Kino in Bilder "eintauchen" kann, während man bei Fernsehern meist das gefühl hat, in einen Guckkasten zu schauen, liegt schlicht daran, dass die Kinoleinwand üblicherweise so groß ist, dass man sie nicht komplett im Zentrum des Blickfeldes hat - wie in Wirklichkeit, wo man auch rund um sich herum ein Bild hat. Mit modernen Flachbildfernsehern ab 65 Zoll aufwärts ist so ein Kinogefühl endlich auch zuhause möglich. Hinzu kommt, dass moderne 4K Fernseher eine höhere Auflösung und meist auch einen größeren Farbraum haben als ein Kinobild. Zusammen mit der Flimmerfreiheit sorgt das dafür, dass man auch viel näher an den Bildschirm rücken kann als früher, große Fernseher also auch für kleinere Räume interessant sind. So ein 85 Zöller ist wie ein Beamer mit Leinwand, nur, dass man damit auch mal eben die Tagesschau gucken kann. Das hat für mich überhaupt nix mit Prestige zu tun, und Nackenschmerzen macht das auch nicht. Es macht einfach Spaß, ich möchte meinen großen Fernseher nicht mehr missen.


    Gruß Frank

    so weit ich weiß, gab es TVVs, die für den Einbau in Konsolen vorgesehen waren. Bei denen lagen die Kabel bei, ausserdem hatten die verkürzte Netzkabel mit Kontakten, die man in den Netz-Anschlusstecker des Plattenspielers einstecken konnte. Die Geheimfachkonsolen von 1219 und Co. haben sogar ein "Fach" für den TVV mit Bolzen zum Anschrauben. Der TVV wird dann mit dem Plattenspieler ein- und ausgeschaltet.


    Gruß Frank

    wollen schon, wenn die böse Zeit nicht wäre. Das mit der aufgebauten Dual Quadroanlage sollte aber in diesem Jahr noch zu machen sein.


    C901 Material habe ich übrigens gebunkert, als die Geräte vor einigen Jahren fast verschenkt worden sind.


    Gruß Frank

    das Problem bei den Tascam Recordern ist, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die Spurlage stimmt. Ausserdem hat das Zusammenbasteln eines "Doppel-Löschkopfes" aus zwei C901 Löschköpfen noch den Vorteil, dass man sich nicht um die elektrischen Daten des Kopfes kümmern muss. Zwei Geräte braucht man sowieso, da sind dann vier Löschköpfe vorhanden.


    Gruss Frank

    ich habe mich mich mit dem Thema vor ein paar Jahren mal ausführlicher beschäftigt. Philips strebte wirklich volle Stereo- und Mono- Kompatibilität an, was tatsächlich acht Spuren auf dem Cassettenband bedeutet hätte, zu einer Zeit, wo man noch damit gekämpft hat, normales Stereo in HiFi-Qualität auf Cassetten zu bekommen. Von JVC soll es mal ein Seriengerät gegeben haben, ausser einem schlechten Schwarzweiß-Foto in einer alten Funkschau habe ich davon aber noch nichts gesehen. Das Tascam Portable Studio hat zwar acht Spuren in annehmbarer Qualität, die Spurlage ist aber anders und zu normalen Audio-Cassettengeräten nicht kompatibel.


    Wenn man sowas bauen wollte, würde wirklich nur funktionieren, den Reverse Betrieb im Quadromodus abzuschalten, und die vier Kanäle in eine Richtung zu bespielen. Der vierkanalige AW-Kopf ist ja vorhanden, was man hinbekommen müsste, wäre, in eine Richtung eine Vollspurlöschung einzubauen. Die Löschköpfe im C901 sind ja schon von Haus aus so gestaltet, dass jeweils einer die eine oder die andere Hälfte des Bandes löscht, und die Köpfe sind so schmal dass man zwei davon in eine Öffnung der Cassette bekommt. Die zweite Aufgabe wäre dann noch, zwei komplette AW-Verstärker so in das Gerät zu integrieren, dass die Höhe des C901 erhalten bleibt. Tiefer dürfte es ruhig ein ganzes Stück werden, aber höher nicht, weil es dann nicht mehr zur Linie der Dual Quadroanlage passen würde.


    SQ-Decodierung im Tapedeck ist nicht erforderlich. SQ-Aufnahmen kann man ohne weitere Hilfsmittel stereofon auf Cassette aufnehmen, decodiert werden sie dann beim Abspielen im Quadroverstärker. Die Vierkanalfunktion ist nur für diskrete Quadroaufnahmen oder für das Überspielen von CD4-Platten erforderlich, und hier muss entweder garnichts decodiert werden, oder ein ohnehin vorhandenes Zusatzgerät decodiert die Aufnahme direkt von der Platte, und überträgt sie diskret an das Tapedeck.


    Schade ist, dass es überhaupt keine Unterlagen mehr dazu gibt, wie weit die Entwicklung seinerzeit vorangeschritten war, und wie es sich die Dual Ingenieure vorgestellt hatten. Man könnte also wirklich nur eine Attrappe ohne technikhistorischen Bezug bauen.


    Gruß Frank

    nur der Vollständigkeit halber möchte ich noch das Tapedeck C901 erwähnen, bei dem das Chassis schon für eine Quadro-Version vorbereitet ist, bei dem aber niemand genau weiß, ob es da schon Prototypen gegeben hat. Ich habe schon mehrmals überlegt, aus C901-Schrott so ein Gerät mal aufzubauen, aber Ihr wisst ja, der Mangel an Freizeit setzt sich immer wieder durch.


    Gruß Frank

    ich denke gar keinen. Das Magnetsystem im Piccolo war ja noch reinste Vorkriegstechnik, mit 40 Gramm Auflagegewicht. Wahrscheinlich war wie bei den elektromagnetischen Tondosen aus den dreißiger Jahren die Ausgangsspannung hoch genug, um einen normalen Phonoeingang ansteuern zu können. Die "Entzerrung" hat man dann wahrscheinlich passiv mit Kondensatoren gemacht.


    Gruß Frank

    hi Norbert, ja, das passt, man kann ja alles lesen, vielen Dank.


    Der TV5, also die Mono-Version, scheint ultraselten zu sein. Vom TV55 findet man öfter was, aber auch bei Deinen Unterlagen ist vom TV5 nicht mal ein Bild dabei. PE hat auch für jede Generation einen anderen Vorverstärker gebaut - im Rex A Sonderklasse mit dem PE 7000 ist ein einstufiger Vorverstärker mit einer Pentode eingebaut, der TV5 für den Rex DeLuxe hat wieder eine zweistufige Triodenschaltung wie der Ur-Rex, und vom TV55 gibt es zwei verschiedene Versionen für zwei verschiedene Plattenspieler. Dazu kommen dann noch die Transistorversionen, die hier noch gar nicht auftauchen. Habt Ihr wirklich überhaupt keine Idee, in welchen Mengen das Zeug ungefähr verkauft wurde, irgendwie muss sich der Aufwand ja gelohnt haben, oder ?


    Gruß Frank

    das ist cool, danke ;-) . War der TV5 eigentlich so selten ? Was ich komisch finde - wenn mal ein Sonderklasse Laufwerk bei Ebay und Co. auftaucht, ist es fast immer das Urmodell mit PE3000. Einen Rex A Sonderklasse mit dem PE5000 habe ich in natura noch nie gesehen, und bevor mir Dennis ein paar Sachen verkauft hat, kannte ich von der PE7000 Variante nur die Grundig Musiktruhenlaufwerke, die ja keine Sonderklasseversionen sind, sondern Standard-Laufwerke mit PE7000 Tonarm. Ab dem Rex DeLuxe gab es dann externe Vorverstärker in mono uns stereo und mit Röhren oder Transistoren, mir ist aber bisher noch nicht mal ein Exemplar zum Fotografieren über den Weg gelaufen. Momentan wird grade bei Kleinanzeigen ein PE3310 Studio mit B&O Tonarm angeboten, für 1500 Euro, aber auch ohne Vorverstärker. Vom PE66 Sonderklasse kenne ich dann nur einen Nachbau aus dem Dual Board, im Original hat den glaube ich noch nie jemand gesehen. Weisst Du irgendwas über die gebauten Stückzahlen, und wohin die Geräte verkauft wurden ? Als OEM Geräte wurden die Sonderklasse Laufwerke ja nur sehr selten eingesetzt.


    Danke und Gruß Frank