Beiträge von nick_riviera

    Ich habe den CD130, der ja technisch dem CD120 sehr ähnlich ist, nur eben mit Schublade. Wie die alten CD Player prinzipiell funktionieren, da gibt es in deutsch nur ein Buch vom Franzis Verlag, den "Rodekurth". Das habe ich durchgeackert und verstanden, aber im Service Manual vom CD130 ist zum Einstellen der Parameter eine sogenannte Calibration Box erforderlich, die im Manual nur als Black Box eingezeichnet ist, und die man natürlich mit Geld und guten Worten nicht mehr findet. Mein CD130 läuft nach Riementausch und Reinigung leidlich gut, und spielt alle CDs von Anfang bis Ende, bei manuellen Titelsprüngen oder schnellem Vorlauf verhampelt er sich aber regelmäßig. Immerhin scheint der Laser noch ein "Modell unzerstörbar" zu sein, denn hier hätte man gar keine Chance mehr. Einen CD120 hätte ich auch nochmal gerne, auch wenn er von der Form zu nichts passt. Es ist halt eine Ikone mit der "Waschmaschinenklappe".


    Gruß Frank

    Ich bin ein Freund des Originalzustandes, die Konsolen von 721 und Co. bekommt man deutlich tritt- und körperschallfester, wenn man ein Stück Antidröhnmatte aus dem KFZ Bedarf unten in die Wanne klebt.

    Den "Plastikdreher", den Du Dir zumindest mal ansehen und vor allem anhören solltest, ist der 741Q. Abgesehen vom Nachteil der TKS Tonabnehmerbefestigung ist das m.E. der beste Dual, was die technischen Eigenschaften angeht. Hier hat sich Dual erstmals von der Chassisfederung aus den 1950igern getrennt, und sich mit dem Thema Resonanzen ernsthaft beschäftigt, z.B. mit dem Einsatz eines Bleiringes zur Dämpung des Plattentellers. Ich habe mit den "Plastikeimern" auch lange gefremdelt, der erste 741 war eher ein Mitleidskauf, heute ist er aber mein Alltagsdreher. Manchmal kommen die positiven Überraschungen aus Ecken, die man garnicht auf dem Schirm hat, und Plastik ist genausowenig immer schlecht wie Metall und Holz immer gut sind.

    Gruß Frank

    drei Tipps, die Dir keine KI geben wird:

    1) Kauf Dir einen Dreher, den Du abholen und vor dem Kauf begutachten kannst. Damit kannst Du fast alle Probleme im Vorfeld vermeiden, mit denen Versandkäufer immer wieder auf die Nase fallen.

    2) Achte mehr auf die Vorgeschichte des Gerätes als darauf, welches Modell Du nimmst. Die Dual HiFi Dreher sind alle klanglich gut, und für lange Haltbarkeit konstruiert, mit normaler Nutzung in Wohnräumen kriegt man sie kaum kaputt. Der Hauptfeind eines Dual Drehers sind die Vorbesitzer. Informationen zur Historie bekommst Du auch am besten, wenn Du selber zum Verkäufer hinfährst.

    3) Gute unverbastelte Duals haben nach 50 Jahren meist rgendwelche kleinen Wehwehchen. Lerne die echten Probleme von den Bagatellen zu unterscheiden, und eigne Dir wenigstens so viel Know How an, dass Du neue Stecker / Kabel dranbauen kannst, Wackelkontakte in der Singnalleitung finden und beseitigen kannst, oder den Steuerpimpel wechseln kannst. Das Wissen hierfür kann man schnell und leicht lernen, Du kannst danach aber auch nach Geräten schauen, die als teildefekt angeboten werden. Viele Leute mustern ihre alten Duals wegen Bagatellfehlern aus, die Dinger sind dann günstig zu haben, und mit ein paar kleinen Arbeiten in Top Zustand zu versetzen. Außerdem machst Du Dich nicht zum Opfer von Leuten, die revidierte Dachbodenleichen mit Garantie für viel Geld verkaufen. Es gibt nur wenige Leute, die Revisionen wirklich gut machen, und selbst die können keine Ersatzteile herbeihexen, und müssen schauen, dass sie Aufwand und Preis im Auge behalten.

    Was das Modell angeht, da kann ich nur sagen, alles, was ab dem 1009 an HiFi Drehern gebaut wurde, kann man nehmen, echte Ausreißer gibt es keine, selbst die späten Plastik Klapperkisten wie der 2235Q brauchen sich von den Eigenschaften hinter einem neuen 1000 Euro Dreher nicht zu verstecken. Weil hier so oft 1219 und 1229 empfohlen werden, vielleicht noch ein Denkanstoß - der kleine 1218 hat seinerzeit in allen Tests die gleichen Ergebnisse gebracht wie seine großen Brüder. Wenn man mit dem kleinen Layout leben kann, macht der 1218 alles genauso gut wie 1219 und 1229, aber für weniger Geld und mit weniger zickigen Details. Außerdem sind die 1218er fast immer weniger verschlissen. Für mich ist der 1218 der Lieblingsdreher aus der Serie, auch wenn besonders der 1219 mit seiner Panzerschrank Anmutung mehr Eindruck macht.


    Gruß Frank

    Wer der Jüngeren, evtl. nach Millenium gebohrenen, "arbeitet" mit Cassetten-Technik ?

    Oder bei dieser Klientel mal 'ne Umfrage starten, wer sich vorstellen kann was die Begriffe "Bandsalat" und "Bleistift" miteinander zu tun haben? ^^

    bitte, bitte nicht hier im "Fachforum" auch noch mit dieser Zote anfangen. Ich kann mich nicht daran erinnern, mit einem guten Tapedeck jemals Bandsalat gehabt zu haben, selbst im Auto nicht. Die Geräte, die öfter Salat gemacht haben, waren Geräte wie diese 19,99 DM Cassettenspieler von Woolworth, und selbst da ist es eher selten passiert. Mir geht an dieser Zote so auf den Keks, dass es ja eine Menge Leute gibt, die die Cassette erst als Retro Medium kennenlernen, und denen dann vermittelt wird, die Cassette sei nie ein ernstzunehmender Tonspeicher gewesen, sondern nur ein kultiges Schrottmedium. Vielleicht ist das ja heute sogar beabsichtigt, denn das, was heute an Neugeräten verkauft wird, kann man eigentlich nur noch als Parodie eines Cassettenrecorders bezeichnen.

    Meiner Tochter habe ich zu ihrer Denon Anlage kürzlich ein Dreikopf Deck Denon DRM710 spendiert, die war völlig perplex, dass die Cassette ja genauso klingt wie die aufgenommene CD im Original, und, dass die Cassetten einfach laufen, ohne Salat zu machen. In solchen Momenten weiß ich immer nicht, ob ich traurig werden oder lachen soll. ^^

    Gruß Frank

    man sollte vielleicht noch erwähnen, dass das Zweikopfgerät C820 mal eine Weile als Geheimtipp gehandelt wurde, nachdem es wegen seiner Stabilität und Präzision für die Aufnahme der DHFI Messcassetten ausgewählt wurde. Die damaligen Tester und Ingenieure bei der HiFi Stereofonie bewerteten es besser als das Dreikopfgerät C830 und besser als die meisten Japaner, die 1979 auf dem Markt waren.

    Dass Dual bei den Cassettendecks auch ganz vorne mit dabei war, ist eine Geschichte, die immer etwas hinter den Plattenspielern untergeht.

    Gruß Frank

    ich denke, Du solltest Dir vor allem anderen erstmal jemanden suchen, bei dem Du den CV120 probehören kannst, um sicherzustellen, dass tatsächlich ein Fehler vorliegt. Ich hatte schon öfter Geräte aus der Zeit, die mich klanglich enttäuscht haben, wo ich mir dann von anderen erzählen lassen habe, dass das nur an Alterung liegt, und die dann nach viel Arbeit exakt genauso geklungen haben wie vorher. Meine bisher größte Enttäuschung in diese Richtung war das Braun Quadro Studio 1020 mit vier Aktivlautsprechern, das ich mir mühevoll und mit viel Geld zusammengesucht habe, und das nach dem ersten Einschalten geklungen hat, dass ich geglaubt habe, es sei kaputt. In Kronberg im Braun Museum habe ich dann mal eine Vorführung der Quadroanlage mitgemacht, da klang das ganz genauso wie bei mir zuhause. Die HiFi Geräte der frühen siebziger klingen alle noch ein wenig nach Dampfradio, warm aber schlapp - dieser präzise impulstreue Sound, der die Musik ins Wohnzimmer stellt, kam erst um 1980 herum in die HiFi Holzklasse.

    Du kannst Dir mal die Webseite von Norbert Malek ansehen ( https://www.n-malek.de/11201/11232.html? ) der hat sich mit den Verstärkern aus der Zeit intensiv beschäftigt, und beschreibt auch ein paar Arbeiten, die man unabhängig vom Klang machen sollte, z.B. die Überprüfung des Ruhestroms und der Ruhestrom Potis.

    Wenn es Dir hauptsächlich um guten Sound und weniger um die alten Geräte geht, würde ich mich mal bei HiFi Komponenten der 1990iger umschauen, z.B. bei den Denon Vollverstärkern um 1992. Die sind noch für ein Taschengeld zu bekommen, weil sie bei den Liebhabern noch nicht auf dem Zettel stehen. Da kannst Du dann im Vergleich zum CV120 mal live erleben, dass Verstärker eben doch "klingen", und, wie groß der Fortschritt in den 20 Jahren tatsächlich gewesen ist.

    Gruß Frank

    vielleicht sind ja Deine Bass- und Loudness Exzesse der Grund, wieso die Lautsprecher nicht mehr klingen. Bewege mal vorsichtig die Bassmembranen mit den Fingern, sie müssen leicht schwingen und es darf keine Kratzgeräusche geben. An den Sicken liegt das nicht, die180iger haben üblicherweise Gummisicken, und die gehen nicht kaputt.

    Ich hatte die Anlage mit dem CV120 und zwei CL181 ( quasi baugleich ) eine Weile in einem 60qm Wohnzimmer stehen, klar klag das im Vergleich zu moderneren Geräten ein wenig nach Dampfradio, aber schon bei Stellung linear hatte ich genug Bass, vielleicht nicht für Discobetrieb, aber für HiFi völlig ausreichend. Mit zu viel Bass und evtl. noch Loudness übersteuerst Du bei höheren Lautstärken den Verstärker, und überlastest die Lautsprecher. Versuche nicht, aus einer Pferdekutsche eine Mondrakete zu machen.

    ich habe jetzt auch einen Patienten mit dem Problem, einen schwarzen Grundig 1249. Das ausgeleierte Originalteil funktioniert noch halbwegs, hängt aber durch. Hat jemand Erfahrung mit dem Druck von elastischem Filament ? Ich könnte ja mal einen Versuch starten. Der 1249 Riemen müsste dann auch beim 601 passen, andere Dreher haben leider andere Längen - Dual hätte ja wenigstens so nett sein können, die Riementriebler so zu konstruieren, dass überall der gleiche Riemen passt, wenn man schon so eine besch... Lösung verbaut. Ich werde mit den mechanischen Dual RIementrieblern einfach nicht warm, das mit dem Zahnriemen ist wieder so ein Fail.

    vinylkiller - beim Zahnriemen ist ja nicht nur die Länge entscheidend, sondern vor allem das Zahnmodul. Der Sinn des Zahnriemens ist ja, dass die Zacken des RIemens genau in die Zacken der "Zahnräder" passen, um Schlupf zu verhindern. Wenn die Verzahnung des Riemens nicht passt, kann man auch gleich einen glatten Riemen nehmen. 3D Druck aus elastischem Material ist schon eine gute Idee, der Riemen hat an der Stelle ja nichts auszuhalten, ich frage mich eh, wie es passieren kann, dass der an dieser Stelle ausleiert oder reißt.

    Gruß Frank

    sach mal, meint Ihr die Frage wirklich ernst =O ? Wenn ja, lasst die Finger von dem Gerät und sucht jemanden, der sich damit auskennt.

    Wenn Ihr Euch den Schaltplan mal anseht und auch versteht, werdet Ihr sehen, dass es sich hier um eine symmetrische Spannungsversorgung der Endstufen handelt, mit positivem und negativem Potential und der Masse ( Nullpunkt ) in der Mitte. Für die positive Spannung muss der Minuspol des zugehörigen Lade-Elkos auf Massepotential liegen, für die negative Spannung aber natürlich der Pluspol. Wenn Du den Elko der negativen Spannung so herum einbaust, dass auch der Minuspol an Masse liegt, wird er Dir beim ersten Funktionstest um die Ohren fliegen.

    Gruß Frank

    hach, wenn ich sowas sehe, bin ich immer traurig, dass die Dinger so viel Platz wegnehmen, irgendwie teilt sich die Kompaktanlage das Schicksal mit den Musiktruhen, die auch oft die tollste Technik hatten, aber kaum aufgehoben wurden. Die KA380 ist aiuch so ein Teil, das mir gefallen könnte, aber ich musste schon vor einiger Zeit eine KA460 weggeben, weil ich den Platz brauchte. Umso mehr freut es mich für jede dieser Anlagen die als Ganzes überleben dürfen und nicht nur zum Plattenspielerspender gemacht werden.

    Meine "Träumchen" sind immer noch die fernbedienbaren Grundig Monster RPC600TP oder RPC650TP, letztere mit fernbedienbarem Dual Wechsler. Für die würde ich auch noch Platz schaffen ;) .

    Gruß Frank

    Zur Beschriftung der Frontblende - hast Du Dich mal hierzu schlau gemacht ?:

    UV-Direktdruck – Wikipedia

    Die Drucker sind für Hobbyanwender leider noch zu teuer, aber es gibt zahlreiche Dienstleister, die sowas anbieten. Der Wiki Eintrag ist etwas irreführend, es gibt auch kleine UV Drucker, und so weit ich weiß auch lackähnliche Tinten. Ich wollte das immer mal ausprobieren, bin aber bisher nicht dazu gekommen.

    Gruß Frank

    Die Beschlagteile für die Schulkoffer werden von vielen gesucht, und man kann ja nicht wegen jedem Scharnier oder Verschluss einen kompletten Koffer schlachten. Außer den Verschlüssen geht an den Dingern eher wenig kaputt, was die Zahl der Schlachtgeräte insgesamt klein hält.

    Mach doch ein 3D Druck Projekt draus, ich wäre Dein erster Kunde ;).

    Gruß Frank

    wisst Ihr, was noch blöder ist als ein explodierender ALTER Knallfrosch ? Ein frisch explodierender NEUER Knallfrosch direkt nach dem Tausch. Nachdem mir das zum zweiten Mal mit einem fabrikfrischen Rifa von einem seriösen Versender passiert ist, habe ich mir die Dinger mal genauer angesehen, und festgestellt, dass die nagelneuen Rifas schon Risse um die Anschlussdrähte und teilweise über die gesamte Vergussmasse hatten. Seitdem kommt mir kein Rifa mehr in einen Dual rein, wenn die alten Knallfrösche noch gut ausehen und ihre Werte halten, baue ich die im Zweifel wieder ein.

    Falls Ihr noch mit der Haltung "kauf was gutes, kauf Rifa" durchs leben lauft, guckt Euch die Dinger wenigstens genau an, bevor Ihr sie einbaut, sonst ist die Gefahr groß, dass Ihr Euch genau das einhandelt, was man durch den vorsorglichen Tausch eigentlich vermeiden möchte.

    Eine Erfahrung, die für mich auch schon fast eine Regel ist - bei Geräten, die eine Kellerkarriere hinter sich haben, sind die Folienkondensatoren oft komplett hinüber, auch die Entstörkondensatoren. Bei Wohnzimmergeräten aus gutem Vorbesitz hingegen hatte ich noch nie Probleme, der härteste Beweis war eine kleine Truhe Graetz Grazioso von 1956, die direkt aus dem Wohnzimmer einer verstorbenen älteren Dame kam, und die noch nie in ihrem Leben einen Techniker gesehen hatte. Das war eine richtige Zeitkapsel das Teil, nicht mal der PE Rex war verharzt, weil sie auch den immer benutzt hatte.


    Gruß Frank

    nein, Nordmende hat seine Tonbandgeräte selber hergestellt. Das 6001 ist deshalb besonders, weil es sechs Tonköpfe hat, drei für Zweispur und drei für Vierspur. Sowas gab es meines Wissens von keinem anderen Hersteller.

    Wenn man sich die Layouts von Telefunken und Nordmende aus der Zeit ansieht, wird man feststellen, dass diese völlig unterschiedlich sind. Weiterhin gab es von Telefunken in den 1970igern keine Heimtonbandgeräte mit drei Motoren. Das Design ist ähnlich, aber sonst passt nix.

    Gruß Frank

    Moin Frank

    ich hatte diese Vorschläge zur CL 730 auch schon gesehen - und mich darüber gewundert. Die (überflüssigen) Komponenten für den 8 Ohm Betrieb entfernen - ja, kann man natürlich machen - aber warum sollte man, wenn ein einfaches "nicht benutzen" der 8 Ohm Strecke auch genügt :/ Die Schalter überbrücken - ja, kann man ebenfalls machen und wäre noch ein verständlicher Vorschlag, da jeder Schalter Kontaktprobleme verursachen kann. Allerdings bin ich auch ein Fan von Erhaltung eines Originalzustandes und daher -nein, auch das nicht. Was ich nicht verstehe - und vielleicht kannst du es erklären - wieso die Entfernung von diesen Teilen vorgeschlagen wird...

    das war eigentlich eine ganz einfache Geschichte - wir sind nach Würzburg gefahren, Geräte einsammeln, mir sind da zwei sehr gut erhaltene 730iger angeboten worden. Probehören war nur zum testen in einem akustisch suboptimalen Umfeld möglich, weil die Boxen im Keller standen, war aber alles ok, und wir sind dann nach Wiesbaden zurückgefahren. Dort angekommen, wurde sofort im Internet nachgeschlagen, dann ist der Herr wie ein Derwisch über die Boxen hergefallen, ohne sie jemals gehört zu haben, und hat dieses Pamphlet entworfen, was man jetzt im Internet sieht. Auf Erklärungen und Bitten, diesen Blödsinn doch wieder von der Seite zu nehmen, wurde nicht eingegangen, und irgendwann hatte ich auch keinen Bock mehr - schade eigentlich, denn in Wiesbaden ist einiges an wirklich wertvollem Wissen zusammengetragen, aber leider versteigt sich der Betreiber des HiFi Museums immer wieder in irgendwelche Stänkereien und Unwahrheiten, und vermischt Meinung mit Tatsachen, und er nimmt oft irgendwelche geschenkten Sperrmüllgeräte als Referenz, um ganze Modellreihen runterzumachen. Ich will ihn auch nicht runtermachen, habe das eigentlich nur gepostet, weil ich schon zu oft erlebt habe, wie Leute ohne tieferes Wissen solche Vorschläge nachgemacht haben, und Geräte wie die CL730 wachsen halt nicht mehr auf Bäumen, jede zerstörte Box ist eine weniger.

    Gruß Frank

    etwas Off Topic:

    Hat Nordmende überhaupt jemals HIFI-Komponenten entwickelt ?

    Bei dem Plattenspieler ist es ja offensichtlich daß der von Dual ist. Kann es sein, daß Receiver und Lautsprecher evtl. von SABA und/oder ELAC sind ?

    Nein, die Sachen aus der Zeit waren abgesehen vom Plattenspieler noch alle Original Nordmende. Das einzige, was damals schon aus Asien kam, waren einige Geräte mit Henkel dran, aber auch nicht alle. Saba und ELAC waren übrigens auch kräftige Zukäufer, ELAC hat z.B. einige Receiver von Körting bauen lassen. Von Nordmende gab es Anfang der siebziger sogar mal ein recht beeindruckendes Tonbandgerät, was kaum jemand kennt:

    Nordmende 6001 | Hifi-Wiki

    Gruß Frank

    Siepi - ich glaube, normal betrieben wird keine CL730 eine Brandgefahr darstellen, auch mit alten Kondensatoren nicht. Es wäre wirklich interessant, zu erfahren, was der Vorbesitzer an Deinen 730igern verbrochen hat, sowas habe ich ehrlich gesagt noch nie gesehen, und ich habe schon viele Boxen zerlegt.

    Gruß Frank

    herzlichen Glückwunsch, da hast Du Schwein gehabt. Ich habe die 730 auf den LF2 Füßen als Wohnzimmerlautsprecher und sehe keinen Grund, nochmal was anderes dahinzustellen. Du solltest auf jeden Fall probieren, sie vom Boden entfernt frei in den Raum zu stellen - ich hatte sie am Anfang auf dem Boden stehen und war enttäuscht, aber auf den Füßen und ein Stück enfernt von Zimmerecken entfaltet sie ein Klangniveau, für das sie wie so vieles von Dual viel zu billig verkauft wurde.

    Und bitte, bitte, komme NIEMALS auf die Idee, dieser Spinnerei hier zu folgen:

    hifimuseum.de - Sie sind im Bereich : Die besondere DUAL-Box

    Der gute Mann aus Wiesbaden ( dem ich als Konsequenz auf diesen Schwachsinn die Freundschaft gekündigt habe ) betreibt ein HiFi Museum, ohne den historischen Aspekt eines Museums zu beachten. Der 8 Ohm Anschluss über einen Widerstand war damals eine Notlösung, weil es zu Zeiten der International Serie noch Verstärker aus der alten Zeit wie den CV121 gab, der so geschaltet war, dass man zwei Vier Ohm Boxen an eine Endstufe klemmen durfte. bei einigen moderneren Dual-Verstärkern war aber trotz vier Lautsprecheranschlüssen eine Mindest-Gesamtimpedanz von vier Ohm vorgeschrieben, und für diesen Sonderfall und NUR hierfür, ist der acht Ohm Anschluss vorgesehen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung eines der betroffenen Verstärkermodelle reicht, da ist das genau beschrieben. Im Normalfall, also wenn man nur zwei Boxen betreibt, und der Verstärker nicht acht Ohm ausdrücklich vorschreibt, sollte man IMMER den Vier Ohm Anschluss benutzten, man sollte die acht Ohm Klemme aber auch nicht totlegen wie im obigen "Dossier" beschrieben. Wenn man den acht Ohm Anschluss nicht benutzt, stört er auch nicht.

    Und was das Entfernen der Schalter angeht - ja, Dual ist mit den Schaltern der damaligen Mode gefolgt, aber immerhin war man so weitsichtig, Schalter statt L-Reglern zu nehmen, die in Nullstellung völlig neutral sind. Statt jetzt bei einer 730 den Originalzustand kaputtzumachen, kann man auch, wie Du es getan hast, die Schalter einfach so instandsetzen, dass sie einwandfrei funktionieren.

    In dem Wiesbadener Museum sind zu Dual noch einige Klopper zu finden, aber der hier ist der größte, und es tut mir leid, dass ich quasi der Anlass dazu war.


    Gruß Frank

    "Aufspielen" tut eine bayerische Blaskapelle auf dem Bierfest. Diesen Begriff in Zusammenhang mit HiFi zu verwenden, das ist auch so eine peinliche Nummer im Sprech der High End Schmierfinken, die sich in der "Fachsprache" der HiFi Jünger festgesetzt hat.

    Ich finde es wirklich schlimm, dass die eher sachliche und fachlich fundierte Sprache früher HiFi Zeiten fast völlig vergessen ist, während das mulmige Geschwätz, was vor allem von der Zeitschrift Audio ins Leben gerufen wurde, und die damit verbundenen Wertvorstellungen auch von den HiFi Freunden übernommen worden sind, die sich eigentlich von der Aluhut Szene distanzieren.

    Aber wie sagte schon Albert Einstein ? "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, wobei ich mir beim Universum noch nicht sicher bin."

    Gruß Frank