Alles anzeigenvon den Dingern hatte ich schon welche auf dem Tisch, die kranken oft an den gleichen Problemen wie auch japanische Tapedecks - total überzogene "Featuritis", die sich nur durch exzessiven Einsatz von Plastik in der Mechanik zu bezahlbaren Preisen realisieren ließ, dazu ein riesiger Elektronik Bombast voller Spezialteile, man denkt unweigerlich daran, dass das Teil doch nur eine Platte drehen und abtasten soll. Und dann ist es noch so, dass die tresorartige Anmutung bei vielen dieser Geräte nur äußerer Schein ist, der sich im Innenleben qualitativ nicht fortführt. So lange das Ding läuft, und man nicht reingucken muss, ist das ganz toll, es darf nur nichts kaputtgehen - wie bei fast allen Japanern.
Gruß Frank
Huuh, jetzt setzt mal die rosarote Schwarzwald-Brille ab! Meine Japaner, und ich habe einige, laufen eigentlich ALLE problemlos. Aufarbeitung jeweils meist mit wenig Aufwand verbunden und dann marschieren die!
Regelmäßige Lazarettaufenthalte brauchen eher die Duals und auch die Thorens. Ich mag beide Marken trotzdem sehr. 😃
Frage mich auch gerade welche übertriebenen Features die Japaner sich angeblich ausgedacht haben. Da dreht sich auch die Platte im Uhrzeigersinn und der Tonarm wird hin und her, hoch und runter bewegt. Dies meist recht präzise, bei eigenem Motor auch sehr smooth, was ich mag.
Ein Feature hätte ich beim hochgelobten CS 721 gerne gehabt: nämlich die von der Geschwindigkeit unabhängige Anwahl der Plattengröße. 1219 und 1229 u.a. hatten das. Die hier gescholtenen Japaner haben das gerne umgesetzt. 🤷♂️
das hat nichts mit rosaroter Brille zu tun, ich kenne den Ärger mit alten Duals sehr gut, und habe auch einige Dual Modelle, z.B. die ganzen Riementriebler mit mechanischem Umwerfer und "Vario Pulley", die ich am liebsten von hinten sehe.
Trotzdem fragt man sich, wieso es aus Japan Plattenspieler gab, die drei Servomotoren mit Plaste Schneckengetrieben brauchen, um den Tonarm zu bewegen, wieso es Geräte gab, deren Tonarme sich von selber ausbalanciert haben, und wieso man in manchen Japan Drehern Prozessorplatinen drin hat, die größer als ein PC-Motherboard und komplett mit Spezialteilen bestückt sind, inkl. Fuoreszenz Anzeige, für die es keinen Ersatz mehr gibt. Natürlich sind nicht alle Japan Dreher so, aber gerade in den 1980igern, als man mit normalem hochwertigem Großserien HiFi keinen Blumentopf mehr gewinnen konnte, ging es mit einigen Herstellern durch - auch mit Dual . Der CS5000 / CS750 / Golden One / Golden Stone ist doch auch eine optisch aufgebrezelte störanfällige Klapperkiste, die Antworten auf Fragen gibt, die niemand gestellt hat.
Gruß Frank