Beiträge von ART_DECO

    Noch was vergessen: Übergangsweise, damit Du wieder Musik hören kannst, einfach eine Brücke statt des PTC einlöten und den Hochtonschalter eine Stufe runterdrehen. Wenn Du nicht gerade den Verstärker voll aufreißt, wird da nichts passieren und ein Hochtönerschutz ist nicht nötig.

    das mit dem P90 kann ich gut nachvollziehen, ich würde noch irgendwie versuchen, die aktive Lautsprechertechnik in den Deckelhälten unterzubringen. Wenn ich mir ansehe, wie winzig die Bose Bassbox in meinem Benz ist und was da für ein Klang rauskommt, dann sollte das irgendwie gehen.

    Für einen Phonokoffer, den man auf ner Gartenparty mal aufstellt, wäre das eine nette Sache. Klar ist das machbar, aber am offenen Lautsprecherdesign wird man aus Platzgründen nichts ändern können, für ein abgeschlossenes Volumen oder Bassreflex ist da kein Platz. Für zuhause zum normalen Musikhören wäre mir das aber mit den Deckellautsprechern zu arg limitiert, der Apparat kann aber mit guten Aktivboxen richtig gut klingen. Wenn man aber die schwachen Endstüfchen mit passiver Technik belastet, bricht der Klang sofort zusammen, da merkt man dann die alte Technik.

    Der Hochtöner ist jetzt stumm. Wenn Du einen neuen PTC spendierst, solltest Du gleich beide Lautsprecher mit dem gleichen Bauteil ausstatten, denn einen originalen wirst Du kaum finden. Beide Lautsprecher sollen sich gleich verhalten.

    Du bist schon auf der richtigen Fährte. Der PTC ist für den Hochtöner ein Schutz gegen Überlastung. Der wird hochohmig, wenn er heiß wird und der Strom durch den Hochtöner nimmt ab, als Schutz.

    Wert soll 0,7 Ohm sein. Ist er größer, spielt der Hochtöner leiser. Der Unterschied zwischen 0,7 und 0,5 als Beispiel ist vernachlässigbar.

    Dein Intertechnik Vorschlag passt doch schon ganz gut.

    Was du für dich gebaut hast, ist ja nicht automatisch eine Empfehlung für andere, dass auch machen zu müssen

    Natürlich nicht, sagt doch keiner.


    aber eine Option es so machen zu können (ich finde die Idee nicht verkehrt, wobei sich mir die Frage stellt, warum dann eine p90 und nicht gleich einen 1228/1229, wenn du von der p90 nichts nutzt. Oder hast du die originallautsprecher auf aktiv umgebaut?)

    Ich habe die P 90 dafür genommen, weil mir der 1228 in dem Gehäuse mit Verstärkerteil super gefällt. Besser als die größeren HS, bei denen die überstehende Platte immer Panne aussieht (für meinen Geschmack). Das kompakte Gehäuse mit den Knöpfen gefällt mir. Der 1228 im größeren Gehäuse gefällt mir nicht, deshalb so.


    Liest Du, was ich schreibe? Ich habe die P 90 Elektronik um Entzerrer Vorverstärker ergänzt und Canton Aktivboxen angeschlossen. Hatte ich oben geschrieben. Dasmit ist der Klang weitaus besser als mit den primitiven Deckellautsprechern.


    Es ist geplant, eine neue hochwertige Elektronik in das Gehäuse zu setzen. So habe ich die kompakte Optik mit zeitgemäßer Technik (wenn man mal vom Reibrad absieht). Ein Gerät, wie man es sich mal eben vor sich auf den Tisch stellen kann.

    Der p90, den ich gefunden hatte, ist bj78, hat keine Aktivboxen und, wie ich gelernt habe, auch nur einen mittelklassedreher.

    Lesen scheint auch nicht zu Deinen Stärken zu gehören ;) .


    Ich habe geschrieben, dass ich in den P 90 einen anderen Spieler eingebaut habe, nämlich einen 1228. Um den mit dem Shure M103 betreiben zu können, habe ich einen Entzerrer Vorverstärker nachgerüstet. Und ich betreibe den Koffer nicht an den Deckellautsprechern, (die im extremen Nahfeld ganz ordentlich klingen), sondern an Aktivlautsprechern von Canton (AM 5). So klingt das gar nicht schlecht.


    Die Loudness ist zu stark, aber dafür gibt es ein Workaround.


    Ich plane aber, diesen Koffer mit aktueller Elektronik auszustatten mit gleicher Funktionalität. Dazu habe ich mir schon einen P 60 geholt, dessen Innenleben ich austauschen werde.


    Ich finde, dass der P 90 mit dem 1228 drin richtig gut aussieht. Kein unnötig in die Breite gezogenes Gehäuse für die mittlere Platine wie sonst, sondern schön kompakt. Da stört auch die überstehende Platte nicht mehr so. Mit dem breiten Gehäuse gefällt mir der 1228 sonst gar nicht.

    Ja sorry, aber der musste raus. Die Mittel- oder Oberklasse hat mich amüsiert.


    Zum Thema klein hätte ich beizutragen, dass ich einen P90 mit einem 1228 (mit M103) ausgestattet habe und daran Aktivboxen (statt der primitiven Deckellautsprecher) laufen habe. Die Kombi macht richtig Spaß, Foto liefere ich nach.

    Haha, lach...

    Ich vermute, meiner ist ein umgerüsteter non-Hifi. Als ich ihn bekam, war er mit einem M75 Allesfresser bestückt und der Hifi Aufkleber fehlt. Der Motor scheint aber wirklich (relativ) ruhig zu laufen durch die sehr schwabbelige Gummimuffe.

    Kannst Du mal bitte ein Bild vom Motor zeigen?

    Meiner sieht so aus:


    Wenn die Achse passen sollte, wäre der 1214 Motor vielleicht keine schlechte Wahl, denn die schwabbelige Zentralaufhängung scheint mir besser das Motorbrummen zu isolieren als die sonst übliche bockharte 3-Bolzen-Aufhängung - wenn man mal von der Brummeinstreuung durch magnetische Felder absieht...

    Ich reinige offene Silberkontakte immer mit einem Radierstift, einem Radiergummi in Stiftform. Entfernt das Oxid, ohne die Kontakte zu beschädigen. Blanke, unverkratzte Kontakte bleiben zurück. Der Glasradierer geht mir da zu abrasiv vor.

    Oha, also da möchte ich doch mal reingehen. Es mag sein, dass der Klang im Sinne von Frequenzgang gleich bleibt, die räumliche Bühne bleibt nicht gleich.... die ist nämlich weg.

    Stimmt nicht. Mach mal einen korrekten Versuch diesbezüglich.

    Innerhalb einer Box muss man ebenfalls darauf achten, dass die einzelnen Wege im Phasengang zueinander richtig koordiniert sind. Wenn nicht gibt es dann auch auslöschungseffekte, die man hört.

    Davon war nicht die Rede. Es war die Rede von einer Phasenkorrektur, die auf die gesamte Box angewendet wird.

    Natürlich ändert sich die Abstrahlung der Box signifikant, wenn einzelne Wege in der Phase geändert werden.

    Oh Mann Frank, jetzt geht´s aber ab.

    Ich habe nicht von Phasenverlauf gesprochen, sondern von Phaseneffekten. Wie stark diese das Klangbild beeinflussen, kannst Du gut z.B. an dieser "Ultrawide"-Funktion sehen, die frühe in jedem besseren Stereo-Radiorecorder verbaut war, und die man teilweise stufenlos einstellen konnte. Die hat so funktioniert, dass man den beiden Haupt-Audiosignalen "negatives Übersprechen" beigemischt hat, also Anteile des Signals des anderen Kanals um 180 Grad phasenverschoben. SQ Quadro ist nichts anderes als das gezielte Benutzen von Phaseneffekten, und teilweise treten diese eben auch unerwünscht auf.

    Was hat ein Lautsprecher mit Deinen "Phaseneffekten" wie ultrawide zu tun? Zeig mir mal so einen Lautsprecher, der sich das zunutze macht. Diese Effekte sind das, was ich meinte mit ungleichen Phasengängen links und rechts bzw. frequenzabhängige Phasenverläufe, die sich links und rechts unterscheiden. Sowas wird im Lautsprecherbau streng vermieden durch niedrig tolerierte Bauteile. Für Stereo gedachte Lautsprecher sind idealerweise identisch und haben gleiche Phasengänge.

    Der Frequenzgang ist etwas, wo das Ohr gerade besonders gnädig gegenüber Fehlern ist, wenn sie nicht zu doll sind. Im Übrigen sind Phasentreue und Frequenzgang auch nicht die einzigen klanglichen Aspekte, es lohnt sich also generell nicht, nur einen Faktor zu optimieren und alles andere aus den Augen zu verlieren.

    Du sprachst aber vom Klangeindruck und der wird am wenigsten vom Phasengang bestimmt. Beweis: Schalte eine Phasenkorrektur bei gleichbleibendem Frequenzgang dazwischen und stelle fest, dass der Klang nahezu identisch bleibt.

    Was bei der akustischen Überlagerung einzelner Wege passiert, ist eine ganz andere Geschichte.

    Bei Tonabnehmern - um zurück zum Thema zu kommen - spielt die Parallelkapazität des Kabels eine sehr große Rolle. Wenn diese nicht ziemlich exakt vom Phono Vorverstärker kompensiert wird, gibt es nicht nur einen verzerrten Frequenzgang, im schlimmsten Fall klingt es komplett matschig, und Ursache hierfür sind wieder frequenzabhängige Phasenverschiebungen. Es gibt ja nicht umsonst die Entwicklung, Kabel mit sehr kleiner Parallelkapazität - idealerweise gegen null - zu verwenden, und den kapazitiven Abschluss durch Parallelkondensatoren am Phonoeingang zu machen - mit Kondensatorsteckern oder Umschaltern.

    Jetzt wird´s ganz gruselig. "Wenn die Parallelkapazität des Kabels nicht exakt vom Phonoeingang kompensiert wird...". Wie schafft es der Phonoeingang, die Kabelkapazität zu kompensieren?

    Was den subjektiven Klangeindruck am stärksten beeinflusst, sind Phaseneffekte. Optimal im Sinne von HiFi ist, wenn das gesamte Frequenzgemisch von beiden Stereo Kanälen zum exakt selben Zeitpunkt beim Ohr des Hörers ankommt. Wenn man diesen Zustand möglichst optimal hinbekommt, ensteht das, was in den HiFi Magzinen immer als "Bühne" bezeichnet wird - man bekommt die Illusion, dass der Künstler quasi im Raum steht.

    Frank, mit Verlaub - das ist Unsinn. Der Phasenverlauf ist vom Gehör am allerwenigsten zu identifizieren.

    Was Du meinst, ist die Kanalgleichheit des Phasenverlaufs. Gibt es zwischen links und rechts Abweichungen, so ist die Stereoabbildung unscharf und wandert, womöglich frequenzabhängig.

    Die absolute Phase ist aber nur sehr schwer zu hören. Brachiale Abweichungen wie die 180° Verpolung zwischen links und rechts sind natürlich deutlichst zu hören.

    Die Korrektur des Phasengangs eines bestehenden Lautsprechers ändert am Klangeindruck nur sehr wenig. Was besser wird, ist die Impulstreue, aber der Klang wird hauptsächlich durch den Frequenzgang bestimmt und nicht durch die Phase.

    Du bist zu ungenau, was das für ein Brummen ist. Nur, wenn der Arm auf der Platte liegt oder auch sonst?

    Mit dem Bindfaden getestet, hängt der Dual da am Netz und ist eingeschaltet? Brummt es, wenn der Dual am Netz hängt, aber der Arm nicht auf der Platte liegt?

    Oder ist es ein mechanisches Geräusch?

    Um das etwas zu präzisieren - wenn es nur brummt, wenn die Nadel in der Rille liegt, liegt´s am Motor. Wenn´s bei geliftetem Arm brummt, ist es ein elektrisches Problem.