Beiträge von ART_DECO

    Wenn man mal eine wirklich dynamische Platte, die "richtig losgeht" auf den drei Haupt-Antriebsarten gehört hat, fällt einem auf, daß so 'ne olle Reibrolle richtig Druck in die Sache bringt, wozu es schon einen Diskotheken-DD braucht, um da hin zu kommen.

    Wie kommt das? Der Antrieb des 701 und die Schwungmasse ist doch ebenso groß wie beim 1229. Meine These ist, das liegt am unterschwellig wahrgenommenen Rumpeln, das der Musik eine zusätzliche Energie gibt. Der 701 sollte doch eigentlich genau so gut rocken wie der 1229. Im Vergleich klingt er für mich aber lammfromm und butterweich. Ohne Rumpeln eben.

    Gibt es andere Erklärungen dazu?

    Ich verwende zum zielgerichteten Einspielen meiner Hochleistungs-Neunadeln immer die 5000 mal abgespielte Passage meiner Tonarm-Resonanzfrequenz-Testplatte. Etwas umständlich nur, weil ich den Arm ständig neu auflegen muss.


    Aber Spaß beiseite, das mit dem Schön-Saufen ist amtlich anerkannt.

    ch habe es ja schonmal irgendwo geschrieben, dass ich vom Einspielen ebenfalls nicht überzeugt bin, sondern sich am ehesten das Gehör in der Zeit an den neuen Klang gewöhnt. Aber wenn da jemand andere Erfahrungen gemacht hat, kann das ja durchaus sein,

    Dass sich ein mechanisches Schwingsystem mit der Zeit ändert, muss wohl nicht diskutiert werden. Und manchmal kann man das sogar hören. Ein neuer Basslautsprecher ändert während einer Einspielzeit deutlich messbar seine TSP. Das gleiche passiert bei einem Nadelträgergummi. Deshalb werden bessere Exemplare (Lautsprecher) schon aufwändig vorgealtert, bevor der Kunde sie bekommt.

    Solange ein Nadeleinschub noch nicht seine volle Abtastungsfähigkeit erreicht hat, besteht die größere Gefahr von Mistracking (Fehlabtastung). Das kann eine LP schon beschädigen. Dann doch lieber einen Track mit "Rosa Rauschen" und "Frequency Sweeps" benutzen - dann hat man auch an seinen Platten länger Freude.

    Wie immer im Leben kann man alles auch übertreiben. ;-)


    Sei es, weil man zu faul zum Lesen ist, sei es, weil man selbst auch noch etwas Klugscheißern will.

    Machst Du ja auch nicht anders. :D

    Manche verstehen es eben einfach nicht.

    Eine spezielle Einspielplatte ist meines Erachtens schlicht nicht nötig. Höre einfach Deine Platten und freu Dich drüber. Mit der Zeit klingt es geschmeidiger und wird Dir noch besser gefallen. Aber funktionieren tut der Tonabnehmer von Anfang an.

    Prüfe mal, ob der Lift zu hoch steht. Im Moment des Verschwenkens muss noch etwas Luft nach oben sein, wenn Du den Arm anhebst. Drückt der gegen den Oben-Begrenzer, reicht die Kraft nicht zum Verschieben. Also Lifthöhe testweise mal einwenig verringern.

    Da hast Du im Grunde völlig Recht. Mein Beitrag sollte nur eine Alternativlösung sein für den Fall, dass das Teil nicht beschaffbar ist. Ist letztlich eine Kostenfrage. Statt 30 Euro (keine Ahnung, was es wirklich kostet) tut´s auch der Kleber. Wnn man den hat, kostet es quasi nichts.

    Um mich zu wiederholen: Ich habe schon mehrere AS Scheiben einfach wieder geklebt. Hält seit Jahren problemlos. Ich sehe keinen Grund, neue beschaffen zu müssen. Verwendet hatte ich einen UV Klebstoff, den ich jeweils in den Spalt gefüllt habe. Den Rand habe ich leicht übergeschliffen an der Klebestelle, bis keine Kante mehr zu spüren war.

    Oder die Aufnahme (sic!) ist schon verzischt, dann kann die beste Nadel nix rausholen. Ich hab ja oben das Stück angegeben, ich höre da auch auf Spotify Premium zischende /zu spitze S-Laute. Kannst ja selbst mal reinhören.

    Oder die Platte taugt nichts. Was ich oben schon versuchte, zu verklickern. Es gibt Platten (Pressungen), die keine noch so gute Nadel sauber abtasten kann. Da nützt auch der Vergleich mit digital nichts. Wenn der Threadersteller aber reinhört und da verzerrt nichts, würde ich davon ausgehen, dass die Nadel noch verwendbar ist.


    papaschlumpf:D



    Ich weiß, dass ich gute und schlechte Pressungen besitze.

    Aber selbst die allerbeste Pressung mit der besten Signal- und Gerätekette kann hoch ausgesteuerte S-laute am Plattenende nicht so sauber darstellen, wie digitale Medien sie wiederzugeben in der Lage sind. Auch mit einer fabrikneuen Nadel nicht. Deshalb steuert ein Mastering Ingenieur da auch gegen, um das Problem zu mindern. Es ist nicht sinnvoll, Tatsachen zu leugnen. :D

    Und die Pressqualität wird zunehmend schlechter.


    Naja, wenn die Nadel schon so weit verschlissen ist, dass man das deutlich hört, dann ist es schon zu spät und der Schaden in den Rillen ist schon garantiert.

    Entweder verschlissen oder von vornherein nicht gut gepresst oder produziert, so dass durch Hören keine Rückschlüsse auf die Nadel möglich sind. Deshalb ist der Vergleich mit CD in diesem Fall nicht sonderlich hilfreich. Man weiß dann lediglich, ob das (digitale) Mastermedium in Ordnung war. Das dem analogen Prozess zugrundeliegende Mastermedium kann und ist dabei oftmals anders bearbeitet als das digitale.

    Und das sind manche Aufnahmen und Masterings fehlerbehaftet, die man in der digitalen Reproduktionen hören kann. So konnte ich bei der von mir oben genannten Aufnahme durch analog/streaming-Vergleich erleichtert feststellen, dass auch die gestreamte Version noch zischen bei S-Lauten enthält.

    Ja, so gesehen hast Du Recht. Aber ich habe auch einige Platten, die ebenfalls als CD vorliegen, bei denen keiner meiner Abtaster es schafft, nervenschonend abzutasten, da kratzt oder zischt immer was, selbst mit einer ultrasauber abtastenden SAS Nadel, und bei der CD klingt es sauber. Das sind einfach die Problemstellen der mechanischen Abtastung.

    Da scheiden sich eben die Geister. Die Qualitätsstreuung ist halt enorm. Ich hatte mir eine BD für dem 505-3 geholt. Und voll daneben gegriffen, weil qualitätstechnisch unter ferner liefen. Wenn eine neue Nadel auf Scheiben recht deutlich verzerrt und zischelt, wo die vorherige, mit Spielzeiten weit in den 3-stelligen Stundenbereich versehen originale Ortofon DN 165E, das noch deutlich besser hinbekommt, dann ist die BD einfach qualitätstechnisch Murks, weil aus schlechter Charge.

    Hatte auch schon einige BD probiert und hab am Ende nur eine für das V15 behalten. Die mir klanglich übrigens besser als die SAS gefällt. Und wenn die 40 Jahre alte Originalnadel es auch ohne zischelnde S-Laute packt, dann kann doch die neue Nadel nichts taugen.


    Zumal es mit der Cleorec und dem Jico Nachbau brauchbare Alternativen gibt.

    Die klingen aber anders. Und laufen auch nicht bei 1p.


    Oder eben halt ganz neues System.

    Der Tonabnehmer ist für mich auch immer ein Hingucker. Ich muss ja nicht Platten hören, die Musik kommt auch anders gut in die Lautsprecher. Aber wenn ich schon Platten auflege, muss das Gesamtbild passen, stilistisch, also auch optisch. Und ein Ortofon 2M Blue (als Beispiel) im 721 erfüllt diese Anforderung einfach nicht. So richtig viele Alternativen zum neuen Nadeleinschub gibt es für mich nicht. Aber das ist auch wirklich ein Luxusproblem.



    Vergleich mit CD oder Streaming kann für die Beurteilung helfen.

    Das ist aber ein unfairer Vergleich. Bei S-Lauten ist die analoge Plattenwiedergabe klar in ihre Grenzen verwiesen und kann gegen digitale Reproduktion, die in diesem Punkt auch bei höchster Aussteuerung keinerlei Probleme hat, nicht mithalten. Und sehr viele Platten sind auch gar nicht sauber genug geschnitten oder abgenutzt, so dass die saubere Abtastung gar nicht möglich ist.