Beiträge von ART_DECO

    Wie immer in diesen Fällen, mache ich digitalisierte Aufnahmen, ändere nur 1 Parameter (hier: die Generatoren, die Nadel bleibt immer die Gleiche), normalisiere in Audacity und lege die Aufnahmen so nebeneinander, dass ein verzögerungsfreies Umschalten möglich ist.
    Über NC-Kopfhörer konnte ich (!!!) zwischen den genannten (meinen!!!) 400, 401, 406 und 412 (das 412 musste mit dem Spieler wieder zu seinem Besitzer zurück) abolut KEINEN klanglichen Unterschied feststellen.

    Ich habe auch schon einige Erfahrungen gemacht zum Digitalisieren und weiß folgendes: Funktionieren tut der einfachste Behringer Codec. Man braucht aber schon einen recht guten A/D Wandler, um die Plattenspieler so aufzunehmen, dass sie, digital abgespielt, wieder genauso schön klingen. Für den DAC gilt dasselbe.

    Du wirst feststellen, dass der ältere und optisch vielleicht schönere Teller wie eine Glocke nachklingt,

    Man wird ebenso viele Befürworter für den Sägezahnteller wie für den Pickelteller finden (bezüglich optischer Erscheinung), das Thema polarisiert. Ich zB mag den Pickelteller lieber, weil erden technischen Look des 721 unterstreicht. Sieht auch viel moderner aus für meinen Geschmack. Den Sägezahnteller mag ich aber am 1249 sehr gern und da passt er optimal.

    Man kann - und wird wahrscheinlich auch - jetzt vortrefflich darüber diskutieren, ob das in der normalen Praxis überhaupt relevant ist, aber technisch betrachtet ist jede Verhinderung von Resonanzen bei einem Plattenspieler immer positiv zu sehen.

    Also wenn an einem Plattenspieler irgend etwas wirklich relevant ist, sind das die Resonanzen, die den Klang verfärben.

    Das ist kein Rundumschlag, sondern ein ernst gemeinter Hinweis. Empfehlt doch einem Phonoeinsteiger keinen CV40, der verliert ja sofort den Spaß daran mit dieser Gurke. Die Dual Verstärker, besonders die alten, sind alle nicht das Gelbe. Und 500 Euro sind da auch nicht nötig für einen Verstärker. In KA sehe ich dutzende brauchbarer Geräte für weit unter 100,-.

    Bei einem 70er Jahre Japaner wie von Thorsten genannt, gehe ich voll mit, die sind aber entwicklungstechnisch, vom Materialaufwand und Verarbeitung auch schon Welten entfernt vom besagten Dual, bei aller Liebe zu Dual.

    oder Altec Lansing

    :D das ist ja echt was für Einsteiger, auch preislich, mal zum Auspobieren.

    Mir ist bewusst, dass ich dafür einen passenden Verstärker und Lautsprecher brauche, bin aber unsicher, welche Kombination sich mit diesem Modell am besten verträgt.

    Es gibt massenhaft Verstärker, die sich besser mit dem 1019 vertragen als ein CV40. Darum ging es mir.

    Ich plane, in ein solides Einsteiger-Setup zu investieren, das dem Plattenspieler gerecht wird – schließlich soll er nicht nur gut aussehen, sondern auch klingen.

    Ein CV40 wird dem Plattenspieler nicht gerecht. Wenn das jemand von den Hardcore Dual Bastlern anzweifelt, zweifele ich ab sofort an ihre Glaubwürdigkeit, wenn mal wieder ein altes Gerät wiederbelebt wurde und mit Worten umschrieben wird "läuft absolut ruhig, kein Rumpeln zu hören, CDS660 klingt phantastisch" usw.

    Mal in die Runde gefragt - warum sollte man sich, gerade als Phonoeinsteiger, die hoffnungslos veraltete Technik von Verstärker und Lautsprecher aus den 60er Jahren antun und sich damit gleich den ersten Eindruck bilden, dass die alte Technik nichts taugt? Alle Nachteile analoger Technik sind somit kombiniert.

    Optisch passend sind ebenso Geräte aus den 70ern, die technisch wesentlich fortschrittlicher sind als z.B. ein CV40. Und 500,- muss man dafür nicht ausgeben. Komplette Vintage Anlagen sind oft für unter 100,- zu finden.

    So müssten dann aus 2x6 Watt nun 2x 12 Watt werden, richtig?

    Ich mache hier bestimmt einige Denkfehler und würde mich über Berichtigung und Tipps freuen. Danke.

    Diese Verstärker sind zu schwach, um damit irgendwelche Klimmzüge machen zu wollen. Du könntest aber beide Trafos verwenden, um damit eine Plus-/Minusspannung zu erzeugen. Statt der Endstufen baust Du moderne Module ein, die es billig gibt, und kannst damit auch die kompromissbehafteten Ausgangselkos wegfallen lassen.


    Woher weißt Du das? Bauchwissen oder gibt es dafür valide Belege?

    Das war ja klar, dass dieser Einwand kommt. Dann nimm halt einen 1229, wenn die mülligen Schellackplatten tatsächlich einmalig gespielt werden sollen. ;)

    Mit sämtliche Platten waren in erster Linie auch neueste und wertvollste Platten gemeint, die man einem alten Kristallhobel mit 5p nicht anvertraut.

    Meine Schallackplatten stehen seit 20 Jahren ungespielt im Regal und es lohnt sich für mich nicht, da auch nur einen Gedanken nach einem 78er Plattenspieler reinzustecken.

    Aber in einem Punkt habe ich doch einen kleinen Unterschied festgestellt, für das das System nicht verantwortlich ist: am Ende des letzten Titels einer Platte mit einem Dauerton hört man beim 518 leichte Tonhöhen-, also Gleichlaufschwankungen, die beim 714 mit der SELBEN Platte nicht auftraten.

    Ich kann mir ehrlich nicht vvorstellen, dass ein fabrikneuer Plattenspieler Gleichlaufschwankungen in einer hörbaren Größenordnung hat. Die Platte war nicht richtig zentriert, ist meine Vermutung.

    das ist tatsächlich möglich, daß bei zu großem Mittelloch ein "Eiern" schon hörbar sein könnte

    Das ist sogar sehr gut möglich und leider ist es bei ganz vielen Neupressungen zudem an der Tagesordnung, dass das Loch nicht in der Mitte sitzt. Mich nervt das ganz enorm, dieses Eiern ist unerträglich. Scheinbar werden diese wichtigen Sekunden der Zentrierung in der Plattenfertigung eingespart.

    Ich bezog mich auf den im Video und da sieht das nicht gut aus.

    Wenn man mit sowas Werbung macht, muss man damit leben, dass ein falscher Eindruck entsteht. Wobei der Arm um ein Haar fast noch in die Mitte abgehauen wäre. Wenn man den Lifthebel beim Absenken festhalten muss, taugt das für mich nichts.