Duals in der Disco? (Damals!) Oder was sonst?

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    • wacholder schrieb:

      Teilweise, wenn ich es richtig sehe, ohne Antiskating

      Da ist mir gerade was eingefallen. Ich gehe zwar nicht mehr in Discos (die heute wohl "Clubs" heißen; als ich zuletzt in sowas ging, hießen sie meist "Hallen"), aber was ich so im Netz gesehen habe, scheint es in der letzten Zeit (soweit sich DJs überhaupt noch mit Abspielen von echtem Vinyl abgeben) Mode geworden zu sein, nicht nur das Antiskating zu ignorieren, sondern Tonabnehmer sogar ohne jegliche Anwinkelung (Kröpfung) in gerade Tonarme mit ebensolchen Headshells zu stecken (gesehen v.a. mit Stanton-Drehern). Brrrr....

      Obwohl, kann das bei konischen (!) Nadeln überhaupt nennenswert etwas ausmachen?
      Grüße
      Alex

      P.S.: Beim Musik-Domino sind neue Mitspieler immer herzlich willkommen!
    • Alex: Mei, der Spurfehlwinkel ist halt mit einem kurzen, ungekröpften Arm so oder so deutlich höher.

      Naja, und was das Antiskating angeht, ist spätestens beim Rückwartslaufen ja eh der Spaß vorbei - es sei denn, Du fühltest Dich berufen, eine Antiskating-Funktion mit automagisch umschaltender Zugrichtung zu designen. ;)

      Aber zurück zu den kurzen, ungekröpften Armen: Hier sollte man wohl zwischen den althergebrachten Plattenauflegern und den neumodischeren Scratching-Artisten unterscheiden - denn für Erstere ist ein Arm mit normaler Hifi-Geometrie idealer, für Letztere hingegen eher so ein kurzer, völlig gerader Stummel.

      Grüße aus München!

      Manfred / lini
    • wacholder schrieb:

      Markant für dieses Modell ist der Regler für die Geschwindigkeit, der gleichzeitig als Pitchregler fungiert, weil er praktisch stufenlos durch die Geschwindigkeiten zu schieben ist. Er hat nur kleine Rastungen, wo die Hauptgeschwindigkeit liegt. Damit ging umschalten sehr schnell, obwohl meistens nicht nötig, wenn nur Singles gespielt wurden.

      .
      Ich hatte ja den L75. Die Antriebswelle war konisch und da wurde das Reibrad einfach verschoben. Das Wort "Pitchregler" gab es damals ja noch nicht. Die Rastungen konnte man auch verschieben und dann feststellen, so hat man eine fest Drehzahl eingestellt.

      Übrigens, es müsste nicht "Pitchregler" sondern eigentlich "Pitch- oder Drehzahlversteller" heissen. Es ist ja kein Regelkreis vorhanden, sondern nur eine Einstellung der Drehzahl.
      Gruss
      Frank
    • wacholder schrieb:

      Da das aber für Diskobetrieb und -gerade bei Mobildiskos- zu filigran ist, sind auch die Einfacharme zum Einsatz gekommen. Teilweise, wenn ich es richtig sehe, ohne Antiskating und mit einem Drehgewicht für die Auflagekraft.

      Hättest Du evtl. auch ein Bild des "Einfach-Arms" des Lenco L75? Ich finde irgendwie überall im Netz nur den "Hifi-Arm".

      Auf Deinem Bild nicht gut zu erkennen, aber ich nehme an, es handelt sich um den gleichen wie diesen, den ich überall auf den Netz-Fundstellen auf dem L75 gefunden habe:

      [Blockierte Grafik: http://i29.tinypic.com/2nita1t.jpg]
      Grüße
      Alex

      P.S.: Beim Musik-Domino sind neue Mitspieler immer herzlich willkommen!
    • Hi Alex !

      volumeknob schrieb:

      Hättest Du evtl. auch ein Bild des "Einfach-Arms" des Lenco L75? Ich finde irgendwie überall im Netz nur den "Hifi-Arm".
      Nee, ich habe auch schon gebuddelt und nix gefunden.
      Es gibt zwei Möglichkeiten:
      1. es war im Grunde der HiFi-Arm - minus der Antiskating-Einrichtung und ohne das zusätzliche Laufgewicht für die Auflagekraft. Man kann den Arm ja grundsätzlich auch nur mit dem Hauptgewicht auf die Kraft einstellen.
      2. es war ein spezialisierter Arm, der als Option für Diskobetrieb angeboten wurde. Den Arm zu tauschen, ist ja kein Hexenwerk.

      Der Headshell war nach meiner Erinnerung ähnlich, wie der auf Deinem Bild.
      Gekröpft, aber mit SME-Vierpol-Anschluß - in einer Art, wie ihn Thorens auch lange verwendet hat.

      volumeknob schrieb:

      Auf Deinem Bild nicht gut zu erkennen, aber ich nehme an, es handelt sich um den gleichen wie diesen, den ich überall auf den Netz-Fundstellen auf dem L75 gefunden habe:
      Doch, klar. Das ist das L75-Chassis.
      Es gab zahlreiche Varianten davon. Das, an was ich mich am besten erinnere, hatte eine Art hellblauen Hammerschlag-Lack und weiße Steller für Drehzahl und On/Off, dazu einen mittelblauen Headshell und eine Tellermatte mit kleinerem Mittelstück und strahlenförmigen Gummiwülsten, von der sich die Platten im laufenden Betrieb viel leichter abnehmen ließen, als von der "HiFi"-Matte.
      Davon hatten sie in meiner Lieblingsdisko 1978 zwei Stück im Pult, Mixer dazwischen, einen unter dem Tisch in einer separaten Konsole, die wie eine Schublade herausgezogen werden konnte und einen in Reserve im Hinterzimmer. Systeme müßten Shure M75 gewesen sein.
      Mixer und Verstärker stammten von Klein & Hummel Telewatt.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Neu

      Hole das Thema nochmal hoch weil mich das auch noch sehr interessiert.

      Ich hätte da schonmal zu eine Sammlung erstellt

      Sammlung / Liste Alter DJ Plattenspieler und DJ Laufwerke
      sowie DJ Konsolen (Hobby)

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      Plattenspieler (Turntables) und Laufwerke:
      Dynacord IST 104
      LAD GAJ 942 SP
      LAD GAJ 835
      LAD GAJ-828
      Technics 1200 / 1210 MK II
      Thorens TD-105
      Thorens TD 524 / TD 535



      DJ-Konsolen:
      Dynacord DJ Konsole mit Mixer SM 5020
      Dual 1214
      Dual 1254
      Dual 602
      Dynacord IST 104
      Lenco L78
      Lenco L75


      Dynacord Disc-o-thek


      LAD GAJ 835 mit Remotecontrol GAJ 835 mkII


      Da könnt ihr mir auch sehr gerne weiterhelfen,suche alles was damals so von den 60`-90`er Jahren in Discotheken,Clubs,Bars,etc. in Deutschland sowie im Ausland zum Abspielen von Vinyl eingesetzt wurde.


      Selbst habe ich bis 2016 für Vinyl Oldiepartys 2x Dual CS 491 eingesetzt.
      Die kamen immer gut auf den Oldiepartys an.
      Als Mixer habe ich entweder den LEM DM 82 oder mein Pro Acoustics HQ 7U eingesetzt,sind zwar 80er Jahre Discotheken Mischpulte,aber hatte da noch kein 70er Jahre Mischpult.

      Meine 2x Technics 1210MK II hatte ich 1984 gekauft und 1991 wieder verkauft,ärgere mich heute noch da drüber.
      Eventuell kaufe ich mir aber nochmal 2x davon,auch wenn ich jetzt nur noch Zuhause ab und an Mal Mixe.


      ----------------------------------------------------------------------
      Mehr über Turntables / Plattenspieler,etc.hier:
      ----------------------------------------------------------------------
      vinylengine.com/




      mfg,Dirk
    • Neu

      Moin,

      einen LAD habe ich persönlich nie in Disco oder Jugendtreff gesehen, schade eigentlich, das sind prima Geräte. Einen DD-Thorens allerdings auch nicht, wahrscheinlich bin ich zu selten ausgegangen.

      Was ich allerdings etliche Male gesehen habe, sind die Lencos mit Direktantrieb. In jedem Schuppen, in dem man die alten L-75 ersetzen wollte, aber ein Technics nicht in Frage kam, stand dann so ein Lenco DD, meist der DD-830 ohne Endabschaltung als Einbauchassis.



      Von LAD gab's noch ein paar weitere Modelle, der letzte dürfte der EL-80 gewesen sein, optisch schwierig, aber wie seine Vorgänger mit erstklassigen Komponenten ausgestattet: quarzgeregelter JVC MDC-955 Antrieb wie im Micro Seiki DDX-1500, unzerstörbare Zarge mit gummigelagertem Subchassis und ein Jelco-Tonarm.



      Von Dynacord gab es noch den IST 204, mit erheblich aufwändigerem Tonarm. Sowas suche ich schon seit Jahren.

      Aus Italien hatte ich vor Jahren 'mal ein paar Teksonor Disco Pro DK902. Gleicher Antrieb wie der LAD, Zarge/Chassis komplett aus Aluguß, Teller aus Guß/Plastik/Spiegelglas-Sandwich, ziemlich guter Tonarm, ein eigenes Teksonor-Design.



      Grüße, Brent

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von johnny.yen ()

    • Neu

      Was ich auch sah waren Dual 505, bei fliegenden Discos, so in Turnhallen. Die waren zB gemeinsam mit Kleinmixern recht simpel aufzubauen.

      Thorens TD126 MK 4 hatte einer meiner Discos, 3 Konsolen. Vom TD125 gab es Versionen mit Gummi statt Schraubfeder. TD524 sah ich bewusst nie.

      Am häufigsten sah ich Dynacord, Lenco und Technics.

      Gruß Wolfgang
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
      Linn: LP12 Majik (Kirsch)
      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von analogi67 ()

    • Neu

      Hallo,

      1969/70 gab es bei einer mehrmonatigen Schulung im Schwarzwald genügend Zeit die gängigsten
      Discotheken abzuklappern.
      Die meist benutzten Dreher waren Lenco L75 die weigehenst unempfindlich waren (sind).
      Da wurde bei einer total abgerockten Single,bei der der Tonarm schwankte wie ein Schiff auf hoher See,
      mal schnell das Auflagegewicht durch auflegen eines 1-DM-Stücks, oder mehr, auf dem Headshell erhöht.

      Die letzten Lenco L75 in einer Disco habe ich Ende der 90ger Jahre in der ehemaligen DDR gesehen.
      Die hatten allerdings das Problem eines Holzbodens im 1. Stock, welcher ziemlich in Bewegung war.
      Also, Riesenloch Im Boden, ein riesiges massives Stahlgestell in Parterre aufgebaut.
      Darauf standen dann im 1. Stock die beiden Lencos ohne Holzbodenschwingungen.
      Grüße Gernot
      Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.
    • Neu

      Als ich mit zarten 16 Jahren in die Tanzschule ging, gabs zwei Lencos.
      Die hatten den großen Vorteil, dass die Geschwindigkeit über die üblichen +|- 6% nhinaus, da stufenlos, eingestellt werden konnte, wenn die Tanzschüler noch nicht so gut tanzen konnte und der Takt des Musikstücks etwas zu schnell war.
      Ich fand die damals so klasse, dass ich mir mit 35, äh, 53 Jahren einen Lenco L78 zulegte und den regelmäßig benutze.
      Die Art des Antriebs (stehendes Reibrad) hat etwas für sich.

      Gruß
      Christian