Beiträge von volumeknob

    Die EX-Nadel hat genau die gleichen Spezifikationen wie die E. Allerdings kann man immer mal wieder lesen, dass die EX tatsächlich besser wäre? Selektion? Möglicherweise verwendet AT etwas besser getestete (wird bei diesen Preisen überhaupt etwas getestet?) Exemplare für die EX-Nadeln, die offiziell ja nur als Ersatzteil für einen ihrer eigenen Dreher dienen.

    Ich habe auch verschiedentlich nach den Unterschieden dieser beiden Nadeln gefragt und werde mir demnächst mal ein oder zwei EX-Nadeln holen, um für die Zukunft einen Vorrate zu haben. Allzuviel kann man bei dem Preis ja auch nicht verkehrt machen.

    Mir gefällt übrigens mein mit einer nicht nachvollziehbaren Modellnummer umgelabeltes AT91 fast besser als das AT95E.

    Ja, das stimmt - nur andersrum geht's nicht (respektive nur mit "plastischer Chirurgie"). Und vom visuellen Eindruck her ist's gar nicht so wild. Da gibt's deutlich Schlimmeres.

    Und wie klingt das dann? ATVM95-Nadel am AT95E meine ich.

    Das ATVM95 (das ich noch nicht in natura erlebt habe) scheint doch anders "gesoundet" zu sein als das AT95E. Von den Hörbeispielen, die ich bislang im Netz mitbekommen habe, gefällt mir z.B. das ATVM95ML deutlich besser als was ich vom (von mir als viel zu grell empfundenen) AT440ML/a/b gehört habe, mit dem ich preislich lange geliebäugelt habe. Aber Musikbeispiele im Nets sind ja so eine Sache (schon wegen der Musikauswahl).

    Irgendeine Version des ATVM95 habe ich mir v.a. deshalb bislang nicht gekauft, weil ich noch AT95Es (und Linn K5s) rumliegen habe.

    Viele liebe Grüße aus Schwaben nach München und überall.

    Alex

    Ich glaube, darum ging es bei dem Teil nicht. Es erinnert mich mehr an den Tip, zur leichteren Ausrichtung an den Nulldurchgängen (gemäß Schablone) eine Bleistiftmine mit Knetmasse vorne quer an das Tonabnehmergehäuse zu kleben. Der Plastikbalken, an den ich mich zu erinnern meine, würde ja auch eben so quer stehen, wenn man ihn auf den OM-Tonabnehmer aufsteckt.

    Kurz vor Weihnachten habe ich für relativ schmales Geld im Schwäbischen einen 1218 in einer SABA-Zarge erstanden. Der stand schon zum Versand "verpackt" da, aber ich habe ihn selbst abgeholt (dazu unten mehr).

    Der Spieler hat die Besonderheit, dass hinten links die Transport(sicherungs)schraube fehlt. Da ist mir erst aufgefallen, dass ich keine Ahnung habe, ob diese Schrauben auch im Betrieb eine Funktion haben (oder dann nur "aus dem Weg" sein müssen), die Gewichtsverteilung beeinflussen oder irgendwie sonst von Bedeutung sind.

    Stellt das Fehlen einer (oder mehrerer) diese Schrauben irgendein Problem dar (außer natürlich beim Transport)?

    Das ist der ganze Spieler in voller Pracht:

    Und SO wollte der Herr das verschicken (ich habe nur etwas Knüllpapier unter der Haube entfernt, auch darüber war nichts):

    Das habe ich glücklicherweise durch mutiges Eingreifen verhindert :)

    (Edit: Die Schraube wurde vermutlich entfernt, um Stellplatz für einen schicken Plattenbesen zu schaffen, siehe die Klebereste.)

    Hallo zusammen, aus aktuellem Anlass melde ich mich nach längerer Pause zurück:

    Als ich 1986 oder 1987 meinen CS 5000 gekauft habe, kam er mit einem kleinen Plastikteil. Das war eine Art von kleinem (ca. 7-8 cm lang) schwarzen Plastikbalken mit einer Aussparung. Das passte zwar quer über den Tonabnehmer (OMB20 oder Dual-Äquivalent), die genaue Verwendung erschloss sich mir aber damals nicht. Es muss irgendeine Justierhilfe gewesen sein, aber von einer Art, wie ich sie nie mehr irgendwo gesehen habe. Es war keine eigentliche Justageschablone, aber könnte dazu gedient haben, den Tonabnehmer gerade auszurichten.

    Inzwischen habe ich es irgendwo verlegt (und deshalb kann ich es auch nicht zeigen). Weil ich aber momentan wieder vor dem Problem stehe, einen oder mehrere OM-Tonabnehmer mit ihren sehr unübersichtlichen Maßen installieren zu müssen, stellt sich mir die Frage, ob es sich lohnt, alles nach diesem Ding zu durchsuchen.

    Kennt jemand dieses Teil, und noch viel wichtiger, weiß gar jemand, wie man mit dem Ding umgeht?

    P.S.: Ich bin mir ziemlich sicher (sagen wir: 95%), dass das damals beim 5000er dabei war. Aber die Erinnerung spielt einem ja doch manchmal Streiche. Es gibt eine ganz kleine Möglichkeit, dass das Ding bei einem einzelnen Concorde-System mitkam (das schiene mir aber ziemlich sinnlos) und eine noch viel kleinere, dass es stattdessen von einem Beogram 4004 stammt.

    P.S.2: Googeln und Forumssuche haben nichts gebracht.

    Würde bei mir jemand mit obigem Nutzungsprofil bei mir deswegen anfragen, dann hätte ich zur Antwort: Ja kaufe ihn oder wenn er will, ihm - nach entsprechender Aufklärung über Vor- und Nachteile - einen einfachen Dual-Standardspieler vom Schlage eines 1224 empfehlen.

    Diesen weisen Worten des großen Moderators traue ich mich nur noch hinzuzufügen, dass auch nicht jeder auf die 70er-Jahre-Optik von so einem ollen Dual steht. Ich selbst muss mich immer wieder überwinden, diese komischen braunen Hauben auch nur akzeptabel zu finden.

    Aber noch einmal zurück zum Ausgangspunkt:

    Gibt es bei Dual-Landsberg (oder wo auch immer die jetzt sitzen) eigentlich einen richtigen Support, den man anrufen (oder anmailen) und nach einem Umtausch fragen kann? Wenn ich den zum Edeka zurücktrage, verstehen die 100% nicht, was ich für ein Problem habe und außerdem bekomme ich da höchstens das Geld zurück und keinen Umtausch.

    @ All:

    Den Spieler habe ich nicht als Hauptdreher zum aufmerksamen Musikhören gekauft, sondern als Viert-, Fünft- oder Zwölftspieler.

    Ich dachte, es wäre manchmal ganz praktisch, einen kompakten Spieler mit Frontbedienung, eingebautem Phono-Preamp und USB zu haben (+ Bluetooth wäre noch besser, aber mir hatte dieser optisch besser gefallen).

    Es wäre auch interessant gewesen, ob man sowas unter rein klanglichen (und Komfort-)Gesichtspunkten - ich persönlich mag das AT91/AT3600 - als simplen Spieler empfehlen kann. Kann man bei solchen Verarbeitungsmängeln leider nicht.

    Ich halte trotzdem nichts davon, jedem N00b und jeder Hausfrau reflexhaft einen Gebrauchten zu empfehlen, womit wohlgemerkt i.d.R. 30 bis 50 Jahre alte Geräte gemeint sind. Ich würde wohl normalerweise auch den o.g. DT 250/255 empfehlen, oder dasselbe Ding mit Lenco- oder einem anderen Etikett. Aber das ist dann eben auch ein rein manueller Spieler.

    Inzwischen sitze ich auf mehr als genug reparaturbedüftigem Vintage-Gerümpel, dessen Überholung ich nicht selbst leisten kann und dessen Fremdreparatur (außer für ein paar wenige ausgewählte Geräte) zu teuer wäre. Ein nicht funktionierender Alt-Dreher klingt mit Sicherheit noch schlechter als so ein Hanpin-Plastikteil, nämlich gar nicht. Mein Lieblings-Technics SL-Q3 z.B. liegt wegen nicht mehr funktionierendem Antiskating seit Jahren brach, und niemand weiß, wie man das repariert. Über die nicht funktionierenden Dual-Reibradler hier habe ich schon länger den Überblick verloren.

    Ich experimentiere im Moment absichtlich ein bisschen am "Low End" herum, um mal auszuprobieren: How low can you go? Je älter ich werde, um so fragwürdiger erscheint mir der Hifi-Kult auf allen Ebenen, nicht nur unter den Haienten. Ich höre seit über 40 Jahren mit nichts anderem als guten bis sehr guten Spielern und wollte mal sehen, was eigentlich in den Preisklassen darunter so geht.

    Der oben (teilweise) gezeigte, dem Hanpin-Dual ziemlich ähnliche Philips hat mir z.B. ganz gut gefallen. Er spielt sogar mit federleichten 2g. Wenn er bloß nicht das blöde MG09 (aka "Numark Groovetool") fest verbaut hätte. Außerdem ist er halt nur ein Halbautomat, hat einen Plastikteller und keinen eingebauten Preamp.

    Ich hoffe, damit die diversen "Wie kann man sowas nur kaufen"-Einwände ausreichend beantwortet zu haben.

    Zum Abschluss noch dieses:

    M.E. wollen 90% aller Leute sich nicht "ernsthaft mit Hifi beschäftigen", sondern nur Musik hören. Anders wäre die Dominanz von MP3, Streaming und Smartphone-Musik nicht zu erklären. Da sollte man sich über jeden freuen, der sich für Platten (und -spieler) interessiert

    M.M.n. reicht für 90% der Leute sogar dieses Ding (das ist erheblich teurer, als man meint, siehe hier) :

    RM-1_01copy.png?v=1639175817&width=400

    Das hat auch ein AT3600L (das unterscheidet es von den diversen "Suitcase Playern" à la Crosley), und Sound-Beispiele (über den Kopfhörerausgang) gibt es hier und hier. Das kann man sogar in den Schrebergarten mitnehmen (batteriebetrieben!), und der Klang über ein paar Akkuboxen schlägt wahrscheinlich jeden Dual-Phonokoffer. Leider fährt auch dieser Spieler das AT3600L mit fast 5g.

    @ Deichgraf63:

    Jeder, sich ernsthaft mit HiFi beschäftigt, der weiß, daß schon ein halbwegs ordentliches Tonabnehmersystem mehr kostet.

    Ich halte das AT3600L für ein "halbwegs ordentliches" Tonabnehmersystem, das für 90% aller Leute reicht. Auch wenn es nur 20€ kostet. Alles darüber ist im Grunde Luxus, und alles fünfmal oder mehr darüber eigentlich Snobismus einer Minderheit, die inzwischen eine sehr kleine Minderheit ist (und damit meine ich nicht einmal die "audiophile" Extremisten-Splittergruppe).

    Ich möchte niemandem sein Hobby schlechtmachen, aber ein bisschen Realitätssinn kann nicht schaden. Es gibt auf der Welt ganz bestimmt erheblich mehr rote China-Keramik-Klone als Tonabnehmer jenseits der 100€-Klasse. Du kannst bei Gelegenheit ja mal einen Blick auf die Liste der 100 meistverkauften Plattenspieler bei Amazon werfen.

    @ Stefan:

    Danke für den Hinweis. Den kann ich aber leider nicht gelten lassen, weil Fehrenbacher gemogelt hat. Um auf die 36cm Breite zu kommen, haben sie die Seitenwände der Haube weggelassen, weil sonst die Platte und der Tonarm dagegen gestoßen wären. Das zählt bei mir nicht mehr als Haube, auch wenn es dafür vielleicht ein paar Kreativitätspunkte gibt.

    Außerdem ist er nicht wie die Hanpin/AT-LP60/DT210-Riege bei geschlossener "Haube" bedienbar, was aber gerade ein großer Vorteil ist, wenn man einen kleinen (und v.a. auch schmalen) Spieler ins Regal quetschen will.

    Der taugt m.E. nur als Kuriosität einer stattlichen Dual-Sammlung oder wenn man keinen Wert auf eine Haube legt, was ich aber tue.

    Den DT 210 gibts doch schon seit mindestens 20 Jahren unter verschiedensten Marken und Ausprägungen.

    Es hat auch niemand etwas anderes behauptet ;)

    Den Dreher gab es sogar schon Mitte der 1990er bei Aiwa als PX-E850 (etc.). Angeblich ist das das "Original". Ich halte das aber für fragwürdig, weil Aiwa vorher schon einen anderen Midi-Spieler hatte (PX-E80/800) der ziemlich sicher nicht baugleich war und der Wechsel kaum auf eine eigene Neuentwicklung, sondern auf einen Wechsel zu Zukauf schließen lässt.

    In den 80ern und 90ern gab es aber eine ganze Menge ähnlicher Designs, weil man das "Midi"-Maß nur entweder mit Tangentialarm oder eben diesen Mini-Drehärmchen realisieren konnte. Sogar von Technics gibt es so ein Teil. Ich habe auch noch einen Philips, von ca. 1989, von dem ich erst vermutet hatte, dass er auch aus der "AT-LP60-Klasse" gehört,

    Der sieht auf den ersten Blick auch verdächtig ähnlich aus, von "baugleich" würde ich aber trotzdem nicht sprechen:

    Der Philips ist aber auch aus Taiwan (wo Hanpin eigentlich sitzt).

    Frage - wieso kauft man sowas, und nimmt nicht stattdessen den hier:

    https://www.ebay.de/itm/1550933778…NBoCE3QQAvD_BwE

    Preislich ist der ungefähr gleich, und es ist auch ein Plastikhaufen, er hat aber wenigstens die Minimalausstattung eines brauchbaren Plattenspielers wie einstellbaren Tonarm und Antiskating.

    Gruß Frank

    Das ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich ("Normalpreis" gg. "B-Ware"). Die Normalpreise lagen bei etwa 180-190€ (DT 250/255) und 110-120€ (DT 210/210-1), der "große" war also etwa 50% teurer. Beides sind aber öfters als Discounter-Aktionsware verscherbelt worden, da gingen die Preise schonmal wild durcheinander. 255 gab's bei Lidl wohl zuletzt regional vereinzelt im Dezember für 129€.

    Ich habe aber auch nicht den Normalpreis für das Ding bezahlt, sondern deutlich weniger..

    Außerdem lautete die Vorgabe "kompakt". Das Ding ist nur 35cm breit (Midi-Maß), und in dieser Größe gibt es m.W. nichts Besseres auf dem Markt, sondern nur viel noch Schlechteres (eine rote Keramik-Cartridge winkt aus der Ferne).

    Edit: Autoskating sollen diese Hanpin-Dreher übrigens auch haben, nur ebenfalls fest eingestellt (dazu gibt es ein Video von VWestlife auf YT).

    Edit (2): Äpfel/Birnen ist übrigens auch, einen Vollautomaten mit einem rein manuellen DJ-Dreher zu vergleichen.

    Die NAdel wird ja wenn als OEM drunter geschraubt, da ist seltens ein Hersteller logo druff :)

    Auf Original-AT-Nadeln ist immer ein Logo drauf, und so sind sie auch (fast) alle auf der "Dual"-Webseite abgebildet. Auch zB der DT 250 im Techmoan-Video hat ein AT-Logo auf der Nadel. Nur eben bei DT 210+230 fehlt auf den Website-Fotos das Logo. In der Broschüre steht ausdrücklich "Audio Technica". In der BDA dann nicht mehr, da steht nur noch "AT3600LA". Mein Urteil: kein Logo = kein Original.

    Edit - noch ein Nachtrag: Die Auflagekraft ist übrigens extrem höhenabhängig. Ich habe mich bemüht, so genau wie möglich die Höhe mit Matte und Platte zu treffen. Schon bei geringfügig höherer Position (Waage auf der Matte, aber das ist dann insgesamt etwas höher als die tatsächliche Abspielposition) habe ich bereits 4,95g gemessen.

    Ich glaube, der spielt bei mir keine einzige Platte ab.

    Schöne Grüße nach Landsberg.

    Audio-Technica soll das gerüchteweise besser im Griff haben.

    A propos Audio-Technica: Das in der Dual-Broschüre zu diesem Spieler ausdrücklich als solches beworbene System ist außerdem auch nicht wirklich eins, außer AT muss neuerdings schon die Farbe fürs Logo einsparen.

    Schade, ich wollte immer mal gerne so einen kompakten Spieler der Hanpin/AT-LP60-Klasse ausprobieren.

    Ironischerweise habe ich (der diesen Thread vor Urzeiten mal gestartet hat) mir vor ein paar Wochen auch die RPM-App für das iPhone zugelegt. Allerdings komme ich damit gar nicht klar. Zum einen ist mir schleierhaft, nach welcher Definition die App überhaupt (den Gleichlauf) misst. Zum anderen schaffe ich es nicht, das Ding zu kalibrieren. Anfänglich hat des Teil mal unaufgefordert von selbst irgendwas mit Kalibrierung gemacht, nun finde ich keine Möglichkeit mehr, eine neue Kalibrierung durchzuführen. Gemessen hat es übrigens bei einem Numark PT01 USB (in der Version von ION) 3% zu schnell und 0,5% W&F, was ich evtl. auch schon woanders gepostet habe. Keine Ahnung, ob das stimmt. Messplatte lasse ich an den Eimer mit gebrauchter 6g-Saphirnadel bestimmt nicht ran. Dual habe ich leider derzeit keinen im Zugriff.

    @ Peter (#27): Super, endlich postet das mal einer im Original. Danke!

    A propos Dynacord: In einem ihrer Prospekte (der "Olympia-Ausgabe" 1980) habe ich dieses lustige Gerät entdeckt, das mich zunächst an einen etwas wackligen Gartengrill denken ließ.

    Auf den zweiten Blick wird dann aber auch klar, dass dieses Doppeldeck für linkshändiges Scratchen eher mäßig geeignet ist.

    So konnte das mit der Olympia-Disco in Moskau ja nichts werden 8)

    P.S.: Ja, ich hätte auch ein Bild in (etwas) besserer Auflösung gehabt, aber das mochte die Foren-Software nicht.

    Edit: Sehe gerade, das Teil war oben schon mit in der Liste. Aber vielleicht nicht diese Variante ;)

    Dann will ich mal meine Aussage aus dem "falschen" Thread hier herüberholen:

    Davon habe ich auch zwei gekauft, und bin bis jetzt nicht so begeistert. Ist schon okay, aber ein bisschen "dünn". Und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine richtig sitzt.
    Habe aber nie eine einwandfreie Originalnadel gehört, also insofern keinen Vergleich.


    Verwendete Auflagekraft 17 mN. Einspielzeit bisher ca. 10 Stunden. Allerdings bis jetzt erst eine der zwei Nadeln eingesetzt.
    .

    DIe Automatik scheint nicht zu funktionieren, der Arm bewegt sich nicht zum Teller hin.


    Die Automatik könnte sich evtl. sortieren, wenn Du mit festgeklemmtem Arm einmal den Start-Schalter betätigst.
    Wahrscheinlich ist aber eher der Steuerpimpel zu ersetzen oder die Mechanik verharzt. Aber dazu können andere mehr sagen als ich.

    Und dann erstmal mit den Kristallsystem probieren. Kommt der dann nicht an den Phonoeingang, sondern an einen anderen?


    Das Keramiksystem gehört an den Hochpegeleingang (Line,Aux,Tape). Vermutlich wird das aber eine ziemlich bassarme Vorstellung. Schau Dir mal in diesem vor kurzem von Noko geposteten Datenblatt (wenn der direkte Link, nicht funktioniert: es ist der zweite Anhang in diesem Post; das Datenblatt ist vom CDS 630, aber darauf kommt es nicht an) rechts unten den Frequenzgang im Bass an (insbesondere im Vergleich zu den Frequenzgängen in der Reihe darüber). Das CDS660 wil eigentlich einen Eingang mit 1 MOhm (Mega-Ohm) sehen. Das ist die oberste Basskurve im Datenblatt. Moderne Verstärker haben aber i.d.R. nur 47 kOhm (kilo-Ohm). Das ist die unterste Basskurve, mit bis zu 30 dB Bassabfall. 30 dB ist verdammt viel.

    Eigentlich brauchst Du einen zeitgenössischen Verstärker mit Keramik-/Kristalleingang (und selbst die passen oft nicht 100%ig). Und mit einem zeitgenössischen Verstärker kämen neue Probleme.

    Zum "Probieren" mit dem Keramiksystem: Probieren im Sinne von "Funktionstest" ja, aber verwende das Ding mit unbekannter Nadel bloß nicht mit Platten, die Du möglicherweise behalten willst. Vermutlich hat das Teil eine Saphirnadel, die halten bloß ca. 50 Stunden aus und müssen dann ausgewechselt werden. Sonst beschädigt die Nadel die Platten. Höchstwahrscheinlich hat die unbekannte Nadel die 50 Stunden (und mehr) schon längst runter.

    Das Thema "MM-Sytem im 1224" (und die zugehörige Brummproblematik) hatten wir übrigens gerade erst hier:
    Neu hier und ein paar Fragen (CS1224)
    Manche sagen, es ist okay. Manche sagen, es brummt.

    Tut mir leid, ich halte den 1224 eigentlich für eine Sackgasse und nicht wirklich für Einsteiger-geeignet. Eher was für Hardcore-Bastler mit Motortausch etc. Vinyl-Einsteiger dürfte das klangliche Ergebnis (zumindest mit Keramiksystem) ziemlich sicher abschrecken, und die investierte Mühe hat sich dann auch nicht gelohnt. Denen tut man damit m.E. keinen Gefallen.

    Mein Rat: Such' Dir einen anderen, z.B. 1225 oder 1226, der von Haus aus mit MM-System kam, und behalte die bessere Zarge und Haube zusammen mit dem Hifi-tauglichen Laufwerk.
    .