Beiträge von lini

    Hi,

    man kann aber anhand der Schablone die beiden Nullpunkte der aktuellen Geometrie ermitteln und dann den Abstand zur Achsenmitte ausmessen. (...)


    Schon. Aber zu dem Zweck schiene mir jene Vono-Labs-Schablone nun auch nicht wesentlich praktischer als die bereits vorhandene Schön-Schablone - höchstens insofern, als man auf 'ner selbstgedruckten womöglich lieber Markierungen macht als auf 'ner nicht ganz blligen, kommerziellen Schablone.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    PDF download von Vono Labs


    Ähem - wozu sollte diese Schablone denn dem Thread-Ersteller dienen? Die Nullpunkte dieser Schablone (62,6 und 117,6 mm) schienen ja weder den Nullpunkten der Herstellergeometrie des 601ers (soweit bislang bekannt), noch gängigen Nullpunkten nach Baerwald/Loefgren A, Loefgren B oder Stevenson zu entsprechen (und das auch weder für den normalen DIN-Abspielbereich zwischen 57,5 und 146,3 mm, noch für einen modifizierten mit entweder 60,325 statt 57,5 mm oder 146.05 statt 146,3 mm - und übrigens auch nicht für IEC 1958 bzw. RIAA 1963). Sprich, diese Audio-Schablone scheint entweder nicht für den DIN-Abspielbereich berechnet zu sein oder keinem der drei üblichen Berechnungsansätze zu folgen.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    b_b: Tja, das kann ganz leicht möglich sein. Schließlich gibt's nicht nur eine einzige "richtige" Abtastgeometrie, sondern eine ganze Menge. Entsprechend lässt sich eine bestimmte "Herstellergeometrie" mit einer Schablone für eine mehr oder weniger stark von jener abweichende Geometrie auch nicht wirklich überprüfen.


    Stattdessen müsstest Du Dir also eine eigene Schablone für die Herstellergeometrie basteln. Das ist bei Dual aber in der Regel nicht so ganz trivial, weil typischerweise nur zwei der drei nötigen Parameter angegeben sind - nämlich für den 601er 222 mm effektive Länge und 25,333° Kröpfungswinkel. Den dritten Parameter liefert uns aber zum Glück ein alter Test: Achsabstand 20 mm - fein. Diese drei Parameter werfen wir nun auf VinylEngine in JaS' praktischen Alignment Calculator, damit uns der dieses "custom alignment" simuliert und die zugehörigen Daten ausspuckt. Ergebnis dort sind allerdings abweichend von besagtem Testbericht nicht Nullpunkte bei 75 und 120 mm, sondern bei 71,7 und 118,3 mm. Da müsste man jetzt also erstmal noch ein bisschen nachmessen, wo denn da wohl der Messfehler stecken mag - oder Du denkst Dir einfach etwas a la: "Och, leck mich doch..." ;)


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Der 741Q hat komplett mit hochwertigem Tonabnehmer etwa 700DM Straßenpreis gekostet - für den Preis hat man zu der Zeit grade mal Tonabnehmer bekommen, die in Audio, Stereoplay und Stereo als gehobene Mittelklasse bezeichnet wurden. (...)


    Sorry, aber das stimmt so nicht. Für das Geld gab's schon locker Systeme der "Spitzenklasse 2", teils sogar der "Spitzenklasse 1" (Stereoplay-Bewertungsschema).


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Auch die Übersteuerungssicherheit leidet (MC: 0,2mV, max. 10mV, 100 Ohm, ca.1200pF). (...)

    Halb so tragisch. Das DL-110 fabriziert nominell 1,6 mV, allerdings in rein lateraler Modulation - macht dann etwas unter 2,3 mV in 45°-Modulation (auch wiederum bei 5 cm/s und 1 kHz), wovon an 100 Ohm etwas unter 0,9 mV und somit gut 21 dB Reserve übrigbleiben sollten. Zu den niedrigeren Frequenzen hin dürft's indes knapper werden.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Ist das persönliches Empfinden? Oder gibt es da auch Empfehlungen zu? (...)


    Wie man's nimmt. Normalerweise würde man die Ausgangsspannung des Tonabnehmers (normalerweise bei einer Schnelle von 5 cm/s (peak) und in 45°/Stereo-Modulation) und die Eingangsempfindlichkeit des Verstärkers heranziehen, um die benötigte Verstärkung zu errechnen. Da könnte man dann noch ein paar dB draufpacken, um noch etwas Reserve für "niedrig ausgesteuerte" Platten zu haben. Das wär soweit erstmal der Grundansatz.


    Davon kann man allerdings durchaus abweichen. Wenn ich beispielsweise jemand bin, der eher nur leise bis mittellaut hört, interessiert's mich herzlich wenig, ob ich am Verstärker Vollaussteuerung erreiche und damit die maximale Leistung abrufen kann. Wenn ich dann vielleicht noch einen Verstärker hab, bei dessen Lautstärkepoti sich im untersten Bereich Kanalabweichungen bemerkbar machen, spräche einiges dafür, eher eine niedrigere Verstärkung zu wählen, damit sich dann für meinen Bedarf ein vernünftiger Regelbereich ergibt und sich jene Kanalabweichungen nicht bemerkbar machen.


    Andersrum kann aber auch sinnvoll sein, eine höhere Verstärkung zu wählen, wenn beispielsweise am Vestärker sonst nur recht laute, moderne Digitalquellen angeschlossen sind und die dödeligen Mitbenutzer der Anlage gern direkt zwischen den Quellen umschalten, ohne zuvor die Lautstärke runterzuregeln, was eigentlich "good practice" wär.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Die CD4 Skala ist die beste Approximation für Schliffe schärfer als elliptisch. (...)

    Obacht bei der Formulierung, bitte - denn die geht mir fast schon zu stark in Richtung eines Implizierens, dass Line-Contact-Schliffe automatisch "scharfe Schliffe" oder gar schärfer als sämtliche elliptischen Schliffe wären. Auf die Ridge-Typen (also MicroRidge, Microline und SAS) trifft das zwar zu, aber die für CD4 damals üblicherweise genutzten Shibatas beispielsweise sind normalerweise keinen Deut schärfer als die bei Dual zumeist eingesetzten scharfen (= ca. 0,2 mil minor radius) Ellipsen, sondern haben lediglich einen erheblich größeren major radius. Und die normalen Ortofon-FineLines mit ihren ca. 8 µm/0,3 mil sind sogar lediglich genauso scharf wie mittelscharfe Ellipsen.


    Sprich, Dein von mir zitierter Satz ist zwar nicht falsch, aber ich erlebe eben leider immer wieder, dass selbst recht erfahrene Phono-Fans Line-Contact-Schliffe praktisch automatisch mit scharfen oder gar besonders scharfen Schliffen gleichsetzen, was von Einsteigern dann auch gern so übernommen wird. Tatsächlich geht's bei Line-Contact-Schliffen aber eben gar nicht unbedingt um einen besonders geringen minor radius, sondern vor allem um den erheblich größeren major radius.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Emil: Uhm - why would you want to do that, if the DC205 works?


    Anyway, the sub-platter of the 2125 would at least appear to be the same as the one for the 410/415, and the same would also go for the parts for fixing the motor - but I'm not sure, whether that would also apply to the 450/455. But even if both would apply, I'm not sure, whether the plinth of the 450 would have sufficient space for the DC200-1, which is a good bit higher than the DC205, as well as for the power supply board of the 2125. So you'd need to measure and see...


    Greetings from Munich!


    Manfred / lini

    Scara: How high would you guesstimate the speed to be? And does the switching between the two speed as such still work?


    Oh, and mind you, that the adjustment for the two speeds isn't independent. Instead the motor electronics has one always active branch (should be the one for 33 1/3 rpm) and another one, that is activated in parallel via the speed switch (should be the one for 45 rpm). Hence the speed of the always active branch should be adjusted first.


    Greetings from Munich!


    Manfred / lini

    Martin: Wenn Du 'ne neue Nadel wolltest, ohne dafür sonderlich viel Geld auszugeben, würde sich die Nadel 320 für das 520II anbieten. Das ist eine gebondete FineLine, die eigentlich für das Ortofon 320 gedacht ist, aber auch auf die 5x0(II)/VinylMaster-Bodies passt und erstaunlicherwiese immer noch ziemlich günstig angeboten wird.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Uli: Dass Technics mit T4P einen Fehler gemacht hätte, würd ich so auch nicht unbedingt sehen. Schließlich ist man bei Technics(/Panasonic/Matsushita) ja zweigleisig weitergefahren (wobei man mit T4P vor allem das Einsteiger-Segment und die untere Mittelklasse bedient hat) - und die T4P-Modelle waren ja auch nicht unbeliebt, noch war T4P nur eine kurzlebige Erscheinung. Tatsächlich wurde der letzte T4P-Mohikaner in Form des SL-BD20 erst 2009 eingestellt, also gar nicht lange, bevor sich Technics vorübergehend gänzlich aus dem Plattenspieler-Geschäft zurückgezogen hat, sodass T4P also immerhin 29 Jahre lang Bestand hatte.



    Daniel: Naja, mei, spätestens so gegen Mitte der 80er begann für das Plattenspieler-Segment ja auch die schwere Zeit mit all ihren Konsequenzen. Insofern schiene es mir kaum verwunderlich, dass da dann eine gewisse Konzentration auf Lösungen auf der leichteren Seite des mittelschweren Bereichs stattgefunden hat, freilich auch gefördert durch das recht breite Angebot nicht so ganz leichter und überwiegend nur mittelmäßig nachgebiger MCs.



    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Daniel: Naja, Punkt Nr. 2 seh ich eher als fragwürdig an. Man denke z.B. an B&O, die Isotrack-Arme bei Thorens, die T4P-Geschichten bei Technics (insbesondere bei den Tangential-Modellen) wie auch den generellen Trend bei vielen Japan-Spielern Anfang der 80er weg von mittelschweren S-Armen zu leichteren, geraden Armen und freilich auch 'ne ganze Menge separate, leichte bis sehr leichte Tonarme (wie etwa Grace G707, SME 3009 Series III, Infinity Black Widow...). Dass es da zuvor und wie auch danach nichts in der Richtung von anderen Herstellern gegeben hätte, könnte man also eigentlich nicht wirklich behaupten.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Ralph: Seh ich ähnlich. Als ziemlich fragwürdig würd ich eigentlich nur die proprietären ULM-Befestigungen bezeichnen - insbesondere die der zweiten Generation, weil die halt nur bestenfalls mäßig robust war und der Adapterträger des zugehörigen Halbzoll-Umbausatzes visuell eher eine Zumutung. Aber sonst dürfte der Kunde doch kaum meckern können, nachdem's ja mindestens 25 bis 30 Jahre nach dem Kauf noch eine brauchbare Auswahl an passenden Systemen und Originalnadeln gab. Allmählich etwas eng wird's in der Hinsicht ja eigentlich erst seit ein paar Jahren.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wolfgang: Naja, der F400 scheint ja immer noch die Low-Profile-Variante des ULM-Arms der dritten Generation zu haben. Warum man da nun ausgerechnet ein nicht besonders tolles Einstiegsmodell aus der nicht eben leichten und auch nicht gerade hochnachgiebigen 2M-Reihe dranschraubt, schiene mir doch einigermaßen fragwürdig - erst recht, wenn der ganze Spaß dann knapp 700 Euro kosten soll.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Das AT3600 ist eine Schande für einen ernsthaften Dreher, das findet sich auch auf Discounterfräsen. (...)

    Naja, ob man den 415-2 jemals als ernsthaften Dreher ansehen konnte, würd ich jetzt mal lieber dahingestellt lassen. Eher irritiert mich, dass die normale Ansicht des F100 eine weiße Nadel zu zeigen scheint, was für ein AT3600L zu sprechen schiene, das Aufsicht-Foto hingegen eine gelbe, was für ein aus meiner Sicht weniger problematisches AT3601 alias AT91 spräche.


    Tja, und schändlicher find ich eigentlich eh das 2M Red am F400.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Wer sich in dieser Richtung (Ebene) schon einmal verständig auseinander gesetzt hat, kommt an sich leicht / wie von selbst darauf weshalb Ortofon ULM brauchte und zudem auch mit/ bei Dual seinem Teil "Schützenhilfe" seinerzeit auch forcierte ;) .

    Warum bringst Du an der Stelle dann schon wieder ULM ins Spiel? Den Magneten oder das bewegte Eisen in eine einigermaßen zentrierte Ausgangsstellung zu bringen, hat doch mit ULM herzlich wenig zu tun, sondern lediglich mit 'ner einigermaßen passenden Auflagekraft.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini