Beiträge von lini

    MB: Naja, für Bastelfähige und -willige existieren ja eh nicht so viele Probleme - aber die repräsentieren ja nur einen gewissen Teil der gesamten Audio-Nutzerschaft. Obendrein würd ich doch stark davon ausgehen, dass es auch unter den Bastlern nicht wenige gibt, die lieber nur zur Not basteln, ansonsten aber originale Lösungen bevorzugen, sofern die noch zu einem halbwegs vernünftigen Preis erhältlich sind.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Peter: Och, ich würd den High-End-Bereich oder allgemeiner das Luxus-Segment nicht immer gleich mit unsinnigem Voodoo-Schmarrn assoziert sehen wollen.



    Winfried: Ich denk, bei dem Thema sollte man bereit sein, geteilte Meinungen zu akzeptieren. Tatsächlich bin ich da sogar selbst zwiegespalten, weil ich, wie ja oben schon geschrieben, die getrennte Masseführung für flexibler halte - und tendenziell auch für "sauberer". Andererseits seh ich aber halt auch, dass die getrennte Masseführung wiederum auch nicht selten für Frust und Probleme sorgt - so etwa bei nicht wenigen Gebrauchtkäufern von diversen Technics-Modellen ab den 80ern, bei denen leider das originale Massekabel fehlt, wovon's noch dazu (mindestens) zwei Sorten mit jeweils unterschiedlichem Spezialstecker gab, mittlerweile freilich beide nicht mehr original erhältlich, sodass da jetzt tatäschlich gerade wegen der getrennten Masseführung ein gewisses Pfuschen angesagt ist (oder zumindest war, denn inzwischen gibt's brauchbare Ersatzlösungen von einigen Anbietern...).


    Nun hätte man natürlich auch sagen können, ok, dann halt kombinierte Masseführung für einfachere Spieler, die der Besitzer vermutlich nie an Phono-Vorstufen mit symmetrischen Eingängen oder exotischen MC-Übertragern betreiben wird, und darüber dann getrennte Masseführung. Nur hätt sich da dann halt wieder die Frage gestellt, wo genau man die Grenze ziehen sollte - also auch wieder knifflig...



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    Manfred / lini

    Es hat keinen Vorteil und ist nutzlos. (...)

    Wie man's nimmt. Es gibt halt auch MC-Übertrager ohne Massebrücke zwischen Primär- und Sekundärwicklung. Und für den Einsatz einer Phono-Vorstufe mit symmetrischen Eingängen ist 'ne kombinierte Masseführung womöglich schon ab der Headshell natürlich erst recht mistig. Entsprechend würd ich die getrennte Masseführung schon als die flexiblere Variante ansehen.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Stefan: Das eigentliche Problem ist da eher die Modulation. Die Abweichung über den Abspielbereich ist hingegen kein besonderes Drama - denn das sind normalerweise beim gekröpften Arm mit Hifi-tauglicher Geometrie nur rund +/- 2° maximal, entsprechend bleibt da der Kröpfungswinkel die deutlich dominierende Komponente.


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    Manfred / lini

    Joe: Ja, das sind die mit Shibata-Schliff. Wobei's von der ATS12S sowohl gebondete Exemplare gab als auch welche mit nacktem Stein (*), während es von der ATN12S lediglich gebondete Exemplare gegeben zu haben scheint. Tja, und im Grunde passen diese Nadeln auf alle AT-Bodies der Familie AT10 bis AT12 (einschließlich der zahlreichen "Renames") sowie auch noch auf die Vorgänger-Bodies der Familien AT-VM3 und AT-VM8, zumindest rein mechanisch.


    Wenn's indes so klingen soll, wie von AT ursprünglich vorgesehen, würde man diese Nadeln an einem der Bodies mit der niederinduktive(re)n Generator-Variante für CD4-Quadro betreiben - also hauptsächlich AT12S und AT12Sa sowie deren nicht ganz so zahlreiche Renames. Recht gelegen für die Identifikation jener Renames kann die ziemlich gute, da weitestgehend fehlerfreie AT-Übersichtsseite von KAB kommen (siehe dort: http://www.kabusa.com/frameset.htm?/at-1.htm, vor allem in den wenigen Fällen der Renames ohne hinreichend aussagekräftiges Suffix (oder auch für Leute, die sich nicht so leicht damit tun, ein AT14S-Rename auf den ersten Blick von einem AT12Sa-Rename zu unterscheiden). Gefragt wären hier also die Renames mit Ersatznadel-Code 201-DQX, dem Pfanstiehl-Code für die ATN12S.


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    Manfred / lini


    *) Die lassen sich recht leicht unterscheiden, denn die gebondeten Exemplare haben wie üblich 'ne Nadelspitze mit rundem Querschnitt, die nackten hingegen einen Stein mit quadratischem, in 45°-Orientierung eingesetzten Schaft. Wer noch gute, junge Augen hat, braucht da also zur Unterscheidung womöglich noch nicht einmal 'ne Lupe.

    (...) Ich hatte das vor Jahren mal so ähnlich beschrieben, dass es klang, als hätte man einen Vorhang vor den Boxen weggezogen. Was hat mich diese Fraktion dafür verhauen (...)


    *lach* Das mag aber auch daran liegen, dass jene weggezogenen Vorhänge wie auch die sogleich aus der Küche herbeigeeilte Frau inzwischen doch ein recht abgedroschenes Stereotyp darstellen - und somit dann auch quasi einen automatischen "Jaja - wer's glaubt"-Trigger für die genannte Fraktion, zumal jenes Stereotyp halt auch gerne von der Voodoo-Fraktion Zugehörigen genutzt wird.


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    Manfred / lini

    Marcel: Die tatsächliche Fehlbestückung betrifft meines Wissens nur einen Kondensator pro Kanal - da müsste man also schon eher noch seine Arbeitszeit mit einrechnen oder den TC-750 noch deutlich weiter ummodeln, bis man beim Preis des TC-2000 landen würd.


    Nur hätt ich ich halt schlichtweg keine Lust auf 'ne Phono-Vorstufe, von der ich schon vorab weiß, dass ich sie erstmal aufmachen und nachkucken müsst, ob sie denn korrekt bestückt ist. Und die rund 50 Euro, die der TC-2000 kostet, würd ich halt allemal immer noch als recht wenig Geld ansehen, sodass ich lieber gleich zu diesem greifen würd - zumal ich ihn sympathischer find als den im Preisbereich von rund 50 Euro sonst häufig empfohlenen Art DJPreII, der aufgrund seiner arg mickrigen internen Spannungsversorgung (nur 5 V asymmetrisch) halt nur eine sehr knappe Übersteuerungsfestigkeit bietet und obendrein weitestgehend SMD-bestückt und damit nicht sonderlich Modding-freundlich ist. Allerdings verstärkt der TC-2000 mit 34 respektive 53 dB (MM/MC) halt nicht so hoch, dass ich ihn auch noch für eher unempfindliche Line-Eingänge (im Fall von Sebos Samsung-System sind's übrigens 500 mV) für uneingeschränkt empfehlenswert hielte (oder eben auch nicht für wirklich empfehlenswert für Leute, die gern eine relativ "laute" Phono-Vorstufe hätten, damit der Unterschied zu modernen, lauten Digitalquellen nicht sonderlich hoch ausfällt...).


    Oh, und in Sachen Art fällt mir noch ein: Zumindest drüben in Amiland scheint sich mittlerweile offenbar deren neuer Precision Phono Pre nach einer Verzögerung von einigen Monaten endlich materialisiert zu haben. Der ist augenscheinlich gegenüber dem DJPreII an einigen Stellen verbessert (höhere Übersteuerungsfestigkeit, höherer Ausgangspegel). Allerdings entfällt leider die Wahlmöglichkeit für die MM-Eingangskapazität, während für die neu hinzugekommene MC-Tauglichkeit eine Impedanz-Wahlmöglichkeit zwischen 25 und 100 Ohm zur Verfügung steht. Kostenpunkt drüben übrigens aktuell knapp US$ 65 bei B&H Photo Video.


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    Manfred / lini

    Marcel: Zum Beispiel ist der TC-2000 überwiegend Opamp-basiert, hat 'ne interne Spannungsstabilisierung und bietet für MMs/MIs 'ne umschaltbare Eingangskapazität.


    Naja, und der TC-750 scheint ja einen Bestückungsfehler zu haben (wobei ich freilich nicht weiß, ob das immer noch zutrifft) - mit einigermaßen deutlichen Auswirkungen auf den Frequenzgangverlauf. Und die sehr hohe Ausgangsimpedanz ist auch nicht ganz unproblematisch.


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    Manfred / lini

    Blöde Frage: würde das einfachste Multimeter bei z.B. Conrad für knapp über einen Zehner für meine Zwecke reichen? Ich werde das wahrscheinlich nie wieder in meinem Leben brauchen...


    Ein einfaches Digitalmultimeter würde zwar im Grunde schon reichen, solange es Widerstände messen kann. Allerdings riete ich dennoch zu einem etwas besseren Modell, denn so arg viel teurer sind die auch nicht. Konkret gäb's zum Beispiel aktuell bei Reichelt das PeakTech 2005 für knapp 30 Euro, und das kann schon einiges - de facto bietet es sogar Induktivitätsmessbereiche.


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    Manfred / lini

    Sebo: Unter den preisweisgünstigen Modellen riete ich zwar normalerweise eher zum gegenüber dem TC-750 etwas aufwendigeren Dynavox TC-2000, da Deine Samsung-Anlage aber eine recht geringe Eingangsempfinglichkeit hat, schiene mir in Deinem Fall die kleine Project PhonoBox MM sinnvoller.


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    Manfred / lini

    Chris: Solange Du keine "schwierigeren" MMs/MIs einzusetzen gedenkst, würd ich an Deiner Stelle bei den integrierten Phono-Vorstufen bleiben, denn den Schaltplänen nach sehen die ganz ordentlich aus. Der Verstärkungsfaktor liegt aber in der Tat niedriger (bei knapp jeweils 35,6 dB - im Vergleich zu den je nach Einstellung 40 bzw. 43 dB der PhonoBox S). Solltest Du indes dennoch mit 'ner zweiten, separaten Phono-Vorstufe liebäugeln, schiene mit eine zweite PhonoBox S/S2 wegen der bei der V90-LPS praktisch gänzlich fehlenden Anpassungsmöglichkeiten die sinnvollere Wahl.


    Ach, und übrigens aufgepasst beim Datenvergleich, denn die Geräuschspannungsabstände für den 8250er sind sowohl im Service-Manual-Ausschnitt von HifiEngine als auch in der Bedienungsanleitung von VintagesHifi mit Bezug auf 1 Watt Ausgangsleistung angegeben, sollten also bei Nennleistungsbezug entsprechend höher ausfallen.


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    Manfred / lini

    Feste Tonarmkabel hatten nur die -1 und -3. -2 und -4 hatten das gleiche abnehmbare Headshell.


    Soweit ich weiß, ist es nicht ganz so einfach. Will meinen: Zumindest zwischendurch scheint's auch 505-4er gegeben zu haben, die zwar an sich noch die übliche Headshell-Version hatten, aber ohne Steckereinsatz, also in Kombination mit bis zum Tonabnehmer durchgehenden Tonarmkabeln - sodass sich bei diesen Exemplaren also das Wechseln zwischen verschiedenen Headshells mit montierten Tonabnehmern erheblich unbequemer gestaltet. Siehe hierzu etwa auch jenen Beitrag von Dualfred: RE: DUAL CS 550


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Das "schlechtere" System wird dann entweder veräußert


    Diesen Gedanken würd ich an Deiner Stelle eher streichen, denn die (Super)OM-Bodies sind nicht ganz unbekannt für Kanalausfälle (*). Da hielte ich einen Reserve-Body also für durchaus ratsam.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    *) Ich vermute stark, das könnte an der Verbindungsart der Spulendrähte mit den Ausgangspins liegen - denn Ortofon verwendet hier ja hohle Pins und dazu passende Splinte, zwischen welchen die Anschlussdrähte der Spulen eingeklemmt werden, sodass sich da durchaus gelegentlich 'ne Schwachstelle am Draht ergeben könnte, die dann irgendwann bricht - sei's nun durch die Vibrationen im Spielbetrieb oder durch Rumnackeln an den Pins beim An- oder Abstecken der Tonarm- beziehungsweise Headshell-Käbelchen.

    Etienne: Hast Du schon (bei einigermaßen mäßiger Lautstärkeeinstellung am Verstärker) ein bisschen am Verbindungskabel entlanggefummelt und gehorcht, ob sich da Geräusche aus den Lautsprechern bemerkbar machen? Die Dinger leiden nämlich gerne mal an Kabelbrüchen, nicht selten kurz hinter (respektive vor - je nachdem, wie man's sehen will) den Cinch-Steckern.


    Allerdings sind auch Kanalausfälle an den Ortofon-OM-Bodies nicht so ganz selten - da ist aber häufiger nur ein Kanal betroffen.


    Ein Multimeter hast Du nicht zufällig zur Hand? Das wär nämlich ganz hilfreich bei der Diagnose, weil sich damit sowohl der Tonabnehmer als auch die komplette Kabelstrecke systematisch überprüfen ließen.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini