Beiträge von lini

    Diethelm: Der müsste dann auf jeden Fall schon den leichteren Teller ohne Bleiring und mit der Filzmatte haben. Und es wär auch gut möglich, dass der keine Steckverbindung mehr zwischen Headshell und Armrohr hat - sodass also nur die Headshell allein leicht abnehmbar/wechselbar wär, weil die Tonarmlitzen dann bis zum Tonabnehmer durchgehen würden. Das wär dann also keine so geschickte Wahl für Leute, die gerne mal zwischen mehreren Tonabnehmern auf mehreren Headshells wechseln - aber wenn das auf die potenzielle Kundin nicht zuträfe, kein so großes Problem.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Mei, Versand durch Amazon halt. Da landet die von den eigentlichen Anbietern an Amazon übergebene Ware halt da, wo's Amazon gerade beliebt. Das muss man nicht verstehen.


    Wobei's mitunter auch ziemlich erheiternd ist, welchen Weg die Ware dann noch auf dem Weg zum Kunden nimmt. So nahm Anfang Ende November / Anfang Dezember 2021 mal eines meiner Päckchen seinen Weg ausgehend vom Amazon-Lager bei Ferno (in der Nähe von Mailand) über Köln und dann noch Witten nach Pilsen, bevor's schließlich nach München gelangte. Weiß allerdings nicht mehr genau, ob's von Pilsen noch einen Abstecher nach Eggolsheim (Oberfranken, 'n Stückchen südlich von Bamberg) gemacht hat oder direkt nach München ging. Aber so oder so kam ich nicht umhin, als ich davon zuerst meiner Mutter und dann noch 'ner Freundin erzählt hab, die Vermutung zu äußern, dass Amazon Waren aus Fernost jetzt wohl noch 'ne kleine Rundreise so a la "Europe in five days" spendieren würde.


    Schmunzelgrüße aus München!


    Manfred / lini

    Bei original Ortofon Nadeln (aber auch Shure u.a.) ist das Gummi gar nicht wirklich vollständig für die Nachgiebigkeit zuständig. Natürlich soll sie den Cantilever in Position ohne Spiel halten. Aber dann gibt es bei Originalen den Spanndraht. (...)


    Das galt so aber nur für die alten Originalnadeln, und das auch nur bis zu den OMs. Die jüngeren Oroginal-Ersatznadeln haben aber alle schon längst keinen zusätzlichen Draht mehr - und das gilt auch für die Ersatznadeln für die älteren Systeme.



    Und wenn wir schon bei den Details sind: Im Ausgangspost wurde ja ein kleiner, visueller Unterschied zwischen den beiden vorliegenden Nadelvarianten erwähnt. Tatsächlich gab's bei der DN155E sogar drei Varianten - nämlich die, die am Anfang des Röhrchens um den rückwärtigen Teil der Nadelträgereinheit noch ein viereckiges Klötzchen haben, dann die mit dem silbrigen Ring und schließlich noch die mit gar nichts mehr an dieser Stelle.



    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Optisch ist auf den ersten Blick eigentlich keinerlei Unterschied zwischen alter und neuer Nadel erkennbar. (...)


    Ich würde an Deiner Stelle auch mal die beiden Nadeln auf einer ebenen Fläche gegenüberstellen und kucken, ob die Spitzen an gleicher Position/auf gleicher Höhe liegen. Läge der Stein bei der neuen Nadel nämlich ein gutes Stück höher, wär's denkbar dass die Nadelträgereinheit mitsamt Aufhängungsgummi bei der Produktion nicht weit genug ins umgebende Röhrchen eingeschoben wurde, sodass das bewegte Eisen (oder womöglich der bewegte Magnet - denn mittlerweile verdichtet sich bei mir der Verdacht, dass Ortofon auch bei den Nadeln für die älteren VMS-MIs inzwischen klammheimlich auf Magnet statt "Iron" umgestellt haben könnte...) nicht da sitzt, wo es (oder er) eigentlich sitzen sollte.


    Und was mir obendrein auch nicht so ganz gefällt: Auf Deinem ersten Foto macht's den Eindruck, als wäre die Ruheposition des "Iron" (oder des Magneten) nicht ganz mittig, sondern leicht nach rechts verschoben. Das könnte aber auch täuschen und lediglich der Aufnahmeperspektive geschuldet sein.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Zumal ich ja auch einen Pre für MC benötigen würde. (...)


    Da würd ich an Deiner Stelle mal kucken, ob beziehungsweise wann und zu welchem Preis die neue Sota-Vorstufe namens Pyxi nach Europa kommt (drüben in Ami-Land soll sie rund 300 Dollar kosten). Die entstand aus einer Kooperation von Sota mit zwei sehr erfahrenen Entwicklern (einer davon Wyn Palmer, von dem ich ausgesprochen viel halte...), und es sieht ganz danach aus, als hätte sie das Zeug zum Klassenprimus unter den noch recht preiswerten Phono-Vorstufen.



    In meinem Höralter investiere ich aber nicht mehr in scharfe Schliffe. (...)


    Die meisten Shibatas legen vom minor radius her im Bereich zwischen mittelscharfen und scharfen Ellipsen, sind also im Grunde keine wirklich scharfen Line-Contact-Varianten.



    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wo's das Datenblatt gibt, wüsst ich zwar auch nicht - aber wenn's Dir im Wesentlichen um die Daten ginge, so fänden sich die im auf VinylEnginge zum Download erhältlichen Zubehör-Katalog 1981/82.


    Könnt aber freilich sein, dass im separaten Datenblatt noch mehr stünde, denn DC-Widerstand, Impedanz und Induktivität sind in der Tabelle in besagtem Zubehör-Katalog nicht enthalten.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) 20 Ohm bzw. 2kOhm sind wohl die Widerstände der Drähte der Primär- bzw. Sekundärseite des Übertragers. (...)


    Nö, das ist einfach wieder die oben geschilderte Gesetzmäßigkeit, nur eben andersrum. Sprich, bei empfohlener System-Impedanz von 20 Ohm ergibt sich dann eben ausgangsseitig Z = 20 Ohm / 0,1² = 2000 Ohm.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini


    P.S.: Vielen Dank für die Daten, Rainer!

    Rainer: Gibt's da keine Daten zum MCT 101 in der Anleitung? Denn ich geh mal stark davon aus, dass die von Babo genannten 20 Ohm nicht die Eingangsimpedanz darstellen, sondern die empfohlene System-Impedanz. Sprich, normalerweise ergibt sich die Eingangsimpedanz eines MC-Übertragers aus dem Quotienten aus seiner sekundärseitigen Lastimpedanz (normalerweise also ca. 47 kOhm) und dem Quadrat seiner Verstärkung (= Wicklungsverhältnis Sekundärseite/Primärseite) - also zum Beispiel für einen Übertrager mit zehnfacher Verstärkung (= 20 dB) an einem 47-kOhm-Eingang entsprechend 47000 Ohm / 10² = 470 Ohm.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Der CD-Player gibt aber bis zu 1 V ab.


    Normalerweise sind bei CD-Playern eigentlich sogar maximal 2 V üblich. Also zumindest bei den "Ausgewachsenen" - Portis können hingegen durchaus niedriger liegen.



    (...) oder ist das normal (...)


    Im geschilderten Ausmaß ist das völlig normal. Das liegt schlicht daran, dass es für Phono größere Reserven braucht.


    Soll meinen: Auf der Digitalseite gibt's schlicht die 0-dBFS-Marke (FS für full scale), die nicht überschritten werden kann, weil da ja mehr als Vollaussteuerung einfach nicht geht. Bei CD-Playern entspricht diese Marke normalerweise einem Ausgangspegel von 2 V (eff.). Und natürlich wird bei CDs in Zweifel auch gern eher hoch ausgesteuert - zumal das anders als auf der Schallplatte das Auslesen nicht erschwert und auch die verfügbare Laufzeit nicht reduziert.


    Bei den Schallplatten hingegen gibt's zwar auch 0-dB-Marken (und zwar je nach Norm (DIN, JIS, NAB...) etwas unterschiedliche), die aber durchaus überschritten werden können - und auf manchen Platten tatsächlich auch ziemlich deutlich überschritten werden. Und zu den besonders hohen Signalpegeln durch "hot cuts" können sich dann natürlich auch noch recht hohe, nicht beabsichtigte Störpegel etwa durch Kratzer oder Schmutz auf der Platte gesellen. Schon allein dafür braucht's also ein gutes Stück an Reserve - und hinzu kommt dann noch, dass sich Tonabnehmer in puncto Ausgangspegel auch noch recht deutlich unterscheiden können. Im High-Output-Bereich, also bei (normalen) MMs und MIs sowie High-Output-MCs, reicht da die Spanne ungefähr von 2 bis etwas über 10 mV (eff., und jeweils bei 1 kHz und einer Schnelle von 5 cm/s (peak) in 45°/Stereo-Modulation).


    Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, reichten die weiland bei einer von Shure durchgeführten Untersuchung diverser Platten gefundenen Spitzenschnellen bei rund 1 kHz bis rund 30 cm/s hinauf, was also dem Sechsfachen von 5 cm/s entspräche - oder rund +15.5 dB. Und die lautesten High-Output-Systeme mit um die 11 oder gar 12 mV liefern dann nochmal irgendwas zwischen dem Doppelten und dem Dreifachen gegenüber "normal lauten" Modellen, also entsprechend auch nochmal etwas zwischen rund +6 und +9.5 dB. In Kombination kann da also mal eben rund das Achtzehnfache (beziehungsweise ca. +25 dB) daherkommen. Entsprechend wird der Hersteller einer diesbezüglich nicht anpassbaren Phono-Vorstufe(n-Sektion) also lieber einen recht konservativ angesetzten Verstärkungsfaktor wählen, damit da noch 'ne ordentliche Reserve übrigbleibt. Und das gilt auch für Deinen Sony mit Verstärkungsfaktor 60 bzw. ca. 35,5 dB.


    So, und jetzt rechnen wir mal spaßeshalber mit 'ner schon eingermaßen hoch ausgesteuerten Platte mit Peaks mit 10 cm/s bei 1 kHz. Da sollte Deine DMS238/DN242E-Kombination dann rund 7 mV ausspucken - und das mal 60 machte dann rund 420 mV. Während es bei 'ner optimal ausgesteuerten CD in einem normalen CD-Player eben 2 V wären und somit ca. +13.5 dB mehr. Da könnte dann das Regler-Stellungsverhältnis 11 Uhr zu 9 Uhr schon ganz gut hinkommen.



    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) und auch der Wellenwiderstand mit 110 Ohm.

    Sorry, aber die HF-Impedanz ist für NF-Zwecke eher irrelevant. Allerdings ist es bei den Koax-Kabeln so, dass bei gleichem Innenleiter und gleichem Isolator-Material (und -Aufbau, also soll meinen nicht einmal solide und einmal geschäumt oder hohl...) der Isolator zwischen Innenleiter und Schirm umso dicker werden muss, je höher die HF-Impedanz liegen soll - und mit diesem zunehmenden Abstand sinkt dann auch die Kapazität. Das kann man z.B. sehen, wenn man RG178, RG179 und RG180 vergleicht.


    Insofern wär also eine höhere HF-Impedanz im Grunde sogar vorteilhaft, wenn's möglichst niederkapazitiv werden soll. Allerdings greift der schlaue Audio/Video-Bastler halt trotzdem gern zu 75-Ohm-Typen, weil er daraus dann auch SPDIF-, Antennen- und Analog-Video-Kabel (einschließlich VGA) machen kann.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) also gibt es bei den Nadeln, außer dem Aufdruck, keinen Unterschied?


    Doch, den gibt's freilich - hinsichtlich der Spulen. Sprich, das Magnet-Joch in den beiden Bodies ist das gleiche. Entsprechend brauchts bei der High-Output-Nadelvariante andere Spulen, um die höhere Ausgangsspannung zu erzeugen, als bei der Low-Output-Nadelvariante.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    if: Den Rekorder-Ausgang (also den vom Verstärker zu den Rekordern) per Y-Adapter(-Kabel) zu Splitten, sollte normalerweise kein Problem darstellen.


    Hingegen heißen die Dinger im Englischen nicht umsonst Y-splitter und nicht Y-combiner - denn damit zwei Ausgänge auf einen Eingang zusammenzulegen, ist aus elektrischen Gründen keine gute Idee. Hierfür sollte man also im Normalfall einen Umschalter nutzen. Gibt's käuflich zu erwerben, kann man aber auch selber bauen.


    Etwas komplexer würd's indes, wenn Du gern auch noch 'ne Copy-Funktion hättest.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Peter: Hmja, ein wenig seltsam.


    Interessanterweis offeriert Namiki offiziell aber auch nur (noch) eine Typ-III-Shibata mit 40 (respektive 35 bis 45) µm major radius, während die aktuellen AT-Shibatas 2,7 mil (also etws unter 70 µm) haben sollen. Und ich nehm zwar mal an, dass Namiki auf Anfrage für Großabnehmer durchaus abweichende Schlifftypen fertigen dürfte - aber bei den Shibatas käme auch in Betracht, dass AT die genauso gut auch von anderen Fertigern beziehen könnte - also womöglich von Nagaoka oder Ogura.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    (...) Will man zB zwei Plattenspieler vergleichen nimmt man diese mit der gleichen Platte auf einem digitalen Medium auf (Computer). (...)


    Wobei's da in einigen Foren nicht lange dauern würd, bis der erste Einwand käm, die AD- und DA-Wandlung würden den Vergleich vefälschen und somit hinfällig machen. Sprich, allen rechtmachen kann man's eh nicht, egal wie man's anstellt.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Interessant, ich hätte jetzt gedacht, dass der Shibata-Schliff besser wäre?!


    Nicht wirklich - der ist nur bekannter. Tatsächlich aufwendiger und auch a weng langlebiger ist hingegen MicroRidge/MicroLine(ar)/SAS.


    Interessant dabei ist allerdings, dass AT zumindest laut deren eigenen technischen Daten seit einigen Jahren eine gegenüber früheren Zeiten leicht abgewandelte ML-Variante zu verwenden scheint. Sprich, früher entsprachen die Radius-Angaben noch dem Standard von 2,5 µm (0,1 mil) und 75 µm (3 mil) - mittlerweile sind's hingegen "nur noch" 0,12 mil (3 µm) und 2,2 mil (56 µm). Also eine deutliche Reduzierung des major radius (während die 0.12 mil noch im üblichen Toleranzbereich für den minor radius der normalen Namiki-MRs liegen - die 2,2 mil dagegen nicht...).


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

    Wohl kaum, das ist eine Kostenfrage.


    Oder schlicht 'ne Frage der Modell-Politik. Will meinen, wenn man sich die recht umfangreichen Line-ups der üblichen Verdächtigen von damals mal ankuckt, käme man als nüchterner Rechner (mit dem Wissen "Leistungsverdoppelung macht +3 dB mehr Schalldruckpegel" im Hinterkopf) ja im Grunde kaum umhin, sich zu fragen, was denn wohl die typischerweise deutlich kleineren Leistungssprünge zwischen all den Vollverstärker-Modellen eigentlich sollten. Sprich, eigentlich hätt's für kühle Kalkulierer allein von der gebotenen Leistung her oft genug im Grunde gar keinen Sinn gemacht, zum ein ooder zwei Nummern "größereren" Modell zu greifen, hätten die Hersteller bei jenen nicht mehr Ausstattung draufgelegt respektive die Einstiegsmodelle bewusst spartanisch ausgestattet, selbst wenn diese Ausstattungsunterschiede bei den Herstellungskosten gar nicht sonderlich viel ausmachten.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini