Dual CS 621: Was eine zufällige Reinigung alles bewirken kann... - Erlebnisschilderung

  • Der Forumstipp für Kontaktreinigungen dieser Art lautet Glasfaserradierer.

    Und ich kann von diesem Forumstipp nur ausdrücklich abraten. Die empfindliche Silberschicht wird damit an-/oder gar abgekratzt. Ich benutze stattdessen einen Radierstift, das ist ein Radiergummi in Bleistiftform. Damit wird es auch blitzeblank und die Silberschicht bleibt unbeschädigt.

  • Der Forumstipp für Kontaktreinigungen dieser Art lautet Glasfaserradierer.

    Und ich kann von diesem Forumstipp nur ausdrücklich abraten. Die empfindliche Silberschicht wird damit an-/oder gar abgekratzt. Ich benutze stattdessen einen Radierstift, das ist ein Radiergummi in Bleistiftform. Damit wird es auch blitzeblank und die Silberschicht bleibt unbeschädigt.

    Was zeigt sich eigentlich unter der Silberschicht?

    Als ich gestern, bevor ich selbst zu Werke ginge, mir das ansah, war es silbern, schwarz und rötlich.


    Siehe Bild, so in Ordnung? (nach meiner Reinigung entstanden, wie gesagt, der rötliche Bereich war auch schon vorher da.)

  • da leuchtet eben schon die Kupferschicht der Leiterbahn durch. Aus diesem Grund mag ich auch die Rumkratzerei mit dem Glasfaserstift nicht und benutze lieber ein Ohrenstäbchen mit ein bisschen Isopropanol. Aber jeder hat offensichtlich ein anderes Geheimrezept ;)

    Viele Grüße
    Alois



    Dual 721 mit Ortofon OM30, getrennten Massen, quarzgesteuertem Stroboskop, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Hitachi D-900, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • da leuchtet eben schon die Kupferschicht der Leiterbahn durch. Aus diesem Grund mag ich auch die Rumkratzerei mit dem Glasfaserstift nicht und benutze lieber ein Ohrenstäbchen mit ein bisschen Isopropanol. Aber jeder hat offensichtlich ein anderes Geheimrezept ;)

    Das war von meinem Vorgänger.

    Kann man irgendetwas tun, damit das Ding wieder besser leitfähiger wird?

  • Der spezifische Widerstand von Silber und Kupfer ist doch sehr nah beieinander. Wenn du jetzt berechnest, dass die Silberschicht einige µ ist und den Widerstand ausrechnest, der sich durch diese Dicke (die bei der Widerstandsformel die Länge ist) ergibt, wird das Ganze lächerlich.

    Also ob der Widerstand 2 Nano-Ohm oder 1,99999 Nano-Ohm ist, spielt doch keine Rolle. Der Generator hat das ca. 500 Ohm und ist damit um x Potenzen hochohmiger und da sollen 0,00001 Nano-Ohm, die in Reihe sind eine Rolle spielen?

    Viele Grüße
    Alois



    Dual 721 mit Ortofon OM30, getrennten Massen, quarzgesteuertem Stroboskop, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Hitachi D-900, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • Stimmt, und da alle mit diesem Stift herumrubbeln, scheint man da auch schon beim Kupfer angelangt zu sein?


    Kann ja sein.

  • Das Silber ist nur drauf weil Kupfer etwas schneller Oxydiert und es schöner ausschaut. Wenn das Silber weg ist hat man mit Kupfer den besseren Leiter. Aber das ist die gleiche Mähr wie mit vergoldeten Chinchbuchsen. Sieht nur Cool aus

  • Stimmt, und da alle mit diesem Stift herumrubbeln, scheint man da auch schon beim Kupfer angelangt zu sein?

    Erstens machen das nicht alle (siehe oben - die Erfahrungsberichte sprechen für sich) und zweitens ist es egal, ob Kupfer oder Silber, solange keine Oxyd-Schicht die Leitfähigkeit beeinträchtigt. Unterschiede sind kaum messbar und schon gar nicht hörbar. Wenn du pures Silber und auf das Rumrubbeln verzichten möchtest: da findet sich bestimmt was an aktuellen Drehern aus dem High-End-Lager. Mit so ollen Kisten wie deinem 621 sollte man sich daher gar nicht weiter beschäftigen.


    Mal ganz ehrlich, liebe namenlose Kreuzotter: Tipps kann man folgen oder man kann es sein lassen. Den Glasfaser-Radierer-Tipp habe ich hier durch's Forum bekommen und mir hat er viele wertvolle Dienste erwiesen. Andere machen andere Erfahrungen und wenn sie positiv sind, geben sie sie weiter - wie ich. Ich würde mich daher über konstruktive Kritik mehr freuen als über solche Formulierungen, die ich persönlich als Mäkelei empfinde. Vielleicht kannst du nachvollziehen, wie ich das meine?

    Liebe Grüße
    Thomas


    Dual CS 5000, CS 2235Q, CS 1219, CS 521, CS 505-2, HS 120, HS 38… es wird weniger!!! Dachte ich :rolleyes: . Neu dazugekommen: Thorens TD 280 MK III und Dual CS 455 in Grundig-Zarge

    Akai GX 620 D & GX 260 D, Dual TG 29, Revox A 77, Tandberg 9100X, Teac A-2300 SX, ASC 5004... und noch neu dazugekommen: eine Revox A77 (dieses Mal Viertelspur) und eine Sony TC-755 und ein Grundig TK 248... 8|

  • Hätte das gleich vollständig sagen sollen. Die Leitfähigkeit ist untergeordnet.

    Ist schon richtig, dass die Silberschicht über das Kupfer gelegt wird, weil Kupfer sehr schnell oxidiert. Ein zweiter Grund ist, dass die Kontaktmaterialien beider Kontaktpartner am besten identisch sind. Also bei Seiten versilbert. Die Stifte der Headshell aus Kupfer zu machen, wäre vermutlich wenig praktikabel. Leiterplatten zu versilbern, war damals schon eine übliche Technologie. Vergoldung gab es glaube ich auch schon (Revox Leiterplattenschalter), ist aber sicherlich auch eine Preisfrage. Bei Millionenstückzahlen zählt jeder Pfennig.

    Aber das ist die gleiche Mähr wie mit vergoldeten Chinchbuchsen.

    Nicht ganz - die Buchsen werden nicht nur vergoldet, weil es cooler aussieht oder besser leitet, sondern weil Gold weniger stark bis gar nicht oxidiert, so lange die Goldschicht noch drauf ist.

  • das kleine Musiksignal in einem typischen Dual Plattenspieler muss ca. 10 Übergänge durchlaufen vom System bis zu Eingangsbuchse am Verstärker. Und das mal 2, weil Signal + und Signal-.

    1.Pin von Tonabnehmer zum Steckschuh(Steckkontakt)

    2.Steckschuh zum Tk Käbelchen(crimp)

    3.TK Käbelchen zum TK Federkontakt (crimp)

    4.TK Federkontakt zur Kontaktplatte(Steckkontakt)

    5.Kontaktplatte zum Tonarmkabel(Lötverbindung)

    6.Tonarmkabel zum Kurzschliesser(Lötverbindung)

    7.Kurzschliesser zum Steckschuh(Steckkontakt)

    8.Steckschuh zum DIN Kabel(crimp)

    9.Kabel zum Pin DIN Stecker(Lötkontakt)

    10.Pin DIN Stecker zur Buchse von Verstärker(Steckkontakt)


    Das ergibt 4 Steckkontakte, 3 crimp Kontakte, und 3 Lötverbindungen. Die crimps sind, wenn sie gut gemacht wurden, etwa gleichwertig mit den Lötverbindungen. Also bleiben dann noch 4 Steckverbindungen wo sich Oxid zwischen den Metallen bilden kann. Und evtl. 2 crimps im TK wenn es sich um diese gezackte Ausführung handelt. Wohlgemerkt muss man diese Zahlen verdoppeln für Signal-. Und dann nochmal verdoppeln für den anderen Kanal. Das ergibt 40 Übergänge. Fällt nur einer aus, dann geht der Ärger los.

  • Ich hatte früher die Kontaktstellen mal (aus Verzweiflung wg. Wackelkontakten am 604er) mit Lötzinn nachbeschichtet, das muss allerdings sehr sorgsam mit kleinem Lötkolben (10W/Stiftspitze) erfolgen.

    Beim 604er habe ich diese Stelle nun mit einer Durchverkabelung entfernt.


    Mittlerweile reinige ich am 704er (Originalzustand) nur noch die Pins des TK und die Kontaktstellen am Plättchen mit Q-Tip und nem Tropfen Alkohol. Die Oxidbeläge gehen leicht und mit wenig Mechanik gut ab. Weniger ist ja oft mehr ;)

    " Läuft! " .... genaugenommen: " Dreht! " :S

  • ...das sind viele mögliche fehlerquellen bei den duals...reinigen aller kontakte ist da fast obligatorisch und sollte nicht dem zufall überlassen bleiben...wie auch immer man das anstellt.


    romme

    Einmal editiert, zuletzt von romme ()

  • heute hatte ich einen Ausfall vom rechten Kanal an einem 1229. Die Messung ergab einen Widerstand von ca. 30Ohm bei geöffnetem Kurzschliesser. Dabei fiel mir auf, daß sich der Widerstand änderte sobald sich die Kontaktzungen bewegten. Da musste sich etwas Metallstaub oder ähnliches in dem kleinen Spalt zwischen den Kontaktzungen festgesetzt haben. Da passt gerade mal ein Stück Papier dazwischen. Damit konnte ich den Dreck entfernen. Zum Glück war es kein gequetschtes Tonarmkabel.

  • Stimmt, und da alle mit diesem Stift herumrubbeln, scheint man da auch schon beim Kupfer angelangt zu sein?

    Erstens machen das nicht alle (siehe oben - die Erfahrungsberichte sprechen für sich) und zweitens ist es egal, ob Kupfer oder Silber, solange keine Oxyd-Schicht die Leitfähigkeit beeinträchtigt. Unterschiede sind kaum messbar und schon gar nicht hörbar. Wenn du pures Silber und auf das Rumrubbeln verzichten möchtest: da findet sich bestimmt was an aktuellen Drehern aus dem High-End-Lager. Mit so ollen Kisten wie deinem 621 sollte man sich daher gar nicht weiter beschäftigen.


    Mal ganz ehrlich, liebe namenlose Kreuzotter: Tipps kann man folgen oder man kann es sein lassen. Den Glasfaser-Radierer-Tipp habe ich hier durch's Forum bekommen und mir hat er viele wertvolle Dienste erwiesen. Andere machen andere Erfahrungen und wenn sie positiv sind, geben sie sie weiter - wie ich. Ich würde mich daher über konstruktive Kritik mehr freuen als über solche Formulierungen, die ich persönlich als Mäkelei empfinde. Vielleicht kannst du nachvollziehen, wie ich das meine?

    Wie soll ich denn Tipps folgen, wenn die einen sagen, tue dies und die anderen sagen, tue dies nicht, das ist nicht gut? Ich frage lediglich in die Runde. Wenn Du Dich dadurch persönlich angegriffen fühlst, dann tut es mir leid.

  • Ist doch alles kein Problem, es wird doch jeder nach seiner Fasson glücklich :saint:

    " Läuft! " .... genaugenommen: " Dreht! " :S

    Einmal editiert, zuletzt von 80zigerRock ()

  • Ich habe noch nichts dazu geschrieben =O:!:


    These-Antithese-Synthese.....


    Man versuche es erst mit Q-Tips und Teslanol. So habe ich es gemacht. Das hat nichts gebracht. Dann mit einem Glasfaser-Radierer: das hat es gebracht. Es hängt halt von dem Grad der Oxydation ab. Und die schönste Silberbeschichtung nutzt nichts, wenn sie komplett oxydiert ist und sich nur noch mit abrasiven Mitteln entfernen lässt. :)


    Munter!


    Axel (der mal wirklich intensivst mit dem Glasfaserstift auf dem Kontaktplättchen hantiert hat, um dann festzustellen, dass die Verkablelung des TK einfach schxxxe war 8o )

    audio ergo sum


    (Geräteliste im Profil)

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