Beiträge von 80zigerRock

    Als Stufenzargenfetischist kann ich mich immer nur wiederholen: in Bild #29 dominiert der wunderschöne 721 in dieser sexy knappen Konsole. In den massiven, tw. höheren Gehäusen empfinde ich ihn erscheinungsmässig als "versteckt" bzw. "gefangen". Aber das ist Geschmacksache, da muss jeder auf seine Art glücklich werden.


    Ich bin superfroh die etwas seltenere schwarze Stufenzarge bis heute unter meinem 604er zu haben. Alleine weil "er so war" - H-Kennzeichen gibts nur im Original ;)

    Sowas hatte ich auch schon mal, bewege den Tomarm evtl. weiter nach innen (Richtung Achse) zum wiegen, dann passt es. Bei mir hing die Bewegungsmechanik noch etwas (Tonarm zu weit aussen bei Wägung) was den Meßwert verfälschte. Wobei du schreibst ja, alles sei frei beweglich - komisch (?).


    Gruss markus

    Ja - zB unter dem Resonator ein Stück (so ca. 3x10mm) weichen Moosgumi, weichen Filz o.ä. einpassen, so das der Kerl mittig sitzt und noch etwas weich liegt.


    Habe nie eine Meldung gehört, dass sich das klangmässig nachteilig auswirkt.


    Vor allem "siehst" du das ja dann nicht mehr, da hinten :saint:

    Im Zweifelfall könnte wirklich Schrumpfschlauch bei Spiel helfen, der passt sich zumindest sehr präzise an die Achse bzw. den Aufnahmedorn an.


    Ich glaube ich höre das nicht, was ihr da diskutiert. Oder kann man es nur "messen"?

    Mensch das ist mir in 40 Jahren Plattenspielerkarriere noch gar nicht im Ansatz aufgefallen. Klar, die eine Scheibe sitzt fester, manche hängen schon ein wenig, beim Abnehmen, die anderen lockerer, "fallen" praktisch rein ins Loch - aber (+/-) sauber zentriert sind die m.E. immer.

    Vielleicht hat der 604er die ultimativ universelle Aufnahmeachse :saint:


    Höhenschläge sind tw. schon Probleme, kann man nur durch perfides Lagern, senkrecht, im Stapel, möglichst kühl, vorbeugen. Ok, manche kommen schon wellig aus dem Laden oder Versand.


    Ich glaube heute abend muss ich mal ein paar Auswahlscheiben zelebrieren, jetzt wo es wieder etwas kühler und entspannter ist ;)

    Wenn es zunächst um technische Perfektion, als Basis für weitere Optimierung geht, würde ich auch einen 704 oder 721 nehmen, alleine um volle Flexibilität mit Tonabnehmern zu haben. Dann kommt die Komponentenoptimierung zusammen mit der Raumakustik.


    Du sagtest, bereits mit dem Klang existenter Spieler, Komponenten sehr zufrieden zu sein, dann würde ich mich eher auf die Musik konzentrieren. Die Unterschiede der LPs erstaunen mich immer wieder, nur wenige klingen auch wirklich gut. Dennoch gibt es auch gute Musik, wo der Tonträger bzw. die Produktion schlecht ist/war.


    Das Problem kann auch ein "immer besser werden" sein, es geht immer besser! Ein realistisches Optimum ist meine Philosophie, ich habe dies für mich erreicht, sogar mit einem mittelklassischen 604er. Mein Quantsprung waren eher die Speaker vor einigen Jahren und eine Renovierung des Spielers (insbesondere Kabel).


    Eigene Stimmung und Tagesform, spielt auch eine Rolle, wie Klang empfunden wird. Es gbt Top Scheiben, musikalisch und klanglich, die manchmal gar nicht gehen.


    Ich denke, gerade bei den Tonabnehmern kann man viel optimieren, das sehe ich für mich auch noch Potential. Und auch das ist sehr subjektiv, was der eine liebt, findet der andere lausig.


    Ich denke, es ist ganz wichtig immer mal so viel Ruhe zu haben um die Musik zu geniessen, dann kann man auch mE beurteilen, ob noch etwas "klanglich" fehlen könnte (also Hardware).


    Der Trieb "immer besser", "noch besser" ist gefährlich, wenn die Objektivität fehlt, irgendwann kann man gar nicht mehr geniessen, da es ja immer noch besser gehen könnte.


    Natürlich kann man sehr viele Geräte haben, diese technisch fitmachen/-halten und dann eben vergleichen. Das halte ich für sehr reizvoll. Allerdings braucht man dann einen geeigenten Raum, der ruhig ist und mit geeignetem Schaltequipment ausgestattet ist. Nur direktes Umschalten ermöglicht den wirklichen Vergleich. Dazu braucht man auch einige Scheiben doppelt, in exakt gleicher Qualität/Pressung.


    Viel Erfolg beim Optimieren - Gruss Markus

    Die Kontakte des Headshells zum Tonarm sind auch gerne zumindest angelaufen bzw. geschädigt. Das macht u.U, Kanalausfälle und Brummen. Da erstmal vorsichtig das alte Silberlot mit Ohrenstäbchen o.Ä. freiputzen, da gibt es hier auch Anleitungen mit Radierern und auch Besteckputzmitteln.


    Ich liebe meinen 604 (seit über 40 Jahren) :love:

    Die Kontakte am Headshell haben ne satte Oxidschicht. Mit nem Minitropfen Besteck/Silberreiniger auf nem Wattestäbchen kann man das vorsichtig unter Sichtkontrolle wegpolieren. Mit einem Zipfelchen von einem Besteckpolierlappen (sind irgendwie vorimprägniert) über nen Zahnstocher gespannt ist das ebenso möglich. Wenn wieder silbriger Glanz da ist, alles nochmals mit etwas Ispropylalkohol auf nem Wattestäbchen nach-/sauber wischen. Die Wirkstoffe der Silberbesteckreiniger reduzieren die Oxide zurück zum (leitfähigen) Metall. Ebenso die Kontaktstiftenden reinigen und entoxidieren. Leider muss man das einige Male im Jahr machen, um wirksam Kontaktprobleme vorzubeugen. Hab deshalb bei mir die Kontaktplatte rausgeworfen und den TA direkt mit mini Kontaktschuhen zum Tonarm hin verkabelt. Seitdem hat sichs ausgebrummt 8o

    Ja Gerhard - und zudem ist ja alles Geschmacksache. Wenn man ne feine Zarge baut, mit edlem Furnier kann das schon reizvoll sein. Keine Frage! Manche mögen die Zargen auch gegen Trittschall massiver auslegen. Jeder nach seinem Geschmack.
    Ich find den alten 604er halt heute noch sexy :love: - den kenn ich sogar noch länger als mein Weib :thumbsup: #
    Mhh - deine Bonnie scheint auch so ein Herzstück zu sein :D


    Alles Gut schönen Feiertag


    PS: hab gerade meine Hollywood Vampires Doppel LP per Post bekommen, wird gerade ausgepackt und der Receiver glüht schon vor, es gibt eiskalten sauergespritzten Apfelwein dazu - Hessen halt :saint:

    Ich betone bei diesem Thema immer gerne (mit zugegebener Impertinenz :whistling: ), daß meine Originale, schwarze Wannenzarge des CS 604 mE nen ausgeprochen schlanken Fuss macht :thumbsup: . Ich finde, jeder Dual gehört möglichst in seine Originalzarge, um den H-Status zu erhalten und zu betonen. Gerade die schlanke, wenig auftragende Wanne lässt den 604 noch heute sehr elegant erscheinen. Kann sich mE mit allen heutigen Designs noch messen.


    Die hochmodernen Projects etc. gehen gar nicht, das ist wie ne Yamaha SR500 im Vergleich mit ner Kawa Ninja. Letztere waren bei uns "Joghurt Becher", erstere Kult.


    Machen wir uns nichts vor, wesentlich ist, dass alles intakt ist und gut klingt. Zumindest mir gehts so 8o

    Bei meinem 604 war seit 1987 noch gar nichts wirklich defekt, wie schon in anderen Freds gesagt. Und er wurde viel benutzt! Die Knallfrösche und Kondensatoren habe ich dennoch auf Empfehlung von hier getauscht. Danke dafür, das braucht keiner, wenn die Rauchbombe hochgeht. Das leicht zu hörende, hell klingende, Einschaltknacksen hatte ich schon sehr früh, ohne weitere Konsequenzen. Zum Glück! Meine ewige Baustelle war der Kontakt zum Headshell, wo oft ein Kanalausfall oder ein einseitiges Brummen den Spaß begrenzte. Nach etwas minimalsten gefühlvollem seitlichen hin/her Bewegen des Headshells war das dann wieder ne Weile ok. Letztendlich habe ich dann vor kurzem die Tonarmkabelschüchen direkt an den TA gesteckt und die leidigen Stifte und die Kontaktplatte entfernt. Neben sporadischem Stroboflackern läuft er wie immer - perfekt. Der 604 war für mich 1978 gerade eben so bezahlbar und heute ist er ein echter Glücksfall mit hervorragendem Klang. Mich schüttelt dieses Project Zeugs vom Anblick her, der 604 kommt mir dagegen wie ein wertvoller Oldtimer vor, der noch heute (m.E.) richtig schick und nicht "alt" wirkt. Bin sehr dankbar, die Zeit hier zum Schwärmen und nicht zum Reparieren nutzen zu können. Die Kondensatoren wechseln schaffte ich mit einigem Schweiss, mehr traue ich mich nicht! Bin fasziniert von den Fähigkeiten vieler hier und den Komplettsanierungen der alten Schätze. Wenn ich heute einen Plattenspieler kaufen müsste, würde ich mit Sicherheit einen alten gebrauchten, sauber gewarteten Dual laufen. Am besten von euch netten Leuten hier.


    Wenn mir aber mal ein alter Dual günstig in die Hände fällt, werde ich mich auch dran versuchen, ihn komplett fit zu machen. Alte Duals sind Welterbe :saint: und stehen unter Schutz :thumbsup:

    Hab an meinem 604 das DL110 ("Hart" aufgehängte Nadel) laufen. Ein Vergleich mit freiem und blockiertem Antiresonator ist nicht hörbar. Das kann zeigen, dass auch deutlich härtere TAs gut laufen, obwohl die Originalsysteme sehr viel weicher waren. Demnach ist diese Thematik (für mich zumindest) nicht so eindeutig, wie oft theoretisch diskutiert. Für mich zählt da nur der Klang bzw. mein pers. Klangempfinden.


    Bin da aber auch nicht so der Theoretiker und Physiker ^^

    Hallo - kann es sein, dass gemäß dem unteren Bild in Beitrag 9 der TA nicht exakt vertikal sitzt? Sieht aus, als ob der Headshell leicht verdreht ist.....Oder nur ein optischer Effekt?


    Ansonsten Chic - Gruss Markus

    Hochwertiges, sehr fein gekörntes Nass-Schleifpapier bekommst du im Fachhandel für Lackierarbeiten, sowohl vor-Ort (Branchenbuch) oder im Netz in entspr. Shops.


    Es stimmt schon, man müsste sich zu immer feineren Körnungen vorarbeiten und letztendlich polieren. Dann wäre die Haube wie neu.


    Ich (pers.) finde den einfach per Hand polierten (s.oben) Ansatz am besten, weil eben eine gepflegte "used"-Optik entsteht. Die Fläche ist im Gesamten dann schön transparent, die tieferen Kratzer bleiben beim genauen Hinsehen erkennbar. Würdevoll gealtert sozusagen :D

    Habe sogar mit einfacher Autopolitur (für mittelalte Lacke) und ollen T-Shirts und Muskelkraft meine Haube deutlich aufgewertet.


    Alkohole sind wohl schlecht für Plexi? Zum Glück habe ich nur kurz mit Isoprop abgewischt, bovor ich poliert habe.


    Frohes polieren allerseits :thumbsup:

    Ich war erstaunt, wie gut man die Kratzer rauspolieren kann. Ok - gibt nen lahmen Arm, wenn man 15 min poliert. Ich könnte noch weiter polieren, habe mir aber tatsächlich gedacht, gut ist. Es reichte mir, ihn nur aufzuhübchen, um eben noch die alte Patina zumindest etwas beizubehalten. Win-Win :thumbsup:


    Die Zarge unseres eingeheirateteten 502ers konnte ich auch reinigen, die war von der damals jungen Gattin mit den üblichen Stickern, Aufklebern der 70-80er Jahre beklebt worden. Das war mittlerweile knallhart verpappt. Mit viel Anlösen und verschiedenen Lösemitteln (Wasser/Seife, Isoprop, Zippo Benzin) und gefühlvollem Abschaben mit ner alten Kreditkarte konnte ich auch den wie neu hinbekommen. Am Ende habe ich den Zargenrahmen mit einigen Tropfen Omega3-Salatöl (viel Leinöl drin) wirklich "glänzend" hinbekommen. Ich gehe mal davon aus, das das ja Kunststoffurnier ist - oder?