Beiträge von tubesaurus

    Es ist aber sinnlos, einen Verstärker mit 0,0001% Klirrfaktor zu bauen, (…)

    Dazu machen seriöse Hersteller konkrete Angaben, bei welcher Ausgangsspannung & Last diese Werte gelten. (z.B. Post #35)

    Ich denke, hier sind wir uns alle einig – bis auf einen, der sich unbeirrt auf sein Oszilloskop beschränkt und dies hier propagiert.

    LG

    Agnes

    ich bin ja auch Bastler und kein Hersteller, der seine Verstärker möglichst gut darstellen will, weil die Ahnungslosen glauben, daß der Klang besser wird wenn der Klirrfaktor kleiner ist. ;)

    eqkit OTL-1


    hier, ein Lernbausatz, der die Problematik der Ruhestromeinstellung behandelt.

    Habe so einen ähnlichen Bausatz 2018 mal bestellt, der jetzt nicht mehr angeboten wird, die Schaltung ist identisch.

    Wenn man da einen Oszi anschliesst, und ein Sinus Signal einspeisst, kann man sehr schön die Übernahmeverzerrungen beobachten, und sieht wie sie verschwinden, wenn der Ruhestrom erhöht wird.

    Ich kann da jedenfalls keinen klanglichen Unterschied feststellen sobald der Sinus sauber aussieht, wenn man dann den Ruhestrom weiter erhöht, ändert sich der Klang in meinen Ohren nicht mehr.

    Das meinte ich in meinem ersten Beitrag, warum soll man dann den Ruhestrom unnötig auf einen höheren Wert einstellen, wenn man am Oszi keinen Unterschied sehen kann, und auch keinen Unterschied hören kann. Bei einer "grossen" komplementär Endstufe funktioniert es doch genau so.

    Mit einem Spektrum Analyzer kann man den Klirrfaktor messen, der wird natürlich weniger werden bei einem höheren Ruhestrom.

    Aber, was bringt mir jetzt ein kleinerer Klirrfaktor, der für mich nicht hörbar ist? Ich kann z.B. den Unterschied von 0.2% und 0.02% nicht hören. Da gibt es Komponenten in meiner Anlage, die einen viel höheren Klirrfaktor haben, gerade bei der Schallplattenwiedergabe.

    Ergo stelle ich meine Endstufe so ein, daß wenig Wärme im Leerlauf anfällt. Und so ein Klasse AB Verstärker auf Sparflamme klingt in meinen Ohren immer noch besser als wie ein Klasse D Verstärker. Ein Klasse D Verstärker hat jedoch den besten Wirkungsgrad, das muss man ihm lassen.

    Ja, ich benutze gerne "Querstabilisatoren" , aber nicht in Endstufen, weil da zuviel Leistung verbraten würde. Nur in Vorverstärkern, insbesondere Phono Vorverstärkern, kommt bei mir so ein Parallelregler zum Einsatz, hier fliessen nur ein paar milli Ampere, und die Gesamtstromaufnahme liegt immer unter 5 Watt, meist benutze ich einen 2.5VA Printtrafo für Phonoteile.

    Man muss den Strom vernünftig einstellen, damit nicht zuviel Leistung in dem Parallelregler verbraten wird. Daher benutze ich immer eine einstellbare Stromquelle vor dem Parallelregler, welche folgende Vorteile hat: der Strom ist einfach einstellbar, und eine Stromquelle isoliert sehr gut gegen Wechselstromanteile in der gleichgerichteten Spannung.

    Das funktioniert so gut, daß ich keinen Grund sehe, von meinem Parallelregler abzuweichen. Ich habe mir schon sehr viele Stromversorgungen von kommerziellen Vorverstärkern angeschaut. Viele benutzen nur Festspannungsregler, was ja auch vernüftig ist und gut funktioniert. Manche schalten noch einen Kapazitätsvervielfacher bestehend aus einem Transistor , einem Widerstand und einem Elko, vor das Phonoteil, was auch eine gute und einfache Lösung ist um dem Brumm endgültig den Garaus zu machen. Aber mein Spleen ist eben der sinnvoll eingesetzte Parallelregler.

    wenn die Schaltung so toll funktioniert, kann man sich ja ab jetzt den ganzen Aufwand mit Vorspannungserzeugung und Temperaturkompensation sparen. Und da ja kein Ruhestrom fliesst, erreicht dieser klasse B Verstärker einen hohen Wirkungsgrad, und ist damit sehr umweltfreundlich.

    Vielleicht reden wir nur aneinander vorbei.

    das befürchte ich. Deine Skizze ist ein komplementärer Emitterfolger in B Betrieb. Hier ist jeweils nur 1 Transistor leitend. Das gilt aber nur für Frequenzen die kleiner sind als die Transitfrequenz der verwendeten Transistoren, bei einer höheren Frequenz kann es passieren, daß beide Transistoren gleichzeitig leitend sind, was zur Zerstörung derselben führen kann, da ein Transistor eine gewisse Zeit braucht um vom leitenden Zustand in den nichtleitenden Zustand überzugehen, siehe Tietze Schenk Halbleiter-Schaltungstechnik.Ausgabe 1980. Bei dem Ausgangssignal sollten die Übernahmeverzerrungen sichtbar sein, soviel Strom kann der OP nicht liefern um diese vollständig auszubügeln- was er aber versucht wegen der Gegenkopplung.

    Während meiner Ausbildung zum Elektroniker baute ich einen ähnlichen Verstärker mit einem OP, der komplementäre Transistoren ( BD139/BD140) treibt, allerdings habe ich den Transistoren eine Vorspannungserzeugung mit Temperturkompensation spendiert, damit die Endstufe im AB Betrieb läuft, zur Vermeidung der Übernahmeverzerrungen.

    Die Schaltung habe ich auf Lochraster aufgebaut, diese läuft heute noch, irgentwo muss ich noch die Skizze haben. Diesen Verstärker hab ich als Kopfhörer Verstärker und als Vorstufe benutzt, was gar nicht so übel geklungen hat.So eine Schaltung kann man für wenige Euro Bauteilekosten bauen, das wäre doch mal ein sinnvolles Bastelprojekt.

    es besteht ja auch die Möglichkeit, dass nur durch die Treiber erstmal ein Ruhestrom fliesst, der so klein ist, dass an dem 0.22 ohm sehr wenig Spannung abfällt, kaum messbar!!

    klar hab ich es schon mal ausprobiert, ich würde grundsätzlich nichts empfehlen was ich selber nicht ausprobiert habe. Ich denke bei einem zu hohen Ruhestrom auch an die Umwelt. Zu viel Ruhestrom bedeutet einen höheren Stromverbrauch

    eine gute Methode zur Einstellung eines unbekannten Ruhestroms wird mit sinus Genearator und Ozsi durchgeführt, indem man den Strom nur soweit erhöht, bis die Übernahmeverzerrungen nicht mehr sichtbar, und damit auch nicht mehr hörbar sind.

    das W305 chassis hat in der Tat eine seltene TA Eingangsbeschaltung, da sehe ich ein Widerstandsnetzwerk , was man mal berechnen sollte,

    eine nette Aufgabe wäre das.


    ich habe da 297k raus bekommen, ohne die Anzapfungen des Lautstärkereglers zu berücksichtigen

    Platten Spieler Dual Moving Magnet Stereo


    habe dieses vermutlich billigste MM System bestellt und auf den P80 montiert.

    Für ca. 8e klingt es wirklich nicht schlecht!

    Aber, es verhält sich wie ein Brumm Sensor, es ist deutliches Brummen hörbar, von dem Netztrafo, und ein wenig von dem 1234 Motor, im Gegensatz zu dem DMS200 und dem Shure M75, welche diese Eigenschaft nicht teilen.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, daß dieses System auf anderen Drehern ganz gut funktioniert.

    Es tastet wirklich sehr sauber ab.

    hi Martin, bei einem Magnet System liegt man mit 50k sicher nicht falsch. Bei einem Röhrenradio mit einem 1.3M Eingangspoti kann man eine 100k Ausgangsimpedanz realisieren. Wenn in Deinem Fall der Wert 220k beträgt, dann wäre es besser auf ca. 47k Ausgangsimpedanz zu gehen, ansonsten fällt zu viel Spannung an der Selben ab, d. h. es kommt nicht genug Signal Spannung am Röhrenradio an, zu tief würde ich aber nicht gehen, weil daß auf Kosten der Batterie geht. Es kann auch nicht schaden die Eingangsimpedanz auf 100k zu erhöhen. Die Eingangs und Ausgangsimpedanzen verhalten sich wie ohmsche Spannungsteiler, zumindest im hörbaren Frequenzbereich.


    P.S. was ist das für ein Röhrenradio?

    der P55 hat einen ovalen Breitbandlautsprecher, der klingt ziemlich gut für seine Grösse würd ich sagen, und hat einen guten Wirkungsgrad, mit 6 Watt Musikleistung spielt der relativ laut. Der P55 kann schon eine integrierte Endstufe haben, also auf die jüngeren P55 trifft das zu. Mag sein daß diese Version zuverlässiger ist wie die ältere Version mit den Einzeltransistoren.

    wenn man es schaffen würde, daß das Teil so klingt wie im Neuzustand, dann wär es gar nicht übel. Und hifi sagt gar nichts darüber aus wiviel Spass so ein Gerät mit der richtigen Musik machen kann. Oder damit Musik zu entdecken die ungefähr aus der gleichen Zeit ist wie die HS32

    Hi Martin, mit der app " transistoramp " kannst Du die Werte selbst bestimmen und verändern, eine höhere Verstärkung zu erreichen ist möglich.

    Man kann aber auch versuchen einen Elko ca. 220µ parallel zu dem Kollektor Widerstand einzulöten, dadurch steigt die Verstärkung.

    transistoramp 1.1


    Einen Elko parralel zu dem Kollektor Widerstand zu verwenden ist eine gute Sache und verbessert die Stabilität der Schaltung.


    Ob jetzt 9V ausreicht weiss ich jetzt nicht, es könnte sein, daß der Verstärker in die Begrenzung kommt, falls das Ausgangssignal gross wird, was sich dann in Verzerrungen äussert. Dann könnte man 2 x 9V verwenden.


    Für anspruchsvollere Verstärkung würde ich zu einem OP raten, z.B- NE5534, damit kann man locker 35fache Verstärkung verzerrungsfrei machen. Mit 2 neun Volt Batterien lässt sich einfach eine symetrische Versorgungsspannung realisieren. Im Prinzip braucht die Schaltung nur einen OP, und 2 Widerstände, mit denen die Verstärkung eingestellt wird über die Gegenkopplung, weiter oben hatte ich einen link eingestellt, wo man so eine kleine Platine , allerdings für einen 2-Kanal OP, bestellen kann.


    Mit Freischwinger Systemen kenne ich mich nicht gut aus, daher kann ich dazu nicht viel sagen, wie viel Ausgangsspannung diese normaler Weise liefern.



    Gruss Armin

    so, habe dem zweiten umgebauten P80 eine Kaltgeräte Buchse eingebaut.

    Zur Info, auch für mich selber zum späteren nachschauen was ich da gemacht habe:

    An der selbstgebauten MM pre Schaltung mit den 2 OP`s habe ich bei dem 2. OP die Verstärkung auf ca. 35 fach eingestellt,

    ein 68Ohm Widerstand parallel zu dem vorhandenen 430Ohm in der Gegenkopplung. (Ich hatte auch eine 70 fache Verstärkung probiert, was aber auch die Verzerrungen erhöhte).

    Mit dem Ergebnis bin ich jetzt sehr zufrieden, Brumm ist nicht hörbar, nur ein leises Rauschen ist vorhanden wenn der Lautstärkeregler auf ca. 12 Uhr steht.

    Den gleichen 68Ohm Widerstand habe ich auch in dem mono MM Pre für Röhrenradios verwendet.

    Wenn jemand ernsthaft daran interressiert ist, ich habe noch ein paar Reste hier liegen zum Bau von weiteren mono MM Pres.


    P.S. der Signal Pegel Unterschied zwischen einer LP und einer single ist meistens erstaunlich hoch.

    Es gibt singles , die extrem laut sind. Für solche Fälle bräuchte ich eigentlich einen Abschwächer.


    Gruss Armin

    Hi! Ich kann mir gut vorstellen, daß man bei dem P90 einen MM riaa Vorverstärker mit etwas mehr Verstärkung gut gebrauchen kann, weil es sonst leiser ist bei gleicher Stellung des Lautstärkereglers als wie bei dem originalen CDS660 System.

    Der P80 , den ich schon mehrfach mit MM System umgebaut habe, benutzt ja auch den 1234, der ist ziemlich gut, und läuft auch mit MM System einwandfrei. Den habe ich mit einem MM pre umgebaut, welcher 2 OP`s hat, dem dem 2. OP kann man da die Verstärkung anheben.

    Da fällt mir noch etwas ein, was man villeicht probieren könnte.

    Um mehr Signal Pegel zu bekommen, gibt es eine Dual Schaltung mit einem Transistor, wie sie in Geräten verwendet wurde, die ein CDS700 haben, dieses ist ja bekanntlich leiser als ein CDS660, und um den Pegel anzugleichen, brauchte man einen 1 stufigen Transistorverstärker.

    So etwa, wie in dem HS42 enthalten ist:

    da ich von meinem ersten P80 MM Umbau stark begeistert bin, hab ich jetzt einen zweiten P80 umgebaut, nach der Methode der Unterbringung von dem mono riaa pre in dem Kunsttoffgehäuse.

    Beim ersten Problelauf war ein deutlicher 50Hz Brumm zu hören, obwohl ich alles gut mit Alufolie geschirmt habe.

    Die Ursache des Brumms war die geänderte Signalkabel Lage bedingt durch den Umbau, diese lag jetzt genau unter dem Motor, und wenn der Motor lief, brummte es deutlich aus dem Lautsprecher.

    Dann habe ich das Signalkabel ( also jenes welches am Kurzschliesser angeschlossen ist) anders verlegt mit möglichst grossem Abstand zum Motor, und damit war das Problem gelöst.


    Der Vorteil dieser zweiten Umbau- Methode ist: man braucht kein Gehäuse für den riaa pre, und es gibt keine Konflikt-Möglichkeit mit dem Chassis. Und ich konnte die Signalkabel direkt auf der Platine anlöten, und so brauchte ich keine cinch Stecker.


    Der Nachteil ist: das Netzkabel kann nicht mehr in dem Kunststoffgehäuse verstaut werden, und man muss das Netzkabel an einer anderen Stelle durch das Gehäuse durchführen. Eine Idee dazu wäre, hinten eine Kaltgerätebuchse einzubauen.


    Als nächstes könnte ich einen riaa pre mit hohem Ausgangspegel für Röhrenradios bauen, da ich jetzt noch einen mono riaa pre da liegen habe. Update: wowhh jetzt mit vollem sound am Röhrenradio, es funktioniert wie gedacht. Habe eine DIN Buchse auf mono verschaltet, und 2 cinch Buchsen parallel.