Beiträge von awi

    Also ich brauche die Automatik! Auf dem Sofa penne ich gerne mal beim Hören ein und werde dann:

    1. von der Automatik geweckt (Garrard hat eine patentierte Weckautomatik-Geräuschbelästigung eingebaut), oder

    2. die flüsterleise Mechanik der Dual stört den Schönheitsschlaf nicht und legt den Tonarm für mich sicher ab.

    Beim Micro kann ich mich nicht völlig entspannen, weil ich am Ende der Plattenseite ständig auf dem Sprung sein muss.


    Zum 601: Der steht jetzt seit fast zwei Jahren zur Revision im Keller. Mich stören die Plastikschalter und der etwas klobige typische Dual-Kopf. Da finde ich den Tonarm und Teller des 1249 deutlich eleganter.


    Munter!


    Axel

    Moin "dubdane"


    ich glaube, die Nadel an Deinem Shure ist einfach Sch***e und Du hörst jetzt zum ersten Mal, wie ein normales System mit guter Nadel klingt.


    ich hatte das MC-9 bislang am Technics, eine Zeitlang an einem 1218 und am Micro Seiki. Alles keine leichten Arme. Es braucht 1,5 Pond und eher einen mittelschweren Arm.

    Wenn er mit Deinem Dual harmoniert, ist doch alles gut. Wenn Du es zu moderatem Preis kaufen kannst, prima! Ich habe zuvor jahrelang das MC-7 gehabt, bis es auslief. Da besteht in meinen Ohren kein wesentlicher Klangunterschied. Mehr habe ich nie gebraucht, um glücklich zu sein.


    Das MC-9 ließe sich nach einigen Jahren dann durch ein Retipping sogar noch mit einer scharfen Nadel aufwerten. Wenn es denn dann noch so gut klingt, wie man es gewohnt sein will.


    Ich gebe zu bedenken, dass ich kein Hobby-Vergleicher sondern Musikhörer bin.


    Axel

    Ach, und ich habe mich deshalb zurückgehalten...


    Didis Beurteilung des MC9 kann ich teilen. Jahrzehnte mein Lieblingssystem und noch immer retipped an einem Micro Seiki mein Favorit in der Vintage-Reihe.


    Wenn ich Dir ein aktuelles empfehlen darf, das ich sorgfältigst ausgesucht habe: das AT-F7.


    Es war damals für rund 200 Euro zu bekommen und klingt im Prinzip so wie das MC9. Nur bekommt man es halt neu und kann es tauschen, wenn die Nadel hin ist. Das arbeitet allerdings an einem Technics SL-1710 MK2. Aber so viel schlechter ist der Dual auch nicht. (8o).

    Die Modelle sollten vergleichbar sein.


    Zur Info: Ich habe jahrzehntelang nur Yamaha MCs gehört und bin dann über einen alten 1218 zu den alten MM-Systemen gekommen. In meinem Profil befinden sich TA und Beurteilungen im Detail. Nebenbei: mit dem M20 E kann ich auch nicht sooo viel anfangen.


    Munter!


    Axel

    Das ist ganz klar Abnutzung vom Mitteldorn. Durch das ständige Auflegen von Scheiben wird auch Stahl mal dünner. Ich habe immer Austauschdorne parat, mein Technics hat schon drei verschlissen.

    Ab 6,85 mm tausche ich die konsequent aus.


    Munter!


    Axel

    „Im Jahr 1978 erschien der (Yamaha) YP-D71 als kleiner Bruder des teuren YP-D8, obschon er diesem in kaum einer Eigenschaft irgendwie nachstand. Ein manueller Plattenspieler mit optoelektronischer Endabschaltung, wobei der Lift hochgefahren wird und der Plattenteller stehen bleibt – jedoch ohne Tonarmrückführung. Das ganze in einem soliden, echtholzfurnierten Holzgehäuse – das musste viele Fans begeistern. Wenn ich mir heute solche Plattenspieler anschaue, kann ich überhaupt nicht verstehen, weshalb sich 1978 noch jemand einen Dual CS-721 gekauft hat. Stellt man die beiden nebeneinander, sieht man, was ich meine…

    Bei einer Recherche bin ich auf diesen Satz eine bekannten HiFi-Händlers und Reparatur Betiebes gestoßen, der es auf den Punkt bringt, was ich meine.

    Und wenn ich

    Mir dann die biederen Racks mit den Knöpfchenfriehöfen dazwischen anschaue, kommt die Erinnerung an damals wieder.

    Der SL 1710MK2 wurde, soviel ich weiß, bis 1981 produziert. Der CS 741Q kam 82 raus? Da ist wohl nicht soviel Zeit vergangen.;) Klar, war der Technics ein Komplettgerät. Aber der TA ließ sich ganz problemlos über das SME-Headshell tauschen. Ein 721 als Zeitgenosse würde mir heute noch am ehesten als Altgerät unter den Direkttrieblern von Dual gefallen. Damals, wie geschrieben, hatte ich die gar nicht auf dem Schirm. Ich möchte ihn aber auch nicht mit dem Technics vergleichen. Mir erscheint der Technics heute noch deutlich solider und wertiger.

    Mit Verlaub, ein Riesenaufwand und doch keine besseren Werte als ein Direktläufer. Dafür jede Menge Baustellen, wenn sie ins Alter kommen. Der war nicht besser, nur komplizierter.


    Teuer, kompliziert und in der Produktion sehr aufwändig - obwohl der 750 eher zu preiswert war. Nicht zuletzt ist er heute der Problembär unter den Dual-Plattenspielern. Jeder japanische Direktläufer ist da zuverlässiger und konnte preiswerter hergestellt werden. Mein Oldie hat eine zuverlässige und nicht bruchgefährdete Tonarmhöhenverstellung, einen extrem guten Tonarm, Subchassis, Standard-Headshell ohne lästige Kontaktprobleme, motorischen Tonarmtransport und Lift, elektromagnetische Bremse (während ein Dual-Direktläufer mit der Hand abgebremst werden muss) etc. Den Antrieb gibt es in den verschiedensten Technics-Drehern, auch im 1210. Der Vollautomat 1600 hat schon optoelektronisch die Plattengröße abgetastet, da war der 750 noch nicht auf dem Markt.


    Ich will den meinen nicht in den Himmel loben, sondern zeigen, dass die Japaner damals extrem gut gebaut und auch sehr gut gerechnet haben. Dual hat sich in der Technik eher verzettelt.


    Kurz und gut. Dual ist in Schönheit gestorben. Overingeneering wird selten geschätzt.


    Axel

    @ Passat


    Mag sein, aber die waren keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten der 80er Jahre. Kam alles später. Und da war der Zug schon abgefahren.


    Ich rede jetzt von Dual und seinem Scheitern aus der Sicht eines jungen Käufers, als Dual noch Dual war. Ich hatte die schon zu Hochzeiten des Plattenspielers als junger Mann nicht mehr auf dem Schirm.


    In den 90er Jahren waren Plattenspieler bereits eine Nische.

    Und was die CS 750er und "Golden/Silver Soundso" angeht: Ich denke, das war auch ein Image- und eine Preis-Problem. Die waren richtig teuer. Die leistete sich kaum ein HiFi-Freund, weil es dafür Besseres gab. Abgesehen davon, dass die güldenen Modelle wieder den pensionierten Studiendirektor eher ansprechen sollten. Barocke Schönheiten.


    Auch bei HiFi-Bausteinen herrschte in den 80ern die Meinung, dass deutsches HiFi sowohl altbacken designed ist, asiatische Technik enthält und weder innovativ noch klanglich überzeugend war. Eben was für den pensionierten Beamten, der das noch von seinen Eltern kannte...


    Nix für Ungut, heute sammle ich ja auch alte Schätzchen, weil ich bemerkt habe, dass die schon richtig gut waren. Aber konkurrenzfähig war Dual mit seinem Konzept nicht mehr. Weniger diversifizieren, mehr auf Qualität auch im Finish achten und eben, da gebe ich dem Deichgraf recht, sich um die Billig-Konkurrenz nicht scheren, wäre vielleicht eine Alternative gewesen. Sich als Premium-Hersteller zu exponieren ist aber teuer und war für Dual als Massenhersteller wohl auch keine Option.


    Munter!


    Axel

    Um nochmal auf die Intention des Deichgrafen zu rekurieren:


    Dual hat sich nie vom Komplettangebot verabschiedet. Wer Dreher mit TA kombinieren wollte, hatte da wenig Chancen. Ich hatte damals, 1980, Dual gar nicht mehr in Betracht gezogen. Andere Marken hatten optisch und technisch hochwertigere Angebote, die zudem preiswerter waren. Gegen meinen Technics 1710MK2 wirkt der 741 wie ne Plastikschachtel. Hatte keine Auswahl bei TAs, war technisch nicht so perfekt ausgestattet. Und vom Klang war dieser Technics sicher nicht schlechter. Der war auch bei Gleichlauf und allen anderen Werten Spitze. Warum also Dual?

    Allerdings hatte meine Mutter mit Musikanlagen nie was am Hut. Ich bin sozusagen unvorbelastet gestartet.😉


    Munter!


    Axel

    Meine Eltern hatten mir einen PE66 am Röhrenradio überlassen, später kam eine Grundig RPC400 ins Jugendzimmer. Mit einem Dual 1239, den ich sehr schätzte. Ausgesucht wegen des Tonarms.

    Als 1980 dann eine „richtige“ Anlage angeschafft wurde, war Dual in meinen Augen längst was für konservative Operetten-Abspieler. Die fand man bei Senioren. Und so sahen die klobigen Dinger auch aus. Es sollte ein Thorens TD 115 sein, der mich aber auf ganzer Linie enttäuschte. Deshalb habe ich einen Technics gekauft, mit einem MC7. Das mag so 700 Mark gekostet haben. Der hat mich nie im Stich gelassen.

    Dual hatte damals keinen Platz bei HiFi Pawlak in Essen. Die hatten nur hochwertige Sachen.😉 Das ist nich bös gemeint. Die Marke hatte einfach keine Reputation mehr.

    Entweder altbacken, zu teuer oder zu billig im Aussehen. Dual hat einfach nicht die Linie gefunden. Und ULM wurde damals nicht akzeptiert bei Menschen, die sich ernsthaft mit Tonabnehmern auseinandergesetzt haben.

    Die Marke hat mich erst im Nachhinein überzeugt, als ich 2016 den 1218 ans Laufen brachte.


    Munter!


    Axel

    Kann Didi und Ulli bestätigen. Mein M20E und auch das VMS 20EO, das ja sehr ähnlich ist und klingt, liegen bei 1,5 Gramm flach, aber nicht auf. Mehr habe ich aber auch nicht getestet, sie laufen so an meinem 1219.


    Übrigens hauen die mich auch nicht vom Hocker. Lösen schön auf, sind aber eher matt im Klang. Liegen auch bei 100µ Abtastfähigkeit.

    Das ist eher der Charakter des Systems und hat weniger mit weichen Gummis zu tun, wie ich schätze.


    Munter!


    Axel

    90 Prozent sind hier reine Emotionen. Der Rest ist auch nicht rational.


    Für Unentschlossene mit genügend Geld in der Tasche gibt es nur eins: Das Optimum kaufen, das die Masse für das Optimum hält. Das beruhigt ungemein.


    Also den 721 nehmen, ein wunderbarer Spieler nebenbei, und dazu ne Jico-SAS. Besser kann es dann mit Dual nicht mehr werden, nur anders. Der Meinung bin ich auch, denn von den Werten her sticht jeder Direktläufer einen Reibradrumpler aus.


    Wem das Ganze dann noch nicht gefällt, der klebt das Shure mal an den 1218 und wundert sich, dass er keinen Unterschied bemerkt. Gleich: Erfahrung! Oder er hört die Flöhe husten und den alten Kasten rumpeln. Wieder was gelernt und die Gelegenheit, sich im Warten und Pflegen von alten Plattenspielern zu üben.


    Und wem das ganze dann zu perfekt klingt, also nach CD, der haut die Bassregler auf Anschlag - dann klingt es wärmer/mit mehr Bums/analoger oder man streut etwas Staub auf die Platte.8)

    So kriegt man auch die Zeit rum.


    Munter!


    Axel

    Gratulation! Der sieht wirklich wie neu aus.:)

    Zumindest hat mir der 1218 bewiesen, dass er gute Systeme tragen kann und sich vor modernem Geraffel nicht zu verstecken braucht.:thumbup:


    Wenn Du dem Ding eh nochmal unters Röckchen schaust, würde ich an Deiner Stelle das Tellerlager eben neu fetten. Dann hast Du alles komplett.


    Munter!


    Axel

    Sorry, nicht die Rillenachse, die Hebel müssen erhitzt werden. Es braucht nicht viel und das FETT wird flüssig. Schneller, als mit WD 40 oder Alkohol zu spülen.


    Munter!


    Axel

    Jupp, ne Adapterreinigung muss ich regelmäßig machen. Auch beim Berühren kommen starke Brummeinstreuungen. Allerdings hängt der Kram ( immer) noch an einem Vierfachumschalter.


    Quick and dirty taugt nichts. Ich hatte immer lustige Aus- und Einfälle. So schaltete der Dreher erst aus, wenn ich die Geschwindigkeitswahl betätigte.


    Mamma richtig sauba!;) Die Rillenachse darf sich nicht drehen. Das ist die fixe Drehachse für die Hebel! Ich habe die Rillenachse beim Ausbau vermackt, um dann festzustellen, dass es unnötig war.

    Um die penible Reinigung der Hebelachsen kommst Du nicht herum.


    Munter!


    Axel

    Wenn‘s brummt, sind es meist die Kontakte am Tonkopf oder Tonarm.


    Rillenachse: Die kann am Chassis verbleiben, nur Sprengringe und Arme müssen ab. Wenn das Fett klebt, und es wird wie Pattex kleben, dann erhitze die Rillenachse etwas mit dem Lötkolben, dann gehen die Arme sehr einfach ab.


    Munter!


    Axel

    Die Schraube verbindet beide Teile vom Schaltarm 252 zum Motor und der Automatik. Er ist zweigeteilt und durch die Schraube verbunden. 0,3 Millimeter Verschränkung reichen aus, das alles durcheinander zu bringen. Beim Ausbau des Arms aus der Rillenachse einfach nicht dran rühren. Ich habe den Arm in zwei Teile auseinandergenommen und einige Zeit gebraucht, die richtige Stellung wiederzufinden.


    Für mich ein Trauma, wenn man sie in Ruhe lässt, alles ok.


    Munter!


    Axel