Beiträge von Maad

    Ja genau so soll es rüber kommen. Ich scheue mich davor es noch ausführlicher zu machen. Der Kopfschütteleffekt würde sehr zunehmen weil ich viele sehr kleinliche Dinge mache die bestimmt viele für sinnfrei halten und es ist natürlich auch dann viel Aufwand. Leider verschwinden die Beiträge ja schnell. Und damit meine ich nicht mal meine. Der von mir erwähnte Bericht zur Wartung eines 1229 der schon älter ist war sehr ausführlich und hatte technisch nichts ausgelassen.

    Aber lesen tut den wohl kaum noch jemand weil eben lange her. Das ist sehr schade. Der erübrigt viele Fragen die immer wieder gestellt werden.

    Aber das wünsche ich mir halt für meine Berichte. Es gilt ja wie immer das Anregungen, Fragen und sachliche Kritik gerne gesehen sind.

    Andererseits kann man einige Dinge nicht anderen nur durch Erklären beibringen. Hauben schleifen/polieren ist zb so etwas. Da kann man noch so oft erzählen wie und womit man das macht. Das hilft nur wenig. Das braucht einfach viel viel Übung. Und das kann man weder hier durch lese lernen und auch nicht durch ein tolles Video auf irgendeiner Tube.


    Den hier eines anderen Boardmembers hatte ich kurz vorher gemacht. Und ein weitere 1229 ist auf dem Weg zu mir. Dann reicht es aber auch mit 1229ern... :D


    Und dann war es soweit. Alles fertig. Es war ein Haufen Arbeit´, denn hier kann ich ja immer nur einen Einblick geben. Gemacht wurde ja noch so viel mehr. Aber das würde den Rahmen dann sprengen.

    Außerdem gibt es zum Dual 1229 einen super Wartungsbericht eines anderen Users der schon etwas älter ist. Ich hab leider den Link nicht parat. Aber so gut wie alles was man da sehen kann (und etwas mehr...) mache ich auch bei der technischen Wartung. Das meiste was sich unterscheidet ist meine Arbeit an den optischen Sachen. Da gehe ich immer ein wenig weiter.





    So, ich hoffe es gefällt ein paar Leuten und unterhält. Als nächstes wird wohl ein Bericht vom Dual 721 kommen gefolgt vom Dual 704.

    Schöne Restwoche und bis bald

    Der Maad

    Da ich auf Schleifen an dem Tag keinen Bock hatte musste kleinteiliges Polieren genügen. Also mal die Anbauteile der Zarge und Haube bearbeitet...



    Am nächsten Tag blieb mir aber nichts und es ging mit FFP2 Maske, Excenterschleifer und 800 Körnung in den Garten. Die Nachbarn freuen sich immer, wenn der fette durchgeknallte Typ von nebenan mit seinem Mordsgerät in den Garten kommt. Ähhh, wartet mal... das kann man jetzt falsch... ach egal ihr wisst schon was ich meine!!



    Tja, leider war mir ein Malheur passiert. Einmal das Mordsgerät falsch gehalten und das leider bei Dual sehr dünne Furnier war an einer Stelle durchgeschliffen. Das konnte so natürlich nicht bleiben. Wir sind ja hier im Maadhausen und nicht sonst wo... Also Furnier raus gekramt und das Malheur beseitigt.




    Nun ging es an die mehreren Schichten Nussbaum dunkel Lasur. Ich glaube es waren 4-5 Schichten. Da ich nach dem Schleifen das Klebeband von der Zierleiste erneuern wollte, kam dann der Moment mit der losen Leiste. Sie konnte nun also zur Lasur entfernt werden.




    Zierleiste und polierte Anbauteile wieder dran.




    Und fertig war die Zarge.



    Das defekte Antiskatingrad wurde durch ein neues ersetzt.



    Natürlich. Der "Knallfrosch"... klar oder? 8o



    Auch im Strobo natürlich. Ordnung muss sein! Und Sicherheit noch viel mehr!!



    Und ja!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sicher doch!!!!!!!!!!!!!!DER HEILIGE GRAL !!!!!!!! Ohne geht nicht.... will ja nicht wieder popovoll bekommen hier...

    DAS GUMMI



    Kleine Einsicht in den Montiervorgang. Es kommt zusammen was zusammen gehört.




    Und dann war es das. Der Dreher (das Chassis) war fertig. Puhhhh....




    Nun kam die Zarge und die Haube dran. Die Haube wurde einmal scharf mit Menzerna 2500 und Excentermaschine mit weißem Pad poliert. Das musste reichen. Der Zustand lies wie schon erwähnt nicht mehr zu. Oder anders : es hätte sich nicht gelohnt.


    Erstmal den Rand neu schwarz lasieren.



    Fein abkleben. Das mir die Aluzierleiste beim Abziehen des Klebebands später entgegen kam und es somit kein Problem war diese beschädigungsfrei zu entfernen wusste ich da ja noch nicht...


    Und weiter ging es mit der Lagerbrücke. Mal demontieren das Teil und alles reinigen.



    Achja glänzende Kurvenräder mit Fett wo es hingehört (Die Laufbahn des Haupthebels wurde erst später gefettet).



    Der Tonarm durfte natürlich im Beautyprogramm nicht fehlen. Hier wurde gereinigt und eingestellt. Bis ich feststellte das da irgendwas nicht ok war. Bei dem Vorhaben die Lagerschrauben zu lösen purzelten mir gleich mal die Lagerkugeln aus einem der Tonarmlager entgegen. Zum Glück hatte ich ein Mikrofasertuch unter liegen. So blieben die Kugeln wenigstens erhalten. Entweder hatte ich oder jemand vor mir die eine Lagerschraube auf den Rand des Deckels des Lager geschraubt und den Deckel somit verbogen. So hielt er nicht mehr und die Kugeln hatten frei...

    Ich habe die Delle aus dem Deckel entfernt und das Kugellager wieder zusammengesetzt. Es funktionierte einwandfrei. Das Gegengewicht wurde auch schon gewaschen. Den etwas verranzten Tonarmkopf habe ich gereinigt und mit etwas Öl abgerieben. So sah er wieder ok aus.



    Nun hatte ich ein wenig Lust auf andere Arbeit und habe mich dem Teller zugewandt. Dieser benötigte eine leichte Reinigung/Politur am Rand und eine Mattenkur mit Reinigung und Silikonöl 400 für 2 Tage (einwirken).



    Nun kam das Treibrad dran. Wie oben schon erwähnt, war dieses etwas klebrig. Besonders weich war es auch nicht mehr. Da man diese etwas größeren Treibräder nicht so gut besorgen kann wie die kleineren der 10er oder kleinen 12er habe ich das aufgearbeitet.

    Erst mal 2 Tage mit Silikonöl 400 stehen lassen.



    Dann die Buchse gereinigt. Dazu nehme ich HLP22 Öl, ein Zewa und einen Akkuschrauber. Zewa zu einer Rolle formen, mit HLP22 benetzen und ab durch die Mitte damit. Das reinigt und poliert in einem Arbeitsgang. Auf keinen Fall darf hier geschliffen oder ähnliches werden.



    Hier sieht man den Dreck der raus kommt.



    Dann das Treibrad anschleifen für guten Grip. Dazu das Treibrad in den Akkuschrauber klemmen und mit Schleifpapier (trocken) schleifen. Ich nehme im ersten Durchgang 180 Körnung und danach nochmal 3000 Körnung um die Kanten etwas abzurunden. Sieht man noch auf einem Bild weiter unten. Man kann auf dem folgenden Bild auch schön sehen wie glatt (von Reibungswärme hart geworden) das Treibrad am Rand ist. So gibt es keine Haftung/Grip am Pulley des Motors.



    Nach den Schleifdurchgängen sieht das dann schon anders aus.



    Und hier nochmal der Versuch die Form darzustellen. Man sollte den Rand nicht einfach nur gerade (flach) schleifen, sondern an den Kanten etwas abrunden. Das minimiert Laufgeräusche deutlich.


    Weiter musste es mit der Wartung gehen.

    Die Wartung


    Wie schon erwähnt war das Komplett Programm gewünscht. Das ist mir eh am liebsten, weiß ich doch sonst gar nicht wo ich anfangen und aufhören sollte... :P

    Also erst einmal Sichten was denn überhaupt Sache ist.


    Ja so einiges... ein paar Dinge fielen sofort ins Auge aber besser mal ganz genau hingucken...



    So, da waren also erst einmal die defekten Teile aussortiert. Eigentlich gar nicht viel.



    Also wie immer bei alten Reibradtreckern erst mal mit dem Motor anfangen. Wie immer komplett demontieren, Lagerbuchsen reinigen und in Öl kochen, Welle polieren und Nieten mit Schrauben ersetzen. Ausserdem immer gerne beim Dosenmotor die grünen Gummis. Nur mit Gummi ist sicher!



    Blenden mal ordentlich schwimmen lassen muss sein.



    Kontakte hier und da schon blank machen und mit Teslanol "schützen".



    Plumbslift? Nix da!!



    Und nun eine Sache die wohl viele (alle?) zum Kopfschüttel bringt. Aber lasst mir meine Marotten. Sie machen mich "einzigartig"... :D

    Eine teilpolierte Abstellschiene... jaja... plemplem der Onkel Death.


    Dann war da noch der abgenudelte Geschwindigkeitsschalter. Etwas Lackstift und ein selbgebauter Stempel und es sieht gleich wieder besser aus.



    Guten Tag werte Herren und Herr:innen,

    vor kurzem fand ein neuer Patient (nein nicht der Dreher...) seinen Weg in dieses Board. Es kam wie es immer kommt... er infizierte sich sofort. Da hilft halt nichts. Erst musste es ein 1214 sein, dann kam der 1229 dran. Ich bot meine Hilfe an und nach kurzer Klärung machte sich der 1229 auf den Weg nach Maadhausen.

    Er kam an wie so viele Dreher schon, etwas ungeliebt und sehr wartungsbedürftig. Da musste etwas passieren. Es sollte wieder einmal das Komplett Programm mit allem drum und dran sein. What else? :D

    Die Ankunft


    Auf den ersten Blick sah er gar nicht mal so schlecht aus. Der Zustand offenbarte sich erst bei genauem Hinsehen und nach dem Öffnen des Deckels. Wo ich gerade von "ihm" spreche, die Haube war leider durch wahrscheinlich ordentlich Sonnenschein komplett trübe. Das ist dann im ganzen Material und lässt sich leider nicht mehr entfernen. Poliert wurde trotzdem, aber mit weniger Aufwand als sonst. Das hätte sich nicht gelohnt.



    Klar, ich hab auch schon schlimmeres gesehen. Aber auch viel besser erhaltenes. Aber alles in allem sah ich Potenzial...



    Der Dreher hatte seine Spuren vom schon recht langen Leben und vor allem von seiner wahrscheinlich sehr langen Pause irgendwo in einer Ecke. Auch die Zarge hatte mal bessere Zeiten gesehen. Da war Arbeit drin...



    Ein wenig Staub hier und da... ^^ und das Treibrad klebrig. Der Tonarmkopf ein wenig abgelebt. Alles machbar...



    Die Zarge sieht irgendwie aus, als hätte es mal Wasser von oben gegeben. Auch ein paar Dispersoinsfarbspritzer befanden sich auf der Haube und Zarge. Wie man mit einem ungeschützten Dual seine Bude renovieren kann bleibt mir ein Rätsel. Aber nun...



    Im Alter darf auch ein Bart nicht fehlen denke ich... :D



    Die Zarge roch stark nach Keller. Daher musste leider der originale eingeklebte Installationszettel (heute wohl eher Unpacking genannt oder so...) weichen. Es wurde von mir eine Lasur auch des Innenraums eingeplant um den Geruch zu überdecken.

    edit: Das war ein Fehler meinerseits. Das habe ich mit der Zarge vom letzten 1019 verwechselt. Hier wurde nur der obere Rand neu geschwärzt. Ein Aufkleber war gar nicht in der Zarge...



    Der mittige Aufkleber wurde entsorgt und im weiteren Verlauf alle Anbauteile demontiert, gereinigt und poliert.


    Am 1019 kann man alles reparieren. Und wenn ich dich richtig verstehe suchst du keine kompletten Tonarmlager, sondern die dazugehörigen Lagerschrauben.

    Und 1019 können ruhig mies aussehen. Das kann man alles wieder hübsch machen wenn man will.


    Zu deiner 2 Frage: dafür musst du dem Gerät mal beim Start „unter den Rock“ gucken. Kann niemand wissen was da kaputt sein kann. da kann der Liftstössel inkl Pimpel komplett fehlen, oder nur der Pimpel. Oder etwas ist verbogen, oder klemmt oder oder oder.

    Es gibt da leider nie den EINEN Tip und alles läuft. Und übers Internet ist das eher schwer und artet immer wieder in heilloses Raten aus.

    Ich würde empfehlen du versuchst jemanden aus dem Board zu finden der in deiner Nähe wohnt und sowohl Lust als auch Ahnung hat.

    Nachdem Andre das gestern geschrieben hatte dachte ich mir schon das es gehen würde. Ja, mit dem Biegen habe ich so meine Probleme. Schon zu oft Biegeversuche anderer rückgängig machen müssen. Und das ist oft kein Spaß vor allem wenn man keine original Teile da hat an denen man gucken kann. Sehr gerne wird zb an den 1249ern rumgebogen…

    Komisch, so einen hab ich hier auch stehen. Sollbruchstelle nach 55 Jahren? Ich hab auf die Liftplatte getippt. Also auf die Platte selber, nicht auf Öl oder nicht. Die Liftplatte zieht beim ziehen des Lifthebels quer. Bei dieser sind aber auch die beiden „Nasen“ die in den Chassisführungen laufen sollen einseitig abgenutzt.

    Bei einem weiteren der das nicht macht hält der Lift. Gefettet sind beide… Naja wenn ich die Ersatzliftplstte hier habe kann ich mich ja nochmal hier melden.

    Och Männers, hier gehts doch um Stoeff seinen 1019… hätte ich die Dose doch bloß im Schrank gelassen.

    Stoeff: du hast gefragt was andere davon halten.

    Also ich finde den 1019 toll. Das ist aber generell so. Die Zarge finde ich toll, bis auf das das Chassis über steht. Ich hätte es richtig gut gefunden wenn es bündig mit der Zargenoberseite wäre. Das keine Haube passt muss man dann mit Swiffer (oder wie ich mit einem Makeup Pinsel) kompensieren. Gut aussehen tut so eine abgerundete Zarge jedenfalls.

    Am Dreher selbst fehlt mir eine Lackierung des Tonarmkopfes und der Schalter für die Geschwindigkeit hängt wohl schief. Aber ich bin auch krankhaft pingelig. Das muss und soll kein Maßstab sein.

    Über das Gewicht wurde schon alles gesagt. Ich nurze so etwas nicht.

    So, und sorry das es hier zu viel um mich ging. Ich wollte nur ohne deine Entscheidung zu einem Gewicht in Frage zu stellen witzig sein.

    Bitte weiter machen. Es ist so ein schönes Hobby.