Alten Dual 1239G neues Leben einhauchen

  • Hallo an alle:)


    ich bin neu hier im Forum, weil ich ein einen Dual neues Leben einhauchen möchte.;)


    habe noch eine alte Grundiganlage rumstehen, die nicht mehr gebraucht wird, weil einfach zu sperrig.

    Aber darin befindet sich noch ein schöner Dual 1239G Plattenspieler denn ich ausgebaut habe und ich möchte ihn ein neues Leben einhauchen und an meinen Technics Verstärker anschließen.

    Der Riemen ist auch noch intakt, werde ihn aber wohl besser wechseln. Habe heute bemerkt, dass der Startschalter lerr geht, bzw. die Mechanik nicht betätigt. Kann man das kleben oder soll ich mir Ersatz (dual Nr.239 938) besorgen?
    Nur jetzt weiß ich leider nicht mehr wirklich weiter was ich alles dazu brauche, denn ich habe gesehen, dass der Motor 110 Volt Wechselspannung benötigt.

    Reicht mir hier ein 1.gifSpannungswandler wie es ihn am großen Fluss gibt? Oder wie macht ihr es , wenn ihr so ein Gerät Ausbaut?

    Wie kann ich an das Anschlusskabel Chinch Stecker anlöten. Was ist mit den Massekabel? (habe den Beitrag dafür gesehen, danke)

    Ein Gehäuse habe ich mir schon aus einen etwa 100 Jahre alten Brett gebaut, in dem der Spieler eingebaut wird. Es gibt dann leider keine Sub-Chassis mehr, aber er steht auf großen Gummigelagerten Füssen. Glaube dürfte dann kein zu großes Problem mit den Schwingungen geben???

    Der Steuerpimpel wurde schon erneuert.
    Könnt ihr mir bitte mit etwas Rat und Tat beistehen, damit das alte "Schätzchen" wieder Platten abspielt beerchug.gif
    Es ist ein Shure DM95 System verbaut


    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Lucky_8473 ()

  • Hallo Thomas,

    das einfachste wäre, den 1239G mit einem SM860 auszustatten, der für 220 Volt gedacht ist. In den Kompaktanlagen wurden früher öfter Geräte verbaut, die mit 110 oder 150 Volt arbeiteten. Von dem China-Netzteil würde ich dir aus mehreren Gründen gerne abraten, und einer davon ist, dass du kein geschlossenes Gehäuse verwenden möchtest, sondern nur eine Platte. Mit diesen Spannungen sollten man überhaupt nur experimentieren, wenn man sehr genau weiß, was man tut. Sonst kann man sehr schnell mit Eddie van Halen "Jump" singen...


    Bevor du dich jetzt aber auf die Suche machst: schau dir doch einmal das hier genau an: http://www.hifi-archiv.info/Dual/1239s/1239s-05.JPG


    Eigentlich müsste man im Motorschaltkasten die Spannung umstecken können wie in dem gezeigten Schema von dem Link. Vielleicht kannst du mal ein Bild von dem Spieler von unten machen? Das Bild oben wird mir übrigens nicht angezeigt. Schade - mich würde interessieren, wie das aussieht!

    Bevor die Frage nach der Betriebsspannung nicht geklärt ist, müssen die anderen Punkte auch nicht angegangen werden. Lass' uns also da mal anfangen!

    Liebe Grüße
    Thomas


    Spielfreunde: Dual CS 5000, CS 2235Q, CS 1210, CS 1209, CS 530, CS 505-2, CS 455-1, HS 120, HS 38. Fremdlinge: Philips FP455, Technics SL-7.

  • hallo Thomas,

    dann mal herzlich willkommen.

    Du kannst den Dreher umstecken auf 230V, aber lieber 3mal nachschauen ob alles richtig umgesteckt wurde.

    Und Vorsicht, beim Strom .... immer zuerst den Netzstecker aus der Steckdose ziehen !!!!


    Den Kondensator bitte auch gleich erneuern.








    Anbei auch noch der Cinchumbau mit separatem Massekabel.






    Den Starthebel kannst versuchen zu kleben, ansonsten hier im Forum nachfragen, hat bestimmt jemand

    einen über. Wichtig ist auch die Schmierung, alle Hebel sollen leichtgängig sein.

    Den Riemen kannst mit heißem Wasser aufkochen, dann hält er noch eine Weile.

    Für das Shure DM 95 gibt es Nadeln von .. bis ... Euro, ich würde am Anfang eine Nadel aus

    dem mittlerem Preissegment kaufen, zB. von cleorec die DN 360 für 22,75 €.


    Auch mal im Forum nachlesen wie der Dreher geschmiert und gewartet wird.




    Siggi

  • Hallo,


    danke für die Herzliche Aufnahme hier im Forum:)


    Dank eurer Hilfe, bin ich heute noch ein großes Stück weitergekommen:thumbup:


    Habe den Motor auf 220V umgesteckt und er läuft, auch das Chinch Kabel mit Erdung angelötet


    Leider konnte ich ihn nur kurz ausprobieren, weil beim 2. herabsenken der Nadel, diese aus Altersschwächen abgebrochen ist. Gleich eine "billige" neue zum probieren bestellt.


    Was ich aber feststellen konnte, sobald ich den Tonarm bewegte, knackte es in den Lautsprechern ziemlich laut. Auch auf einen anderen Eingang und wenn der Regler auf Null steht.

    Weiter festgestellt, der Startknopf ist gebrochen, darum geht er leer durch.



    Noch ein paar Fotos hochgeladen, wie im Moment aussieht, ist aber noch nicht fertig


    Gruß Thomas

  • Hallo,


    gerade eingefallen,

    das Knacken beim Einschalten ist das vielleicht etwa der schon oft genannte Knallfrosch, hab nämlich den Kondensator noch nicht getauscht ist aber schon bei Voelkner bestellt.


    freundlichen Gruß Thomas

  • Hallo,


    ist tatsächlich der Starthebel gebrochen oder lediglich der kurze Einschalthebel abgefallen, der ans untere Ende der durchs Chassis führenden Welle geschraubt sein sollte? Deine Fotos geben die Details nicht preis, man erkennt lediglich, dass die Abdeckplatte des Starthebels fehlt.


    Dein Montagebrett gefällt :thumbup:! Es schreit jedoch danach, den Ausschnitt gemäß der im WWW verfügbaren Schablone auszusägen und mittels einer Oberfräse die Unterseite so zu bearbeiten, dass der Spieler auf seinen drei Federtöpfen ruhen kann.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Hallo Uwe,


    das mit der Schablone wäre toll, hast du vielleicht auch einen Link?

    Dann könnte man ihn sogar wieder mit der Sub Chassis betreiben. Eine Oberfräse hätte ich.


    Es ist der schwarze Hebel gebrochen an der Befestigung zum Stift, da wo beim Fot die Spitze des Schraubenziehers ist, das ist ein kleiner Riss. Habe versucht den zu kleben, hat leider nur ein paarmal schalten ausgehalten



    Schönes Wochenende Thomas

  • Hallo zusammen.

    Ich hänge meine Frage mal hier mit an, da ich gerade ein ähnliches Projekt auf dem Tisch liegen habe.

    Bei meinem 1237G, der wohl aus einer Kompaktanlage entnommen wurde, wurde das Cinchkabel abgeschnitten (rot, gelb und 2 Massekabel waren nur noch eingesteckt).

    Kann ich beim Umbau auf DIN das entsprechende Audiokabel einfach einbauen ohne eine Brücke als Masseverbindung am Kurzschließer einzulöten?

    Möchte da nicht unbedingt dran rumbrutzeln und evtl die feinen TA-Käbelchen zerstören... Oder habe ich dann möglicherweise einen Brumm in den Lautsprechern?


    Viele Grüße

    Dominik

  • Hallo,

    bei DIN-Anschlüssen gibt es eine gemeinsame Masse,

    bzw. es werden alle Massen zusammengeführt.
    Ohne die Brücke >> Masse rechts links plus Chassis gehts nicht.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Keine Angst wegen der Tonarmkäbelchen. Die Massebrücke kommt ja an die andere Seite des Kurzschließers. Also dort wo das DIN-Kabel abgeht. Das ist weit genug entfernt.


    Viele Grüße


    Roman

  • Hallo,

    der 1239 würde jetzt schon mal laufen und zwar ganz gut.

    Die Ersatz Nadel montiert und Knallfrosch ausgetauscht.

    Bin begeistert was der Spieler mit dieser einfachen Rundnadel schon für eine Spielfreude aufbring!


    Nur habe ich beschlossen, ich möchte doch in würdiges Gehäuse mit Sub-Chassis verbauen.

    Könnt ihr mir vielleicht sagen welches ich brauche (glaube das für mittelgroße) aber sicher bin ich mir nicht. Bring es irgendwie im Netz nicht ganz raus. Habt ihr vielleicht welche zum verkaufen für mich?


    Dann muss ich noch den Schalter erneuern und auch der Riemen für die Tonhöhenanhebung geht leer durch.




    Hab gleich mal eine wunderbare Frank Zappa Platte aufgelegt



    Gruß Thomas

  • Hallo Thomas,


    es passt jede Zarge für eine mittelgroße Platine mit drei Federtöpfen und zwei Transportsicherungsschrauben - wobei ich nicht weiß, welche Spieler denn als klein gelten, da ich lediglich solche in der Größe z. B. Deines 1239 und die großen mit 30-cm-Teller, vier Federtöpfen und drei Schrauben kenne ;) .


    Ein größeres Problem ist der Zahnriemen zur Pitchverstellung, den es heute einfach nicht mehr gibt. Diejenigen, die z. B. via epay als passend für 1237 und 1239 angeboten werden, sind alle zu lang. Manch einer hier empfielt die Verwendung eines großen O-Rings, doch damit hat man keinen Formschluss und der Knopf rutscht eben doch wieder durch. Zudem wurde die Hatbarkeit dieser Kompromisslösung auch noch nicht hinreichend evaluiert.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Hallo Uwe,


    danke für deine Antwort.


    Habe mir gerade in der Bucht ein CS 16 Gehäuse gekauft.


    Mit dem Riemen ist ein bisschen blöd, weil er laut Stroboskop Anzeige etwas zu schnell läuft.

    Den Betätigungsschalter hab ich bei Dual Fred gefunden und werde ihn bestellen.

  • Hallo,


    kleine Platine sind die 410/420/430er der 70er Jahre mit Reibradantrieb und kleinen Teller wie auch robusten Tonarm für Keramiksystemen.



    Der Abtrieb des Zahnriemens am Motor (Höhenverstellung des Spreizkonus für Pulley) solll wie Butter laufen, dann kann man die Drehzahl schon passend stellen, am Besten bei 33 1/3, das das Strobo 45 nicht wirklich korrekt anzeigt. Aber wenn 33 1/3 passt passt 45 auch.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo Thomas,


    ich justiere die Grundgeschwindigkeit mit der Polystop-Sicherheitsmutter (SW 7, meine ich) an der Verstellmimik so, dass der Spieler bei Neutralstellung des Bedienungsknopfs exakt mit Nenndrehzahl läuft. Sinn macht dies natürlich nur bei einem passenden, formschlüssigen Verstellriemen.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Danke euch zwei,

    habe jetzt erst mal den Schalter und das Gehäuse bestellt, das andere kriegen wir bestimmt auch noch zusammen hin :)


    Gruß Thomas

  • habe noch eine alte Grundiganlage rumstehen, die nicht mehr gebraucht wird, weil einfach zu sperrig.

    Hallo Thomas, :)

    da habe ich noch eine Frage an dich! Ist die Grundig eventuell eine RPC 600? Für eine 600er sollte ich einen Lautstärkeregler haben.

    Grüße Peter

  • Hallo Siggi,


    auf Deinem Foto sieht man sehr schön die von mir weiter oben erwähnte Mutter zur Geschwindigkeits-Grundeinstellung :thumbup: .


    Wenn alle Stricke reißen, wonach es zur zeit wohl aussieht, ist die O-Ring-Lösung wohl besser als gar keine Pitchverstellung. Wegen des nicht gegebenen Formschlusses besteht jedoch nicht zwangsweise ein Zusammenhang zwischen dem, was der Knopf so anzeigt, und der tatsächlichen Gescheindigkeit.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

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