Beiträge von VixNoelopan

    Hallo Peter,


    die beiden Trafos neben den Nrn. 1 und 2 haben je fünf Anschlüsse. Am oberen sind die beiden Anschlüsse der Sekundärwicklung oben, die drei Primäranschlüsse unten. Zu den beiden äußeren Klemmschrauben führen rote Drähte jeweils vom spitzwinkligen Anschluss der Drachenvierecke. Das sind die Anoden. Von den beiden stumpfwinkligen Anschlüssen, das sind die Gitter, führt je ein brauner Draht zu den beiden äußeren Schraubklemmen des unteren Trafos, also zu dessen Sekundärwicklung. Ich bin mir sicher, dass das eine Gegentaktanordnung ist.


    Was mich jedoch ein wenig stutzig macht, ist der Umstand, dass die empfindliche Vorröhre neben der Gleichrichterröhre angeordnet ist. Btw, zur RGN 504 kenne ich keine Daten, noch hatte ich jemals solche eine Röhre in Händen. Doch das, was von der Röhre in Nr. 4 übrig geblieben ist, sieht mir sehr nach den Anoden einer RGN 1064 aus, und zwar einer späten. Also dürfte diese Röhre irgendwann mal ersetzt worden sein. Dieses Gerät stammt nach seinem Aufbau und der - vermuteten - Schaltung zu schließen, aus den 1920er Jahren. RGN 1064 aus jener Zeit hatten Anoden aus Maschengewebe. Solche aus soliden grauen Blechen wie die hier abgebildeten kamen erst nach dem Erscheinen der datengleichen Röhre AZ 1 auf.


    Da das Gerät jedoch aus Belgien oder Frankreich stammt, laufen alle bisherigen Spekulationen hinsichtlich der Röhrentypen vielleicht auch vollkommen ins Leere. Alle vermuteten Typen wurden ausschließlich bei Telefunken in Ulm oder Berlin gefertigt, nicht im Ausland :whistling: .


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    wunderschön!


    Weißt Du, welche Röhren Du benötigst? Nr. 4 ist mit ziemlicher Sicherheit eine RGN 1064, bei den anderen beiden muss ich leider passen.


    Edit: Ich habe die mit bewundernswerter Akkuratesse ausgeführte Verdrahtung genauer angesehen. Wenn ich mich nicht sehr täusche, hat dieses Gerät eine transformatorgekoppelte Gegentakt-Endstufe mit Endtrioden. Auf Deinem vierten Foto dürfte der Klotz links neben Fassung Nr. 1 der Ausgangstrafo sein, der neben Nr. 2 der Trafo zur Phasenumkehr. Folglich wäre dann die Röhre Nr. 2 identisch mit Nr. 1, die Du ja besitzst. Die Fassungsbeschaltung passt beispielsweise zur RE 114 oder RE 134 oder RE 304 oder RE 604. Aber Nr. 3??? Vielleicht kannst Du ihre Reste vorsichtig mitsamt Sockel aus der Fassung ziehen und Makroaufnahmen des Inneren zeigen?


    Edit (2): Die Beschaltung zu Nr. 3 könnte zur REN 904 passen, die auch in vielen Ausführungen des Volksempfängers VE 301 verwendet wurde.


    Beste Grüße, Uwe

    Richtig. CV 1260 und CV 1460 wurden bei Denon gefertigt. Die Tuner CT 1150, CT 1250, CT 1260 und CT 1460 sind ebenfalls weitgehend japanesischer Provenienz. Woher genau ist mir nicht bekannt. Ich könnte mir vorstellen, dass HF- und Digitalteil (wo vorhanden) aus Japan zugekauft, Netzteile und Endmontage jedoch bei Eben gefertigt/durchgeführt wurden. Die Verstärker CT 1150, CT 1250 und CT 1450 stammen komplett von Eben (Dachau).


    Beste Grüße, Uwe

    Das Phänomen tritt bei meinem CV 1450 auch sporadisch auf. Ein kurzer beherzter Dreh am Volumeregler beseitigt das Problem umgehend. Das passiert praktisch nur nach dem Einschalten, im laufenden Betrieb nie. Nur deswegen würde ich kein Gerät auseinandernehmen, zumal das Poti ansonsten auch kratzfrei arbeitet. Da macht mein Braun A 1 mehr Ärger, da gibt es alle möglichen Wackelkontakte die immer wieder auftreten. Da hilft dann nur, alle Knöpfe! Schalter und Regler mehrfach zu bewegen bzw. drücken, bis nichts mehr kratzt und keine Ausfälle mehr auftreten.


    Diethelm 🙂

    Hallo Diethelm,


    prüfe/ersetze das Lautsprecher-Relais! Dieses Fehlerbild deutet nicht unbedingt auf den Lautstärkesteller hin.


    Beste Grüße, Uwe

    Das Foto auf deren Titelseite zeigt links unten den CV 1460, der eben gerade nicht dort gebaut wurde ;) . Der auf ihm stehende CT 1450 stammt dagegen aus diesem Werk, vermutlich auch der Cassettenrecorder neben dem verstärker, was ich jedoch nicht wirklich weiß.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Thomas,


    der Schalter bewirkt in seiner aktiven Stellung, dass das Poti keinen durchweg linearen Frequenzgang zeigt, sondern dass bei kleineren Lautstärken die unterschiedlichen Gehörempfindlichkeiten (Stichwort: Fletcher-Munson) ausgeglichen werden sollen.


    Im Zweifelsfall würde ich den Loudness-Schalter komplett stilllegen und ein Poti von der Stange einbauen. Fragt sich nur, welcher Hersteller ein hochwertiges Poti mit 2 x 47 kOhm, logarithmischer Kennlinie und geriffelter Welle auf seiner Stange hat :/ ?


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    ich schätze ebenfalls, dass die Lautstärkepotis identische Bauteile sind. Zum CV 1150 finde ich beim üblichen Verdächtigen zwar kein Servicemanual, doch das des CV 1250 hat dieselbe ET-Nr. wie das des CV 1450 (261492). Alle drei Geräte entstammen bekanntermaßen derselben Generation und sind sich technisch auch recht ähnlich.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    hatte auch mal einen 1229 auf dem Tisch, bei dem dieses Innensechskantteil zerbröselt war. Macht aber nichts, man kann das Ding auch weglassen, da auch bei diesen Geräten die Geschwindigkeits-Grundeinstellung über die axiale Schraube im Motorpulley möglich ist.


    Beste Grüße, Uwe

    Und da gehts nicht mal um irgendwelche Resonanzpunktverschiebungen, sondern eher um Dynamik und Ansprache, die mit "falschen" Kabeln verloren geht.

    Doch. Genau darum geht's. Der Frequenzgangabfall oberhalb der Resonanzfrequenz ist dermaßen steil, dass es der Axt an Biss, Dynamik, Ansprechverhalten, oder wie man das auch immer nennen mag, fehlt.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    man sieht übrigens im Schaltplan genau, weshalb der Balance-Steller nicht ganz leise stellt: Am Fußpunkt jedes 250 kOhm-Potis ist ein 220 kOhm-Widerstand nach Masse. Am Anschlag hat man also einen Spannungsteiler von etwa 1:1, was einer Abschwächung von 6 dB entspricht.


    Was sagen denn die technischen Daten so zu diesem Gerät? Liege ich mit einer geschätzten Ausgangsleistung von 15 Watt/Kanal richtig?


    Beste Grüße, Uwe

    Die Spezifikationen der Dreibeinregler wurden über die Dekaden nicht geändert. Bereits ein 7818 der Erstauflage war für maximal 35 V Eingangsspannung spezifiziert und hatte sowohl eine Strom- als auch eine Temperaturbegrenzung.


    Beste Grüße, Uwe