Hallo Frank,
ich verstehe sehr wohl, dass die durch den Beitrag #36 angestoßene Diskussion gerade bei Anfängern für Verwirrung sorgen mag. Dennoch hoffentlich ein wenig Erhellendes zu Deiner Information:
Üblicherweise sind in den Motoren der Dual-Plattenspieler zwei identische Wicklungshälften. Jede Hälfte ist über zwei Kabel nach außen geführt. Man kann diese Hälften in Serie (für 220 V~) oder parallel (für 110 V~) schalten. Wenn solch ein Spieler in einer Kompaktanlage verwendet wird, konfiguriert ihn der Hersteller der Anlage in Abhängigkeit vor der Konstruktion des Netztrafos, damit ein einziger Spannungswähler zur Anpassung genügt. Hat der Netztrafo eine Primärwicklung, die nur für eine einzige Netzspannung von 220 V~ ausgelegt ist, wie z. B. in der Wega Studio 3220 HiFi, oder aber eine angezapfte Primärwicklung, ist der Spielermotor auf 220 V~ eingestellt. Aus Sicht des Motors dient der Netztrafo bei einer anderen Netzspannung als Spartrafo zur Gewinnung der 220 V~. Grundig dagegen hat sich aus ökonomischen Gründen frühzeitig für die sogenannte raumsparende Primärwicklung entschieden, bei der die Primärwicklungsteile in Abhängigkeit von der eingestellten Netzspannung passend in Serie und/oder parallel geschaltet werden. Hier wird der Spieler auf 110 V~ eingestellt und an einen 110-V-Primärwicklungsteil des Netztrafos angschlossen.
Das Geheimnis, weshalb sich Dual bei einigen Kompaktanlagen für 150 V-Motoren entschieden hat, haben die Verantwortlichen vermutlich mit ins Grab getragen.
Beste Grüße und viel Freude mit Deinem 1239, Uwe