Beiträge von VixNoelopan

    Hallo Daniel,


    weshalb soll sich die Anschlussreihenfolge des MJE 3055 geändert haben? Die ist, wie bei allen Bipolartransistoren im TO-220-Gehäuse, seit Jahrzehnten B-C-E. Die einzigen Transistoren etwa vergleichbarer Leistung mit E-B-C sind die im TO-126, wie z. B. BD 139, BD 140.


    Früher gab es MJE 3055 auch im größeren TO-3P-Gehäuse, aber auch hier war die Reihung B-C-E.


    Beste Grüße, Uwe

    Ach ja, ob sich die Reparatur für Dich lohnt, kannst alleine Du entscheiden. Deine Überlegung, dabei etwas (viel!) in Sachen Schaltungsverständnis, -analyse und Fehlerbeseitigung lernen zu können, weist jedoch in die richtige Richtung ;) . Ich persönlich hätte jedenfalls den Ehrgeiz dazu, wenn auch der Materialaufwand möglicherweise den erreichbaren monetären Wert übersteigen mag (wirtschaftlicher Totalschaden heißt das), sich insgesamt aber in überschaubaren Grenzen hält. Die Befriedigung, es geschafft zu haben, bedeutet einen nicht zu unterschätzenden ideellen Wert.


    Beste Grüße und viel Erfolg wünscht Uwe!

    Tja, was soll man dazu sagen :rolleyes: ?!?


    Fangen wir mal von vorne an. Du hast


    1. laut Deinem Posting #20 den Lautsprecherausgang dieses Endverstärkers kurzgeschlossen. Mangels einer elektronischen Kurzschlusssicherung sind dann

    2. die beiden Endtransistoren aufgeschmolzen, also zwischen Emitter und Kollektor extrem und dauerhaft niederohmig geworden, woraufhin

    3. die Sicherung in der Betriebsspannungszuführung ausgelöst hat. Dann hast Du

    4. diese Sicherung mit Alufolie geflickt, wie es bereits Echtdampfs wachsames Auge in #14 nicht entgangen ist und Du es später, ebenfalls in #20, bestätigst. Das führte dann

    5. zur Überlastung der niederohmigen Widerstände R 831 und R 837 in diesem Endverstärker.


    Merckx Dir: Sicherungen werden von den Schaltungsentwicklern immer so dimensioniert, dass sie im Normalbetrieb nicht defekt werden. Vielmehr sollen sie im Fehlerfall, also bei Defekt nachgeschalteter Schaltungs- und Bauteile, Schlimmeres verhüten, wie z. B. einen Brand im und ausgehend vom Gerät. Ehrlich gesagt kannst Du froh sein, wenn wegen der gebrückten Sicherung nicht auch noch der Netztrafo und -gleichrichter Schaden genommen haben. Funktioniert der zweite Kananl noch? Falls ja, Glück gehabt (mehr Glück als Verstand, ganz ehrlich gesagt :whistling: ).


    Jetzt ist systematisches Vorgehen angesagt: Defekt sind auf jeden Fall die beiden MJE3055, die glücklicherweise noch erhältlich sind. Sehr wahrscheinlich hat es auch noch die beiden Treiber T 805 und T 808, vielleicht sogar auch noch den VAS T 807 mit in den Orkus gerissen. Ich würde konsequent alle Transistoren ausbauen und messen, nötigenfalls mit dem Ohmmeter in der Diodentestfunktion.


    MJE3055 gibt es noch. Aus guten Gründen, die ich später noch erläutern werde, würde ich sie jedoch durch die fünfmal so teuren NJW21193 ersetzen, wenn Du nicht zufällig welche im Bestand hast. Die Treiber 2N2218 und 2N2905 sind ebenfalls noch lieferbar; ihr Preis treibt mir jedoch Tränen in die Augen, zumindest, wenn sie von einem renommierten Hersteller kommen (wahrscheinlich, weil alle TO5-und TO39-Transistoren von den großen Herstellern längst abgekündigt wurden). Sie können duch BD139 (für 2N2219) bzw. BD140 (für 2N2905) ersetzt werden, die allerdings ein anderes Gehäuse (TO126) und eine andere Anschlussreihung (E-C-B statt E-B-C) haben und beim Einbau entsprechend zu drehen wären. Zudem wäre zunächst zu prüfen, ob die Löcher in der Platine ausreichend (1 mm Durchmesser) bemessen sind. Falls nicht, wären die Löcher von der Lötseite her (!) entsprechend aufzubohren oder die Beine der Transistoren zu bearbeiten. Oder Du nimmst deren TO92-Varianten BC639 und BC640 mit ebenfalls E-C-B-Reihenfolge, aber dünneren Beinen. Diese beiden benötigen jedoch hier Kühlschellen! Den BC171B kannst Du ohne Weiteres durch BC546B, den BC173B durch BC550B oder C ersetzen, musst Dich aber beeilen, denn auch die wurden kürzlich abgekündigt. Im Falle eines Ersatzes durch Nicht-Originaltypen sollten auch die Transistoren im funktionsfähigen Kanal entsprechend ausgetauscht werden, um potentiellen Klangunterschieden vorzubeugen. Und prüfe die Widerstände R 831 und R 837!


    Sind die defekten Transistoren, ggf. auch die Widerstände, erneuert, ersetzst Du die Sicherung 1,2 A zunächst durch einen Widerstand 22 Ohm 0,5 Watt, über den Du einen Spannungsmesser legst. Dann schaltest Du ein. Ist alles in Ordnung, fallen über diesem Hilfswiderstand etwa 0,8 bis 1 Volt ab, nicht mehr! Dann kannst Du die Sicherung (1,2 A flink) wieder einsetzen. Geht er gar in Rauch auf, ist noch mehr faul!


    Die Endverstärker im CR 40 haben, wie erwähnt, keinerlei Kurzschlusssicherung. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich nun jedoch, dass auch vorhandene Kurzschlusssicherungen in Verstärkern dieser Bauart, also mit einer monopolaren Spannungsversorgung und Auskoppelelko, grundsätzlich nicht zuverlässig abzusichern sind. Der in den 1970er Jahren äußerst beliebte und auch von mir vielfach nachgebaute EQUA von Elektor (ein inzwischen gut 50 Jahre alter Entwurf...) beispielsweise repräsentiert genau diese Schaltungstopologie (ist jedoch im Ausgang echt komplementär), hat aber zwei zusätzliche Transistoren zur Begrenzung des Stroms durch die Ausgangstransistoren, hier 2N3055 und MJ2955 von Motorola. Nötig und zuverlässig wäre jedoch eine Einrichtung zur SOAR-Begrenzung, die in einem solchen Verstärker wegen des fehlenden Massebezugs für den Begrenzer prinzipbedingt nicht realisierbar ist. Deshalb starb auch jeder mit den Originaltypen aufgebaute EQUA bei einem Kurzschluss in der LS-Leitung sofortigst, auch wenn aus dem Netztrafo lediglich 48 Vac kamen - und gar kein Signal anlag. Deutlich robuster wurden meine EQUAs, nachdem ich die Originale durch die 250-Watt/20-Ampere-Boliden MJ15003 bzw MJ15004 ersetzt hatte. Heute jedoch stünden in TO3 die schnelleren MJ21193 bzw. MJ21194 mit erweitertem SOAR zur Verfügung und die als NJW21193 bzw. NJW21194 auch im TO3-P-Kunststoffgehäuse verfügbar sind. Deshalb meine Empfehlung oben. Die ungenügenden oder gar fehlenden Maßnahmen zur Kurzschlusssicherung werden einfach durch wesentlich leistungsfähigere und robustere Transistoren wettgemacht.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Daniel,


    hat das Gerät denn jemals funktioniert, seit es in Deinem Besitz ist? Es bestehen nämlich viele mögliche Ursachen. Miss bitte mal den Spannungsabfall über den beiden gut warm gewordenen Widerständen und berichte.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Siggi,


    auf Deinem Foto sieht man sehr schön die von mir weiter oben erwähnte Mutter zur Geschwindigkeits-Grundeinstellung :thumbup: .


    Wenn alle Stricke reißen, wonach es zur zeit wohl aussieht, ist die O-Ring-Lösung wohl besser als gar keine Pitchverstellung. Wegen des nicht gegebenen Formschlusses besteht jedoch nicht zwangsweise ein Zusammenhang zwischen dem, was der Knopf so anzeigt, und der tatsächlichen Gescheindigkeit.


    Beste Grüße, Uwe

    Ich kann mich täuschen, aber war bei den axialen die Einrollung rundherum nicht immer am Minuspol ? Habe im Moment nix zum nachgucken, weil ich nicht im Lager bin.

    Hallo Peter,


    diese Einziehung im Körper des Elkos dient zusammen mit der Bördelung am Rand zur Befestigung der isolierenden Gummiplatte, durch die der Plus-Anschluss geführt wird. Ob der gezeigte Elko richtig herum eingebaut ist, vermag ich dennoch nicht zu sagen, da mir der Bestückungsplan fehlt.


    Beste Grüße, Uwe


    Edit: Habe nachgesehen, die drei auf dem Foto abgebildeten Elkos sind alle richtig montiert!

    Hallo Thomas,


    ich justiere die Grundgeschwindigkeit mit der Polystop-Sicherheitsmutter (SW 7, meine ich) an der Verstellmimik so, dass der Spieler bei Neutralstellung des Bedienungsknopfs exakt mit Nenndrehzahl läuft. Sinn macht dies natürlich nur bei einem passenden, formschlüssigen Verstellriemen.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Thomas,


    es passt jede Zarge für eine mittelgroße Platine mit drei Federtöpfen und zwei Transportsicherungsschrauben - wobei ich nicht weiß, welche Spieler denn als klein gelten, da ich lediglich solche in der Größe z. B. Deines 1239 und die großen mit 30-cm-Teller, vier Federtöpfen und drei Schrauben kenne ;) .


    Ein größeres Problem ist der Zahnriemen zur Pitchverstellung, den es heute einfach nicht mehr gibt. Diejenigen, die z. B. via epay als passend für 1237 und 1239 angeboten werden, sind alle zu lang. Manch einer hier empfielt die Verwendung eines großen O-Rings, doch damit hat man keinen Formschluss und der Knopf rutscht eben doch wieder durch. Zudem wurde die Hatbarkeit dieser Kompromisslösung auch noch nicht hinreichend evaluiert.


    Beste Grüße, Uwe

    Wunderbar! Zucken die Instrumente nicht nur, sondern zeigen sie auch den Ausgangspegel an?


    Die Frontblende muss man doch beim CV 1460 gar nicht entfernen, um an die Beleuchtung zu kommen (im Gegensatz zum CV 1260 übrigens). Es genügt, die lange, schmale Platine (Teil Nr. 43 auf der Explosionszeichnung) zu entfernen, die mit sechs schwarzen Plastikstöpseln an der Hinterseite der Instrumente befestigt ist?!?



    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Tobi,


    schön, dass das gute Stück nun im Großen und Ganzen wieder werkelt - und dass Du Feedback gegeben hast :thumbup: !


    Kannst Du mit einem Multimeter umgehen? Dann lade Dir hier das Servicemanual zum CV 1460 herunter. Das Schalbild, es gehört zur älteren Version ohne ausgewiesenen CD-Eingang, habe ich schon mal bereitgestellt:



    Als Erstes würde ich mit dem Multimeter im niedrigsten Ohm-Bereich prüfen, ob die Messwerkspulen Durchgang haben (Punkte 14 und 15 auf der Hauptplatine gegen Punkt 13). Die Zeiger müssen zucken! Anschließend misst Du bitte die Spannungen am IC 1 (TA-7318P) und vergleichst sie mit den Angaben im Schaltbild.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    ist tatsächlich der Starthebel gebrochen oder lediglich der kurze Einschalthebel abgefallen, der ans untere Ende der durchs Chassis führenden Welle geschraubt sein sollte? Deine Fotos geben die Details nicht preis, man erkennt lediglich, dass die Abdeckplatte des Starthebels fehlt.


    Dein Montagebrett gefällt :thumbup:! Es schreit jedoch danach, den Ausschnitt gemäß der im WWW verfügbaren Schablone auszusägen und mittels einer Oberfräse die Unterseite so zu bearbeiten, dass der Spieler auf seinen drei Federtöpfen ruhen kann.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    diese Strombrücken arbeiten nicht mechanisch, dazu wäre die mechanische Spannung des Glühfadens nciht ausreichend. Vielmehr ist das ein Aluminiumdraht, dessen ausl Al2O3 bestehende Isolierung so bemessen ist, dass sie der normalen Lampenspannung problemlos standhält, jedoch durchschlägt, sobald 230 V über dem offenen Glühfaden abfallen. Ob Gefahr besteht, ist nicht so ohne Weiteres zu beurteilen, da ich nicht weiß, ob die 33 Volt der Trafowicklung ausreichen, diese Isolierung durchschlagen zu lassen.


    Beste Grüße, Uwe

    Genau. Bei solchen Motoren nimmt die äußere Beschaltung keinerlei Einfluss auf die Drehrichtung - es sei denn, man verpolt eine der beiden Wicklungsteile, dann dreht der Motor nämlich überhaupt nicht.


    Wird der Stator jedoch umgekehrt eingebaut, ändert sich die Drehrichtung des Felds und damit auch des Läufers. Der SM 400 wird dabei quasi zu einem AM 400 (mit falscher Laufrichtung), da der stählerne Ring, der zum Einfangen des Läufers dient, nun gegenüber seinem unteren Ende sitzt, der Magnetring jedoch am oberen.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Berthold,


    es haben also beide Masseleitungen und beide Signalleitungen Durchgang zu den jeweiligen Pins am Abtaster und auch der Abtaster hat für beide Generatorspulen Durchgang im Bereich einiger hundert Ohm? Falls all das zutrifft, ist Dein Kurzschließer dejustiert!


    Beste Grüße, Uwe