Beiträge von VixNoelopan

    Habe die Tage zwei Alben des 1070er-Jahre-Helden Jean Michel Jarré gekauft, die ich mir damals als Jugendlicher mit sehr begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht leisten konnte. Sie klingen beide gut, sowohl über meine hochwertige Anlage als auch über ein 1950er-Jahre-Gelsenkirchener-Barock-Gebiss-Röhrenradio. Irgendwie zumindest. Doch wer kann schon sagen, welchen Klang Interpret und Produzent bei dieser ausschließlich auf Synthesizern interpretierten Musik eigentlich beabsichtigten? Das würde vermutlich sogar dann klingen, wenn es mit einer CDS-650-Plattenfräse abgetastet würde. Irgendwie zumindest.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Thomas,


    es geht nicht um den Musikgeschmack, zumindest nicht primär, sondern um den Grad der Ausdifferenzierung des Abgespielten. Hoch komprimierte, beispielsweise im Sinne des Loudness-Wars, vornehmlich auf Power-Chords basierende und/oder elektronisch erzeugte Musik benötigt nicht unbedingt hoch qualitative Komponenten. Die kommt z. B. über Lautsprecher mit Schlabberbässen besonders gut. Das Streben nach qualitativ guten bis hochwertigen Bausteinen indes ist :thumbup::thumbup::thumbup: .


    Beste Grüße, Uwe

    Guten Morgen Thomas,


    angesichts der von dir bevorzugten Musik musst du dir, mit Verlaub, um die Qualität eines Tonabnehmersystems keine sonderlichen Gedanken machen. Eine richtig gutes System spielt seine Qualitäten eher bei Jazz und Klassik aus.


    Klar wird das ULM-Prinzip beim Umbau aufgegeben, doch das macht nichts, wie ich selbst täglich mit meinem mehrfach umgebauten CS 741 Q (siehe meine diversen Threads) erfahre.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Stefan,


    sieh dir bitte den abgebildeten Kondensator genauer an. Steht EROFOL oder EROID drauf? Im zweiten Fall ist das ein Papierkondensator, der im Laufe der Jahrzehnte gerne Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt, was den schlechten Wert bei der Isolationsmessung erklärte.


    Kunststofffolienkondensatoren degradieren eher nicht, wenn sie als Eingangskoppelkondensatoren eingesetzt werden und somit keinen größeren Belastungen ausgesetzt sind.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    wenn dem so ist, dass besagte Dioden via Sampling der Regelelektronik eine Information über die tatsächliche Umdrehungsgeschwindigkeit zuspielen, ist auf jeden Fall ein Neuabgleich erforderlich, falls welche mit abweichender Kniespannung verwendet werden sollen. Ergo müssen die zuständigen Trimmpotis »angefasst« werden.


    Dass Schottky-Dioden einen höheren Sperrstrom als solche aus Ge besitzen sollen, wäre mir neu.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Peter,


    deinem Schaltplanauszug ist leider nicht zu entnehmen, mit welcher Spannung genau die Abstimmpotentiometer versorgt werden - das andere Ende zum Pfeil H fehlt. Die Erfahrung jedoch lässt -30 V als recht plausibel erscheinen. Nicht von ungefähr gab es damals temperaturkompensierte und extrem genaue Zenerdioden, wie z. B. ZTK 33 oder TAA 550, die stabilisiert -33 V für Abstimmaggregate á la Preomat bereitstellten.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    bedenke bitte, dass Du immer zusätzlich einen Vorverstärker benötigst, wenn Du bei Aktivlautsprechern bleiben möchtest. Der VV übernimmt die zum Anschluss eines Plattenspielers mit MM-System nötige Vorverstärkung und RIAA-Entzerrung, zudem erlaubt er die Einstellung der Lautstärke.


    Im übrigen teile ich die Meinung, dass ein mit einer guten elliptischen Nadel ausgerüstetes M 75 ein durchaus mehr aus brauchbarer Abtaster ist.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    ich denke durchaus, dass der fehlende Kühlkörper die Ursache war. Ge-Transistoren haben einen ausgeprägten negativen Temperaturkoeffizienten, die BE-Spannung betreffend, und wurden völlig ohne Kühlung schlicht zu warm. Zudem fehte die thermische Rückkopplung via Scheiben-NTC völlig.


    Beste Grüße, Uwe

    Ich denke schon und würde Transistoren mit diesem Ergebnis der Überschlagsmessung weiter verwenden :thumbup: .


    Beste Grüße, Uwe


    Edit: Die Sache mit Gleichrichter und Ladeelko ist kein Hexenwerk und in ersten Posting besagten Threads beschrieben. In dürren Worten: Externen Gleichrichter vorsehen, Sekundärwicklung des Trafos an diesen (~ ~) anschließen statt an die Platine, Plus und Minus des neuen Gleichrichters mit den entsprechenden Anschlüssen des Elkos verbinden. Fertig!

    Hallo Michael,


    fehlt noch die Messung Emitter-Kollektor, die in beiden Richtungen hochohmig sein muss.


    Die von dir gezeigten Iso-Scheiben sind wohl doch solche aus Glimmer. Als Ersatz kannst du auch welche aus Silikonfolie nehmen. Btw, ganz ohne Scheiben hätte sich dein Gerät nciht früher oder später verabschiedet, sondern sofort und auf beeindruckende Weise ;) .


    Nochmal btw: Auch hier hat Dual den bekannten Fehler begangen, die Elektronik am Gleichrichter anstatt am Ladeelko anzuschließen. Das habe ich an den beiden KA 60, die durch meine Hände gegangen sind, berichtigt.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    diese Transistoren machten mich ebenfalls stutzig. Zum einen, weil ich BD 243 nur im TO220-Gehäuse kenne (die gezeigten sind TO3-P), zum anderen, weil als Originalbestückung BD 607 zu erwarten gewesen wären.


    Transistoren, deren Collector nicht von der Kühlfahne bzw. dem Gehäuse isoliert sind, müssen immer mit hilfe geeigneten Isolationsmaterials mit dem Kühlkörper verschraubt werden. Mich wundert, dass diese Anlage im gezeigten Zustand je funktionierte.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo,


    man kann wohl jeden Spieler mit einem in seiner Geometrie halbswegs passenden Arm ausstatten, wenn man bereit ist, auf die Automatik-Funktion zu verzichten und andere Eigenschaften des Originalgeräts aufzugeben. Wie ich weiter oben schrieb, ist es auch bei meinem Umbau des 741 kaum anders - die ULM-Eigenschaft ist nun wohl perdu, was mich jedoch nicht großartig stört, da er nun sowohl mit dem P8ES SuperNova als auch mit dem schnöden Shure V15 IV sehr schön harmoniert.


    Zu hinterfragen ist jedoch, ob sich der Aufwand lohnt, einen CS 741 Q o. ä. mit einem völlig fremden Tonarm auszurüsten, oder ob es nicht sinnvoller ist, hierzu ein Laufwerk zu nehmen, das dem Grunde nach dafür vorgesehen ist, mit beliebigen Armen ausgestattet zu werden (wie bereits weiter oben vorgeschlagen).


    Beste Grüße, Uwe