Tonarm 1219 auf Laufwerk CS 601 montieren ?

  • Moin Gemeinde,


    wer mich und meine verrückten Ideen von früher noch kennt - nach langer Zeit werde ich in diesem Forum doch noch mal aktiv.


    Mein neuestes Verbrechen:
    Da mir der Tonarm des 1219 mit seine Spitzenlagerung in kardanischer Aufhängung als ein guter Arm bekannt ist .......... und eine (bereits damals erkannte) Schwachstelle am CS 601 der Tonarm bzw. dessen - im Vergleich zum 701 - "einfachere Lagerung" ist ...........
    Und wie der Zufall es will, ich noch einen kompletten 1219 Arm inklusive allen Anbauteilen wie Antiskating und Höhenverstellung hier liegen habe ........


    Meine Frage:
    Würde das qualitativ einen positiven Effekt auf den CS 601 haben ...... oder täuscht mich da meine Erinnerung?


    Ich weiß, das es nicht der Sinn eines Dual Boards sein kann, das zerfleddern von originalen Geräten zu unterstützen - aber welche Fachleute könnte ich sonst fragen?
    Das ich zu meiner Lehrzeit in einer Werkstatt (autorisierter Dual Servicestützpunkt) in Dssd mal Radio- und Fernsehtechniker gelernt habe, wissen einige vielleicht noch.
    Trotzdem schadet es ja nicht, mal die heutigen Experten zu fragen :-) ...... und vielleicht ist ja auch einer von den alten "Spezialisten" aus meiner Generation dabei ;-)


    Gruß,
    der (hier wiederauferstandene) Arvid

  • Hallo Arvid,


    Hmmm.... die bieden (1219 und 601) haben beide einen kardanisch gelagerten Tonarm. Sieht halt optisch ganz anders aus. Vom Prinzip her aber eben beide kardanisch gelagert.



    Ich persönlich mag die beiden "Lagerringe" der 1219/29/18 aber lieber leiden - rein optisch betrachtet. Ich denke die beiden werden sich in Sachen Qualität kaum unterscheiden - wenn überhaupt.



    Meine persönliche Meinung: Ich glaube es macht aus rein "klanglicher" Sicht keinerlei Sinn den Tonarm zu ersetzen. Hinzu kommt wohl auch das Problem dass es wohl rein technisch nicht so ohne weiteres möglich ist (wenn überhaupt) das mechanisch so umzubauen dass alles nachher richtig funktioniert. Also die Automatik, Endabschaltung, Lift usw.




    Und ob es nun Sinn macht einen Dual zu "zerfleddern" ... nun ja, da gibt es unterschiedliche Ansichten. ;)




    Ich persönlich bin da recht schmerzfrei und habe da auch schon das "eine" oder "andere" gebastelt. Allerdings auch nicht auf "Biegen und Brechen". Kommt halt auf die "Basis" an. Ein schrottiger Spieler, der normalerweise auf den Wertstoffhof landen würde..... zum Beispiel ein Spieler mit geschrotteten Tonarm..... und hier würde noch irgendwas "rumliegen"..... Wie geschrieben - ich bin da schmerzfrei. :P:thumbsup:



    Ich persönlich würde aber einen gut erhaltenen Spieler nicht unbedingt schlachten um da was zu basteln. Dafür gibt es genug anderen "Schrott" am Markt.



    Organisiere Dir doch einfach einen schrottigen 601 und probiere es aus. Wenn es ums Basteln gehen sollte......


    Jeder wie er mag!

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Organisiere Dir doch einfach einen schrottigen 601 und probiere es aus. Wenn es ums Basteln gehen sollte......

    Oder einen 1219 oder 1229 ohne oder defektem Arm.



    LG, Micha

  • Hallo


    m.E. unterscheidet sich nicht die Qualität beider Tonarme.
    http://www.hifi-archiv.info/Ra…ual/Dual%201977%20353.jpg


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Schwachstelle am CS 601 der Tonarm bzw. dessen - im Vergleich zum 701 - "einfachere Lagerung"

    Ähääm, sind die nicht beide identisch ???


    Ulli

  • Wie kommst Du auf die Idee, dass der Tonarm vom 1219 besser wäre ? Der ist genauso kardanisch gelagert - nur halt mit einem Halbbogen statt des Ringes.


    Noch dazu war der 1219 im Unterschied zum 601 ein Wechsler. Du würdest Dir mit der S/M-Umstellung noch dazu eine Schwachstelle einhandeln. Es ist auch fraglich, ob da der Winkel der Nadel zur Platte passt.


    Der 1219 hatte den ersten langen Tonarm von Dual. Da ist eher damit zu rechnen, dass der Tonarm beim 601 ausgereifter ist - falls überhaupt ein hörbarer Unterschied besteht.

    Grüße,
    Albert


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:

  • Tatsache ist, das die Lager in der kardanischen Lagerung am Tonarm des 1219 besser als die des 601 Tonarms sind. Wenn also ein 222mm langer Arm bei einem Wechsler durch die Mechanik bewegt werden soll, muss die Lagerung schon extrem leichtgängig sein. Zwar ist der Arm durch das ausbalancieren nahezu Gewichtslos ..... aber keinesfalls Masselos - das Teil muss ja zur Bewegung beschleunigt werden ....
    Beide Arme sind 8 3/4 Zoll Arme und weil beide Geräte eine automatische Tonarm Zu- und Rückführung haben, sollte es auch keine oder kaum mechanische Probleme geben.............. aber das wird sich ja zeigen.


    Soweit meine Überlegungen .......
    Es ist - abgesehen davon - auch oftmals so, das die ersten Geräteserien meistens aufwändiger gebaut werden - bevor die Rechnungsabteilung bzw. "der Verkauf" den Rotstift ansetzt um die Produktion preisgünstiger zu machen.
    Auch soll es in Amiland einen 1219Q geben, der den einfacheren Arm des 601 trägt ........ und dieses ist an diesem Gerät des öfteren bemängelt worden (daher auch mein Gedanke).


    Ausserdem bin ich kein Dual Fan, deshalb habe ich kein Problem damit, ein funktionierendes Gerät zu zerlegen - ich mag aber die Haptik der Duals aus den 60 - 70gern.


    Naja - mal sehen, ob ich immer noch bereit bin den 601 zu zerfleddern, wenn die Kiste vor mir auf dem Tisch steht.


    Gruß
    Arvid


    P.s: Es ist ja nicht so, das die Duals meine einzigen Spieler sind. Ich besitze auch noch einen 1019, einen Philips Subchassis- Spieler (22 GA 202) sowie 2 Briten (Garrard 86SB MK II "little zero" und BSR McDonald BDS 80).

    Einmal editiert, zuletzt von chinakohl ()

  • Tatsache ist, das die ??? in der kardanischen Lagerung am Tonarm des 1219 besser als die des 601 Tonarms ist.

    Moin,
    was soll denn besser sein an der Lagerung? Beide kardanisch spitzengelagert.

    sollte es auch keine oder kaum mechanische Probleme geben.


    Hmm, also hast Du die Antworten oben nicht gelesen? Der Arm des 1219 sockelt quasi auf dem Multiselector, das ist einerseits eine schöne Funktionalität, mechanisch ist es aber so ganz nüchter betrachtet eine mittlere Katastrophe im Vergleich zu einem ganz normalen Arm. Schon das Stilllegen wenn nicht anders machbar ist aufwändig.

    Peace!

    I use to dream about destruction - Now that I feel it getting near - I spend my time watching the ocean - And waves are all I want to hear


    Babo fra Slesvig

  • Moin...


    Ich frage mich gerade, warum du überhaupt fragst, wenn dir die Antworten eh egal sind?


    Hier haben jetzt mehre gesagt (und da schließe ich mich an) dass es qualitativ keinen merklichen Unterschied zwischen 1219- und 601-Arm gibt, du beharrst aber darauf, das der 601 schlechter ist. Bitte, mach das, aber dann kannst du dir die Frage sparen.


    Wenn du basteln willst, tu das. Das wird dir hier keiner verbieten und wir sind sicher gespannt auf das Ergebnis.


    Gruß
    Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Hallo Martin,


    nein - mir sind die Antworten keinesfalls egal - und ich will auch nicht "nur basteln".
    Den verlauf des Threads habe ich mitunter auch so interpretiert, das ich gefühlt eine Erklärung meines Ansinnens schuldig war.
    Nichts anderes habe ich liefern wollen ........ und es hat rein gar nix mit Beratungsresistenz zu tun.


    Spielt aber auch keine Rolle mehr, ich habe mir mal vergleichbare Daten besorgt.
    Demnach ist der Tonarm des CS601 aufgrund der fortschreitenden technischen Entwicklung nicht schlechter als der 1219/1229 Arm.
    Allerdings ist wiederum der Arm des 701 besser (bessere und engtoleriertere Spitzenlager) und nicht gleich dem Arm des 601 - da würde ein Austausch dann durchaus Sinn machen.
    Genau so, wie ein deutliches Aufwerten des 1219/1229 durch einen Riemenantrieb.


    http://www.hifimuseum.de/2655.html


    http://www.hifimuseum.de/der-dual-1219-prospekt.html


    ....... nicht die Werbeprospekt-Teile lesen - hinten im Anhang stehen jeweils die techn. Daten :D


    So, und nun beruhigt euch wieder ........ ich lasse den CS... (bis auf die Zarge ;-) ) unangetastet.
    Wenn ich basteln will, habe ich noch ein verunfalltes 1219 Chassis.
    ....... das ich eine fast kompl. ausgestattete mechanische Werkstatt habe, erwähnte ich? ........


    Gruß
    Arvid


    P.s: Und ein versierter Mechaniker weiß, das es auch bei Lagern - egal ob Gleit- Wälz- oder Spitzenlagerung - Qualitätsunterschiede hinsichtlich Material und Toleranzen gibt.

  • Auch wenn das gerne so behauptet wird, aber ob eine Umrüstung auf Riemenantrieb da nun wirklich vorteilhaft ist, da habe ich ernste Zweifel.
    Durch den schweren Teller muss das schon ein entsprechend kräftiger Riemen sein, der dann zwangsläufig auch wieder einen anderen Schlupf hat.


    Plattenspieler sind nun mal uralte Technik. Da kann man zwar sicher das Eine oder Andere optimieren, aber man bleibt bei einem uralten Prinzip.
    Würde man dieses Prinzip verlassen, könnte man da sicher erhebliche Verbesserungen erreichen, aber dann wären es eben auch keine Schallplatten mehr.


    Ich denke hier z.B. an eine optische Abtastung. Ist sicher möglich, aber bringt für sich alleine keinen großen Gewinn gegenüber einer guten Nadel.
    Wenn wir der Platte nun noch eine hoch genaue Zeitspur verpassen würden, dann die Daten in einen zwischenspeicher laden würden um sie von dort mittels der Zeitspur exakt wiederzugeben, hätten wir das Problem mit den Gleichlaufschwankungen beseitigt. Problem dabei: Schallplatten haben diese Zeitspur nicht. Bei einer digitalen speicherung braucht es die Zeitspur nicht, da der Takt klar definiert ist. Bei einer analogen Wiedergabe fehlt diese Taktung.
    Technisch ist das heute alles machbar. Es ist aber wirtschaftlich uninteressant

  • Oooch, was die Umrüstung auf Riemenantrieb beim 1219 angeht, so habe ich da bereits mehr oder weniger erfolgreiche Versuche hinter mir.


    Wenn man den Teller am Aussenumfang antreibt, reicht auch ein kleiner DC Motor (in meinem Fall aus einem alten Hitachi Plastikgeschoss).
    Das für das entsprechende Übersetzungsverhältnis erforderliche Motorpulley habe ich mir (auf der Drehbank) aus Messing selbst gedreht.
    Funktionierte nahezu tadellos - bis auf die Tatsache, das ich keinen passenden Riemen gefunden habe und somit einen selbst zusammenkleben musste ......... hier in MH/R gab`s zum Glück eine Firma, die sich mit der Herstellung von Antriebsriemen beschäftigte - dort konnte ich zugeschnittenes Rohmaterial/Abschnitte ergattern.
    Problem: Die Klebestelle war hörbar und das Gerät sah optisch nicht gerade "vorteilhaft" aus ........... allerdings hatte ich das ganze auch "mal eben so hingeferkelt" und mir keine Mühe bei der mechanischen/optischen Ausführung gemacht.


    Hätte ich den Antriebsring unter dem Plattenteller von aussen vorsichtig fein(geschlichtet) abgedreht und ein anderes Übersetzungsverhältnis gewählt, wäre optisch von aussen möglicherweise fast nix zu sehen gewesen, da die Drehzahlumschaltung von 33 zu 45 elektronisch geregelt wurde.
    Dort zusätzlich die Original-Bedienungselemente einzubinden wäre letztendlich nur ein "Fleißkärtchen" gewesen.


    Gruß
    Arvid

  • Der Vorteil vom 1219/29 ist doch gerade das keine kleinen Gleichstrommotor hat.
    Der ist kaum zu optimieren.
    Und das der Arm vom 701 merklich besser (was immer das heißt) als der vom 601 wage ich immer noch zu
    bezweifeln. Ich habe beide hier und schon beide demontiert und wieder montiert.


    Ulli

  • Ob das ein Vorteil des 1219 ist? Wohl eher nicht.
    Die Drehzahlkonstanz und das Anlaufdrehmoment des eingebauten Motors ist/war ausreichend und wahrscheinlich in der Fertigung damals auch preiswerter als elektronisch geregelte Gleichstrommotoren. Das diese sehr viel genauer laufen, sieht man unter anderem an den verringerten Schwungmassen der Plattenteller.
    Was nicht heißen soll, das ich kleine Gleichstrommotore bevorzuge ;-)


    Es herrschen so viele Mythen über die alten Geräte ...... unglaublich.
    Ich hab`zwar die Wahrheit nicht gepachtet, aber ich habe diese Geräte damals (als sie "neu" waren) mit verkauft, aufgestellt (ja - das haben die Radiofritzen damals vor Media-Markt Zeiten tatsächlich noch gemacht) und gewartet/repariert.
    Was aber mittlerweile auch schon 40 Jahre her ist (ebenso wie das ausscheiden aus diesem Beruf).
    Das nur zur Entgegnung auf einen Einwand, ich würde mir das Vorhaben zu einfach vorstellen.


    Aber ist doch gut ...... ich schrieb ja schon: Thema ist vom Tisch.



    Gruß
    Arvid

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