Dual Schleiflack weiß , wie erneuern?

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    • Dual Schleiflack weiß , wie erneuern?

      Hi!
      bin gerade dabei eine HS43 zu renovieren. Das Gehäuse ist in schlechtem Zustand, es hat Risse, die geleimt werden müssen, und eine größere Abplatzung an der linken Seite , die gespachtelt und geschliffen werden muss.
      Danach steht eine neue Lackierung an.
      Die original-Lackierung wieder herzustellen ist für mich ziemlich problematisch. Weder weiss ich welche Farbe man nehmen soll, und ob solche überhaupt noch erhältlich ist, und wie man diese verarbeitet.
      Ich möchte es einfach nur wissen wie und womit es gemacht wurde, also bitte keine gutgemeinten Tipps mit Sprühdosen, es sei denn, es handelt sich wirklich um original-Schleiflack.
      Gruss Armin
    • Hallo Armin,

      mein Wohnmobil habe ich jetzt größtenteils in "Schleiflack/weiß"...
      Ich mal es mit der Rolle mit ganz einfacher Weiß-Farbe und wenn es dann irgendwann gewaschen wird (meist 1 x im Frühjahr), mache ich das mit 600er Nassschleifpapier (natürlich naß).
      Es entstegt eine wirklich schöne glatte Oberfläche, die den original Dual-Zargen sehr ähnelt.
      Wichtig ist, daß der Lack gut durchgetrocknet ist und nicht trocken geschmirgelt wird.
      Die Farbe? Bei den 1000 verschiedenen Vergilbungsgraden denke ich, daß das eher nebensächlich ist.

      Schöne Grüße,
      Andreas
    • Platten-Spieler schrieb:

      mache ich das mit 600er Nassschleifpapier (natürlich naß).
      Das ist das A und O. Der eigentliche Farbton ist kaum mehr zu ermitteln, da es kaum mehr welche gibt die nicht durch Nikotin oder UV Einstrahlung verfärbt sind. Aber ein richtiges Reinweiss war es wohl nie. So gesehen ist der Lack fast egal, aber um die richtige Schleiflackoptik hin zu bekommen muss man den gut durchgetrockneten Lack so häufig Schleifen bis die Oberfläche im Gegenlicht geprüft keine auch noch so kleine Unebenheiten mehr hat. Einmal habe ich mir das gegeben, es waren sicher 6-8 Durchgänge notwendig.
      Ich bin mir daher nicht sicher ob die Originalfarbe überhaupt Schleiflack war, ich tippe eher auf weiß seidenmatt . Bei den Plattenspielerzargen war es soweit ich das erinnere sogar eine Kunstoffbeschichtung und kein Lack.
      VG
      Kai


    • Hallo,

      echter Schleiflack hätte wahrscheinlich den Gerätepreis zu stark angehoben.

      Man kommt mit Kunstharzlack seidenmatt sehr gut hin. Ich habe bei mir einige Möbel und Boxen, teils um die Farbe zu ändern, teils um beschädigte Oberflächen zu restaurieren, damit gespritzt (mit Wagner Farbsprühsystem). Sie heben sich nicht von denen mit noch originaler "Schleiflack-Weiß"-Lackierung ab.
      Die Farbe habe ich mit Hilfe der Farbkarten im Laden und einem Vergleichsbrett bestimmt. Ich war sehr erstaunt, wie komisch farbstichig das weiß gegenüber reinweiß war.
      Gruß
      Thechnor
    • Hallo

      Hab ich schon öfter geschrieben aber nun nochmal. Es gibt weder Schleiflack noch Klavierlack.

      Es gibt erst mal nur glänzenden Lack. Dem mischt man einen Zusatz bei bis der gewünschte Grad der Mattierung erreicht ist. Bei Klavierlack wird der Lack erst stark verdünnt und in mehreren Schichten aufgetragen. Das Verdünnungsverhältnis wird immer weiter zurückgenommen bis eine hochglänzende Oberfläche erreicht ist.

      Im Autozubehör bekommt man aber den Lack der heutigen Mattlackfahrzeuge auch in Dosen angemischt
    • bei den wenigen Gehäusen, die ich ausgebessert habe, hab ich es wie folgt gemacht:

      1) Gehäuse mechanisch repariert/geleimt
      2) mit Schleifpaste oder Schmutzradierer das noch vorhandene Originalweiß so lange bearbeitet, bis ich eine homogene Farbe ohne gelbe Flecken o.ä. hatte.
      3) Farbkarten aus dem Baumarkt besorgt, und durch Gegenhalten den richtigen weiß-Farbton rausgesucht.
      4) Farbe im Baumarkt anmischen lassen, als seidenmatt Lack
      5) die schadhaften Stellen mit Acrylspachtel ausgebessert und beigeschliffen, bis die Stelle mit der restlichen Originallackierung flächenbündig war
      6) den Lack verdünnt, in eine Airbrush gefüllt, und so lange drübergehaucht, bis die Stelle nicht mehr zu sehen war.
      7) die stelle beipoliert, wenn dabei der Untergrund wieder durchscheint, nochmal mit der Airbrush drüberlackiert.

      Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass der Originallack erhalten bleibt, das Ergebnis wirklich gut aussieht, und ziemlich schnell geht. Acryllacke und Spachtelmassen sind in wenigen Minuten trocken, wenn man sie dünn aufträgt. Die Airbrush gibt eine so geringe Farbmenge ab, dass man kaum Läufer produziert wie bei Spraydosen oder einer Wagner Spritzpistole, und der Farbnebel ist so fein, dass die Oberflächenstruktur kaum noch nachgearbeitet werden muss.

      Und bevor jetzt das Argument "Airbrush = teuer" kommt - eine für diesen Zweck brauchbare Airbrush bekommt man für unter 30 Euro, und wenn kein Kompressor da ist, tut es eine Gloria Gartenspritze. Da kann man die Airbrush anschliessen, es ist ein Manometer vorhanden, und einmal aufpumpen reicht für mehrere Minuten sprühen.

      Übrigens, je kleiner die Schadstellen sind, umso weniger sieht man sie nachher. Daher sollte man versuchen, den Originallack so gut wie möglich zu erhalten, und nichts noch zusätzlich kaputtzumachen, z.B. bei der Gehäusereparatur.

      Gruß Frank
    • nick_riviera schrieb:

      und wenn kein Kompressor da ist, tut es eine Gloria Gartenspritze.
      Hallo Leute,

      alter Bauerntrick! Man nehme sein, so vorhanden, Ersatzrad der Familienkutsche und fahre zur Tanke des Vertrauens.
      Das selbe wir docht mit dem möglichen Maximaldruck gefüllt und in den heimischen Bastellkeller verschleppt.
      Dort wir damit die Airbrush befeuert, so kenne ich das!

      Frank ich bin begeistert über Deine "minimal inversiven Eingriffe in bestehendes Kulturgut.
      Ich kann mir vorstellen, dass das Ergebnis wirklich gut wird.

      Viele Grüße
      Frank
    • steamyboy schrieb:

      alter Bauerntrick! Man nehme sein, so vorhanden, Ersatzrad der Familienkutsche und fahre zur Tanke des Vertrauens.
      Das selbe wir docht mit dem möglichen Maximaldruck gefüllt und in den heimischen Bastellkeller verschleppt.
      Dort wir damit die Airbrush befeuert, so kenne ich das!
      Alter Strauchdieb. So ging das früher beim Käfer mit der Waschanlage
    • ich finde das mit der Blumenspritze deshalb so schön, weil es wohnraumtauglich und unkompliziert ist.

      Das mit dem Autoreifen ist bei Airbrushern gängige Praxis, es gibt sogar Ventilafapter dafür zu kaufen. Es ist aber nicht so toll, einen Autoreifen in der Bastelecke liegen zu haben, man hat keine Möglichkeit, den Druck zu kontrollieren, und das Nachpumpen ist auch etwas unkomfortabel. Die Blumenspritze hat ein Manometer und die Luftpumpe eingebaut, und ist trotzdem nicht grösser als ein Feuerlöscher.

      Gruss Frank
    • Hi !

      Gute Dienste tun auch die kleinen Kompressoren, die mit Verneblern, wie Pariboy etc. kommen.
      Das hat den Doppeleffekt, daß man in der Erkältungszeit oder bei verstopften Bronchien auch mal wieder den Vernebler mit einer Kochsalzlösung dranhängen kann.

      Für eine kleine Badger Basic reicht der Druck aus dem Membrankompressor allemal, aber der Druckaufbau ist doch etwas stoßartig, deshalb sollte man einen Sprühpistolen-Adapter mit einem kleinen Drucktank dazwischen aufbauen, der den Druck etwas egalisiert.

      Sowas zum Beispiel:

      ebay.de/itm/Pari-Boy-Type-038-…43409?hash=item285b5d7571

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • sowas haben wir auch für eine Tochter, die an Krupphusten gelitten hat.

      Die Dinger sind aber a) ziemlich laut, und b) kostet der kleinste Pariboy irgendwas um 400 Euro, ist also eigentlich zu schade. Da würde ich mir ernsthaft überlegen, lieber gleich so ein 79 Euro Komplettpaket aus Airbrush und Mini-Kompressor zu nehmen, was es öfter im Baumarkt gibt, z.B. von Rowi oder Güde. Mehr Krach als ein Pariboy macht so ein Mini Kompressor auch nicht, und von der Luftmenge ist das schon was anderes.

      Was bei allen Kompressoren ohne Tank auch noch das Problem ist, ist der oszillierende Luftstrom. Deshalb bekommt man auch mit diesen enfachen Wagner Eimern keine vernünftige Lackoberfläche hin. Deshalb arbeiten Airbrusher lieber mit einer Treibgasflasche als mit so einem Spielzeugkompressor. Und als billiger Ausgleichsbehälter eignet sich - ich will ja nicht drauf rumhacken - die Gloria Blumenspritze ;) .

      Gruss Frank
    • Hallo Jungs,

      ich bin ja nicht der begnadete Anstereicher vor dem Herren, wie ich ja schon schrieb....! ;(
      Ich wollte nur eine schnelle und einfache Methode aufzeigen wie man ohne großen Aufwand Airbrush betreiben kann.
      Den Ersatzreifen hat man ja, wenn vorhanden, kostenlos zur Verfügung.
      Das ist dann für ein mal vollkommen ausreichend. Die Gartenspritze muß ich erst teuer kaufen.

      Wenn ich natürlich des öfteren die Pistole schwinge würde ich nicht lange zögern und einen schönen Kompressor kaufen.
      Die Gartenspritze ist immer dann leer wenn es darauf ankommt. :thumbdown:

      Euer Farbkleckser
      Frank

      P.S. Wolfgang, den leeren Ersatzreifen hatte man immer dann wenn es gerade nicht sein sollte!
      Bei mir war es ein Kiesgruben LKW mit Matschreifen und dadurch Sicht gleich Null. :whistling:
      Da blieb nur anhalten, das Echolot war leider gleichzeitg ausgefallen. :rolleyes:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von steamyboy ()

    • nick_riviera schrieb:

      Was bei allen Kompressoren ohne Tank auch noch das Problem ist, ist der oszillierende Luftstrom. Deshalb bekommt man auch mit diesen enfachen Wagner Eimern keine vernünftige Lackoberfläche hin.
      Ich habe eine ganze Menge mit einem Wagner Sprühgerät lackiert. Das hat ein kräftiges Gebläse, was kontinuirlich arbeitet und über einen Schlauch die Spritze versorgt. Mit etwas Übung bekommt man damit gute Oberflächen hin. Es ist allerdings eher etwas fürs größere Oberflächen und nicht für filigrane Lackierarbeiten.
      Gruß
      Thechnor
    • sorry, ich meinte diese Wagner "All in One" Spritzpistolen. Von den grösseren Geräten kenne ich nur das Airless Teil für Wandfarbe. Das ist ja für Lacke gar nicht gemacht, und für kleine Sachen sowieso nicht.

      Eigentlich sind diese ganzen Alternativlösungen heute sowieso nicht mehr so wichtig, wo sogar bei Aldi schon brauchbare Kompressoren und Druckluftwerkzeuge verkauft werden. Ich habe so einen in der Garage, von Top Craft baugleich Einhell, der hat vor etwa fünf Jahren zusammen mit einem brauchbaren Werkzeug Set inkl. Lackierpistole 99 Euro gekostet. Einfache Airbrushs zum Lackieren gibt es im Baumarkt für 20 Euro inkl. aller Adapter für den grossen Kompressor. Eigentlich abartig, wie billig das alles geworden ist. Früher musste man für eine Wagner All in One Spritzpistole fast so viel bezahlen, und richtige Druckluftwerkzeuge waren für Bastler unerschwinglich.

      Gruss Frank
    • Moin,

      mit dem Thema befasse ich mich im Winter auch mal.
      Vorhanden sind diverse Pressluft Flaschen (Taucher) und als Druckminderer nehme ich einen alten Atemregler. Den Mitteldruck kann ich so zwischen 6 und 10bar einstellen. Einen Wasserabscheider brauche ich nicht, Das erledigt der Kompressor beim Füllen.

      Welche Airbrush - gute Mittelklasse - könnt Ihr empfehlen?

      VG Andreas
      Ich suche:
      Schallplatten von Kraftwerk
      Noch einen Nadeleinschub Ortofon OM defekt oder verschlissen
    • Wolfgang2 schrieb:

      steamyboy schrieb:

      alter Bauerntrick! Man nehme sein, so vorhanden, Ersatzrad der Familienkutsche und fahre zur Tanke des Vertrauens.
      Das selbe wir docht mit dem möglichen Maximaldruck gefüllt und in den heimischen Bastellkeller verschleppt.
      Dort wir damit die Airbrush befeuert, so kenne ich das!
      Alter Strauchdieb. So ging das früher beim Käfer mit der Waschanlage
      Und Beim Renault R4 auch.
      der hatte aber noch im Gegensatz zum Käfer noch die absolut geniale (Ist meine Meinung) Revolverschaltung !!!!!
      War mein erstes Auto und ich hatte eine Menge Spaß mit der Karre.
      Nur nicht mit dem Rost =O ;(

      Gruß
      Olli
    • Okling schrieb:

      der hatte aber noch im Gegensatz zum Käfer noch die absolut geniale (Ist meine Meinung) Revolverschaltung !!!!!
      Das ging beim Käfer nicht, da ist ja Motor und Getriebe hinten.
      Die Stange vom Schaltgestänge wäre beim Käfer im Kofferraum gewesen! :D :thumbup:
      Aber R4 war schon was, mein Bruder hatte auch zwei. In der Zeit ist bei mir nur ein Käfer durchgerostet! :thumbsup:
      Viele Grüße
      Frank