DUAL 701 ORTOFON M20

  • das ist der Micro Seiki TA 1

    Sorry, aber nö, nicht wirklich. Der TA-1 stammt aus der Vorgänger-Generation, der Arm vom PD-288/289 und PD-375 ist eher eine vereinfachte Version davon. Der TA-1 ist ein recht seltener Tonarm mit wechselbarem Armrohr - komplett aus Metall. War vor allem für PD-441/444/555 gedacht. Eine Art "Light-Version" des TA-1 mit festem Armohr wurde auf dem PD-272 und dem PD-277 (hier mit separatem Lift auf dem Topboard) verbaut.


    Der Arm auf dem von Dir geposteten Bild stammt von einem PD-272.


    Grüße, Brent

  • Die Arme des PD-272/289 sind konstruktiv recht ähnlich und wie von Brent erwähnt, eine vereinfachte Variante des TA-1. Beispielsweise gibt es die Höhenverstellung nicht - vermutlich auch, weil es konstruktiv mit der Tonarmautomatik zu aufwändig und teuer geworden wäre. Die Luxmänner sind zu einem guten Teil deswegen gefragt, weil es ein sehr gutes Design ist.


    Aber das ist hier sehr OT, sorry.

    VG Clemenzzz







  • Hm, stimmt, das muß man wohl unterscheiden (Micro-Seiki TA 1 vs. Luxman TA 1 von Micro Seiki)


    Ich sehe da kaum Qualitätsunterschiede, es ist offensichtlich, daß das die selben Arme sind - off topic, sorry

    Viele Grüße :) DerGerd

    3 Mal editiert, zuletzt von DerGerd ()

  • Hallo Gerd, ich habe den PD289 hier stehen. Es gibt Unterschiede - aber das würde hier zu weit führen.

    Grundsätzlich halte ich persönlich den etwas vereinfachten Luxman-Arm aber auch für einen sehr guten Tonarm.

    VG Clemenzzz







  • hast Du ein Foto vom "nicht Luxman" Micro seiki-TA1 ? ich finde nirgends eins, von daher bin mir auch unsicher

    Viele Grüße :) DerGerd

  • Hallo zusammen,


    naja, die Sache mit der Bestückung des Dual CS701 der ersten Serie lässt sich leicht erklären: Als der Plattenspieler auf den Markt kam, war das V15 Type III noch gar nicht bzw. gerade erst auf dem Markt erhältlich. Dessen Markteinführung war erst im 2. Quartal 1973. Bis dahin war das Shure V15 Type II Improved das Top-System von Shure.


    Das V15 Type III war das erste System mit einem linealglatten Frequenzgang innerhalb 2dB bei einer Auflagekraft von 1p bzw. 10mN und spielte sicher im Bereich von 0,75p - 1,25 p und das erste Tonabnehmersystem von Shure mit einem laminierten Polkern. D.h. mehrere Lamellen wurden zu einem Polkern laminiert (aus mehreren einzelnen Blechen bestehend verklebt), um Wirbelstromverluste zu minimieren und die Abtastfähigkeit von hohen Frequenzen zu gewährleisten. Denn was bringt es, wenn der Cantilever das mechanisch zwar abtasten kann, aber die schwache, durch den Magneten generierte Energie der hohen Frequenzen, von den Wirbelströmen reduziert wird.

    Die Shure V15 Type 3 bis 5 Systeme (Das gilt übrigens nicht für das V15 Type VxMR !) haben weder eine Bassbetonung, noch eine andere Betonung eines Frquenzbereichs, sondern sind garantiert linear innerhalb 2dB oder besser, das V15 Type 5 sogar garantiert innerhalb 1,5 dB oder besser innerhalb des Frequenzbereichs von 20Hz-20kHz.


    Da sind oft in einer Anlage die Lautsprecher oder Kopfhörer viel schlechter, was die Linearität angeht... :)


    Gruss,

    Thomas

  • 701er gegen meinem LINN LP12

    Hallo Rolf, irgendwie erinnert mich die ganze Linn-Konstruktion auf den ersten Blick sehr an einen Luxman pd289, obwohl der LINN ja eine federndes Subchassis zu haben scheint? Aber zumindest der Arm , vielleicht täusch ich mich aber eher... Grüße

    Luxman PD298

    289, ich habs korrigiert sorry

    Hallo Gerd , richtig der LP12 hat ein federndes Subchassis welches auf 3 Spiralfedern sitzt . Was mich an diesem laufwerk immer wieder fasziniert ist diese absolute Laufruhe - diese Stille wenn die Nadel in die Rille eintaucht .Das ist wirklich bemerkenswert. Die größeren Tonarme sind alles Linn Konstruktionen gefertigt in Glasgow . Ich persönlich habe einen Manticore Magician drauf welcher das Jubille souverän führt und vor allen Dingen viel günstiger gewesen ist als seinerzeit der Ekos von Linn. Zugegeben die Linn Teile sind alle viel zu teuer , aber auch sehr präzise gefertigt.

    Habe letztes Jahr wieder die Dualitis bekommen , ein Kumpel gab mir seinen alten 1226 zur Reparatur und ich musste beim Probelauf fesstellen daß der doch sehr gut geklungen hat. Darauf hin kam ich auf die Idee daß ich für unsere Maxi´s und 7 inches vielleicht noch einen Dual mit in die Anlage einbringe . Habe mir letztes Jahr einen 1229er angeschafft und aufgemöbelt und nun den 701 er welcher eine ganze Ecke besser klingt als die beiden anderen Dual Dreher .Ich bin mir sicher daß für die Unterschiede im Klang nicht nur den unterschiedlichen Abtastern geschuldet ist .Mit allergrößter Sicherheit liegt das auch am Antrieb . Hatte das M20E schon vor dem 701er besessen und Spasseshalber auf dem 1229 aufgesteckt , das klang nicht so toll. Vielleicht gab es auch Unterschiede beim VTA bedingt den anderen Tonarm und Wechslerfunktion des 1229.


    Grüße

  • Hallo,

    Unterschiede im VTA gibt es natürlich wenn man beim 1229 den Arm nicht auf Einzelbetrieb stellt ;)

    Ich mag das M20E am 701 auch sehr gerne. Einen Vergleich zum V15 habe ich nicht nur zum M95 mit der SAS Nadel und dem VM95 ML

    und da gefällt mir persönlich das M20e am 701 besser.

    Grüße

    Jan

    It´s someone in my head but it´s not me (Pink Floyd)


    ab zu geben 1218 und 510 bei Interesse Pm

  • Also nur zum Vergleich : Ich hatte das M20E auch lange auf dem 1229. Ich kann jetzt in keiner Weise nachvollziehen was am 1229 so

    viel deutlich schlechter sein soll als am 701.

    Klar ich bilde mir auch ein das bestimmte System an bestimmten Drehern besser "harmonieren" aber von "klingt schlechter" kann da überhaupt nicht die Rede sein.


    1229 -> AT-VM95ML,601 -> AT-VM95SH,701 -> Ortofon M20E, Dual 1019 -> Ortofon 320. Die tun sich alle nicht viel und die System

    sind ohne großen Qualitätsschwund austauschbar.


    Es müssen natürlich alle Dreher den gleichen guten Wartungsstand haben.


    Ulli

    Ulli aus dem Ruhrpott


    man kann den Wahnsinn nicht mehr beschreiben, man kann ihm nicht mal mehr eine Narrenkappe aufsetzen (HDH)

    If my heart could do my thinking And my Head begin to feel. Would I look upon a world anew And know what's truly real (Van Morrison)


  • Für Systeme mit so hoher Compliance wie das M 20 E oder V 15 III ist der Arm des 1219/1229 eher suboptimal geeignet. Dual hat ja nicht von ungefähr den Antiresonator entwickelt, um die eigentlich zu tiefe Resonanzfrequenz in den Griff zu bekommen. Wohl deshalb klingen diese Systeme an den alten Reibradlern nicht ganz so gut. Ich habe das M 20 mal probeweise am 1229 gehabt, es aber schnell gewechselt und am 704 und 621 betrieben. Im Moment ruht es aber.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Für Systeme mit so hoher Compliance wie das M 20 E oder V 15 III ist der Arm des 1219/1229 eher suboptimal geeignet. Dual hat ja nicht von ungefähr den Antiresonator entwickelt, um die eigentlich zu tiefe Resonanzfrequenz in den Griff zu bekommen. Wohl deshalb klingen diese Systeme an den alten Reibradlern nicht ganz so gut. Ich habe das M 20 mal probeweise am 1229 gehabt, es aber schnell gewechselt und am 704 und 621 betrieben. Im Moment ruht es aber.

    Hallo Diethelm,


    recht hast Du .Ohne Antiresonator wäre das mit dem M20 in die Hose gegangen.Welches System hast du denn zur zeit auf deinen Direktläufern? Hast Du schon mal ein V15/V am Dual gehabt? Falls ja, wie klingt es?


    LG

    Rolf

  • Ich hatte mal einen 704 mit V 15. Das klingt sehr präzise, hochauflösend, mit einer ganz eigenen Wärme, ein M 95, das ich zurzeit an einem 1228 betreibe, aber auch schon am 621 und früher Thorens TD 160, klingt auch warm, aber anders. Am 714 hängt ein ADC XLM, mit 0,8 Pond (!) und Compliance ohne Ende, am 621 spielt ein AT 13 ea und am 2225 standesgemäß ein OM 20.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.


    Diethelm :|

  • Hallo ,ich betreibe 2 stück 1229 bestückte mit M75 Typ D nadel Shure NB 71 oder M91 MG-D mit Shure Hi-Track für Jazz oder Blues oder am 2ten M20E für Classik.

    Gruß Jörg

  • haben weder eine Bassbetonung, noch eine andere Betonung eines Frquenzbereichs, sondern sind garantiert linear innerhalb 2dB oder besser, das V15 Type 5 sogar garantiert innerhalb 1,5 dB oder besser innerhalb des Frequenzbereichs von 20Hz-20kHz.

    So hab ich das auch erfahren beim Hören und noch dazu sind sie so anschlußkapazitätsunktitisch wie kaum ein anderes System, weswegen sie so oft gelobt werden, trotzdem sind die oben verlinkten Vergleichsmesswerte zugunsten M20e ausgefallen, was Verzerrungstests angeht, und der Frequenzgang M20e ist auch nicht schlechter, wenn ich das richtig interpretiere. Wann ist eigentlich das M20e auf den Markt gekommen?

    Viele Grüße :) DerGerd

  • So hab ich das auch erfahren beim Hören und noch dazu sind sie so anschlußkapazitätsunktitisch wie kaum ein anderes System, weswegen sie so oft gelobt werden

    Bitte dabei nicht vergessen, dass alle Shure Tonabnehmer bis einschließlich der Era III (also damit auch das M95 und V15 Type III) für eine Kapazität von 400-500pf gebaut wurden, alle späteren - also Era IV und V - und damit natürlich auch das V15 Type IV und Type V sind bereits für eine Kapazität von 200-300pf ausgelegt. Das wird hörbar, wenn die Gesamtkapazität von den vorgegebenen Bereichen deutlich abweicht.


    Gruss,

    Thomas

  • ..beim V15III ist es aber so, daß die Frequenzen stärker als bei den meisten gängigen TAs im fast unhörbaren Bereich liegen, bei nicht idealem oder idealem Anschluß also das Ohr kaum einen Unterschied oder gar keinen hört, während andere TAs z.T. sehr stark im hörbaren Bereich Auswirkungen dahingehend zeigen; die Meßwerte waren mal z.B. in der Betriebsanleitung für einen japanischen Vorverstärker angegeben (ich glaub ein Yamaha, bin mir aber nicht sicher), ich hab das selber hier im Board gefunden irgendwo Grüße

    Viele Grüße :) DerGerd

  • Hi Gerd,


    also probiert man ein Shure mit zu wenig Kapazität, so fehlt es deutlich an Tiefton und mit zu hoher Kapazität fallen die oberen Frequenzen früher ab und werden damit merklich leiser. Also ich kann das bei mir deutlich heraushören. Ein Shure V15 Type III mit 200-300pf geht gar nicht. Aber ein Shure V15 Type IV geht dafür bei 400-500pf gar nicht. Das hört man deutlich. Shure hat das V15 Type V (NICHT DAS VxMR) deshalb extra kapazitätunkritischer gemacht mit 815 Ohm DC und 330mH. Deshalb war das zwischen 100-400pf unkritisch zu betreiben - laut Shure.


    Gruss,

    Thomas

  • seltsam, ich such die die anderslautenden Messergebnisse zum V15 III raus, dauert etwas, Grüße

    Viele Grüße :) DerGerd

  • Das V15 Type III war das erste (...) Tonabnehmersystem von Shure mit einem laminierten Polkern.

    Es ist ein lamellierter Polkern, kein laminierter - ansonsten würde ich jedes deiner Worte unterschreiben.


    Dennoch: Ein Shure V15 III klingt deutlich anders als ein Shure V15 IV bzw. ein V15 V. Die letzten beiden klingen transparenter, hochauflösender, präziser und sie sind nicht so warm wie ein V15 III, aber dennoch voll, saftig, rund - einfach tolle Systeme. Ich bin kein Freund des Shure V15 III - aber ein Shure V15 IV mit hyperelliptischer Originalnadel oder ein Shure V15 V mit MicroRidge-Nadel - das sind ganz, ganz feine Systeme, die sehr viel Spaß machen.


    Nebenbei: Auch das V15 III hat viele Freunde - und denen möchte ich das System nicht schlecht reden, denn das ist es nicht - aber für mich ganz persönlich sind die beiden Nachfolger noch einmal eine ganze Schippe besser. Für ein V15 IV oder V bekommt man übrigens auch ganz hervorragende Jico SAS-Nadeln.


    Ein gut gewarteter Dual 701 mit so einem System braucht sich vor einem Linn wohl nicht zu fürchten ...

    freundliche Grüße


    Ralph

  • haben weder eine Bassbetonung, noch eine andere Betonung eines Frquenzbereichs, sondern sind garantiert linear innerhalb 2dB oder besser, das V15 Type 5 sogar garantiert innerhalb 1,5 dB oder besser innerhalb des Frequenzbereichs von 20Hz-20kHz.

    So hab ich das auch erfahren beim Hören und noch dazu sind sie so anschlußkapazitätsunktitisch wie kaum ein anderes System, weswegen sie so oft gelobt werden, trotzdem sind die oben verlinkten Vergleichsmesswerte zugunsten M20e ausgefallen, was Verzerrungstests angeht, und der Frequenzgang M20e ist auch nicht schlechter, wenn ich das richtig interpretiere. Wann ist eigentlich das M20e auf den Markt gekommen?

    Hi Gerd,


    also das M20e ist für DUAL gebaut worden. Ja, es gab auch ein ähnliches System von Ortofon sonst zu kaufen, aber nicht genau das gleiche M20E. Deshalb kam es zeitgleich mit dem Dual 701 (1973) und später (1974) mit dem CS601 bestückt heraus und war so nur bei DUAL erhältlich.

    Als die erste Serie CS701 produziert wurde hatte DUAL das M20E im Sinne. Das V15 Type III von Shure gab es erst ab 2. Quartal 1973 brandneu und war deshalb noch nicht in großen Mengen lieferbar. Erst ab ca.1974-75 hat Dual dann nach den sehr erfolgreichen positiven Tests das Shure V15 Type III in großen Mengen für seine Topmodelle bestellt und Shure hat es separat noch mit TK Dual-Befestigung, und Garrard-Befestigung angeboten in den USA. Braun hatte auch eine eigene Befestigung, dieses Modell gab es aber in den USA nicht mit Braun-Befestigung separat zu kaufen, sondern war nur OEM bei Braun erhältlich.


    Das V15 Type III war bis 1978 das Top-System von Shure und die Shure-Systeme seit dem ersten V15 galten als das Standard-System - auch bei Tests. Natürlich war der linealglatte Frequenzgang erst so richtig ab dem V15 Type III gegeben, wegen des besonderen laminierten (aus mehreren Lamellen zusammengeklebten) besonderen Polkerns.


    Gruss,

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von vinylfan78 ()

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.