Beiträge von DerGerd

    Ich selbst höre nur mit der originalen Bestückung und könnte maximal USA/Mexico vergleichen.

    und wie fällt dieser vergleich bei Dir aus?


    ...also ich habe 4 Original VN35e bisher gehört und 3 von Ihnen waren spitze und was Ausgewogeneres (zwischen Klang, Auflösung) kenne ich nicht. Die SAS-Schliffe sind natürlich genial-genau und haben eine klangliche Tiefe und Qualität die messtechnisch (und auch zu hören) besser ist, aber selten auch einen kälteren, manchmal doch Richtung CD gehenden Sound. Jedenfalls sind SAS bei perfekt produzierten LPs überlegen. Die VN35e bleibt aber die Nadel mit der mysteriösen Fähigkeit, saugut aufzulösen ohne je anstrengend zu klingen. Letzteres kann man von der SAS nicht behaupten, deshalb benutze ich beide, je nach Geschmack und LP. Wenn ich mich nur für eine Entscheiden sollte, würde ich aber die VN35e nehmen, wobei tatsächlich es schwer sein dürfte eine wirkliche originalgetreue NOS noch zu finden (verschweißt ?). Mit beiden Nadeln liegt man aber grundsätzlich im empfehlungswerten Bereich.

    Hallo Thomas, meinen Ohren nach lohnen sie sich sehr und klingen hervorrragend ausgewogen. Die SAS-Nadeln lösen genauer auf, holen mehr aus der Rille, klingen aber manchmal zu kalt und analytisch Richtung CD-Sound fast schon,aber halt auch wesentlich genauer als die originalen Nadeln. Dennoch gefällt mir die Originalnadel besser. Manche Einzel-Zufalls-Exemplare von Ersatznadeln klingen aber auch erstaunlich gut. Der Generator ist einfach klasse und überzeugt eher auf den 2. Blick, denn er ist nicht vordergründig "gepimpt". Grüße

    ok, ich verstehe, warum Ihr das schreibt, denn HiFi-Sound ist etwas völlig anders als eine Band, die vor Dir im Raum steht. Habt Ihr mal in einem Proberaum eine Rockband gehört? Speziell die Bassanlagen und der Basssound sind stark gezähmt bei den LP-Produktionen, weil sowohl das Tonträgermedium (LP) als auch die meisten Abspielgeräte den eigentlichen Sound nicht abbilden können, der von solchen Rockband- Anlagen eigentlich ertönt. Das hat sich in den letzten Jahren zwar etwas geändert, aber bis in die 80er waren die verwendeten Geräte in den meisten Wohnungen nicht in der Lage. Neuerdings gibt es elektronische Mastering-Tools und auch häufiger bassbetontere Masterings als früher. Wenn man z.B. eine typische Martin-Birch-Hardrock-Produktion hernimmt: da fehlen einfach die natürlichen Bässe enorm und der HiFi-Amp muß einfach nachgeregelt werden. Obs dann wummert oder nicht liegt an den Boxen und der Stelle wo sie stehen und wo der Hörer sitzt und am Raum. Aber mehr Bässe reinzudrehen ist bei vielen Produktionen eben sehr nachvollziehbar, auch wenn viele HiFianlagen dann überfordert sind. Das ist aber nicht die Unfähigkeit der Hörer, sondern die der Anlage und Anlagebedingungen.

    Eine Stereoanlage mit einer Neil Young Platte oder Jack White oder a. sehr gut und genial produzierten/gemastereten Scheiben, kann man mit einer großen, sehr gut eingestellten Anlage linear hören und hat trotzdem einen recht natürlichen Spitzenbassanteil. Aber bei vielen anderen Platten und Anlagen ist das nicht ohne Nachregelung möglich, meiner Ansicht nach. Deshalb macht ein M95 mit gepimptem Sound u.U. bei manchen Konstellationen guten Sinn und die sture Theorie: "nur linear ist richtig" stimmt eben nur in ganz wenigen idealen Fällen.


    Und sogar Karajan hat den Bass bei seinen LPs gepimpt...von wegen linear...

    mag sein, aber die Dinger klingen dann eben trotzdem unter Umständen geiler wie Neuware; so ist es auch bei alten E-Gitarren oder nimm z.B. Hammond B2 oder B1 Orgeln: da gibt es ranzige Einzelstücke, die einen ganz speziellen Sound und Störungen und Fehler elektronisch haben und gerade deshalb begehrt sind und so gesampelt werden. Z.B. Don Airey hat eine bestimmte Hammond, die völlig anders klingt als die Jon Lords und Blackmore hatte bei Rainbow einem der ersten Keyboarder, die er rauswarf, die Hammond abgekauft und ließ diese jeden neuen Keyoarder spielen, weil er genau diesen Sound wollte. Jede alte Hammond klingt anders als die andere, gerade weil eben nicht alles perfekt messtechnisch in Ordnung ist jeweils. Sound-Elektronik kann eigenen Charakter haben, wenn man nicht so messwertoptimierend technisch an die Sache rangeht. Fehler und Abweichungen vom Ideal (messtechnisch) kann eben u.a. für kreative Menschen gerade das gelbe vom Ei sein und genau so ist es auch bei den ollen Hifianlagen von Dual. Elektronik, die nicht perfekt ist, kann gerade deshalb geil klingen.

    ..was aber bei vielen Scheiben und vielen Raumkonstellationen bei den kleinen Dualanlagen tatsächlich z.B. bei leisem Hören durchaus besser klingt. Ich finde wirklich nicht, daß der bessere Sound immer der linearere sein muß, deshalb höre ich ja Vinyl-Scheiben mit Vintagegeräten, denn wenns anders wäre, würde ich CDs mit modernen, neuen und teureren Anlagen hören, was mir persönlich nicht so gut gefällt halt, aber das ist ja Geschmacksache. Ich finde man muß sich da nicht über den jeweils Anderen stellen, nur weil man verschiedene Dinge gut findet. Nur weil die Messwerte besser sind, ist man nicht etwa "überlegen", das ist halt immer das Mißverständsis, das die Leute mit einem mehr technischen Ansatz so selbstverständlich finden. Was bei Vintage-Gitarrenverstärkern z.B. gilt, muß ja nicht bei HiFi-Anlagen falsch sein...

    Ich habe die 190er von einem reichen Villenbesitzer in Frankfurt gekauft, der eine Anlage hatte, die (sagte er selbst stolz) 26.000,-- Euro gekostet hat und die klang wirklich nicht besonders, sondern sehr langweilig und er war nicht zufrieden, obwohl die Messwerte stimmten und er "Beratung" von einem HiFi-Laden hatte (- also mein kleine Anlage mit CL 140+CL112 klingt angenehmer). Mein Bruder, der dabei war, und ich, drucksten rum und er meinte: "ich bin noch nicht zufrieden, aber werde demnächst einen Röhrenamp versuchen, um den Sound etwas wärmer zu bekommen". Er schloß dann die zu verkaufenden 190er zur Demonstartion an. Die 190er klangen bei ihm an dem schweineteuren Amp eher anstrengend-seltsam mittenbetont, zuhause bei mir am CV 120 aber besser. Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zu machen, aber grundsätzlich finde ich einen linearen Sound als Richtung schon auch erstrebenswert, aber davon ausgehend kann dann eine Eigenart einer Box oder ein bißchen Klangregelung zur Verformung des Frequenzgangs für den Spaß am Sound schon mitunter hilfreich sein.

    eben, ich mag diese kleinen Anlagen von Dual, weil ich z.B. manche etwas überproduzierte Lps dann kompakter und besser klingend empfinde, wichtig ist, daß es zur Musik paßt, ich finde, daß z.B. die kleinen Breitbandboxen von Dual wirklich klasse sind, Tiefbässe und Höhen über 10kHz hin oder her ...dazwischen ist keine Frequenzweiche und das ist manchmal Gold wert...

    ich hab deshalb das Telefonieren bei der Arbeit auf Lautsprecher statt Hörer umgestellt vor 12 Jahren, weil ich vermute, daß mein Abfall 4-7khz - stärker rechts als links u.a. davon kam. Deshalb hab ich unterhalb einer bestimmten zu leisen Lautstärke dann auch eine "Kanalungleichheit" und drehe bei leisen Lautstärken die Höhen etwas rein und bei lauten etwas raus, weil ab bestimmter Hörschwellen sich das Wahrnehmen verändert hat. Also auch mein Gehör ist rein technisch nicht mehr so gut wie mit 20, als ich es belastet hatte mit viel zu lauten Höhen und Lautstärken, aber ich höre trotzdem heute trotzdem mit 55 mehr Details und genauer und habe mehr Erfahrung beim Hören. Ich will nicht wissen, wie viele HiFi-Gurus heimlich Hörschäden verheimlichen und was von Flöhehusten-Hören simulieren...

    ja,ja, das stimmt grundsätzlich und sollte der Ausgangspunkt sein (Linearität) - deshalb gehts ja hier auch ums Messen, um diesem Ideal nahe zu kommen, aber so pauschal kann man das nicht sagen, denn alle Anlagen sind irgendwie nicht ideal linear (auch Deine sicherlich nicht) und außerdem sind die Musikquellen, die Platten und CDs nicht immer ideal gemastert, das ist auch so eine Mär, daß man alle Platten linear (Soundregler auf neutral z.B.) abspielen muß, denn die Unterschiede bezüglich Höhen, Mitten Bässe zwischen den Platten (sogar verschiedener Pressung LP oder CD der selben Musik) sind doch erheblich, von daher ist dieses "ich hör linear" manchmal eine unpraktikable Lösung. Der Raum hat großen Einfluß und es gibt erheblich verschiedene Sounds, die Boxen an verschiedenen Stellen im Raum haben, egal wie toll deren Messwerte sind. Alles nur ideologische Theorie, denn letztlich muß man die Anlage so einstellen und aufstellen und bestücken, daß sie am Ende dem eigenen Geschmack gefällt, da hilft es nicht, sich über ungewöhnliche Lösungen lustig zu machen, oder über Bass und Treble Regler und eben gerade, wenn man diese Auf- und Einstellungen noch nie gehört hat selbst, sollte man sie nicht aburteilen. Übrigens: die CL 140 wummern nicht, wenn man sie richtig aufstellt und alle Dualboxen hatten in neutralen Messräumen sehr gute Frequenzgänge. Bei mir war das halt so, daß die CL142 an dieser Stelle etwas zu viele Bässe hat und zufällig sich das ideal zu ergänzen scheint mit der CL 112, das müßtest Du mal hören. Ich vermute, daß das Gesamtergebnis "linearer" ist als manche teure falsch aufgestellte Superanlage mit "linearer" Reglereinstellung. Entscheidend sind die Ohren desjenigen, der die Musik über die jeweilige Anlage anhört und keine Theorien, die sich über Andere stellen, finde ich. Eine Platte wie Deep Purple "Burn" ist z.B. sehr bassarm gemastert, und etwas bassbetonteres Einstellen der Anlage kann gut sein im Vergleich zu "Woosh" der gleichen Band, die linear am besten klingen mag. Oder wenn man sehr leise hört, kann eine Bass und Höhenanhebung sehr nützlich sein..etc.

    ..ja, berichte bitte, wies bei Dir geklungen hat, ich höre ja normal auch eher mit normaler Abstimmung und jeweils zwei gleichen Boxen, aber hier war es so, daß in dieser Ecke des Raumes die zwei CL 142 einfach etwas gewummert haben, egal, wie ich sie gestellt hatte und wenn man nun (steht neben dem Bett) auf dem Bett sitzt, hat man den Kopf genau zwischen den beiden Boxen und der Sound ist echt extrem sauber und transparent und ausgewogen einfach. Mir ist schon klar, daß das Stereobild nicht ideal sein kann, aber der Gesamtsound ist einfach richtig gut und im selben Raum macht diese schräg bestückte Anlage sogar bei manchen Platten (Rock) dieser fetten HiFI-Anlage hier (Foto) Konkurrenz, was die Wohlfühlstimmung angeht (mit EQ (von Hajo eingeschleift, das Sitzkissen vorne links ist normal natürlich weggeräumt) von meinem Boxenbauerfreund eingemessen auf die Raumakustik mit 2xCL 190 (da meint man das Klavier stehe im Raum) aber bei Rockmusik: - man glaubt es nicht, wenn man es nicht gehört hat, was die kleinere Anlage drauf hat... Die CL 730er konkurrieren außerdem bei mir mit den CL 180er in einem anderen Zimmer um den besten Sound...ich höre also normalerweise nicht mit so abenteuerlichen Kombinationen mit verschiedenen Boxen , aber wenns halt funzt, bleibts auch. :-) ..und Frequenzmessungen sind neben den Ohren durchaus was Nützliches aber letztlich entscheiden bei mir die Ohren!:

    ja, wenn bei Dir beim Messen die Box auf einem Tisch stand, verstehe ich, daß die Bässe angehoben sind, aber das kommt dann auch nicht von der Box, ich hatte damals die Boxen mitten in einem großen Raum auf einem Kiseen auf einem Stuhl und doch nicht wei ich erst shrieb auf dem Teppich stehen, ein Freund von mir (Boxenbauer) hatte die gemessen mit seinem Profi-Equipment, der ist befreundet mit einem Messmikro-Entwickler, was natürlich praktisch ist...am Besten (subjektiver Höreindruck) klingen die CL 140er , wenn sie direkt halbhoch vor einer Wand stehen und man 3-5 Meter davor steht, dann sind da sogar genügend Tiefbässe plötzlich zu hören , waren ja auch für Regal gedacht...ich bin übrigens ebenfalls der Meinung, daß die CL 112 unglaublich gut klingen (außer zuwenig Bässe) von den hohen Bässen bis in die Höhen - typisch Breitbänder. Ich habe deshalb die CL 142 bei einer der Anlagen mit der CL 112 ergänzt, was einen tollen Sound zusammen ergibt, denn die CL 142 sind bei dieser Aufstellung basslastig und die CL112 haben ja wenig Bässe. Wenn also der Bass und die Bassdrum in der Mitte des Recordingmixes sind, klingt das echt genau und sehr gut, seltsamerweise:

    Hallo, in 2016 hatte ich mal hier im Board Messungen veröffentlicht dazu, die niemanden groß interessiert hatten:


    Dergerd


    Allerdings ist da keine Wanne aber eine Höhenanhebung...was für Rundnadel-Phonobetrieb aber dann wieder ausgleichend Richtung "linear" wirkt ..Viele Grüße :-)

    in der Liste hier fehlen auch z.B. vollständig die 1007er und 1008er und auch z.B. 1006M mit ebenfalls DMS 900, etc. ...es ist also gar nicht so einfach eine solche Liste wirklich vollständig zu erstellen, wobei bei Norbert natürlich wesentlich genauere und vollständigere und umfangreichere Einzelinfos den Modellen zugeordnet wurden.

    Aber trotzdem ist die Liste von Andreas grade wegen der Bilder was zusätzlich sehr Brauchbares und Schönes und sie macht Spaß!