Beiträge von DerGerd

    Gratuliere zu dem wirklich geschmackvollen Design - ist auch nach meinem Empfinden alles richtig entschieden worden von Dir. Der schwarze Lack wirkt erst durch die Zarge und wichtig war, daß Du außer der Zarge nichts gelb gemacht hast, das ist ein sauschicker und besonders schöner 1019!

    Wie es sich anhört hängt halt auch davon ab, ob die Resonanz überhaupt noch im hörbaren Bereich liegt. Das Goldringbeispiel zeigt ja: Bei 300pF liegt die Resonanz höher, ist aber nicht mehr hörbar. Ergebnis: dumpfer Klang. Durch Verringerung auf <200pF wird die Resonanz nach untern verschoben und dadurch als Verstärkung der hohen hörbaren Bereiche empfunden.

    ok, verstehe hoffentlich jetzt richtig: D.H. das Goldring verhält sich völlig anders als die üblichen Shure und Ortofonsysteme und warum, hast Du genau erklärt, danke Dir.

    Ein Freund von mir hatte z.B. ein neues Ortofon am eingebauten Vorverstärker eines recht neuen Yamaha-Amps und es klang wegen der sehr hohe Werte über insg. 600 relativ unausgewogen höhenbetont und erst mit einem externen Vorverstärker, der wesentlich niedrigere Gesamtkapazität ermöglichte , klingt nun das Ortofon angenehmer und nicht mehr schrill, deshalb verstehe ich nicht, wie das Goldring weniger dumpf klingen kann, wenn man das Kabel kürzt.

    Die Resonanzfrequenz sinkt immer mit steigender Abschlusskapazität.

    ok, die "Resonanzfrequenz" sinkt also wohl, aber zu hohe Kapazität führt doch zu Höhenbetonung, nicht zu niedrigeren hörbaren Höhen. Wenn man z.B. also bestimmte alte AT-TAs mit zu hoher Kapazität anschließt wird es höhenlastig für den Hörer- oder hab ich das falsch in Erinnerung?

    Der gemessene Abschnitt des Kabels lag bei 50qF

    Wert des gekürzten Dual Kabels

    Moin, war das eigentlich ein original Dualkabel, das Du kürzen mußtest?

    Und ich hab immer noch nicht verstanden, wie es sein kann, daß bei Verringerung der Kapazität des Kabels die Höhenfrequenzen im für das menschliche Ohr noch sehr gut hörbaren Bereich (um 6-10khz) ansteigen können, ich dachte, es sei immer umgekehrt, wie z.B. beim Shure V15III in einer Grafik in der Bedienungsanleitung des Yamaha C4 abgebildet? Beträfe es Frequenzen über 14khz, würde es nicht als "dumpf" wie oben beschrieben wahrgenommen werden, oder verhält sich das Goldring so unüblich?

    Ja, Stichwort M95 - ich kann mich gerade nicht zurückhalten: Das ist so etwas wie das V15III des armen Mannes. Tonal sehr ähnlich, aber dank grosser Verfügbarkeit viel günstiger und immer noch problemlos zu bekommen.

    aber man muß auch zur Vollständigkeit erwähnen, daß das V15III wesentlich neutraler klingt als das wie auch M91/75 im Bass gepimpte M95. Mindestens die Bässe sind beim V15III präziser.

    Frage 1: ist denn die jetzt verbaute Originalnadel nicht mehr ok? Bei mir laufen 2 solcher Nadeln, obwohl ich andere "bessere" Systeme in der Schublade hätte..

    Frage 2: wie findest Du den Klang derzeit mit der Originalbestückung?

    Im Grunde wäre die Frage zu beantworten, ob Dir der Grundsound gefällt oder ob Du mal einen anderen Tonabnehmer ausprobieren willst, z.B. ein Shure wäre ein völlig anderer Grundsound, das ist völlig Geschmacksache. Wenn Du etwas "verbessern" möchtest, dann würde ich ein M95 von Shure mit einem nackten elliptischen Stein versuchen, aber das kostet mit entsprechenden Nadeln dann auch über 100,-- bis 200,-- Euro und Du bekommst ein AT VM95 EN oder ML relativ günstiger und das wäre ein sehr guter Schliff (Micro Line) mit feinster Auflösung und sehr langer Haltbarkeit (Spielstunden) .

    Das DMS ist neutraler und linearer nach meiner Erfahrung und das Shure hat einen etwas gepimpten Bass. Mit der beigen Originalnadel, die Du beim Shure drauf hast, hast Du eine theoretische schlechtere Auflösung, was man besonders in den Höhen klar merken müßte, wenn beide Systeme noch keine abgenutzen Nadeln haben. Es ist also tatsächlich so, daß Du das ausprobieren solltest, denn es hängt auch von dem Rest deiner Anlage (Phonovorverstärker z.B.) und den Boxen und dem Raum ab, welches System besser klingt vor Ort. Ich würde es an deiner Stelle behalten, der Shuresound ist auf jeden Fall ebenfalls sehr beliebt.

    ja, ich nutze es auch begeistert am 1218 und 1219. Es hat einen kräftigen, leicht erhöhten Bass, der zu den Plattenproduktionen bis in die 80er sehr gut paßt. Bei moderneren oder ausreichend bis sehr bassigen Vinyl-LPs ist mir dann ein neutraleres AT oder das V15III lieber. Es kommt aber auch auf den Phono-Pre und die Anschlußwerte an. Mit der Cleorec-NB-Nadel hatte ich vor vielen Jahren nicht soo tolle Erfahrungen gemacht, mein Exemplar war höhenbetont.

    Ich muß jetzt hoffentlich kein schlechtes Gewissen haben, weil ich etwas positives zu dem Dreher sagen kann, aber keinen gekauft habe, aber trotzdem ihn im HiFiladen selbst gesehen, bedient und gehört habe? Nee, ne? Aber auch ohne eigene haptische Erfahrungen wäre die Frage doch, was man beiträgt, das kann ja auch eine Meinung zum Design oder zur technischen Ausstattung sein, die sich auch ohne Kauf schlüssig gebildet haben kann.

    Technisch ist das die eine Sache aber das Auge "ißt" auch mit und mal ehrlich . . . hm . . . fürs "Wohnzimmer"!?

    Auch wenn ich (wie Maad ;) ) schwarze Dreher mag . . . aber bei der gezeigten Auswahl käme aus optischer Sicht nur der DUAL in Frage

    also ich finde, daß der Technics in silber rein optisch besser zu einer Dual-Internationalanlage paßt, als alle hier gezeigten Alternativen

    ...aber man kann doch alle möglichen Systeme drauf machen auf den 718, ist doch Geschmacksache, der kommt sicherlich mit allen üblichen TAs zurecht, man kann die Resonanz ja rechnerisch ermitteln und dann kann jeder für sich die technischen Argumente gewichten und mit den persönlichen Vorlieben abstimmen, aber grundsätzlich wird ein 718 alles aufgeschraubte, was auf den alten Duals ist, auch vertragen, denke ich.

    Ich finde es schon mal super gut, daß nach vielen Jahrzehnten bald wieder erstmals ein Oberklasse-Dual mit überdurchschnittlicher Technik auf dem Markt sein wird, darüber kann man sich echt freuen und die Ausstattung ist u.a. mit dem (im Betrieb) höhenverstellbaren Arm absolut der Hammer, sowas gibt es glaube ich sonst nirgends. Das wird ein sehr interessanter Dreher sein und wenn ein Technics SL-1200GR-2 (ohne Endabschaltung) bereits 2 Tausender kostet, dann ist das für 2500,-- sehr interessant. Natürlich muß man auch die Tests abwarten und sich so einen Dreher selbst anschauen vor Ort, bevor man urteilen kann, aber von Weitem ist das schon cool.