Plattenspieler Dual DTJ 301.1 USB, eigene Erfahrungen

  • Ich hoffe, dass das Thema hier richtig ist, ansonsten möge es ein Moderator bitte verschieben.


    Letzlich habe ich einen Dual-Plattenspieler DTJ 301.1 USB preiswert geschossen, der heute bei mir angekommen ist.


    Es ist ein für die Marke Dual gelabelter Nachbau des Technics 1200 bzw. je nach Farbe 1210. Mit Direkt-Antrieb, Schnellstart, Pitch, Lift, AT-Tonabnehmer, cinch- und USB-Ausgang.


    Die Haptik bekommt von mir eine glatte fünf, ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Ein Leichtgewicht eben, Teile haben Spiel oder klemmen.


    Die hoch-runter-Lager des Tonarms sind nicht das Gelbe vom Ei. Da hatte ich beim Ein- und Auspendeln doch den Eindruck, dass es an einigen Stellen hakt. Dies hat sich im Spielbetrieb aber nicht bemerkbar gemacht. Den Antiskating-Wert konnte ich zwar verändern, aber ich hatte den Eindruck, die Wirkung ist gleich Null. Nun gut, das Gerät ist nicht neu, sondern gebraucht.


    Ich habe das Gerät akustisch über Kopfhörer getestet. Reichlich Brummen vorhanden, was aber auch vom verwendeten Verstärker oder den Cinch-Kontakten kommen kann. Eindeutige Einstrahlung vom Netzteil bzw. Motor ? (- kann ein Direct-drive-Motor überhaupt einstrahlen? -) des Plattenspielers. Nach einer halben LP-Seite deutlich hörbar und zu Ende der LP-Seite hin stärker werdend. Das kann schon nerven.


    Ganz schlechte Dämpfung bei Trittschall und Raumgeräuschen. Das nervt noch mehr.


    Der Gleichlauf war o.k., ich habe zumindestens nichts negatives bemerkt.


    Den USB-Ausgang habe ich nicht getestet.


    Fazit:


    Einen Dual-Plattenspieler DTJ 301.1 USB muss ich nicht unbedingt haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Mr.Hit ()

  • Moin!


    Der "Dual" DTJ 301.1 ist ein preisgünstig hergestelltes Gerät des chinesischen Herstellers Hanpin. Er ist schon sehr lange auf dem Markt und ist mit all seinen Vor- und Nachteilen in etlichen Foren beschrieben worden.

    Das Hanpin, wenn es so bestellt wird, auch Geräte bauen kann, die von der Qualität durchaus im Mittelfeld mithalten können, ist wenig bekannt.

    Zwei Beispiele:

    Onkyo CP-1050


    TEAC TN-550


    Beide Dreher kenn ich aus persönlicher Erfahrung. Den Onkyo habe ich selber und nutze ihn für meine "mobilen" Plattenauflegeaktionen. DirectDrive, solide verarbeitet, genau der richtige für meinen Zweck.

    Den TEAC hat mein Bruder, neben vier weiteren Drehern und der braucht sich auch nicht zu verstecken.

    Keiner von beiden kann sich ernsthaft mit einem klassischen Dual messen, aber schlecht sind die nicht.


    Ich hatte bis vor vier Jahren auch einen DTJ 301 (ohne ".1"). Der hatte 2007 mal 108 € gekostet, kam mit einer AT 3600L Fräse und hat gute Dienste geleistet. Mit einer Epo e dreht er jetzt bei einen meiner Söhne seine Runden.


    Gruß

    Thomas

  • Hallo,


    der Brumm kommt vom Netzteil.

    Wer weiß was er tut kann's auslagern.

    "you geht what you pay for" stimmt bei dem Dreher eindeutig.

    Das Beste daran ist der Phonopre, wirklich überraschend gut.

    Wer nen Dissendreher möchte empfehl ich den 303 und dazu ne Hifi-Nadel.

    Der ist zwar teurer aber er hat mit kardanischer Tonarmlagerung immerhin etwas an Dual-Genen...


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo,


    Dissendreher = für solche Behandlung die fürs Auflegen benötigt werden wie Re-Cueing, Scratching geeignet. Schnelle Beschleunigung des Plattentellers dringend nötig, ebenso eher hohe Masse des Tonarms.

    Sind keine Hifi Bedingungen aber die Mutter aller Dissendreher, dem MkII von Technics, machte es vor (der war ja eigentlich als Hifi-Dreher gedacht) machte es vor.

    Allerdings sollte man kein Hifi-System nutzen sondern schon DJ-"Werkzeug"


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

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