Beiträge von andré

    Hallo Vasilij,

    ich habe hier ein Nadelmikroskop (Dual S 200 aus den 70er Jahren), damit schaue ich mir hin und wieder meine Nadeln an. Mit ein wenig Übung ist es damit möglich die Abnutzung zu erkennen.


    Deine beiden Nadeln müßten eigentlich beide sphärisch geschliffen sein (also Rundschliff, kugelförmig an der Spitze), unter dem Mikroskop ist nur der kleine runde Teil der Nadel zu beurteilen, der Kontakt zur Platte hat.


    Wenn die Nadel viel genutzt wurde, entstehen and der runden Flanke (ursprüngliche Berühungspunkte sehr klein und schmal) abgeschliffene plane Flächen, sind diese noch recht klein und unauffällig, dann kann die Nadel noch ein wenig genutzt werden, sind die Flächen schon so groß daß sie sich in der Mitte "treffen" und sich ein spitzer Winkel bildet, ist die Nadel schon längst überfällig für die Tonne.


    Hier ein Bild einer sehr stark abgenutzten sphärischen Nadel - ich habe sie nach diesen Bildern entsorgt.


    Und hier noch ein Foto mit einem Vergleich einer stark abgenutzten Nadel und einer neuen Nadel, es ist oft nicht einfach unter dem Mikroskop alles auf Anhieb zu sehen und richtig zu deuten, der rote Bereich links ist der bereits abgeschliffene, fehlende Bereich dieser Nadel. Ich glaube die hier gezeigte Nadel ist eine alte Dual Saphir Nadel, die mit recht hohem Auflagegewicht gefahren wurde - und viel zu lange, wie man sieht.

    Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter, sonst gibt es hier im Forum auch diverse Threads zum Thema Nadelmikroskopen und dem Erkennen von Abnutzungen. Gesagt sei noch, dass diese Bilder hier extreme Abnutzungen zeigen, manchmal ist es nicht so einfach und leicht zu sehen.


    Viele Grüße

    André

    Hallo Jörg,

    das Radio sieht klasse aus und ist anscheinend (zumindest optisch) in gutem Zustand, der Preis scheint mir sehr gut zu sein.


    Nur einige der ganz kleinen Röhrenradiomodelle hatten manchmal keinen Phono und/oder Tonbandanschluß.


    Falls Du irgendwann ein kleines Paket Schellackplatten brauchst zum ausprobieren deines Plattenspielers, dann sag' doch mal Bescheid. Ich habe hier so einige sehr günstige abzugeben, die würden es ja ersteimal tun.


    Viele Grüße,

    André

    Hallo Diethelm,

    ja stimmt, aber meist bin ich einfach zu faul das Gegengewicht zu verstellen, nur um ein paar Schellackplatten zu hören. :saint:


    Die allermeisten spiele ich auf meinen "Oldtimern" und die haben deutlich mehr Auflagegewicht. Der Dual 300 V hat über 8 g, die Philips Hutschachtel sogar 12,9 g - absoluter Rekord bei meinen alten Drehern. Da muß man natürlich die Saphiernadel im Auge behalten, die muß rechtzeitig gewechselt werden, sonst werden die Platten beim Abspielen mit einer schadhaften Nadel nachhaltig beschädigt.


    Viele Grüße

    André

    Ich nutze die Cleorec Shure Nachbaunadel mit 25µ für meine alten Monos auf dem 1229, meist drücke ich nicht die Mono-Taste am Marantz PM-80, da die Brillanz ein wenig leidet. Sollte der Zustand jedoch nicht mehr so toll sein, dann nutze ich auch die Mono-Taste, damit klingt es dann etwas knisterfreier und der verbleibende Knisterteppich ist dann nicht in Stereo.


    Das originale Shure-System auf dem 1229 mit der Mononadel kombiniert ist schon sehr, sehr gut für die alten Scheiben :love:


    Auf den "Oldtimern" Dual 300 V (Bj. 1959) und meiner Philips Hutschachtel (Mitte 50er Jahre) laufen nur stark gebrauchte LPs, denn das hohe Auflagegewicht (300 V über 8 g, Hutschachtel 12,9 g) und die nicht gerade exakte Positionierung der Nadel führt zu einer deutlichen Abnutzung der Platten. Dafür sind mir meine gut erhaltenen Sammlerstücke einfach zu schade.


    Ich nutze die 25µ Nadel auch für Singles aus den 50er und 60er Jahren und im Wechslerbetrieb, gerade die alten, amerikanischen Pressungen auf Kleinlabeln mit recht schlechter Vinylqualität profitieren davon.


    Für die ganz harten Fälle habe ich mir eine Nadel mit 50µ anfertigen lassen, da einige wenige Kleinlabel in der Anfangszeit sehr breite Schneidstichel verwendet haben.


    Beispielsweise Sun Records in Memphis, Tennessee. Die ganz frühen Singles des Labels, inklusive der ersten 4 Elvis Veröffentlichungen, rauschen extrem stark wenn sie mit einer normalen 15µ Nadel gespielt werden. Auch mit der 25µ Nadel klingt es noch nicht optimal, erst mit einer deutlich dickeren Nadel reduziert sich das Rauschen deutlich. Hier hilt die Mono-Schaltung auch nochmal, wenn vorhanden. So können ca. 80% des Rauschen reduziert werden und die Musik tritt in den Vordergrund. Eine der besten Investitionen, die ich je gemacht habe, schließlich habe ich so einige frühe US Singles, die mit dieser Nadel sehr gut klingen.


    Viele Grüße

    André

    Hallo Olaf,

    Diethelm meinte den Händler "Cleorec", der (genau wie Thakker) viele Ersatznadeln als Nachbau im Angebot hat.


    Bei den Schellacknadeln ist auch das Auflagegewicht höher einzustellen, sollte in der Beschreibung der Nadel auch drinstehen. Ich spiele sie mit 3 g (mehr gibt mein 1229 nicht her), meist ist jedoch zwischen 3 und 5 g empfohlen.


    Viele Grüße

    André

    Hallo Frank

    optisch ist dieser Unboxing-Vergleich ein absolutes Highlight, danke für die schönen Fotos!


    Viele Grüße

    André

    Hi Vasilij,

    Du hast Dir da ja nicht nur den Dreher zum Überholen angelacht, auch die Elektronik der HS 51 will ja nach so langer Zeit Aufmerksamkeit, somit schon ein erhöhter Schwierigkeitsgrad beim wieder herrichten.


    Ich hoffe, Du bekommst das hin, bei so viel Einsatz gehe ich ganz fest davon aus. :)


    Viele Grüße

    André

    Ja ich habe ich auch schon gewundert, dass Vasilij so beherzt an die Sache herangegangen ist. Bei meinem ersten Dreher habe ich ersteinmal zugeschaut, als ein sehr nettes Forenmitglied vorbeikam und am 1229 die wichtigsten Baustellen behoben hat. Nach und nach habe ich mich dann getraut selbst Hand anzulegen, was ja auch notwendig wurde spätestens als der zweite 1229 eintrudelte. Dabei habe ich auch Fehler gemacht aber dank des Forums und der tollen Mitglieder konnte mir geholfen werden.


    Die meisten Anfänger scheiteren schon bei dem Versuch das Chassis aus der Zarge zu heben, da sich die doppelte Funktion der Transportsicherungsschrauben nicht auf den ersten Blick erschliesst.


    Vasilij, wolltest Du das Gerät nicht für jemanden herrichten und dann verschenken? Dafür scheint mir der Aufwand auch sehr, sehr hoch zu sein. Und wann hat Dein Bruder Geburtstag, kannst Du das in der verbleibenden Zeit überhaupt noch schaffen?


    Viele Grüße

    André

    André... weniger ist manchmal mehr. Du ersäufst den guten ja in Schmiermittel :D

    Ich rate auch dringend, die in der Anleitung spezifizierten Schmierstoffe zu verwenden.

    Dualfred hat da ein gutes Set...reicht für zig Dreher.

    Hallo Michael,

    ich ersäufe hier gar nichts, das macht Vasilij für mich 8o


    Ich schreibe hier nur mehr oder minder hilfreiche Kommentare... :saint:


    Viele Grüße

    André

    Hallo Vasilij,

    da bist Du aber ganz schön zur Sache gegangen, ich hoffe Du hast für das Tellerlager ein geeignetes Fett verwendet, es darf nicht zu dünnflüssig sein, denn das Ding ist ja offen. Ich habe ein Kugellagerfett aus dem Fahrradbedarf verwendet.

    Ob nun alles gemacht hast, was notwendig war mußt Du nun selbst einschätzen. Sieht eigentlich so aus, wenn ich die Bilder richtig deute. Ich freue mich schon auf die Bilder des fertigen Drehers. :)


    Viele Grüße

    André

    Hallo Vasilij,

    bei deinem Foto mit den zerlegten Teilen in der Schale ist der Geschwindigkeitsumschalter doch zu sehen - das hast Du wahrscheinlich gleich mitgemacht. :)


    Ob Du das Ding jetzt komplett zerlegen mußt und wieder zusammenbauen weiß ich nicht so recht. Manche zerlegen halt alles komplett, verstehen dabei die Abläufe und bauen nach Reinigung und neu fetten/ölen alles wieder zusammen. Andere beschränken sich auf die "Problemzonen" und fahren damit auch gut. Meine beiden 1229 wurden nicht komplett zerlegt, aber alles nötige wurde gemacht und beide laufen hier seit Jahren sehr gut. Dabei wurde sie zumindest teilzerlegt, um an bestimmte Stellen heranzukommen, dabei wurde natürlich auch gereinigt und neu geölt/gefettet.


    Viele Grüße

    André

    Bei meinem 1229 hatte ich das Problem immer wieder, auch nach diversen Reinigungs- und Aufrauhungsorgien der beteiligten Flächen. Nach einer gewissen Zeit hielt es den Lifthebel nicht mehr oben und der Tonarm senkte sich ab. Letztlich habe ich das Ende des Metallteils ein klein wenig in Richtung Lifthebel-Plastikdings gebogen und nun ist Ruhe im Karton. Also frisch geliftet :D


    Würde ich aber als letztes Mittel einsetzen, vielleicht funktioniert es bei Dir dauerhaft auch mit einer Reinigung/Enfettung.


    Viele Grüße

    André


    Für das OM System gibt es eine Mono Nadel von Ortofon, ob sich das jedoch für nur ein paar Platten lohnt ist eine andere Frage. Sie liegt preislich bei knapp 60 Euro.


    Ansonsten gibt es ja eine Menge sphärische DJ-Nadeln von Ortofon, die auf das OM-System passen.


    Mit einem Fritz Gyger Schliff würde ich KEINESFALLS alte, originale Mono Platten spielen, da sie wesentlich breitere Rillen haben und schon eine normale Stereo Nadel zu tief einsinkt und in der Rolle hin- und her schlakert.


    Viele Grüße

    André

    Wenn Du alte Mono Platten hörst, dann aber nicht mit der 40er Nadel, oder?


    Die wollen gern eine sphärische Nadel und am Besten mit 25µ Verrundung, dann klingen die alten, originalen Monos am Besten. Meine beiden Marantz Amps (PM-80/PM-80 mkII) haben glücklicherweise eine Mono-Taste.


    Auch die alten Stereo LP's bis ca. Mitte - Ende 60er Jahre klingen in meinen Ohren mit sphärischen Nadelschliffen sehr gut, Bei alten Dynagroove LPs von RCA Victor ist sphärisch absolut notwendig, damit die gut klingen.


    ich spiele die ganz alten Sachen auf dem 1229 mit Shure 103 M System und sphärischer Originalnadel (bzw. Mono 25µ Nachbaunadel) und damit klingen die sehr, sehr gut.


    Viele Grüße

    André

    Hat der Yamaha eventuell einen Subsonic-Filter, das würde das minimierte Rumpeln auf jeden Fall erklären. Für mich war das jedenfalls der Grund für die Anschaffung der Phono Box, denn er hat einen zuschaltbaren Subsonic-Filter. Manche Phonovorverstärker haben das auch schon an Board, ohne dass es zugeschaltet werden kann.


    Viele Grüße,

    André

    Hallo Jörg,

    hier in Hamburg gibt es einen Lampenladen, der hat früher zumindest antike Lampen verkauft und auch Reproduktionen, die verkauften auch moderne Kabel, die eine Stoffumwickelung hatten. Damit könnte man "stilecht" Dein fledderiges Kabel ersetzen. Im Webshop haben sie die Retrokabel nicht, aber Anrufen kann man ja mal. Reparaturen an antiken Lampen führen die auch durch.


    Hier mal ein Link zu der Webseite: Medusa Lampenladen


    Was für Nadeln kommen da rein - noch Stahlnadeln (Grammophonnadeln), oder schon Saphirnadeln?


    Die Stahlnadeln mußten beim Grammophon nach jeder Plattenseite gewechselt werden, da durch die sehr hohe Auflagekraft ein extremer Verschleiß auftrat. Wobei Dein Gerät wahrscheinlich schon etwas moderner ist und die Auflagekraft nicht ganz so hoch ist wie bei einem Grammophon (150 - 200 g, je nach Modell und verwendeten Materialien der Tondose - Metall, Holz oder Bakelit - ).


    Saphirnadeln halten deutlich länger, sind aber nach so langer Zeit wahrscheinlich auch am Ende und da müßte dann auch Ersatz her.


    Viele Grüße

    André

    Hallo David,

    Die originale Kapazität des CS 5000 kenne ich leider auch nicht, aber mit meinem Dreher (nur die Cinch Stecker habe ich getauscht) habe ich vor kurzem mit meinem "neuen" Phonovorverstärker (Pro-Ject Phono Box S) mit der Kapazität herumexperimentiert, letztlich sind es dann am Phonovorverstärker die 100 pF geworden. Ebenfalls OM System und 30er Nadel, bei der nächst höheren Einstellung (220 pF) kamen die Höhen schon Recht scharf und unangenehm rüber. Wobei das OM System ja als relativ gutmütig gilt was Kapazitäten angeht.


    Bei meinem alten Phonovorverstärker (Dynavox TC-2000) war der Unterschied von 100 zu 220 pF nicht hörbar.


    Keine Ahnung, ob Dir das jetzt weiterhilft.


    Viele Grüße

    André