ULM 55 Nadeln DN150E, DN152E, DN155E u.a.

  • Filtern der Historie hat mich nicht so recht befriedigt. Gerne hätte ich eine Übersicht über die gängigen oder originalen Nadeln für den UML 55, wie z.B. den CS626. Die Tage hatte ich mir eine DN150E von Phono House gekauft. Zuletzt hatte ich eine "E" drin, die vor vielen Jahren den Weg ins Haus gefunden hatte. Die DN150E gefällt mir tatsächlich sehr gut. Sie läuft sauber und spielt hohe Frequenzen sehr gut ab, ohne zu zischen oder fisselig zu kingen. Zudem erzeugt sie ein deutliches oder lautes Signal. Im Vergleich zu einer DN155E ist sie signifikant günstiger. Die erwähnte "E" klingt im Vergleich etwas dünn.


    Wie lässt sich bitte der Klang einordnen? Spannend sind z.B. hohe Geigentöne oder die Auflösung eines ausklingenden Beckens eines Schlagzeugs.


    - DN150E

    - DN152E

    - DN155E

    - Thakker DN155E

    - andere...


    Was ist Nude in diesem Kontext?

    Dazu noch eine Frage der Haltbarkeit. Wie lange hält eine derartige Nadel?

    Was altert mit der Zeit, auch wenn man wenige Betriebsstunden berücksichtigt?

    Preisunterschiede der Varianten würde ich mal dem Geldbeutel überlassen. Da gibt der eine gerne auch mal mehr aus, als der andere.

  • Was ist Nude in diesem Kontext?

    Das bedeutet, das hier ein "nackter", also ganzer Diamant direkt auf den Nadelträger geklebt ist. "Tipped" oder "bonded" hingegen heißt, dass ein kleiner Diamantsplitter (ebenfalls geschliffen) auf einem kleinen Metallsockel auf dem Träger sitzt. Gemeinhin werden "nackte" Steine als klanglich etwas besser und auch länger haltbar gewertet als getippte, bei jeweils gleichem Nadelschliff.

    Grüße
    Matthias


    Dual 1218 + Shure M91ED / Excel ES70E | Technics SL-P377A | Denon DRA-735R | Summit Skyline XP50 | Takstar Pro 82

  • Es sieht tatsächlich so aus, das die Vergleichserfahrung übersichtlich ist. Drum habe ich gerade mal eineThakker DN155E Nudeline bestellt. Es sollte also einen ganzen Diamanten aufweisen. Ich bin gespannt. Der Preis ist vergleichsweise angenehm.

    Vielleicht sammeln sich ja noch ein paar Erfahrungen an. Diese sind natürlich immer subjektiv. ;-)

  • Über die "Nudeline" ( auch bekannt unter "Black Diamond") ist hier schon ein ganzer Haufen geschrieben worden. Ebenso auch wie über die Abstufungen der Originalnadeln sowie entsprechende Erfahrungen damit. Tipp: am besten via Google suchen, denn die boardeigene Suchfunktion bringt gewöhnlich nicht so viele Ergebnisse. Auch nicht aus dem Board selbst..

    Vorteil der Nudeline ist auf jeden Fall, dass sie passen wird, was, je nach Generatortyp, bei Originalnadeln wegen unterschiedlicher Codierungen nicht immer der Fall ist. Nachbaunadeln hingegen passen eigentlich immer..


    Gruß Gerhard

  • Guten Morgen!


    Ich habe zwei neue DN155 an 650ern laufen.

    Wenn ich sie mit M20E vergleiche, oder mit V15III (die sind aktuell parallel an den anderen Spielern), kann ich sagen das die Originalnadel sehr neutral aufspielt.

    Eine Thakker-Nachbau ist im Zulauf, werde nach Probehören den Vergleich berichten.

    Gruß

    Wolfgang

    ..wenn man einmal damit anfängt ......

  • Hallo,


    ich hatte "früher" (als armer Stift oder kleiner - ganz kleiner - Angestellter) nicht die Möglichkeiten für Original-Nadel-Nachkauf.


    Die mit "E - one Size fit all" waren alle eher suboptimal, auch die im "Original-Dual-Kästchen" die der Optik nach wohl von Pfeifer kamen - meist zu hart gelagert.


    Ich hatte mal eine original 152er Nadel, die gegenüber einer 155er geringfügig härter gelagert war. Klanglich fiel im direkten Vergleich auf das die 155er besser darstellte, vielleicht waren das aber auch Qualitätsschwankungen bei Ortofon.


    Alles in Allem sind Originalnadeln bei den ULMs vorzuziehen wenn man sie denn bekommt. Hier im Forum wurde auch schon retippen lassen, was sehr sehr gute Ergebnisse brachte.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Moin,


    zu dem Thema existiert bereits folgendes zu Ergänzung:


    DN160, ein Versuch einer (Er)klärung


    Von der Compliance her sind die die "Black Diamond" und die Originalnadel her ja nicht so verschieden und der TAR kann demntsprechend eingestellt werden.


    Bei meinem 714 mit Ulm 60 wurde die BD gestern allerdings nach einer Seite wieder gegen die nackte DN160 getauscht, aber da passt eben auch die Compliance nicht.


    Beste Grüsse


    Martin

    1019 - 1214 - 1225 - 1228 - 491 - 504 - 704 -714 - 2235

  • N'Abend,


    ich hatte ein meinen 626ern jeweils auch die originalen DN155 dran. Spielten sauber, gefielen mir aber nicht wirklich. Mir waren die zu "dumpf". Habe dann eine originale DN152 gekauft, die mir wesentlich besser gefallen hat. Mehr "obere Mitten" (und damit eben nicht so dumpf), aber eventuell nicht ganz so "feingeistig", wie die DN155.

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Seit ein paar Tagen ist die DN155e Nudeline von Thakker im Haus. Im Vergleich zur DN150 mit Ortofon Aufdruck spielt sie hörbar detailreicher. Lässt aber kräftig Mitten und damit Body vermissen. Sie hat klar weniger Output. Es müsste möglicherweise eine andere Verstärkung her, die dies wieder ausgleicht. Die habe ich aber nicht am/im Verstäker. Auch steckt die DN155 sich leichter auf als die DN150, die fest auf dem Sattel sitzt. Ob das was ausmacht?


    Die DN150 ist eigentlich eine sehr gute Nadel. Sie hat einen vergleichbar hohen Output und akustische Instrumente, wie Streichinstrumente oder Gitarren, klingen sehr natürlich. Ein bitgeträuer Digitalvergleich steht noch aus. Den Andruck nach Auspendeln des Armes habe ich auf 1,4 eingestellt.


    Den selben Wert habe ich bisher auch bei der DN155 angewandt. Möglichweise muss ich hier über 1,5 gehen, um mehr Klangtiefe zu erzielen. Sprich mehr Mitten heraus zu holen. Tatsächlich ist der Aufsatz wesentlich leichter als die DN150. Beim Auspendeln nach dem Wechsel muss ich das Gegengewicht signifikant drehen.


    Viele Punkte dieses Ratgebers lassen sich am ULM vermutlich nicht anwenden, z.B. Tonarmhöhenjustage.

    https://bohne-audio.com/de/die…n-tonabnehmer-und-tonarm/

  • Hi, ich empfehle die Original DN 155e, sei froh, daß es die noch gibt, ist gebondet (nicht nude) aber ich kenne 3 dieser Nadeln als Neukauf und alle waren sehr gut, ein nutze ich am 626 und zwei hat ein Freund am 606, klingt nie anstrengend und tasten ohne Verzerrungen ab mit uns überzeugenden Sound. Ein M20e ist natürlich in den oberen Mitten deutlicher und aber auch härter insgesamt, ist auch etwas Geschmacksache. Grüße

  • Die 150E ist härter als die 152E und 155E:

    Compliance 20/18 zu 30/25.

    Die 155E hat etwas weniger Verzerrungen, kann Höhen besser abtasten und auch die empfohlene Auflagekraft unterscheidet sich.

    Außerdem ist die Übersprechdämpfung etwas höher.

    Die 152E liegt bzgl. der Verzerrungen und Übersprechdämpfung zwischen 150E und 155E, der Rest der technischen Daten entspricht der 155E.

    Interessant ist da noch die 145E: Deren technische Daten entsprechen der 155E, nur spielt die 145E minimal lauter.

    Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
    Sonstige: Grundig PS 6000/OMP10, Yamaha TT-400/AT-95E

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