Ein Hallo von einem Neuling und eine Frage zum Dual 1237

  • Moin liebe Forumsmitglieder,


    ich bin neu hier und habe mich wegen Fragen zum Dual 1237 angemeldet.


    Kurz zum Rahmen: Ich besitze bereits seit längerem einen Dual 621 in einer schönen Nachbauzarge mit einem AT 440 mLb bestückt, der mir sehr viel Spaß macht. Ich habe mittlerweile einiges an Wissen über Plattenspieler mitgenommen von daher denke ich, dass ich einigermaßen "fit" bin in der Thematik.


    Nun bekomme ich langsam Interesse mir zusätzlich einen der kleinen Duals mit kleiner Platine und kleinem Plattenteller als kleines Nebenprojekt zu kaufen. In meiner Umgebung bin ich auf einen Dual 1237 gestoßen, der in einer Type CK 9 Zarge steckt, allerdings ohne Haube. Aber ich denke, dass ich ihm sowieso eine Nachbauzarge spendieren werde. Laut Verkäufer wurde der Steuerpimpel bereits getauscht und der Kondensator ebenfalls. Außerdem soll der Riemen durch einen Ersatzriemen von Thakker ersetzt worden sein. Alles andere soll ebenfalls funktionieren. Verhandlungsbasis sind 45 Euro mit Dual-Puck aber ohne Wechslerachse und ohne Haube.


    Meine Fragen zu diesem Plattenspieler wären nun:


    -Gibt es weitere Schwachstellen an diesem Plattenspieler die man berücksichtigen sollte? Nach meinen bisherigen Recherchen ist der 1237 durchaus ein vernünftiger Wechsler.


    -Durch die kleinere Platine und den kleineren Teller ist ja auch der Tonarm etwas kürzer, was die Geometrie verändert. Beeinflusst die andere Geometrie das Abtastverhalten des Tonabnehmers sehr stark? Oder kann ich an dem Dreher auch zum Beispiel mein AT 440 drunterschnallen ohne Einbußen im Abtastverhalten?


    -Sind die 45 Verhandlungsbasis ein guter Ausgangspunkt? Oder was kann für einen Preis kann man für dieses Modell in dem Zustand verlangen?


    Über Antworten würde ich mich sehr freuen.


    Gruß

    Dominic

  • wenn du keinen Wechsler brauchst, könntest du ach nach einem 491er Ausschau halten. Sollte auch in der Preisklasse zu finden sein und ist durch den Direktantrieb sicher der höherwertige

    Alla Hopp
    Jo

  • Hm stimmt schon die 4er Modelle gibt es auch noch. Wobei ich gerne so für meine kleine „Sammlung“ gerne noch das komplette Gegenteil von meinem 621 hätte:

    -Wechsler

    -Kein Pickelteller

    -Riemenantrieb

    -Kleine Platine bzw. Kleiner Plattenteller


    Ich weiß mag etwas „Gaga“ wirken aber so bin ich halt ;)

  • Hallo


    der 1237ist schon okay.

    Nur ist die Tonarmgeometrie für Wechslerbetrieb gedacht, bei scharfen Schliffen sollte man daher ein verstellbares TK 15 bzw. 25 nehmen.


    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Servus,

    Im Grunde ist der Dreher ja sehr robust. Ein Schwachpunkt wäre nur die Startschiene. Die verbiegt relativ leicht und führt dann von Starthebelschiefstellungen bis zu Einschränkungen des Automatikbetriebs (Startfunktion). Ist aber einfach und schnell zu beheben. Schmiertechnisch fand ich die 123x bis jetzt unproblematisch. Einzig die Wechselwippe war bei allen verharzt.


    Mich wundert bei deinen Auswahlkriterien ein wenig das "kein Pickelteller". Fast alle 1237er haben den nämlich. Dazu auch die modernere gefelderte Tellermatte.

    Scheinbar nur die ganz frühen Modelle haben einen glatten Teller. Der erscheint insgesamt dann auch etwas größer....weil er es ist.

    Hab übrigens auch so einen aus Omas Loewe-Kompaktanlage.


    Viele Grüße


    Roman

  • Moin,


    Ja wie gesagt, Pickelteller habe ich bereits mit meinem 621 und jetzt eben noch ein Dreher mit glattem Teller.


    Und für einen Tonabnehmer mit scharfen Nadelschliff sollte ich ein verstellbaren Tonkopf organisieren? Was unterscheidet den denn beispielsweise von Tonkopf im Dual 621?

    Also was kann man da noch anders einstellen?

  • Moin, bei den Dualdrehern mit Wechslerbetrieb gab es bei den alten Modellen z.B. 1019 einen Keil, mit dem man den vertikalen Spurwinkel (VTA) für Einzelspiel ausgleichen konnte, bei den Modellen 1219, 1229, 1249 gibt es den „Multiselektor“, dann gibt es auch den TK15, der diese Funktion des VTA-Ausgleichs übernimmt. Der wurde laut Dual Prospekt von 1979 auch mit dem 1237 ausgeliefert. Der VTA sollte stimmen, wenn man Systeme mit elliptischen Nadeln benutzt, je feiner die Nadel, desto genauer der VTA.



    Bild habe ich aus dem Netz

    L.G., Matthias

    Dual 1009,1019,1219,1249,701,721, Technics SL-1610mk2,SL-1300mk1,SL-Q3,SL-7,SL-J3

  • Wie scharf soll es denn sein? Ich benutze auf meinem 1239 ein At100e, das spielt an dem Dreher hervorragend und sieht optisch sehr schick aus an dem Dreher.



    Der Dreher ist schon gut, der wird völlig zu unrecht unterschätzt.


    Liebe Grüße Thomas

  • Moin,


    also wie gesagt, momentan würde ich einfach das AT 440 benutzen, dass auch schon an meinem 621 spielt. Das 440 hat einen scharfen Microlineschliff. Je nach Gusto wollte ich dann den TK des 621 mit dem 440 auf den Tonarm des 1237 setzen. Ist der TK des 621 mit dem 1237 kompatibel?

  • Sind kompatibel, beides TK24

    Da war einer schneller;)

    Dual 1009,1019,1219,1249,701,721, Technics SL-1610mk2,SL-1300mk1,SL-Q3,SL-7,SL-J3

  • Aber mal was anderes, warum müsst ihr denn immer nur scharfe Schiffe fahren? Je schärfer desto besser, man kann auch eine Menge Spaß mit einer Rundnadel haben, gerade bei Rock/Pop und die verhalten sich bei den Wechslern absolut Problemlos, was den VTA betrifft. Also demnächst lieber mal ordentlich scharf essen und eine gute Rock Scheibe hören!


    Liebe Grüße Thomas

  • Moin!


    Wie immer liegt es an einem selbst, wie scharf es sein darf. :evil:

    Deshalb hier nur meine Erfahrung:

    Ich habe bis vor ca. 2, 5 Jahren nur "einfache" Schliffe und günstige Nadeln gekannt (AT 91 u. ä.), hat mich nie gestört.

    Dann kam der 604 und dazu ein AT 440 mlb.

    Schon beim ersten Hören (Genesis - Nursery Cryme) war mir so als wäre ein dicker Vorhang weggezogen worden. Ganz klar waren die Instrumente und die Stimme von Hrn. Gabriel zu hören. Kein zischeln störte.

    Ich war begeistert und habe nicht verstanden, warum ich so lange gebraucht habe, um mir so einen Hörgenuss zu leisten. =O

    Auf meinem 650 läuft seit kurzem eine DN 155 e Swiss Nude von Thakker. Diese hat auch eine erstaunlich gute Auflösung für diesen Preis. :thumbup:

    Ich persönlich lasse jedenfalls von gebondeten und/oder Rundnadeln die Finger weg.


    Gruß

    Thomas

    Was wir brauchen, sind verrückte Leute;
    seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    (George Bernard Shaw)


    Meine Anlage klick hier... ;)

  • Meine Erfahrungen mit Black Diamond oder Nude Line sind eher durchwachsen, was die Qualität angeht, da werden mir viele zustimmen. Eine Rundnadel oder gar ein gebondeteter Stein muss nicht schlecht sein, sollte auch nicht zischeln! Aber das ist ja nun mal Geschmackssache. Bei mir läuft ein Technics 270C mit Rundnadel und ich mag es sehr.


    Gruß Thomas

  • Hallo,


    der 1237 ist ein einfacher, aber meist unterschätzter Dreher. Gut gewartet und mit einem geeigneten Tonabnehmer bestückt, z. B. dem Shure M75 ED Type II, spielt er sehr gut auf. Einen noch höherwertigeren würde ich ihm jedoch nicht spendieren.


    Zum bereits Gesagten habe ich die Erfahrungen machen müssen, dass die Zahnriemen zur Pitch-Verstellung nicht mehr für Geld und gute Worte erhältlich ist. Alle, die ich bislang als E-Teil zu diesem Spieler gekauft habe, erwiesen sich zu lang. Zudem hatte ich mal einen, dessen horizontales Tonarmlager nichts zwischen extrem schlabberig und fest kannte. Da die Ursache im Verborgenen blieb, wurde er zur Schlachtplatte.


    Der Pickelteller gefällt mir übrigens auch nicht besonders. Der Rand von glatten Tellern ist jedoch dermaßen schräg, dass es auch nicht besonders gut aussieht. Schade, dass es ihn nicht mit dem Teller mit geradem Rand und Stroboskopmarkierungen an der Unterkante gab, mit dem sein nahe verwandter Bruder 1239 sowie die Nicht-Wechsler 481 und 491 bisweilen ausgeliefert wurden.


    Beste Grüße, Uwe

    »Mit der Vervollkommnung der Demokratie widerspiegelt die Präsidentschaft immer mehr die innere Seele des Volkes. Wir nähern uns einem erhabenen Ideal. Eines großen und glorreichen Tages wird sich der Herzenswunsch der einfachen Leute des Landes letztendlich erfüllen und das Weiße Haus mit einem wahren Idioten geschmückt sein.« (Henry L. Mencken, 1920)

  • Hi, die Pitch-Riemen sind bei den Drehern natürlich ein Problem, aber auch 521 und co. haben das gleiche Problem, ich verwende einen O-Ring 40x3 in Viton, das geht ausgezeichnet. Und ja ein At100e oder VM95e darf man dem Kleinen ruhig spendieren. Ich mag diese Dreher eigentlich sehr gerne.




    Liebe Grüße Thomas

  • Hm ok dann werde ich mich doch mal nach einer einfacheren Nadel umsehen. Danke!


    Das mit dem Pitchriemen ist natürlich sehr bescheiden... Ich gebe auch zu ich bin nicht der größte Bastler, den Dual 621 hatte ich damals mit einem Bekannten hergerichtet, der in der Thematik sehr bewandert ist.


    Deswegen hatte ich mich auch für die einfachen Dual Dreher mit Riemen als Nebenprojekt entschieden, da die Direktantriebe ja doch ein Stück aufwendiger sind.


    Allerdings wird die Pitchriemen-Problematik ja bei fast allen Wechslern ein Hindernis darstellen oder?


    Zum Teller: Das auch die glatten Teller einen schrägen Rand haben überrascht mich. Ich dachte Dual fertigte damals sehr präzise?


    Gibt es sonst die Möglichkeit den klassischen „Sägezahn-Teller“ auf einen der Wechsler zu setzen?

  • Der schräge Rand ist Absicht und kein Fertigungsproblem. Halt wie der Pickelteller nur eben ohne Pickel.

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

    Einmal editiert, zuletzt von MaxB ()

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