Dual 505-1 Anfängerfrage

  • Hallo liebes Forum,


    ich hoffe "hier" kann mir geholfen werden.


    Ich suche für meinen Sohn einen Plattenspieler, damit er unsere alten Kinderhörspielplatten abspielen kann und meine alten Drei Fragezeichen LP´s. Mehr "Hifi" ist erstmal nicht geplannt.


    Meine Kenntnisse über die Materie liegen schon viele, viele Jahre zurück.


    Jetzt hat mir ein Bekannter einen 505-1 für 15€ (ohne Haube) Angeboten bei dem allerdings ein Problem herrscht,


    Laut seiner Aussage:
    " Der Motor ist direkt da, nur wenn ich die Nadel zur Platte bewege, läuft der Teller nicht direkt an. Erst wenn ich es ein Paar mal wiederhole, dann läuft er ganz normal. Der Riemen ist auch noch in Ordnung und fest drum. Hab auch einen 2. Riemen, und da ist es das gleiche."


    Das System ist ein unbekanntes Ortofon.


    Zu meinen Fragen:


    Ich hatte hier ein wenig Quergelesen.
    1. Ist dieser Fehler bekannt? Liegt es an dem verharztem Öl , was ihr als Info im Anfänger Guide erwähnt. Oder ist es etwas anders?


    2. Kondensatorwechsel ist wohl fällig. Den kann mein Mann machen, der kann löten und hat eine Lötstation.


    3. Riemen sollen wohl ok sein aber ggf. wohl im Zuge er Kondensatorenwartung prophylaktisch wechseln?


    4. Das Dual Gerät mit Chinch kabel soll an einen Marantz Receiver mit MM Anschluss. Gibt es da Probleme?


    5. Wie nimmt man da den Tonabnehmer (also die Ortofon) ab?



    Lohnt sich der Aufwand?



    Zwecks Transport (10 min mit Auto): Der Plattenteller kann einfach nach oben abgenommen werden, oder? Was muss noch beachtet werden.



    Vielen lieben Dank für die Unterstützung.

  • Hi !


    Willkommen bei den Dual-Fans, -Förderern und -Rettern.

    1. Ist dieser Fehler bekannt? Liegt es an dem verharztem Öl , was ihr als Info im Anfänger Guide erwähnt. Oder ist es etwas anders?

    In den meisten Fällen ist die Mechanik etwas verkleistert. Das gilt insbesondere für die Plastikteile, die den Riemen auf die beiden unterschiedlich großen Durchmesser der Motorrolle wuppen. Wenn's da klebt ist das ziemlich ärgerlich. Da muß man aber im Detail gucken, was der Dreher wirklich macht und was nicht.


    2. Kondensatorwechsel ist wohl fällig. Den kann mein Mann machen, der kann löten und hat eine Lötstation.

    Gut.
    Er braucht 3 Kondensatoren:
    330nF / 275V~ X2 - Conrad 450250
    68nF / 275V~ X2 - Conrad 450221


    10nF / 275V~ X2 - Conrad 1566329


    3. Riemen sollen wohl ok sein aber ggf. wohl im Zuge er Kondensatorenwartung prophylaktisch wechseln?

    Erstmal gucken, daß die Mechanik frei wird.
    Welcher der vorhandenen Riemen danach der bessere ist, zeigt sich danach beim Umschalten der Drehzahlen. Bitte dran denken, daß die matte Seite (wenn er eine matte Seite hat - und nicht beide matt sind) nach innen zur Antriebsrolle und zum Antriebsteller muß.


    4. Das Dual Gerät mit Chinch kabel soll an einen Marantz Receiver mit MM Anschluss. Gibt es da Probleme?

    Im Normalfall gibt es keine Probleme.


    Eventuell nur mit den Steckern selber. Wenn das noch die einteilig verpreßten Kunststoffstecker in weiß und schwarz sind, sollte man die ganz dicht an deren Gehäuse vom Kabel abschneiden und neue "richtige" aus Metall dran machen. Die Verkabelung in den Steckern korrodiert und bewirkt Kontaktprobleme, vom Brummen, Rauschen, Knacken bis zu kompletten Kanalausfällen.


    5. Wie nimmt man da den Tonabnehmer (also die Ortofon) ab?

    Das System ist vermutlich das originale Ortofon TKS49S - an sich ein recht gutes System, wenn die Nadel in Ordnung ist.


    Zum Entnehmen muß man zuerst die Sicherungsschraube rausdrehen, die sich in dem kleinen Loch an der Oberseite verbirgt.
    Das ist Diebstahlsicherung und Halterung in einem und ist eine kleine, dünne Madenschraube. So lange die drin ist, kann man auch z.B. die Nadel vorne nicht abziehen.


    Dann den Handhebel nach hinten schwenken, dann läßt sich das System mit Träger abnehmen. Vorsicht beim Wieder-Einsetzen. Es muß komplett bündig unter dem Kopfträger angesetzt werden, bevor man den Hebel nach vorne schwenkt. Sonst brechen innen die kleinen "Haken" ab, die das System unterm Kopfträger halten.


    Lohnt sich der Aufwand?

    Falsche Frage für ein Dual-Forum ... :D


    Ja. Für einen technisch vergleichbaren neuen Plattenspieler würde man schon mal locker 500 - 600 Euro hinlegen müssen.
    Das Problem ist der Tonabnehmer, der sich nicht so ganz einfach gegen "was anderes" tauschen läßt und für den nur noch gelegentlich Nadeln auftauchen, die in der Qualität akzeptabel sind. Aber da wissen andere bestimmt noch was dazu zu sagen.


    Zwecks Transport (10 min mit Auto): Der Plattenteller kann einfach nach oben abgenommen werden, oder? Was muss noch beachtet werden.

    Kann man tun. Ist etwas komplizierter:


    Oben um den Mitteldorn auf dem Teller ist eine runde Haltescheibe. Die muß man etwas runterdrücken und dann so 60° drehen, um sie zu entriegeln. Dann kann man die abnehmen und den Teller runternehmen.


    Für einen kurzen Transport auf der Rückbank muß man das nicht unbedingt, im Zweifelsfall nimmt man zwei Pappestücke und schiebt sie links und rechts zwischen Chassis und Tellerrand. Das tut es auch. Das dient alles nur dazu, das Lager des Plattentellers vor harten Stößen und damit vor Schäden zu bewahren. Der Teller ist aber auch nicht granatenschwer und ihr werdet bis nach Hause vermutlich keine Offroad-Strecken abfahren.



    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Dona,


    erstmal herzlich willkommen hier im Dual-Board.


    Es ist schön, dass Ihr Euren Sohn schon jetzt mit der Materie Plattenspieler vertraut machen wollt. Der 505-1 ist ein einfaches grundsolides und trotzdem (oder gerade deshalb) gutes Gerät.


    Eine Wartung kann sicher nicht schaden, hält sich hier aber in Grenzen, da das Gerät keine Automatik hat, sondern nur den Tonarm am Ende der Platte abhebt.


    Die Kondensatoren zu erneuern, insbesondere den Knallfrosch, ist immer sinnvoll beim Alter des Geräts. Das Problem, dass der Teller nicht anläuft würde ich tatsächlich auf den Riemen schieben (obwohl es ungewöhnlich ist, dass es beim 2. genauso ist). Die tatsächliche Riemenspannung kann man bei abgenommenem Teller auch prüfen, da der eigentliche Teller auf einem Subteller aufliegt.


    Zum abnehmen des Tellers muss die Gummimatte runter vom Teller. Dann ist um die Mittelachse ein bajonettartiger Verschluss, den man leicht runterdrücken und dann drehen muss, ca 1/3-Umdrehung. Man merkt dann, dass man ihn nach oben abnehmen kann und dann auch den Teller.


    Der Tonabnehmer ist original so verbaut und eigentlich ein recht ordentliches Teil. Die Nadel sollte man aber zumindest prüfen (lassen). Gewaltfrei abnehmen kann man ihn, wenn man die winzige Madenschraube im Tonkopf ganz herausdreht und dann den Fingerhebel VORSICHTIG nach hinten schwenkt. Dann fällt das System praktisch von selbst nach unten. Deshalb immer den Nadelschutz runterklappen!
    Leider lässt sich die Nadel nur bei abgenommenem Tonabnehmer abziehen.


    Am Tonabnehmer immer schön vorsichtig und nie mit Gewalt arbeiten, da man sonst schnell mal eine Nase abbrechen kann.


    Zum Schluss noch der Anschluss an den Marantz: Das sollte so funktionieren. MM steht für Moving Magnet. Das ist das Arbeitsprinzip der meisten Tonabnehmer in dieser Klasse.


    Ich wünsche Euch viel Spaß und gutes Gelingen!



    Edit: Peter war schneller... ;)

    Beste Grüße


    Günther



    "Listen to the music"

    Derzeit am Start: Dual 704, 491a in Eigenbauzarge, Onkyo Multiac 70P modifiziert; vor der "Werkstatt": Panasonic DD aus Kompaktanlage; Umbaukandidat: 502 (Arm fehlt)
    Abzugeben: CS 606 mit 1/2" Headshell, CS 610 braun, CS 630 silber, 1209 Chassis mit defektem Arm, Braun Flachboxen

  • Vielen Lieben Dank für die schnellen, kompetenten Antworten.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann lohnt es sich die 15€, ca.~5-10€ Kondensatoren + ggf. 35€ Riemen zu investieren und irgendwo noch gebraucht eine Haube aufzutun?


    Also gesamt ca. 60-70€ + Haube.


    Sollte ich noch auf irgendetwas ein Auge werfen bei dem Player bevor der Kauf erfolgt??



    Gibt es so etwas wie ein Wartunghandbuch bzw. Service Manual mit Öffnungserklärung etc.?



    Danke

  • Eine Serviceanleitung gibt es hier.


    Wenn der Motor selbst nicht zuverlässig anläuft, dann ist es der kleine Schalter.


    Wichtig ist dann vor dem Platten hören, den Tonarm korrekt auszubalancieren, Auflagekraft und Antiskating passend einzustellen und den Filius darauf hinzuweisen, nicht unbedacht daran herumzufummeln. Ersatzweise hilft dabei die Anleitung zum Dual CS 505.


    Gruß Uli

    CS: 1209, 504, 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 5950 RC
    CC: 5850 RC, 839 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Moin.
    Willkommen im Reich der Verrückten...
    Siehe mal diesen Faden. Er beschreibt die Problematik. Es ist zwar der 505-3, aber viel Unterschied ist da nicht. Die 505-x machen meist immer an der selben Stelle Probleme.
    Viele denken dann gleich.... Ist kaputt.... Müll.
    Meist ist es bloß altes Fett.
    Der Dreher ist voll und ganz ausreichend für ein paar Platten hören. Auch ist es nicht schwer ihn zu warten. Für Einsteiger genau das richtige.
    Wenn es dir doch zu kompliziert ist gibt's bestimmt jemanden in deiner Nähe der dir gerne unter die Arme greifen würde.


    Problemchen mit meinem alten DUAL CS 505-3


    Gruß Carsten

  • ...ich denke mit deiner kalkulation liegst du richtig...diese dreher sind zwar einigermassen gut zu warten, können einen aber auch ärgern...hatte gerade gestern einen 505-3 auf dem tisch. ^^


    wenn du unbedingt eind haube benötigst, wird der aufwand schon grenzwertig...evtl ist auch die nadel abgespielt usw.


    vielleicht fragst mal im marktplatz dieses forums nach, ob jemand einen brauchbaren dreher um die 100 euro in deiner nähe übrig hat, der auch gut läuft...viele hier haben zu viele plattenspieler und geben gerne ab...


    verstärker mit phonoeingang und lautsprecher sind vorhanden?


    lg
    romme

  • dann lohnt es sich die 15€, ca.~5-10€ Kondensatoren + ggf. 35€ Riemen zu investieren und irgendwo noch gebraucht eine Haube aufzutun?

    So teuer muss es nicht unbedingt werden. Bei den selbst gewarteten Geräten
    weiß man dann, was man hat. Bin da für kleine Ausbaustufen. Erst mal die
    Kondis, danach den Riemen "kochen", bevor ein Neuer bestellt wird. Haube
    besorgen, erst wenn man das Gerät richtig zum Laufen gebracht hat.



    LG, Micha

  • Dann werde ich den morgen holen und mit den 15€ erstmal schauen was er macht.


    Mit der Nadel vertraue ich seiner Aussage, dass die noch ordentlich läuft. Die LP´s sind eh alle alt und mit Sicherheit mehr als benutzt.... aber für ein paar Hörspiel LP´s sollte es hoffenlich langen, ansonsten seid Ihr ja hier super kompetent und fix mit der Hilfe.


    @mickdry was heißt den Riemen kochen?


    @lo-fi Marantz AV Receiver mit Phono Eingang der für MM System ausgelegt ist, laut Handbuch.


    PS. Haube muss sein. Unser Wirbelwind verursacht so viel Staub da muss dann ein Schutz her aber an die technischen Geräte im Wohnzimmer geht er nicht ohne Erlaubnis, dafür hat er seine selbst gebaute ( mit Papas Unterstützung) Tonies Box.

  • Hallo und Gruesse!


    Andere haben ja schon Tips gegeben.
    Mit etwas (beim 505 sehr einfacher und billiger) Wartung ist der 505 in der Lage den neuen Drehern bis 500 Euro auf der Rennbahn den Hintern zu zeigen :)
    Das beste ist auch immer erst mal sich die Kiste anzugucken ... und zu gucken .. und sich vorzustellen, wie es funktioniert ... und nach einigen Minuten oder ner Stunde kommt man bei der recht einfachen 505 Serie selber schnell auf die Loesung.


    Aber zuerst eine Frage:



    Wie alt ist der Sohn?
    Kinderplatten hoeren?
    Unter 10, auf jeden Fall unter 5, kann es bei vielen Kindern nur empfehlenswert sein, eine einfach zu bedienende Automatik zu beschaffen. Die Traenen und der Schreck sind naemlich gross, wenn die Kleinen aus versehen beim heben des Arms die Platte oder Nadel beschaedigen sollten!
    Der Audio Technica AT LP-60, oder LP-60X ist ein robuster kleiner Einsteiger, der zuverlaessig seine Runden dreht, und mit der einfachen Vollautomatik fuer Kinder besser als jeder halbautomatischer Plattenspieler ist.


    Auf Anhieb kann Ich jetzt im Deutschen Markt keinen finden, weil Ich immer wieder auf US Verkaeufer verwiesen werde, aber Conrad hat diesen Ableger des Modells mit Dual Stempel drauf fuer weit unter 100 Euro (US Preise fuer LP-60 Serie sind unter 100 Dollar plus Steuer):
    https://www.conrad.de/de/p/dua…trieb-schwarz-311351.html


    Diese Kisten hoeren sich nicht mal so schlecht an, da im Hifi und Plattenladen meines Freundes gerade einer steht, um Kunden Platten testfahren zu lassen.


    Der Junge kann dann erst mal Platten hoeren, waehrend der klassische 505 repariert wird :D

  • Riemen kochen?

    Viele Gummiteile lassen sich bis zu einem gewissen Punkt wieder elastischer machen,
    indem man sie ein paar Minuten kocht. Ein Tropfen Spülmittel dazu schadet nicht.
    Dabei nur darauf achten, dass es nicht überschäumt ;-)

  • ...eine günstige haube aufzustellen ist manchmal echt tricky...aber micha hat recht, erstmal eins nach dem anderen...


    romme

  • @wacholder Mein Mann fragt gerade ob die Kondensatoren von einer bestimmten Marke sein sollten wie Wima oder die einfachen Spezifikationskonformen langen. Sowie ob zufällig die Länge der 3 benötigten Kondensatoren bekannt ist. Da das wohl keine Rundkondensatoren sondern so Flache im Platinenlayout sein sollen?


    1,50€ Warenwert aber 7€ Porto ist aber auch heftig bei Conrad. Gibt es einen Versender der das als Brief oder günstiger verschickt?

  • Hi !


    Für 15 Ocken kann man nicht viel verkehrt machen. Ich beurteile ein Gerät auch erst abschließend, wenn ich es auf dem TIsch habe.
    Gut - die Kondis sind bei fast allen Modellen dieses Alters im Dutt, die müssen gemacht werden.


    Dann hat man den Ofen aber schon mal offen auf dem Tisch liegen und kann die Mechanik im Detail studieren.


    Stets dabei: ein Fläschchen Feinmechanikeröl, wenn vorhanden eine Sprühdose Kontakt-61 (61 ! Nicht 60. Wichtig), eine Rolle Küchenkrepp, etwas Isopropanol (oder Brennspiritus oder Schwarzbrand-Wodka) zum reinigen oder entfetten.
    Und eine dicke alte Pappe zum Unterlegen.


    Bei der Mechanik ist meine Methode: alles, was sich verschiebt oder sich um eine Achse dreht, wird erstmal mit dem Kontaktspray geflutet. Das löst den alten Schmier. Abtropfendes fängt man mit dem Küchenkrepp auf. Dann guckt man, wo man strategisch ein *winziges* Tröpfchen Öl drantunken muß, damit sich was leichter bewegt oder dreht.


    Nachher alle Flächen, wo später mal der Antriebsriemen drumherum oder dranlang läuft mit dem Alkohol reinigen.


    Und am Ende des Tages guckt man sich an, ob
    a) der Motor sauber anläuft. Meistens ist der Motorschalter etwas verkokt und braucht eine Kontaktspray-Sprühkur.
    Dreht der Motor schwer, muß der auch noch auseinander, aber das gucken wir dann.
    b) die Antriebsrolle den Riemen mitnimmt und den Antriebsteller dreht
    c) die Drehzahlumschaltung 33 auf 45 und zurück klappt
    d) die auch mit aufliegendem Teller funktioniert und ob
    e) das Vehikel am Ende den Arm hochnimmt und den Motor abschaltet.


    First make it work - then make it nice.


    :D

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • 1,50€ Warenwert aber 7€ Porto ist aber auch heftig bei Conrad.

    Glücklich ist, wer eine Filiale in der Nähe hat. Der bestellt online und lässt sich das
    in die Filiale liefern. Sollte auch bei Pollin, Reichelt und Co. klappen. Die kleinen
    Läden hat es ja leider meist hingerafft, auch ohne Corona :-(

    Einmal editiert, zuletzt von mickdry ()

  • ...mein 505-3 von gestern hatte keinen einzigen rissigen knallfrosch eingelötet...deshalb würde ich erstmal schaun was kommt.


    romme

  • Hi !

    Mein Mann fragt gerade ob die Kondensatoren von einer bestimmten Marke sein sollten wie Wima oder die einfachen Spezifikationskonformen langen.

    Von der Sache her ist der Hersteller egal, solange die "X2"-Spezifikation gegeben ist.


    Das hat damit zu tun, daß diese Geräte keinen separaten, doppelpoligen Netztrennschalter haben und prinzipbedingt daher immer am Stromnetz hängen, sobald der Stecker in der Steckdose steckt. Sie sind durch ihren Aufbau für trockene Räume berührungssicher isoliert, aber der Kondensator darf im Fehlerfall nicht anfangen zu brennen.
    Das wird durch diese Spezifikation gewährleistet.


    Ich empfehle diese Conrad-Dinger meistens, weil das große C einer der letzten Überlebenden im Versand ist ud die Kondis schöne lange Anschlußdrähte haben. Und der C mit ziemlicher Sicherheit Neuware verschickt. Bei den anderen Versendern komme ich mir manchmal vor, wie bei Rudis Resterampe, wenn ich z.B. große Netzteil-Elkos für die Reparatur eines Gerätes von 1986 bestelle ... und Elkos bekomme, die laut Fertigungsstempel 1979 die Fabrik verlassen haben.


    Oder wo X2 und höher spezifizierte Kondensatoren verkauft werden, die noch "die alte" 250V~ Spannungsfestigkeit haben.
    Das reicht heutzutage nicht mehr. Wir haben 230V~ Netzspannung plus/minus 10 Prozent, also 253V~ Maximum. Und etwas Raum nach oben sollte immer vorhanden sein. Daher müssen neue Kondis mindestens 275V~ spannungsfest sein.


    Rommes Einwand ist darüberhinaus gar nicht so verkehrt.
    Man kann sich nicht für jede Eventualität wappnen, sondern sollte erstmal gucken, was man wirklich *hat*.
    Und dann hat man auch die Platine, wo man den Lochabstand für die Kondis abmessen kann ganz real vor sich liegen.


    Ich habe mehrere von den Dingern, die die gleiche Motor / Platinen-Kombi einsetzen, aber die stehen acht Kilometer entfernt im Lager.



    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Die kleinen
    Läden hat es ja leider meist hingerafft

    Und selbst wenn welche überlebt haben (hier in Osnabrück gibt es noch einen) kann es Dir passieren,
    dass Du da hingehst, sagst was Du haben willst, und bekommst da was ganz anderes mit.
    Und auf Nachfrage, warum der anders aussieht, bekommt man zur Antwort, stimmt schon so.


    Genau das ist mir passiert am Anfang meiner Wiederauferstehung als Vinylliebhaber.
    Seitdem habe ich mir mein Zeug über Reichelt bestellt.

  • Hi Lu !

    (hier in Osnabrück gibt es noch einen)

    Meller Straße.


    Würde ich nur jemandem raten, da hinzugehen, der in der Materie sattelfest ist.
    Obwohl die nicht schlecht sortiert sind und allerhand haben.


    Die haben jetzt aber wegen Pandemie auch den Betrieb runtergefahren und liefern nur noch per Versand aus, lt. Homepage.



    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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