Dual spielt in allen Lagen

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    • Dual spielt in allen Lagen

      Moin,
      hat eigentlich schon mal jemand versucht, die Demonstration aus dem Phonomuseum in St. Georgen nachzustellen bzw. einen Dual auf dem Kopf spielen zu lassen?
      Ich überlege gerade, welches Modell für ein solches Experiment wohl am geeigntetsten wäre. Zum einen sollte es nicht gerade das wertvollste sein. Zum anderen sollte der Plattenteller wahrscheinlich möglichst leicht sein. Der 1254 scheidet z. B. aus, da er die Auflagekraft nicht per Feder erzeugt. Was ist besser, Riemen- oder Treibradantrieb? Sollte man eher ein System mit niedriger (Magnet) oder hoher Auflagekraft (Keramik) wählen?
      Was fällt Euch noch dazu ein? Haut es in die Tastatur! :D
      Gruß
      Marc
      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.
    • Hallo,

      also Geräte kannst Du nehmen welche Du willst, es gab bei Dual den 1009 auf dem Kopf, im drehenden Modell liefen bspw. 701,622,530 und viele andere.

      Aber:

      Bei den Demomodellen mit Direktantrieb wurde der Motor umgebaut, er erhielt ein zweites (Gegen)lager oben. Bei den Treibradspielern muss die Motorwelle auch durch ein Gegenlager gestützt werden.

      Auch der Teller ist zu fixieren. Bei den alten Reibradmodellen und bei manchen Riemen und war auch die Tellerkonstruktion völlig - Gegenlager etc.

      Beim 622 hielt der Teller auf der Motorachse ohne Probleme. Er wurde fixiert durch den aufgebrachten Metallkonus, der fest angezogen werden musste.

      Also machbar ist alles, aber es muss gut durchdacht sein.



      Gruss
      Norbert
    • Hallo,

      Auf dem Kopf habe ich noch keinen Dreher spielen lassen, aber spasseshalber hatte ich schon mal einen 604 und später auch meinen 704 schräg an die Wand gelehnt aufgestellt und spielen lassen. Geht wunderbar. Vor allem wenn Besuch da ist, der den Dreher dann entdeckt, wird erstmal nur gelacht und es werden dumme Sprüche geklopft. Wenn dann aber eine Platte aufliegt und diese unbeirrt vom Dreher abgespielt wird 8o, klappt den meisten nur die Kinnlade runter und es wird nach heimlich versteckten CD-Playern oder sonstigen Tricks gesucht. Wenn ich dann den Dreher noch vorsichtig in alle Richtungen schwenke, und der einfach weiterspielt, ist das Erstaunen gross. :D 8) Muss man aber wirklich seeehr vorsichtig machen und möglichst eine alte Platte nehmen, bei zu ruckeliger Bewegung läuft die Nadel Gefahr zu springen.

      Macht Spass die Leute so zu verblüffen. :D :] 8)

      Viele Grüsse, Thomas
      „back to the roots“
    • Ich habe es mit einer HS 130 (1224) probiert. Zwischen Plattenteller und Sprengring habe ich noch eine passende Unterlegscheibe gelegt, damit der Teller in Kopflage nicht das Stück in axialer Richtung bis zum Sprengring absackt. Ich habe die Transportsicherungsschrauben festgedreht und eine alte 25 cm-LP direkt auf den Plattenteller geklebt. Um 180° gedreht ergeben sich starke Laufgeräusche, bei 90°, wenn die HS auf der Seite steht, geht es schon mal wunderbar.
      @ noko: Wie könnte denn so ein Gegenlager für den Motor aussehen?
      Gruß
      Marc
      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.
    • Ich hab mir zu Zeiten des 627Q -selig- den Spass gemacht und den Player 90 Grad aufgestellt. Auf die Seite gekippt und dabei die Haube als Stützmechanik aufgeklappt und ein paar Bierdeckel untergeklemmt.

      Eigentlich eine unnütze Spielerei, denn die natürliche Lebenslage eines Plattenspielers ist die Horizontale - "amtlich" mit einer Dosenlibelle ausgerichtet ;) .

      Ebenso stimmt dann auch wieder die Auflage der LP auf dem Teller, selbst mit einer Plattenklemme oder sonstigen Hilfsmiteln liegt sie nicht so an, wie im artgerechten Betrieb :D . Auch stimmt das Skating bei solchen Aktionen nicht.

      Bei angepassten Modellen (Motor w.o. beschrieben) handelt es sich eben nicht um ein Serienmodell: Von da aus wäre die Show gefakt. Dual ging es nur um die Demo der Auflagekrafterzeugung per Federkraft. Und nur dafür war die Show gut.

      Schöne Restweihnachten ...

      Gruß

      analogi67

      edit formatierung fett
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
      Linn: LP12 Majik (Kirsch)
      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von analogi67 ()

    • Hallo,

      mit 627 hab ich das auch gemacht, auch auf dem Kopf. War zu meiner Dual-Anfangszeit, weil ich sowas noch nie gesehen hatte.

      Skating? Warum soll das denn nicht stimmen? Das wird auch per Federkraft erzeugt, und der Tonarm ist nicht nur in der Horizontalen ausbalanciert, sondern - mit gewisser Toleranz natürlich - auch in "Schrägrichtung". Das behaupte ich deshalb, weil das der denn Sinn des kleinen Gewichtes auf dem Segmen im Inneren des Plattenspielers wäre.

      Mei, inwiefern ein paar Grad Schräglage den Klang bei gewichtsbalancierten Plattenspielern ausmacht, kann ich nicht beurteilen. Aber es muß scheinbar einer Rolle spielen, sonst würden manche keine Wasserwaage zu Hand nehmen. Und das ist bei Dual in der Tat nicht notwendig. Im übrigen hat es auch noch den Vorteil, ohne Waage auszukommen, denn nach dem Ausbalancieren stimmt die Auflagekraft ja unabhänig vom TA (außer die Nadelposition weicht extrem ab). Ich finds super!
    • Hallo,

      erstmal vielen Dank an Marc, endlich spricht er ein Thema an, das mir schon länger auf den Nägeln brennt.

      Bei meiner GFS wollte ich das eigentlich auch demonstrieren, hab' dann aber doch lieber auf ein Video zurückgegriffen. Ich hatte den 1218 von vorne gesehen um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht (mehr nicht, weil ich die Platte nicht festkleben wollte). Das Ergebnis war, dass die Endabschaltung ausgelöst wurde, da das Kupferteil auf dem Steuerrad (?) im Gegensatz zum Tonarm sehr wohl der Schwerkraft unterliegt.

      Aus diesem Grund sollte es entweder ein semiautomatisches Modell sein oder die entsprechende Mechanik eines Vollautomaten ausgebaut werden. Wenn am Antrieb möglichst wenig Veränderungen vorgenommen werden sollen, wäre wohl ein Riementriebler am geeignetsten, da hier durch den Drehzahlfeinregulierungsmechanismus sowieso Druck auf die Motorachse wirkt.

      Ich würde daher einen CS450, 504 oder umgebauten 1237/1239 auswählen.
      Einen etwas defekten 1239 hätte ich sogar noch rumliegen ... *sucht, bastelt* ... ja, mit dem 1239 funktioniert's. :D
      Über Kopf ist der Widerstand des Tellers zwar etwas größer, das dürfte jedoch vom Motor problemlos zu bewältigen sein, man könnte ja auch noch etwas Fett an die Teller-Sicherung schmieren. Matte und Platte müssten dann halt festgeklebt werden.

      Grüßle
      Patrick
      Jetzt endlich wieder online: Dual-Plattenspieler.de
    • Achja, weil wir grad scheinbar beim Thema Überkopf-Demp-Nachbau sind:

      Sehr enttäuscht bin ich von den Modellen im Phono-Museum! Hier könnte man den Eindruck haben, Dual habe krachende, alte Steinzeitplattenspieler oder Plastikschrott hergestellt.

      Vor allem das Modell, wo der Dual kardanisch aufgehängt rumflitzt: Komische Volksmusik von einer total abgespielten Platte, durchgesäuselt entweder von Netzbrummen oder Brummen des Demo-Antriebs.

      Also bitte! Wenn man sowas macht, dann muß das auch HiFi-mäßig funktionieren! Zumal ja wirklich kein einziger Plattenspieler bzw. keine einzige Stereoanlage im Museum läuft, die den Höhepunkt Anfang der 80er zeigt.

      Ich sehe eben, das gehört nicht hier her, aber ich wollte das mal sagen.
    • Original von Zivi


      Mei, inwiefern ein paar Grad Schräglage den Klang bei gewichtsbalancierten Plattenspielern ausmacht, kann ich nicht beurteilen. Aber es muß scheinbar einer Rolle spielen, sonst würden manche keine Wasserwaage zu Hand nehmen... Und das ist bei Dual in der Tat nicht notwendig.


      Nein, so notwendig ist es nicht; ein paar Grad machen es nicht aus. Daher das ;)

      Anderseits: Bei den teureren feinmechanischen Meisterwerken (z.B. englischer und japanischer Produktion) gibt es soviel Stellschräub'chen das es zu schade wäre, die feinfühligen Anpassungen an den TA durch ein "schief" stehendes Laufwerk zu kontakarieren.

      Es ist m.E. immer notwenig, einen Plattenspieler möglichst richtig zu plazieren. Federkraft hin oder her: Die Schwerkraft lässt sich nicht aufheben. Auf ein Lager, das 90 Grad gekippt steht geht die Erdanziehung nicht dran vorbei. Daher meine Einlassung zum Skating. Kopfüber ist es für das Skating wieder egal ...

      Es gibt noch ein paar Tonarme, die per Feder und nicht per Masse die Auflagekraft erzeugen. Ad hoc habe ich keinen auf der Zunge, pardon: Tastertur.

      Zum Ah.. und Oh.. Effekt bei Plattenspielern genügt es, 2-3 Demostücke bereitzuhalten und einen A/B-Vergleich CD-Player/Plattenspieler vorzuführen. Danach sind die meisten "geheilt". Nicht wenige sehen sich anschließend dann bei e-bucht um.

      Oder: Denen ein schönes Klappcover in die Hand zu drücken und dann halt die 12*12 cm CD-Booklets als Kontrast hinzulegen. Das wirkt auch.

      Gruß

      analogi67
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
      Linn: LP12 Majik (Kirsch)
      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810
    • Moin,
      hier ist meine "Versuchsanordnung":
      Die HS 130 steht, wie man sieht, mit der Seitenwand auf dem Teppich. Die Platte wird normal abgespielt, und der Tonarm bewegt sich entgegen der Schwerkraft nach oben, für eine Demonstration ideal.
      Die Transportsicherungsschrauben sind angezogen und die Platte ist auf dem Teller festgeklebt.
      Das System ist ein CDS 630 mit 4,5 pond Auflagekraft, Antiskating habe ich auf 0 gestellt, damit nicht noch mehr nach unten gezogen wird. Laufgeräusche gibt es nicht mehr oder weniger als beim Normalbetrieb, der Klang ist leidlich gut. Macht Laune :D
      Gruß
      Marc
      Bilder
      • allelagen.jpg

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      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.
    • Hallo,
      ich hab das gestern Abend unter aller Vorsicht mal mit meinem 701 ausprobiert, mehr als 80° Neigung wollte ich ihm aber nicht zumuten. (nicht, dass mir noch der Plattenteller auf den Fuß fällt, er könnte ja eine Delle kriegen :D)
      Beim ersten Versuch hat mir das Kurvenrad einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber als ich ihn dann genau andersherum geneigt hatte, gings einwandfrei. Sehr imposant anzuschauen und anzuhören, auch wenn das Wabbelgewicht dann am Käfig anliegt.

      In der Horizontalen ist er aber genau so wenig zu verachten, deswegen bleib ich dabei.

      Grüßle, Tobi
      Wer fragt, ist für einen Moment der Dumme. Wer nicht fragt - sein ganzes Leben. [Wega 3202L mit 1210/1218][701][530][610Q][CL 16][C 816][C 901][CV 1200][CT 1240][PE2001]
    • Hallo Peter,
      stimmt, der Tonarm des 1224 ist nur zweifach spitzengelagert, nicht vierfach. Ich glaube aber, das spielt in diesem Fall keine Rolle. Einzig entscheidend für das prinzipielle Funktionieren der Demonstration ist die Erzeugung der Auflagekraft per Feder. Das trifft meines Wissens auf alle Duals zu, bei denen man die Auflagekraft mit einem Rändelrad seitlich am Tonarmlager einstellen kann (praktisch alle bedeutenden und "guten" Modelle). Gegenbeispiel z.B. der 1254, bei dem die Auflagekraft in billiger Art durch Verdrehen des Balancegewichts erzeugt wird, ähnlich wie bei Thorens u.a. ;) :D ;)
      Gruß
      Marc
      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.
    • @ Patrick,
      habe Deinen Beitrag erst jetzt gelesen. Du hast natürlich Recht, daß die Kurvenrad-Kinematik eines Vollautomaten stört. Ich habe den 1224 bis jetzt nur manuell gestartet und gestoppt, aber ich werde sicherlich die betreffenden Automatik-Teile entfernen, wenn es ein "dauerhaftes" Modell wird (evtl an der Wand befestigt :])
      Gruß
      Marc
      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.
    • Hallo,

      ...Antiskating habe ich auf 0 gestellt, damit nicht noch mehr nach unten gezogen wird.


      DAS wird gerade nicht passieren. Das Gegengewicht sorgt dafür (wenn der Tonarm korrekt ausbalanciert wurde), dass der Tonarm in jeder Lage ausbalanciert ist. Wenn jetzt die Schwerkraft das System nach unten zieht, wirkt dieselbe Kraft auf das Gegengewicht-> Die Kraäfte heben sich auf -> der Tonarm "schwebt".

      Viele Grüsse,
      Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RiffMaster ()

    • Hallo,
      bezieht sich die Balance nicht nur auf die vertikale Tonarmbewegung in Normallage? Wenn der Spieler so wie auf dem Bild auf der Seite steht, dann zieht doch die Schwerkraft den Tonarm zumindestens noch etwas nach unten (zur Stütze hin). Genau das macht auch die Antiskating-Kraft, die wie die Auflagekraft durch eine Feder erzeugt wird. Ich stelle mir vor, daß sich nun Antiskating und Schwerkraft addieren und es daher nur sinnvoll sein kann, das Antiskating auf 0 zu drehen. Oder liege ich da völlig falsch?
      Gruß
      Marc
      Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern nur etwa eine Milliarde Kilometer pro Stunde. Das ist aber für unsere Verhältnisse vollkommen ausreichend.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Plattenwechsler ()

    • Original von Plattenwechsler
      ...Gegenbeispiel z.B. der 1254, bei dem die Auflagekraft in billiger Art durch Verdrehen des Balancegewichts erzeugt wird, ähnlich wie bei Thorens u.a. ;) :D ;)
      Gruß
      Marc


      .. was aber kein hinreichendes Gütekriterium (Federkraft) ist :D .Viel wichtiger sind die Lager und die Torsionsfestigkeit des Auslegers. Ebenso die Liftkonstruktion. Da sind die Dualarme eher "naja". Und zu neudeutsch das 'Hätschel'.

      Sehr einfach in der Konstruktion ist z.B. ein rega RB250, dafür fast schon wieder ein best-buy (Preis/Gegenwert). Bei SME oder bei Thorens TP16 I-III sind da noch viele wundersame Stellschräub'chen.

      Und noch einfacher sind Einfachstarme für T4P Stecksysteme: Da ist das Gegengewicht fest 8o und unverrückbar. Gab's das nicht auch von Dual ? Vergossene Gegengewichte ?! Irrungen der Sparwelle.

      Zur Skatingkraft: Am einfachsten kann man sich das mit den klassischen Nylon-/Gegengewichtkonstruktionen vorstellen.

      Das Gegengewicht hängt links, die Kraft zieht über eine Umlenkeinrichtung den Tonarm nach außen und kompensiert die Skatingkraft die nach innen zieht. EDIT Skizze hier

      Steht der Plattenspieler 90 Grad, dann wirkt die Erdanziehung verstärkend nach "unten" oder -gedacht - 90 Grad zurückgedreht zusätzlich nach außen.

      Das Auflagegewicht drückt zwar weiter per Feder an, die 4 Punkt-Lagerund hält den Arm hinreichend verwindungssteif fest (dennoch hat ein Arm immer Lagerspiel !!). Der Skatingmechanismus - unverändert- arbeitet übt die Kräfte aus, auf die er eingestellt ist.

      Kraft + Richtung (Vektor) der Erdanziehung bleiben aber.

      Auf dem Kopf wäre es für die Skatingkraft wieder die Verhältnisse wie bei 180 Graddrehung.

      Wie auch immer: Als nette Demo lustig anzuschauen, aber nix für Dauerbetrieb.

      Gruß

      analogi67
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
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      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von analogi67 ()

    • bezieht sich die Balance nicht nur auf die vertikale Tonarmbewegung in Normallage? Wenn der Spieler so wie auf dem Bild auf der Seite steht, dann zieht doch die Schwerkraft den Tonarm zumindestens noch etwas nach unten (zur Stütze hin). Genau das macht auch die Antiskating-Kraft, die wie die Auflagekraft durch eine Feder erzeugt wird. Ich stelle mir vor, daß sich nun Antiskating und Schwerkraft addieren und es daher nur sinnvoll sein kann, das Antiskating auf 0 zu drehen. Oder liege ich da völlig falsch?


      Gehen wir mal aus von einem Plattenspieler, der horizontal steht, und die eine Federmechanik hat, wie etwa bei meinem 601. Wenn ich jetzt die Auflagekraft auf 0 stelle und den Tonarm ausbalanciere, sorge ich eigentlich genau dafür daß der Schwerpunkt vom Tonarm genau auf der horizontalen Drehachse liegt. Nun ist das Lager aber so konstruiert, die horizontale und vertikale Drehachsen sich genau in diesem Punkt schneiden, also liegt der Schwerpunkt jetzt auch auf der vertikalen Drehachse. Und der Trick ist jetzt, daß beim Einstellen der Auflagekraft sich die Lage vom Schwerpunkt eben nicht verändert!

      Jetzt stelle ich das Gerät auf der Seite. Auch jetzt verändert sich die Lage vom Schwerpunkt nicht, also ist der Tonarm noch immer in alle Richtungen ausbalanciert. Wenn ich jetzt eine Platte auflege, sind deshalb nur die Auflagekraft (90° Winkel zur Platte, wegen Feder!) und die Skatingkraft (richtung Plattenmitte!) wirksam. Denn die Skatingkraft entsteht nur durch Reibungswiderstand zwischen Platte und Nadel, und diese ändert sich nicht wenn man das Gerät auf der Seite stellt. Also: auch auf der Seite ist anti-skating erforderlich!

      (Theoretisch dann. Ist das Lager präzise genug konstruiert, damit diese Rechnung aufgeht?)

      EDIT: Es sollten folglich eigentlich keine Probleme auftreten, wenn man den Spieler 45° schief aufstellt. Nur das Tellerlager verschleißt dann natürlich ungleichmäßig. Bei 90° und weiter muß man sich überlegen, wie man dafür sorgt daß die Platte auf dem Teller, der Teller auf dem Unterteller und der Unterteller in dem Lager bleiben :)
      Bilder
      • ausbalancier.png

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von daang ()

    • Wie Daag schreibt, so stelle ich es mir auch vor.

      Jedoch mal eine Frage:

      Klar, daß das Drehmoment in horizontaler Lage 0 wird. Das balanciert man ja so aus.

      Aber stimmt das auch noch, wenn er senkrecht steht?? Muß man ihn dann nicht neu ausbalancieren??

      Angenommen der Spieler steht im Folgenden senkrecht:

      Die Auflagekraft in Richtung senkrecht zur Platte ist auch bei herkömmlichen Plattenspieler null. Es ist eben unmöglich, durch die Schwerkraft eine Auflagekraft zu erzeugen. Das Gewicht bestimmt nun nicht mehr die Auflagekraft, sondern die Skatingkraft! Ok, soweit kommt ja der noch mit.

      Aber was mich nun wundert:

      Wenn bei Normalbetrieb das Gewicht die Schwerkraft genau kompensiert, damit die Auflagekraft 0 wird, wird dann auch bei Sekrechtbetrieb die Schwerkraft so kompensiert, damit Skatingkraft auch 0 wird??

      Und wie ist es in allen anderen Schräglagen? Müßte dann nicht der Tonarm eine Kugel sein??

      Wenn wir jetzt alle im Weltraum oder auf dem Mond leben würden, könnten wir uns das alles sparen und die Gegengewichte verschenken. Sämtiche Thorens-Besitzer würden sich wundern, warum man keine Platte mehr abspielen kann (außer man beschwert den TA vielleicht mit nem Sack Kartoffeln), und was machen wir primitiven Dualesen? Wir drücken auf Start, der Tonarm plumpst wie gewohnt auf die Platten, und wir merken wiedermal gar nicht, daß wir alle auf (hinter) dem Mond leben. :D :D :D
    • Original von Zivi

      /1/ Aber stimmt das auch noch, wenn er senkrecht steht?? Muß man ihn dann nicht neu ausbalancieren??

      ..


      /2/ Wenn wir jetzt alle im Weltraum oder auf dem Mond leben würden, könnten wir uns das alles sparen und die Gegengewichte verschenken. :D :D :D


      /1/ Um den Betrag ändern, den die Erdanziehung auslöst, also erhöhen.

      /2/ Das ist nur 1/2 richtig: Im Weltraum gibt es keine Anziehung - es sei denn in der Nähe schwerer Massen; auf dem Mond eine verringerte, war da nicht was von 1/7 der Erdbeschleunigung ? Da die wenigsten Dual > 5 gr. Auflagegewicht kommen, müssten auch da noch ein paar Kartoffelscheib'chen drauf.

      Wenn ich mal viel Spass habe,stecke ich das schwere SME-Gegengewicht drauf, schiebe das 'Package' zum Drehpunkt und gebe dem Arm die volle Zuladung des Laufgewichtes und wiege es mal aus.

      => Das es Plattenspieler auf U-Booten gegeben hat, ist bekannt. Im Weltraum meines Wissens aber noch nicht.

      B-T-W: Federn können verschleißen. Gewichte nicht ;)

      Gruß

      analogi67
      Dual: 1229 (SABA 785 Nuss.), 1246 (Nuss.), 505-2 (Sw.),-3 (Nuss.), 650RC (Si.), 741Q (Satin)
      Linn: LP12 Majik (Kirsch)
      Thorens: TD160 Super/SME 3009R, TD166BC/ Rega RB250 , TD2001BC umgebaut, TD240-2 (Nuss.)
      Abzugeben: CS 505-1, CS522, TD160 Super BC Laufwerk, alle andern Dual in der ersten Zeile: gerne fragt an (der Linn LP12 bleibt, ein Thorens bleibt)
      Ehemalige Dual: 1214, 1219, 1229, 1246 (2x), 1249 (2x), 627Q, 704; CR60, CR1730, C824, C812, C810