Beiträge von Zivi

    Bisher ging ich davon aus, daß diese Kondensatoren auch eine Art Funkenlöschkondensator sind, um die Kontakte des Netzschalters zu schonen, wenn beim Ausschalten des Gerätes das Magnetfeld im Trafo zusammenbricht, sich also ändert und die dabei induzierte Spannung durch den Kondensator kurzgeschlossen wird, so daß kein Lichtbogen am Schalter entsteht, der zu einem erhöhten Verschleiß an den Schalterkontakten führt.

    So ist es auch. Sie dienen auch der EMV, spricht, dass Du beim (meist Aus-) Schalten des Gerätes kein anderes störst.


    Ich baute bisher immer die Rifa ein mit 100-Ohm-Vorwiderstand, mir ist noch kein neuer in die Luft geflogen. Und wenn er das nach 30 Jahren tut, hatte ich wenigstens 30 Jahre lang keine Knackser.


    Den Sinn hast Du auch völlig richtig verstanden, es entsteht beim Ausschalten anstatt einer Spannungsspitze eine gedämpfte Schwingung, die in den Verlusten des Trafos (und des Vorwiderstands) abgebaut wird. Der genaue Wert des Cs ist zweitrangig, er bestimmt halt in Kombination mit der Induktivität die Ausschwingfrequenz.

    Ergänzung: Im C820 ist bereits ein 47R-Serienwiderstand integriert.

    Wer suchet....



    Na gut, ich gebe ja zu: In diesem Forum sucht man schwer und wegen mittlerweile so vielen Unterrubriken muss man eigentlich vorher wissen, was man sucht, weil man per Zufall über nichts mehr stolpert.

    CT 1260 und CT 1460 sind ebenfalls weitgehend japanesischer Provenienz. Woher genau ist mir nicht bekannt. Ich könnte mir vorstellen, dass HF- und Digitalteil (wo vorhanden) aus Japan zugekauft, Netzteile und Endmontage jedoch bei Eben gefertigt/durchgeführt wurden.

    Du glaubst, dass man europäische/deutsche Halbleiter, Roederstein-Elkos nach Japan lieferte, dort bestückte, um dann in Deutschland wiederum das Netzteil zu montieren?


    Der Firma Eben traue ich schon zu, dass sie auch einen HF-Teil entwickeln können. Das ist jetzt kein Hexenwerk, was nur ein 5000-Mann-Unternehmen bewerkstelligen kann.

    Na wirf doch auch mal einen Blick in die Schaltpläne: BC/BD/BF-Transistoren werden i.d.R. von deutschen Entwicklern genommen, selbst heut noch. 2Nxxx von japanischen Kollegen.


    Auf dem CV1450 steht sogar "Made in Germany" drauf. Die Kühlkörper sehen noch aus wie aus CV1500-Zeiten. Die Schrauben (Sechskant mit Schlitz) ebenfalls. Das Blech auch.


    Jedoch besteht bei diesen Geräten (CV 1250/1450) schon ein sichtbarer Unterschied zur International-Serie. Deshalb frag ich mich ja, woher die beiden Geräte stammen.


    CV1260 und CV1460 sind die einzigen Geräte von Denon. Es gibt ziemlich ähnliche Denon-Verstärker (sowohl schaltungstechnisch als auch mechanisch).


    CT1260 und CT1460 dagegen sind aus Deutschland (siehe Typenschild und Bauelemente), und höchstwahrscheinlich eben von Eben. :)

    Der auf ihm stehende CT 1450 stammt dagegen aus diesem Werk

    CT 1460 ist das. Ja der sollte von denen kommen. Wie auch CT1260.


    CT 1450 ist dagegen Japan.


    Die Fa. Eben übertreibt glaub ich ein wenig mit der Aussage, daß "große Teile der Dual-Komponenten dort gefertigt wurden", mir fallen da nur CT1260/1460 als Kandidaten ein.


    Aber wo wurden CV1150/1250/1450 dann gefertigt? War das noch in BaWü bei Dual/Saba/Südfunk?

    Servus,


    an dieser Stelle mal vielen Dank an Hajosto, denn nach 10 Jahren hab ich meinen schwingenden CV 1600 vor zwei Jahren durch die Treiber 2SA1930 und 2SC5171, die Hajosto gefunden hat, auch "entschwingen" können nach zahlreichen Fehlversuchen (in irgendeinem anderen Forum (evtl. Saba) gibts auch einen unendlich langen Beitrag zu diesem Thema inkl. Stabilitätsanalysen der Schaltung. Aber auch die haben es nicht geschafft - die Schaltung ist ansich halt auf Spitz und Knopf designed.).


    BD139 und BD140 sind weiter "vorn" drin, glaub er meinte die Treiber für die End-Ts.

    Die Fertigung bekommt den Kram direkt über ein CAD-System. Stromlauf, Layout, Stückliste etc... (a)


    Für den Kunden/Service landet's am Schluss im Word und dann in einem PDF. (b)


    Von a) nach b) gehts höchstwahrscheinlich per Hand. Damals wars vermutlich ähnlich, nur wurde wohl viel mehr analog fotografiert und kopiert. Heutzutage kopiert man mit der digitalen Von-Guttenbergschen Copier-Paste (Strg+C & Strg+V). ^^ Aber es ist eben ein Schritt zusätzlich und später dran, weshalb die Service-Unterlagen ja immer hinterher hinken.


    Ich finde jetzt die Fehler in den Schaltplänen nicht so dramatisch. Man darf sich halt nicht fest an die Pläne klammern.

    Die Japaner hatten meiner Meinung nach nie besonders übersichtliche Service-Unterlagen oder Schaltpläne. Auch beim CV1460 werden sich Fehler finden (Denon).


    Das passiert halt. Und ich denke nicht, dass die in der Fertigung nach den Service-Unterlagen gingen, die den Geräten beilagen, sondern die werden "frischere" und umfangreichere Unterlagen gehabt haben. Auch in Deutschland tun die Leute in der Fertigung das, was in den Unterlagen steht (und Fertigungsunterlagen sind ja von Natur aus immer aktueller als der Rest).


    Keiner von uns war damals dabei, aber glaub doch nicht, dass Dual/Thomson nach dem Stellenabbau noch groß Elektronik-Entwickler beschäftigt hatte. Wozu auch? Ein CV1460 wurde von Denon entwickelt und gefertigt, aus St. Georgen kamen Design-Vorgaben. Der CV440 wurde (glaub) von ehem. Saba-Leuten entwickelt. Ich glaube nicht, dass sich ab dieser Zeit bei Dual noch jemand groß um Schaltpläne gekümmert hat. Die Service-Unterlagen wurden ja auch immer kürzer.

    Das war eine grundlegende Frage und mit der anderen Frage,

    Ja es war auch eine grundsätzliche Antwort. :-)

    Denn wie gesagt: Du musst alle Elkos und Bauteile im Signalweg berücksichtigen, und bei C1305 wird es eng mit einem so großen Folienkondensator. Bauteile im Rückkopplungszweig wirken sich genauso aus wie Bauteile im "vorlaufenden" Signalpfad.


    Naja... Fehler im Schaltplan sind besser als Fehler in der Schaltung. Und wenn man sich überlegt, dass Dual damals schon auf den Konkurs zulief, ist es ohnehin schön, dass sie noch so schöne Service-Unterlagen gemacht haben.

    Nicht ganz. Da ist R1305 noch dazwischen.

    Schrieb ich ja auch noch zusätzlich - grob gesagt 0 V ohne Berücksichtigung des Basisstroms. Genauer dann:


    Über ihm liegen 0,6 V an (durch den Basisstrom). Der Strom fließt in die Basis hinein, also muss - wegen R1305 - das Basis-Potential eher Richtung -0,6 Volt gehen (I_B * R1305).

    Das ganze berücksichtigt nicht den Leckstrom durch C1305. Der sollte aber sehr gering sein (da lediglich etwa 40 mV am Pluspol des C1305).


    Sorry, aber bei der Antwort stehe ich jetzt auf der Leitung.

    Meine Frage bezog sich nur auf den Koppelkondensator C1300.

    Ja logisch. Aber warum Folie? Weil Du vermutlich denkst, dass das klangliche Vorteile haben könnte?


    Daraufhin entgegne ich: Wenn man im Signalweg Elkos vermeiden möchte, dann muss man auch an C1305 denken. Denn auch wenn er in der Gegenkopplung drin steckt, fließt durch ihn genauso das Audiosignal wie durch einen Koppelkondensator.

    An der Basis von T1300 stellt sich eine Basisspannung von ca. +1,3 Volt ein.

    Hast Du das gemessen?


    Normalerweise sollten sich an beiden Basisanschlüssen 0 Volt einstellen.


    Am rechten auf jeden Fall 0 Volt, da Lautsprecherausgang.


    Der Gesamtstrom des Diff-V beträgt 0,6/220 A = 2,7 mA (Stromquelle T1304). Also 1,4 mA pro Transistor (Kollektorstrom) im Diff-V. Macht Pi mal Daumen 14 µA Basisstrom. Über R1305 (47k) sind das dann 0,6 V, also -0,6 V an der rechten Basis. Links muss es auch so sein. Die Transistoren können keine um mehr als 0,1 V unterschiedliche UBE aufweisen.


    Hinweis: Am Emitter T1300/1301 müssen entgegen im Schaltplan "-0,7 V" anliegen.


    So viel zur Theorie. Ich glaube aber nicht an Theorie und Praxis, bei mir muss das übereinstimmen, sonst stimmt's nicht. :)

    Moin,


    an C1300 liegt das Schwingen nicht. Seine Polung dürfte auch egal sein, da da fast keine Gleichspannung anliegt.


    Im Gegenteil - ich würde den sogar "falsch" herum (also entgegen Schaltplan aber so wie bei Dir bestückt) drin lassen, weil ja Gleichstrom in den Differenzverstärker hineinfließt und sich infolgedessen eher ein negativeres Potential an R1301 einstellen sollte. Wie sehen das die anderen?


    Grüße

    Hi


    Zu Punkt A) kann ich nur sagen, dass das leider normal ist - die Klangreglerschaltung rauscht stark.


    B) Die LED leuchtet bei mir nicht weiter in Standby. Sie leuchtet ausschließlich bei Muting und eingeschaltetem Gerät.


    C) Brumm kann verschiedene Ursachen haben, allerdings hängt das in Deinem Fall mit einem schlechten Kontakt zusammen, wenn sich der Brumm ändert und nicht unbedingt mit einem Designfehler. Immerhin sollten beide Geräte ja grundsätzlich zusammenarbeiten.


    Dass dort eine Masseschleife stört, wundert mich, wenn es sich um eine Chinch-Verkabelung handelt. Ich kenne den Plattenspieler nicht, aber üblicherweise hat Cinch ein Massekabel, das aufs Chassis geht - ausschließlich. Die Cinchkabelabschirmungen sind auch untereinander getrennt und gehen ausschließlich zum Tonabnehmer.


    Das Massekabel "masst" (um den irreführenden Begrifft "erdet" zu umgehen) alle anderen Metallteile des Plattenspielers (Chassis, Teller, Lager, Tonarm, Tonarmkopf, Motor). Würde es hier eine Schleife über die RC-Steuerleitung geben, sollte trotzdem kein Brumm entstehen, denn die (empfinlicheren) Audio-Massen würden keinen Strom hervorgerufen durch eine Masseschleife führen.


    Um sicher zu gehen, dass es wirklich was zu tun hat mit dem RC: Steck doch einfach mal, während es brummt, das RC-Kabel ab!