Beiträge von Zivi

    Hi,

    man muss auch sehen, dass die Instabilität i.d.R. und mit Orginalbauteilen wohl nicht auftritt und unter normalen Bedigungen. Was bedeutet, dass sich das eher nicht auf den Klang auswirkt. Er neigt zwar zum Schwingen (unter bestimmen Voraussetzungen: Pegel, Last...), aber wenn er nicht schwingt, sind auch die Messwerte im hörbaren Bereich nicht zwangsläufig daneben.


    Die Maßnahmen am CV1700 (Ruhestrom, Querstrom...) z.B. haben keinen Einfluß auf den Klang. Sondern auf den sicheren Betrieb.


    Nochmal zum CV1600: Auch ich hab mir daran die Zähne ausgebissen und schaffte ihn nicht, stabil zu bekommen, bis ich den Tip von Hajo bekommen hab: "Besser sind die 2SA1930 und 2SC5171 von Toshiba, die von mehreren Anbietern in der Bucht angeboten werden."

    Moin

    Ich messe also von [A] auf [B] eine Gleichspannung von 9,1 Volt (ergibt 0,212 Watt) und/oder eine Wechselspannung von 16,5 Volt (ergibt 0,698 Watt).

    Muß ich die jetzt addieren, um die verbratenen Watt zu berechnen - das wären dann zusammen 0,91 Watt (und wenn ich die beiden Voltzahlen vor der Berechnung addiere, wären das 1,68 Watt)?

    Was ist nun richtig?

    Die mittlere Leistung eines Widerstands ist logischerweise die Summe (besser: das Integral) aller Momentanleistungen dividiert durch die Zeitdauer. Weil das ja periodisch ist, reicht es, eine Periode zu betrachten. Beispiel:


    Eine Glühlampe wird in 4 Sekunden unterschiedlich hell gedimmt:

    1 Sekunde zu 50 Watt

    2 Sekunden zu 100 Watt

    1 Sekunde zu 150 Watt

    => Ergibt eine mittlere Leistung von (50W*1s+100W*2s+150W*1s)/4s = 100 W


    Allgemein:


    Pmittel = Integral(p(t) von t=0 bis T) / T


    T ist dabei die Periodendauer.


    Die Leistung p(t) = u(t) * i(t) am Widerstand ist: p(t) = u2(t) / R.


    R kannst aus dem Integral ziehen, also:


    Pmittel = Integral(u2(t) von t=0 bis T) / T / R


    Das Schwierige ist nun, das Integral über dem Quadrat aller Spannungen zu ermitteln. Also zuerst die Spannung quadrieren, dann summieren (bzw. Mittelwert bilden). Das macht das RMS-Voltmeter automatisch für Dich. Auch Speicheroszis können sowas ermitteln.


    Wegen der Quadratbildung u2(t) darf man auch nicht Gleich- und Wechselanteil getrennt addieren.


    Hätte ich nur Papier und Blei zu Hand, dann würde ich die Kurve in grober Form (in Geradenstücken) vom Oszi abmalen. Dann einzeln quadrieren (=>Parabel) und das Integral (Fläche) berechnen.



    Grüße

    Leute, entspannt Euch mal, es ist Sommer! Dreht auf mit dem CV1500 und genießt den Pina-Colada (-Song)…


    Oder ist das Euer erster Sommer? Die Bahn ist ja auch jährlich von den vier Jahreszeiten überrascht.


    Für den CV1500 dürfte es der 42. Sommer sein und er läuft wohl immer noch.


    …Im Gegensatz zu dem DB-Gelumpe und trotz Medienhysterie.

    Vielleicht mache ich mir sogar noch den "Aufwand" und teste die Idee von Zivi aus.

    Verstehe ich das richtig: C601 erhöhen und dann könnte die Schaltung entfallen?


    Jein - es liegt daran, was Du noch als "erträglich" empfindest. Großer C901 => langsameres Aufladen des Ausgangselkos => leiserer Einschaltplopp/Krach. Es ist halt die einfachste Lösung.


    Ansonsten kann man ja statt 47 Ohm auch mal 470 Ohm ausprobieren, dann ist die Verlustleistung wirklich vernachlässigbar.

    Mag für euch so sein aber für mich habt ihr einfach unrecht und ignoriert an dieser Stelle den technischen Fortschritt der schon in solch einem Teil wie ein Smartphone Einzug gehalten hat.. :S;)

    ...ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt. :S


    Also mal im Ernst: Der technische Fortschritt eines Smartphones besteht nicht darin, dass es ein Messgerät ist. Es ist eine hochmoderne Messgurke, darauf können wir uns einigen.

    Leute, ein Handy ist kein Messgerät.


    Ich bastle grad selbst an einer Quarz-Regelung fürn 704. Laut Handy läuft mein Teller deutlich (!!) zu schnell. Laut Conrad-Multimeter läuft er dagegen gering zu langsam. Der verwendete Quarz hat eine Genauigkeit von 30ppm, also 0,003 %.


    Jetzt bekomme ich von einem Kollegen einen "richtigen" Frequenzzähler, alles andere - insbesondere diese Apps - ist Spielzeug.

    Hmm, heisst das, wenn ich einen dicken Plattenteller (nicht magnetisch) zwischen den

    Polen und dem MC habe, dass das keine abschirmende Wirkung hat? Dazwischen noch

    die Platte, die Gummimatte und die Gehäuseplatte des 701, dass es nicht abschirmt?


    So ist es. Abschirmen tut ein Magnetfeld nur ein Material, welches eine hohe magnetische (nicht elektrisch) Leitfähigkeit hat (hohe Permeabilität hat z.B. Mu-Metall, aber nicht Alu, nicht Plaste...). Die Abschirmwirkung beruht darauf, dass die magnetischen Feldlinien möglichst im Material verlaufen ("geführt werden") anstatt "wild" durch die Gegend. Für diese Feldlinien sind Alu und Plaste wie Luft, haben also keinen Einfluss.

    Kann man nicht zwischen Teller und Motor eine Scheibe Mu-Metall legen? Das Phänomen tritt ja ohnehin nur innen auf, oder?


    Andererseits, wenns gut klingt und die Lautsprecher nicht wild wackeln (Subsonic-Filter!), was solls?


    Gibt es den Effekt auch bei andere Modellen (704, 721...)?


    Beim 731/741 sieht es danach aus, dass der Plattenteller etwa 1 cm mehr Abstand zum Rotor hat, weil das Kurvenrad dazwischen liegt.

    Hi,


    also die Ursachen sind doch weiter oben schon ausführlich beschrieben, ich verstehe die Frage nach neuen Erkenntnissen nicht wirklich. :-) Meiner Meinung nach gibt es folgende Lösungen:


    - Koppelkondensator (Elko, bipolar, 47...100 uF) in den Signalweg (z.B. am Kurzschließer). Nachteil: Eventuell wird die Eingangsstufe des Phono-VV auf Grund der sich nun einstellenden Offset-Spannung übersteuert. Abhilfe wäre, einen weiteren Elko in die Phonostufe einzubauen (in die Gegenkopplung), um die Verstärkung bei f=0 zu beseitigen. Insgesamt wäre das die beste Lösung ohne Nachteile.


    - Kurzschließer und Stummschaltung über einen 47...100 uF von DC entkoppeln, wobei der KS aber über einen Widerstand im Bereich 2 MegOhm überbrückt werden muss, damit der Elko sich nicht entlädt. Nachteil: Höhendämpfung im Bereich <0,2 dB und relativ viel Lötarbeit. Vorteil: DC-Anteil am Phono-Verstärker steigt nicht.


    - Kurzschließer und Stummschaltung komplett deaktivieren



    Ich würde einfach den 1. Vorschlag testen, den Elko kannst notfalls in den Stecker löten (für den Test). Wenn der Klang ok und nicht verzerrt ist, passt es. Du kannst auch ein Foto vom Inneren des Phono-VV machen, vielleicht lässt sich erkennen (und dann berechnen), ob es ein Problem gibt wegen der DC-Spannungsverstärkung.


    Gruß

    Ich weiß, es wurde schon bei einem älteren Beitrag behauptet, dass der KS den "Einlaufplopp" unterdrückt. Meiner Meinung nach funktioniert das nur beim Plumpslift, bei langsamen Absinkzeiten ist doch der KS schon wieder geöffnet. Beim Lift übrigens hat man ja auch keine Stummschaltung. Eine Alternative wäre, den 100-kOhm durch etwa 2-Meg-Ohm zu ersetzen, dann hätte man wirklich nur eine Höhendämpfung <0,2 dB. Muss man probieren, ob der Elko dann geladen bleibt, weil 2 Meg doch etwas hochohmig ist.


    Ich kann ja nichts ändern, dass viele High-End-Hersteller auf Koppelkondensatoren verzichten. Das ist halt Vodoo, aber mei, auch hier im Forum tauschen die Leute ständig Elkos aus. Ich bin kein Missionar (mehr), sollen sie tauschen und gendern, bis man gar nichts mehr versteht. :S Jedenfalls kann ich meinem Kumpel, der etwa drei Phono-VV dieser Klasse besitzt, schlecht erklären, dass er nun bitte einen 0815-Verstärker verwenden soll, weil der Dual das KS-Feature hat.


    Allerdings finde ich sehr wichtig - und hier muss ich mit Eigenlob um mich werfen 8o - dass man auf dieses "Krachen zweiter Ursache" hinweist, denn es gibt ja Leute, die durch Tausch der Entstörkondensatoren vergeblich versuchen, das Krachen abzustellen, was aber nichts bringen wird, da die Ursache am Gleichstrom aus manchen Phono-Stufen liegt.

    Hi!


    Also am Wochenende war experimentieren angesagt, allerdings habe ich den Strom an einem anderen Verstärker ("Excalibur") gemessen, der auch kracht. Fazit: Wie zu erwarten fließt da ein Strom durchs TA-System, in dem Fall waren es 1 µA. Hab dann einen bipolaren 47-µF-Elko in Serie geschaltet, um den Strom abzublocken. Ergebnis: Kein Krach mehr.


    Allerdings stellt sich dann eine Gleichspannung von 1 µA * 47 kOhm = 50 mV am Eingang des Verstärkers ein, die mich wiederum unsicher machte. Denn ich weiß nicht, wie die Stufe aufgebaut ist. Wenn dort auf (große) Kondensatoren und eine aktive DC-Offset-Kompensationsschaltung verzichtet wird, könnte auf Grund der hohen Verstärkung die Phono-Stufe auf Anschlag am Ausgang gehen. Gehört hab ich aber keine Verzerrungen. Aber eine unter allen Umständen sichere Lösung ist es auch wieder nicht.


    Also kam ich auf eine neue Idee: Ich schalte ausschließlich dem Kurzschließer den Kondensator in Serie, damit verhindert wird, dass durch ihn Gleichstrom fließt. Damit sich der Kondensator lädt, hab ich den Kurzschließer wiederum mit einem 100-kOhm-R überbrückt. Fazit: Auch das macht ein neues Problem: Höhenabfall! Denn: Der Elko macht nix, aber die 100-kOhm verringern die 47-kOhm-Abschlussimpedanz auf 32 kOhm und bedämpfen dadurch das System aus TA und Abschluss-C so stark, dass die Resonanz für höhere Frequenzen verschwindet (etwa -3 dB Verlust). Würde man einen 1-Meg-Ohm-R verwenden, sähe es besser aus (< 0,5 dB Verlust), aber optimal ist das nicht.


    Mittlerweile bin ich so weit, dass ich den Kurzschließer wohl deaktiviere.

    So, jetzt der dritte Arzt mit der fünften Meinung:


    Der Ruhestrom wird so geregelt, dass er konstant bleibt, also temperaturunabhängig. Hört man laut, wird der Verstärker wärmer, der Ruhestrom würde dann steigen (wegen der End-Transistoren). Dies wird durch eine Temperaturkompensation verhindert. Den Ruhestrom also "langweilig konstant" zu halten ist die Kunst - entgegen dem, was Dual z.B. im SM CV 1700 schreibt.


    Die Höhe der Ruhestroms bestimmt den Klirrfaktor, wird ein gewisser Punkt des Stroms unterschritten, entstehen starke Verzerrungen. Der Ruhestrom wird möglichst gering gehalten und er erzeugt nur eine geringe Verlustleistung im Vergleich zum Ausgangsstrom (bei Klasse AB).


    Gruß

    Nicht dass er auch noch das Schwingen anfängt und dann kann er seinen Strom weiter fließen lassen.


    Warum sollte ein Pulldown etwas mit der Stabilität zu tun haben?


    Aber ja, ich habe mir das auch überlegt, ob ich den Punkt auf Masse ziehen sollte, aber das "muss" bereits im VV geschehen sein, denn sonst hätte er ja keine 47-kOhm-Eingangsimpedanz. Gegen Widerstände hörte ich bisher in der HiFi-Szene noch nichts Negatives, nur Kondensatoren sind Bösewichter. :D


    Eine Analogie wär etwa das Automobil-Segment: Dick motorisierte Sportwagen sind auch nicht unbedingt für jeden beherrschbar.

    Nanana.... eine Analogie wäre da eher: Ein Wagen, aus dem das Öl tropft, ist nicht für jeden beherrschbar. Ein Strom aus einem Verstärkereingang heraus ist für mich kein Feature sondern ein Leck. :)

    Hi,


    den Einwand hast richtig verstanden, aber bei den wenigsten - glaub ich - ist die Reihenfolge so, oder ich hab die Absenkgeschwindigkeit zu langsam eingestellt. Aber ohenhin: Beim Lift "arbeitet" auch kein Kurzschließer.


    Nein Schaltplan hab ich nicht, hab mir Bilder aus dem Netz angeschaut. Da sehe ich keinen (größeren) C am Eingang des INAs und der Kurzschließer kann nur durch einen Gleichanteil das Krachen verusachen. Und das Datenblatt des INAs spricht ja dafür.


    Ich hoffe, dass der Phono-V entweder am Ausgang oder "sein" Endverstärker so vernünftig gebaut wurde, dass ein DC-Block drin ist. Denn dieser entstandene permanente Gleichanteil wäre ja ein Wahnsinn für den Lautsprecher.


    ART_DECO: Ok, wenn man die Mechanik (knarzen?) hört, verstehe ich das eher.


    Gut, dann gibt es nur eine Lösung, ich spendiere dem 50 bis 100 uF und aus die Maus...