Beiträge von Schlippo

    Ja, das Video habe ich auch schon gesehen und habe den Techmoan auch schon seit vielen Jahren abonniert. Ein sehr interessanter Kanal abseits des Youtube-Mainstrems.


    Ich habe meine Kinder und einige ihrer Freunde schon mehrmals vor diesem Schrott bewahrt. Für das Geld bekommt man einen 1216/18, 601 o.ä.

    Ganz ehrlich, ich schließe mich hier der Meinung von Techmoan an und empfinde das Gerät nicht als Schrott. Es ist definitiv auf Kosten optimiert und fühlt sich wesentlich klappriger an als ein alter Dual. Trotzdem bekommt man für den Preis von ca. 100 Euro einen brauchbaren SME-kompatiblen Tonarm mit Halbzoll-Headshell und einen Riemenantrieb, der in seinen Eigenschaften mit den genannten alten Geräten durchaus vergleichbar ist. Außerdem neu, mit Garantie und modernerem Design.

    Klar, niemand hier im Board würde so ein Gerät kaufen, aber es hat seinen Markt und in dem Preisbereich gibt es deutlich schlechteren Mist ;)


    Grüße

    Patrick

    Ein Kondensator wurde ausgetauscht und die Sicherungen gewechselt.

    Dann ist das Gerät nicht "überholt", sondern gangbar gemacht und funktioniert zufällig noch.

    Außerdem habe ich deine entsprechende Kleinanzeige entfernt. Das Gerät anbieten und hier den Preis diskutieren lassen ist nicht Sinn der Sache. "Regeln gelesen und akzeptiert" hast du zwar angeklickt, es aber offensichtlich nicht getan. :thumbdown:


    Grüße

    Patrick

    Mir scheint die Suche reagiert nicht auf Zahlen.

    Doch, das kann sie eigentlich schon. Man muss aber bedenken, es ist eine simple Volltextsuche in der Datenbank. Keineswegs vergleichbar mit Google, das die Ergebnisse auch inhaltlich interpretieren kann und verschlagen, was man statt der eigentlichen Suche zu suchen gemeint hat ;)


    Grüße

    Patrick

    Ja, so sehe ich das (leider) auch. Wenn die Nachfrage nach einem Klassiker ausreichend hoch wäre, dann hätte man ja den 505 nicht eingestellt, sondern nochmal in neue Werkzeuge investiert.

    Stattdessen ist es ja aber so, dass selbst die 505-4 Final Edition immer noch bei mehreren Händlern im Lager steht, obwohl die Produktion längst eingestellt ist.


    Grüße

    Patrick

    Hallo Leute,


    eigentlich kann ich das Kapern des Themas für eine Diskussion über Widerstände nicht gut heißen, aber ich habe nunmal auch Elektrotechnik studiert, allerdings mit der Vertiefung Automobilelektronik.

    Und da ist der Sprachgebrauch folgendermaßen:

    Messwerte von 0 Ohm sind kein Widerstand, sondern Durchgang.

    Unendlich große Widerstände gibt es nicht, sondern lediglich solche, die größer sind als der Messbereich des verwendeten Messgerätes. In dem Fall spricht man von kein Durchgang oder open circuit. Ein Multimeter zeigt deswegen auch nicht unendlich an, sondern OL (open load).

    Als Widerstand werden lediglich Messwerte bezeichnet, die innerhalb des Messbereiches, aber deutlich oberhalb von 0 Ohm liegen.


    Wenn ich an einem Elektro- oder Hybridfahrzeug den Isolationswiderstand messe, dann kann ich mit der Aussage "kein Widerstand" gar nichts anfangen. Ich erwarte einen Wert in MOhm. Ansonsten weiß ich nämlich nicht, ob mir der Kollege sagen will, dass kein (Isolations-)Widerstand mehr vorhanden ist, also 0 Ohm, oder ob der gemessene Wert oberhalb des Messbereichs liegt. Im zweiten Fall würde er mir das Messergebnis "größer als x Ohm" durchgeben, wobei x das Messbereichsende ist.


    Wichtig ist, dass wir alle das gleiche meinen mit 0 Ohm

    :thumbup:


    Zurück zum eigentlichen Problem.

    Also ist ein 20 € Messgerät für diese Art von Messungen wohl nicht geeignet

    Ja, in diese Falle bin ich auch schon getreten. Um herauszufinden, welche Spannungsform vorhanden ist, insbesondere bei Gleichspannung mit Wechselspannungsanteil vertraue ich inzwischen nur noch einem Oszilloskop. Mit einfachen Multimetern habe ich da einfach schon zu oft Blödsinn gemessen.


    Jetzt aber endlich zum Verstärker. Ein flatterndes Relais ist normalerweise die Folge, nicht die Ursache für den Spannungseinbruch.

    Habe ich das richtig verfolgt, dass die Spannungen A und B grundsätzlich korrekt sind?

    Dass der Mittelpunkt der Sekundärwicklung auf Masse liegt haben wir ja nun ausführlich geklärt, richtig?

    Gleichrichter und Siebelkos hast du getauscht?

    Wie hoch ist die Stromaufnahme des Geräts (gemessen an den 5 A Sicherungen, am besten mit "Angstwiderständen")?

    Wie sehen die Spannungen im Bereich der Endstufe aus?


    Grüße

    Patrick

    Hallo Florian,


    willkommen im Forum :)


    Beim Stop springt er jedoch nach Freigabe durch die Mechanik nach links! und liegt dann nur so halb auf dem Lager

    Das kann passieren, wenn der Steuerpimpel zu lang ist, da würde ich mal als erstes ansetzen. Vielleicht steht er sonst noch irgendwo an.


    Und dann ist halt die Frage, wo der Vorbesitzer sonst noch herumgebastelt hat.

    Die Kabel hast du ja schon geprüft.

    Schau dir die Antiskatingmechanik nochmal genau an, ist da wirklich alles korrekt?

    Um das Antiskating definitiv auszuschließen, kannst du ja mal die Feder ganz aushängen. Vorsicht, dass dabei die Justagescheibe nicht verloren geht. Ändert sich dann etwas?

    Ist die Kugel unter der Abstellschiene noch drin?


    Viele Grüße

    Patrick (bei dem gerade auch ein 1218 spielt ;) )

    Stimmt, die 11,2 mV passen ja auch nicht zu den 12 mV, das ist mir noch gar nicht aufgefallen.


    Unterstützend, aber dennoch widersprüchlich, ggf. fehlerhaft erscheit da die Schaltplanangabe, die 11,2mV als Sollwert angibt. Bei dieser Spannung ist der Ruhestrom genau 40mA groß.

    Dies halte ich für den Wert, den sich der Entwickler vorgestellt hatte.

    So denke ich auch, also wäre die Angabe 11,2 mV im Schaltplan sozusagen als "Maß der Dinge" zu betrachten und der Abschnitt auf Seite 4 wäre damit kompletter Unsinn.

    Vielleicht wurde der ganze Abschnitt Copy&Paste aus einer anderen Anleitung übernommen und die Angaben nicht angepasst.


    Viele Grüße

    Patrick

    An dieser Stelle werden die erkannten und für valide befundenen Fehler und andere Unstimmigkeiten in den Dual-Serviceunterlagen gesammelt.


    Neu erkannte Ungereimtheiten können zunächst hier diskutiert werden, bevor sie in diese Sammlung aufgenommen werden: Diskussionsthema zu Unstimmigkeiten in Serviceunterlagen


    CV 1500 RC

    1. Auf der Endstufenplatine sind die Symbole für die Transistoren T1300 und T1302 um 180 Grad verdreht aufgedruckt (bei Verwendung von BC546). Die Bohrungen sind aber korrekt.

    2. Auf der Betriebsartenplatine 263 364 sind die Anschlüsse am Operationsverstärker-IC 1704 vertauscht. Außerdem sind die Kondensatoren C1704 mit ihren Pluspolen nicht am IC 1704 Pin 1 bzw. 7 angeschlossen, sondern am IC 1705 Pin 1 bzw. 11. Siehe geänderter Schaltplanauszug (danke Hajo!):

    233064-op-anschl%C3%BCsse-jpg



    CV 1600:

    1. In der Serviceanleitung steht auf Seite 4:

    Ruhestrom der Endstufen: ca. 150 mA, einstellbar mit R1317. Der Spannungsabfall an R1133/34 beträgt dabei 12 mV, Toleranz + 6 mV, - 4 mV.

    Korrekt muss es heißen: Ruhestrom der Endstufen: ca. 40 mA, einstellbar mit R1317. Der Spannungsabfall an R1333/34 beträgt dabei 11,2 mV.




    (Die Übersicht wird nach und nach ergänzt)

    Ich fange einfach mal mit einem bereits bekannten Beispiel an:


    In der Serviceanleitung des CV1600 steht auf Seite 4:


    Ruhestrom der Endstufen:

    ca. 150 mA, einstellbar mit R1317.

    Der Spannungsabfall an R1133/34 beträgt dabei 12 mV, Toleranz + 6 mV, - 4 mV.


    Das scheint in mehrfacher Hinsicht falsch zu sein. Zum einen scheinen damit R1333/34 statt R1133/34 gemeint zu sein. Außerdem führen 12 mV über den beiden parallelen 0,56 Ohm Widerständen zu ca. 40 statt ca. 150 mA. Was meint ihr?


    Grüße

    Patrick

    Hallo zusammen,


    angeregt durch die Diskussionen im aktuellen CV1600 Reparaturthema möchte ich den Vorschlag von Hajo und Peter aufgreifen und Fehler bzw. Unstimmigkeiten in den Dual-Serviceunterlagen an einer zentralen Stelle sammeln.

    Diese zentrale Stelle befindet sich hier im Bereich "Gesammeltes Wissen": Sammlung Fehler in Dual-Serviceunterlagen


    Um die Übersichtlichkeit zu wahren, soll dort aber nur konsolidiertes und für korrekt befundenes Wissen abgelegt werden.

    Dieses Thema dient der Diskussion. Vermutete Unstimmigkeiten können hier diskutiert werden, bevor sie von einem Teammitglied in die zentrale Sammlung kopiert werden.

    Zu Beginn wird wahrscheinlich etwas Chaos herrschen, da viele Mitglieder schon mehrere Themen im Hinterkopf haben. Daher möchte ich um etwas Disziplin bitten, damit nicht alles durcheinander diskutiert wird, sondern der Reihe nach ;)


    Danke für eure Mithilfe und viele Grüße

    Patrick

    Hallo Stefan,


    Beim CV 1460 warst du an der größten Schwachstelle, dem Eingangswahlschalter, ja schon zugange. Ansonsten ist der CV 1460 eigentlich sehr robust, nur schlechte Lötstellen machen noch manchmal Ärger. Wenn aber alles funktioniert wie es soll, dann würde ich nicht viel dran herumbasteln und tatsächlich sagen never touch a running system ;)


    Den CT 1460 hatte ich selbst noch nicht, der ist aber hier im Forum bisher auch nicht unangenehm aufgefallen.


    Viel Spaß mit den Geräten und viele Grüße

    Patrick

    Das sehe ich etwas anders ... ich bin da eher bei Thomas und Ralph. Man hat schon wesentliche Entscheidungen getroffen, aber die konnten den Niedergang des Unternehmens leider nicht mehr verhindern. Beispielsweise die Entwicklung und Einführung der U-L-M Technik. Das war ein echtes Alleinstellungsmerkmal, kein Konkurrent hatte das, aber für die Kunden war es dann wohl doch nicht das entscheidende Argument. Die Geräte waren in der Herstellung, auch aufgrund der hohen eigenen Fertigungstiefe, einfach zu teuer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei derart komplexen Geräten wie dem CV 1700, CV 1500 oder einem CS 721 mit V15 ab Werk (das Shure sicher nicht verschenkt hat!) unterm Strich ein Gewinn gemacht wurde. Und da kommen wir zu dem Punkt von Uli:


    Qualität und Service sind eine Sache, Image ein anderes. Da hatte eben Dual das Problem.

    Eben, Dual war eine Brot und Butter Marke. Sicher waren die Geräte sehr hochwertig, aber wer kein Highend-Image hat, kann keine Highend-Preise verlangen. Das musste in der jüngeren Vergangenheit z.B. auch VW mit dem Phaeton feststellen. ;)


    Also muss man die Produktpalette passend zum eigenen Image und den am Markt erzielbaren Preisen anpassen, und das hat man auch getan. Selbst die gerade neu erschienene International Serie wirkte ja angesichts der japanischen Produkte Ende der 70er schon wieder altbacken und wurde durch die Satin Metallic Serie ersetzt. Jetzt ist es aber so, dass ein neues Produkt nicht mal eben vom Himmel fällt. Die Technik muss entwickelt, Produktionsanlagen geplant und gebaut, Lieferanten gefunden, Anleitungen geschrieben werden usw. usw. ... Und das ging damals ohne CAD, ohne SPICE, ohne Eagle, ohne Webkonferenz sicher nicht schneller als heute. Die Entscheidung die Satin Metallic Serie zu entwickeln muss also spätestens 1978 / 1979 getroffen worden sein, denn 1980 kamen schon die ersten Geräte auf den Markt. Dass man damit den Geschmack der Kunden getroffen und das altbackene Image abgelegt hat zeigt doch der Umstand, dass viele "Konfirmationsanlagen" aus der Zeit selbst heute noch in Erstbesitz sind.


    Trotz alledem war der Überhang bei Personal und Produktionskapazität nach der Übernahme von PE und dem Wegfallen der Industriekunden einfach zu groß. Es weiß auch niemand von uns zu 100%, was genau sich hinter den Kulissen in der Familie Steidinger abgespielt hat, welche (ungeschriebenen?) Vereinbarungen es nach der PE-Übernahme gab. Man darf nicht vergessen, Dual war ein Familienbetrieb, kein anonymer Konzern mit angestellten Managern. Von der Blütezeit Mitte der 70er mit den in Massen hergestellten Goldeseln 1225 und 1226 bis zur existenzbedrohenden Schieflage dauerte es nur wenige Jahre. In dieser kurzen Zeit wirft kein Familienbetrieb alle Grundsätze über den Haufen. Die Entscheidungen der Geschäftsführung mögen im Rückblick zwar die Insolvenz verursacht haben, sind aber typisch für Familienbetriebe und damit war das Schicksal ab einem bestimmten Punkt dann einfach unausweichlich.


    Grüße

    Patrick

    Na sowas, auch das noch :rolleyes:

    Ich ärgere mich ja schon seit längerer Zeit über das Modellbezeichnungs-Wirrwarr bei Sintron, das keiner durchgängigen Logik mehr folgt. Jetzt also auch noch ein "MK II", das gab es ja noch nie bei Dual. Historisch korrekt müsste das Gerät "CS 600-1" heißen.


    Außerdem frage ich mich, warum ausgerechnet jetzt ein überarbeiteter CS 600 kommt, wo man doch gerade mit dem CS 800 eine neue Designlinie begonnen hat? Und nebenbei noch die Marke Blackwald aufbaut?


    Also entweder arbeitet das Marketing als wäre die Firma / die Marke eine Modelleisenbahn, oder hinter alledem steckt eine geniale Strategie, die sich mir nur noch nicht ganz erschlossen hat. Ich hoffe letzteres.


    Grüße

    Patrick

    Hallo Günter,


    bevor ich auf deine Fragen eingehe, zunächst eine Gegenfrage von mir: was verstehst du unter "Wartung Multiselector"? Nur das Gummi getauscht oder Tonarm ausgebaut, alles entfettet und neu geschmiert? In letzterem Fall prüfe bitte zunächst folgende Punkte bevor du mit der Justage loslegst (und womöglich etwas verschlimmbesserst). Eine beliebte Falle beim 1219 / 1229 ist, dass die Ringe des Tonarmlagers nicht zueinander fluchten dürfen, wenn sich der Tonarm in Ruhelage befindet. Der äußere Ring muss beim Einbau bis an den Anschlag gedreht und so festgeschraubt werden, somit ergeben sich ein paar Grad Differenz zwischen innerem und äußerem Ring.

    Außerdem muss das Segment frei drehbar sein, die Führungsstücke am Schutzschild dürfen es nur festhalten, wenn der Multiselector betätigt wird.


    Die Justage selbst ist im Prinzip schnell erklärt. Stellschraube 54 begrenzt den maximalen Hub (ich habe es aber noch nie erlebt, dass diese verstellt werden musste, es sei denn es hat schon jemand daran herum gefummelt). Tonarm anheben, er darf sich nur bis knapp an die Oberkante der Stütze heran anheben lassen (ca. 1-2 mm Anschlag lassen).

    Dann den Automatiklauf manuell starten (Teller von Hand drehen). Wenn der Tonarm angehoben ist, Teller anhalten und die Stellhülse 212 so einstellen, dass der Tonarm noch leichtes Spiel nach oben bis zum Anschlag hat (ca. 0,5 mm am Tonkopf). Dann den Automatiklauf fertig laufen lassen.

    Zum Schluss Tonarm mit dem Lift anheben und Stellschraube 247 so einstellen, dass die Nadelspitze max. 8mm über der Tellermatte schwebt.


    Ist auch alles mit Bildern in der Serviceanleitung beschrieben: http://www.hifi-archiv.info/Dual/1219s/


    Solange nichts abgebrochen oder verbogen ist, sollte danach der Automatiklauf reibungslos funktionieren. Viel Erfolg!


    Viele Grüße

    Patrick

    Hallo zusammen,


    da es ja hier um ein allgemeines Thema geht, habe ich die Beiträge auf dem Nachbauhauben-Thema heraus genommen und ins Fachforum verschoben.


    Grüße

    Patrick