Nennimpedanz

  • Hallo,


    kann jemand von Euch mir Nichtelektriker auf die Sprünge helfen ?


    Wie mißt man denn bei einem Kopfhörer die Nennimpedanz ?


    Gruß
    Christof

    CV1700,CV1400,CT1641,CT1440,CS741Q,CS731Q,C830,C809,C5850

    2 Mal editiert, zuletzt von flyboy ()

  • Hallo!


    Das dürfte nicht so einfach sein.


    Die Impedanz Z ist der Betrag vom komplexen Z, naja, also U/I.


    Ich würde also den Kopfhörer an eine Sinusspannung legen mit einer Frequenz von 500 bis 5.000 Hz und den Strom messen.


    Nun kann man aber mit einem Multimeter den Strom nur bei 50 Hz messen.


    Dann würde ich es so machen:


    - Kopfhörer mit Vorwiderstand von Rv = 100 Ohm an die Sinusspannung anlegen.


    - Spannung mit Oszi messen, die am Vorwiderstand abfällt = Uv


    - Spannung messen, die am Kopfhörer abfällt = Uk


    Impedanz berechnen mit:


    |Z| = Uk / Uv * Rv


    Ich hoffe, das stimmt. Selbstverständlich wird sich die Impedanz ändern, wenn Du eine andere Frequenz wählst. Die Impedanz im Sinne von HiFi ist dann der niedrigste Wert, den Du ermittelst.


    Das alles kann evtl. viel einfacher gehen, wenn man davon ausgeht, daß bei einem Kopfhörer der ohmsche Anteil überwiegt, dann kannst Du den auch mit einem Multimeter messen.


    Gruß
    Flo

    #allesdichtmachen

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  • Hallo,


    da der Kopfhörer idR keine Weiche hat, kann die Impedanz mit steigender Frequenz eigentlich nur steigen.
    Gleichspannungsmessung sollte reichen.


    Zitat

    Nun kann man aber mit einem Multimeter den Strom nur bei 50 Hz messen.


    Wenn man das hinterletzte Schrotteil hat ;)
    Für 30€ sollte man aber schon eines bekommen was (wenn auch ohne TrueRMS) bis 1kHz vernünftig messen kann.

  • Zitat

    Original von HinzKunz
    Hallo,


    da der Kopfhörer idR keine Weiche hat, kann die Impedanz mit steigender Frequenz eigentlich nur steigen.


    Logisch, aber ist bei HiFi die Impedanz auch bei 0 Hz definiert?

    #allesdichtmachen

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  • Oh Mann ist das kompliziert.
    Ich hatte mir einen richtig schönen Kopfhörer bei beyerdynamic mit 32Ohm bestellt, der sollte dann gut nutzbar (sprich laut genug) an batteriebetriebenen Geräten (ipod,mp3 player,discman) sein.
    Leider ist das Ding nicht lauter als mein alter 250 Ohmer.


    So, und jetzt wollte ich denen das Ding zurückschicken und nachweisen, daß das Teil gar nicht 32Ohm, sondern 250 Ohm hat.


    Wohlgemekt der DT770 hat standardmäßig 250 Ohm und für die 32 Ohm Variante löhnt man was extra.


    Gruß
    Christof

    CV1700,CV1400,CT1641,CT1440,CS741Q,CS731Q,C830,C809,C5850

  • Ich dachte immer das hesist so weil der Hersteller diesen Wert nennt? Deshalb Nennimpedanz........ das ist ein Nennwert, kein Meßwert....


    :D

    C U l@ter

  • Hat die Lautstärke was mit der Impedanz zu tun??


    Wenn man maximale Leistung abgeben will, braucht man Leistungsanpassung, das heißt, Dein Kopfhörer sollte denselben Widerstand haben wie der Innenwiderstand des Geräts, an dem Du ihn betreibst.


    Das wird halt das Ei-Pot-Teil nicht verkraften, und die Spannung bricht zusammen.


    Briegel sagte da immer so einen fidelen Satz mit der Leistung, die durch nichts zu ersetzen ist, außer durch...????


    Außerdem bin ich mir auch nicht sicher, ob Wirkungsgrad gleich "Impedanz" ist bei einem Kopfhörer. Ich glaub nicht....


    Fazit:


    Besorg Dir einen anständigen Verstärker oder Walkman oder was auch immer, der auch ordentlich Leistung bringt!


    Kann mir nicht vorstellen, daß ein teurer Beyerdynamic schlecht sein soll. Lautstärke ist keine Qualitätsangabe. Nur es muß zusammenpassen. Dein MP3-Gerät wird halt nich gut genug sein. Bzw. laut genug.



    Gruß
    Flo

    #allesdichtmachen

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  • Hallo,


    Zitat

    Hat die Lautstärke was mit der Impedanz zu tun??


    Ganz einfach:


    Die Popligen Verstärker im mp3-Player bekommen mit ihren 1,5V oder 3V Versorgungsspannung keine brauchbare Ausgangspannung hin.
    Das heißt die können Leistung (und damit Lautstärke) nur über Strom produzieren.


    Leistung ist ja bekanntlich U*I, d.h. man kann entweder hochimpedante KHs mit hoher Spannung füttern, oder niederimpedante mit Strom.


    Zitat

    Logisch, aber ist bei HiFi die Impedanz auch bei 0 Hz definiert?


    Nein, das ist der ohmsche Widerstand R.
    Aber bei weichenlosen Schallwandlern ist das egal.


    Gruß
    Martin

  • Zitat

    Das wird halt das Ei-Pot-Teil nicht verkraften, und die Spannung bricht zusammen.


    Nee, nee, Zivi.
    Seit den Walkmen ist 32 Ohm die Standardimpedanz für die dazugehörigen hörer, weil die eben mit niedriger (Batterie-)spannug auskommen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich da mit ipod & Co was geändert hat, denn die Bedingungen sind die gleichen und die Geschichte ist seit Jahrzehnten bewährt. Da werden die deshalb kaum was dran ändern.
    Folglich wird der Player 32 Ohm locker verkraften und an jedem Feld-, Wald- und Wiesenohrwurm spielen.


    Ob der fragliche Ohrwurm/Kopfhörer dann auch empfindlich genug ist, um die gewünschte Lautstärke zu liefern, ist eine andere Frage. Wenn es aber darum geht, einen 250 Ohm-Hörer von einem 32 Ohm-Hörer zu unterscheiden, ist das mit einem Ohmmeter eine leichte Übung. Ob man 200, 230 oder 270 Ohm mißt ist ja wohl egal, denn es können dann keinesfalls 32 Ohm sein.

  • Hallo,


    Zitat

    Ob der fragliche Ohrwurm/Kopfhörer dann auch empfindlich genug ist, um die gewünschte Lautstärke zu liefern, ist eine andere Frage.


    Das ist natürlich klar... wirkliche "Diskopegel" wird man nicht hin bekommen, da die DT770 soweit ich weiß alles andere als Wirkungsgradwunder sind.
    Allerdings alles eine Frage der Vorlieben. Ich komme recht gut zurecht, auch wenns nicht wirklich laut geht. Ist natürlich nur was für leisere Umgebungen.


    Gruß
    Martin

  • Zitat

    Pragmatischer Ansatz. Versuch macht kluch! :D


    Hab ich immer schon so gemacht.
    Mit 4 oder so meinte mein Vater, wenn ich einen Nagel in die Steckdose stecke, wär ich tot.


    Ich habs ihm nicht geglaubt und ausprobiert (von Nachahnung wird dringend abgeraten) - wie man sieht, hat er sich geirrt. :D

  • Die Leistungen vieler tragbaren Geräte, seien es "Discman", Minidiscgeräte oder mp3 Player sind heruntergefahren worden, um Gehörschäden vorzubeugen.


    Um also nach wie vor richtig was auf die Ohren zu bekommen, heißt es beim Kauf vergleichen...


    Gruß, Frank

  • Oh oh... das mit "Leistungsanpassung", was ich oben sagte, ist mir nicht klar.


    Bei einem richtigen Verstärker ist das ja nicht der Fall.


    "Spannungsanpassung" heißt die Lösung.


    Aber ist Leistungsanpassung dann ausschließlich dafür da, um bei HF bzw. sehr langen Leitungen Reflexionen zu vermeiden?


    *verwirrt*


    ?( ?(

    #allesdichtmachen

    Einmal editiert, zuletzt von Zivi ()

  • Zitat

    Aber ist Leistungsanpassung dann ausschließlich dafür da,


    Leistungsanpassung ist erstmal einfach ein theoretisches Konzept, wieviel Leistung sich maximal aus einer gegebenen Stromquelle rausquetschen läßt und als solches erstmal zu gar nix da (außer zum gelernt werden). Die Frage ist, was man damit anfangen kann, und das ist im "Normalfall" nicht viel.


    Es bedeutet im Falle einer LS-Endstufe einen Dämpfungsfaktor 1 und bedingt hohe Verluste am Innenwiderstand der Stromquelle. Genau genommen 50% Verlust und 50% Nutzleistung. Da kocht die Batterie...
    Versuch das mal an der Steckdose. Da muß die Spannung durch die Belastung auf 115V zusammenbrechen.


    Bei HF sind mir die Feinheiten nicht geläufig (Innenwiderstand, Wellenwiderstand...).

  • Moin,


    zum eigentlichen Thema: die Nennimpedanz wird bei Audio i.A. bei 1000Hz gemessen. Der praktische Ansatz der Messung des ohmschen Widerstands führt normalerweise zum Ziel.
    Ein 32 oder 250Ohm KH lassen sich so mit Sicherheit zuordnen, das geht auch bei LS 4 oder 8 Ohm ergeben dann vielleicht 3,5 und 7 Ohm als ohmschen Widerstand.


    Leistungsanpassung macht man nur da wo man maximale Leistung am Empfänger braucht. Energetisch gesehen ist das ganz schlecht, wie Fritz schon geschrieben hat, da die Hälfte der Leistung im Sender verbraten wird.


    Bei HF (auch schon bei Video mit 5MHz Bandbreite) macht man auch Leistungsanpassung, aber vor allem um Sender und Empfänger an den Wellenwiderstand des Kabels anzupassen, da es sonst zu Reflexionen auf der Leitung kommt. Dadurch können allerlei "lustige" Effekte entstehen, von Schatten im Videobild bis zu Auslöschungen einzelner Sender im Kabel.


    Grüße,
    dieter


  • Hallo Christof !


    Die bisher hier niedergeschriebenen "Dissertationen" in allen Ehren, aber wieso hat sich eigentlich noch niemand die ganz pragmatische Frage gestellt :


    Wenn es sich bei diesem DT770 um 2 ansonsten absolut identische Versionen handelt... KANN ES SEIN... das es bei der Lieferung einfach zu einer völlig harmlosen Verwechslung gekommen ist ? ? ?


    Grüße vom flachen Niederrhein
    Dualese :D

    "...Versuch macht kluch..."

  • Hallo,


    das hat mit Leistungsanpassung nichts zu tun. Eine Solche Anpassung wäre auch nicht sonderlich zielführend.


    Es geht vielmehr darum:
    Ich kann eine Leistung von 20 Watt auf zwei Wege in einem Widerstand R produzieren:


    Hoher Strom bei Niedriger Spannung, z.B. 1V und 20A, da wäre R=0,05Ohm
    Hohe Spannung un kleiner Strom, z.B. 20V und 1A, da wäre R=20Ohm.


    Theoretisch wäre es also möglich einen 20Watt-Verstärker mit einer einzelnen Mignonbatterie zu betreiben, dieser Verstärker würde aber maximal 1V Ausgangsspannung leifern können, seine Leistung macht er über Strom.
    Normiert man jetzt die Leistung bei festen Lasten (1Ohm, 2Ohm, 4Ohm, 8Ohm) geht das so natürlich nicht mehr.


    Ich hoffe es ist damit aber klar, was gemeint ist, durch die geringe Impedanz von 32Ohm kann bei geringerer Spannung ein recht hoher Strom fließen, während man bei 250Ohm oder gar 600Ohm eine vielfach höhere Spannung benötigt, die der Verstärker aufgrund seiner kleinen Versorgungsspannung schlicht und ergreifend nicht liefern kann.


    Gruß
    Martin


    PS: Ich weiß, das ist volll OT :rolleyes: ;)

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