Beiträge von briegel

    Moin,


    nun wäre es auch denkbar, dass durch einen Spannungssprung im VV-Bereich am Endstufeneingang die Spanung einer Ausgleichsfunktion ansteht.

    Beispiel:

    Eine der Versorgungsspannungen fällt aus. Damit ergibt sich an C221 / 222 ein Spannungssprung, der als Sprung am Endstufeneingang ansteht.
    Da die Ausgleichsfunktion (ihre Zeitkonstante) im Vgl. zu hörbaren Frequenzen eine sehr große Zeitkonstante bzw. sehr niedrige Frequenz darstellt, könnte die Schutzschaltung durchaus ansprechen.

    Ich sehe 5µF und 56k, was 0,28 sek sind. Damit sind wir überschlägig unter 5Hz.

    Nach einiger Zeit ca. 1-3 sek. ist dann natürlich die Gleichspannung am LS Ausgang wieder 0V.


    Gruß

    Norbert

    Moin Jann,


    Schau mal hier: https://www.n-malek.de/11201/11232.html#CV120.

    Dort kannst du sehen, wie sich der Tausch des OP auswirkt. Ein moderner OP verbessert das dynamische Verhalten des Verstärkers.

    Der Tausch von Widerständen könnte das Rauschen etwas verringern (Kohleschicht vs. Metallschicht); dies ist aber eher eine akademische Überlegung, denn wenn das Rauschen minimiert werden soll, muß die Schaltung des gesamten Verstärkers überdacht werden.


    Gruß

    Norbert

    Sowas müsste ja eigentlich für eine nachhaltige Lösung grundsätzlich auch beim NiCd oder NiMh dazu gebaut werden...? Die Zehner müsste dann 3,6V haben? Niedriger verhindert eine gescheite Aufladung, höher führt wieder zur Dauerladung weil diese Spannung ja nie erreicht wird. Und die Dimensionierung der R wird auch tricky, sonst kommt ja der Rest der Ladeschaltung aus dem Lot .

    Nun, so schwer ist der Fall nicht.

    Über eine "Ladespannung" kann man nicht reden, weil in dieser Schaltung der Akku im "Strommodus" geladen wird. 18V über 22K erzeugen am Akku zunächst einen Strom und keine Spannung. Die Spannung stellt sich gem. Ladezustand ein und ist def. nicht vorgegeben. Somit ergibt sich:

    1. Der Ladestrom wird durch R813 begrenzt.

    2. Der Akku sollte nicht über seine Ladeschlußspannung hinaus geladen werden. Im Grunddsatz gilt das für JEDE Akku-Chemie.

    3. HaJo hat den richtigen Hinweis gegeben: die sich einstellende Ladespannung auf einen Wert von unter 4,2V begrenzen. Dies ist durchaus mit einer Z-Diode möglich.
    Sie hat zwar den Nachteil, dass sie einen etwas höheren Standby-Strom im "Aus"-Zustand des Tuners zieht, aber dafür ist der Eingriff ins Gerät minimal.

    Ferner hat sie den Nachteil, dass sie den Akku nicht vor Tiefentladung schützt.
    Beide Probleme lassen sich mit einem "Batterie-Mamagement-System "BMS" für LiIon-Akkus umgehen.

    4. Um auf der sicheren Seite zu sein und die Lebensdauer dés Akkus zu verlängeren würde ich die Ladespannung auf 3,9...4V begrenzen. Da kauft man 10...20 Z-Dioden für 3,9 V und wird eine passende dabei finden.


    3 NICd- Akkus oder 1 LiIon-Akku liegen spannungsmäßig gut beieinander. Ähnlich ist es bei 3 Blei-Zellen oder 2 LiFePo-Zellen. Beide Kombinationen sind für 6V und eine Ladeschlußspannung von 7,2V gut.


    5. Mehr muß an der Schaltung im Tuner nciht geändert werden. Der 22K - Widerstand ist unkritisch.


    6. Bei Einsatz von NiCd oder NiMH würde ich die Ladespannung auch begrenzen. Und NiMH meide ich, wie die Pest, weil die Dinger schneller altern, als sie ausgepackt sind.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Michael,

    du hast einen LiIon - Akku ungemanaged an irgend eine Spannung gelegt.

    Im Schaltplan ist ein NiCd-Akku mit 3,6V angegeben. Das sind 3 Zellen, die bei 4,2V geladen sind. Die japanische Schaltung habe ich nicht weiter durchdrungen, kann aber nicht erkennen, wie die Spannung oder der Ladestrom für den Akku begrenzt wird.

    Vermutlich hast du ihn dauerhaft überladen.

    LiIon nimmt das schnell übel, NiCd altert.

    Wichtig ist, dass die Zellenspannung auf keinen Fall 4,2V überschreiten kann. Das sehe ich bei dieser Schaltung ad hoc nicht.


    Da der Tuner nie abgeschaltet ist, liegt permanent Spannung aus dem Netzteil am Akku und grillt ihn mit ca. 600µA.


    Gruß

    Norbert

    Nochmmal ein Nachsatz zum AM-Empfang:

    Es gibt ein höchst interessantes Projekt, in dem ein rein digitaler (Breitband)-Empfänger gebaut wurde (Viel Software, viel Rechenleistung, schneller A/D-Wandler).


    http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/


    Dort ist hervorragend zu sehen und zu hören, was auf den langsamen Bändern an Aktivitäten herrscht.
    Das Projekt ist sagenhaft - da musste ich doch direkt die LW anmachen, 225kHz Polskie Radio mit 1MW.


    oder 234 kHz mit 375/750 kW RTL usw.

    Leider stören mein PC und Monitor zu stark, sonst könnte ich mehr empfangen. Aber die Holländer ermöglichen den Empfang.,


    Gruß

    Norbert

    Auch in Ö und CH und den meisten anderen europäischen Ländern gibt es keine MW und LW-Sender mehr.

    Das kann ich nicht bestätigen. Bisher gibt es noch aktive Sender, insbesondere in Osteutopa.

    Wenn die Tagesdämpfung nachläßt, ist mit einem nicht völlig tauben Empfänger so einiges zu empfangen. Sogar Kommerzielle Sender sind anzutreffen und in Norddeutschland nachts gut zu hören:

    Wikipedia schreibt:"

    Absolute Radio (ursprünglich Virgin Radio) ist ein privater britischer Radiosender.

    Absolute Radio startete am 30. April 1993 noch im Besitz der Virgin Group von Richard Branson unter dem Namen Virgin Radio. Virgin Radio wurde in Abgrenzung zu den anderen Virgin-Sendern auch Virgin Radio UK und Virgin Radio 1215AM genannt."

    Während ich dies hier schreibe, habe ich das Grundig 3055 angeworfen und höre auf Mittelwelle Absolute Radio, die auf 1215kHz übrigens im Gleichwellenbetrieb senden, einwandfrei.


    Gruß

    Norbert

    Wenn sonst nicht weiter dran ist, also nur die Wechselspannung mit dem Oszi gemessen, dann muss diese einen sauberen Sinus ergeben, und das tut sie schon nicht.

    Hast du die Spannung mit dem Oszi an der Trafoplatine gemessen?

    - Also auch die Oszimasse an dem Punkt angeschlossen, den Hajo mit dem grünen Pfeil gekennzeichnet hat?


    Sie muß nicht nur einen Sinus (der keineswegs sauber ist) zeigen, sondern vor Allem DC-frei sein.

    Ich vermute weiterhin einen Fehler in der Masseführung.


    Gruß

    Norbert

    gemacht, belastet mit 300 Ohm. Beide Seiten liefern ca. 18 Volt.

    sehr gut.

    Dann sind die Wicklungen anscheinend i.O.


    Wie meine o.a. Grafik zeigen soll, kann der Mittelpunkt der Gleichspannung weglaufen, wenn die Verbindung zwischen Trafomittelpunkt und dem gemeinsamen Elkomittelpunkt unterbrochen ist.

    Bist du sicher, dass die Verbindung einwandfrei ist?

    Wie wird die Spannung an den Elkos und gegen Masse gemessen aussehen, wenn die gestrichelte Verbindung vorhanden ist oder fehlt?
    Dies insbesonderen, wenn R1 und R2 unterschiedlich sind.




    Gruß

    Norbert

    Da könnte eine Unterbrechung sein???

    Ja, das könnte natürlich der Fall sein. Nur, wenn eine der beiden Trafowicklungen unterbrochen wäre, müßte die Spannung an den Elkos sauber anstehen. Der Unterscheid wäre, dass die Elkos mit 50Hz statt 100Hz nachgeladen würden.

    Der Fehler deutet stark auf eine fehlende Masseverbindung zwischen den Elkos / der Gleichrichtung und dem Trafo hin. Insbesondere wird dies unterstrichen durch die schneller steigende Asymmetrie der Spannungen bei kleineren Elkos.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Wolfgang,


    Zunächst miß die Spannung (AC) vor dem Gleichrichter, jeweils von den Sicherungen gegen Masse, für beide Versorgungszweige. Idealer Weise belastest du dabei die gemessene Spannung mit ca. 270Ohm / 2W. Wenn du einen entsprechenden Widerstand nicht zur Hand hast, kannst du auch einen größeren Wert nehmen.


    Gruß

    Norbert

    Wenn die Spannungen an den Elkos und damit die Ausgangsspannung der Regler stabil sein sollen, ist die Masseverbindung vom Trafo zu den Elkos und Spannungsreglern unerlässlich.


    Gruß

    Norbert

    Das Ergebnis war ernüchternd: einen hochfrequenten und sehr unangenehmen Begleit-Pfeifton habe ich mir dadurch eingefangen.


    Man müßte also vermutlich um das Steckernetzteil irgendwie in eine abschirmende Metall-Kiste bauen, um dieses Problem abzumildern. Und das war mir dann doch zuviel der Bastelei, zumal ja auch bei einer Metallkiste die Sicherheit wg. 220V hätte berücksichtigt werden müssen.


    Hallo,

    mein Fazit ist:

    Das Steckernetzteil ist vermutlich nicht leerlauffest und beginnt bei zu niedriger Last zu schwingen. Der Pfeifton ist dann weniger eine Frage der Abschirmung, als viel mehr eine Frage der stabilen Ausgangsspannung.
    Bei Schaltnetzteilen ist es durchaus möglich, dass sie schwingen, insbesondere wenn sie schlecht dimensioniert sind. Es ist nicht immer einfach ein SNT zu entwickeln, das von 0 bis Imax schwingsicher ist.

    Da der Conrad VV mit einer Batterie betrieben werden kann, ist seine Stromaufnahme gering.
    Was wäre also möglich? Aus der Versorgung des Verstärkers die +19,5V abgreifen, auf einen Spannungsregler 7809 geben, und am Ende die 9V für den VV benutzen.
    Damit ist das SNT verbannt, der 230V-Anschluß überflüssig und viel Platz gespart.


    Gruß

    Norbert

    Wenn der Transistor warm und der Kühlkörper kalt ist, ist der Wärmeübergang Transistor->Kühlkörper schlecht. Insbesondere, wenn nur einer von 4 Transistoren betroffen und der Ruhestrom auf beiden Kanälen gleich ist.

    Ein offener/wackeliger 0,33Ohm-Widerstand könnte das Knacken verursachen, aber nicht der überhöhten Ruhestrom. Der offene Kontakt würde den Ruhestrom unterbrechen.

    Ein NTC mit Wackelkontakt kann den Fehler verursachen.


    Darum: Drücke mal auf die Platine und Bauteile und prüfe, ob man durch gezielte Druckpunkte das Knacken provozieren kann.


    Ein def. VV kann den hohen Ruhestrom nicht verursachen.


    Ich vermute weiterhin eine gemeinsama Ursache:
    Der Ruhestrom gerät außer Kontrolle und es gibt den Knacks.


    Du kannst natürlich eine Langzeitgegenprobe machen:

    Du legst den Ruhestrom kpl. still, indem du die Brücke gem. Anlage einbaust. Dann gibt es niemals einen Ruhestrom. Das Signal klingt verzerrt, muß aber hörbar sein und

    ruhestrombedingte Knackser und überhöhte Endstufenströme sollten nicht mehr auftreten.

    Gruß

    Norbert