Beiträge von briegel

    Hallo Patrick,


    wenn wir den Schaltplan/ Servicamanual aus dem "hifi-archiv" als Basis nehmen, stimme ich dir zu.

    Es sind die Widerstandspaare R1333//R1334 und R1335//R1336. Bei jeweils 0,56Ohm haben wir bei 12mV Spannungsabfall ca. 43mA Ruhestrom. Der Wert entspricht dem, was bei anderen Dual-Verstärkern üblich ist.
    Unterstützend, aber dennoch widersprüchlich, ggf. fehlerhaft erscheit da die Schaltplanangabe, die 11,2mV als Sollwert angibt. Bei dieser Spannung ist der Ruhestrom genau 40mA groß.

    Dies halte ich für den Wert, den sich der Entwickler vorgestellt hatte.


    Gruß

    Norbert

    Kann es mit Schwingungen des Trafos zu tun haben?

    Alles ist möglich. Ich halte aber die Übertragung mechanischer Schwingungen innerhalb eines Transistorverstärkers in die Elektroniuk für sehr unwahrscheinlich (Bei einer Röhre wäre ich zur Not noch mitgegangen)


    Was aber möglich wäre ist, dass sich Trafoschwingungen auf das Brett übertragen und es dann mitschwingt und damit tönt.
    Dies passt aber nicht zu deiner Beschreibung, dass das Brummen aus den Lautsprechern kommt.


    Gruß

    Norbert

    Ein Vorverstärker mit offenem Eingang rauscht naturgemäß lauter, als ein Vorverstärker mit abgeschlossenem oder kurzgeschlossenem Eingang.

    Dies liegt daran, dass der Eingangswiderstand maßgeblich das Rauschen bestimmt (Widerstandsrauschen, sowie Eingangsrauschen des ersten Transistors. Hier sind es im Leerlauf 220kOhm, was sehr viel ist.

    Schließ den Eingang einmal kurz ode schließ ein Magnetsystem an und das Rauschen muß deutlich abnehmen.

    ____________________________________________________________________________________________


    Brummen:
    Ist unter dem Verstärker irgend ein elektronisches Gerät zu dem du den Abstand durchs Anheben vergrößerst?


    Gruß

    Norbert

    Hallo Günther,


    Zu dem Fehlerbild und den Fakten fehlt mir die zündende Idee.


    Entweder ist dir der Effekt früher nicht aufgefallen oder es ist auf beiden Kanälen durch so etwas wie Zufall das Gleiche vorgefallen.

    Zu überprüfen wäre nun der Widerstandswert zwischen Schleifer und Linksanschlag (Massekontakt) des Potis in Abhängigkeit des Drehwinkels des Potis.

    Dann wäre zu prüfen, wie groß der Widerstandswert zwischen Loudnesszapf und Masseanschluß des Potis ist.

    Und vor allem die Kollektorspannung von T3, die 13,2V betragen soll.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Günther,


    ich glaube wir reden aneinander vorbei.

    Zu contour / linear: Ich wolte nicht wissen, ob contour funktioniert, sondern ob der Lautstärkeeffekt in beiden Schalterstellungen auftritt.

    Es ist auch nicht wirklich leise

    Was ist damit gemeint?


    Hast du an dem Verstärker bevor das Lautstärkeproblem aufgetreten ist, irgendwelche Arbeiten durchgeführt?


    Interessant ist nämlich, dass der Effekt bei der Potistellung 12:00 auftritt. An dieser Stelle sitzt häufig der Loudness-Zapf.


    Gruß

    Norbert

    ..nein, mehr Informationen brauche ich nicht.

    30...40mV ist ein Wert der m.E. nicht bedrohlich, aber dennoch grenzwertig ist. Daher habe ich noch keine einfache Lösungsidee.


    Es gibt viele Größen, die den Offset bestimmen.

    -zunächst sind da die Koppelkondensatoren ( C221 / C222 ) zur Vorstufe (Warum man dort zwei antiserielle Elkos genommen hat, erschließt sich mir nicht).

    Um sie auszuschließen, trenne an der Rückseite Pre out <> Main in. und schließe Main in kurz. Ist der Offset dann auch instabil?


    - Da in dieser Endstufe der Offset nicht in voller Größe, sondern heruntergeteilt und gegengekoppelt wird, ist er schwieriger zu stabilisieren, als in Verstärkern, die den Offset 1:1 gegenkoppeln.
    Ursache für Instabilität kann sein:
    Gealterter T301, aber auch T302 T303.


    Mehr Sinnvolles fällt mir gerade nicht ein.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Florian,


    es hat mich nicht losgelassen und darum habe ich einen CV61 aufgemacht und messe darin herum.

    Ich habe dabei festgestellt, dass ich über Kopfhöhrer ein sehr leises Brummen (in der Tat: Brummen, nicht Sirren) feststellen kann. LS habe ich nich angeschlossen.

    Mittels Oszilloskop messe ich an beiden Ausgängen unterschiedliche Signale.

    1. Der eine Kanal (links) hat mit gezogenem LS-Stecker ein Störsignal von max. 4mVss. Das Signal entspricht den Ladestromspitzen der Elkos hat also 100Hz.
    2. Netzsteckerpolung1:
      Der rechte Kanal sieht sehr viel besser aus. Der Pegel liegt deutlich unter 2mVss und hat überdies einen klaren 50Hz -Anteil. Dieser 50Hz Anteil lässt sich verringern, wenn das Trafokühlblech mit Masse verbunden wird.
    3. Netzstecker Polung 2:
      Bei umgepolten Netzstecker ist das Störsignal (50Hz) ca.2mVss groß. Die Erdung hat kaum erkennbaren Einfluß.
    4. Wenn ich das Kühlblech mit Masse verbinde (Knotenpunkt der Elkos), vergrößere ich das Brummen, bis es deutlich hörbar wird (4mVss). Mache ich die Vebindung mit der Masse am Masseanschluß der LS-Buchse, ist die Brummzunahme deutlich geringer.
    5. Zwischen LS-Masse und gemeinsamer "Insel" der Elkos beträgt die Brummspannung 2mVss.
    6. Der Ripple auf dem pos. Elko beträgt 200mVss
    7. Der Ripple auf dem neg. Elko beträgt ebenfalls 200mVss

    Die Brummspannungen sind bei gestecktem 5-Pol-Stecker kleiner, als bei gezogenem Stecker.


    Und noch eins: Der Fremdspannungsabstand beträgt "nur" ca. 80dB.


    Das Ändern der Leitungsführung hat bei mir nicht viel er4gebnis gezeigt. Lediglich das Thermoschalterkabel zeigt einen gewissen Einfluß, wenn es zu dicht an der Elektronik geführt wird.



    Gruß

    Norbert

    Hallo Florian,


    wenn die Kabelverlegung hinter dem Verstärker einen Einfluß hat, dann wird es sinnvoll sein, innerhalb des Verstärkers auch einmal nachzusehen, wie die Verlegung aussieht.

    Dann teste einmal folgendes:


    1. Am grünen Pfeil 2 sind zwei schwarze Drähte angeschlossen, die zum Thermoschalter führen.
      Zieh den Netzstecker des Verstärkers.
      Schraube beide Drähte ab.
      Sicher die Drahtenden gegen ungewollte Verbindungen zu irgendwelchen Teilen im Verstärker.
      Schließ statt der Drähte zum Thermoschalter eine Drahtbrücke an an die beiden Klemmen an. (rote Verbindung)
      Nimm einen kurzen isolierten Draht. Diese Drahtbrücke ersetzt für Testzwecke den Thermoschalter.

      Mit dieser Maßnahme wird der Primärstrom des Trafos aus dem Endstufenbereich ferngehalten.
    2. Am grünen Pfeil1 ist eine Kabelbinder. Er fasst die Leitungen der Sekundärseite des Trafos Pfeil 3 mit den Lautsprecherleitungen zusammen.
      Zieh den Netzstecker des Verstärkers.
      Öffne den Kabelbinder und verlege die Lautsprecherleitungen (grün braun weiss) möglichst weit entfernt von den drei grauen Trafoleitungen.
    3. Teste den Verstärker, ob es nun weniger brummt.

    Achte darauf, dass du an einem Gerät arbeitest, dass Netzspannung führt. Das Berühren netzspannungsführender Teile kann tödlich sein.

    Führe die Arbeiten also nur aus, wenn du die nötigen Fachkenntnisse hast.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Florian,


    ich verstehe deine Ausführung nicht.

    Du schreibst, dass das Ziehen des 5-poligen Steckers das Brummen verändert.

    Und duch schreibst, dass das Brummen insgesamt leiser geworen ist, weil Netzkabel und Lautsprecherkabel jetzt auseinander liegen.

    Den kausalen Zusammenhang zwischen diesen beiden Aussagen erkenne ich nicht.

    Hast du zwei unterschiedliche Maßnahmen ergriffen?


    Gruß

    Norbert

    Hallo Florian,

    die Werte sind OK. 30mV DC am LS Ausgang ist absolut im Rahmen. Ich frage deshalb nach dem DC Wert, weil ein sehr großer DC Wert auf einen Fehler in der Endstufe hindeuten würde, der zu Brummerscheinungen führt.


    Da du die Siebelkos getauscht hast, wird das Brummen nicht aus der Versorgungsspannung kommen.

    Ferner schreibst du, dass du ohne den Zwischenverstärker das gleiche Brummen hast.


    Alles weitere heißt: Versuch und Fehler, also probieren.

    Was passiert, wenn du den vorderen 5-poligen Stecker ziehst (Nicht im Betrieb ziehen oder stecken, das könnte laut werden)?

    In dem Fall hängt die Endstufe vollkommen frei an der Versorgungsspannung und erhält in keiner Weise irgendein Eingsngssignal.


    Gruß

    Nortbert

    aber ich höre das Brummen in 2 Meter Entfernung zu den Boxen

    Da gibt es doch nur 3 Erklärungen:

    - Du hörst überdurchschnittlich gut.

    - Die Boxen haben einen sehr großen Wirkungsgrad

    - Der Verstärker ist seltsam.


    Ferndiagnostisch ist es schwer, der Ursache nahe zu kommen.

    Nach wie vor vermute ich, liegt der Fehler in der Verdrahtung (Auch wenn du nichts geändert hast. Dann war es jamand anders).


    Zunächst wäre nochmal zu Klären, ob das Geräusch wirklich ein echtes Brummen ist (50Hz oder 100Hz) oder ob es eher ein Sirren ist.

    Bei einem Brummen könnte es eine magnetische Fremdfeldeinstreuung des Trafos in eine Leitung sein (Masse oder die LS-Leitung. LS-Leitung würde ich eher ausschließen, weil du schreibst, dass das Brummen aus beiden Lautsprechern zu hören ist.

    Dann kommt eine Induktion in die Masseleitung eher in Frage. Dies im Bereich zwischen Endstufenausgang und Lautsprecherbuchsen. HGier hiss es: Leitungen vom Trafo fern halten.


    Wenn es eher ein Sirren ist, kann es ein magnetisches Übersprechen von strombelasteten Leitungen sein (Trafo > Gleichrichter > Elkos) mit dicht daneben liegenden Masse- oder Lautsprecherleitungen.

    Ferner kann es ein Spannungsabfall auf einer gemeinsamen Masseleitung sein (Zwischen Gleichrichter und Elkos, wenn über dieses Leitungsstück auch die Masseleitung der LS geführt wird. Dies wäre allerdings ein Konstruktionsfehler, der bei allen Geräten gleich wäre (leises Sirren, s.o.).


    Der Vollständigkeit halber: Der Ruhestrom ist OK?
    Und noch einer: Am LS-Ausgang ist keine Gleichspannung?


    Gruß

    Norbert

    Hallo Florian,


    wenn es aus den Laustprechern brummt, wie du es beschreibst, kann es mehrere Ursachen haben.

    Zuerste wäre es interessant, herauszuarbeiten, ob es vor deinem Eingriff auch gebrummt hat.


    Unabhängig davon kann das Brummen aus einer schlechten Masseführung resultieren. Diese kann konstrukitionsbedingt sein. Es kann aber auch daher kommen, dass du ein Kabel z.B. falsch angelötet hast.


    Dann kann ein Brummen daher kommen, dass die Lautsprecherleitung, eine Trafoleitung, eine Masseleitung ungünstig verlegt ist. (Hast du beim Zusammenbau des Verstärkers die Kabelführung verändert?).


    Und zu guter Letzt erinnere ich mich, dass der CV61 von Haus aus aus den Lautsprechern ein wenig brummt.


    Da das Brummen verschwindet, wenn du den Verstärker ausschaltest, wird es im Zusammenhang mit dem Betrieb des Trafos / Netzes stehen.

    Der Trafo selber wird es kaum sein, auch wenn er mechanisch brummt. Dieses Brummen kann sich nicht in die Lautsprecher fortpflanzen.


    Gruß

    Norbert