Beiträge von briegel

    211,2 Volt ein

    ja, das ist genau das, was ich meine. Die Netzspannung darf auch 207V betragen (230V -10%).
    Und das sogar zu 95% der Zeit (Beobachtungsperiode: 1Woche, Integrationsintervall zur Spannungsmessung: 10min).

    Dies ist in der DIN EN 50160 festgelegt.
    (DIN EN 50160:2020-11 Merkmale der Spannung in öffentlichen Elektrizitätsversorgungsnetzen; Deutsche Fassung EN 50160:2010 + Cor.:2010 + A1:2015 + A2:2019 + A3:2019)

    Sie wird in Deutsachland angewendet.

    Hier ein Link, der die wesentlichen Daten der EN50160 zusammenfasst.

    Auch, wenn das Papier aus Österreich stammt, sind die Daten zur Norm natürlich auch für Deutschland richtig.

    Es geht sogar noch weiter: Die restlichen 5% der Zeit muß die Netzspannung innerhalb der +/-15%-Grenze bleiben. Das entspricht einer Netzspannung von 195,5V (wieder 1Woche als Beobachtungsperiode, Integrationsintervall 10min).


    Gruß

    Norbert

    Die 78xx-Familie kommt zwar mit einer "Kopffreiheit" von 5 Volt noch gut zurecht, aber ich habe lieber etwas mehr Reserve.


    Die 5V sind sicher OK. Die nötige Reserve MUSS aber auch für den Fall einer NETZUNTERSPANNUNG vorhanden sein.

    Das Band, in dem sich die Netzspannung im Niederspannungsnetz befinden muss, liegt zwischen 207 und 253V. Wir können nicht davon ausgehen, dass die Netzspannung immer 230V beträgt.

    Daher stellte ich die "worst-case"-Betrachtung an, an die sich meine Bemerkung anschloß. Wenn der Regler einwandfrei arbeiten soll, benötigt er unter ungünstigsten Bedingungen eine Reserve von 3V (Elektronik-Fiebel) und 2,3V (ST. Bei einer max. Ausgangsspannung von 15,6V sind es 17,9V Mindesteingangsspannung). 21V -3,4V = 17,6V. Damit wäre der Regler am Limit. Wenn es 20V Eingangsspannung sind, ist er außerhalb der Spezifikation. Das kann gut gehen, muss es aber nicht.


    Halbleiter dürfen warm werden. ST gib eine max. Sperrschichttemperatur von 125°C an.

    Wenn der Regler 60°C warm wird, ist dies zwar unangenehm am FInger, wird den Regler aber mit Nichten umbringen.

    ST gibt einen thermischen Widerstand von 35K/W zwischen Sperrschicht und Umgebung an.
    Wenn ich von 40°C Umgebungstemperatur ausgehe und 60°C an der Sperrschicht zulassen will, darf er 0,57W verbrennen. (20K Temperaturdifferenz / 35K/W = 0,57W)

    Ausgehend von 36mA, die Peter errechnet hat, darf dann eine Spannung von 15,8V ungekühlt am Regler abgebaut werden. (0,57W/0,036A = 15,8V).


    Fall A)

    Mit dieser Dimensionierung kann ich mich für 230V in die Mitte der Verluste legen. lch lass den Regler also 15,8V/2 = 7,9V abbrennen. Damit wäre ich bei 23V für die Nenngröße der Netzspannung.

    Der Regler vernichtet dann 8V * 0,036mA = 288mW

    Bei Netzüberspannung von 10% muß er 3,4V mehr vernichten, also 8V +3,4V = 11,4V., Diese 11,4V multipliziert mit 36mA ergeben 0,41W.

    So werden die oben angenommenen 60°C nicht einmal erreicht.

    Für den Unterspannungsfall reicht, wie oben gesehen die Reserve aus.


    Fall B)

    Mit dieser Dimensionierung kann ich mich für 253V auf die max. Verlustleistung von 0,57W legen, regel also 15,8V weg.

    Damit ergibt sch für den Fall, dass die Netzspanung auf Nennwert liegt, eine abzubauende Spannung von 15,8V - 3,4V = 12,4V und damit eine Verlustleistung von 0,44W und eine Sperrschichttemperatur von 40°C Umgebungstemperatur +15,6°C Temperaturerhöhung = 55,6°C.

    Der Unterspannungsfall ist hiermit natürlich auch abgedeckt.


    Gruß

    Norbert

    Das betrifft die Änderung der beiden freitragenden 100 Ohm Widerstände, die die Netzteilspannung von ca. +/-34 Volt zur Regelplatine leiten. Nach Einbau von 390 Ohm 2Watt Widerständen wird die vorher an den Längsreglern ankommende, ca. +/-30 Volt betragene Spannung auf ca. +/-20 Volt gebracht..

    Damit sind es nur noch ca. 5 Volt, die von den Längsreglern in Wärme umgesetzt werden müssen.

    Hallo Hajo,


    ich will dir ja nicht reinreden, aber mir erschient eine Reseve von 5 V etwas zu gering. Wenn die 34V bei einer Netzspannung von 230V anstehen, reduziert sich bei 0,9-facher Netzspannung die Spannungsreserve vor dem Regler auf 1,6V (5V - 3,4V).


    ST gibt einen typischen Voltage-Drop von 2V an (@1A):

    Vd Dropout voltage IO = 1 A, TJ = 25°C 2 V


    und definiert den Regelbereich ab 17,9V:

    VO Output voltage IO = 5 mA to 1 A, VI = 17.9 to 28 V 14.4 15 15.6 V


    ;)

    Gruß

    Norbert

    Hallo Rudi,


    ob WD40 das ausgeharzte Fett durchdringt, habe ich noch nicht probiert.


    Ich habe aber verharzte Poti- und Schalterlager durch Erwärmen zunächst gängig bekommen. Dann habe ich ein Universalöl, hier mag auch WD40 helfen oder Waffenöl, verwendet, um das Teil erst einmal im kalten Zustand beweglich zu bekommen und nach und nach das verhartze Fett über die Achse herausgespült. Ist langwierig, aber ich brauchte das Poti oder den Schalter nicht zu zerlegen.

    Petroleum kann auch sehr gut funktionieren, um das Harz herauszuspülen.


    Aktuell spiele ich dieses Spiel mir dem MIC-Poti eines CV1600. Es ist leicht drehbar geworden. Nur scheint es derzeit nach 1 Tag festzukleben. Ist es dann gelöst , dreht es sich sehr leicht.


    ... Mal sehen, wie das endet.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Jens,


    mit den Spannungsangaben passt etwas nicht.

    Wenn an PIN1 -12V anliegen, können am Emitter von T1550 nicht +10V anliegen. Dann müssen dort -10V anliegen. Und an der Basis muß dann -1V anliegen.

    PIN5 als Messreferenz zu nehmen, ist ausgesprochen gewagt! Du hast aber auch gegen Masse gemessen, was sinnvoll ist.


    Was auch immer los ist, unter diesen Umständen tendiere ich auch dazu, das IC als Übeltäter in Betracht zu ziehen.

    Meine Empfehlung: IC erneuern, den Transistor erneuern, weil er vermutl. auf de BE-Strecke im Durchbruch betrieben wurde, was ein nicht spezifizierter Betriebsfall ist. In wie weit der Transistor dabei geschädugt wurde, ist unklar, daher: Neu machen.

    Dann wurde auch der ELKO C1554 verpolt betrieben, auch den solltest du erneuern.


    Gruß

    Norbert

    Hallo Tommy,


    • sind beim rechten Kanal alle Transistoren original (sprich keine Ersdatztypen)? Wenn Ersatztypen verwendet wurden, kann die Endstufe ggf. schwingen, was den Effekt sehr gut erklären würde.
    • dann kann irgerndwo eine kalte Lötstelle vorliegen oder ein Kurzschluß, der beim Drehen amPoti auftritt.
    • Lautsprecher waren nicht angeschlossen?`
    • Dann beschreibst du nur ungenau, was bei welcher Drehrichtung passiert ist. Lässt sich der Wert 0 einstellen?
    • Wie mißt du den Ruhestrom?
      - mA-Meter an Stelle der Sicherung?
    • Hast du die Messung über den Spannungsfall an den Emitterwiderständen der Endtransistoren auch versucht?
      Über 2x0,33Ohm müssen für 20mA ca. 13mV abfallen.

    Gruß

    Norbert

    Hallo Jens,


    Die Widerstände kannst du im eingelötetenb Zustand durchaus mit einem Ohmmeter"abschätzen". Der 1554 und 1556 sollten zumindest abschätzbar sein. Aber auch 1550...1552 müssen OK sein, weil sie den Arbeitspunkt (Emitterspannung) des Transistors festlegen. Basis 0v heißt : Der Emitter muß ca. 0,6V haben.

    Was kannst du tun?

    Bassisspannung messen, ob dort 0V anliegen.

    Wenn nein: Transistor defekt.


    Gruß

    Norbert

    ein frohes neues Jahr wünsche ich,


    der 741 ist hinsichtlich des Stades der Technik eher ein Dinosaurier.
    Ich habe ihn, auch wegen massiver Empfindlichkeit gegen HF-Felder und -Spannungen durch einen OP mit FET-Eingang ersetzt. Das schafft

    - Ruhe

    - verringert das Rauschen

    - erhöht die Anstiegsgeschwindigkeit des Ausgangssignals.

    Verwendet habe ich den LF356. Da er max. 10mA Versorgungsstrom benötigt, kann er im Regelfall nicht einfach den 741 ersetzen, der nur max. 2,8mA benötigt.
    Im CV61 wären dazu zwei Widerstände zu verändern, im CV62 müßte dies überflüssig sein, weil die Versorgungsspannung durch den RC4195 erzeugt wird, der 100mA treiben kann.
    Hier sind nur R106 und 107 ?? mit jeweils 100R in Serie geschaltet, was aber nicht wirklich stören sollte. Wenn doch, würde ich sie einfach brücken oder durch 62R ersetzen.

    Siehe auch hier: Was dort für den CV61 steht gilt sinngemäß auch für den CV62.

    Gruß

    Norbert

    Kein Widerstand bedeutet nicht 0 Ohm sondern ein unendlich hoher Widerststand

    Moin zusammen,

    wenn ich an einem Widerstand oder Stück Draht den ohmschen Widertstand emittel und ein Ergebnis in der Nähe von 0 Ohm angezeigt bekomme, hat der Leiter für mich "keinen Widerstand", es ist nämlich nichts >0 zu messen. Diese Aussage haißt definitiv nicht, dass (physisch / körperlich) kein Widerstand vorhanden ist.


    Wenn der Wert unendlich zu sein scheint, ist großer Widerstand vorhanden.


    Ein Relaiskontakt, der keinen Widerstand hat, ist heil und hat 0 Ohm.


    So spreche ich.


    Beste Grüße

    Norbert

    Weniger gute (oder solche mit hoher Induktivität) 0,7 bis 1 Ohm. So ein Widerstandswert bewirkt, dass auch der „tollste“ Dämpfungsfaktor eines High-End Verstärkers weitgehend wirkungslos bleibt und nur noch zu einem Bruchteil beim Tieftonchassis ankommt

    unerwähnt ist hierbei, dass der Widerstand des Lautsprechers ebenfalls hinzugerechnet werden muß, was wieder einmal zeigt:
    Der Lautsprecher ist das schwächste Glied in der kette..


    Gruß

    Norbert

    Am Transistor BC171B

    Hallo Ben,

    Du meinst T6?

    Wenn an dessen Kollektor 30V anliegen, fließt kein Kollektorstrom.

    Was mißt du an der Basis und am Emitter?


    Es können diverse Bauteile (incl. Platine) defekt sein:

    T6 selber

    R34: hochohmig

    R33: hochohmig

    R32: 0 Ohm (irgendein Kurzschluß im Bereich des Widerstandes)


    Gruß

    Norbert

    Nur um es noch mal aufgeschrieben zu haben:


    29b und 30b sind gebrückt und werden im Zustand "aus" mit 29a und 30a verbunden.

    Ja.

    Dies korreliert aber nicht mit der gezeichneten Schalterstellung der Netzkontakte. Dies sind in Stellung "AUS". Hier wird ein Schaltplanfehler vorliegen.

    Weshalb auf der Oberseite der Schalter eine selbst gebaute Brücke ist, weiß ich nicht. Den Grund mußt du herausfinden, wenn es dich interessiert.

    Schaltzustand des Kreises im Zustand "aus"

    Der gezeichnete Zustand ist "EIN", weil die Kontakte offen gezeichnet sind.


    Ist es also korrekt, dass ich die Verbindung von 29b/30b auf Masse so lassen kann, wie es jetzt ist, also "aufgetrennt/nicht vorhanden"?

    Die Verbindung kann bleiben, den 2. Teil deiner Bemerkung verstehe ich nciht.


    Oder wäre es sinnvoll, einen Kippschalter auf die Geräterückseite zu setzen, der die Stummschaltung übernimmt?

    Wozu der Schalter? Die Stummschaltung dient dazu, nach dem Ausschalten des Verstärkers Geräusche und Verzerrungen in den Lautsprechern zu vermeiden, die dadurch entstehen,dass die Versorgungsspannung zusammenbricht.


    Stell einfach den Originalzustand her.

    1) Kontakt 60
    2) Kontakt WL

    3) Kontakt 61

    Kontakt 60 ist Gift, wenn es in den Schaltern bleibt und nicht gründlich ausgewaschen wird.


    wenn ein Bimetall(thermo)schalter, der auf den Kühlkörpern sitzt (keine Ahnung wo) durchschaltet.

    Na ja - "durchschaltet" ist kaum der passende Ausdruck. Er öffnet im Fall der hohen Temperatur. Auch dieser Schalter hat Kontakte, die sulfidieren (Silber ist eben kein geeignetes Material für Kontakte, die lange halten sollen). Er kann nicht aufgearbeitet werden. Hier hilft nur ein neuer Bimetallschalter - oder der Ausbau / die Brückung. Der jeweilige Schalter ist natürlch auf den Kühlkörpern der Endstufen montiert, weil er die Transistoren vor Überhitzng schützen soll, wenn der Verstärker überlastet wird (Volle Pulle bei niedrigen Lautsprecherimpedanzen).

    Wie und wo kann ich am Besten den Ruhestrom überprüfen/einstellen?

    Da hilft der Blick ins Service-manual, S.7.


    Ich werd am 19.12. schauen, dass ich neue NTCs bekomme.
    Falls nicht, löte ich rechts einen 100 Ohm Widertand dazu.


    Das ist durchaus eine Lösung, wenn auch nciht die Beste. Ein Ersatz ist besser.


    Gruß

    Norbert

    es war die Sicherung von der +33V Seite

    Wo ist auf der +33V-Seite eine 5A-Sicherung? Ich sehe nur in den AC-Zweigen jeweils eine 5A-Sicherung.


    Oder sollen diese komplett abgelötet und dann geprüft werden?

    Komplett, um Seiteneffekte auszuschließen.

    T1309 - BD 909 ist von der Messwerten OK nur ein bischen im Leidenschaft gezogen.

    Was heisst das? - In Leidenschaft gezogen?


    Es können ALLE Halbleiter geschädigt sein, nicht nur die Endtransistoren, sondern auch weiter vorne liegende Transistoren und Dioden!