CS 731Q Platine gebrochen

  • hallo in die Runde


    aus einer Erbmasse eines HiFi Freaks habe ich einen 731Q erhalten. Dieser stand seit Jahren unbenutzt, verstaubt und ohne Tonabnehmer bei ihm. Da er aber äusserlich in recht gutem Zustand ist, würde ich ihn gerne wieder zum Leben erwecken.

    Zuerst habe ich den Plattenteller abgenommen, was nur mit erheblicher Kraftanstrengung zu machen war. Ist das normal ? Evtl. die Achse leicht polieren?


    Dann kam darunter diese kleine Platine zum Vorschein, in der Mitte durchgebrochen - siehe Foto.

    Die Platine kann ich ja leicht reparieren, indem ich auf die gebrochenen Leiterbahnen kurze Kupferdrahtstücke löte.



    Meine Frage ist nun: wie wirken sich die gebrochenen Leiterbahnen auf das Verhalten des Plattenspielers aus. Das hat meiner laienhaften Meinung nach ja mit der Drehzahlumschaltung zu tun.

    Ausserdem ist an dem Drehschalter eine Hälfte der Platine abgebrochen, die Reste lagen zerbröselt in der Zarge. Da denke ich aber, dass dies keine Auswirkung hat, da dort keine Kontakte vorhanden sind und auch keine Leitungen hinführen.


    Ausserdem lag das Netzteil lose in der Zarge, die beiden Befestigungsschrauben fehlen.


    Für eure Antworten schon mal vielen Dank


    Grüssle

    Rudi

    Einmal editiert, zuletzt von maxnix ()

  • maxnix

    Hat den Titel des Themas von „CS 731q Platine gebrochen“ zu „CS 731Q Platine gebrochen“ geändert.
  • Hallo Rudi,

    zuerst willkommen hier in diesem Forum.

    Bevor du lötest klebe die Platine zuerst wieder zusammen. Da hilft Zweikomponentenkleber oder auch Sekundenkleber.

    Achte drauf, dass auf die Leiterbahnen kein Kleber kommt. Wenn die Platine wieder stabil ist brauchtst du nur über die Bruchstellen der Leiterbahnen Lötzinn auftragen. Das genügt. Bei dem Drehschalter sehe ich einen feinen Riss an der oberen Vernietung. Da würde ich auch vorsichtig von beiden Seiten die Nietungen mit Zweikomponentenkleber verstärken.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Ich hätte noch einen Reste 714. Kann jetzt auf die schnelle nicht klären, ob der die gleichen Bauteile hat. Falls ja, könnte ich ggfs. damit aushelfen.

    Grüße


    Wolfgang



    "Vergiss nicht glücklich zu sein!" :)

  • @ Hajo,

    danke, den Riss habe ich übersehen. Mit 80 sind die Augen nicht mehr ganz so gut.


    @ Wolfgang,

    danke für Dein Angebot, das wäre ja super. Ich denke der Drehschalter ist identisch. Allerdings ist er nicht ohne weiteres zugänglich und auszubauen. Trotzdem bin ich natürlich interessiert. Wenn er in Deinem Teilespender noch vorhanden ist und Du die Arbeit des Ausbauens auf Dich nehmen willst, nenne mir bitte Deinen Preis.


    @ alle

    aus Verständnisgründen nochmals die Frage, welche Auswirkungen die gebrochenen Leiterbahnen haben.


    Im Übrigen hoffe ich, dass sich bei der anstehenden Restaurierung nicht noch weitere Macken auftun. Denn der Spieler ist wirklich in einem recht ordentlichen, erhaltenswerten Zustand, auch die Haube ist noch ziemlich gut.


    Und gleich noch eine Frage:

    ich habe ja geschrieben, dass das Netzteil lose und frei "herumliegt". Allerdings kann ich nicht erkennen, wie und wo das befestigt ist. Im Blechgehäuse sind unten zwei Gewinde M 3,5 eingeschnitten, am Chassis finde ich aber keine entsprechenden Bohrlöcher für Schrauben.

    Von den Abmessungen her könnte es an den beiden grossen Öffnungen im Chassis befestigt sein - (siehe Bild), dazu müssten dann aber irgendwelche Halterungen vorhanden sein. In der Explosionszeichnung erkenne ich nichts. Weiss dazu jemannd Bescheid?


    Grüssle aus dem Ländle

    Rudi

  • Hallo Rudi,

    wenn der Schalter unterhalb des Plattentellers liegt, ist er wohl bei normalem Betrieb nicht zugänglich. Das kann demnach kein Schalter für die Drehzahlumstellung sein. (Ja bei modernen Brettchen könnte so was sein..). Könnte es die Netzspannungsanpassung sein? dann lägen da gefährliche Spannungen auf den Teilen. Das sollte dann schon stabil befestigt sein. Reparatur wurde ja oben schon beschrieben.

    Schau da lieber mal genau nach.

    Gruß,

    Rainer

  • Und gleich noch eine Frage:

    ich habe ja geschrieben, dass das Netzteil lose und frei "herumliegt". Allerdings kann ich nicht erkennen, wie und wo das befestigt ist.

    -

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

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  • Hallo Rudi,

    sollten noch mehrere defekte Bauteile hinzukommen, wäre das vielleicht was für Dich? Dort ist auch die gebrochene Platine vorhanden, falls Wolfgang keine mehr für Dich hat.

    Schau hier

    Ich kenne den Verkäufer nicht, habe jedoch eben etwas zu einem angemessenen Preis bei ihm gekauft.

    Beste Grüße

    Christian


    --- time to grind ! ---

  • Wolfgang

    das wäre sehr freundlich von Dir


    @ Rainer,

    der Schalter ist über einen Hebel mechanisch mit dem Drehzahlwähler 33/45 verbunden und wird mit diesem betätigt.


    @ Gernot,

    danke für die erklärendenFotos.

    So ähnlich habe ich mir das auch gedacht, nur fehlen die Schrauben und Scheiben. Ist dann aber kein unlösbares Problem mehr Haha

    Aus Neugier habe ich mir gerade Dein Profil mit Deinem Geburtstag angeschaut. Bei mir sieht´s ähnlich aus: 16.Februar 1942

    Grüßle

    Rudi

  • So ähnlich habe ich mir das auch gedacht, nur fehlen die Schrauben und Scheiben. Ist dann aber kein unlösbares Problem mehr

    Wichtig, die 3 mm Schrauben dürfen nicht zu lang sein.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

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  • hallo Gernot,

    M3 fallen rein, M4 sind zu gross, ich glaube, es sind M 3,5 Schrauben . Die habe ich natürlich nicht, werde wohl M4 Gewinde in das Trafogehäuse nachschneiden. M 3,5 gibt es zwar in Schuko-Steckdosen, die sind aber zu kurz.

    Und unter den Scheiben liegen vermutlich Gummis, die kann ich dann selbst anfertigen.


    Ausgerechnet diese Teile sind in der Serviceanleitung nicht aufgeführt, oder ich habe einen Sehfehler.


    @ Christian

    danke für den Hinweis, werde ich vormerken


    Gruß

    Rudi

  • Hallo Rudi,

    es ist sehr! wichtig dass das Netzteilgehäuse isoliert zum Chassis angeschraubt wird! Die beiden Gummis haben eine spezielle Form damit sie auf das Chassis aufgesteckt werden können und dann weder die Schraube noch die Scheiben nach dem Festziehen das Chassis berühren -> Schutzisolierung!

    Man kann / könnte sich was basteln, aber ob das dann den Anforderungen genügt ist fraglich.

    Eigentlich kann das nur mit den originalen oder vergleichbaren Gummis vernünftig gemacht werden. Auf dem 2ten EbayKA Bild sieht man ein bisschen was genaueres dazu.

    VG Michael


    P.S.: was mich beim 714/731 schon immer gewundert hat ist dass die montierten Netzteilschrauben an sich dann bei abgenommenem Plattenteller trotzdem nicht vor Berührung geschützt sind! Das ist beim 704 und später beim 728/741 besser gelöst. Die Schrauben haben dort keinen Kontakt zum Netzteilgehäuse!

    Kaum mach ich's richtig, schon geht's! ^^
    "Wer Ohren hat zum Hören, der höre!"

    2 Mal editiert, zuletzt von mikeboesinger ()

  • Die beiden Gummis haben eine spezielle Form damit sie auf das Chassis aufgesteckt werden können und dann weder die Schraube noch die Scheiben nach dem Festziehen das Chassis berühren -> Schutzisolierung!

    Hallo,

    Schutzisolierung ?
    Das passiert innerhalb des Trafo-Gehäuses.


    Die Gummis, haben die Aufgabe, die Übertragung, eines eventuellen Trafobrummens auf das Chassis, zu verhindern.

    dazu kann man passende sogenannte, "Durchgangstüllen, Kabeltüllen, Gummitüllen, Kabeldurchführung", nehmen.

    Grüße Gernot
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    3 Mal editiert, zuletzt von papaschlumpf ()

  • die Erklärung von Gernot entspricht auch meinen Gedanken. Ich habe auch noch 2 solche Gummitüllen in meiner Bastelkiste gefunden, die ich dafür verwenden kann.

    Jetzt warte ich noch ab, ob Wolfgang mir mit den M 3,5 Schrauben helfen kann. Andernfalls schneide ich die Gewinde im Trafogehäuse mit 4mm Gewindebohrer auf. M4 Schrauben habe ich in allen Längen und Ausführungen zur Genüge.


    Grüßle

    Rudi

  • Hallo Rudi,


    also bei meinen 731 sind die Schrauben zum befestigen des Netzteils am Chassis definitiv M4 Schrauben.

    Bist Du mit M3,5 sicher?


    Gruß

    Bruno

  • hallo Bruno,

    ich habe die Gewinde jetzt mit M4 nachgeschnitten, vorher haben M4 Schrauben nicht gepackt. Die M3,5 aus einer SchukoSteckdose hatten gut gepasst, waren allerdings zu kurz.

  • Hallo,

    Schutzisolierung ?
    Das passiert innerhalb des Trafo-Gehäuses.

    Hallo Gernot,

    bist Du sicher, dass das nur wg. Schallisolierung so ist?

    Müsste nicht das (berührbare) Chassis eine Schutzerde-Verbindung (über 3-poligen Stecker/Kabel) bekommen, wenn das metallene Trafogehäuse direkt mit dem Chassis verschraubt wäre? :/

    VG Michael

    Kaum mach ich's richtig, schon geht's! ^^
    "Wer Ohren hat zum Hören, der höre!"

  • Müsste nicht das (berührbare) Chassis eine Schutzerde-Verbindung (über 3-poligen Stecker/Kabel) bekommen, wenn das metallene Trafogehäuse direkt mit dem Chassis verschraubt wäre

    Definition, Zitat

    Die Schutzisolierung bewirkt den Schutz gegen Berühren elektrischer, unter Spannung stehender Teile, indem sie um die betriebsmäßig notwendige Basisisolierung noch eine zusätzliche Isolierung legt. Dabei kann auch ein metallenes Gehäuse innen oder außen zusätzlich vollständig isoliert werden. Die zusätzliche Isolierung darf an keiner Stelle unterbrochen sein, auch nicht an einem Schalteranschluss.

    Bei Deiner Definition, des Trafokastens aus Metall, nur durch die Gummis vom Metall-Chassis getrennt,

    wäre der ganze Metallkasten, daß gefährliche Teil, also nicht berührungssicher,
    inklusive der zwei Befestigungsschrauben oberhalb des Chassis.

    Im Trafo ist die Wicklung, durch die Konstruktion und Kunststoff-Verkapselung, genügend vom Metallkasten getrennt.
    Zudem liegt im Metallkasten, unter den 230V Anschlüssen des Trafos und unter dem Netzanschluss, Sicherung usw.,
    eine Pertinax-Platte, zur Isolierung. Wie man auch auf meinen hinzugefügten, Bildern (Post #7),
    erkennen kann, sind die 230V Leitungen, im Dreher doppelt isoliert.


    Ein dreiadriges Kabel mit Schutzleiter hat in den Drehern nichts zu suchen.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

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    Einmal editiert, zuletzt von papaschlumpf ()

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